10:30:40 | Montag, 27. Oktober 2008
Pius XII.
Hinter den Verleumdungen gegen Pius XII. verbirgt sich die alte Fratze des Antiklerikalismus. Jetzt hat sich ein deutscher Kardinal gegen die Beschimpfungen in die Bresche geworfen.
(kreuz.net) Der römische Kurienkardinal Paul Josef Cordes hat in der ‘Frankfurter Allgemeinen Zeitung’
am 25. Oktober heftig gegen eine FAZ-Leitglosse von Rainer Blasius protestiert.
Der deutsche Kardinal
ist Präsident des päpstlichen Hilfswerkes ‘Cor Unum’. Seinen Beitrag stellte er unter den Titel „Pius
XII. und die nachgeborenen Besserwisser“.
Der Kardinal im Wortlaut: „So einfach ist es, den Stab über
das Gewissensurteil eines Menschen zu brechen, ihn unter das Verdikt von falsch entwickeltem »Amtsverständnis«
zu stellen und ihn der Zauderei »ewig diplomatisch-juridischem Abwägens« zu zeihen.“
Dabei werde der
nationalsozialistische Vergeltungsschlag gegen 4.000 niederländische Juden unterschlagen, der im August
1942 eine direkte Folge eines Protestes der niederländischen Bischöfe gegen deren Verfolgung war.
Blasius
spiele auch die Auswirkung päpstlicher Äußerungen herunter:
„Das Gutachten des Reichssicherheitshauptamts
für das Ribbentrop-Ministerium zur Weihnachtsansprache des Papstes 1942 belegt, daß die Berliner Führung –
und mit ihr eine breite Öffentlichkeit – diese Ansprache besser verstanden hatte als der Herr Leitartikler“.
Manchem hätten sie als päpstlicher Fehdehandschuh gegolten. Der Kardinal zitiert aus dem Gutachten:
„Damit wird praktisch dem deutschen Volk ein Unrecht an den Polen und Juden vorgeworfen, und der Papst
macht sich zum Fürsprecher und Vorkämpfer für diese wahrsten Kriegsverbrecher.“
Der Kardinal bezeichnet
Blasius’ Urteil als eine Anmaßung, die Zeitzeugen ignoriere:
„Der Botschafter beim Heiligen Stuhl, Ernst
von Weizsäcker – glaubwürdiger als nachgeborene Besserwisser – riet in einem Gespräch mit Kardinalstaatssekretär
Maglione am 16. Oktober 1943 dem Papst nachdrücklich von einem energischen Protest ab“.
Ein Protest
würde die Deportationen nicht rückgängig machen, vielmehr den Fanatismus der Verfolger – Zitat von
Weizäcker: „die Befehle kommen von höchster Stelle“ – sicher steigern.
Das Fazit des Kardinals ist
vernichtend: „Entspricht es journalistischer Ethik, mit solchen Ausblendungen auf der Titelseite der ‘Frankfurter
Allgemeinen Zeitung’ zu Gericht zu sitzen?“
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#23
Seefeldt 16:46:56 | Mittwoch, 29. Oktober 2008
#21
Franz Kappes 10:47:09 | Mittwoch, 29. Oktober 2008
#19
landorganist 10:41:51 | Mittwoch, 29. Oktober 2008
#17
biomilch 11:27:48 | Dienstag, 28. Oktober 2008
#16
carlosroberto 10:23:50 | Dienstag, 28. Oktober 2008
#15
biomilch 10:15:35 | Dienstag, 28. Oktober 2008
#14
Ökonom † 23:32:09 | Montag, 27. Oktober 2008
#13
clarissa colonia 23:30:09 | Montag, 27. Oktober 2008
#12
carlosroberto 22:24:54 | Montag, 27. Oktober 2008
#11
HeinrichvonOfterdingen 22:24:11 | Montag, 27. Oktober 2008
#10
Großwildjäger 22:09:27 | Montag, 27. Oktober 2008
#9
clarissa colonia 22:05:25 | Montag, 27. Oktober 2008
#8
carlosroberto 21:52:14 | Montag, 27. Oktober 2008
#7
derLeser 19:01:19 | Montag, 27. Oktober 2008
#6
clarissa colonia 16:35:49 | Montag, 27. Oktober 2008
#5
für die Kirche 14:36:47 | Montag, 27. Oktober 2008
#4
joberens 14:28:12 | Montag, 27. Oktober 2008
#3
Alois Bischof 14:03:30 | Montag, 27. Oktober 2008
#2
LandorganistII 12:46:18 | Montag, 27. Oktober 2008
#1
r.ruhrgebietler 11:14:26 | Montag, 27. Oktober 2008