Die Apologetik ist im Vatikan wieder Trumpf
Man hätte es nicht für möglich gehalten – aber Ende Oktober wurde das Unvorstellbare wahr. Von Dr. med. Wolfgang B. Lindemann.
(kreuz.net) Vom 31. Oktober bis 4. November veranstaltete die ‘Päpstliche Akademie der Wissenschaften’
ihre jährliche Plenarsitzung. Dabei ging es um eine Apologie der Evolutions-Ideologe.
Die 26 Vorträge der Tagung der ‘Päpstliche Akademie der Wissenschaften’ vor 47 ihrer Mitglieder – davon drei Kardinäle und vier Frauen – behandelten entweder für das Thema irrelevante Beiträge, oder die Variation innerhalb bereits vorhandener Arten oder Gruppen von Arten wie die Pferdeartigen – Pferd, Esel, Zebra –, die in der Schöpfungsforschung als „Grundtyp“ bezeichnet werden.
Der evangelikale US-Genetiker Francis S. Collins (58) behauptete, daß der heutige Mensch vor 100.000 Jahren aus einer Grundpopulation von 10.000 Individuen in Ostafrika entstanden sei.
Dagegen ergeben sehr sichere Schätzungen eine Weltbevölkerung von fünf bis zehn Millionen Menschen am Ende der Altsteinzeit vor etwa 10.000 Jahren.
Doch im Anbetracht der Fruchtbarkeit von heute noch unter Steinzeitbedingungen lebenden Völkern würde eine Ausgangspopulation von nur hundert Menschen diese Zahl innerhalb von nur 500 Jahren erreicht haben.
Der französische Neurowissenschaftler Stanislas Dehaene (43) beschrieb wie der italo-amerikanische Populationsgenetiker Luigi Luca Cavalli-Sforza (86) die Entwicklung der Sprachfähigkeit beim heranwachsenden Menschen.
Beide sagten aber nicht, daß eine mögliche Ursprache der Menschheit völlig im Dunkeln ist und daß alle bekannten 6000 bis 8000 existierenden Sprachen mit der Zeit ständig an grammatischer Komplexität verlieren.
Der Schweizer Chemiker Albert Eschenmoser (83) gab immerhin zu, daß die angebliche Selbstentstehung der ersten lebenden Zelle durch chemische Reaktionen bis heute völlig ungeklärt ist. Er schilderte aber dann so viele – nur winzige Aspekte erfassende – Forschungsansätze, daß der gegenteilige Eindruck hängenblieb.
Der französische Theologe und Philosoph, Pater Jean-Michel Maldamé OP (69) beklagte, daß Evolutionskritiker sich weigerten, die angeblich „konstruktive Rolle des Zufalls“ in der Evolution anzuerkennen.
Der Vortrag des deutschen Pflanzenwissenschaftlers Ingo Potrykus (74) zum Thema „Pflanzenzucht als ein Beispiel von gerichteter Evolution“ bewegte sich ganz im Bereich mikroevolutionärer Variationen wie sie auch Prof. Giertych beschreibt, die mit einer echten Evolution nichts zutun haben.
Potrykus’ Unterstellung, wonach Evolutionskritiker eine Gefahr für die Sicherstellung der Ernährung der Menschheit wären, war folglich nicht mehr als eine Verleumdung.
Richtig zur Sache ging dann die US-Biochemikerin Maxine F. Singer (77). Sie fiel über die Feindbilder „Keationismus“ und „Intelligent Design“ her.
Beide seien „Zerstörer der Wissenschaft“. Die dort vorgebrachten wenigen Beispiele einer irrreduzibler Komplexität seien angeblich wissenschaftlich längst erklärt.
Allerdings trafen Frau Singers Beispiele – etwa der Darwin-Finken – das Problem in keiner Weise.
Ein Trostpreis: Das atheistisch- evolutionistische Topjournal ‘Science’ war mit dem Tagungsergebnis auch nicht zufrieden: Dank Intervention des Erzbischofs von Wien, Christoph Kardinal Schönborn, gab die ‘Päpstliche Akademie der Wissenschaften’ kein klares Bekenntnis zur Evolution ab. ‘Science’ unterstellte ihm und Papst Benedikt XVI., die Evolutionstheorie zu bekämpfen.
Eine Darstellung der Argument für und gegen die Evolutionsideologie findet sich auf der Webseite der Studiengemeinschaft Theologie und Biologie, der deutschsprachigen Tochterorganisation des Kolbe-Centers.
Die 26 Vorträge der Tagung der ‘Päpstliche Akademie der Wissenschaften’ vor 47 ihrer Mitglieder – davon drei Kardinäle und vier Frauen – behandelten entweder für das Thema irrelevante Beiträge, oder die Variation innerhalb bereits vorhandener Arten oder Gruppen von Arten wie die Pferdeartigen – Pferd, Esel, Zebra –, die in der Schöpfungsforschung als „Grundtyp“ bezeichnet werden.
Der evangelikale US-Genetiker Francis S. Collins (58) behauptete, daß der heutige Mensch vor 100.000 Jahren aus einer Grundpopulation von 10.000 Individuen in Ostafrika entstanden sei.
Dagegen ergeben sehr sichere Schätzungen eine Weltbevölkerung von fünf bis zehn Millionen Menschen am Ende der Altsteinzeit vor etwa 10.000 Jahren.
Doch im Anbetracht der Fruchtbarkeit von heute noch unter Steinzeitbedingungen lebenden Völkern würde eine Ausgangspopulation von nur hundert Menschen diese Zahl innerhalb von nur 500 Jahren erreicht haben.
Der französische Neurowissenschaftler Stanislas Dehaene (43) beschrieb wie der italo-amerikanische Populationsgenetiker Luigi Luca Cavalli-Sforza (86) die Entwicklung der Sprachfähigkeit beim heranwachsenden Menschen.
Beide sagten aber nicht, daß eine mögliche Ursprache der Menschheit völlig im Dunkeln ist und daß alle bekannten 6000 bis 8000 existierenden Sprachen mit der Zeit ständig an grammatischer Komplexität verlieren.
Der Schweizer Chemiker Albert Eschenmoser (83) gab immerhin zu, daß die angebliche Selbstentstehung der ersten lebenden Zelle durch chemische Reaktionen bis heute völlig ungeklärt ist. Er schilderte aber dann so viele – nur winzige Aspekte erfassende – Forschungsansätze, daß der gegenteilige Eindruck hängenblieb.
Der französische Theologe und Philosoph, Pater Jean-Michel Maldamé OP (69) beklagte, daß Evolutionskritiker sich weigerten, die angeblich „konstruktive Rolle des Zufalls“ in der Evolution anzuerkennen.
Der Vortrag des deutschen Pflanzenwissenschaftlers Ingo Potrykus (74) zum Thema „Pflanzenzucht als ein Beispiel von gerichteter Evolution“ bewegte sich ganz im Bereich mikroevolutionärer Variationen wie sie auch Prof. Giertych beschreibt, die mit einer echten Evolution nichts zutun haben.
Potrykus’ Unterstellung, wonach Evolutionskritiker eine Gefahr für die Sicherstellung der Ernährung der Menschheit wären, war folglich nicht mehr als eine Verleumdung.
Richtig zur Sache ging dann die US-Biochemikerin Maxine F. Singer (77). Sie fiel über die Feindbilder „Keationismus“ und „Intelligent Design“ her.
Beide seien „Zerstörer der Wissenschaft“. Die dort vorgebrachten wenigen Beispiele einer irrreduzibler Komplexität seien angeblich wissenschaftlich längst erklärt.
Allerdings trafen Frau Singers Beispiele – etwa der Darwin-Finken – das Problem in keiner Weise.
Ein Trostpreis: Das atheistisch- evolutionistische Topjournal ‘Science’ war mit dem Tagungsergebnis auch nicht zufrieden: Dank Intervention des Erzbischofs von Wien, Christoph Kardinal Schönborn, gab die ‘Päpstliche Akademie der Wissenschaften’ kein klares Bekenntnis zur Evolution ab. ‘Science’ unterstellte ihm und Papst Benedikt XVI., die Evolutionstheorie zu bekämpfen.
Eine Darstellung der Argument für und gegen die Evolutionsideologie findet sich auf der Webseite der Studiengemeinschaft Theologie und Biologie, der deutschsprachigen Tochterorganisation des Kolbe-Centers.
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Donnerstag, 20. November 2008 02:47
Hesse2: Oh, Lebl!
Und da ist es schon ein großer Sprung in der menschlichen Erkenntnis, den Glauben an Götter und Götzen
abzulegen und an einen abstrakten, namenlosen und bildlosen „Schöpfer“ zu denken.
Da sind wir ausnahmsweise einer Meinung.
Da sind wir ausnahmsweise einer Meinung.
Donnerstag, 20. November 2008 02:25
Ultramontanus: Ok, Leblhuber,
war nett
Und tut mir übrigens Leid, wenn ich einmal in der Polemik überzogen haben sollte, ich erinnere mich da gerade an etwas.
Schönen Urlaub!
Und tut mir übrigens Leid, wenn ich einmal in der Polemik überzogen haben sollte, ich erinnere mich da gerade an etwas.
Schönen Urlaub!
Donnerstag, 20. November 2008 02:23
Leblhuber: @Ultramontanus:
Bin erst am Montag wieder da! Ich mache Kurzurlaub.
Für heute reicht es!
Freundliche Grüße
Für heute reicht es!
Freundliche Grüße
Donnerstag, 20. November 2008 02:19
Ultramontanus: Leblhuber,
das „Nichts“ ist im Grunde genommen ja nur ein Begriff mit der man die Abwesenheit von etwas bezeichnet. Eigentlich ist das Nichts gar nicht definierbar, würde ich sagen,weil es immer das Wegdenken von etwas Konkretem voraussetzt. Aber bereits hier stößt, so meine ich, die menschliche Vernunft an ihre Grenzen. Denn woher soll ich denn wissen, was ist, wenn ich mir alles, was jetzt ist, wegdenke? Dann müsste ich auch mich selbst wegdenken. Ich komme somit zu dem Ergebnis, dass die Vernunft auf sich selbst zurückgeworfen ist. Sie ist genau dazu brauchbar, gewisse Gesetzmäßigkeiten in der Natur zu erkennen oder auch für Staatskunst, Architektur usw. Aber für mehr taugt sie meiner Ansicht nach nicht. Ich sehe jedenfalls keinen Grund, warum es zulässig oder möglich wäre, mehr zu ergründen. Spekulieren ist natürlich erlaubt, aber Glaubenssätze würde ich daraus nicht ableiten.
Donnerstag, 20. November 2008 02:09
Leblhuber: @Ultramontanus:
Aber für den, der sich nicht damit zufrieden gibt, dass ETWAS aus dem NICHTS wurde und dass vor dem NICHTS
eben auch NICHTS war, der fragt nach dem Sein des „NICHTS“.
Und da ist es schon ein großer Sprung in der menschlichen Erkenntnis, den Glauben an Götter und Götzen abzulegen und an einen abstrakten, namenlosen und bildlosen „Schöpfer“ zu denken.
Dieses Denken hat viele Gesichter und diese Gesichter wandeln sich mit der menschlichen Entwicklung.
Und da ist es schon ein großer Sprung in der menschlichen Erkenntnis, den Glauben an Götter und Götzen abzulegen und an einen abstrakten, namenlosen und bildlosen „Schöpfer“ zu denken.
Dieses Denken hat viele Gesichter und diese Gesichter wandeln sich mit der menschlichen Entwicklung.
Donnerstag, 20. November 2008 01:44
Ultramontanus: Leblhuber,
so verstanden kann ich auch die Bibel lesen, ja. Aber ich kann darausdann keine metaphysischen Schlussfolgerungen ziehen. Wer das kann, soll es meinentwegen tun. Die Erfahrung lehrt aber, dass sowas gefährlich werden kann.
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