Priester hält sich an den Papst – Kardinal fällt ihm in den Rücken
Ein portugiesischer Franziskaner hat einigen Vertretern des öffentlichen Lebens, die sich für katholisch halten und gleichzeitig die Kinderabtreibung und andere Angriffe gegen das menschliche Leben öffentlich gutheißen, die heilige Kommunion verweigert. Doch sein Kardinal hat dafür kein Musikgehör.
(kreuz.net, Lissabon) Der Franziskanerpater Nuno Serras, der einigen Abtreibungsbefürwortern die heilige
Kommunion vorenthielt, wurde augenblicklich von der portugiesischen Presse verrissen. Darauf schrieb er
einen Leserbrief, der in einer Lissabonner Tageszeitung veröffentlicht wurde. Darin legte der Franziskaner
dar, daß seine Vorgangsweise dem Lehramt der Kirche und dem Kanonischen Recht entspreche.
Doch nicht
nur die Presse stürzte sich auf den Priester, sondern auch seine Mitbrüder, allen voran der als sehr
liberal geltende Patriarch und Erzbischof von Lissabon, Jose Kardinal Policarpo. Während sich die restlichen
Bischöfe ins Gold des Schweigens hüllten, meinte der portugiesische Kirchenfürst, daß die Stellungnahme
von Pater Serras nicht „sehr klug“ gewesen sei. Es sei auch „pastoral nicht besonders angebracht“ gewesen,
daß er seine Ansichten über die Zeitung verbreitet habe.
Daraufhin bemühte der vom Kardinal angegriffene
Franziskanerpater die Medien ein zweites Mal, indem er sich in einem Leserbrief für die Kommentare von
Kardinal Policarpo bedankte.
Pater Serras wies darauf hin, daß es seine Pflicht sei auf die Worte des
Kardinals zu hören, sie zu meditieren und in die Praxis umzusetzen, sofern der Herr Kardinal die Absicht
gehabt habe, in Gemeinschaft mit dem Heiligen Vater und kraft seines Amtes eine moralische oder dogmatische
Aussage zu tätigen. Sollte es aber nur seine Absicht gewesen sein, ein praktisches Urteil abzugeben oder
eine Meinung zu äußern, dann sei jeder Katholik frei zuzustimmen oder nicht.
Was hier auf dem Spiel
stehe, sei die objektive Verantwortung des Gesetzgebers und anderer Politiker, Forscher, Doktoren, Meinungsmacher,
Journalisten, Hirten und weiterer Personen, die sich als katholisch ausgeben, daß sie nicht weiterhin
die Lehre der Kirche in so entscheidenden Fragen wie dem Gebot ‘Du sollst den Unschuldigen und den Gerechten
nicht töten’ öffentlich widersprächen, schreibt Pater Serras in seiner Stellungnahme.
Neben dem Kardinal
stürzte sich auch der in Portugal wohlbekannte Protestpriester Anselmo Borges auf den Franziskaner. Wenn
die künstliche Empfängnisverhütung eine schwere Sünde sei, dann wären 80% der Frauen gegenwärtig
in schwerer Sünde.
Auch der Provinzial der Franziskaner, Pater Isidro Lamelas, distanzierte sich von
seinem Untergebenen. Dieser habe nur seine Privatmeinungen zum Besten gegeben. Er unterstütze zwar die
Sache des Lebens, bevorzuge aber „Liebe anstelle des Gesetzes, Barmherzigkeit anstelle von Moral und Kommunion
anstelle von Exkommunikation“.
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3 Lesermeinungen
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Was gibt es sonst noch über Jose Cardinal Policarpo, Erzbischof von Lissabon zu sagen? 1. Dass er sowohl
den Rektor von Fatima, Msgr. Guerra, als auch den Bischof von Leiria-Fatima, bei deren Entweihungen des
Heiligtums von Fatima deckt; 2. dass er sich an dem Happening namens „Stadtmission“ beteiligt, für welches
vor allem S. Em. Cardinal Christoph Graf Schönborn verantwortlich zeichnet (außerdem waren bzw. sind
auch der Cardinal von Paris, Alterzbischof Jean Marie Lustiger, und der Cardinal von Brüssel, Godfrid
Daneels) beteiligt. Um Glauben und Lehre geht es da kaum noch, sondern um mediale Präsenz und Selbstdarstellung.
3. Was Cardinal Schönborn sein gotteslästerliches Musical „Ave Eva oder der Fall Maria“ bei der Wallfahrt
der Völker im Rahmen des Europäischen Katholikentages in Mariazell im Mai 2004, das ist Cardinal Policarpio
die Entweihung des Marienheiligtums von Fatima ebenfalls im Marienmonat Mai 2004. 4. Die erwähnten Cardinäle
zählen zu der Sorte von „Brüdern ohne Schurz“, die brav den Auftrag der Loge erfüllen. Auf dass sie
mit einem Orden von B’nai B’rith belohnt werden…
#1 Athanasius 20:28:41 | Donnerstag, 10. März 2005
Typisch. Die linken die von Barmherzigkeit sprechen üben sie nicht. Lobet den Herren für solch einen
Pater. Portugal ist noch nicht tot. Danke Kreuz.net für ne kritische Stimme. Kreuz.net lässt sowohl
Konservative „Papst-Treue“ als Traditionalistische „Anti-Ökumenistische, Papst akzeptierende“ Katholiken
ans Wort. Lobenswert. Vergilt’s Gott.