15:45:31 | Freitag, 31. Oktober 2008
Die Reform der Reform hat noch einen langen Weg vor sich. Denn verhärtete diözesane Verwaltungsapparate verteidigen verbissen den gescheiterten liturgischen Status Quo.

Der zeitgemäße Liturgiker – als Clown verkleidet.
(kreuz.net) Damit Liturgie Begegnung mit Gott ermöglicht, müssen „äußere Voraussetzungen“ erfüllt
sein.
Das erklärte Hw. Johann Schausberger in einem Interview mit der Kirchenzeitung der oberösterreichischen
Diözese Linz.
Hw. Schausberger ist Pfarrer in Sankt Pantaleon – 1330 Katholiken – und Riedersbach –
675 Katholiken. Die beiden Ortschaft befinden sich im oberösterreichischen Innviertel an der Grenze zu
Bayern.
Die von dem Priester erwähnten „äußeren Voraussetzung“ sieht Hw. Schausberger erfüllt, wenn
„Liturgie qualitätsvoll von den liturgischen Diensten her gestaltet wird.“
Das bedeutet – so der Pfarrer –
vor allem eine „Rollensicherheit für alle Beteiligten, daß die Orte und Dienste klar sind und daß nicht
die Leute kreuz und quer durch den Altarraum rennen.“
Liturgie brauche Regie und feste Regeln, damit
sie würdig gefeiert werden könne.
Und die Alte Messe?Die Kirchenzeitung benützt diese Aussage für
eine konjunktivische Provokation: „Da müßte Ihnen gefallen, daß der tridentinischen Messe wieder mehr
Raum in der Kirche gegeben wurde?“
Doch Hw. Schausberger winkt erwartungsgemäß ab. Wenn man mit der
Alten Messe mehr Stille, einen bewußten Einsatz der Zeichen und mehr Raum für das Mysterium verbinde,
könne man nur sagen:
„All das ist auch in der erneuerten Liturgie des Zweiten Vatikanischen Konzils
möglich.“
Es sei ein Irrtum zu glauben, „daß man durch das Hervorholen alter Gewänder und alter Formeln
eine neue Qualität in die Liturgie bringe“ – steigert er sich hinein.
Eine gute Liturgie verdeutliche
den „Mitfeiernden“, daß es um Gott und um ihr Leben gehe.
Jede Liturgie, die sich – so der Pfarrer –
vom Leben entferne, sei ein Widerspruch in sich – erklärt Hw. Schausberger allgemein: In der Liturgie
gehe Gott auf die Menschen zu – das müsse in den Symbolen deutlich werden.
Dann läßt er endlich die
Katze aus dem Sack: „So kann ich das Zugehen Gottes auf die Menschen nicht mit dem Rücken zu ihnen feiern.“
Daß er damit zweitausend Jahre lateinische Liturgie-Erfolgsgeschichte, die göttliche Liturgie der Byzantiner,
die Liturgie der Altorientalen und selbst die Liturgie von Lutheranern, Juden und anderen Weltreligionen
pauschal abserviert, merkt er nicht.
Noch mehr liturgische VariantenDann wirbt Hw. Schausberger dafür,
daß sich die von ihm postulierte „Verbindung von Liturgie und Leben“ auch in der Sprache zeigen müsse:
„Manche Gebete des Meßbuchs sind theologische Konstrukte, die kein Mensch versteht.“
Von einem neuen
Meßbuch erwarte er sich, „daß im Sinn der jetzigen Alternativgebete des Meßbuchs weitergearbeitet wird.“
Im übrigen glaubt der Geistliche nicht, daß im Vatikan eine „Liturgiereform“ in Vorbereitung sei.
Die „erneuerte Liturgie des Zweiten Vatikanischen Konzils hat sich bewährt“ – erklärt er unberirrt.
Sie sei die „würdige Mitte“ des Lebens in der Pfarrei und halte diese lebendig.
Der Themenkomplex Alte
und Neue Liturgie sei „im Großen und Ganzen“ auf Europa beschränkt. In den – angeblichen – Missionsländern
mache sich darüber niemand Gedanken, ist er überzeugt.
„Da geht es um Wesentlicheres: wie man Liturgie
und Leben verbinden kann.“
Im übrigen glaubt Hw. Schausberger, daß „Liturgen“ eine Sprache verwenden
müssen, „welche die Frauen ausdrücklich einbezieht.“
Da die Liturgie von Männern dominiert sei, tue
der Liturgie alles gut, „was Frauen einbringen können.“
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Samurai 13:17:30 | Mittwoch, 5. November 2008
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juergen 16:48:56 | Samstag, 1. November 2008
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monti 22:37:13 | Freitag, 31. Oktober 2008
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Gotthard 21:28:15 | Freitag, 31. Oktober 2008
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derLeser 19:01:45 | Freitag, 31. Oktober 2008
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HBR 17:59:55 | Freitag, 31. Oktober 2008
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Sirilo 17:59:21 | Freitag, 31. Oktober 2008
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Müller 17:58:04 | Freitag, 31. Oktober 2008
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Pünktchen 17:43:51 | Freitag, 31. Oktober 2008
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Sirilo 17:40:25 | Freitag, 31. Oktober 2008
#17
Pünktchen 17:39:05 | Freitag, 31. Oktober 2008
#16
Müller 17:30:31 | Freitag, 31. Oktober 2008
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Moguntinus 17:27:22 | Freitag, 31. Oktober 2008
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Pünktchen 16:57:20 | Freitag, 31. Oktober 2008
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Moguntinus 16:51:16 | Freitag, 31. Oktober 2008
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Müller 16:47:38 | Freitag, 31. Oktober 2008
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Pünktchen 16:46:09 | Freitag, 31. Oktober 2008
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Hesse2 16:44:44 | Freitag, 31. Oktober 2008
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Seminarist 16:41:48 | Freitag, 31. Oktober 2008
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Pünktchen 16:28:52 | Freitag, 31. Oktober 2008
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Seminarist 16:19:32 | Freitag, 31. Oktober 2008
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HBR 15:57:48 | Freitag, 31. Oktober 2008
#2
Gotthard 15:54:56 | Freitag, 31. Oktober 2008