18:26:43 | Donnerstag, 6. November 2008
Seine Gemeinschaft entwickelt sich immer mehr zur Staatskirche. Jetzt hat sich der Patriarch sogar an den Staatspräsidenten gewandt, weil er Sorgen mit den Finanzen hat.

Russisch-orthodoxe Kirche
(kreuz.net, Moskau) Die Finanzkrise hat die russisch-orthodoxe Gemeinschaft erreicht.
Das berichtete
die russische Tageszeitung ‘RBC Daily’ vom Mittwoch.
Das Oberhaupt der russisch-orthodoxen Gemeinschaft,
Alexi II. (79), hat sich mit einem Brief an den russischen Präsidenten Dmitri Medwedew gewandt.
Darin
bittet er den Staatschef, die „finanzielle Stabilität der russisch-orthodoxen Kirche unter den neuen
finanziellen Bedingungen sicherzustellen“.
Der Patriarch schlägt vor, alle Guthaben – auch die kirchlichen
Girokonten – staatlich abzusichern.
Ferner sollen den kirchlichen Einrichtungen Ermäßigungen bei den
Kommunalabgaben und der Vermögensteuer ermöglicht werden.
Die Bitte wird damit begründet, daß die
russisch-orthodoxe Gemeinschaft kein gewinnorientiertes Unternehmen sei.
Die finanzielle Hauptquelle
für die Kirche seien nur Spenden.
Der stellvertretende Pressesprecher des Patriarchen, Michail Moissejew,
erklärte, daß die Kirche durchaus das Recht hätte, staatliche Finanzgarantien zu erbitten:
„Obwohl
die Kirche an sich kein Unternehmen ist, ist ihr Geld den Risiken genauso ausgesetzt, wie die Gelder der
kommerziellen Firmen.“
Andererseits habe die Kirche – anders als die Firmen – kein Anrecht darauf, auf
risikominimierenden Möglichkeiten – sprich: auf die staatliche Absicherung – zurückzugreifen.
Der Brief
endet mit einer Bitte, der Kirche einen zinslosen Kredit zur Verfügung zu stellen, „zwecks der Minimierung
negativer Folgen der finanziellen Instabilität“.
Eine Regierungsquelle sagt, daß der Präsident den
Brief bereits gelesen und die entsprechenden Stellen beauftragt habe, „Vorschläge vorzubereiten“.
Laut
der russischen Agentur für Einlagensicherung erstreckt sich das System der staatlichen Finanzabsicherung
in manchen Ländern auch auf die einzelne Unternehmer und auf die gesellschaftlichen Organisationen, einschließlich
karitativer Einrichtungen.
Man wisse allerdings nicht, ob zu solchen Organisationen auch die Kirchen
gehören.
Offenbar wurde die Frage inzwischen besprochen. Langfristig wird nicht ausgeschlossen, daß
die Orthodoxen eine staatliche Garantie bekommen werden.
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kreuzchorsänger † 15:08:43 | Sonntag, 9. November 2008
#19
Ökonom † 14:32:04 | Sonntag, 9. November 2008
#18
Korbinianus † 14:29:36 | Sonntag, 9. November 2008
#17
Mathias Wagener 13:01:19 | Sonntag, 9. November 2008
#16
Ökonom † 02:48:31 | Sonntag, 9. November 2008
#14
Ökonom † 01:19:06 | Sonntag, 9. November 2008
#11
Katakombe † 14:20:35 | Samstag, 8. November 2008
#10
franziskus 09:27:12 | Freitag, 7. November 2008
#9
Fabianus 08:38:18 | Freitag, 7. November 2008
#8
Franz Kappes 08:35:36 | Freitag, 7. November 2008
#7
Fabianus 08:25:55 | Freitag, 7. November 2008
#6
JMX 08:19:40 | Freitag, 7. November 2008
#5
Franz Kappes 08:16:43 | Freitag, 7. November 2008
#4
JMX 08:01:46 | Freitag, 7. November 2008
#3
Fabianus 07:50:12 | Freitag, 7. November 2008
#2
Alois Bischof 06:33:10 | Freitag, 7. November 2008
#1
Gotthard 00:30:52 | Freitag, 7. November 2008