Das Statistische Bundesamt Deutschland veröffentlichte offizielle Zahlen zur Kinderabtreibung für das Jahr 2004. Über zwei Drittel der 129.600 getöteten Kinder, entstammten Müttern unter 35 Jahren. Sechs Prozent der Mütter waren minderjährig.
(kreuz.net, Wiesbaden) Unter dem Titel „Wieder mehr Abtreibungen“ veröffentlichte die deutsche Tageszeitung
‘Die Welt’ am Mittwoch aktuelle Daten des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden zur Kinderabtreibung.
Das Statistische Bundesamt erhebt, sammelt und analysiert Informationen zu fast allen Belangen des Lebens
in Deutschland. Es ist eine Bundesoberbehörde, die dem Bundesministerium des Innern unterstellt ist.
Knapp 3000 Beschäftigte arbeiten in Wiesbaden, sowie an den Standorten Bonn und Berlin.
Im vergangenen
Jahr gab es in Deutschland 129.600 statistisch erfaßte Abtreibungstote. Die Zahl ist damit im Vergleich
zu 2003 um 1,3 Prozent – 1600 Kinder – gestiegen. Mehr als 97 Prozent der Kinder wurden ohne Begründung
eliminiert. In weniger als drei Prozent der Fälle wurde die Kinderabtreibung mit der medizinischen oder
kriminologischen Indikation, die bei Abtreibungen Anwendung findet, begründet.
Zum Zeitpunkt der Kinderabtreibung
gab rund die Hälfte der Mütter an, ledig zu sein. 44 Prozent waren verheiratet. Die meisten Mütter,
71 Prozent, waren zwischen 18 und 34 Jahren alt. 16 Prozent der Frauen waren im Alter zwischen 35 und
39 Jahren und sieben Prozent über 40 Jahre alt. Sechs Prozent der Mütter waren minderjährig.
Der weitaus
überwiegende Teil der Kinder wurde ambulant umgebracht: 78 Prozent der Babys landeten im Abfall von gynäkologischen
Praxen und 18 Prozent im Krankenhausmüll.
Knapp fünf Prozent der Mütter ließen ihre Kinder in einem
Bundesland töten, in dem sie nicht wohnhaft sind.
Die meisten der ausgemerzten Kinder, 81 Prozent, wurden
mittels der Absaugmethode zuerst in Stücke gerissen und dann aus dem Mutterleib gesogen.
Das statistische
Bundesamt veröffentlichte keine Hochrechnungen über den volkswirtschaftlichen Schaden, der in Deutschland
durch die Tötung dieser Kinder verursacht wird. Auch die Kosten des Nachabtreibungssyndrom, einer psychologischen
Störung, die sich häufig bei abtreibungsgeschändeten Müttern zeigt, werden nicht aufgerechnet.
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2 Lesermeinungen
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Sulpicius: Wo stehen diese Zahlen … Ja, guter Sulpicius, in der Zeitung, nach deren Lektüre man auf
dem Stuhl einen Haufen Kalk vorfindet, natürlich nicht. Oder meinst Du in dem Blatt, mittels dem Abgeordnete
im Plenarsaal so eifrig korrespondieren, da ein Bild mehr als tausend Worte sagt? Oder ist das mit dem
ersten identisch? Vielleicht will man uns aber auch nur davor bewahren, wieder „unzulässige Vergleiche“
(Paul Spiegels Sprachgebrauch!) anzustellen, die uns in die Küche dessen bringen könnten, der auf die
Verantwortlichen der Massentötungen nach ihrem eigenen Tode – der ja bekanntlich mehr weh tut als der
Tod des anderen – wartet. Wem nutzen denn Informationen, wenn das Recht auf freie Meinungsäußerung so
profan eingeschränkt wurde, daß nur noch Beipflichten erlaubt ist. Gott zum Gruß Franco