(kreuz.net, Vatikan) Vor der Kathedra Petri – in der Apsis des Petersdoms – steht seit gestern Freitag
ein neuer Volksaltar. Das berichtete die Webseite ‘Rinascimento Sacro’.
Der alte Hochaltar aus Marmor –
der zur ursprünglichen, von Gian Lorenzo Bernini († 1680) geschaffenen Komposition gehörte – wurde in
den 70er Jahren nach der wilden Einführung von Volks-Mahltischen zuerst außer Dienst gestellt und hinter
einem Wandschirm versteckt und schließlich ganz abgerissen.
Der anschließend benützte, weit nach vorne
geschobene Mahltisch war aus Bronze. Von seiner Form her erinnerte er an Metallteile von Raketen-Abschußrampen,
wie sie in den 70er Jahren im Fernsehen gezeigt wurden.
Geschaffen
wurde das Werk von dem römischen Künstler Pericle Fazzini († 1987). Von ihm stammt auch die riesige
Auferstehungsdarstellung in der großen vatikanischen Audienzhalle, die im Jahr 1977 eingeweiht wurde.
Der Bronze-Mahltisch war ein Geschenk an Papst Paul VI. († 1978). Ursprünglich war daran gedacht, ihn
für die Papst-Messen auf dem Petersplatz zu verwenden.
Um ihn außerhalb dieser Verwendung nicht in
einem Magazin verschwinden zu lassen, wurde beschlossen, ihn als Mahltisch in der Peterskirche zu verwenden.
Doch jetzt hat ihn das Schicksal trotzdem ereilt. Bis auf weiteres ist das Gebilde in einer vatikanischen
Sakristei abgestellt.
Er wurde über Nacht durch einen stilistisch passenderen, rechteckigen Volksaltar
ersetzt.
Der neue Volksaltar besitzt auf der Vorderseite ein sehr schönes Metall-Antependium, das die
Apostelfürsten Petrus und Paulus in Gold zeigt.
Obwohl der Volksaltar sehr schnell installiert wurde,
gibt er einen massiven Eindruck. Er besitzt die übliche Altarform und steht auf einem Podest aus Holz,
das die Meßfeier in beide Richtungen erlaubt.
Auf dem Altar stehen asymmetrisch die heute üblicherweise
verwendeten, untersetzten Klotzkerzen und ein Kreuz im Stil der 70er Jahre des letzten Jahrhunderts.
Die italienische Webseite ‘Rinascimento Sacro’ spricht davon, daß der neue Volks-Mahltisch als Provisorium
gedacht ist.
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25 Lesermeinungen
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@ noch ein Landorganist Also vor dem Konzil gab es Altäre, danach Mahltische? Interessant. Meines Wissens
heißt die Oberseite des Altares, auf dem Eucharistie gefeiert wird, schon seit vielen vielen Jahrhunderten
„mensa“, und das bedeutet nichts anderes als „Esstisch“.
Rampollla Alles muß man selber herausfinden. Falls es also noch jemand wissen will: Nicht die alte Mensa
war von Kard. Rampolla gestiftet, sondern die neue, jetzt aufgestellte trägt Rampollas Wappen. Ob Rampolla
die alte Mensa trotzdem vielleicht hat restaurieren lassen, sei dahingestellt, auf jeden Fall hatte Bernini
immer eine Mensa vorgesehen und eine solche war zur Altarweihe 1666 selbstverständlich vorhanden.
#23 Seefeldt 18:50:18 | Dienstag, 4. November 2008
Das Demonstrationsrecht Zu dem Skandal von Köln sagte der jüdische Journlist Hendry M. Broder: Das Demonstrationsrecht
hängt nicht davon ab, ob man mit den Demonstranten Sympathie hat oder nicht: Das ist ein Grundrecht …
Jeder darf eine Gegenkundgebung organisieren, aber eine angemeldete und genehmigte Demonstration muß
von der Polizei geschützt werden Was Broder zu Köln am 20.IX.2008 sagte, gilt auch für Fulda am 8.XI.2008:
Auch die Nationaldemokraten sind Bürger der Bundesrepublik Deutschland und haben daher das Recht zum
Demonstrieren, und die Polizei ist verpflichtet, diese Demonstration zu schützen. In einem Rechtsstaat
zählt nicht Sympathie oder Antipathie, sondern ausschließlich das Recht – alles andere wäre Willkürherrschaft
wie unter den Rot- oder Braunsozialisten.
@Joberens Vielleicht sollten wir doch wieder auf die Notwendigkeit der Kondombenutzung in den Aidsverseuchten
Gebieten zurück kommen. Das selbständige Vorgehen dieser wirklichen Christen und Katholiken sollte nun
wirklich Schule machen. Es gut, daß die verantwortlichen und verantwortungsbewußten Katholiken an der
Basis selbst denken und handeln und einfach nicht mehr jeden Unsinn Roms mit machen. Josef Berens (als
einfacher, denkender Katholik
#21 Katakombe † 12:23:42 | Dienstag, 4. November 2008
Nazis raus aus Fulda! Katholiken besetzen am Samstag präventiv den Domplatz!!! www.bistum-fulda.de/…8/PM20081103_npd.php
Reichkristallnacht muss Mahnmal für das Unrecht am jüdischen Volk bleiben Katholikenrat gegen Fuldaer
Naziaufmarsch am 8. November Am 9. November 2008 ist der 70. Jahrestag der Reichskristallnacht. An diesem
Tag, so der Vorsitzende des Katholikenrates Fulda Richard Pfeifer, sei die Judenverfolgung in Deutschland
öffentlich gemacht worden. Die Reichskristallnacht müsse deshalb für das deutsche Volk Mahnmal des
grausamen Unrechts gegenüber den Juden bleiben. Pfeifer erklärte hierzu am Montag in Fulda: „Der Katholikenrat
ist entschieden gegen die Versuche nationaler und rechtskonservativer Kreise, dieses für die deutsche
Geschichte wichtige Datum mit Aufmärschen und Demonstrationen zu besetzen und damit von dem notwendigen
Gedenken abzulenken. Die NPD, die als Nachfolgeorganisation der NSDAP gesehen wird, muss sich endlich
der Verantwortung stellen, dass Holocaust und II. Weltkrieg, das unendliche Leid und der Tod von Millionen
Menschen von verblendeten Nationalsozialisten verursacht worden sind und sich nie mehr wiederholen dürfen!“
Insbesondere wendet sich der Katholikenratsvorsitzende gegen die Ankündigung der NPD, am 8. November
in Fulda eine Demonstration zu veranstalten. „Für mich ist diese Kundgebung, die angeblich an den Jahrestag
des Mauerfalls erinnert, nur ein Vorwand, um Rechtsradikale und Nationalsozialisten aufmarschieren lassen
zu können.“ so Pfeifer.
Rampolla? Woher weiß man denn, daß erst Kard. Rampolla diesen Altar gestiftet hat? Da war doch immer
schon einer – siehe Summorum Pontificum. Da gibt es eine Abbildungen, die den Zustand zur Weihe im 17.
Jh. zeigt – mit Altarmensa. Rampolla kann höchstens die alte durch eine neue Mensa ersetzt haben.
Was spräche gegen die Abschaffung eines Provisoriums, ob alt oder neu, und des Wiedeaufbaus eines neuen
Hochaltares? Diese Lösung ist wiederum nur opportun. Kann man an einem Hochaltar nicht den NOM feiern?
Auch der neue Altar passt dort nicht hin. Man hat ja auch nicht den Altar aus der Sixtina rausgerissen.
Zum Glück wurde er „nur“ ignoriert.
#16 Weißer Ritter 00:13:36 | Montag, 3. November 2008
Symmetrie Auf dem Altar stehen asymmetrisch die heute üblicherweise verwendeten, untersetzten Klotzkerzen.
Der Autor der Artikels sollte sich doch einmal informieren, welche Arten der Symmetrie es gibt. So ist
die Aufstellung der Kerzen achsensymmetrisch und nicht punktsymmetrisch. Deswegen von Asymmetrie zu sprechen
ist einfach unsinnig. (Übrigens könnte man die Kerzen auch so aufstellen, daß sie zugleich achsen-
und punktsymmetrisch sind. Oder auch nur punktsymmetrisch.) BTW: Es ist schon erstaunlich, daß so mancher
die Aufstellung der Kerzen für derart wichtig hält, daß er sich darüber ausläßt. Es gibt andere,
dringendere Probleme als die Aufstellung der Kerzen auf diesem Altar.
Mariano Kardinal Rampolla … … war unter Leo XIII. nicht nur Staatssekretär, sondern auch der Stifter
des in den 1970er Jahren entfernten Marmoraltares an der Kathedra. Wie die Renovierungs- und Verschönerungsarbeiten
in seiner Titelkirche Santa Cecilia war auch dieser Altar von erlesenem Geschmack.
@ HBR Lassen Sie doch endlich Ihre Versuche, Mahltische als Altar verkaufen zu wollen. Hier www.kreuz.net/article.8084.html
im Zeitungszitat sehen Sie doch, das mit Segen des verdorbenen VII-Klerus ganz gezielt Tische statt Altäre
errichtet werden. Und nur mit geringstem Aufwand können Sie das an unzähligen anderen Stellen (außerhalb
von kreuz.net, wohlgemerkt!) nachrecherchieren. Bleuen Sie lieber den Abbruch-Bischöfen und -Priestern
ein, dass auch Sie (?) Altäre wollen und keine Tische!
Der alte Marmoraltar war am passendsten, aber die ganz neue Lösung ist zumindest besser als diejenige
aus den 70 er Jahren. Unser heiliger Vater bemüht sich, geschmacklosen Wildwuchs zu beseitigen, dafür
gebührt ihm Dank.
Kleinigkeit: Auf dem Altar stehen asymmetrisch die heute üblicherweise verwendeten, untersetzten Klotzkerzen
Die Kerzen sind eindeutig symmetrisch angeordnet!
Danke an Euch, liebes Kreuz.net-Team Man sieht wieder einmal: kreuz.net wird aufmerksam im Vatikan gelesen…
Es ging jetzt ja wirklich sehr schnell, dass man diese Kirchen- und Kulturschändung „rückgängig“ machen
will. Gut, dass es kreuz.net gibt. Alle anderen „catholic sites“ sind langweilig! :(3 :(3 :(3
@FranzKappes Da die Katholiken ein Opfermahl feiern, ist das eben kein Mahltisch, sondern ein Opferaltar.
Im Unterschied dazu feiern die Protestanten lediglich ein Gedächtnismahl, haben also einen Mahltisch.
In katholischen Kirchen ist es aber ein Altar und kein Mahltisch.
#1 Thomas Morus 08:31:11 | Samstag, 1. November 2008
Schönes Provisorium Die italienische Webseite ‘Rinascimento Sacro’ spricht davon, daß der neue Volks-Mahltisch
als Provisorium gedacht ist. Dann ist er auf jeden Fall ein schönes Provisorium für die Messfeier des
hl. Vaters am Montag, wenn er der verstorbenen Kardinäle und Bischöfe des letzten Jahres gedenkt.