Evolution
Schon der Verdacht wird mit dem Tode bestraft
Diese Ideologie wird schon lang nicht mehr mit Argumenten, sondern nur noch mit roher Gewalt verteidigt. Von Dr. med. Stephan Puls.
Evolutions-Kult: Statue für Charles Darwin.
Evolutions-Kult: Statue für Charles Darwin.
© Kevin Walsh, CC
(kreuz.net) Der Brite Michael Reiss (48) ist Professor für Biologie, Journalist und ordinierter Pastor der Anglikanischen Gemeinschaft.

Bis zum 16. September war er auch Leiter der Abteilung für Wissenschaftsunterricht in der 350-Jahre alten ‘Königlich Britischen Akademie der Wissenschaften’.

Reiss ist ferner Professor am Institut für Fachdidaktik der Universität London.

Dabei ist er alles andere als ein Kritiker der Evolutionsideologie.

Er hat immer wieder klargemacht, daß für ihn jede Form von Kreationismus oder Intellligent Design Ideologie oder – wie er es formuliert – eine „Weltanschauung“ und „keine Wissenschaft“ sei.

Der Kreationismus ist das Bestreben, naturwissenschaftliche Befunde über das Leben und dessen Vergangenheit unter der Voraussetzung eines Schöpfers zu erklären.

Die Theorie vom intelligenten Designer geht von einem vernunftbegabten Urheber – einem sogenannten „Designer“ aus –, der die komplexen Lebensformen konstruiert hat.

Auch die anglikanische Hochkirche, wo Reiss nebenberuflich als Pastor wirkt, hat ihre anfängliche Opposition gegen die Evolutionsideologie von Charles Darwin († 1882) schon mehrfach bedauert.

Zunächst war alles ruhig

Doch dann geschah es: Am 11. September hielt Reiss einen Vortrag mit dem Titel „Should creationism be a part of the science curriculum?“ – Sollte der Kreationismus Teil des schulischen Naturwissenschaftsunterrichtes sein?

Anlaß dazu war das jährliche Treffen der „British Association for the Advancement of Science“.

Reiss sprach sich in seinen Ausführungen in keiner Weise für den Kreationismus aus.

Es ging ihm vielmehr um die Frage, wie ein Lehrer eventuelle kreationistische Gedanken der Schüler am besten widerlegt, so daß die Schüler lernen, wie „echte“ – das heißt: evolutionsideologische – Wissenschaft funktioniere.

Der Text des Vortrages von Reiss ist online verfügbar.

Nach dem Vortrag gab es zunächst keine ungewöhnlichen Reaktionen – schon gar nicht im Konferenzsaal.

Der Skandal wurde erst von den Massenmedien erzeugt. Sie verdrehten die Aussagen von Reiss nach Strich und Faden.

Die Tageszeitung ‘Financial Times’ titelte „Call for creationism in the classroom“ – Ruf nach Kreatinismus im Klassenzimmer.

Das Blatt ‘Daily Mail’ verbreitete die Schlagzeile „Children should be taught about creatinionism“ – Kinder sollten über den Kreatinismus unterrichtet werden.

Religion raus

So wurde der Eindruck verbreitet, daß sich Reiss für den Unterricht des Kreationismus an britischen Schulen starkgemacht hätte. Dieser Vorwurf war sachlich – leider – völlig unberechtigt.

Die ‘Königlich Britische Akademie der Wissenschaften’ stellte sich am Anfang noch hinter ihren Mann.

Doch dann entdeckten die Medien noch eine zweite Angriffsfläche – die Nebentätigkeit von Reiss als ordinierter anglikanischer Pastor.

Prominente Mitglieder der ‘Akademie der Wissenschaften’ – darunter mehrere Nobelpreisträger – sahen darin und im Echo der Massenmedien einen hinreichenden Grund, brieflich seine Entfernung von seiner Schlüsselposition zu fordern.

Der Grund war simpel: Religion habe in der Wissenschaft einfach nichts zu suchen – mag sie sich auch noch so evolutionsideologisch geben, wie sie will.

Am 16. September wurde Reiss mit augenblicklicher Wirkung von seiner Aufgabe entbunden. Die Begründung: Seine Äußerungen seien für Mißverständnis offen gewesen.

Auch wenn das nicht seine Absicht gewesen sei, habe er trotzdem den Ruf der Akademie beschädigt.

Daß der Evolutionist Reiss in seiner beruflichen Laufbahn schwer beschädigt wurde, ist ein evolutionsideologisch in kauf zu nehmender Kollateralschaden. Denn auch dort überlebt nur der Stärkere.
      
29 Lesermeinungen
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
Kommentar schreiben
#29   Arkanum/kreuts.net †   18:09:25 | Mittwoch, 29. Oktober 2008
seltsam…
bisher konnte noch niemand die bereits gestellte Frage (wer denn nun hingerichtet wurde und aufgrund welches Verdachts) beantworten. Auch aus dem Artikel geht nicht einmal eine potentielle Antwort hervor.
Oder ist dem Autor, der sich jetzt „Dr.Puls“ nennt, einfach mal wieder der Gaul durchgegangen?
Redaktion benachrichtigen
#28   Hesse   17:17:40 | Mittwoch, 29. Oktober 2008
Stimme / athanasius
Stimme: Dieses Beispiel beweist unwiderlegbar, dass Fontanes Gedichte nicht von dressierten Affen zufällig geschrieben worden sein können.
Nicht mal das.
Das beweist nur, dass die WAHRSCHEINLICHKEIT gering ist. Eine Wahrscheinlichkeit von z.B. 1:1000 sagt aber nicht aus, dass das gewünchte Ergebnis nicht auch beim ersten Wurf zustandekommen KANN. Es ist nicht wahrscheinlich – aber möglich.
Das ist im allgemeinen der Fehler, den Menschen machen: sie nehmen an, dass bei ein Ergebnis bei einer geringen Wahrscheinlichkeit auch wirklich lange auf sich warten lassen MUSS. Muss es aber nicht.
Daher lässt sich mit einer Wahrscheinlichkeit für irgendwas nichts belegen geschweige denn beweisen.
Redaktion benachrichtigen
#27   stimme der vernunft †   17:01:55 | Mittwoch, 29. Oktober 2008
@Athanasius
Sehr interessant!
Dieses Beispiel beweist unwiderlegbar, dass Fontanes Gedichte nicht von dressierten Affen zufällig geschrieben worden sein können.
Ansonsten beweist es allerdings gar nichts.
Redaktion benachrichtigen
#26   Ultramontanus   13:52:11 | Mittwoch, 29. Oktober 2008
@Athanasius:
Dass ihr Beispie lnichts mit Evolution zu tun hat und nicht einmal „im weitesten Sinne analog“ passt,wurde ihnen bereits vor einigen Tagen oder Wochen dargelegt. Wenn Sie das also erneut bringen, haben Sie es entweder nicht gelesen oder Sie sind nur ein Propagandist, dem es gar nicht um wahres Verständnis geht.
Redaktion benachrichtigen
#25   athanasius1957   10:04:07 | Mittwoch, 29. Oktober 2008
ad Hesse et alios
Ich schrieb hier vor einigen Tagen, daß die seitens des Darwinismus vermeintlich nachgewiesene Evolution wegen der seit Entstehung der Welt vergangenen Zeit nicht funktionieren kann:
Das Weltall soll nach der materialistischen Urknalltheorie vor 14 Milliarden Jahren – 4 x 10 hoch 17 Sekunden – entstanden sein.
Unter der Annahme, daß das Alter der Erde dzt auf 5 Milliarden Jahre (5 x 10hoch 9) geschätzt wird, entspricht dies 1,6 x 10 hoch 17 Sekunden.
Sollte ein dressierter Affe die Fontanes Zeilen „ICH HAB ES GETRAGEN SIEBEN JAHR…“ aus Archibald Douglas auf einer Schreibmaschine mit 26 Buchstaben plus Leertaste (27 Tasten!!!) tippen wollen, müßte er 1:2,4 x 10 hoch 44 Anschläge auf der Schreibmaschine machen, um diese fehlerfrei zu schreiben.
Dies bedeutet aber, daß der Affe seit Entstehung der Welt, jede Sekunde 10 hoch 27 Anschläge hätte machen müssen.
(Zitat nach Peter Blank, Alles Zufall?, St. Ulrich Verlag, Augsburg, 2006)
Somit hat sich die Frage nach der Evolution erübrigt und wir müssen anerkennen, daß es einen Schöpfer gibt.
Und der deutsche Embryologe Blechschmidt hat vor allem die Fälschungen Haeckls, einem Zeitgenossen Darwins, nachgewiesen, die jener zur Untermauerung der Ontogenese gemacht hatte.
Redaktion benachrichtigen
#24   Hesse   14:10:40 | Dienstag, 28. Oktober 2008
Athanasius
Ihre Bemerkung bezüglich Pseudowissenschaft „Kreationismus“ muß ich aber im gleichen Atemzug zurückweisen, da der Darwinismus nur eine Hypothese ist. Darwin selbst hat zugestanden, daß allein die Entwicklung des menschlichen Auges bar jeglicher Evolutionsgrundlage ist.
JMX hat schon alles zu Darwins Aussage gesagt, aber im Grunde ists auch völlig Wurscht, was der olle Darwin zu sellem und jenem gesagt haben mag.
Darwin ist kein Oberguru, seine Aussagen sind nicht unfehlbar und sein Buch ist keine heilige Schrift, die unveränderbar wäre.
Seit Darwins Tot sind gute 120 Jahre vergangen – die ET hat sich weiterentwickelt. Darwin hat nur den grundlegenden Mechanismus herausgefunden. Also sellbst dann, wenn deine Aussage nicht aus dem Zusammenhang gerissen wäre und Darwin das wirklich so gesagt hätte, dann wäre das völlig wurscht, denn er hat nur an der Oberfläche gekratzt.
Redaktion benachrichtigen
#23   JMX   11:38:41 | Dienstag, 28. Oktober 2008
Quotemining
Ihre Bemerkung bezüglich Pseudowissenschaft „Kreationismus“ muß ich aber im gleichen Atemzug zurückweisen, da der Darwinismus nur eine Hypothese ist. Darwin selbst hat zugestanden, daß allein die Entwicklung des menschlichen Auges bar jeglicher Evolutionsgrundlage ist.
Die Evolutionsth. ist eine wiss. Theorie, als über den Status einer Hypothese weit hinaus. Wenn sie jetzt mit „nur eine Theorie“ anfangen, sollten sie den Terminus einmal nachschlagen.
Ihr letzter Satz ist ein Quotemining, das Darwins Aussage völlig entstellt.
Es wird das zitiert
To suppose that the eye with all its inimitable contrivances for adjusting the focus to different distances, for admitting different amounts of light, and for the correction of spherical and chromatic aberration, could have been formed by natural selection, seems, I freely confess, absurd in the highest degree.
Aber der Teil, der die rhet. Frage auflöst, fehlt oft
Yet reason tells me, that if numerous gradations from a perfect and complex eye to one very imperfect and simple, each grade being useful to its possessor, can be shown to exist; if further, the eye does vary ever so slightly, and the variations be inherited, which is certainly the case; and if any variation or modification in the organ be ever useful to an animal under changing conditions of life, then the difficulty of believing that a perfect and complex eye could be formed by natural selection, though insuperable by our imagination, can hardly be considered real.
Redaktion benachrichtigen
#22   athanasius1957   11:20:43 | Dienstag, 28. Oktober 2008
ad JMX
Ich muß um Entschuldigung bitten.
Mein Statement „Das größte Problem im heutigen akademischen Bereich ist vor allem das amöboide, rückgratlose Verhalten unter dem Denkmäntelchen der „Political (un)correctness“ wie es auch schon von Konrad Lorenz in seinen „Acht Todsünden der zivilisierten Menschheit“ klargelegt worden ist.“ bezog sich auf das feige Verhalten der Royal Academy.
Ihre Bemerkung bezüglich Pseudowissenschaft „Kreationismus“ muß ich aber im gleichen Atemzug zurückweisen, da der Darwinismus nur eine Hypothese ist. Darwin selbst hat zugestanden, daß allein die Entwicklung des menschlichen Auges bar jeglicher Evolutionsgrundlage ist.
o^/
Redaktion benachrichtigen
#21   JMX   09:11:45 | Dienstag, 28. Oktober 2008
Schönborn ist ein Ignoramus
Das größte Problem im heutigen akademischen Bereich ist vor allem das amöbiode, rückgratlose Verhalten unter dem Denkmäntelchen der „Political (un)correctness“ wie es auch schon von Konrad Lorenz in seinen „Acht Todsünden der zivilisierten Menschheit“ klargelegt worden ist.
Rückgratlos wäre vielmehr, gegenüber einem Kleriker aus politischer Korrektheit einzuknicken, der keine Ahnung von der Materie hat und Pseudowissenschaften wie den Kreationismus mit Hilfe seiner gesellschaftlichen Stellung zu propagieren sucht (ohne jeden wissenschaftlichen Beweis wohlgemerkt).
Es wäre zu unser aller Schaden, sollte Herr Schönborn mit seinem Werbefeldzug Erfolg haben.
Redaktion benachrichtigen
#20   athanasius1957   08:49:55 | Dienstag, 28. Oktober 2008
S. Em. Christoph Kardinal Schönborn
Erinnern wir uns nur der Hype, die nach dem Artikel über Finding Design in Nature www.nytimes.com/…ion/07schonborn.html?scp=1&sq=findi… Seiner Eminenz in der New York Times vor ca. drei Jahren losging. Der einzige Unterschied war und ist, daß Seine Eminenz „nur“ Erzbischof von Wien ist und nicht Mitglied einer „ehrenwerten Gesellschaft“ wie der Royal Academy of Science.
Das größte Problem im heutigen akademischen Bereich ist vor allem das amöbiode, rückgratlose Verhalten unter dem Denkmäntelchen der „Political (un)correctness“ wie es auch schon von Konrad Lorenz in seinen „Acht Todsünden der zivilisierten Menschheit“ klargelegt worden ist.
Schönborn wirbt in USA für „intelligent design“. derstandard.at/?url=/?id=27617…
Cardinal Schonborn clarifies Church’s stance on evolution: intelligent design is clear in nature …ww.catholicnewsagency.com/new.php?n=4340
Redaktion benachrichtigen
#19   freddie schenk   22:16:23 | Montag, 27. Oktober 2008
@Ultramontanus
Na ja, was heißt einigen: ich glaube etwas, das du nicht (mehr) glauben kannst. Ich respektiere das!
Redaktion benachrichtigen
#18   Hesse   22:15:00 | Montag, 27. Oktober 2008
Freddi
Doch verändert sich mit diesem Glauben nicht auch die Perspektive?
Ja, das mag für dich zutreffen, weiss ich nicht. Für mich jedenfalls braucht sich da nichts zu ändern, denn aus meinem Unglaube was einen Gott angeht, ergibt sich für mich nicht, dass ich nichts wert sei, weil niemand mich persönlich geschaffen hat, sondern ich ein Produkt der Evolution bin.
Wenn jmd wirklich glaubt, dass ein Gott ihn persönlich, direkt geschaffen hat, dann find ich das zwar auch ziemlich albern, aber ich kanns tolerieren.
Mein Problem mit vielen Verfechtern des „ID“ oder „Kreationismus“ ist aber, dass die unglaubliche Verrenkungen anstellen, um die ET angreifen zu können. Deren „Argumente“ kann im Grunde keiner wirklich glauben. Nicht mal sie selber. Als massenhaft (durch Bergbau) Dinosaurierknochen ausgegraben wurden versuchten manche, diese z.B. so zu erklären: Gott habe die Teile vergraben, um den Glauben der Menschen auf die Probe zu stellen…
Und das nur, damit sie ihr kostbares Weltbild nicht ändern mussten. Das ist a) Selbstbetrug und b) albern.
Sowas gibts auch heute noch – manche behaupten z.B., dass Gott das Licht, welches von anderen Sternen MILLIARDEN von Jahren zu uns gebraucht hat (was die Bibelgeschichte von der 6000 Jahre alten Erde widerlegt) eben beschleunigt habe, damit dieser Eindruck entsteht.
Da werd ich richtig wütend.
Mit solchen Leuten lohnt sichs überhaupt nicht, zu reden.
Redaktion benachrichtigen
#17   Ultramontanus   22:11:11 | Montag, 27. Oktober 2008
@HvO/Freddie:
Ich denke wir können uns darauf einigen, dass ihr etwas glaubt und deshalb aus dem Glauben heraus für wahr haltet. Ich glaube das eben nicht (mehr), weil ich dafür keinen Grund sehe. Ich sehe einfach keinen Grund mehr zu glauben, als sich erklären, anfassen und sicher wissen kann.
Die ET ist eine Theorie, der Begriff „zutreffende Theorie“ ist aber etwas schwierig, weil Theorie einfach bedeutet, dass es etwas die beste Erklärung mit den sparsamsten Zusatzanahmen ist, mit keinen bekannten Phänomenen im Widerspruch steht und zuverlässige Voraussagen ermöglicht. Aber das ist numal die höchste Ebene, die Wissenschaft erreichen kann.
Redaktion benachrichtigen
#16   HeinrichvonOfterdingen   22:01:45 | Montag, 27. Oktober 2008
Lieber Ultramontanus,
Ich weiß aber einigermaßen etwas über die Evolutionstheorie -obwohl ich kein Experte bin- und dass diese Theorie zur Entwicklung des Lebens am ehesten mit den vorliegenden Daten in Einklang ist.
… nur mal angenommen, die Datenbasis wäre für eine zutreffende Theorie einfach nicht ausreichend (ausschließen kann das keiner), dann wäre auch die mit den vorliegenden Daten am ehesten in Einklang zu bringende Theorie über die Entwicklung des Lebens mit hoher Sicherheit falsch.
Dass Gott der Schöpfer des Lebens ist, das glaube ich aufgrund seines eigenen Zeugnisses. Dass Jesus Christus Gottes Sohn, wahrer Gott vom wahren Gott ist, das beweist mir ebenfalls keine noch so raffinierte naturwissenschaftliche Theorie. Ich glaube es aufgrund des Zeugnisses des wahren Gottes.
Zurück zur E-Theorie: Wenn die Datenbasis für eine zutreffende Theorie nicht ausreicht, dann freilich auch nicht für eine theologisch verbrämte naturwissenschaftliche Theorie. Daher halte ich die Theorien des Kreationismus für die dumme Antwort auf eine dumme Theorie. Tatsächlich ist es wohl so, dass die genaue Art der Entstehung der verschiedenen Lebensformen unenträtselbar ist. Das Einzige was wir wissen ist, dass Gott der Schöpfer ist und dass ohne seinen Schöpferwillen das nicht entstanden wäre was entstanden ist.
Im Übrigen bleibt es auch ein Rätsel, warum Stalin genau an dem Tag gestorben ist, an dem er gestorben ist. Ich bin auch hier überzeugt, dass es in Gottes Heilsplan dafür gute unenträselbare Gründe gi…
Redaktion benachrichtigen
#15   freddie schenk   21:59:48 | Montag, 27. Oktober 2008
@Ultramontanus
Wobei das eine das andere ja nicht ausschließt: ich glaube, dass etwas wahr ist und dieser Glaube nutzt mir.
Bello hat dazu heute drüben in seiner Kapelle einen hervoragenden Text gepostet, wie ich finde.
Redaktion benachrichtigen
#14   Ultramontanus   21:53:31 | Montag, 27. Oktober 2008
@freddie:
Nein, mache ich ja auch nicht. Aber man glaubt doch normalerweise etwas, weil man es für wahr hält und nicht,weil es einem ein gutes Gefühl gibt oder so. Wäre jedenfalls mein Ansatz.
Redaktion benachrichtigen
#13   freddie schenk   21:51:21 | Montag, 27. Oktober 2008
@Ultramontanus
Natürlich, aber soll man etwas glauben, weil es einen (vermeintlichen?) Nutzen hat.
Soll man denn etwas glauben, das nutzlos ist?
Redaktion benachrichtigen
#12   Ultramontanus   21:48:51 | Montag, 27. Oktober 2008
@freddie:
Natürlich, aber soll man etwas glauben, weil es einen (vermeintlichen?) Nutzen hat. Ich käme mir da vor, als müsste ich mich selbst betrügen.
Und ob ich ein Zufallsprodukt bin oder nicht, kann ich auch ohne Glauben nicht beantworten. Denn es könnte ja noch irgendwas ganz krasses außerhalb von allem sein, so das alles im Gesamten wieder Sinn macht, wer weiß O:)
Redaktion benachrichtigen
#11   freddie schenk   21:45:36 | Montag, 27. Oktober 2008
@Hesse
Die meinen oft, die Welt würde besser werden, wenn die Menschen (wieder) daran glauben würden, von Gott persönlich erschaffen worden zu sein.
Nun ja, sicher ist das „nur“ ein Glaube. Doch verändert sich mit diesem Glauben nicht auch die Perspektive? Wenn ich nur Zufallsprodukt der Evolution und mithin auch austauschbar bin, steckt dahinter nich ein anderes, weniger respektvolles, Menschenbild, als wenn ich glaube, dass ich einzigartig willentlich geschaffen worden bin?
Redaktion benachrichtigen
#10   Hesse   21:40:58 | Montag, 27. Oktober 2008
JMX, Ultramontanus: Das Schlimme ist:
Das schlimme ist nicht, dass andere Leute eine andere Überzeugung haben. Das sei ihnen gestattet. :-)
Schlimm für mich ist eher, dass ich bei ganz vielen Leuten, die „Kreationismus“, „ID“ oder die „gute alte Schöpfungeslehre“ propagieren, das Gefühl habe, dass sie selbst gar nicht wirklich davon überzeugt sind, sondern es nur besser fänden, wenn Kinder und Erwachsene daran glaubten. „Glauben an den Glauben“ sozusagen, nicht an die Inhalte.
Die meinen oft, die Welt würde besser werden, wenn die Menschen (wieder) daran glauben würden, von Gott persönlich erschaffen worden zu sein.
Redaktion benachrichtigen
#9   Ultramontanus   21:39:07 | Montag, 27. Oktober 2008
@Heinrich:
Ja, das weiß ich nicht und es interessiert mich ehrlich gesagt auch nicht so besonders.
Ich weiß aber einigermaßen etwas über die Evolutionstheorie -obwohl ich kein Experte bin- und dass diese Theorie zur Entwicklung des Lebens am ehesten mit den vorliegenden Daten in Einklang ist.
Klar, Sie können auch glauben, dass ein Schöpfer immer wieder in den Prozess eingegriffen hat (was ich nicht annhemen würde) und irgendwelche Mini-Manipulationen vorgenommen hat, aber das ist eben dann ein Glaube und keine Wissenschaft.
Redaktion benachrichtigen
#8   HeinrichvonOfterdingen   21:33:12 | Montag, 27. Oktober 2008
Lieber Ultramontanus,
welche die Fakten besser erklärt? Na dann mal los…
… ich weiß nicht mal warum Stalin gerade am 5. März 1953 gestorben ist. Aber Sie haben da sicher auch eine Theorie und wenn ich keine habe, die das Faktum besser erklärt dann haben Sie recht. :-]
Redaktion benachrichtigen
#7   JMX   21:14:17 | Montag, 27. Oktober 2008
OK Hv0
damit hast du grad mal eben deine totale Unwissenheit in Bezug auf Evolution demonstriert. Oder dreiste Propaganda, was dir lieber ist.
Redaktion benachrichtigen
#6   Ultramontanus   21:12:34 | Montag, 27. Oktober 2008
@Heinrich v. O.: Bessere Theorie zu bieten,
welche die Fakten besser erklärt? Na dann mal los…
Redaktion benachrichtigen
#5   HeinrichvonOfterdingen   21:03:19 | Montag, 27. Oktober 2008
Nun ja, es verwundert eigentlich nicht,
wenn ein pseudowissenschaftlich begründeter Aberglaube genauso funktioniert, wie ein unwissenschaftlicher Aberglaube. Aber freuen tut es einen doch immer wieder. Beim Hexenglauben konnte man nicht argumentieren, der Hexenglaube sei Unsinn. Das wäre wider den Aberglauben gewesen und hätte einen verdächtig gemacht. Man konnte nur den Hexenglauben – wenigstens nach aussen akzeptieren – und bestreiten, dass eine bestimmte Person Hexe ist. Man mußte sich also auf das Argumentationsniveau des herrschenden Aberglaubens begeben – quasi den Stand der Wissenschaft akzeptieren – um im Einzelfall Kritik zu üben. Genauso ist es bei pseudowissenschaftlichem Aberglauben. Dabei unterstelle ich den meisten Evolutiontheoretikern sogar ehrliche Absichten.
Redaktion benachrichtigen
#4   JMX   20:52:22 | Montag, 27. Oktober 2008
Es ist aber doch
fragenswert, was ein Kleriker(!) in einer Führungsposition einer naturwissenschaftlichen(!) Gesellschaft zu suchen hat (was natürlich nicht primär seine Schuld ist).
Von roher Gewalt konnte aber so oder so nicht die Rede sein. Typische +net-Paranoia eben…
Oh, und man muß natürlich im letzten Satz des Artikels noch kurz demonstrieren, daß man die Evolutionstheorie 100% falsch verstanden hat. :-!
Redaktion benachrichtigen
#3   Eva B. Kreuz.net Klofrau †   17:51:53 | Montag, 27. Oktober 2008
Hier ist jemand zum Opfer von unwissenschaftlichen
Wissenschaftlern geworden. Wer nämlich unter Voraussetzungslosigkeit Atheismus versteht hat schon eine Voraussetzung gemacht. Die Methoden wissenschaftlichen empirischen arbeitens haben nichts mit dem Glauben an Gott zu tun, da Gott nicht ein Gegenstand empirischer Forschung sein kann und diese auch nicht ersetzt gleichsam als Erklärung für unser Nichtwissen.
Redaktion benachrichtigen
#2   Pelagius III.   17:28:01 | Montag, 27. Oktober 2008
Wer wurde denn nun…
…„mit dem Tode bestraft“?
(Kreuz.net übertreibt wieder einmal gewaltig!)
Redaktion benachrichtigen
#1   Ultramontanus   16:47:48 | Montag, 27. Oktober 2008
Ja was denn nun??
Einerseits wird immerhin das Vertreten von Kreationismus als „Vorwurf“ bezeichnet, was ja wohl impliziert, dass der Autor den Kreationismus auch ablehnt, andererseits wird dann wieder von „Evolutionsideologie“ und „Evolutionisten“ geschwätzt. Und dass dann noch andere Zeitungen kritisiert werden, setzt dem Blödsinn die Krone auf.
Redaktion benachrichtigen
Weiterlesen:
EvolutionWo sind die Zwischenformen? EvolutionDas Kreuz mit dem zweiten Hauptsatz der Thermodynamik EvolutionEntstehung durch Zufall ist absurd EvolutionAuf den Pfaffen gekommen EvolutionDie Evolutionsideologie ist widerlegt Dr. LerleEin im Sinne der Mächtigen zurechtgebogenes Christentum Dr. LerleDas kann den Bischöfen unmöglich verborgen geblieben sein QuantenphysikEin quantenphysisches Jenseits? EvolutionSelber ein Verbalwissenschaftler EvolutionDer Mensch ist ein Affe und der Affe ein Mensch AtheistenGottlose, Euch erwartet das ewige Feuer der Hölle! EvolutionGott darf nicht existieren EvolutionVon Johannes Paul II. gefördert Richard DawkinsReligion ist bewußter Betrug EvolutionDa läuft einem Psychoanalytiker das Wasser im Mund zusammen
RSS Feed  •  News Ticker  •  Werbebanner  •  Visitenkarte  •  Kontakt  •  Impressum
© CC-BY-NC-SA 2012 kreuz.net