Freimaurer
Ein Feldherr wie ich
Was ist das für eine Freiheit, die als Triumphzeichen abgehackte Köpfe mitführt? Von Hubert Hecker.
"Hängt die Aristokraten und Kleriker auf."
„Hängt die Aristokraten und Kleriker auf.“
(kreuz.net) Bis heute behaupten die an deutschen Schulen verwendeten Geschichtsbücher, daß die Erstürmung des königlichen Gefängnisses ‘Bastille’ am 14. Juli 1789 das Fanal der Französischen Revolution gewesen wäre.

In Wahrheit wurde das festungsähnliche Gefängnis nie erstürmt. Der Kommandant übergab es mit Zustimmung der Besatzung kampflos einer bewaffneten Delegation der Stadtregierung.

Gleichzeitig versprachen die städtischen Delegierten den Offizieren und Soldaten der Bastille freies Geleit.

Doch auf dem Weg zum Rathaus ermordete der von Jakobinern aufgehetzte Pariser Pöbel mehrere Wachsoldaten – unter ihnen auch den Kommandanten.

Seine Leiche wurde durch die Gosse geschleift. Schließlich hackte ein Metzgergeselle dem geschändeten Leichnam das Haupt ab.

Dann zog der Pöbel – voran ein Stangenträger mit dem abgeschlagenen Kopf des Kommandanten – stundenlang durch Paris.

Bei dem Zug der 5000 Marktfrauen am 5. Oktober 1789 ließ man diese revolutionäre Tradition erneut hochleben. Man führte die abgehackten Köpfe von zwei Wachsoldaten als Triumphzeichen der Freiheit mit.

Triumphales Morden
Englische Karikatur: The Zenith of French Glory - Der Gipfel der FreiheitDer Traum der Vernunft gebiert AlbträumeZug der Marktfrauen von Versailles nach Paris; rechts im Bild auf zwei Stangen die abgehackten Köpfe von zwei Wachsoldaten

Nichts als Blut und Leichen

Inzwischen proklamierte die Französische Nationalversammlung das Eigentum als ein „unverletzliches und heiliges Recht“.

Doch nur zwei Monate später beschloß die gleiche Versammlung, das Eigentum der Kirche zum Wohle der Staatsklasse zu rauben.

Auch das Eigentum geflüchteter Adliger wurde eingezogen und an die Großbourgeoisie versteigert.

Mit Liedern und Haßreden hetzte der jakobinische Salonpöbel zu Mord und Totschlag auf: Hängt die Aristokraten und Kleriker an den Laternenpfählen auf.

Der aus der Schweiz stammende Jakobiner und Freimaurer Jean-Paul Marat († 1793) gab an die Massen die Parole aus: „Laßt hinter euch nichts als Blut und Leichen!“

Der aufgehetzte Pöbel stürmte daraufhin die staatlichen Gefängnisse und metzelte 1.500 Gefangene nieder – darunter 300 eidverweigernde Priester und drei Bischöfe.

Revolutionsführer Georges Danton († 1794) rechtfertigte als regierender Justizminister diese Mordaktion als angebliche Notwehr des Staates: Die Gefangenen hätten potentielle Staatsverräter sein können. Innerlich war Danton allerdings zerrissen.

Die Vernunft als Prostituierte

In Georg Büchners († 1837) Drama „Dantons Tod“ fragt der Protagonist: „Was ist das, was in uns und aus uns heraus mordet und stiehlt, lügt und hurt?“

Der Satz ist eine Anspielung auf das Jesuswort, wonach alle bösen Gedanken wie Mord und Diebstahl, Lüge und Ehebruch aus dem Innern des Menschen kommen.

Die anderen Revolutionsführer neben Danton bekämpften die Zehn Gebote und die Naturrechtsethik. Für sie war die Moral eine Sklavin des Allgemeinwohls. Sie mußte sich auch vor diesem rechtfertigen.

Der Traum der Vernunft verwandelte sich in einen Albtraum und Kulturkampf.

Antichristliche Fanatiker zerstörten die christlichen Kulturdenkmäler Frankreichs. Der Sonntag und christliche Festtage wurden abgeschafft. Städte, die Heilige in ihrem Namen trugen, wurden umbenannt.

Mit der Zerstörung des Christentums wollte man dem Menschen auch Gott und die Gebote aus dem Herzen reißen.

An die Stelle Gottes setzten die diabolischen Revolutionäre die „Göttin der Vernunft“ – meistens von einer Prostituierten dargestellt.

Die Partei, die Partei, die hat immer recht

Das war kein Zufall. Denn die Vernunft war für die französische Aufklärung eine Hure, die den Politikern und dem totalitären Staat zu Diensten sein sollte:

● Nur was dem Staat, der Partei und dem Volk nützte, galt als wahr und gut. Alles andere wurde als volksfeindliche Propaganda bekämpft.

● Das Recht diente nicht mehr dem Schutz des Eigentums und der Abwehr von Diebstahl. Eigentum sei nur nach dem Maß der „eigenen Bedürfnisse“ gut, alles andere sei Diebstahl – beschlossen die Jakobiner im Jahr 1792.

● Über Ehe, Treue, Familie und Nächstenliebe kübelten sie Dreck und Häme aus.

● Der Kampf gegen das Menschenrecht auf Leben machte die revolutionären Massenmorde möglich.

Das Ausmaß der revolutionären Menschenverachtung offenbart der jakobinische Krieg gegen die katholische Bevölkerung der Vendée.

Ich habe sie alle abgeschlachtet

Dort wütete der später guillotinierte Revolutionsgeneral François-Joseph Westermann († 1794). Nach dem Völkermord in der Vendée rühmte er sich:

„Die Vendée starb unter unseren Säbeln mit ihren Frauen und Kindern. Ich habe die Kinder unter den Hufen meiner Pferde zertreten und die Frauen niedergemetzelt.“

Oder: „Ich muß mir nicht vorwerfen, Gefangene gemacht zu haben. Ich habe sie alle abgeschlachtet.“

Das war auch der Geist von Napoleon Bonaparte († 1821). Er sagte nach dem Tod von 600.000 Soldaten bei dem Feldzug gegen Rußland:

„Ein Feldherr wie ich schert sich wenig um das Leben einer Millionen Menschen.“

Terror und Grausamkeit ohne Ende wurden von Wladimir Lenin († 1924), Josef Stalin († 1953) und Adolf Hitler († 1945) fortgeführt. Heute widerhallen sie in der millionenfachen Abtreibungsgewalt gegen ungeborene Kinder.

Ihren Ursprung haben diese Barbareien in der Pervertierung der Vernunft während der Französischen Aufklärung.

Darum ist die Französische Revolution, ihr Kampf gegen Gott und Gebote und ihre skrupellose Nützlichkeitsmoral der Zivilisationsbruch der abendländischen Geschichte.
      
65 Lesermeinungen
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#65   Benedikt   19:32:57 | Dienstag, 18. November 2008
@ Hesse
Welcher Papst hat sie widerrufen? … keiner. Muss neuerding irgendwas was ein Papst sagt von mehreren Päpsten danach „bestätigt“ werden, damit es rechtskräftig wird?
Das nicht. Aber in 2000 Jahren sammelt sich alles mögliche an. Wenn das nur einmal geäußert wurde, dann kann es keine feststehende Lehrmeinung sein.
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#64   Kreuzfidel   20:19:06 | Sonntag, 16. November 2008
Marquis de Sade
Kleiner Beitrag: Vor der „Erstürumgung“ war ein gewisser Marquis de Sade inhaftiert. Trotz Nähe zum Königshaus trieb wurde er doch endlich eingesperrt – er trieb’s einfach zu kriminell – kann man ja alles nachlesen.
Das Gefängnis war bestens ausgestattet, er hatte weiter seine Perversitäten, nur halt hinter Gittern.
Nun, es wurde ihm fad, so nahm er sich einen Sprach Trichter, und rief aus einen Fenster hinuter auf die Straße, und machte sich einen Spaß, die Menschen gegen die Regierung aufzuhetzen. Er konnte gut reden, und die Menschen glaubten ihm die Schauermärchen über die schlechte Behandlung – es rottetn sich immer mehr Menschen zusammen – denn es war ein köstliches Schauspiel. Es waren schon so viele Menschen, dass der Marquis verlegt wurde – aber die Menschen kamen weiter, und so ist es zum Treppenwitz der Geschichte geworden, das ein leeres Gefängnis gestürmt wurde – mit Lug und Trug!
Aber es passt zur Rest Revolution
Quelle:
Erik von Kuehnelt-Leddihn,Luftschlösser, Lügen und Legenden Wien/München, Herold 1972
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#63   wunderkind3   15:59:22 | Sonntag, 16. November 2008
hecker
da ich mir nicht alle 62 lesermeinungen durchlesen möchte, weis ich nicht ob folgendes schon geschrieben wurde:
ihre darstellungen des sturm auf die bastille sind falsch.
es ist sehr einfach dies herraus zu finden.
wo beziehen sie also ihre informationen her?
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#62   Dr. Schlämmer   09:51:46 | Sonntag, 16. November 2008
@ Confiteor
Die Französische Revolution hat eine neue Epoche des Denkens eingeleitet, die Menschenrechte formuliert, durch sie hat sich auf der Basis von Montesquieu die Gewaltenteilung im Staat durchgesetzt.
Ich finde Ihre These interessant. Sie wird ja auch immer wieder vertreten: die Revolution als das Urereignis und Auslöser von Emanzipation und der Durchsetzung der Menschenrechte.
Meiner Meinung nach ist das sehr stark die Legende der Nachgeborenen und die Ideologie der revolutionären Henker selbst. Bezeichnend ist, dass die Früchte der hochgepriesenen Revolution über Jahrhunderte hinweg nur Mord und Totschlag waren.
Meine These ist eine andere: Wenn es ein Urereignis und
einen wirklichen Auslöser einer ernsthaften Durchsetzung von Gewaltenteilung und Menschenrechten gegegeben hat, so waren dies die Schrecken und das Ende des Zweiten Weltkrieges. Erst dieses Ereignis hat uns in Europa die Vorzüge von Demokratie und Menschenrechten wahrhaft überzeugend gemacht.
Der totale Staat hat uns geläutert, nicht die Macht von Aristokraten und der Kirche. Dass gerade Sozialisten die Französische Revolution gerne verklären, sollte uns aufhorchen lassen.
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#61   Confiteor   17:36:03 | Samstag, 15. November 2008
Der kleine Unterschied
Da gibt es noch die Royals, nach wie vor…
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#60   Dr. Guillotin   07:27:29 | Samstag, 15. November 2008
War die Französische Revolution notwendig?
In Großbritannien gab es sie nicht. Und was ist dort anders?
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#59   derLeser   23:52:32 | Freitag, 14. November 2008
Beitrag
zur französischen Revolution www.gloria.tv/?video=avi5lb5b…
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#58   HeinrichvonOfterdingen   22:48:30 | Freitag, 14. November 2008
Lieber Alois Bischoff,
Sowie alle systematische(n) Völkermorde es sind.
… alle bis auf einen, wenn ich bitten darf!
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#57   Alois Bischof   22:46:25 | Freitag, 14. November 2008
Allerdings hat Napoléon
im Exil und vor dem Sterbetag sich mehrfach zu Christus bekannt und sich als römisch-katholisch-apostolisch eingestuft. Er war ursprünglich ein Kind der liberalistischen Revolution, wurde aber bekehrt.
Der moderne Nationalismus, der Rassismus, der Kapitalismus und natürlich auch der Marxismus und Anarchismus, sind alles „Kinder“ des Liberalismus der Französischen Revolution. Sowie alle systematische Völkermorde es sind.
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#56   HeinrichvonOfterdingen   22:32:39 | Freitag, 14. November 2008
Lieber Hesse zwo,
Was HvO aber versuchte, ist, mit Catos Aussagen über Sklaven, die ganze Zivilisation in der er lebte, schlecht zu machen.
… wir extrapolieren doch alle das wenige was wir wissen auf das Ganze. Was bei Cato besondes auffällt ist – ich habe das kürzlich in einer Rundfunksendung gehört – dass das was uns als Gipfel des Zynismus erscheint in der Antike als Gipfel des Humanismus rezipiert wurde. Das was uns schlimm erscheint war damals also das Beste und Edelste das zu haben war, jedenfalls nach Meinung der Zeitgenossen.
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#55   Hesse2   22:27:00 | Freitag, 14. November 2008
Möchtegern: Klaro
Halt, nein – nur zu 99%: wenn man eine entsprechende Statistik anlegt, kann man durchaus „beweisen“, dass z.B. Stalin ein böser Mensch war
Klar kann man das „Bösesein“ einzelner Menschen „beweisen“ – das stritt ich ja auch nicht ab. Was HvO aber versuchte, ist, mit Catos Aussagen über Sklaven, die ganze Zivilisation in der er lebte, schlecht zu machen.
Ich könnte so gesehen auch hergehen und mir z.B. die Aussagen Heinrich Kramers heraussuchen und dann sagen: „Tadaa! Der Beweis: Das Mittelalter war barbarisch.“
Und so funktionierts eben nicht.
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#54   HeinrichvonOfterdingen   22:23:38 | Freitag, 14. November 2008
Lieber Hesse zwo,
Jo, HvO, wenn du meinst…
… mittlerweile habe ich Sie ja – über die Gräben, die uns trennen – schätzen gelernt. Ich will Ihnen darob ja gar nicht zu nahe treten. Nu gut wenn ich meine, denn meine ich. Wird wohl so sein, wie Sie sagen.
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#53   möchtegern-kathole   22:18:40 | Freitag, 14. November 2008
@Hesse2
Stimme 100% zu – so ein „Abzählen“ von Gut-Taten oder Schandtaten bringt nix.
Halt, nein – nur zu 99%: wenn man eine entsprechende Statistik anlegt, kann man durchaus „beweisen“, dass z.B. Stalin ein böser Mensch war – aber, und da sind wir wieder bei den 100% – nicht durch Aufzählen einzelner Sachverhalte. Für ein Abdecken aller Details müsste man aber systematischer vorgehen als wir das in dem Forum können oder wollen.
Trotzdem kann ein Mensch, wenn er unvorbelastet die Dinge betrachtet, durchaus auch ‘gefühlsmässig’ zu dem Ergebnis kommen, dass z.B. PolPot ein Mörder war, auch wenn er nur so da und dort in der Geschichte dieses Mannes nachliest, ohne statistisch signifikante Abdeckung aller Details.
Insofern macht es Sinn, dass HvO auf bestimmte Errungenschaften des Mittelalters hinweist, die oft nicht gesehen werden, oft weil die Menschen nur noch alles ganz dunkel sehen, vorbelastet durch irgendwelche finsteren Mittelalter-Stories.
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#52   Hesse2   22:17:14 | Freitag, 14. November 2008
Ja, HvO, so wirds wohl sein. / fdKirche
Jo, HvO, wenn du meinst…
f.d. Kirche: kann sein, daß früher auch nicht viel besser war. Nur als Gegenleistungen erbrachten die Könige u. Kaiser noch ein paar Heldentaten. :-]
Korrekt. Ich mag das MA im allgemeinen auch – und vor vielen Personen hab ich auch wirklich Hochachtung! Beispielsweise seien stellvertretend die Kreuzzügler genannt – nicht die Anführer derselben (denen es, wie ich meine, auch hauptsächlich um Machtzuwachs ging), sondern die kleinen Leute und einfachen Ritter, die sich auf ein solches Abenteuer einliessen. Respekt! kann ich da nur sagen. Es war ja immerhin kein Pappenstiel, so eine Reise zu Fuss oder Pferde anzutreten.
Oder eine Kathedrale zu bauen anzufangen, obwohl man weiss, dass erst die Enkelgeneration sie fertigstellen wird – wenn alles gut geht.
Es hat was faszinierendes manchmal, wenn einem der tägliche Tröt mal wieder so richtig zum Hals raushängt.
Aber andererseits – ich hatte schonmal einen Infekt, der mir 42° Fieber gebracht hat – und das trotz moderner Medizin. Das hätte ich damals nicht überlebt wahrscheinlich. Solche Dinge sind immer ne gute Medizin gegen das romantisierende Bild des MA. ;-)
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#51   HeinrichvonOfterdingen   22:03:09 | Freitag, 14. November 2008
Lieber Hesse zwo,
Ich hab da keinen Bock mehr drauf.
… soll das heißen, man kann Sie zwar nicht überzeugen, aber Ihre Moral erodieren? Beratunsresistent ja, aber kein Durchhaltevermögen?
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#50   Hesse2   21:58:20 | Freitag, 14. November 2008
Och bitte, HvO, soll das jetzt wieder von vorne anfangen?
„Bibibi guck mal der hier, was der für böse Sachen gesagt hat…!“ Albern. Ich könnte jetzt auch Aussagen christlicher Fuzzis aus dem MA raussuchen, die dann „beweisen“ würden, dass das gesamte MA total barbarisch war… aber es bringt nix.
Ich hab da keinen Bock mehr drauf.
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#49   für die Kirche   21:56:55 | Freitag, 14. November 2008
@Hesse: kann sein, daß früher auch nicht viel besser war.
Nur als Gegenleistungen erbrachten die Könige u. Kaiser noch ein paar Heldentaten. Heute haben wir dagegen bloß die steuerhinterziehenden Manager.
Aber allerdings hast Du recht, ein Vergleich mit dem Leben von früher ist bloß haltlose Spekulation, weil man keine Erfahrung machen kann. Die Vergangenheit erscheint einem so schön, weil man sie durch Literatur kennt.
Dir wünsche ich noch einen schönen Abend, und ein schönes Wochenende. Ich muß jetzt mal weg.
Bis dann!
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#48   Galatea   21:56:33 | Freitag, 14. November 2008
Werter Herr Hesse.
haben Sie wirklich überhaupt keinen Bezug zu unserer Vergangenheit, der nicht negativ ist?
Sehen Sie nicht selbst, wie schwach Sie argumentieren? – doch, sicherlich. Man kann nämlich Fakten irgendwann nicht mehr ignorieren.
Sie argumentieren – das ist menschlich – ergebnisorientiert.
Der einzige Unterschied zu früher ist, dass wir das heute sehen – und nichts machen (können).
Ich bin überzeugt, dass wussten unsere Vorfahren auch schon. Ich bitte Sie: sehen Sie sich deren Werke an. Waren das infantile Elaborate von Deppen? Ich breche eine Lanze für die ungebildeten, nicht klerikalen oder adeligen Menschen dieses Kontinents. Weil diese nämlich über Fähigkeiten verfügten, von denen wir nicht einmal mehr wissen.
Und die es sich nachgerade verbitten würden, von Ihnen instrumentalisiert zu werden.
„Mangel an Möglichkeiten“: Herr Hesse, unsereins kann ja nicht einmal mehr einen weißen Fleck auf der Landkarte entdecken. Geschweige denn über seine Möglichkeiten hinauswachsen.
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#47   HeinrichvonOfterdingen   21:55:05 | Freitag, 14. November 2008
Lieber Hesse zwo,
HvO: Ebenso die Zeit des röm. Reiches und der griech. Antike.
… nee, z.B. sind die Orden als kostenlose Sozialeinrichtungen etwas was es in der Antike so überhaupt nicht gegeben hat. Das ist nur aus dem humanistischen christlichen jenseitsorientierten Menschenbild überhaupt erklärbar. Gucken Sie sich mal Catos (des berühmten Catos) Ratschläge zum Umgang mit Sklaven an!
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#46   Hesse2   21:41:36 | Freitag, 14. November 2008
HvO: Jo / f.d.Kirche
HvO: Ebenso die Zeit des röm. Reiches und der griech. Antike.
f.d.Kirche:
Es war anders, denn erst mit der modernen, durchorganisierten Machinerie eines modernen Staates ist es möglich, Menschen anderer Meinung systematisch zu verfolgen.
Das ist wahr. Aus Mangel an Möglichkeiten war das früher nicht so einfach – aber wie gesagt: Das Verfolgen Andersdenkender / Andersgläubiger ist kein Phänomen der heutigen Zeit – es ist nur aufgrund des technischen Fortschritts effektiver möglich.
Sie ist für die Wirtschaft nur dazu da, sinnlose Waren zu kaufen.
Ach komm! Als wenn es dem feudalistischen Herrscher „um den Mensch gegangen“ sei – der wollte seine Steuern, um damit Kriege zu führen oder einen neuen Palast zu bauen – der Bauerssohn war dem doch auch scheissegal. Es geht der Herrschaft und den „oberen Zehntausend“ (ob in einer Demokratie oder einem Königtum) immer nur ums Geld, schon immer.
wir Menschen sind bloß Mitteln: Mitteln für den Zuwachs der Wirtschaft u. Industrie, Mittel für die Medizinindustrie, Mittel der Politik.
Glaubst du im Ernst, das war jemals anders? Der König oder Kaiser schiss auf das Volk. Der wolle immer nur eines: Macht. Und Geld – wobei das im Grunde synonym ist.
Geld regiert die Welt – schon seit es Geld gibt. Der einzige Unterschied zu früher ist, dass wir das heute sehen – und nichts machen (können).
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#45   HeinrichvonOfterdingen   21:25:14 | Freitag, 14. November 2008
Lieber Hesse zwo,
Das MA ist deshalb eine Blüte, weil damals – aus kath. Sicht freilich- das zum Gesetz erhoben wurde, was der Katholizismus als göttlichen Willen erkannt hat.
… das Mittelalter war ein ganz großer Fortschritt was Menschlichkeit und Wissenschaft betrifft.
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#44   Hesse2   21:19:34 | Freitag, 14. November 2008
HvO / Möchtegern
HvO: Und? Weiss ich.
Hab ich was anneres geschrieben?
Möchtegern-Kathole: Das MA ist deshalb eine Blüte, weil damals – aus kath. Sicht freilich- das zum Gesetz erhoben wurde, was der Katholizismus als göttlichen Willen erkannt hat.
Jo, aus katholischer Sicht mag das stimmen. Da hast natürlich Recht. Aber logisch zu begründen ist eben die „Blüte“ nicht. Wie ich schon sagte: Auch die Römer und Griechen hatten hochstehende Kunst, Architektur etc., von den nicht-europäischen Völkern ganz zu schweigen, den Chinesen z.B.
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#43   für die Kirche   21:19:31 | Freitag, 14. November 2008
@Hesse: dies war mir auch neu, erst vorgestern, im Deutschlandfunk,
Forschung aktuell.
Die Körper eines Verstorbenen ist wertvoll: die Knochen lassen sich als Implantate verarbeiten, und die Hautgewebe als Tranplantate. Hornhaut natürlich. Aber auch die anderen Teile, mit der Entwicklung der Biomedizin ist bald möglich, mehr Nutzen von einer Leiche zu gewinnen. Organhandel wird staatlich beaufsichtigt, diese Teile nicht. Sie landen so in den freien Handeln.
Es war anders, denn erst mit der modernen, durchorganisierten Machinerie eines modernen Staates ist es möglich, Menschen anderer Meinung systematisch zu verfolgen.
Der Mensch muß im Schweiß sein Brot verdienen, das ist immer so gewesen. Aber heute, die Jugend wird von der Wirtschaft bloß als Konsumenten betrachtet. Sie ist für die Wirtschaft nur dazu da, sinnlose Waren zu kaufen.
Menschsein: die Würde einer Person besteht darin, von ihrem Gegenüber nicht als Mittel, sondern als Zweck betrachtet zu werden (Kant).
Aber heute: wir Menschen sind bloß Mitteln: Mitteln für den Zuwachs der Wirtschaft u. Industrie, Mittel für die Medizinindustrie, Mittel der Politik.
Wir sind heute nur Schrauben eines Systems, der moderne Staat hat was Dämonisches. Die beste Zeit endet mit dem letzten Kaiser von der Habsburgerschen Monarchie.
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#42   möchtegern-kathole   21:12:20 | Freitag, 14. November 2008
@Hesse2
Das MA ist deshalb eine Blüte, weil damals – aus kath. Sicht freilich – das zum Gesetz erhoben wurde, was der Katholizismus als göttlichen Willen erkannt hat.
Natürlich gab es auch damals „Sünde“, also persönliche Abweichung davon, aber darum geht es nicht – auch wenn es große und grausame Beispiele in diesen 1000 Jahren gab. Sondern darum, dass die Religion mit Ihren 10 Geboten zum staatstragenden System wurde.
Es war also nicht erlaubt, was grade gefiel, sondern man hat versucht, das Leben an einer höheren Philosopie auszurichten. Nicht am Zeitgeist, nicht per Pragmatismus, sondern man hat versucht heruaszufinden, was „gut“ und was „böse“ war und hat demenstrpechend dann die Gesetze gemacht.
Man hätte also – um es in die heutige Zeit zu übertragen – erst überlegt, ob ein Finanzsystem „gut“ ist, und es dann erlaubt, oder eben verboten weil „böse“, und nicht aus Pragmatismus irgendwie Geld gemacht und dann gesehen, dass alles pleite geht. Gibt endlose Überlegungen aus der damaligen Zeit, ob Zins etwas gutes oder böses ist …
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#41   HeinrichvonOfterdingen   21:11:38 | Freitag, 14. November 2008
Lieber Hesse zwo,
meist wird das Ende des Mittelalters mit der Eroberung Konstantinopels im Jahr 1453 durch die Osmanen angesetzt, manchmal auch mit der Entdeckung Amerikas durch Cristoforo Colombo im Jahre 1492.
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#40   Hesse2   21:09:23 | Freitag, 14. November 2008
f.d.Kirche: Aha
Jetzt, gerade jetzt, entwickelt die modernste Medizintechnik, daß verstorbene wieder als Rohstoff betrachtet werden, ihre Körperteile werden industriell verarbeitet u. frei gehandelt (anders als Organe).
Wenn du nicht die Organtransplantation meinst, dann wärs nett, du würdest das mal erläutern.
Ich lebe in einem Zeitalter, wo man wegen privater Meinung systematisch verfolgt wurde.
Aha. Heisst nicht, dass das gut sei, aber das war noch nie anders.
Ich lebe in einem Zeitalter, wo die Wirtschaft uns versklavt.
Jo. Auch das war noch nie anders. Der Mensch musste immer Arbeiten, um zu leben. Und meistens für die Oberen. AUch das ist nicht schön.
Ich lebe in einem Zeitalter, wo die Menschen anfangen, das Menschsein zu verlieren.
Definiere „Menschsein“.
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#39   für die Kirche   21:01:26 | Freitag, 14. November 2008
@Hesse, @Benedikt: Blüte oder keine Blüte.
Das kann ich nicht beurteilen. Denn ich habe keine empirische Erfahrung vom Leben im Mittelalter.
Aber ich lebe in einem Zeitalter, wo 6 Millionen Juden auf industrielle Weise ermordet, und ihre Körperteile weiterverarbeitet wurden, z.B. als Dungmittel.
Das war vor 70 Jahren. Jetzt, gerade jetzt, entwickelt die modernste Medizintechnik, daß verstorbene wieder als Rohstoff betrachtet werden, ihre Körperteile werden industriell verarbeitet u. frei gehandelt (anders als Organe).
Ich lebe in einem Zeitalter, wo ungeborene Kinder abgesaugt werden, früher haben die Germanen die überschüßig gewordene Kinder ins Wasser gelegt. Bis das Christentum dies beendete.
Ich lebe in einem Zeitalter, wo man wegen privater Meinung systematisch verfolgt wurde.
Ich lebe in einem Zeitalter, wo die Wirtschaft uns versklavt.
Ich lebe in einem Zeitalter, wo die Menschen anfangen, das Menschsein zu verlieren.
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#38   Hesse2   20:52:26 | Freitag, 14. November 2008
Benedikt
Zu deinen Punkten:
1) Stimmt.
2) Stimmt.
3) Welcher Papst hat sie widerrufen? … keiner. Muss neuerding irgendwas was ein Papst sagt von mehreren Päpsten danach „bestätigt“ werden, damit es rechtskräftig wird?
4) Stimmt.
Aber wir reden schon wieder auf einem anderen „Schlachtfeld“.
Is auch schwer, beim Thema „Beurteilung einer Zeit“ nicht in die Diskussion über spezielle Praktiken abzugleiten.
Letztlich gings bei dem „Hexen-Verfolgungs-Beispiel“ ja auch nicht darum, wer jetzt da die Schuld dran trägt, sondern darum, dass es im MA als Negativbeispiel eben den Hexenwahn gab – oder die Judenverfolgung, oder die Christenvefolgung, oder grausamste Strafen, oder oder oder.
Ich finds jedenfalls albern, diese Zeit als „Blüte der Menschheit“ zu bezeichnen. Dasselbe könnte man aufgrund der anfangs als Beleg, dass es so sei, auch über die Griechische Antike oder das Römische Reich sagen. „Baukunst, Malkunst, Bildhauerei, Musik, Philosophie, Wissenschaft und auch Kulturlandschaftsbau“ waren in Rom und Griechenland auch sehr gut – und sinds heute ebenso.
Wieso also nennt Seefeld das MA als Blüte?
Einzig und alleine wegen der Herrschaft seiner Organisation, der Kirche.
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#37   Benedikt   20:36:27 | Freitag, 14. November 2008
Erlaubnis
Diese „Erlaubnis“ war ein Reskript, dass der Scharlatan Heinrich Kramer erwirkt hatte, nachdem er sonst überall mit seinen kruden Phantasien abgeblitzt war. Kramer stellte die Bulle dem Hexenhammer voran und behauptete eine Mitautorenschaft des angesehen Theologen Jakob Sprenger, der mit dem Werk jedoch nichts zu tun hatte.
Es ist also festzuhalten:
1. Die Verbreitung der Bulle zusammen mit dem Hexenhammer war nie geplant oder autorisiert
2. Insbesondere war in der Bulle nicht die Rede von den Methoden, wie sie Kramer vorschwebten (insb. keine Hexenverbrennungen)
3. Kein Papst hat jemals das Dokument bestätigt.
4. Das Vorhandensein gewisser Pathologien sagt wenig über ein Zeitalter aus. Man kann das 20. Jh. schließlich auch schlecht an den Selbstmordsekten messen.
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#36   Hesse2   20:19:42 | Freitag, 14. November 2008
Samurai: Nein, er täuscht sich nicht
Auch im Mittelalter wurden „Hexen“ getötet und auch verbrannt – allerdings durch das Volk und dessen Aberglaube und selten durch die Kirchen. Die Kirche hat das erst am Ende des Mittelalters richtig damit angefangen. Das Mittelalter lässt sich auch nicht mit 100%iger Sicherheit festlegen auf Jahreszahlen – man sagt: ungefähr von 500 bis 1500. Und die päpstliche Erlaubnis, Hexen zu verfolgen, wurde 1484 ausgestellt – also noch im MA – oder eben grad so nicht mehr – wobei es auch schon vorher Inquisotoren gab, die „Hexen“ verfolgt haben – aber eben noch nicht im großen Stil.
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#35   Galatea   20:15:37 | Freitag, 14. November 2008
Sehr geehrter Herr Hesse,
Lesen!
Als kleinen Einstieg dies:
de.wikipedia.org/wiki/Hexenverfolgung
Weiterbilden! Erst dann wieder anfangen zu diskutieren!
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#34   Samurai   20:12:57 | Freitag, 14. November 2008
@ möchtegern
Mittelalter und Hexenverbrennungen?
Täuschen Sie sich nicht im Jahrhundert?
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#33   HeinrichvonOfterdingen   20:10:04 | Freitag, 14. November 2008
Lieber Hesse zwo,
Nunja, m-k, wenn du schon die Juden ansprichst – da gabs auch im Mittelalter Perioden, in denen die vertrieben oder ermordet wurden – das Mittelalter umfasst ja nun 1000 Jahre. Ebenso ergings Christen, die etwas anders christlich waren als die übrigen
… so ging es freilich vielen Christen auch, die ganz normal gläubig waren.
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#32   Hesse2   20:03:49 | Freitag, 14. November 2008
Möchtegern: Neuzeitliche Probleme
Nunja, m-k, wenn du schon die Juden ansprichst – da gabs auch im Mittelalter Perioden, in denen die vertrieben oder ermordet wurden – das Mittelalter umfasst ja nun 1000 Jahre. Ebenso ergings Christen, die etwas anders christlich waren als die übrigen (also beispielsweise die Albigenser) – und was halt grauenhaft war, war der Umgang mit Verbrechern und „Ketzern“ – und das quasi die gesamten 1000 Jahre über.
Und, darf ich mal lachen? … und die Päpste in Italien sorgen dafür, dass es dort keine ausufernde Hexenverbrennung gab, man sah klar, dass das böse war.
„Nicht ausufernde Hexenverbrennungen“ waren also nicht böse? Und die Päpste, mein lieber M-K, hatten „Hexere“ als „offizielles Delikt“ erst ermöglich.
Aber wir kommen vom Thema ab.
Ich bin jedenfalls sehr froh, dass ich heute und nicht damals lebe – ich wäre wahrscheinlich schon tot, wenn wir noch die Lebensumstände des Mittelalters hätten.
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#31   möchtegern-kathole   19:24:08 | Freitag, 14. November 2008
@Hesse2
Der Unterschied zwischen Mittelalter einerseits und Altertum bzw. Neuzeit andererseits ist manchen nicht erkennbar, da es zu jeder zeit Gräueltaten bgegeben hat. Trotzdem scheint es mir einen Unterschied zu geben: der Wahnnsinn hat in der Neuzeit System. Da werden bestimmte Personengruppen (mal die Juden, dann die Ausländer, mal die Nazi, mal die Nicht-Nazi, mal der Klerus, mal die Katholen, mal die Ungeborenen, mal die Deutschen, dann die Russen, die Schwarzen, die Roten usw. – die Liste geht endlos) zu Menschen degradiert, denen man das Mensch-Sein abspricht. In der Konsequenz werden diese Menschen rücksichtslos verfolgt, gemordet.
Im Mittelalter war man sich sehr wohl bewußt, dass es so nicht geht, da eine Religion zur Staatsphilosophie erklärt war, deren eines ihrer 10 Gebote war: du sollst nicht töten.
Natürlich wurde das auch da und dort missachtet (auf einem Kreuzzug gab es mal ein Massaker, ein paar Bischöfe, z.B. einer von Bamberg meinten, man dürfe Frauen als Hexen vernichten, Preussen zettelte ein paar verrückte Kriege an usw.) – es menschelte auch damals. ganz gruselig.
Aber dieses Chaos wurde nie zum System! Ein Kaiser machte z.B. dem Bamberger klar, dass er das nicht darf, und die Päpste in Italien sorgen dafür, dass es dort keine ausufernde Hexenverbrennung gab, man sah klar, dass das böse war.
Dagegen besteht heute in der fast gesamten Welt (ausser eben auf +net ;- ) Konsens, dass Ungeborene Menschen zweiter Klasse sind und umgebracht werden dürfen usw.
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#30   Hesse2   19:09:27 | Freitag, 14. November 2008
möchtegern: jo.
es gibt in díesem Sinne keine „glänzende“ Zeit. Immer ist irgendwas scheisse.
So isses halt.
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#29   möchtegern-kathole   19:05:44 | Freitag, 14. November 2008
Die Neuzeit …
… jedenfalls ist sicher nicht DIE glänzende Zeit. Revolutionen, Massenkriege, Hitler, PolPot, Stalin, Abtreibung sind ein blutiges Pflaster. Die „guten“ Staaten sind auch grausam, wenn sie ohne Not während laufender Friedensverhandlungen 2 Städte nuklear verwüsten, Stellvertreterkriege in der dritten Welt bezahlen und ihre Opferzahlen zig Millionen betragen.
Viel grausamer als im 20ten Jahrhundert geht es kaum noch, mal schaun was das 21te bringt, mit ein paar Kriegen hat es ja schon „gut“ angefangen.
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#28   pneumat   18:55:01 | Freitag, 14. November 2008
Französische Revolution
Darum ist die Französische Revolution, ihr Kampf gegen Gott und Gebote und ihre skrupellose Nützlichkeitsmoral der Zivilisationsbruch der abendländischen Geschichte.
Schon für diese klaren Worte sollte man dem kreutz.net dankbar sein.
Dennoch mussten die moralisch heruntergekommenen Adel und die Monarchen mit Göttlicher Strafe rechnen.
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#27   Hesse2   18:23:05 | Freitag, 14. November 2008
Benedikt: Ja – wenn
jemand kommt und das Mittelalter als DIE glänzende Zeit schlechthin verklären will, dann schon.
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#26   Benedikt   18:20:19 | Freitag, 14. November 2008
@ Hesse
Ich sagte ja: Das Mittelalter hat, wie jede ander Zeit auch, eine glänzende Seite und eine „finstere“.
Eine Bewertung, die auf alle zutrifft, ist die eigentlich noch sinnvoll ;-).
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#25   Hesse2   18:18:04 | Freitag, 14. November 2008
Benedikt: Jo.
Ich sagte ja: Das Mittelalter hat, wie jede ander Zeit auch, eine glänzende Seite und eine „finstere“.
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#24   Benedikt   18:15:01 | Freitag, 14. November 2008
@ Hesse
Das Mittelalter kann sehr wohl als eine Blütezeit angesehen werden. Viele Klischees über das „finstere Mittelalter“ lassen sich nicht aufrechterhalten oder sind in Wirklichkeit späteren Epochen zuzuschreiben. Im Mittelalter wurden die Wurzeln für den Aufschwung Europas von einer Ruinen- (ex. Imperium Romanum) und Waldsiedlung (alles andere) zu einer Hochkultur geschaffen. Der Vorwurf, man sei damals aber nicht so weit gewesen wie 1800 ist einigermaßen absurd. Ohne Mittelalter gäbe es den technischen Standard von 1800 gar nicht. In seiner Entwicklung hat der Mensch immer auf früheres Wissen zurückgegriffen und darauf aufgebaut. Ging viel Wissen verloren, wie etwa während der Völkerwanderungszeit, dann bedeutete das eine entsprechende Katastrophe, weil man sich dann nur noch auf die spärlichen Reste der Überlieferung stützen konnte. Insofern ist das Mittelalter eine conditio sine qua non für 1800.
Sie zB betrachten in Ihrem Beitrag den Landschaftsbau etwas abschätzig. Es war aber das Mittelalter, das die Dreifelderwirtschaft hervorgebracht hat. Die Dreifelderwirtschaft bedeutete eine ernorme Stärkung der körperlichen Widerstandsfähigkeit des Menschen. Ohne solche Fortentwicklungen (die natürlich immer weiter gingen) hätte der Mensch später gar keine Industrialisierung ausgehalten.
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#23   Hesse2   18:04:13 | Freitag, 14. November 2008
noch ein LO: Einfache Frage, die jedoch
nichts mit dem Thema zu tun hat.
Aber gut, wenn dir dabei einer abgeht… Abitur in der Abendschule.
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#22   noch ein Landorganist   18:01:24 | Freitag, 14. November 2008
Test nicht bestanden
So wie Sie schreiben, sind Argumente sowieso vergebliche Liebesmüh’. Da sollen doch lieber die anderen mit Ihnen weiterspielen, wenn Sie nicht mal eine einfache Frage beantworten können.
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#21   Hesse2   17:54:32 | Freitag, 14. November 2008
noch ein Landorganist
Also… „genossen“ ist das falsche Wort… :-D
Wenn du was auszusetzen hast, dann tu das. Mit Argumenten. Wenn du kannst. Ansonsten würd ich vorschlagen: Klappe halten.
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#20   noch ein Landorganist   17:47:12 | Freitag, 14. November 2008
Hesse2
Welche Schulbildung haben Sie eigentlich genossen???
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#19   Beatus Theophilus_89   17:41:21 | Freitag, 14. November 2008
Vive’ la France – oder auch: der große erlogene Flop!
Die Tricolore, eine Fahne die mit Blut geschrieben, gesungen und gefeiert wurde!
Gelacht und Getanzt wurde auf den Köpfen zahlloser Kleriker, Richter und gerechten Fürsten und Grafen! :-(
Wie abscheulich Frankreich in dieser Farce doch ist!
Doch nun rächt sich dieses Schicksal, das nichtvertrauen in Gott und die Klerika! Frankreich hat Probleme mit Immigranten und mit seiner eigenen verzogenen Jungenschaft!
Die Hexenvernichtung und Inquisition ist eine Erfindung der Franzosen, bestimmt aus Rache, weil die Kirche schon immer recht hatte!
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#18   Hesse2   17:11:19 | Freitag, 14. November 2008
Ach Seefeld – auch das Mittelalter hat, wie alles
zwei Seiten. Und eine davon ist „finster“.
Ob Baukunst, Malkunst, Bildhauerei, Musik,
Ja, war alles ganz gut. Leider halt nur für so 5-10% der Bevölkerung, namentlich den Adel und den Klerus – und je nach genauer Zeit, einige wohlhabendere Bürger. Das Volk, das bis zum Ende des Mittelalters hauptsächlich aus Bauern bestand, die meistens auch noch Sklaven waren (Begrifflich: „Leibeigene“, was nix anneres ist), hatte nicht wirklich viel davon.
Philosophie
Naaaaaja – ok, man hat ne ganze Menge alter Schriften wiederentdeckt und übersetzt. Und sich natürlich auch seine eigenen Gedanken drüber gemacht.
Wissenschaft
Naaaaja… klar – im Hochmittelalter wurden schon eine Menge Sachen technologisch weiterentwickelt, aber ist kein Vergleich mit der Zeit seit – sagen wir – 1800 oder so.
Kulturlandschaftsbau
Also ob das jetzt als „gute Leistung“ eingestuft werden sollte, ist die Frage. Die Leute brauchten einfach, auf grund ihrer rasanten Vermehrung, Holz und Futter – und da kam der „Kulturlandschaftsbau“ halt so mit. Ist im grunde nix anderes, wie das was im Moment im Regenwald passiert: Flächen werden gerodet um Kühe „anzubauen“.
Es war die frühe Neuzeit, in der Aberglaube und Hexenwahn am schlimmsten wüteten.
DEM kann ich hingegen voll und ganz zustimmen.
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#17   Seefeldt   16:27:10 | Freitag, 14. November 2008
Sternstunde der Menschheit – das Mittelalter
Wer das Mittelalter als „finster“ verleumdet, verrät damit nur seine Ahnungslosigkeit.
Das (hohe) Mittelalter war in Sachen Kultur eine Blütezeit der (europäischen) Menschheit.
Ob Baukunst, Malkunst, Bildhauerei, Musik, Philosophie, Wissenschaft und auch Kulturlandschaftsbau – das hohe Mittelalter brachte überall Segen für die Menschheit.
Es war die frühe Neuzeit, in der Aberglaube und Hexenwahn am schlimmsten wüteten.
*
Zur Guillotine:
Tatsächlich ist die Hinrichtung durch die Guillotine ein sehr schnelles und auch zuverlässiges Hinrichtungsverfahren.
Die Hinrichtung durch das Schwert geschieht im Film immer mit einem einzigen Schlag – wenn Henker oder Schwert nichts taugten, mußte das Schwert allerdings öfters eingesetzt werden, was in eine üble Hackerei ausarten konnte.
Die Hinrichtung durch das Gewehr war nicht sehr zuverlässig – manchmal schossen die Schützen schlecht, wie z.B. bei der Hinrichtung Andreas Hofers.
Mit der Giftspritze – genauer den Giftspritzen ist das auch so eine Sache, mit dem elektrischen Stuhl sowieso: da dauerte die Hinrichtung auch mal eine zweistellige Minutenzahl.
Der Galgen kann auch schnell töten – aber wehe, wenn er nicht sofort das Genick bricht.
Der Arzt Guillotin war durchaus von humanen Gedanken bewegt, als er sein Instrument zur möglichst schmerzlosen Hinrichtung entwickelte.
Aber: Die dadurch erheblich erleichterte Hinrichtung erwies sich als Hinrichtungsenthemmer, man neigte also angesichts der erleichterten Hinrichtungen zu mehr.
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#16   Hesse2   16:01:44 | Freitag, 14. November 2008
HBR: Jo, so mags sein – hab da wenig Erfahrung mit…
Auch im Vergleich zu Erschießung, Galgen, Stuhl oder Giftspritze braucht sich die Guilliotine nicht zu verstecken.
Kann da nicht auf Erfahrungen zurückblicken. Du? :-O
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#15   HBR   15:58:31 | Freitag, 14. November 2008
@Hesse2
Menschen „human“ hinzurichten – und auch wenn uns das heute paradox erscheint, es war verglichen mit den vorherigen Hinrichtungsmethoden die das Ancient Regime praktiziert hat, wirklich human.
Nicht nur im Vergleich zu den alten Hinrichtungsmethoden war sie relativ human. Auch im Vergleich zu Erschießung, Galgen, Stuhl oder Giftspritze braucht sich die Guilliotine nicht zu verstecken. So paradox und seltsam es klingen mag.
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#14   Confiteor   15:51:34 | Freitag, 14. November 2008
Roma locuta
Trotz Ihrer höheren ist Ihre Reaktion doch ehrer als banal einzustufen… :-D :-D :-D Lassen wir es besser, damit Sie höhere Ziel nicht noch mehr verunsichern…
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#13   Roma locuta   15:42:35 | Freitag, 14. November 2008
@Confiteor
nun ja, ehrlich gesagt habe ich etwas höhere Ziele als Blumentöpfe. Aber wenn Sie sich mit Blumentöpfen zufrieden geben – bitte schön.
Nur eins bitte: Nicht jeder, der Ihnen Unrichtigkeiten nachweist, ist gleich ein Sauertopf. Alles etwas topflastig bei Ihnen.
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#12   Confiteor   15:36:48 | Freitag, 14. November 2008
Roma locuta
Wenn Sie das so sehen, na bitte. Ich wünsche viel Vergnügen, falls Sie das dabei empfinden können. Ich denke es ich saertöpfische Denke, mit der Sie keinen Blumentopf gewinnen können… :-( :-( :-(
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#11   Roma locuta   15:34:42 | Freitag, 14. November 2008
@confiteor
Sie liegen schon wieder falsch: Die Protestanten sprechen nicht das gleiche Glaubensbkenntnis wie die Kirche. Sie haben vielmehr „katholische“ durch „christliche“ ersetzt. Damit bringen sie bewusst eine andere Ekklesiologie zum Ausdruck und haben sich von der Lehre der Kirche und damit aus der Gemeinschaft der Kirche verabschiedet.
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#10   Hesse2   15:28:12 | Freitag, 14. November 2008
Yepp, HBR – nämlich
Menschen „human“ hinzurichten – und auch wenn uns das heute paradox erscheint, es war verglichen mit den vorherigen Hinrichtungsmethoden die das Ancient Regime praktiziert hat, wirklich human.
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#9   HBR   15:12:40 | Freitag, 14. November 2008
Dr. Guillotin
Yepp die Guilliotine hat zuverlässig getan, wofür sie gebaut war ;-)
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#8   Dr. Guillotin   15:07:45 | Freitag, 14. November 2008
Die Guillotine
war damals noch sehr wichtig.
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#7   Confiteor   15:06:15 | Freitag, 14. November 2008
-HBR-
nachdem die Protestanten das gleiche Credo sprechen wie die Katholiken, spreche ich von der Kirche als die Gemeinschaft der christlich Getauften… Das wird mir niemand verbieten können…!
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#6   JMX   15:00:46 | Freitag, 14. November 2008
Hier wird mal wieder
die Aufklärung mit der französischen Revolution in einen Topf geworfen, mit ein bißchen Stalin und Hitler gewürzt – Abtreibung nicht vergessen, et voila. Der Lieblingsgeschichtsbrei der Gottesser. :-S
Nur – mit Geschichte hat das wenig zu tun, eher mit Propaganda.
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#5   HBR   14:45:03 | Freitag, 14. November 2008
@confitior
Die Kirche hatte zuvor die Blut- und Feuergerichte der Inqusition begeistert zelebriert.
Nicht nur die Kirche, sondern eigentlich alle Kirchen (auch die Protestanten heizten mit Hexen)
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#4   Roma locuta   14:37:38 | Freitag, 14. November 2008
Dem Artikel …
… ist insofern zu wiedersprechen, als die französische Revukltion leider nicht DER Zivilsationsbruch war, sondern nur EINER – im Grunde fing das Elend schon am 31.10.1517 an und setzte sich u.a. mit Heinrich VIII., dem 30jährigen Krieg, später u.a. auch mit der amerikanischen Revolution fort. Immer ging es AUCH um die „Emanzipation“ der Menschen von der Kirche, also in Wahrheit um den Glaubensabfall. Die antichristliche Polemik von „Confiteor“ passt gut in unsere Zeit; Confiteor ist offenbar ein Jünger des Zeitgeistes und hätte als solcher bestimmt mit großer Lust in der Zeit nach 1789 in Frankreich fleißig mitgeköpft…
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#3   Confiteor   14:17:01 | Freitag, 14. November 2008
Die neue Epoche nach der Revolution
Trotz all ihrer verachtenswürdigen Grausamkeit hat die Französische Revolution die europäische Gesellschaft endgültig von den diversen Finsternissen des Mittelalters befreit.
Ohne die Errungenschaften der Französischen Revolution würde noch ziemlich düster in Europa aussehen und den Kirchen insgesamt um vieles schlechter gehen, wenn es sie dann überhaupt noch gäbe, ohne die Revolution.
Die Französische Revolution hat eine neue Epoche des Denkens eingeleitet, die Menschenrechte formuliert, durch sie hat sich auf der Basis von Montesquieu die Gewaltenteilung im Staat durchgesetzt. Darauf kann heute keine rechtsstaatliche Organisation mehr verzichten.
Es ist mehr als schnöde, sondern verquasst und ignorant, sich jetzt als Richter über barbarische Geschehnisse während der Französischen Revolution post mortem aufzuspieln.
Die Kirche hatte zuvor die Blut- und Feuergerichte der Inqusition begeistert zelebriert.
Allons Enfant de la Patrie…!!!
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#2   HBR   14:15:07 | Freitag, 14. November 2008
Der Schreiberling dieses Artikels unterschlägt etwas
In Wahrheit wurde das festungsähnliche Gefängnis nie erstürmt. Der Kommandant übergab es mit Zustimmung der Besatzung kampflos einer bewaffneten Delegation der Stadtregierung.
Es ist grundsätzlich richtig, dass der Kommandant kapitulierte. Aber dies geschah nicht kampflos. Einige Stunden zuvor feuerten Soldaten aus der Bastille heraus in die Volksmenge. Diese Aktion forderte viele Tote, so dass es durchaus erklärlich ist, dass sich dann auf den Kommandanten der Volkszorn ergoss
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#1   Compassion   14:10:31 | Freitag, 14. November 2008
Da gab es
aber noch mehr Zivilisationsbrüche…
Muß jetzt mal überlegen wie zivilisiert diese Seite hier ist…
:-[ o.O :-S :-#
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