Kinderabtreibung
Maus mit Menschenhirn
Ein amerikanischer Bioingenieur erhielt die Erlaubnis, eine Maus zu züchten, deren Gehirn zu 100 Prozent aus menschlichen Zellen besteht. Die Zellen werden aus abgetriebenen Kindern produziert. Ob wenigstens die Tierschützer etwas gegen solche Experimente haben?
(kreuz.net, Silicon Valley) Eine Forschergruppe im Westen des US-Bundesstaates Kaliforniens ist gegenwärtig dabei, eine Maus zu produzieren, deren Gehirn zur Gänze aus menschlichen Zellen besteht. Das berichtete die in London erscheinende Tageszeitung „The Telegraph“.

Bioingenieure der Universität Stanford haben bereits erfolgreich eine Maus gezüchtet, deren Hirnmasse zu einem Prozent aus menschlichen Zellen besteht. Als nächsten Schritt planen sie, Stammzellen abgetriebener Kinder dafür einzusetzen, um ein Tier zu erzeugen, dessen Gehirnzellen rein menschlich sein sollen.

Die Universität Stanford befindet sich 60 km südlich von San Francisco. Sie ist eine der bekanntesten Universitäten der Welt. Das Motto der Lehranstalt lautet: „Die Luft der Freiheit weht.“

Der Direktor des Projektes, Prof. Irving Weissman, leitet das „Institut für Krebsforschung und Stammzellenbiologie“. Er hofft, daß die Versuche mit Mäusen Erkenntnisse in der Erforschung und Nutzung von Zellen getöteter Kinder hervorbringen werden. Die Gruppe sucht vor allem Therapien für Krankheiten wie das Parkinson- oder Alzheimer-Syndrom.

Gegenwärtig wartet das Forschungsteam noch auf die Zusage von Finanzmitteln durch die Regierung der USA. Die Entscheidung sollte noch diesen Monat gefällt werden. Danach wird klar sein, wie weit und wie schnell die Bioingenieure ihre Menschenversuche durchführen können.

Vergangene Woche erlaubte die Ethikkommission der Universität die Experimente unter gewissen Bedingungen. Der Leiter der Kommission verlangte zum Beispiel, daß die Versuche sofort abgebrochen werden müßten, sollte eine produzierte Maus plötzlich menschliche Gebärden an den Tag legen. Solche könnten beispielsweise darin bestehen, daß das Menschentier ein Erinnerungsvermögen oder Problemlösungsversuche an den Tag legen könnte.

Der Ethiker gestand ein, daß das Projekt „ein bißchen gruselig“ sei. Doch vermutlich werde das produzierte Tier nicht plötzlich aufstehen und sagen ‘Hallo, ich bin Mickey’.

Biologen bezeichnen das Endprodukt solcher Tier/Mensch-Experimente als ‘Chimären’. Der Begriff stammt aus der griechischen Mythologie. Der griechische Dichter Homer beschreibt Chimären als feuerspeiende Mischwesen mit drei Köpfen.

Prof. Weissman, der Leiter des Projektes, erklärte, daß man im vorhinein nicht mit Sicherheit sagen könne, ob die Tier/Mensch-Chimäre menschliche Ausprägungen entwickeln würde.

In den vorausgehenden Experimenten wurden bereits Schweine mit menschlichem Blut versorgt oder Schafe produziert, deren Leber zu 80% aus menschlichen Zellen bestehen.

Unter den Geldgebern der Stanford Universität befindet sich auch der Schauspieler Michael J. Fox, der an Parkinson leidet. Bei der Disneyproduktion ‘Stuart Little’ – die Geschichte einer sprechenden Maus, die in der Wohnung ihrer menschlichen ‘Eltern’ lebt – lieh Fox dem Menschentier seine Stimme.

Unterdessen forderte William Chesire, ein Neurologieprofessor in Florida, ein Verbot der Vermengung von menschlichen und tierischen Geweben: „Wir dürfen die Integrität der Menschheit und der Tierwelt nicht verletzen. Forschungsprojekte, die eine Mensch/Tier-Chimäre hervorbringen, gefährden das Ökosystem, die Gesundheit und die Einheit der einzelnen Art.“

Eine Kritikerin meinte zu den „zunehmend makabren Experimenten“, daß man diesbezüglich auf die Tierschutzlobby hoffen dürfe. Diese kämpfe erfolgreicher und zielstrebiger als die unentschlossene und verängstigte Lebensbewegung.
      
1 Lesermeinung
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#1   1+1=7   17:16:57 | Sonntag, 13. März 2005
Das ist nicht komisch,
obwohl der Gedanke Maus mit Menschengehirn amüsiert, vielleicht nicht genauso wie ein Mensch mit Mauseghirn.
Was wird wohl aus der Maus werden?
-Wird sie homosexuell sein?
-Wird sie Ihren Wurf nicht mehr zur Welt bringen,weil sie die Stammzellen für Forschungszwecke braucht?
-Wird sie Drogen nehmen?
-Wird sie sich einen Gott ausdenken der zum Zeitgeist passt mitsamt einer Kirche, die sich auf Erhalt der Steuerzahler mehr konzentriert als auf das Heil der Mäuseseelen?
Naja, eine Maus kann links von rechts nicht unterscheiden. Liegt das am Gehirn oder an der Seele?
Wenn es am Gehirn liegt, dann (flüsternd):„Seid, vorsichtig. Wir sind umgeben von Menschen mit Mäusehirn!“
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