Volksaltar
Volksaltar in der Peterskirche durch einen anderen ersetzt
Fast dreißig Jahre hat offenbar niemand gemerkt, daß er künstlerisch in keiner Weise in den Petersdom paßte. Doch dann war er plötzlich weg.
Der neue Volksaltar
Der neue Volksaltar
© rinascimentosacro.com
(kreuz.net, Vatikan) Vor der Kathedra Petri – in der Apsis des Petersdoms – steht seit gestern Freitag ein neuer Volksaltar. Das berichtete die Webseite ‘Rinascimento Sacro’.

Der alte Hochaltar aus Marmor – der zur ursprünglichen, von Gian Lorenzo Bernini († 1680) geschaffenen Komposition gehörte – wurde in den 70er Jahren nach der wilden Einführung von Volks-Mahltischen zuerst außer Dienst gestellt und hinter einem Wandschirm versteckt und schließlich ganz abgerissen.

Der anschließend benützte, weit nach vorne geschobene Mahltisch war aus Bronze. Von seiner Form her erinnerte er an Metallteile von Raketen-Abschußrampen, wie sie in den 70er Jahren im Fernsehen gezeigt wurden.

Der neue Volksaltar
Der Kathedra-Altar aus Marmor stand jahrhundertelang in der Apsis des Petersdoms.In den 70er Jahren wurde der Altar außer Dienst gestellt und dann einfach abgerissen und zertrümmert.An die Stelle des Marmoraltars kam ein Mahltisch aus Bronze.

Geschaffen wurde das Werk von dem römischen Künstler Pericle Fazzini († 1987). Von ihm stammt auch die riesige Auferstehungsdarstellung in der großen vatikanischen Audienzhalle, die im Jahr 1977 eingeweiht wurde.

Der Bronze-Mahltisch war ein Geschenk an Papst Paul VI. († 1978). Ursprünglich war daran gedacht, ihn für die Papst-Messen auf dem Petersplatz zu verwenden.

Um ihn außerhalb dieser Verwendung nicht in einem Magazin verschwinden zu lassen, wurde beschlossen, ihn als Mahltisch in der Peterskirche zu verwenden.

Doch jetzt hat ihn das Schicksal trotzdem ereilt. Bis auf weiteres ist das Gebilde in einer vatikanischen Sakristei abgestellt.

Er wurde über Nacht durch einen stilistisch passenderen, rechteckigen Volksaltar ersetzt.

Der neue Volksaltar besitzt auf der Vorderseite ein sehr schönes Metall-Antependium, das die Apostelfürsten Petrus und Paulus in Gold zeigt.

Obwohl der Volksaltar sehr schnell installiert wurde, gibt er einen massiven Eindruck. Er besitzt die übliche Altarform und steht auf einem Podest aus Holz, das die Meßfeier in beide Richtungen erlaubt.

Auf dem Altar stehen asymmetrisch die heute üblicherweise verwendeten, untersetzten Klotzkerzen und ein Kreuz im Stil der 70er Jahre des letzten Jahrhunderts.

Die italienische Webseite ‘Rinascimento Sacro’ spricht davon, daß der neue Volks-Mahltisch als Provisorium gedacht ist.
      
25 Lesermeinungen
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#25   sankt niketas   12:20:50 | Sonntag, 10. Mai 2009
@ noch ein Landorganist
Also vor dem Konzil gab es Altäre, danach Mahltische?
Interessant. Meines Wissens heißt die Oberseite des Altares, auf dem Eucharistie gefeiert wird, schon seit vielen vielen Jahrhunderten „mensa“, und das bedeutet nichts anderes als „Esstisch“.
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#24   Fischer   10:55:46 | Montag, 10. November 2008
Rampollla
Alles muß man selber herausfinden. Falls es also noch jemand wissen will: Nicht die alte Mensa war von Kard. Rampolla gestiftet, sondern die neue, jetzt aufgestellte trägt Rampollas Wappen. Ob Rampolla die alte Mensa trotzdem vielleicht hat restaurieren lassen, sei dahingestellt, auf jeden Fall hatte Bernini immer eine Mensa vorgesehen und eine solche war zur Altarweihe 1666 selbstverständlich vorhanden.
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#23   Seefeldt   18:50:18 | Dienstag, 4. November 2008
Das Demonstrationsrecht
Zu dem Skandal von Köln sagte der jüdische Journlist Hendry M. Broder:
Das Demonstrationsrecht hängt nicht davon ab, ob man mit den Demonstranten Sympathie hat oder nicht: Das ist ein Grundrecht … Jeder darf eine Gegenkundgebung organisieren, aber eine angemeldete und genehmigte Demonstration muß von der Polizei geschützt werden
Was Broder zu Köln am 20.IX.2008 sagte, gilt auch für Fulda am 8.XI.2008:
Auch die Nationaldemokraten sind Bürger der Bundesrepublik Deutschland und haben daher das Recht zum Demonstrieren, und die Polizei ist verpflichtet, diese Demonstration zu schützen.
In einem Rechtsstaat zählt nicht Sympathie oder Antipathie, sondern ausschließlich das Recht – alles andere wäre Willkürherrschaft wie unter den Rot- oder Braunsozialisten.
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#22   Walther von der Huehnertenne   12:33:56 | Dienstag, 4. November 2008
@Joberens
Vielleicht sollten wir doch wieder auf die Notwendigkeit der Kondombenutzung in den Aidsverseuchten Gebieten zurück kommen. Das selbständige Vorgehen dieser wirklichen Christen und Katholiken sollte nun wirklich Schule machen.
Es gut, daß die verantwortlichen und verantwortungsbewußten Katholiken an der Basis selbst denken und handeln und einfach nicht mehr jeden Unsinn Roms mit machen.
Josef Berens
(als einfacher, denkender Katholik
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#21   Katakombe †   12:23:42 | Dienstag, 4. November 2008
Nazis raus aus Fulda! Katholiken besetzen am Samstag präventiv den Domplatz!!!
www.bistum-fulda.de/…8/PM20081103_npd.php
Reichkristallnacht muss Mahnmal für das Unrecht am jüdischen Volk bleiben
Katholikenrat gegen Fuldaer Naziaufmarsch am 8. November
Am 9. November 2008 ist der 70. Jahrestag der Reichskristallnacht. An diesem Tag, so der Vorsitzende des Katholikenrates Fulda Richard Pfeifer, sei die Judenverfolgung in Deutschland öffentlich gemacht worden. Die Reichskristallnacht müsse deshalb für das deutsche Volk Mahnmal des grausamen Unrechts gegenüber den Juden bleiben.
Pfeifer erklärte hierzu am Montag in Fulda: „Der Katholikenrat ist entschieden gegen die Versuche nationaler und rechtskonservativer Kreise, dieses für die deutsche Geschichte wichtige Datum mit Aufmärschen und Demonstrationen zu besetzen und damit von dem notwendigen Gedenken abzulenken. Die NPD, die als Nachfolgeorganisation der NSDAP gesehen wird, muss sich endlich der Verantwortung stellen, dass Holocaust und II. Weltkrieg, das unendliche Leid und der Tod von Millionen Menschen von verblendeten Nationalsozialisten verursacht worden sind und sich nie mehr wiederholen dürfen!“
Insbesondere wendet sich der Katholikenratsvorsitzende gegen die Ankündigung der NPD, am 8. November in Fulda eine Demonstration zu veranstalten. „Für mich ist diese Kundgebung, die angeblich an den Jahrestag des Mauerfalls erinnert, nur ein Vorwand, um Rechtsradikale und Nationalsozialisten aufmarschieren lassen zu können.“ so Pfeifer.
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#20   Fischer   23:25:22 | Montag, 3. November 2008
Rampolla?
Woher weiß man denn, daß erst Kard. Rampolla diesen Altar gestiftet hat? Da war doch immer schon einer – siehe Summorum Pontificum. Da gibt es eine Abbildungen, die den Zustand zur Weihe im 17. Jh. zeigt – mit Altarmensa. Rampolla kann höchstens die alte durch eine neue Mensa ersetzt haben.
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#19   Fabianus   16:15:52 | Montag, 3. November 2008
Was spräche
gegen die Abschaffung eines Provisoriums, ob alt oder neu, und des Wiedeaufbaus eines neuen Hochaltares? Diese Lösung ist wiederum nur opportun.
Kann man an einem Hochaltar nicht den NOM feiern?
Auch der neue Altar passt dort nicht hin. Man hat ja auch nicht den Altar aus der Sixtina rausgerissen. Zum Glück wurde er „nur“ ignoriert.
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#18   ottaviani   12:12:56 | Montag, 3. November 2008
und weg sind
die Klotzkerzen wie man gerade im vatikanischen Fernsehen sehen kann
www.vatican.va/…evision/index_ge.htm
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#17   EvaHermanFan akaFreimaurerin   00:15:27 | Montag, 3. November 2008
Zum Beispiel,
dass sie untersetzt sind. Schlankheitswahn jetzt auch bei Kerzen?!
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#16   Weißer Ritter   00:13:36 | Montag, 3. November 2008
Symmetrie
Auf dem Altar stehen asymmetrisch die heute üblicherweise verwendeten, untersetzten Klotzkerzen.
Der Autor der Artikels sollte sich doch einmal informieren, welche Arten der Symmetrie es gibt.
So ist die Aufstellung der Kerzen achsensymmetrisch und nicht punktsymmetrisch. Deswegen von Asymmetrie zu sprechen ist einfach unsinnig. (Übrigens könnte man die Kerzen auch so aufstellen, daß sie zugleich achsen- und punktsymmetrisch sind. Oder auch nur punktsymmetrisch.)
BTW: Es ist schon erstaunlich, daß so mancher die Aufstellung der Kerzen für derart wichtig hält, daß er sich darüber ausläßt. Es gibt andere, dringendere Probleme als die Aufstellung der Kerzen auf diesem Altar.
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#15   L. Trzil   22:38:35 | Sonntag, 2. November 2008
Mariano Kardinal Rampolla …
… war unter Leo XIII. nicht nur Staatssekretär, sondern auch der Stifter des in den 1970er Jahren entfernten Marmoraltares an der Kathedra. Wie die Renovierungs- und Verschönerungsarbeiten in seiner Titelkirche Santa Cecilia war auch dieser Altar von erlesenem Geschmack.
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#14   Franz Kappes   08:23:55 | Sonntag, 2. November 2008
@Dr. Otterbeck
Wie kommen wir zu der Ehre? Anwälte mag ich eigentlich nicht besonders. >:)
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#13   noch ein Landorganist   01:04:19 | Sonntag, 2. November 2008
@ HBR
Lassen Sie doch endlich Ihre Versuche, Mahltische als Altar verkaufen zu wollen. Hier www.kreuz.net/article.8084.html im Zeitungszitat sehen Sie doch, das mit Segen des verdorbenen VII-Klerus ganz gezielt Tische statt Altäre errichtet werden. Und nur mit geringstem Aufwand können Sie das an unzähligen anderen Stellen (außerhalb von kreuz.net, wohlgemerkt!) nachrecherchieren.
Bleuen Sie lieber den Abbruch-Bischöfen und -Priestern ein, dass auch Sie (?) Altäre wollen und keine Tische!
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#12   Mathilde   18:35:30 | Samstag, 1. November 2008
Der alte Marmoraltar war am passendsten,
aber die ganz neue Lösung ist zumindest besser als diejenige aus den 70 er Jahren. Unser heiliger Vater bemüht sich, geschmacklosen Wildwuchs zu beseitigen, dafür gebührt ihm Dank.
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#11   ottaviani   14:17:47 | Samstag, 1. November 2008
muß man nicht
verehrter Herr Dr. man kann auch aus schließlich die alte Messe besuchen dann bleibt man unter anderem auch von solchen dingen verschont
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#10   Dr. Otterbeck   12:17:14 | Samstag, 1. November 2008
Nightmare before Toussaint
Wer nur wegen der „Klotzkerzen“ hohes Fieber kriegt, der muss das halt aushalten. „Yes, we can!“
:-$
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#9   Franz Kappes   11:42:53 | Samstag, 1. November 2008
@Romulus
Es wird ja alles erstickt, was irgendwie interessant sein könnte. Mißstände müssen benannt und eliminiert werden. o^/
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#8   Pünktchen   11:40:16 | Samstag, 1. November 2008
Kleinigkeit:
Auf dem Altar stehen asymmetrisch die heute üblicherweise verwendeten, untersetzten Klotzkerzen
Die Kerzen sind eindeutig symmetrisch angeordnet!
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#7   Romulus   11:33:27 | Samstag, 1. November 2008
Danke an Euch, liebes Kreuz.net-Team
Man sieht wieder einmal: kreuz.net wird aufmerksam im Vatikan gelesen… Es ging jetzt ja wirklich sehr schnell, dass man diese Kirchen- und Kulturschändung „rückgängig“ machen will. Gut, dass es kreuz.net gibt. Alle anderen „catholic sites“ sind langweilig! :(3 :(3 :(3
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#6   Franz Kappes   11:17:37 | Samstag, 1. November 2008
@HBR: Dank
Danke, lieber HBR.
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#5   HBR   10:04:06 | Samstag, 1. November 2008
@FranzKappes
Da die Katholiken ein Opfermahl feiern, ist das eben kein Mahltisch, sondern ein Opferaltar. Im Unterschied dazu feiern die Protestanten lediglich ein Gedächtnismahl, haben also einen Mahltisch.
In katholischen Kirchen ist es aber ein Altar und kein Mahltisch.
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#4   Franz Kappes   09:54:20 | Samstag, 1. November 2008
Was ist der Unterschied?
Volksaltar? Mahltisch? Gibt es einen Unterschied?
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#3   HBR   09:14:19 | Samstag, 1. November 2008
Die Bezeichnung „Mahltisch“
zeugt von der offenbar nicht vorhandenen theologischen Bildung des Autors
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#2   iustus   08:39:26 | Samstag, 1. November 2008
Bravo
:-] Und diese kleinen Kerzen werden bei der Messe auch noch ersetzt, wetten?
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#1   Thomas Morus   08:31:11 | Samstag, 1. November 2008
Schönes Provisorium
Die italienische Webseite ‘Rinascimento Sacro’ spricht davon, daß der neue Volks-Mahltisch als Provisorium gedacht ist.
Dann ist er auf jeden Fall ein schönes Provisorium ;-) für die Messfeier des hl. Vaters am Montag, wenn er der verstorbenen Kardinäle und Bischöfe des letzten Jahres gedenkt.
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