Man hätte es nicht für möglich gehalten – aber Ende Oktober wurde das Unvorstellbare wahr. Von Dr. med. Wolfgang B. Lindemann.
Der Papst begrüßt den gelähmten, hochbegabten, aber evolutionistischen Physiker Stephen Hawking
(kreuz.net) Vom 31. Oktober bis 4. November veranstaltete die ‘Päpstliche Akademie der Wissenschaften’
ihre jährliche Plenarsitzung. Dabei ging es um eine Apologie der Evolutions-Ideologe.
Die 26 Vorträge
der Tagung der ‘Päpstliche Akademie der Wissenschaften’ vor 47 ihrer Mitglieder – davon drei Kardinäle
und vier Frauen – behandelten entweder für das Thema irrelevante Beiträge, oder die Variation innerhalb
bereits vorhandener Arten oder Gruppen von Arten wie die Pferdeartigen – Pferd, Esel, Zebra –, die in
der Schöpfungsforschung als „Grundtyp“ bezeichnet werden.
Der evangelikale US-Genetiker Francis S. Collins
(58) behauptete, daß der heutige Mensch vor 100.000 Jahren aus einer Grundpopulation von 10.000 Individuen
in Ostafrika entstanden sei.
Dagegen ergeben sehr sichere Schätzungen eine Weltbevölkerung von fünf
bis zehn Millionen Menschen am Ende der Altsteinzeit vor etwa 10.000 Jahren.
Doch im Anbetracht der Fruchtbarkeit
von heute noch unter Steinzeitbedingungen lebenden Völkern würde eine Ausgangspopulation von nur hundert
Menschen diese Zahl innerhalb von nur 500 Jahren erreicht haben.
Der französische Neurowissenschaftler
Stanislas Dehaene (43) beschrieb wie der italo-amerikanische Populationsgenetiker Luigi Luca Cavalli-Sforza
(86) die Entwicklung der Sprachfähigkeit beim heranwachsenden Menschen.
Beide sagten aber nicht, daß
eine mögliche Ursprache der Menschheit völlig im Dunkeln ist und daß alle bekannten 6000 bis 8000 existierenden
Sprachen mit der Zeit ständig an grammatischer Komplexität verlieren.
Der Schweizer Chemiker Albert
Eschenmoser (83) gab immerhin zu, daß die angebliche Selbstentstehung der ersten lebenden Zelle durch
chemische Reaktionen bis heute völlig ungeklärt ist. Er schilderte aber dann so viele – nur winzige
Aspekte erfassende – Forschungsansätze, daß der gegenteilige Eindruck hängenblieb.
Der französische
Theologe und Philosoph, Pater Jean-Michel Maldamé OP (69) beklagte, daß Evolutionskritiker sich weigerten,
die angeblich „konstruktive Rolle des Zufalls“ in der Evolution anzuerkennen.
Der Vortrag des deutschen
Pflanzenwissenschaftlers Ingo Potrykus (74) zum Thema „Pflanzenzucht als ein Beispiel von gerichteter
Evolution“ bewegte sich ganz im Bereich mikroevolutionärer Variationen wie sie auch Prof. Giertych beschreibt,
die mit einer echten Evolution nichts zutun haben.
Potrykus’ Unterstellung, wonach Evolutionskritiker
eine Gefahr für die Sicherstellung der Ernährung der Menschheit wären, war folglich nicht mehr als
eine Verleumdung.
Richtig zur Sache ging dann die US-Biochemikerin Maxine F. Singer (77). Sie fiel über
die Feindbilder „Keationismus“ und „Intelligent Design“ her.
Beide seien „Zerstörer der Wissenschaft“.
Die dort vorgebrachten wenigen Beispiele einer irrreduzibler Komplexität seien angeblich wissenschaftlich
längst erklärt.
Allerdings trafen Frau Singers Beispiele – etwa der Darwin-Finken – das Problem in
keiner Weise.
Ein Trostpreis: Das atheistisch- evolutionistische Topjournal ‘Science’ war mit dem Tagungsergebnis
auch nicht zufrieden: Dank Intervention des Erzbischofs von Wien, Christoph Kardinal Schönborn, gab die
‘Päpstliche Akademie der Wissenschaften’ kein klares Bekenntnis zur Evolution ab. ‘Science’ unterstellte
ihm und Papst Benedikt XVI., die Evolutionstheorie zu bekämpfen.
Eine Darstellung der Argument für
und gegen die Evolutionsideologie findet sich auf der Webseite der Studiengemeinschaft Theologie und Biologie,
der deutschsprachigen Tochterorganisation des Kolbe-Centers.
Email-Adressen der Empfänger
73 Lesermeinungen
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
#73 Karl Lukau 05:21:39 | Freitag, 26. August 2011
Diskutieren um des dikutierens willen – Kommissionen um eine politische Entschuldigung zu haben – wozu das alles? Wir sollen geradlinig, recht und redlich sein, also was sollen diese falschen Kommissionen, die sowieso nur dem Geist der Verwirrung dienen?
#72 Hesse2 02:47:57 | Donnerstag, 20. November 2008
Oh, Lebl! Und da ist es schon ein großer Sprung in der menschlichen Erkenntnis, den Glauben an Götter
und Götzen abzulegen und an einen abstrakten, namenlosen und bildlosen „Schöpfer“ zu denken. Da sind
wir ausnahmsweise einer Meinung.
#71 Ultramontanus 02:25:41 | Donnerstag, 20. November 2008
Ok, Leblhuber, war nett :)3 Und tut mir übrigens Leid, wenn ich einmal in der Polemik überzogen haben
sollte, ich erinnere mich da gerade an etwas. Schönen Urlaub!
#69 Ultramontanus 02:19:29 | Donnerstag, 20. November 2008
Leblhuber, das „Nichts“ ist im Grunde genommen ja nur ein Begriff mit der man die Abwesenheit von etwas
bezeichnet. Eigentlich ist das Nichts gar nicht definierbar, würde ich sagen,weil es immer das Wegdenken
von etwas Konkretem voraussetzt. Aber bereits hier stößt, so meine ich, die menschliche Vernunft an
ihre Grenzen. Denn woher soll ich denn wissen, was ist, wenn ich mir alles, was jetzt ist, wegdenke? Dann
müsste ich auch mich selbst wegdenken. Ich komme somit zu dem Ergebnis, dass die Vernunft auf sich selbst
zurückgeworfen ist. Sie ist genau dazu brauchbar, gewisse Gesetzmäßigkeiten in der Natur zu erkennen
oder auch für Staatskunst, Architektur usw. Aber für mehr taugt sie meiner Ansicht nach nicht. Ich sehe
jedenfalls keinen Grund, warum es zulässig oder möglich wäre, mehr zu ergründen. Spekulieren ist natürlich
erlaubt, aber Glaubenssätze würde ich daraus nicht ableiten.
#68 Leblhuber 02:09:26 | Donnerstag, 20. November 2008
@Ultramontanus: Aber für den, der sich nicht damit zufrieden gibt, dass ETWAS aus dem NICHTS wurde und
dass vor dem NICHTS eben auch NICHTS war, der fragt nach dem Sein des „NICHTS“. Und da ist es schon ein
großer Sprung in der menschlichen Erkenntnis, den Glauben an Götter und Götzen abzulegen und an einen
abstrakten, namenlosen und bildlosen „Schöpfer“ zu denken. Dieses Denken hat viele Gesichter und diese
Gesichter wandeln sich mit der menschlichen Entwicklung.
#67 Ultramontanus 01:44:34 | Donnerstag, 20. November 2008
Leblhuber, so verstanden kann ich auch die Bibel lesen, ja. Aber ich kann darausdann keine metaphysischen
Schlussfolgerungen ziehen. Wer das kann, soll es meinentwegen tun. Die Erfahrung lehrt aber, dass sowas
gefährlich werden kann.
#66 Leblhuber 01:40:16 | Donnerstag, 20. November 2008
@Ultramontanus und @Hesse: @Hesse: Danke für die Brücke! So kann ich wenigstens auf Ultramontanus antworten.
Ansonsten bist du mir einfach zu blöööööööööööd! @Ultramontanus: Die rein buchstäbliche Lesart
eines Textes ist fundamentalistisch. Liest du Dramen und Romane auch so? Erschließt sich dir dann der
Sinn des Textes? Kannst du Lyrik so lesen? Einen Text ohne seinen historischen, sozialen und sonstigen
geistesgeschichtlichen Kontext zu lesen, ist Sekundäranalphabetismus. Der Sinn bleibt dir verschlossen.
Lies doch einen dadaistischen Text! Wirfst du ihn auf den Müll?
#65 Hesse2 01:33:04 | Donnerstag, 20. November 2008
Na, Lebel – wenn das so ist … Mir ist es scheißegal, was du glaubst. Frag mich halt dann, warum du
mich dann anpisst… Im Judentum gibt es keine Erbsündenlehre. Fein. Fragt sich halt nur, was das mit
meinem Post zu tun hat. Im Buddhismus gibts das auch nicht. Und? Du bist um keinen Deut besser, als das
rechtsrechte Grüppchen am äußerst rechten Rand der Katholiken. Ja, Lebl, komm! Gib mir Tiernamen! Nenn
mich Antisemiten! Komm, gibs mir!
#64 Leblhuber 01:08:39 | Donnerstag, 20. November 2008
@Hesse2: Du bist hier seit 30.10.08 mit deinen supergescheiten Posts vertreten. Dass du mich da schon
schubladieren willst, ist doch recht vermessen. Oder nicht? Bei deinen Posts, Leblhuber, da schwurbelst
du gerne, ich weiss. Aber drücks doch ma so aus, dass selbst ein theologischer Laie wie ich (und etwa
90% der Menschen „da draussen“) es verstehen kann: Wie willst du die Erbsündenlehre damit vereinbaren,
dass Adam und Eva niemals existiert haben? Warum sollte ich deine eingestandene Unkenntnis zu beheben
versuchen? Bin ich hier etwa extra für dich volksbildnerisch oder missionarisch tätig? Mir ist es scheißegal,
was du glaubst. Aber wenn du hier in eine theologische Diskussion einsteigst, dann tu das bitte erst,
nachdem du dich informiert hast. Du brauchst dazu nicht Bibliotheken zu studieren. Es genügt schon Wikipedia.
Im Judentum gibt es keine Erbsündenlehre. Und in den verschiedenen christlichen Denkschulen gibt es davon
auch verschiedene Deutungen. Du kannst aber auch zu diesem Thema Schopenhauer lesen. Aber informier dich,
bevor du hier den großen, weisen Mann spielst. Du bist um keinen Deut besser, als das rechtsrechte Grüppchen
am äußerst rechten Rand der Katholiken.
#63 Ultramontanus 00:52:13 | Donnerstag, 20. November 2008
Noch einmal genauer, Leblhuber: Was hat es mit „Fundamentalismus“ zu tun,wenn man einen Text so liest,
wie er dasteht und sich weigert daran etwas herumzuinterpretieren? Noch dazu, wenn man ihn zumindest in
einigeTeilen für ein Märchen hält, wenn er auch vielleicht einige reale geschichtliche Ereignisse aufgreift?
Solche Texte dürfte es einige geben. Meine „Wandlung“ kann ich dir gerne erklären, sie setzt sich zusammen
aus: a) gereifter Überzeugung b) persönlichen Gründen (Erkenntnis, dass mein Glaube auch etwas mit
anderen Problemen zu tun hatte). Ich möchte niemand etwas wegnehmen, aber wenn der Ungläubige zur „Umkehr“
aufgefordert wird, muss er ja etwas vorbringen zu seiner Verteidigung.
#61 Leblhuber 00:41:11 | Donnerstag, 20. November 2008
@Ultramontanus: Deine wunderbare Wandlung vom Paulus zum Saulus war mir schon immer suspekt. Dass du aber
auch noch intellektuell etwas zurückgeblieben bist, merke ich erst jetzt. Du kannst auch Rumpelstilzchen
wortwörtlich lesen. Ob du es dann aber verstehst, bezweifle ich. Es hat sprachwissenschaftliche, volkskundliche
und ethische Aussagekraft. Unter Umständen könntest du dich dort wiederfinden, vorausgesetzt, du kennst
dich aus.
#60 Hesse2 00:38:27 | Donnerstag, 20. November 2008
Leblhuber / Galatea Lebl: Seitdem herrscht für dich in der jüdisch/christlichen Theologie geistiger
Stillstand! Nein – ihr versucht schon immer, euren Kram anzupassen – nämlich genau dann, wenn ihr müsst.
Das ging Jahrhunderte lang ganz gut – jetzt hingegen ist das Ende der Fahnenstange in Sicht. Wenn die
ET stimmt (und davon geh ich im grossen und ganzen aus), dann wäre eine viel weitreichendere Anpassung
nötig als möglich ist, ohne die Grundfesten des Christentums zu opfern. Bei deinen Posts, Leblhuber,
da schwurbelst du gerne, ich weiss. Aber drücks doch ma so aus, dass selbst ein theologischer Laie wie
ich (und etwa 90% der Menschen „da draussen“) es verstehen kann: Wie willst du die Erbsündenlehre damit
vereinbaren, dass Adam und Eva niemals existiert haben? Und: die eine entwicklungsgeschichtlich adäquate
Deutung der Schriften ablehnen. Ja, was nun? Ist die Bibel nun einfach ein Geschichtenbuch von irgendwelchen
Fuzzis geschrieben oder ist sie „göttlich inspiriert“? Wenns nur ein Geschichtenbucht ist – dann kannste
natürlich ruminterpretieren wie du willst. Galatea: Ich konstatiere aber demzufolge, dass Sie außer
einem „hihi, galatea“ keine weiteren sachlichen und wirklich interessanten Beiträge liefern können –
nein: wollen. Ich antwortete auf deinen inhaltsfreien Post adäquat.
#59 Ultramontanus 00:28:22 | Donnerstag, 20. November 2008
Quatsch! „In Wahrheit bist du ein genauso fanatischer Fundamentalist, wie jene, die eine entwicklungsgeschichtlich
adäquate Deutung der Schriften ablehnen.“ Warum sollte jemand, der sich weigert irgendwelche Märchen
zu deuten ein „Fundamentalist“ sein. Ich muss doch auch nicht Schneewittchen lesen und interpretieren,
wenn ich keine Lust habe.
#58 Leblhuber 00:23:36 | Donnerstag, 20. November 2008
@Hesse2: Du hast ja auch nicht alle Tassen im Schrank! Es scheint da eine enge Verwandtschaft zu den fundamentalistischen
kreuz.netlern zu geben. Du liest AT und NT wortwörtlich und stellst dich damit auf die Erkenntnisstufe
derjenigen, die die Texte geschrieben, redigiert und dann in den Kanon aufgenommen haben. Seitdem herrscht
für dich in der jüdisch/christlichen Theologie geistiger Stillstand! Dem hältst du dann eine Theorie
entgegen, die mehr als 2000 Jahre später entwickelt wurde und sich noch immer weiter entwickelt. Hier
gilt offensichtlich kein geistiger Stillstand. Meinst du wirklich, du hast die Weisheit mit Löffeln gefressen?
In Wahrheit bist du ein genauso fanatischer Fundamentalist, wie jene, die eine entwicklungsgeschichtlich
adäquate Deutung der Schriften ablehnen. Wenn die Gotteserkenntnis mit dem vorliegenden Text der Bibel
abgeschlossen ist, müsste dann auch die ET mit heutigem Stichtag gestoppt sein. Dann warten wir doch
darauf, wie in 2000 Jahren über deine heutige ET geurteilt wird. Du hast von jüdisch/christlicher Theologie
keine Ahnung. Ich hoffe für dich, du kennst dich in der ET aus!
#57 Galatea 00:16:29 | Donnerstag, 20. November 2008
Herr Hesse, es freut mich, dass Sie kreuz.net dem Freigeisterhaus vorziehen. Dementsprechend interessant
muss es doch dort zugehen. Ich konstatiere aber demzufolge, dass Sie außer einem „hihi, galatea“ keine
weiteren sachlichen und wirklich interessanten Beiträge liefern können – nein: wollen. Herr Ultramontamus:
7703 bietet – wie immer – bessere und fruchtbarere Betätigungsmöglichkeiten für Sie.
#56 Hesse2 00:03:58 | Donnerstag, 20. November 2008
Galatea: Hihi Ja, so kann man sich die Welt zurechtlügen. Was soll ich auf nem Forum posten, wo jeder
zu jedem meiner Posts „Ja und Amen“ sagt? Das macht doch keinen Spass. Hier hingegen kann man wunderbar
streiten. Ist doch fein. Nebenbei: Ich hab auch nen Acc beim „Freigeisterhaus freigeisterhaus.de/“ – aber
da isses nicht so „fetzig“, da dort die meisten die Wahrheit schon erkannt haben…
#55 Ultramontanus 23:59:26 | Mittwoch, 19. November 2008
Das ist Hurerei: „Wissen Sie, allein schon Ihre Anwesenheit hier macht mir Hoffnung. Würden Sie, Herr
Hesse, sich nämlich nicht für ewige Wahrheiten innerlich begeistern, dann würden Sie im ‘Perfekten
Dinner’ posten, nicht hier.“ Genau das ist die Art von geistiger Unzucht, durch die sich Christen und
Gläubige aller Schattierungen auszeichnen: Aus einem Nichts ein Argument herbeizulügen. Aber das weist
jeder klarsichtige Mensch mit Wahrheitsliebe im Herzen empört zurück.
#54 Galatea 23:54:30 | Mittwoch, 19. November 2008
Sehr geehrter Herr Hesse, Sie haben sehr recht. Das Christentum schafft sich gerade selbst ab. Dennoch
gibt es auch heute noch Christen, die die Überzeugung besitzen, dass Gott sich in und durch seinen Sohn
offenbart hat. Wissen Sie, allein schon Ihre Anwesenheit hier macht mir Hoffnung. Würden Sie, Herr Hesse,
sich nämlich nicht für ewige Wahrheiten innerlich begeistern, dann würden Sie im „Perfekten Dinner“
posten, nicht hier. So, wie es steht, wird es in Zukunft noch viel schlimmer kommen für Christen. Die
Zeichen der Zeit erkennen Sie genau. Mit einer kleinen Ausnahme: die Alternativen zum wahren Glauben,
die werden immer geringer – für jeden halbwegs intelligenten Menschen.
Letztlich ist der christliche Glaube schon tot, ihr wisst es nur noch nicht und/oder akzeptiert das nicht.
Denn ganz egal, wie mans dreht und wendet, ob mans biologisch oder anders verstehen will – Tatsache ist:
Da Adam und Eva nicht existent waren als Stammeltern der Menschen, ist das Fundament des Christentums
eingestürzt und der Rest nurmehr eine leere Hülle. Und genauso ists. Die ET ist die Gefahr schlechthin
für das Christentum – Vieira hats erkannt. Wenn nun Christen die ET anerkennen sind es eigentlich keine
Christen mehr. Viele meinen, Naturwissenschaft und Glaube seien vereinbar miteinander, aber das ist falsch.
Gewiss – in engen Grenzen ist das vereinbar. Auch ein Christ kann die naturwissenschaftlichen Ergebnisse
anerkennen, nach denen man einen Toaster baut – aber wenns um die Frage nach dem Ursprung des Universums
und ganze besonders, um die des Lebens geht, dann ist NW und Christentum nicht mehr vereinbar. Die meisten
Leute die ich kenne akzeptieren die ET – manche davon meinen trotzdem, sie seien Christen. Sind sie aber
nicht – sie glauben an Jesus, ja, aber den ganzen Unterbau lehnen sie ab. Sie glauben nicht an Adam und
Eva, nicht an Dämonen etc – aber lassen trotzdem ihre Kinder taufen. Und warum? Aus Feigheit vor der
eigenen Erkenntnis, dass das, was sie und ihre Vorfahren geglaubt haben, schlicht Bullshit ist. Sie sind
im Grunde Agnostiker, aber zu feige, dies einzugestehen.
#52 pneumat 23:41:44 | Mittwoch, 19. November 2008
die Schönheit als Kriterium Noch ein Wort zur Schönheit als möglichem Kriterium für die Wahrheit angesichts
der Häßlichkeit „wissenschftlichen“ Theorien wie „Urknall“ oder „Affenabstammung“ Dostojevskij sagte,
die Schönheit wird die Welt retten. Natürlich meinte er nicht die „Schönheit“ einer kitschigen Barbiepuppe,
sondern geistige Schönheit, die grade in Bibel präsent, die Christus ist. Ein Russe sagte, als das Volk
ihre Religion aussuchen sollte, lehnte es RK-Anbiederung ab, weil es für Schönheit Gespür hatte. Deshalb
überzeugte und riss ihn hin der geistig und sonstig strahlende griechisch-orthodoxe Gottesdienst in damaliger
Sophia-Kathedrale. Die Schönheit pur!! So wird ein geistiger Mensch mit Geschmack und Intuition eher
die schöne biblische Geschichte den häßlichen vergänglichen abergläubischen menschlichen Annahmen
vorziehen. Vielleicht der verkrüppelte Gelähmte ein Symbol dafür – ohne persönlich den leidenden Menschen
zu meinen.
Werter Elijahu, einem Mann Ihrer polyglotten enzyklopädischen Bildung müßte doch eigentlich der Bedeutungsunterschied
zwischen der starken (mit Stammwechsel) und der schwachen (ohne Stammwechsel) Bildung des PPP des Verbs
„schleifen“ geläufig sein – oder irre ich mich da?
#49 Pelagius III. 21:15:54 | Mittwoch, 19. November 2008
Wie steht es mit den Blutgruppen? Biologisch ist es unmöglich, dass die Menschheit von einem einzigen
Menschenpaar abstammt: Das Blutgruppensystem (A, B. AB, 0 sowie Rhesus-positiv und Rhesus-negativ) kann
nach den Vererbungsgesetzen nicht nur auf 2 Menschen zurückgehen (besonders, wenn einer der beiden aus
dem anderen gebildet wurde wie Eva aus der Rippe Adams.). Z.B. hat ein Mensch nur dann Rhesus-negativ,
wenn seine beiden Eltern ebenfalls Rhesus-negativ haben. Hätte etwa Adam Rhesus-podittiv gehabt und Eva
Rhesus-negativ, dann hätten keine weiteren Menschen mit Rhesus-negativ noch auftreten dürfen…
#48 für die Kirche 20:22:21 | Mittwoch, 19. November 2008
@Vieira: danke für Ihre Zuschriften. Da müssen Sie keine Sorgen um mich machen. Ich habe auch eine gesunde
Skepsis zu Naturwissenschaften, d.h. ich nehme sie auch nicht als absolut wahr an.
#47 Elijahu † 20:17:44 | Mittwoch, 19. November 2008
Lächerlich dass der Vatikan diese Trottel auch noch brav hofiert aber dass zeigt nur wie tief im Freimaurersumpf
der Vatikan mittlerweile steckt. Das grenzt an Glaubensabfall. Wer allen Ernstes glaubt, Gott liesse so
etwas ungestraft, der sei an das dritte Geheimnis von Fatima erinnert und an die Prophezeiungen über
die letzte grosse Christenverfolgung vor der Wiederkunft Christi. Rom wird geschliffen werden, der Papst
wird sich mitsamt Gefolge in die Katakomben zurückziehen müssen und dort wird die RKK dann die Gnade
erleben dürfen, von ihren vielen, über Jahrtausende aufgehäuften Sünden geläutert zu werden – vom
Antichristen selbst, der Geissel Gottes.
#46 für die Kirche 20:05:39 | Mittwoch, 19. November 2008
@Ultramontanus: Glaubenswahrheiten Ich zitiere (Wikipedia, verzeihen Sie, da so am schnellsten ist für
eine wenig informierte Person wie mich): „Wenn der Glaube und die Glaubenswahrheiten richtig verstanden
werden, stimmen sie mit den Forderungen der menschlichen Vernunft überein, und das Evangelium ist stets
zeitgemäß und zuständig.“ (Allg. Direktorium für die Katechese [1997], Nr. 175) Nun denke ich, die
Dogmen sind bloß einzelne Aussagen. Um sie zu verstehen, brauchen wir die Theologie, die dann eine Theorie
und zwar eine revidierbare ist. Und zu Ihrer Bemerkung: Aber ich denke, es geht darum, diese Spannung
auszuhalten und keine billigen Versöhnung mit diesem Bewusstsein anzustreben, das sich selbst negiert
und auf sich selbst zurückgeworfen ist. Einfach ins Irrationale zu springen ist für mich keine Lösung.
Ganz einverstanden! So finde ich, daß die heutige Theologie zu sehr blumig ist. Sie setzt sich nicht
mit ernsten Problemen auseinander, sondern redet sich bloß aus. Viele Fragen, die mir meine Freunde hinsichtlich
des katholischen Glaubens stellen, kann ich erst beantworten, nachdem ich die Scholastiker konsultiert
habe. Aber die Scholastiker haben eben nicht mit der Hirnforschung usw. beschäftigt. Eine aktuale Antwort
muß ich selber ausdenken. Da finde ich, daß wir sehr scharfsinnige u. mutige Theologen brauchen. Aber
die Liberalen Theologen bequemen sich mit der Verneinung der Glaubenswahrheiten, das finde ich unredlich
(aber nur nebenbei bemerkt).
@für die Kirche Der Wissenschaft ist es bis heute nicht gelungen, zweifelsfrei eine als unfehlbar deklarierte
Lehre der Kirche Gottes zu widerlegen. Sollte -wie Sie erwähnten- ein Wissenschaftler nachgewiesen haben,
dass nicht alle Menschen von Adam abstammen, können wir getrost darauf warten, dass seine Theorie bald
verworfen wird.
#44 Ultramontanus 19:51:18 | Mittwoch, 19. November 2008
Naja, für die Kirche, aber da sehe ich doch einige Schwierigkeiten mit dem Traditionsprinzip. Glaubenswahrheiten
verstehen sich eigentlich nicht als „Theorie“, sondern als absolute, letzte Gewissheiten/Wahrheiten. So
jedenfalls das katholische Verständnis, wie es mir bekannt ist. Und genau diese „letzten Gewissheiten“
habe ich eben hinter mir gelassen. „Den Sinn“ nicht zu kennen (manche Gläubige glauben ihn natürlich
wirklich zu kennen, weil sie so stark glauben) oder überhaupt zu wissen, ob es einen Sinn des Daseins
gibt, finde ich auch unbefriedigend und im Angesicht des Todes -wann auch immer der kommt- auch manchmal
etwas quälend. Aber ich denke, es geht darum, diese Spannung auszuhalten und keine billigen Versöhnung
mit diesem Bewusstsein anzustreben, das sich selbst negiert und auf sich selbst zurückgeworfen ist. Einfach
ins Irrationale zu springen ist für mich keine Lösung.
#43 für die Kirche 19:40:52 | Mittwoch, 19. November 2008
@Ultramontanus: ich lerne ja von unserem Dialog, . die Lehre der Kirche besser zu verstehen. Denn als
Konvertitin kenne ich vieles noch nicht. Aber zu Ihrer Frage: Welchen Wert (oder Gewissheit) hat denn
ein Glaube, der sich laufend irgendwelchen neuen Erkenntnissen anpasst und die eigenen Aussagen revidiert?
Da bin ich wirklich der Ansicht, daß man die Theorie immer wieder revidieren soll. Denn das Gleiche passiert
doch auch in der Naturwissenschaft. Der Glaube gibt mir zwar eine Gewißheit, aber diese Gewißheit ist
für mich bloß existentiell u. inhaltslos (nicht im negativen Sinn). Zum Beispiel ich spüre ab u. zu
die Nähe Gottes, u. bin auch seiner Liebe u. Gerechtigkeit sicher. Aber ich kann daraus noch keine Glaubensaussagen
machen. Die Dogmen der Kirche geben mir den verstandesmäßigen Ausdruck unseres Glaubens. Aber die Dogmen
sind ja nicht die letzten Wahrheiten. Sagt nicht bereits Paulus (I.Cor. 13, glaube ich), daß wir jetzt
wie Kindern lallen u. vom Stückwerk zum Stückwerk gehen? Die Dogmen sind wie die Leiter bei Wittgenstein,
wenn man jedoch vor Gott steht, kann man die Leiter wegwerfen. In diesem Leben brauchen wir jedoch die
Stütze u. Hilfe der Dogmen. So finde ich, daß man auch mit dem Fortschritt der menschlichen Erkenntnisse
die Theorie revidieren darf, ja, sogar muß.
#42 Ultramontanus 19:31:04 | Mittwoch, 19. November 2008
@Für die Kirche: „Nun frage ich mich, warum man die Einheit des Menschengeschlechtes unbedingt als biologisch
nachweisbare Einheit verstehen muß.“ Weil das von der Kirche bzw. der Tradition so übereinstimmend gesehen
wird. Um die Kohärenz des Systems nicht zu zerstören, wie Sie sich ausdrückten. Welchen Wert (oder
Gewissheit) hat denn ein Glaube, der sich laufend irgendwelchen neuen Erkenntnissen anpasst und die eigenen
Aussagen revidiert? Wenn das für Sie noch einen Wert haben kann, dann bleiben Sie dabei. Nachvollziehen
kann ich es trotzdem nicht.
#41 für die Kirche 19:18:02 | Mittwoch, 19. November 2008
@Ultramontanus: der biologische Vorgang-Zeugung Ich zitiere Sie: Die Kirche lehrt aber, dass die Erbsünde
auf diesem Weg der Zeugung (der als solches natürlich zunächst ein biologischer Vorgang ist) weitergegeben
wird. Das ist wohl der Grund, warum Papst Pius XII lehren wollte, daß es nur ein Urmenschenpaar gab.
Ich zitiere Sie weiter (das Zitat aus Ott): „Die Lehre von der Einheit des Menschengeschlechts ist zwar
nicht Dogma, aber die notwendige Voraussetzung für die Dogmen von der Erbsünde und der Erlösung“. Nun
frage ich mich, warum man die Einheit des Menschengeschlechtes unbedingt als biologisch nachweisbare Einheit
verstehen muß. Sie sagten vor einiger Zeit, daß das Erbgut der Menschen zeigen, daß sie nicht von einem
Menschenpaar stammen können. Aber widerlegt dieser biologische Befund die Einheit des Menschengeschlechtes.
Finde ich nicht, ich kann jeden menschen achten, auch wenn mein Erbgut gänzlich anders als sein ist.
Schließlich basiert die Menschrechtekonvention auch auf der Einheit des Menschengeschlechtes. Und zu
Papst Pius XII: was er sagen wollte, ist vielmehr, daß die Zeugung einen neuen Menschen hervorbringt,
sodaß wir erst die Erbsünde durch die Zeugung bekommen. Aber das bedeutet nicht, daß man unbedingt
annehmen muß, daß das Erbgut aller Menschen auf ein einziges Menschenpaar zurückgeführt werden muß.
Ich betone, daß ich mich hier nur bemühe, die Lehre der Kirche zu verstehen. Da erhebe ich keinen Anspruch
auf Richtigkeit.
#40 Ultramontanus 19:06:07 | Mittwoch, 19. November 2008
Ja, das ist der Trick Ratzingers (und anderer), er sagt, dass dabei biologisch nichts vererbt wird. Das
hat aber die Kirche auch nie gelehrt. Die Kirche lehrt aber, dass die Erbsünde auf diesem Weg der Zeugung
(der als solches natürlich zunächst ein biologischer Vorgang ist) weitergegeben wird. Also es wird bewusst
ein irreführender Begriff benutzt, um dann einen Pappkameraden abzufackeln. Meinen tut man es aber ganz
anders, wie sich dann aus den folgenden Ausführungen ergibt. Das ist eben das Handwerk der Theolügen.
@für die Kirche Ja, richtig, Papst Benenedikt vertritt (zumindest) Ende der 60er in „Einführung in das
Christentum“ (jüngst wiederaufgelegt) offenbar Irrlehren bzgl. der Erbsünde.
#38 für die Kirche 19:01:08 | Mittwoch, 19. November 2008
@Ultramontanus: ich versuche ja, die kirchliche Lehre zu verstehen. In der Enzyklika „Humani generis“
steht, daß man als Katholik gegenüber der Hypothese von Polygenismus keine Freiheit hat. Sondern man
muß an der Abstammung von Adam festhalten. Und das wurzelt in der Lehre des Tridentinum (das Decretum
de Peccato Originali), die lehrt, daß die Sünde von einem Stammvater herstammt. Aber in Wikepedia steht,
daß Papst Benedikt XVI eben die von mir vorgeschlagene Deutung vertritt: (Zitat) Papst Benedikt XVI.
versteht die Erbsünde nicht im Sinne einer biologischen Vererbung, sondern betont die kollektiven menschlichen
Verstrickungen der Vergangenheit, in die jeder Mensch durch seine Geburt eintritt. Diese schränken die
Selbstbestimmung ein und geben den Rahmen der eigenen Freiheit vor: Niemand hat die Möglichkeit, an einem
perfekten „Punkt Null“ anzufangen und sein Gutes in völliger Freiheit zu entwickeln. Vielleicht ist es
so (bin nicht ganz sicher): ein Dogma wird angekündigt, u. daran muß man als Katholik festhalben, aber
um es zu verstehen, gibt es mehrere Möglichkeiten, die dann in verschiedenen Epochen anders ausfallen.
@für die Kirche Der Katechismus unmißverständlich: Indem Adam und Eva dem Versucher nachgeben, begehen
sie eine persönliche Sünde, aber diese Sünde trifft die Menschennatur, die sie in der Folge im gefallenen
Zustand weitergeben [Vgl. K. v. Trient: DS 1511-1512]. Sie ist eine Sünde, die durch Fortpflanzung an
die ganze Menschheit weitergegeben wird, nämlich durch die Weitergabe einer menschlichen Natur, die der
ursprünglichen Heiligkeit und Gerechtigkeit ermangelt. KKK 404
#36 Ultramontanus 18:57:48 | Mittwoch, 19. November 2008
Eine „gesicherte Aussage“ bei den theologischen Gewissheitsgraden (sententia certa) ist nach Ludwig Ott
(absolutes Standardwerk der kath. Dogmatik) : „Das ganze Menschengeschlecht stammt von einem einzigen
Menschenpaar ab.“ Weiter schreibt er dann noch: „Die Lehre von der Einheit des Menschengeschlechts ist
zwar nicht Dogma, aber die notwendige Voraussetzung für die Dogmen von der Erbsünde und der Erlösung“.
Und was hier mit „Einheit“ gemeint ist, ergibt sich klar aus dem obigen vorangestellten Satz (als Überschrift).
@für die Kirche (Zufall) Völlig richtig, was Sie zu Wissenschaft und Zufall sagen. Der Zufall kann nicht
als kausale Ursache für irgendetwas herhalten. Auch die Evolutionstheorie versucht doch, Prinzipien zu
finden u. so die empirische Welt durch diese zu beschreiben. Das trifft nicht zu. Beispielsweise vergleicht
Prof. Schuster (Chemie) in einem Vortrag vor dem Papst die Mechanismen der Evolution mit Monte-Carlo-Optimierungsverfahren.
P.S.: Das trident. Konzil lehrt, dass die Erbsünde durch Fortpflanzung weitergegeben wird.
#33 santa rita 18:43:53 | Mittwoch, 19. November 2008
Ultramontanus Sie habe es genau erkannt. Evolutionstheorie und katholischer Glaube schliessen sich absolut
und radikal aus. Die Evolutionstheorie sprengt die Fundamente des Glaubens, woraufhin das Glaubengebäude
mit zwingender Notwendigkeit einstürzt. Genau zu diesem Zweck ist die ET ja auch erfunden worden. Die
kirchlichen Schwachköpfe, die unvereinbare Gegensätze vereinigen wollen machen nichts anderes, als die
Sprengung der Fundamente zu bejahen und dann darauf zu hoffen, dass das Gebäude trotzdem stehen bleibt.
„Zufall“ ist das Böse ohne Gesicht und Gestalt, die Verneinung der Ordnung. Arthur Schopenhauer
#31 für die Kirche 18:41:09 | Mittwoch, 19. November 2008
@Ultramontanus: die Weitergabe der Natur ist kein biologisches Geschehnis. Aus dem Katechimus der Kirche:
„Wieso ist die Sünde Adams zur Sünde aller seiner Nachkommen geworden? … Wegen dieser ,,Einheit des
Menschengeschlechtes“ sind alle Menschen in die Sünde Adams verstrickt, so wie alle in die Gerechtigkeit
Christi einbezogen sind. Die Weitergabe der Erbsünde ist jedoch ein Geheimnis, das wir nicht völlig
verstehen können. Durch die Offenbarungwissen wir aber, daß Adam die ursprüngliche Heiligkeit und Gerechtigkeit
nicht für sich allein erhalten hatte, sondern für die ganze Menschennatur. Indem Adam und Eva dem Versucher
nachgeben, begehen sie eine persönliche Sünde, aber diese Sünde trifft die Menschennatur, die sie in
der Folge im gefallenen Zustand weitergeben [Vgl. K. v. Trient: DS 1511-1512.]. Sie ist eine Sünde, die
durch Fortpflanzung an die ganze Menschheit weitergegeben wird, nämlich durch die Weitergabe einer menschlichen
Natur, die der ursprünglichen Heiligkeit und Gerechtigkeit ermangelt. Die „Natur“ ist hier philosophisch
gemeint, bzw. der Begriff des Menschen, aber nicht das Erbgut. Durch Fortpflanzung ja, denn für die Kirche
ist der Mensch eine Einheit aus Körper u. Seele. Daher ohne Fortpflanzung kein Mensch, aber die weiterzugebene
Erbsünde ist nicht in dem Erbgut, sondern in dem Begriff des Menschen.
#29 für die Kirche 18:32:06 | Mittwoch, 19. November 2008
@Vieira: das Zitat von Ihnen wirft ja die Zufallstheorie zurück, die jedoch bereits in Antike von einigen
Philosophen vertreten wird. Ich kenne mich nicht gut aus, aber die heutige Wissenschaft versucht gerade,
den Zufall auszuschalten. Denn eine Theorie, die auf Zufall basiert, ist nicht nach dem modernen Standard
wissenschaftlich. Auch die Evolutionstheorie versucht doch, Prinzipien zu finden u. so die empirische
Welt durch diese zu beschreiben.
#28 Ultramontanus 18:30:51 | Mittwoch, 19. November 2008
@für die Kirche: Die Katholische Kirche lehrt aber, dass die Ursünde eines tatsächlichen ersten Menschenpaars
Adam und Eva mittels natürlicher Zeugung tradiert wird. Diese von ihnen erwähnten Interpretationen wären
ein krasser Traditionsbruch und verstoßen auch gegen die Enzyklika „Humani Generis“ (1950, Pius IV.),
wo gesagt wird, dass es einen unauflöslichen Zusammenhang gibt zwischen der Abstammung der gesamten Menschheit
von einem Menschenpaar und dem Ur- und Erbsünden-Dogma.
@Hesse2 Es gibt Fakten, die man hier scheins nicht oft genug erwähnen kann. Die Steigerung „richtiger“
zeigt den verrotteten Zustand Ihres Geistes. Fakten sind immer richtig, ob sie erwähnt werden oder nicht.
Hier noch die Quelle www.kreuz.net/?redirect=gMgxo… für das Zitat.
#26 pneumat 18:26:43 | Mittwoch, 19. November 2008
So einfach ist es Die „wissenschaftlichen“ Theorien sind meistens hässlich. Man denke nur an den terroristischen
„Urknall“, widerliche „Affen-Vorfahren“ etc. Dagegen die biblische Offenbarung der Weltschöpfung ist
schön. Das könnte bereits Kriterium für die Wahrhaftigkeit der Göttlichen Offenbarung sein. Die sog.
„Wissenschaftler“ suchen sich auch hübsche Mädchen aus und nicht die „weisen“ widerlichen Hexen.
#25 für die Kirche 18:23:37 | Mittwoch, 19. November 2008
@Ultramontanus: Erbsünde Die Menschheit stammt nicht von einem Menschenpaar ab, somit wird keine Erbsünde
oder „gefallene Natur“ tradiert. Ich kenne mich nicht genügend aus. Aber ich finde, daß man die Weitergabe
der Erbsünde theologisch nicht unbedingt als eine biologische Vererbung betrachten soll. Sondern als
eine Universalisierung der Ursünde für alle Menschen. Wenn ich mich erinnern, hat Kierkegaard mal dieses
Problem im Rahmen seiner Philosophie behandelt. Genau kann ich nicht mehr schildern, aber er hat sie als
existentiell gedeutet u. so entgeht man den Klammern der Empirie.
Jetzt kommt wieder Vieira mit seinem Geseier. Hab dich ja fast schon vermisst… fast. Immer dieselbe
Leier wird nicht durch 1000fache Wiederholung richtiger.
@für die Kirche Die katholische Kirche lehnt die Evolution, wie sie von Naturwissenschaftlern heute behauptet
und vorgetragen wird, ab – wenngleich einige Würdenträger einen anderen Anschein vermitteln. Die sogenannte
Evolutionstheorie ist nicht nur unwissenschaftlich, sie ist antiwissenschaftlich. Sie verstößt gegen
einen Grundsatz, den selbst die Ungebildetsten kennen: von nichts kommt nichts. Papst Johannes Paul II.
lehnte sie genau deshalb ab, weil sie eben widervernünftig ist: „All diesen Hinweisen auf die Existenz
Gottes, des Schöpfers, setzen einige die Kraft des Zufalls oder die Mechanismen der Materie entgegen.
Aber angesichts eines Universums, in dem eine solch komplexe Organisation seiner Elemente und eine so
wunderbare Zielgerichtetheit in seinem Leben vorhanden ist, von Zufall zu sprechen, würde gleich bedeutend
damit sein, die Suche nach einer Erklärung der Welt, wie sie uns erscheint, aufzugeben. In der Tat würde
dies gleich bedeutend sein damit, Wirkungen ohne Ursache anzunehmen. Es würde die Abdankung des menschlichen
Verstands bedeuten[…] Papst Johannes Paul II.
#21 Ultramontanus 18:15:03 | Mittwoch, 19. November 2008
Aber den „empirischen Evidenzen“ widerspricht es doch ganz klar. Das Konzept von Ur- und Erbsünde z.B.
wird durch die ET widerlegt. Die Menschheit stammt nicht von einem Menschenpaar ab, somit wird keine Erbsünde
oder „gefallene Natur“ tradiert. Ohne Ur- und Erbsünde keine Schuld und ohne Schuld keine Notwendigkeit
der Erlösung. Ohne Notwendigkeit der Erlösung keine Notwendigkeit der Taufe usw.
#18 für die Kirche 18:10:40 | Mittwoch, 19. November 2008
@Ultramontanus: aber worin soll denn die Inkompatibilität bestehen? Die katholischen Dogmen basieren
auf einem Begriffssystem aus der Metaphysik (haben also die Philosophie als Basis). Die Naturwissenschaften
erklären die empirische Welt u. stellen Generalisierungen u. Hypothesen über sie auf. Die sind zwei
verschiedenen Begriffssysteme. Und einen echten bzw. sinnvollen Konflikt kann nur innerhalb eines desselben
Systems geben. Zwei Begriffssysteme sind ja wie Apfel u. Birne. Solange ein System ihre inneren Kohärenz
nicht verletzt, und den empirischen Evidenzen nicht widerspricht, ist es nicht zu falsifizieren. Und die
katholische Dogmatik ist ein solches System. Sie stellt keine Aussagen über die Empirie auf, auf diese
Weise ist sie dann nicht empirisch zu widerlegen. Und sie ist, durch die Prüfung der Kirchenväter u.
Scholastiker, in sich konsistent. Daher finde ich, daß man die Dogmatik mindest als eine mögliche Theorie
akzeptieren kann.
#17 Ultramontanus 18:08:33 | Mittwoch, 19. November 2008
Das gibt es nicht, weil es pneumat nicht will. Was es nicht geben darf, gibt es einfach nicht. Schon im
„Paradies“ war die Wissenschaft bekanntlich das Böse…
#16 pneumat 18:05:36 | Mittwoch, 19. November 2008
die Evolutionsideologie Es gibt überhaupt keine Evolution im Sinne der Entwicklung zum etwas was da nie
gewesen war, sondern Aufwicklung (Auspackung) des in geistiger Welt ewig Verborgenen Vorgegebenen.
Die Verfasser des alten Testaments würd ich heute gern mal sprechen. Die würden sich bestimmt einen
Ast lachen, wenn sie sehen, was ihr hier mit deren Geschichten, die sie vielleicht für ihre Kinder ausgedacht
haben, fürn Gedöns betreibt.
#14 Ultramontanus 17:58:07 | Mittwoch, 19. November 2008
Naja, das kann der Katholizismus gerne betonen. Aber ob es dadurch wahr wird? Was hindert Sie denn daran,
die Ergebnisse der Wissenschaft (hier namentlich der Evolutionstheorie) mit den Dogmen des Glaubens zu
vergleichen und daraus die angemessenen Folgerungen zu ziehen (nämlich das beides inkompatibel ist) ?
Die „Krankheit“ -der Glaube.
#13 Fragender 17:56:47 | Mittwoch, 19. November 2008
eine Frage… Die Frage blieb leider einmal unbeantwortet: Wie gehen eigentlich Creationisten mit den
Widersprüchen der beiden biblischen Schöpfungsberichte im 1.Mose um? zB. Kap.1,1 Am Anfang schuf Gott
Himmel und Erde. 2 Und die Erde war wüst und leer, und es war finster auf der Tiefe; und der Geist Gottes
schwebte auf dem Wasser. Kap.2,5 Und alle die Sträucher auf dem Felde waren noch nicht auf Erden, und
all das Kraut auf dem Felde war noch nicht gewachsen; denn Gott der HERR hatte noch nicht regnen lassen
auf Erden, und kein Mensch war da, der das Land bebaute; 6 aber ein Nebel stieg auf von der Erde und feuchtete
alles Land. D.h. einmal war die Erde vollständig mit Wasser bedeckt, beim anderen Bericht staubtrocken.
Bei wörtlicher Lesart sollte dies eigentlich zu denken geben, oder?
#12 für die Kirche 17:54:29 | Mittwoch, 19. November 2008
@Ultramontanus: eben kennzeichnet die Schilderung Nietzsches den Unterschied zwischen Katholizismus u.
Protestantismus. Soweit ich weiß (nur ein grobes Wissen gebe ich zu), betonen die Lutheraner den Glauben
u. die Gewißheit. Sie vernachlässigen die Funktion der Vernunft (bei den Calvinisten ist es aber ganz
anders). Da Nietzsche aus einer lutheranischen Pastorenfamilie stammt, kennt er nur diese Form v. Christentum.
Der Katholizismus betont aber den Gebrauch der Vernunft. Man muß nur die scholastische Philosophie u.
Theologie betrachten, dann muß man stauen, wie die Leute gewagt sind, aber doch, im schrillen Gegensatz
zu den liberalen Theologen, gläubig.
#10 Ultramontanus 17:45:19 | Mittwoch, 19. November 2008
Friedrich Nietzsche, „Der Antichrist“: „Das Christentum steht auch im Gegensatz zu aller geistigen Wohlgeratenheit,
-es kann nur die kranke Vernunft als christliche Vernunft brauchen, es nimmt die Partei alles Idiotischen,
es spricht den Fluch aus gegen den „Geist“, gegen due superbia desgesunden Geistes. Weil die Krankheit
zum Wesen des Christentums gehört, muss auch der typisch-christliche Zustand, „der Glaube“, eine Krankheitsform
sein, müssen alle geraden, rechtschaffenen, wissenschaftlichen Wege zur Erkenntnis von der Kirche als
verbotene Wege abgelehnt werden. Der Zweifel bereits ist eine Sünde…[…] Der Pietist, der Priester
beiderlei Geschlechts, ist falsch, weil er krank ist: sein Instinkt verlangt, dass die Wahrheit an keinem
Punkt zu Rechte kommt.“
#9 für die Kirche 17:43:10 | Mittwoch, 19. November 2008
Richtig, gegen Wissenschaft zu kämpfen ist töricht. Denn Gott ist die Wahrheit, wenn die Wissenschaft
mindestens einen Anspruch auf Objektivität hat, dann darf man Wissenschaft nicht ablehnen. Kreationismus
ist sowieso keine katholische Lehre, der stammt von dem protestantischen Bereich. Schon seit dem Frühchristentum
haben die Kirchenväter u. Scholastiker das Buch Genesis immer wieder kommentiert. Aber niemand legt es
dar, wie es wortwörtlich da steht. Es ist als eine Art Metaphor zu verstehen. Bereits in dem 12. Jh.
haben scholastische Philosophen eine Schöpfungstheorie aufgestellt, die der Evolutionstheorie in gewissen
Hinsichten nicht unähnlich ist.
Die katholische Kirche ist wenigstens vernünftig und geht mit der Wissenschaft, anstatt dagegen zu sein.
Wenn selbst die Kirche die Evolution bejaht und hochkarätige Wissenschaftler begrüßt, wie können da
noch einige Kreationisten und Anhänger der lächerlichen Pseudowissenschaft „intelligent design“ dagegen
sturm laufen? Ist ein uraltes Märchen oder besser ein Mythos so wertvoll, dass man dafür die Wissenschaft
opfern will? (ein in diesem Fall man einfach denkender Katholik)
Ist nicht zu fassen! Welcher Schlumpf verschandelt hier das Wörtchen „Trumpf“? Man hat es wohl zurechtgedrechselt,
weil man es mit „Triumph“ verwechselt! Doch dieses lässt sich leicht beheben, gell, liebe Redaktion? –
Na, eben!
#5 defendor 17:20:05 | Mittwoch, 19. November 2008
@stimme der vernunft Es hindert die „Vernünftler“ auch niemand daran, an die Lüge zu „glauben“ ! Diese
ist ebenso wenig ein Märchen wie die alleinige Wahrheit JESUS CHRISTUS und Sein mystischer Leib, die
heilige Mutter Kirche ! Nur dass die „Vernünftler“ gerade diese in uneahntem Ausmasse vermissen lassen,
indem sie eben zu Marionnetten der Lüge – des Vaters der Lüge, Satan – werden und somit ihren Verstand
bereits „beerdigt“ zu haben scheinen…
gibts eigentlich nix neues? Was regen sich die „Gläubigen“ eigentlich so auf? Es hindert sie doch
kein Mensch, an antike Märchen zu glauben! Der Teil der Menschheit, der noch bei Verstand ist, möchte
lediglich nicht gezwungen werden, ebenfalls an die antiken Märchen zu glauben.
#3 defendor 17:03:10 | Mittwoch, 19. November 2008
@Vieira Nun… „Folgerichtiger Schluss“ aus diesen wahnwitzigen „Philosophien“ dieser Anbeter der Lüge:
Ihr eigenes Gefasel hat KEINEN SINN UND ZWECK…denn gemäss ihrer eigenen „Theorie“ sei ja alles bloss
„Zufall“ somit sinn- und wertlos… also auch die Gehirnströme dieses „Philosophen“ ! also nicht der
Rede wert ! Wie werden sich diese Protagonisten der Lüge wundern, DIE GÖTTLICHE MAJESTÄT CHRISTI –
der angebliche „Zufall“ – PERSONALE RICHTERGEWALT ausüben wird … Mögen sie noch in dieser ihnen gegebenen
Zeit zu einem demütigen, reuebereiten Herzen finden, damit sich die BARMHERZIGEIT CHRISTI vor die Gerechtigkeit
des Vaters stelle, vor der niemand bestehen kann.
„konstruktive Rolle des Zufalls“ Der französische Theologe und Philosoph, Pater Jean-Michel Maldamé
OP (69) beklagte, daß Evolutionskritiker sich weigerten, die angeblich „konstruktive Rolle des Zufalls“
in der Evolution anzuerkennen. Hahahahahahahaha. Der war gut.