Am Montag – dem 7. März 2005 – starb der katholische Geistliche und Buchautor, Pater Manfred Adler (76) nach kurzer schwerer Krankheit. 1978 wurde er nach einer Pressekampagne aus dem Schuldienst entlassen.
(kreuz.net) Bekannt wurde der glaubenstreue Priester, nach der Veröffentlichung seines Buches „Weltmacht
Zionismus“.
Es handelte sich um den dritten Teil einer Trilogie. Diese stand unter dem Titel „Die Söhne
der Finsternis“, deren zweiter Band unter dem Titel „Theologische Finsternis“ erschien.
Als das kirchenfeindliche
deutsche Boulevardmagazin ‘Der Spiegel’ im Jahre 1978 wegen des Buches einen Bericht über Pater Adler
publizierte und dadurch eine Kampagne in Gang setzte, wurde der Geistliche ohne Anhörung von Seiten des
Speyerer Ordinariats aus dem Schuldienst entlassen.
Bis dahin war er in diesem Bistum als Religionslehrer
eingesetzt.
Pater Manfred Adler wurde am 23. Mail 1928 geboren und studierte in Eichstätt für das Bistum
Speyer Theologie.
Am 5. Juli 1953 wurde er im Dom zu Speyer zum Priester geweiht. Später trat er bei
den „Missionaren vom heiligen Johannes dem Täufer“ ein.
Für diesen in Leutesdorf beheimateten Orden
führte er viele Pfarr- und Volksmissionen durch und war überwiegend katechetisch tätig.
Leutersdorf
am Rhein befindet sich zwischen Mainz und Köln.
Weil ihm die Glaubensweitergabe und Glaubensvertiefung
wichtig war, verfaßte Pater Adler schon damals Kleinschriften über die Erstkommunion- und Firmvorbereitung.
Später trat er als Religionslehrer in den Dienst des Bistums Speyer.
In der Nachkonzilszeit bemerkte
er, wie sich immer mehr Kleriker in Hinterzimmerklubs, die sich in Logen organisieren, aktiv wurden.
Deshalb legte er in einigen Publikationen dar, daß die Weltanschauung dieser Vereinigungen mit dem heiligen
katholischen Glauben unvereinbar ist.
Das Speyerer Ordinariat – damals war dort der gegenwärtige Erzbischof
von München, Friedrich Kardinal Wetter, als Diözesanbischof im Amt – wollte ihn wegen des großen Aufsehens
und des öffentlichen Drucks, der durch die Publikation des letzten Bandes der „Söhne der Finsternis“
entstanden war, loswerden.
Auch die Johannesmissionare lehnten es ab, ihn wieder in den Orden aufzunehmen.
Darum war Pater Adler kurzzeitig ein Vagantenkleriker ohne Bischof, bis ihn der Bischof der brasilianischen
Diözese Anapolis inkardinierte.
Anapolis ist die zweitgrößte Stadt des brasilianischen Bundesstaates
Goias in Zentralbrasilien.
Im Jahr 1986 war der Verstorbene wegen der interreligiösen Treffen, die von
Papst Johannes Paul II. in der italienischen Stadt Assisi abgehalten wurden, sehr bestürzt und half wenige
Jahre später bei der Gründung des Verlags „Pro Fide Catholica“ von Anton Schmid.
Er wollte einen Verlag
aufbauen, der den Entwicklungen von Assisi publizistisch entgegenwirken sollte.
Schließlich wurde im
Verlag „Pro Fide Catholica“ die sedisvakantistische Tendenz immer stärker.
Der Sedisvakantismus behauptet,
daß der Stuhl Petri in Rom unbesetzt – das heißt ‘vakant’ – ist und die Päpste seit dem Zweiten Vatikanum
keinen Anspruch darauf haben, als gültige Nachfolger des Apostels Petrus anerkannt zu werden.
Pater
Adler erkannte die Gefahr und widerlegte die Thesen des Sedisvakantismus in seinem Buch „Das allgemeine
Recht auf Religionsfreiheit. Anmerkungen zu einem Buch von Johannes Rothkranz“.
Das Buch wurde 1999 im
Eos-Verlag in St. Ottilien publiziert.
Obwohl dieses Werk die einzige theologische Auseinandersetzung
mit der These von der Sedisvakanz des Apostolischen Stuhles war, wurde es bisher nirgends rezensiert.
Ende 2004 erschien sein letztes Werk unter dem Titel: „Der ‘Jude Jesus’ und die Gottesfrage. Oder: War
Jesus Jude oder ist er Gott?“ In dem kleinen Buch geht es um die Person Jesu Christi.
Pater Adler erörtert
ein zentrales Thema der Christologie, den Umstand nämlich, daß Jesus keine menschliche Person, sondern
ausschließlich eine göttliche Person war, die in ihre göttliche Natur eine menschliche Natur aufgenommen
hat.
Dieser Sachverhalt ist heute theologisch in Vergessenheit geraten und wird von einigen modernen
Theologen aus Rücksicht auf den interreligiösen Dialog sogar verdrängt oder geleugnet.
Er war jedoch
das grundlegende Argument, warum das Konzil von Ephesus Maria als „Gottesgebärerin“ verehrte und nicht
als „Jesusgebärerin“.
Die Muttergottes gebar nämlich die zweite Person der heiligen Trinität, den
Sohn, und keine menschliche Person.
Nach dem Siegeszug der neuen Theologie, dem Ende der Scholastik und
der darauf einsetzenden Begriffsverwirrung, ist die Unterscheidung zwischen „Person“ und „Natur“ heute
fast vergessen.
Pater Manfred Adler konnte zwar theologisch sehr hart sein und bezeichnete sogar Papst
Johannes Paul II. als einen Häretiker, der deswegen jedoch nicht sein Amt verliere, sondern Papst bleibe,
wenn auch ein schlechter.
Auf der anderen Seite war der Verstorbene von einer großen menschlichen Milde
und konnte auch mit Andersdenkenden gut umgehen.
Man spürte, daß er einen großen Teil seines Lebens
als Katechet und Lehrer zugebracht hatte.
Er war geduldig im Gespräch, konnte gut zuhören und war trotz
seines Schicksals nicht verbittert.
Der stets eine Baskenmütze tragende Geistliche hatte eine herzliche
Art.
Mit einem augenzwinkernden Lächeln konnte er lustige Begebenheiten, auch theologischer Art, erzählen.
In den letzten Jahren seines Lebens war er ein großer Verehrer Unserer Lieben Frau von Guadalupe, der
Schlangenzertreterin. Ihr widmete er sein letztes Buch.
Möge er nun für immer bei seiner himmlischen
Mutter sein und die Herrlichkeit Gottes schauen! Requiescat in pace!
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18 Lesermeinungen
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@Stadler Wissen Sie, daß Ihre Androhungen mir etwas islamistisch-fundamentalistisch vorkommen! Só extremistisch
wie Sie Andersdenkende KATHOLIKEN verurteilen (Sie hätten sicherlich auch Kardinal Billot die Katholizität
abgesproche, da dieser sagte auch ein Häretiker könne Papst sein), habe ich es noch nie gesehen. Bekehren
Sie sich von Ihrem Starrsinn. Erbitterung bringt Verderben. Und Hw. Adler war einfach alt. Und ich kenne
sehr viele traditionsverbundene traditionalistische römisch-katholische Priester die die Sedisvakantisten
bekämpfen, dazu aber fast 100 Jahre alt sind und sogar noch im Jesuitenorden. Und exklusiv die Alte hl.
Mess elesen. Wenn diese sterben ist das Strafe Gottes? Und Sie sind göttlicher Schiedsrichter? Sie sind
eher ein Zauberer oder Voodoo-Mann, wenn Sie daran glauben. Inkulturation selon les sedevacantistes.
Sedisvakanz Pater Adler erkannte die Gefahr und widerlegte die Thesen des Sedisvakantismus in seinem Buch
„Das allgemeine Recht auf Religionsfreiheit. Anmerkungen zu einem Buch von Johannes Rothkranz“. Das Buch
wurde 1999 im Eos-Verlag in St. Ottilien publiziert. Obwohl dieses Werk die einzige theologische Auseinandersetzung
mit der These von der Sedisvakanz des Apostolischen Stuhles war, wurde es bisher nirgends rezensiert.
Adler hat überhaupt nichts widerlegt, seine Thesen sind kirchenrechtlich nicht haltbar. Im Gegenteil,
er hat mir gegenüber behauptet der NOM sein durchweg gültig. Auf die Ungültigkeit der Montini-Riten
ging er nicht ein. Sein Tod steht im Zusammenhang mit meiner Korespondenz mit ihm, Gott läßt seiner
nicht spotten. Wer behauptet ein Nichtchrist kann Papst sein wird seiner gerechten Strafe nicht entgehen.
In Christo, RBS
#15 thaumaturgos 18:43:13 | Freitag, 29. April 2005
und so sieht man den p. adler anderswo … Adlers Publikation „Weltmacht Zionismus“ bedient eine ganze
Fülle antisemitischer Klischees. Mit seinen Thesen einer durch den Zionismus gelenkten Weltverschwörung
genießt er nicht nur bei christlichen Fundamentalisten und Rechtsextremisten außerordentliche Popularität,
sondern auch bei esoterisch inspirierten Anhängern von Verschwörungstheorien. Auch Norbert Marzahn bezieht
sich mehrfach auf Adler. Die Schriften Adlers erschienen früher bei dem rechtskatholischen Miriam-Verlag
in Jestetten und sind heute beim Verlag Anton Schmid in Durach erhältlich. I. Teil
Fußball oder Glaube? Dass „Keiner den Rauch des Satans hat wieder entweichen sehen“ ist, weil er noch
drin ist und selbst Gläubige den Mief nicht merken und nicht lüften. Lüften hieße in diesem Fall,
endgültiges, kompromissloses Bekennen zum Glauben und der von Gott; nämlich Jesus Christus gegründeten
Kirche. Bekennen als ebensolche Selbstverständlichkeit, wie Bekennen zu einem Fußballverein. Fußball
scheint aber geistlosen Kurzsichtigen wichtiger als Glaube.
@ottaviani – Gebetsbitte ! ich finde man soll beten für den papst egal ob er nocheinmal zurückommt oder
nicht Dem schliesse ich mich gerne an. Mein Gebet richtet sich an die göttliche Vorsehung. J.P. II hat
ein besonders schwieriges Pontificat, da schon Paul VI den Rauch Satans www.theologisches.net/info.htm
durch einen Spalt in das Heiligtum eindringen sah. Ich kann mich nicht erinnern, dass einer der Nachfolger
den Rauch hat wieder entweichen sehen . Bei einem seiner Deutschlandbesuche wurde J.P. II in einem privaten
Kreis nach der Zukunft der Kirche und der Welt gefragt. Leider finde ich den Text nicht mehr und zitiere
aus dem Gedächtnis: „ Es ist in vielem zu weit gekommen. Wir werden es nicht mehr ändern ! „ – Seit
dem letzten Besuch sind beinahe 20 Jahre vergangen. Das es in der Kirche immer weiter bergab gegangen
ist, ist unschwer zu erkennen. Dabei führen einige Geistliche und Oberhirten ehrenvolle Rückzugsgefechte
und sind bemüht zu halten, was noch eben zu halten ist. Die Herde wird kleiner, das Chaos grösser und
die Zeichen der Zeit immer deutlicher. Deshalb erkennet die Zeichen der Zeit und muss nicht zuvor der
grosse Abfall vom Glauben kommen ( 2.Thess 2,3 ) und wo, wie verheissen selbst GOTT es zulässt, sie der
Macht des Irrtums verfallen zu lassen ( 2.Thess 2,11 ) ? Diese Macht ist folgenschwer ( Rauch Satans Paul
VI ) in das Heiligtum eingedrungen. Es hat immer Zeiten gegeben durch die man durch musste, Verluste bedauernd
hinnehmend, scheinbar ohnmächtig dem dämonischen Treiben ausgesetzt, welches sich immer mehr Raum in
allen Lebensbereichen zu verschaffen scheint. Das scheinbare ! Stillhalten und Aussitzen des Heiligen
Vaters, so mag es sich für einige der Tradition verbundene Freunde darstellen, erinnert mich dabei mehr
an den Kreuzweg und die Kreuzigung Jesu – scheinbar gebunden, handlungsunfähig, Schmähungen erduldend,
dem Tun seiner Widersacher innerhalb und ausserhalb der Kirche, der aufgehetzten Meute hilflos ausgeliefert.
Aber es wird ein Ostern kommen – auch für die pilgernde Kirche ! mfg P.S. – persönlich glaube ich, dass
wir noch nicht am Tiefpunkt angelangt sind ! Aber da müssen wir eben rosenkranzschwingend durch ! Also
liebe Brüder und Schwestern, ich verabschiede mich mal für ein paar Tage nicht ohne euch zuzurufen: „
Immer schön fröhlich bleiben ! „ Adenauer soll auch einmal mit Blick auf das Kreuz gesagt haben: „ Es
gibt keinen Grund zu Jammern ! “
Dioezese von Anapolis. Diese Dioezese ist keineswegs gleichzusetzen mit dem Engelwerk. Aber sie hatte
einen sehr guten katholischen Bischof, Manoel PESTANA, der den Kreuzorden ( aus dem Engelwerk hervorgegangen)
aufnahm; dieser Orden eroeffnete dann eine theologische Hochschule, an der auch die SEminaristen der Dioezese
Anapolis studieren, sowie Studenten der „Franziskaner der Immaculata“( sehr katholische observante Reformkongregation).
Dieser Bischof verhalf auch verschiedenen Priestern zu einer Inkardination, die aus besonderen Gruenden –
wie eben P. Adler – anderswo nicht ankamen. Also die Gleichung: Anapolis = Engelwerk ist falsch; damit
ist auch nichts gegen das Engelwerk gesagt, das ja nicht verboten wurde, wie oft behauptet wird, sondern
dem Auflagen gemacht wurden bezueglich der kirchlichen Engellehre. – was ja beweist, dass es nicht unterdrueckt
wurde. 12.3.2005 Fabius
Der heutige Zustand des hl. Vaters soll uns aber, vor allem uns als Traditionalisten, anspornen dazu viel
für ihn zu beten, dass er in der Erfüllung seiner heiligen Amtes doch noch eine Rückkehr initieren
wird. Orémus! Eher als gekannte Kritik. (Man muss aber den Liberalismus in der Kirche verurteilen!)
Paradoxe Situation Natürlich ist es eine paradoxe Situation, dass der Hl. Vater persönlich ein Häretiker
sein kann und dennoch Papst mit allen Vollmachten. Dies, solange er nicht versucht, seine persönlichen
Häresien (insb. Ökumenismus, Allerlösungstendenzen, Modernismus insb. in Hinblick auf die Liturgie)
für die Gläubigen verpflichtend zu machen (im außerordentlichen oder ordentlichen Lehramt). Im Verlag
Anton A. Schmid (Verlagsreihe Pro Fide Catholica) haben früher einige ehrenwerte Autoren publiziert.
So ist dort u.a. auch das „Geheimnis von Medjugorje“ von E. Michael Jones erschienen, eines der besten
Bücher, in denen kritisch zu Medjugorje Stellung bezogen wird, das erste bedeutendere im deutschen Sprachraum
(Original 1989, deutsch 1992). Was das Engelwerk und deren theol. Hochschule in Anapolis betrifft, so
war dies für viele glaubenstreue Priesteramtsanwärter oft der einzige Ausweg, regulär zu einer Priesterweihe
zu gelangen, auch die Priesterbruderschaft St. Pius X. war in den 70er und frühen 80er Jahren noch nicht
so verbreitet wie heute. Selbstverständlich sind die irrigen „Privatoffenbarungen“ der Frau Bitterlich
zu verwerfen, aber der größere Teil des Engelwerks hat sich den einschränkenden Bestimmungen der Glaubenskongregation
unterworfen. Der kleinere Teil unter Persönlichkeiten wie P. Hansjörg Bitterlich und Claus Peter Clausen
schied damals aus, wiederum ein kleiner Teil davon gründete den „Engelsbund“, von dem aber wenig zu hören
oder zu sehen ist. Leider ist auch unter den regulären Priestern des Engelwerks eine Neigung zu nicht
anerkannten (bzw. sogar als falsch festgestellten) „Privatoffenbarungen“ festzustellen. Diese Neigung
scheint „ab ovo“ gegeben, weil eben die Gründung des Werks auf falsche „Privatoffenbarungen“ zurückzuführen
ist. Ansonsten sind die Priester des Engelwerks sehr glaubenstreu. Im übrigen finde ich den Beitrag über
P. Manfred Adler höchst interessant!
Lieber Catholicus ich habe P Manfred Adler eiige male getroffen und er wahr ein wahrhaft treuer Priester
das hat mit kreuz net nix zu tun natürlich ist es für viele in der kirche peinlich daß gegenwärtig
ein mann am stuhl petri sitzt der zumindest der haeresie sehr nahkommt und unangenehm ist es natürlich
das sich kreuz.net halt nicht fassen läßt und für kirchenpolitik gebrauchen wie andere agenturen nicht
war lieber catholicus?
manfred adler „Weltmacht Zionismus“ ist mir schon mal sympathisch, dass der SPIEGEL eine Kampagne gegen
ihn gestartet hat, beweist nur, wie gut MANFRED ADLER sein muss, auch wenn er offensichtlich (Stichwort
ANÁPOLIS in Brasilien) Beziehungen zum „Engelwerk“ hatte.
#5 Catholicus 20:59:15 | Donnerstag, 10. März 2005
„Jesus ist Jude und bleibt es für immer!“ In seiner Botschaft zum 100. Jahrestag der Errichtung der römischen
Synagoge stellte Papst Johannes Paul II. am 22. Mai 2004 wörtlich fest: Durch das vom seligen Papst Johannes
XXIII. eröffnete Zweite Vatikanische Konzil, insbesondere durch die Erklärung Nostra aetate (28. Oktober
1965), hat die katholische Kirche Euch ihre Arme ausgebreitet, eingedenk der Tatsache, daß »Jesus Jude
ist und es immer sein wird« (vgl. Kommission für die Religiösen Beziehungen zum Judentum, Anmerkungen
und Hinweise [1985]: III, § 12). Dies zeigt, dass die Einzigkeit der göttlichen Person des Erlösers
kein Argument gegen sein „Jude-Sein“ ist, da dieses wesentlich mit seinem wahren Menschsein zu tun hat,
das er angenommen hat aus der Jungfrau Maria.
… guter Katholik mrnka, ich hab lange nachgedacht was Du meinen könntest, aber ehrlich gesagt finde
ich keinen Grund das ein guter Katholik Johannes Paul II für einen Häretiker halten könnte. Gut, kommt
vielleicht darauf an was Du unter einem „guten Katholiken“ verstehst, denn die „guten Katholiken“ die
mir beispielsweise bekannt sind, würden dieser Behauptung nie und nimmer zustimmen.
#3 Athanasius 20:21:06 | Donnerstag, 10. März 2005
Catholicus, hätte er wirklich „Ketzer“ gesagt, wäre er Sedisvakantist gewesen. Da man aber „hartnäckiger
Ketzer“ sein muss um aus der hl. Kirche sich aus zu schliessen, können wir dies nicht feststellen. Ich
denke dieser hl. Priester hat gemeint, dass aus dem Vatikan gegenwärtige Irrlehren, dass heisst im Gegenspruch
zu den früheren Päpstlichen Lehren stehenden Dokumente kommen (niemals aber Unfehlbare! Die Kirche wird
nicht vom Satan überwunden). Das ist ein Unterschied. Lieber Catholicus, Einst war ich auch wie Sie ein
sozusagen „Papalist“, der dachte: ALLES was der Papst tut, dekrettiert, oder befiehlt, ist gut und kann
NIEMALS falsch sein. Diese Meinung ist falsch und obwohl normaliter in vergangen Jahrhunderten trotzdem
ein sicherer Weg, ist sie es jetzt nicht mehr. Noch immer halte ich Papst Johannes-Paul II. für unseren
hl. Vater und bete täglich für ihn. Es ist aber nicht so, dass ich mich compromittieren lassen muss
in Sachen wie die Konferenzen in Assisi. Wie ich versuche, hat auch dieser Pater nichts anderes geglaubt,
als die Kirche immer geglaubt hat, UND hat nicht die Gemeinschaft mit dem hl. Vater verbrochen. Das reicht
zur Seligkeit. PUNKT.
#1 Catholicus 16:48:13 | Donnerstag, 10. März 2005
Anfrage an die anonymen Autoren von kreuz.net Der Priester Manfred Adler, der im sedisvakantistischen
„Verlag Anton Schmid“ („Pro Fide Catholica“) mehrere Bücher publiziert hat, wird unbeschadet der Tatsache,
dass er den gegenwärtigen Papst Johannes Paul II. für einen Häretiker gehalten hat, als „glaubenstreuer
Priester“ beschrieben. Wie lässt sich das vereinbaren? Ist das die Linie von kreuz.net?