15:58:15 | Montag, 3. November 2008
Er war ein Opfer der National-Sozialisten. Jetzt haben ihn die modernen und grünen Sozialisten erneut geopfert. Von Felix Seebauer.

Der Bayerische Landesbischof Hans Meiser († 1956)
(kreuz.net) Hans Christian Meiser – Enkel des ersten evangelisch-lutherischen Landesbischofs in Bayern
Hans Meiser († 1956) – hat im vergangenen April Klage gegen die Stadt München eingereicht.
Grund: die
Entnennung der Meiserstraße in München durch den Stadtrat.
Die rot-grüne Stadtratsmehrheit beschloß
am 18. Juli 2007 auf Antrag der Kinderabtreibungs- und Extremistenpartei ‘Die Grünen’, die Meiserstraße
umzubenennen.
Sie soll nun nach Martin Luthers Ehefrau Katharina-von-Bora-Straße heißen.
Auf Eis liegt
derzeit auch eine Gedenktafel, mit der die lutherische Landeskirche an Hans Meiser sowie „an seine Verdienste
und an sein Versagen“ erinnern will.
Einen ersten Entwurf hatte Hans Christian Meiser juristisch gestoppt.
Der Enkel des Landesbischofs hat zudem ein Buch veröffentlicht, das den aufsehenerregenden Titel trägt
„Der gekreuzigte Bischof – Hans Meiser 1881-1956“.
Noch fünfzig Jahre nach seinem Tod wurde Landesbischof
Hans Meiser als furchtloser Gegner des Nationalsozialismus geehrt.
Jahrzehntelang wurde hervorgehoben,
daß er Reichskanzler Adolf Hitlers († 1945) einzige innenpolitische Niederlage besiegelte, als er sich
weigerte, sich dem Regime zu unterstellen und dafür verhaftet wurde.
Ebenso weist der Enkel nach, daß
Meiser von 1938 bis 1945 nachweislich mindestens 126 Menschen sogenannt nichtarischer Abstammung das Leben
rettete.
Nach dem Krieg bot er 700.000 Flüchtlingen geistliche Heimat. Er integrierte sie in die Landeskirche
und engagierte sich besonders beim Wiederaufbau Bayerns.
Seit geraumer Zeit aber wurde dem einstmals
hoch Geachteten von außer- und innerkirchlichen Gegnern sowie von der rot-grünen Stadtratsmehrheiten
in Nürnberg und München eine angeblich antisemitische Haltung vorgeworfen.
Das führte schließlich
zu dem Beschluß, die nach Meiser benannten Straßen in den beiden Städten umzubenennen.
Hans Christian
Meiser – Enkel des Landesbischofs – weist nach, daß sein Großvater heute wie schon in den Jahren 1934/35
Opfer politischer und kirchenpolitischer Interessen geworden ist.
Der Enkel des Landesbischofs ist Publizist
und promovierter Philosoph. Er hat für seinen Großvater eine
Webseite eingerichtet und ist fest entschlossen,
daß sich die Wahrheit gegen die rot-grünen Gesinnungstäter in den bayerischen Großstädten durchsetzt.
Auf der Webseite legt Hans Christian Meiser dar, was Wesen und Wirken seines Großvaters bestimmten oder
welche Unwahrheiten die Gegner des Landesbischofs über diesen verbreiten.
Dokumente aus der damaligen
Zeit belegen, daß Meiser Opfer einer altliberalen Gesinnungsmaschinerie innerhalb der lutherischen Landeskirche
geworden ist.
Die lutherische Kirche wird seit den 70er Jahren von Linksfunktionären kontrolliert.
Die ideologisierte Arbeitsgruppe „OK“ – Offene Kirche – bildet heute die Mehrheit ihrer Synodalen.
Sie
engagiert sich am linken politischen Rand, statt sich einem religiösen Auftrag zu widmen – wie die lutherische
Gruppe um „Bibel und Bekenntnis“ immer wieder bemängelt.
Die Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde
um die Carolinenkirche im Münchner Stadtteil Obermenzing hat aus Protest gegen die lutherische Landeskirche
und den gegenwärtigen Landesbischof Johannes Friedrich ihren Gemeindesaal im Mai dieses Jahres in Hans-Meiser-Saal
umbenannt.
Seither wird der dortige Pastor als „rechts“ abqualifiziert. Die sozialistischen Gesinnungstäter
schafften es auch beim Thema Carolinenkirche die Meinungsführerschaft in den Medien zu behalten.
Der
Nürnberger Sozialist und angebliche Historiker Helmut Beer führt auf seiner Homepage den Streit um die
Straßenumbenennungen auf eine angebliche „allgemeine Verdrängung der NS-Vergangenheit in den 50er Jahren“
zurück.
Auf so grobschlächtige Weise werden heute die damalige Zeit und die damaligen Kirchenoberen
unter Generalverdacht gestellt.
Der Enkel des Landesbischofs hat inzwischen die Konsequenzen aus dieser
Schlammschlacht gezogen und ist aus der Evangelisch-Lutherischen Kirche ausgetreten.
In einem Interview
mit dem Lokalsender „MünchenTV“ klagte er, daß sich die Lutherische Kirche dem Zeitgeist ausgeliefert
habe.
Im Interview mit der ‘Süddeutschen Zeitung’ sprach er auch von einem juristischen Gutachten, daß
die jetzige Leitung der Bayrischen Landeskirche angefordert hatte.
Dreimal bat der Enkel des Landesbischofs
vergeblich um diesen Text.
Schließlich konnte er es durch Umwege in die Hände bekommen, um festzustellen,
daß ein Einspruch der Landeskirche sehr wohl möglich gewesen wäre, da seitens der rot-grünen Landeshauptstadt
große Ermessensfehler vorlagen.
Doch die Landeskirche habe es vorgezogen, sich auf die Seite der Feinde
des Landesbischofs zu werfen.
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