11:27:15 | Sonntag, 16. November 2008
Während sich die Kirche in Gottlosigkeiten verzettelt, werden ihre Gebäude von Gruppierungen übernommen, die irgendwelche diffuse Spiritualitäten pflegen.

Das Missionshaus Sankt Kilian in Lebenhan
© Pressefotos Bistum Würzburg(kreuz.net) Die Deutsche Ordensprovinz der Missionare von der Heiligen Familie hat am 11. November 2008
das Missionshaus Sankt Kilian verkauft.
Das Gebäude befindet sich in Lebenhan – einem Ortsteil der Stadt
Bad Neustadt an der Saale im unterfränkischen Landkreises Rhön-Grabfeld, etwa 62 Kilometer nordöstlich
von Würzburg.
Ab dem 1. Dezember wird eine gemeinnützige Stiftung mit dem phantasievollen Namen „Weltkulturerbe
der Weisheitslehren“ das ehemalige Missionshaus nutzen.
Zweck der Stiftung ist die Durchführung und
Förderung von „interdisziplinärer Forschung auf den Gebieten der Philosophie, Psychologie, Theologie,
der Naturwissenschaften und der Medizin.“
Die relativ undurchschaubare Stiftung scheint mit dem Budapester
Systemtheoretiker Ervin László (76) und dem von ihm gegründeten „Club of Budapest“ in Zusammenhang
zu stehen. Dieser vertritt eine synkretistische Weltanschauung und möchte eine „globale Bewußtseinsbildung“
fördern und leugnet die Unsterblichkeit der Seele sowie das Leben nach dem Tod.

Gartenansicht der Klosteranlage in Lebenhan
© Pressefotos Bistum WürzburgEhrenmitglieder des
Clubs sind zum Beispiel der Dalai Lama, der ehemalige tschechische Präsident Vaclav Havel, der heterodoxe
Theologe Hans Küng oder der südafrikanische Anglikanerbischof Desmond Tutu.
Fast drei Jahre lang hat
die Ordensprovinz der Missionare von der Heiligen Familie über eine Maklerfirma nach einem Käufer für
das Anwesen gesucht.
Jetzt steht die Profanierung der Klosterkirche an, die nach Angaben der Webseite
der Diözese Würzburg künftig „anders genutzt“ wird.
Bischof Friedhelm Hofmann von Würzburg hat die
Profanierung bereits genehmigt.
In seinem Auftrag zelebriert Generalvikar Karl Hillenbrand am Christkönigssonntag,
dem 23. November, um 16.00 Uhr in der Klosterkirche die letzte Heilige Messe.
Am Schluß der Messe wird
das Profanierungsdekret des Bischofs verlesen.
Die ansäßigen Ordensmänner ziehen danach an unterschiedliche
Orte um.
Die Anlage war ursprünglich im Jahr 1246 für die Verwalter des Bischöflichen Salzforstes
errichtet worden.
Daraus entstand schließlich ein Herrensitz, den die Missionare von der Heiligen Familie
im Jahr 1919 kauften, um dort ein Missionshaus zu errichten.
Aus dem stattlichen Bau wurde eine Missionsschule
mit Internat, die bis 1978 viele Priester und Missionare hervorbrachte. 1978 wurde die Schule aufgegeben.
In jüngster Zeit war das Kloster Lebenhan der Mittelpunkt für die Patres, die in verschiedenen umliegenden
Orten die Seelsorge ausüben. Zudem hatten einige alte Ordensbrüder in Sankt Kilian ihr Zuhause.
In
den ehemaligen Schulräumen hielten die Diözese Würzburg und verschiedene Gruppen religiöse Treffen
und Tagungen ab.
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#7
Galatea 20:24:13 | Sonntag, 16. November 2008
#6
Copertino 20:14:05 | Sonntag, 16. November 2008
#5
Confiteor 16:24:27 | Sonntag, 16. November 2008
#4
ratzeputz † 15:12:59 | Sonntag, 16. November 2008
#3
Franz Kappes 13:49:29 | Sonntag, 16. November 2008
#2
HeinrichvonOfterdingen 13:21:48 | Sonntag, 16. November 2008
#1
Confiteor 12:19:07 | Sonntag, 16. November 2008