Protestantismus
Tiefe geistliche Verunsicherung
Er plädierte dafür, den Mut aufzubringen, von der „Wahrheit Gottes“ zu reden und sich nicht auf den Austausch verschiedener theologischer Meinungen zu beschränken.
Der frühere Lübecker Landesbischof Ulrich Wilckens
Der frühere Lübecker Landesbischof Ulrich Wilckens
© bischof-wilckens.de
(kreuz.net) In der evangelischen Gemeinschaft macht sich eine „tiefe geistliche Verunsicherung“ breit.

Das erklärte Ulrich Wilckens (80) bei einer Tagung der Paul-Schütz-Gesellschaft am 25. Oktober in Bensheim bei Darmstadt nach Angaben der protestantischen Nachrichtenaggentur ‘idea’.

Wilkens ist ein bekannter Neutestamentler. Er war zuletzt evangelischer Landesbischof von Lübeck.

Die 1993 gegründete, nach dem Theologen Paul Schütz († 1985) benannte Gesellschaft mit Sitz in Heidelberg will christliche Orientierung in Theologie, Gesellschaft, Wissenschaft und Kultur fördern.

Das Christentum sieht sich heute – so Wilkens – einer Welle der Kritik ausgesetzt, die sich gegen zentrale Inhalte des Glaubens – etwa den Sinn des Kreuzestodes Jesu – richte.

Viele empfänden Abscheu vor der Vorstellung eines Gottes, der zur Versöhnung den Tod seines Sohnes brauche.

Selbst Kirchenleitungen, die geistliche Lehre verbreiten wollen, würden in diesen Sog geraten.

Deshalb ist nach Auffassung des Lübecker Altbischofs Ulrich Wilckens eine Reformation heute „nötiger“ als im 16. Jahrhundert.

Wilkens möchte im kommenden Jahr eine Vortragsreihe zu theologischen Grundfragen halten.

Wie damals sei es – so Wilkens – heute höchste Zeit, die elementaren Lehren des Christentums zu verkünden.

Wilckens betonte auch, daß der sogenannte historische Jesus und Gottes Sohn eins sind.

Er plädierte dafür, den Mut aufzubringen, von der „Wahrheit Gottes“ zu reden und sich nicht auf den Austausch verschiedener theologischer Meinungen zu beschränken.

In den Kirchen sei eine tiefgreifende Erneuerung nötig.
      
14 Lesermeinungen
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#14   Franz Kappes   07:09:04 | Montag, 17. November 2008
@Vineta
Danke für diesen Beitrag. Bitte nicht G-tt auf den Tröster verkleinern. Wie war das noch mit dem parakletos in der Bibel?
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#13   Biene Maja   00:44:45 | Montag, 17. November 2008
Vineta
da stimm ich Ihnen zu bin 60 Jahre alt habe schon vieles
durch gemacht das was Sie geschrieben haben ist tröstlich
Tot und Auferstehung des Herren das Totesleiden des
Herren an sich selber tragen das ist Gnade und ER nimmt
uns mit in seine Auferstehung das hab ich schon oft erlebt
in dem Sinne eine Gute Nacht.
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#12   Vineta   00:25:44 | Montag, 17. November 2008
Für Menschwerdung und Kreuzestod gibt es auch diese Erklärung!
Viele empfänden Abscheu vor der Vorstellung eines Gottes, der zur Versöhnung den Tod seines Sohnes brauche.
Damit wir in diesem Jammertal im Leiden nicht verzagen und verzweifeln, kam der seine Schöpfung liebende Gott auf die Welt und hat auch großes Leid ertragen. Alles vorwufsvolle Klagen über unsere kurzfristiges, im Grunde elendes und uns oft sinnlos erscheinendes irdisches Existieren hat damit seine Berechtigung verloren. Im Leiden Christi finden wir Trost, und es macht uns Mut, in seinem Sinne das Leben zu gestalten.
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#11   Franz Kappes   19:08:40 | Sonntag, 16. November 2008
@Biene und Schlämmer
Vater und Sohn sind eins.
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#10   Biene Maja   18:54:33 | Sonntag, 16. November 2008
Franz Kappes
schreibe ich nicht viel Wahrheit? Die Wahrheit ist weil
wir Gott nicht mehr lieben und in vielen Dingen verraten
weil wir nicht treu sein können das schmerzt Jesus.
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#9   Dr. Schlämmer   18:47:04 | Sonntag, 16. November 2008
@ Biene Maja
Er konnte uns nicht anders retten …
Das mag für Jesus zutreffen, nicht aber für Gott Vater.
Seine Möglichkeiten, die Menschen zu retten, sind potentiell unendlich.
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#8   Franz Kappes   18:39:46 | Sonntag, 16. November 2008
@Biene Maja
Natürlich sollen wir uns an die Gebote halten. Das versteht sich ja von selbst.
Aber darum geht es in diesem Artikel doch nicht.
Wir müssen von der „Wahrheit Gottes“ reden. Hast Du heute das Tagesevangelium nicht verfolgt, Du kleiner Egoist?
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#7   Biene Maja   18:26:39 | Sonntag, 16. November 2008
Dr. Schlämmer
Jesus ist in den Tot gegangen das war der höchste
Liebesbeweis an uns Menschen weil wir sowenig glauben
und sündig sind wir leben in einer Endzeit Er konnte uns nicht anders retten haltet Euch an Jesus und seine Gebote
anders geht es nicht.
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#6   Amanda   18:22:01 | Sonntag, 16. November 2008
Und ohne Karfreitag
kein Ostern! o^/
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#5   Franz Kappes   18:19:35 | Sonntag, 16. November 2008
Theodizee aus protestantisch
Viele empfänden Abscheu vor der Vorstellung eines Gottes, der zur Versöhnung den Tod seines Sohnes brauche.
Ohne Tod keine Auferstehung.
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#4   Dr. Schlämmer   17:59:25 | Sonntag, 16. November 2008
Ein Geschenk ist kein „Muss“
Viele empfänden Abscheu vor der Vorstellung eines Gottes, der zur Versöhnung den Tod seines Sohnes brauche.
Gott Vater braucht und brauchte zur Versöhnung mit den Menschen nicht das Opfer seines Sohnes. Es war ein Geschenk (und solche gibt man bekanntlich immer freiwillig), das uns daran erinnern soll, dass wir aus eigener Kraft nicht gerecht werden können vor Gott. Zugleich bewirkt dieses Geschenk, für was es steht, nämlich die Versöhnung mit Gott. Es ist ein wirkliches kostbares, aber wirksames Geschenk, wirksam aus dem Glauben …
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#3   pneumat   17:51:11 | Sonntag, 16. November 2008
Tiefe geistliche Verunsicherung
In der evangelischen Gemeinschaft macht sich eine „tiefe geistliche Verunsicherung“ breit.
Hat sich jemand Gedanken gemacht, dass die menschliche Verkörperung Gottes auf der Erde einen kosmischen Kulminationspunkt darstellt?
Es wäre interessant zu versuchen mit dem goldenen Schnitt-Verfahren das zweite Ankommen Christi von diesem Punkt zu errechnen. Auf die Nachricht, Herodes suche auch Jesus zu ermorden, erwidert Christus mit einem hermetischen Satz:
Luk 13:32 Und er sprach zu ihnen: Gehet hin und saget diesem Fuchs: Siehe, ich treibe Teufel aus und mache gesund heut und morgen, und am dritten Tage werde ich ein Ende nehmen.
Im Griechisch nicht nehmen sondern Ende machen. Das ist wichtig. Welche merkwürdigen drei Tage meint Christus? Er spricht wie gewöhnlich als ewiger Gott außerhalb der Zeit und gleichzeitig als Menschensohn auf mehreren Zeitebenen. Erstens sind das drei Tage im Grabe (Jonas-Zeichen). Er spricht aber auch über drei Tage seines Wirkens. Diese drei Tage meinen drei Jahre seines öffentlichen Dienst. Gibt es noch eine Ebene? Ja, sie gibt. Den Schlüßel zur ihr gibt uns Apostel Petrus:
2Pe 3:8 Eins aber sei euch unverhalten, ihr Lieben, daß ein Tag vor dem HERRN ist wie tausend Jahre, und tausend Jahre wie ein Tag.
Also, im dritten Jahrtausend wird Christus das Ende machen?
Das spüren sogar die geistlosen Häretiker.
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#2   noch ein Landorganist   17:36:21 | Sonntag, 16. November 2008
„es reicht nicht für ein klares Bild“
Sedisvakantisten – Lefebvre-Fans – Piusleute – Katholiban
aaah … das ist doch schon ein wenig differenzierte. Man steigert sich. Bravo, weiter so! :-D
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#1   Confiteor   17:30:22 | Sonntag, 16. November 2008
Da kann die katholische Kirche
aus tiefstem Herzensgrunde froh sein, dass sie ihre lieben Sedisvakantisten hat, die sich an ihr orientierenden Lefebrve-Fans und Piusleute und die stets kampfbereiten Katholiban…
Vor allem kann sie ganz von hooch oben auf die angeblich so verwirrte Lutherische Kirche herabblicken und dem lieben Herrgott danken, dass sie ganz andere schlimmen Macken hat… :-D :-(
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