Schweiz
Bock oder Gärtner?
Wieder hat der Bischof von Chur dem Wunschkandidaten der Kirchenfeinde den Vorzug gegeben – und in dessen Windschatten noch schnell einen Domherrn ernannt.
Das Bistum Chur gab gestern die Ernennung von Hw. Josef Annen zum Bischofsvikar bekannt.
Das Bistum Chur gab gestern die Ernennung von Hw. Josef Annen zum Bischofsvikar bekannt.
(kreuz.net) Bischof Vitus Huonder von Chur hat den bisherigen Regens des Priesterseminars, Hw. Josef Annen (63), zum neuen Bischofsvikar mit Personalverantwortung für die Kantone Zürich und Glarus ernannt.

Damit dürfte dem Ernannten auch der Weg zum Weihbischof gebahnt sein.

Hw. Annen wird sein Amt am 1. Mai des nächsten Jahres antreten. Er gehört zur altliberalen Partei, die weite Teile der Diözese seit dem letzten Konzil in den Abgrund geritten hat.

Besonders heruntergekommen sind die kirchlichen Verhältnisse im von Reichtum gebeutelten, traditionell antikatholischen Kanton Zürich.

Es spricht nicht für Hw. Annen, daß er der Wunschkandidat der Züricher Staatskirchenbonzen war.

Hw. Annen war bis zu seiner Ernennung zum Leiter des Priesterseminars Pfarrer in der Stadt Winterthur, die sich nördlich der Stadt Zürich befindet.

Der bisherige Amtsinhaber, Weihbischof Paul Vollmar (74), bleibt weiterhin als Generalvikar für die ganze Diözese im Amt. Im Oktober 2009 soll er aber emeritiert werden.

Er wurde im Mai 1993 in einem Überraschungscoup von Johannes Paul II. († 2005) zum Weihbischof der Diözese ernannt. Zunächst beschäftigte er sich erfolgreich damit, am Stuhl des damaligen Churer Bischofs, Mons. Wolfgang Haas zu sägen.

Danach fiel er vor allem durch seine Untätigkeit auf.

Im Windschatten der Ernennung von Hw. Annen, machte der Bischof von Chur nach verschiedenen gescheiterten Anläufen Hw. Martin Grichting zum Residierenden Domherrn.

Domkapitular Grichting stammt ebenfalls aus Zürich. Seine Ernennung wurde aber bisher von der Züricher Staatskirche blockiert, weil sich der Geistliche – unter anderem in seiner Promotionsarbeit – kritisch über sie geäußert hatte.
      
5 Lesermeinungen
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#5   Bernd-Jupp   16:08:38 | Freitag, 14. November 2008
Ein Lob an die Schweiz
Das einzige Land, welches sich von der katholischen Kirche und ihrer diktatorischen Machtausübung keine Vorschriften machen lässt!!
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#4   möchtegern-kathole   07:10:07 | Freitag, 14. November 2008
zumindest ist J.B…
… kein Katholik (egal wie oft er es behauptet)
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#3   Seminarist   15:59:43 | Donnerstag, 13. November 2008
Nicht mal den Gegnern gegönnt!
Werter ordo 62,
Auch wenn ich mich nicht mehr zu diesem Thema äussern wollte, aber:
Diese alte, sabbernde Gehirnamöbe namens J. Berens würde jede Loge, deren Brüder noch über einen letzten Rest an Selbstwertgefühl und Freimaurerstolz verfügen, mit Pauken und Trompeten aus ihren Reihen jagen!
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#2   ordo62   14:41:35 | Donnerstag, 13. November 2008
@Josefberens
Sie sollten besser mit
„als einfach denkenden Freimauerer“ unterschreiben
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#1   Josefberens   14:30:41 | Donnerstag, 13. November 2008
Gibt es keine anderen Probleme?
Es ist doch wirklich nicht zu vermitteln, warum es in der Kirchenleitung immer wieder diese Grabenkämpfe gibt. Jeder Christ hat sein eigenes Charisma und bedarf doch keiner Vermittlung zu Gott. Die ganze Kirchenleitung egal zu welchewr Partei sie gehört hat sich schon so unglaubwürdig gemacht, dass ohnehin niemand mehr auf sie hört.
Josef Berens
(als einfacher, denkender Katholik)
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