Orthodoxie
Kirche will staatliche Sicherheiten
Seine Gemeinschaft entwickelt sich immer mehr zur Staatskirche. Jetzt hat sich der Patriarch sogar an den Staatspräsidenten gewandt, weil er Sorgen mit den Finanzen hat.
Russisch-orthodoxe Kirche
Russisch-orthodoxe Kirche
(kreuz.net, Moskau) Die Finanzkrise hat die russisch-orthodoxe Gemeinschaft erreicht.

Das berichtete die russische Tageszeitung ‘RBC Daily’ vom Mittwoch.

Das Oberhaupt der russisch-orthodoxen Gemeinschaft, Alexi II. (79), hat sich mit einem Brief an den russischen Präsidenten Dmitri Medwedew gewandt.

Darin bittet er den Staatschef, die „finanzielle Stabilität der russisch-orthodoxen Kirche unter den neuen finanziellen Bedingungen sicherzustellen“.

Der Patriarch schlägt vor, alle Guthaben – auch die kirchlichen Girokonten – staatlich abzusichern.

Ferner sollen den kirchlichen Einrichtungen Ermäßigungen bei den Kommunalabgaben und der Vermögensteuer ermöglicht werden.

Die Bitte wird damit begründet, daß die russisch-orthodoxe Gemeinschaft kein gewinnorientiertes Unternehmen sei.

Die finanzielle Hauptquelle für die Kirche seien nur Spenden.

Der stellvertretende Pressesprecher des Patriarchen, Michail Moissejew, erklärte, daß die Kirche durchaus das Recht hätte, staatliche Finanzgarantien zu erbitten:

„Obwohl die Kirche an sich kein Unternehmen ist, ist ihr Geld den Risiken genauso ausgesetzt, wie die Gelder der kommerziellen Firmen.“

Andererseits habe die Kirche – anders als die Firmen – kein Anrecht darauf, auf risikominimierenden Möglichkeiten – sprich: auf die staatliche Absicherung – zurückzugreifen.

Der Brief endet mit einer Bitte, der Kirche einen zinslosen Kredit zur Verfügung zu stellen, „zwecks der Minimierung negativer Folgen der finanziellen Instabilität“.

Eine Regierungsquelle sagt, daß der Präsident den Brief bereits gelesen und die entsprechenden Stellen beauftragt habe, „Vorschläge vorzubereiten“.

Laut der russischen Agentur für Einlagensicherung erstreckt sich das System der staatlichen Finanzabsicherung in manchen Ländern auch auf die einzelne Unternehmer und auf die gesellschaftlichen Organisationen, einschließlich karitativer Einrichtungen.

Man wisse allerdings nicht, ob zu solchen Organisationen auch die Kirchen gehören.

Offenbar wurde die Frage inzwischen besprochen. Langfristig wird nicht ausgeschlossen, daß die Orthodoxen eine staatliche Garantie bekommen werden.
      
17 Lesermeinungen
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#21   kreuzchorsänger †   15:08:43 | Sonntag, 9. November 2008
Gedenken an die unschuldigen Opfer des teuflischen Zivilisationsbruches vor 70 Jahren in Deutschlan…
www.faz.net/…common~Scontent.html
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#19   Ökonom †   14:32:04 | Sonntag, 9. November 2008
9. November: Der Papst mit allen Christen gegen die Naziverbrecher!!!!
Sonntag, 09. November 2008, 13:30 Uhr
Papst verurteilt Grauen der Reichsprogromnacht
Papst Benedikt XVI. hat anlässlich des 70. Jahrestages der Reichsprogromnacht die systematische Judenverfolgung im dritten Reich verurteilt und erklärt, ein solches Grauen dürfe niemals wieder geschehen. Läden, Büros, Wohnungen und Synagogen seien angegriffen und zerstört worden und zahlreiche Menschen getötet worden, sagte der Papst am Sonntag in einer Messe in Rom. Die Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 sei der Anstoß der deutschen Judenverfolgung durch die Nationalsozialisten gewesen, die in der Shoah endete. Bürger müssten sich überall gegen Antisemitismus und Diskriminierung engagieren.
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#18   Korbinianus †   14:29:36 | Sonntag, 9. November 2008
Christen in Fulda verhindern Störung der Gedenkstunde an der Synagoge durch NPD!
Eindrucksvolles Gedenken am Platz der zerstörten Synagoge:
www.osthessen-news.de/beitrag_C.php?id=1157521
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#17   Mathias Wagener   13:01:19 | Sonntag, 9. November 2008
Rußland
Das Ansinnen wundert nicht, zumal in Rußland schon immer ein enges Verhältnis zwischen Staat und Kirche bestand.
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#16   Ökonom †   02:48:31 | Sonntag, 9. November 2008
70ster Jahrestag: 9. November 1938
8.11.2008
„Mehr zu Bruch gegangen als nur Scheiben“
Erzbischof Zollitsch mahnt zur Erinnerung an Novemberpogrome
Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch hat gemahnt, die Erinnerung an die Novemberpogrome von 1938 wachzuhalten. „Für die Juden klafft da bis heute eine riesige Wunde“, sagte der Freiburger Erzbischof der Katholischen Nachrichten-Agentur. Deshalb sei es wichtig, Zeichen zu setzen, „indem wir auch 70 Jahre danach dieser furchtbaren Ereignisse gedenken und sie nicht einfach wegwischen“.
Die Versöhnung sei auch für die Kirche eine „ganz wichtige Aufgabe“…
Deshalb gebe es zum 70. Jahrestag des 9. Novembers zahlreiche Gedenkfeiern und Gottesdienste. „Dort wollen wir unser eigenes Versagen vor Gott tragen“, erklärte Zollitsch. Zugleich wolle die Kirche damit verdeutlichen, „dass wir daraus lernen und dass wir zur Versöhnung entscheidend beitragen wollen“. Positiv bewertete der Konferenzvorsitzende, dass es wieder „tragfähige und belastbare“ Brücken zwischen Juden und Christen gibt. „Wir schauen auf eine bessere gemeinsame Zukunft“, sagte Zollitsch.
Zugleich wandte sich der Erzbischof gegen den verharmlosenden Begriff der sogenannten Reichskristallnacht, „denn es ist ja viel mehr zu Bruch gegangen als nur rein äußerlich ein paar Scheiben“.
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#14   Ökonom †   01:19:06 | Sonntag, 9. November 2008
70 Jahre seit dem 9. November 1938
Am heutigen Tag gedenken wir der Opfer des beispiellosen Holocaust!
Herr, verzeihe die Schuld des deutschen Volkes!
Herr, gib uns die Kraft zum Widerstand gegen den Ungeist, der leider auch heute noch auftritt!
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#11   Katakombe †   14:20:35 | Samstag, 8. November 2008
Nazis raus aus Fulda!!!!
Nazis raus aus Fulda!!!!!
www.osthessen-news.de/beitrag_A.php?id=1157506
Nazis raus! Aus Fulda und aus kreuz.net!!!!!
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#10   franziskus   09:27:12 | Freitag, 7. November 2008
Staatskirchentum
Franziskus wurde von seinen Schülern als Herold einer vom Geist der Liebe, des Friedens und Gerechtigkeit erfüllten erneuerten Kirche gesehen. (Ecclesia spiritualis)
Der schlichte, einfache und natürliche Ausdruck dessen, was Franz eigentlich wollte, ist sein „Testament“, das 1230 für „unverbindlich“ erklärt wurde, von den Kapuzinern aber immer noch zu Tisch gelesen wird.
In seinem Testament hat der Sterbende bereits unter dem Eindruck des Zerfalls und der Spaltung des Ordens und in der Vorausahnung der Konflikte mit der Kirche (Wundmale!), die Geschichte seiner Berufung und die Absicht seines Werkes zusammengefasst.
Ein Grundmotiv bestimmt den ersten Abschnitt: „Dominus dedit“, der Herr habe es ihm gegeben: Aussätzige als Menschen zu achten, an die Sakramentskirche zu glauben, an die Priester zu glauben und nach der Form des Evangeliums zu leben. „Niemand (sonst) zeigte mir, was ich tun sollte.“
Er unterwirft sich der Kirche: Der Herr Papst hat es mir (die Regel) bestätigt.
Er grenzt sich aber auch ab: Keine Privilegien erbitten und die Regel nicht verändern (lassen).
Mit Hilfe des liberalen Flügels der Minoriten wurde der Orden schrittweise hinreichend „domestiziert“ und in die Bahnen des kapitalistischen Staatskirchentums gelenkt.
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#9   Fabianus   08:38:18 | Freitag, 7. November 2008
@Franz Kappes
Mach ich, Ihnen auch!
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#8   Franz Kappes   08:35:36 | Freitag, 7. November 2008
@Fabianus
Berichte dann mal später, wie der Sender geantwortet hat. Einen schönen Tag!
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#7   Fabianus   08:25:55 | Freitag, 7. November 2008
@Franz Kappes
hab ich schon gemacht. :)3
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#6   JMX   08:19:40 | Freitag, 7. November 2008
Der blinde Fleck der Haßprediger
Kirsten Hanser gehört gefeuert. Hasspredigten brauchen wir nicht.
Das ist für dich schon eine Haßpredigt? Lest ihr eigentlich mal was ihr selber so von euch gebt? Daß ihr nicht kritikfähig seid, ist ja schon bekannt, aber das ist echt lächerlich.
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#5   Franz Kappes   08:16:43 | Freitag, 7. November 2008
@Fabianus
Du schaust ja Sachen. Schreib doch mal einen Lesebrief. Kirsten Hanser gehört gefeuert. Hasspredigten brauchen wir nicht.
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#4   JMX   08:01:46 | Freitag, 7. November 2008
Fabianus
Man kann es abhacken unter „Geschwätz“, allerdings ist die Frage, wie solche Äußerungen auf die ohnehin schon kirchenferne Zielgruppe wirken.
Sie hat doch Recht! Allein die Kirche in D hat ein Vermögen von mehr als 500 Mrd.(!) € und wird jährlich vom Staat (nicht Kirchensteuer, die kommt noch dazu!) mit bis zu 14 Mrd. subventioniert.
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#3   Fabianus   07:50:12 | Freitag, 7. November 2008
Neues
aus dem Sat 1 Frühstücksfernsehen vor einer knappen halben Stunde: Kirsten Hanser zitierte den Papst, die Finanzkrise zeige, dass man nicht nur auf das Sichtbare, sondern vielmehr auf das Unsichtbare und Gottes Wort setzen solle.
Am Ende des Zitates fügte sie eigeninterpretatorisch hinzu, dass dies hoffentlich auch für eine Minimierung des Prunkes im Vatikan gelten solle.
Man kann es abhacken unter „Geschwätz“, allerdings ist die Frage, wie solche Äußerungen auf die ohnehin schon kirchenferne Zielgruppe wirken.
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#2   Alois Bischof   06:33:10 | Freitag, 7. November 2008
Gotthard
Stimmt vielleicht, der Russisch-schismatische Patriarch der Russisch-Heterodoxen ist wegen Häresie und Schisma automatisch schon kein Mitglied in der Kirche Gottes. Leider. Also exkommuniziert vielleicht nicht, jedoch nicht in der Kirche Christi. Oder meinen Sie etwa, daß die Pius X.-Bruderschaft exkommuniziert sei, und die liebe Russisch-Orthodoxe Führung innerhalb der einen ökumenischen Weltkirche (Weltreligion), wie ja bekanntlich auch der Dalai-Lama innerhalb der Weltreligion Johannes Paul II. war? Häretiker schließen sich selbst aus der Kirche aus. Da braucht es keine ausgesprochene Exkommunikation.
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#1   Gotthard   00:30:52 | Freitag, 7. November 2008
ist doch klar
in Deutschland sind die Finanzanlagen der Kirchen selbstverständlich durch die Sicherungsfonds der Banken geschützt.
Die deutschen Kirchen sollten der russischen Regierung mal diese Regelungen mitteilen – in Kopie an den orthodoxen Patriarchen – der übrigens nicht exkommuniziert ist.
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