Im zweiten Konklave des Jahres 1978 wählten die Kardinäle zuerst nicht den Krakauer Kardinal Karol Woityla zum Papst, sondern einen anderen, der die Wahl aber ablehnte.
Im Konklave 1978 soll zunächst Kardinal Wyszynski zum Papst gewählt worden sei.
(kreuz.net) Im zweiten Konklave des Jahres 1978 wurde zuerst der damalige Primas von Polen, Stefan Kardinal
Wyszynski († 1981), zum Papst gewählt. Das Konklave war im Oktober 1978 nach dem Tod von Papst Johannes
Paul I. zusammengerufen worden.
Das spektakuläre und bisher unbekannte Detail ist im Tagebuch von Kardinal
Wyszynski enthalten. Die Aufzeichnungen im Tagebuch beginnen im Jahr 1948 und enden mit dem Tod des Kardinals
im Jahr 1981.
Diese wichtige geschichtliche Informationsquelle wurde nie publiziert.
Der Nachfolger
des Kardinals, Jozef Kardinal Glemp (78), beschloß, das Tagebuch bis zur Vollendung des Seligsprechungsprozesses
von Kardinal Wyszynski unter Verschluß zu halten.
Bisher hatten nur wenige Historiker Zugang zu diesen
Tagebüchern.
Stefan Kardinal Wyszynski
Einer von ihnen ist Peter Reina, dessen Buch „1978. Die Wahl von Johannes Paul II.“ in
der letzten Woche in Polen erschienen ist.
Bis jetzt war die Rolle Kardinal Wyszynskis während des Konklaves
unklar, weil die Kardinäle, die daran teilnahmen, zum Schweigen verpflichtet waren.
Kardinal Wyszynski
selber redet in seinem Tagebuch auch nicht offen von der Wahl. Die Tatsache kann aber aus seinen Formulierungen
rekonstruiert werden.
Einen Tag nach dem Konklave notierte er in seinem Tagebuch die Antworten, die er
dem Kardinalkämmerer auf die Frage gab, ob er die Wahl annehmen würde.
Er sagte ab. In dem Tagebuch
gibt er folgende Gründe an:
Erstens: Der Papst solle ein Italiener sein, weil die Römer das Recht auf
einen Landsmann als Bischof hätten.
Zweitens: Die Lebensaufgabe des Primas von Polen sei, die Kirche
im Osten Zentraleuropas zu verteidigen. „Ich werde sogar an der polnisch-sowjetischen Grenze fallen, wenn
Gott das möchte“.
Drittens: Er sei schon 77 Jahre alt und nach seiner Meinung sollte ein Papst viel
Kraft zum Arbeiten haben.
Viertens: Zum Papst solle jemand gewählt werden, der dafür allseitig vorbereitet
sei.
Fünftens: „Wenn Kardinal Wojtyla gewählt würde, wäre er verpflichtet die Wahl anzunehmen, weil
seine Aufgaben in Polen anders sind.“
Der polnische Historiker Peter Raina war einer der wenigen, die
bisher Zugang zu den Tagebüchern von Kardinal Wyszynski gehabt haben. Er hat darüber das Werk „1978 –
die Wahl von Johannes Paul II.“ veröffentlicht.
Nach Rainas Angaben wurde Kardinal Wyszynski am 15.
Oktober 1978 in der dritten Abstimmung zum Papst gewählt.
Nach seiner Ablehnung tauchte in der vierten
Abstimmung neben den Namen der favorisierten italienischen Kardinäle Siri, Felici und Benelli der Name
von Karol Wojtyla auf.
Als Wendepunkt kann man ein Abendessen nach dem ersten Konklavetag bezeichnen,
bei dem Kardinal Giuseppe Siri von Genua, Kardinal John Krol von Philadelphia, Kardinal Karol Wojtyla
von Krakau und Kardinalprimas Stefan Wyszynski von Warschau gemeinsam tafelten.
Dabei machte Kardinal
Siri, der bisher die meisten Stimmen für sich vereinigt hatte, das Angebot, sich zurückzuziehen und
seine Anhänger zu bitten, ihre Stimmen Kardinal Wojtyla zu geben.
Er bat auch den polnischstämmigen
Kardinal Krol darum, bei den amerikanischen Kardinälen für Kardinal Wojtyla zu werben.
Ab diesem Zeitpunkt
setzt sich auch Kardinal Wyszynski für die Wahl seines Krakauer Mitbruders ein.
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Ich schließe mich der Meinung des „Wieners“ an, die vom Kardinal-Primas ins Tagebuch gekritzelten Antworten
sind uns auch von Kardinal König überliefert, als er einen polnischen Kardinal ins Spiel brachte. Kardinal
Wyszynski bezog diesen Vorschlag auf sich, und meinte, die Kommunisten wollten ihn ja aus Polen weghaben.
Daraufhin antwortete Kardinal König, er meine ja auch Kardinal Wojtyla. Ich glaube deshalb, daß jene,
die aus den Tagebucheintragungen erschließen wollen, Wyszynski wäre gewählt geworden, sind im Irrtum.
Wyszynski gilt auch nicht als Kirchenmann von internationalem Format. Die Deutsche Messe für die im polnischen
Machtbereich des alten Ostdeutschlands verbliebene und durch Polen schwer unterdrückte deutsche Minderheit
wollte er nach einhelligen Überlieferungen nicht gestatten; er muß also als ausgesprochener polnischer
Nationalist gelten. Als möglicher Papst hat Wysynski nie gegolten, und das kann auch aus dem Tagebuch
kaum geschlossen werden. Wyszynski hätte dann zudem das Konklavegeheimnis schriftlich gebrochen. Ich
glaube, es war so, wie es uns Kardinal König seit jeher überliefert hat. Der Papstkandidat aus Polen
war seit jeher Kardinal Wojtyla, und das ist zweifellos ein toleranter Katholik mit internationalem Format.
Als ernsthafte Gegenkandidaten sind uns Siri und Benelli überliefert. Siri wäre wohl der von Gott gewollte
Papst gewesen, aber Siri lehnte die Wahl wegen schwerer Drohungen gegen sich und seine Familie seit dem
Jahr 1958 ab. Benelli soll einer der Gefangensetzer Pauls VI. sein.
#38 Seefeldt 17:20:12 | Donnerstag, 27. November 2008
Die USA und die Indianer Die weitgehende Ausrottung der Indianer wurde von Scheinchristen begangen, die
zwar dem (Tauf-) Schein nach Christen, in ihrer inneren Einstellung aber absolute Unchristen waren. So
gibt es ja auch heute viele Scheinchristen, die zwar einen Taufschein haben, sich aber absolut unchristlich
verhalten. Das geht zwar heute weniger mit physischem Mord und Totschlag daher, aber oft mit versuchtem
Rufmord – aber nicht gegen Nichtchristen, deren Speichel diese Scheinchristen immer wieder lecken, sondern
gegen echte Christen. Der bisherige US-Präsident George W. Bush gibt sich immer wieder als Christ, läßt
es aber seit Jahren zu, daß in dem von den USA besetzten Irak Christen immer schlimmer verfolgt werden.
#37 Elijahu † 16:55:09 | Mittwoch, 26. November 2008
Die Kirche zwingt niemanden Mitglied zu werden… Und was wollen Sie tun, wenn die Menschen sich nicht
„öffnen“ lassen wollen? Zur rohen Gewalt greifen wie bei den Indianern? … die Zeiten sind vorbei. Aber
es muss den Christen erlaubt bleiben, das Evangelium allen Völkern und jeder Generation neu zu verkünden,
denn das ist ein Auftrag den sie vom Sohn Gottes selbst empfangen hat. In einer Demokratie wo fast 70%
der Deutschen christlichen Konfessionen angehören, sollte es selbstverständlich sein dass es in den
öffentlichen Schulen auch konfessionellen Religionsunterricht gibt. Eine kleine Minderheit aggressiver
Atheisten allerdings will genau dies verbieten, mit äusserst zwielichtigen Argumenten.
#36 Lutheraner 16:45:48 | Mittwoch, 26. November 2008
@ Seefeldt – Warum bleiben Christen mit ihrem Aberglauben nicht unter sich? Es geht dabei nicht um Abgrenzung,
denn Mission ist eben keine Abgrenzung, sondern Öffnung – nicht zuletzt Öffnung der Menschen für die
Frohe Botschaft Gottes. Und was wollen Sie tun, wenn die Menschen sich nicht „öffnen“ lassen wollen?
Zur rohen Gewalt greifen wie bei den Indianern? Mission heißt: Ausbreitung des Christentums unter die
nichtchristlichen Völker. In dem Sinne läßt sich auch der Kommunismus begreifen: Internationalismus
sprich Selbstermächtigung über fremde Hoheitsgebiete. Die Menschen haben die „frohe Botschaft“ dermaßen
satt, daß sie in ihrer Not Bündnisse suchen und zu Gegenkampagnen greifen, weil Christen nichts begreifen
und ihre Intoleranz zum Prinzip erklärt haben. Ohne den expansiven Drang der Kirchen wäre Jesus nichts. www.spiegel.de/…,1518,592638,00.html …iminologie.uni-hamburg.de/….php/Neuer_Atheismus
Und Dialog führt zum Relativismus? Na, das hätte doch der Hl. Paulus wissen sollen, bevor er sich mit
den Athenern auf einen Dialog einließ (Act 17,15-32) – aber wahrscheinlich hat der sich ohnehin geirrt,
denn wer könnte sich denn mit den Einsichten des Zuschreibers Pfützenacker messen?
#34 defendor 16:24:17 | Mittwoch, 26. November 2008
@Seefeldt SIE SAGEN ES ! NICHT um „Endlosdiskussionen“ zu führen, hat unser HERR und GOTT JESUS CHRISTUS
die Apostel ausgesandt…sondern um das heilige Evangelium ZU VERKÜNDEN ! ohne Wenn und Aber und ohne
Abstriche… schon gar keine „Dialoge“ auch nur andeutungsweise über IHN, die ALLEINIGE Wahrheit zu führen !
sondern den GLAUBEN an IHN, die ALLEINIGE WAHRHEIT, in die Herzen zu säen ! DAS ist die Aufgabe der heiligen
Mutter Kirche, Seines mystischen Leibes… und nicht bloss „Arbeitsplatz“ für kirchenferne bis kirchenfeindliche
„Zeitgeist-Menschen“ zu sein, die nicht müde werden, diesen AUFTRAG CHRISTI in endlosen (Lügen-)„Dialogen“…weich
zu spülen…bis…ja bis gar die ALLEINIGE WAHRHEIT JESUS CHRISTUS, unser HERR und GOTT in ihren Augen
gar „wegtolerierbar“ wäre ! Also DAS HEILIGE EVANGELIUM zu verkünden hat der HERR Seinen Aposteln aufgetragen…
und nicht dieses – und damit IHN als die ALLEINIGE WAHRHEIT – dem Gift des religiösen Relativismus preiszugeben…
#33 Seefeldt 16:11:30 | Mittwoch, 26. November 2008
Relativierung der Religion entzieht der Religion die Grundlage Nochmals: Wenn die eigene Religion nicht
als die absolut wahre Religion anerkannt wird, wenn anderen Religionen ebenfalls Wahrheit zugeschrieben
wird, entzieht man damit der eigenen Religion die Grundlage – eben den Glauben an die absolute Wahrheit
der eigenen Religion. Die Folgen des von Wojtyla betriebenen Glaubensrelativismus habe ich hier bereits
wiederholt beschrieben: Zerfall von Glauben und Ehrfurcht vor Gott – sie mußten angesichts der von Wojtyla
betriebenen Glaubensrelativierung zwangsläufig kommen. Von Wojtyla habe ich übrigens eher Bemerkungen
über die Wahrheit in anderen Religionen als Bemerkungen über die Wahrheit der eigenen Religion in Erinnerung.
Und ebenfalls zum wiederholten Male erwähne ich, daß der Heiland die Apostel nicht zum Dialog der Religionen,
sondern zur Missionierung sandte. Es geht dabei nicht um Abgrenzung, denn Mission ist eben keine Abgrenzung,
sondern Öffnung – nicht zuletzt Öffnung der Menschen für die Frohe Botschaft Gottes.
Burgorus, clarissa, Seefeldt B. u.C: herzlichen Dank für die Infos! Seefeldt: doch Mißverständnis denn
dadurch, daß andere Religionen in einigen, aber nicht in allen Bereichen dieselben Wahrheiten lehren,
wie wir, wird unsere Lehre doch in keiner Weise relativiert! Natürlich war auch JPII unverrückbar von
der Wahrheit unseres Glaubens überzeugt. Gerade deswegen konnte er sich doch mit anderen Religionen in
ein Gespräch einlassen! Gesprächsbereitschaft bedeutet immer Sicherheit des eigenen Standpunktes, lediglich
Unsicherheit bewirkt Abgrenzungsbedürfnis!
Werter Burgorus, wie ich bereits sagte: Die klandestinen (i.e. heimlichen) Ehen, welche sich die Partner
nur gegenseitig spendeten, wurden endgültig durch das Dekret „Tametsi“ des Tridentinums abgeschafft.
Schon im vorkodikarischen Eherecht galt aber der Grundsatz, daß bei einem Frauenraub (daß das auch Männern
passieren könnte, hielt man seinerzeit wohl für nicht möglich) solange keine Eheschließung stattfinden
durfte, wie sich die Braut im unmittelbaren Gewahrsam ihres Entführers befand. Bekundete sie jedoch davon
befreit gegenüber einem Priester weiterhin ihre Eheschließungsabsicht, stand der Eheschließung (abgesehen
von den Rechtsförmlichkeiten) nichts im Wege. Dies bestand schon im vorkodikarischen Eherecht des Corp.
Iur. Can. und wurde in die dieses ablösenden Codices übernommen; heute can. 1089. Mit Pius. X. hatte
das nichts zu tun, zumal dieser ja auch starb, bevor der (damals) neue Codex 1917 promulgiert worden ist.
#30 Burgorus 20:55:50 | Dienstag, 25. November 2008
@Clarissa Kult oder Form, auf diese Begriffe hatte ich nicht geachtet. Fakt ist, dass es die von mir beschriebenen
überraschenden Hochzeiten (surprised marriages) gab, dann aber abgeschafft wurden. Welche Paragraphen
dafür sorgten oder inwieweit da Pius X. involviert war, kann ich nicht sagen. Mir hat nur einer, der
in Oxford Theologie studiert hat, gesagt, dass Pius X. für die Abschaffung dieser Ehen verantwortlich
war. Es gab halt dann diese Überfälle nicht mehr. Dass die Einwilligung der Eltern nicht erforderlich
war, ist mir schon klar, aber viele Pfarrer legten auf das Einvernehmen mit den Eltern Wert und hätten
Ehen ohne deren Einwilligung nicht geschlossen, da gab’s halt dann das Mittel des Überfalls auf den Priester.
Nur ungern, werter Burgorus, widerspreche ich, aber die Eheschließung war seit dem III. Laterankonzil
ein öffentlicher kirchlicher Rechtsakt. Das IV. Lateranense hat die klandestinen (nur von den Eheleuten,
nicht vor einem Priester geschlossenen) Ehen pauschal für ungültig erklärt. Das Tridentinum hat dann
mit dem Dekret „Tametsi“ die Formpflicht um zwei Zeugen erweitert und die Nichtigkeitssanktion für klandestine
Ehen urgiert. Unter Benedikt XV. wurde dann der bereits unter Pius X. durch Pietro Card. Gasparri (et
al.) erarbeitete Codex Iuris Canonici promulgiert, der die eherechtlichen Vorschriften aus „Tametsi“ übernahm.
Das Eherecht definierte zwar im Corpus Iuris Canonici bis 1917, wie im Codex Iuris Canonici 1917-1983,
und im Codex Iuris Canonici 1983 Form- aber keine „Kulterfordernisse“. Auch eine Eheschließung invitis
parentibus wurde, bei Einhaltung der kanonischen Formerfordernisse stets als gültig betrachtet.
#28 Burgorus 20:07:16 | Dienstag, 25. November 2008
@Jörg Guttenberger: Veto-Recht, Surprised Marriage Die Geschichte mit dem Veto-Recht, das meines Wissens
der damalige Krakauer Kardinal (den Namen weiß ich jetz nicht; Krakau gehörte damals zu Österreich)
überbracht hatte, kenne ich auch, sie widerspricht aber nicht der Geschichte mit dem Ablehn-Verhalten
des später ins Spiel gebrachten Kardinals Sarto. Ich habe diese Geschichte in einer 3bändigen, vielverkauften
Papstgeschichte jüngeren Datums gelesen. Darin wurde die Bescheidenheit und erkannte Unwürdigkeit dieses
Kardinal gelobt. Einer, dem ich sie erzählte und der in vielen Belangen kein Freund Pius’ X. ist (u.a.
wegen der Abschaffung des Veto-Rechts und seiner allzu bespitzelnden Art), meinte, dieses Sprechen vom
Unwürdigseins könne auch Taktik gewesen sein. Eigentlich sollte man aber so etwas keinem unterstellen.
Pius X. hatte übrigens auch die „Surprised Marriages“ (Oxford Dictionary of the Christian Church) abgeschafft.
Das Sakrament der Ehe spendet ja nicht der Priester, sondern die Eheleute gegenseitig. Doch die katholische
Kirche verlangt den Kult, d.h., dass die Ehe in Gegenwart vor einem Priester geschlossen wird. Was aber,
wenn die Eltern nicht einverstanden waren? Dann organisierte man eben eine Art „Postkutschenüberfall“
auf den zuständigen Priester, schleppte ihn vor die Hochzeitsgäste und sprach vor seinen Augen das Eheversprechen.
Und die Ehe war gültig, da sie vor dem Priester geschlossen wurde. Doch Pius X. hat hatte hier die Regeln
verschärft. Er war eben ein Papst ohne Sinn für Romantik.
#27 Seefeldt 16:34:36 | Dienstag, 25. November 2008
Kein Mißverständnis Eine Religion, die nicht ihren eigenen Glauben für absolut wahr hält, verliert
ihre Grundlage. Das Ergebnis des Entgegenkommens von dem Relativismuspapst Wojtyla gegenüber den anderen
Religionen sehen wir doch deutlich genug: Zerfall von Glauben und Ehrfurcht vor Gott. Das ist doch auch
nur logisch, denn wenn eine Religion anderen Religionen (Teil-) Wahrheit zugesteht, gibt es keinen Grund
mehr, sich für die eigene Religion bedingungslos einzusetzen, da ja angeblich die Wahrheit auch in anderen
Religionen beheimatet sein soll. Und wenn auch in anderen Religionen Wahrheit sein soll, gibt es keinen
Grund mehr, der eigenen Religion absolute Wahrheit zuzuordnen. Und wenn die eigene Religion nur noch relativ
ist, sind auch die Gottheiten dieser Religion nur noch relativ. Dieser Glaubensrelativismus ist nicht
nur glaubenszersetzend, sondern auch absolut unchristlich. Denn Christus gebot nicht, mit den anderen
Religionen zu dialogisieren, sondern sandte die Apostel und Jünger in die Welt, um ihr die Frohe Botschaft
zu verkünden – und um zu taufen, also zu bekehren.
Werter kleiner Muck, erstens, scheint mir, sollte „Konklave“ im Deutschen (wie im Lateinischen) wohl Neutrum
sein; zweitens: Was spricht dagegen, daß der Hl. Geist auch bei Gesprächen extra conclavem dabei ist –
oder ist Ihnen Gegenteiliges bekannt?
Glaubensschäden durch JPII Ich habe den Eindruck, hier gibt es einige Mißverständnisse: Unser Glaube
wird nicht reltiviert, wenn andere Religionen zu einign Punkten dasselbe aussagen, wie wir. Bei einer
Tagung vor Jahren, als diese Erkenntnisse noch neu waren, sagte mir meine ehemaligenDeutschlehrern (OStR;
überzeugte und praktizierende Katholikin) bei Durchnahme eines fernöstlichen Textes, das könnte auch
Franz von Assisi geschriebn haben. Warum wollen Sie in solchen Übereinstimmungen nicht eine Bestätigung
der Richtigkeit unseres Glaubens sehen? Diese Erkenntnis bedeutet für für unsere religiöse Praxis vielleicht
nicht allzu viel, ist aber für unsere Missionare von entscheidender Bedeutung: sie können an Gemeinsames
anknüpfen! Wir müssen uns aufgrund solcher Erkenntnisse nach dem Wesentlichen fragen, also nach dem,
was uns von anderen Religionen unerscheidet, und das ist die Erkenntnis, daß gott die Liebe ist. Unser
Weihbischof Melzer: „Wir können Gott nur in dem Maße erkennen, als wir ihn lieben!“ Eine größere Liebe
hat niemand, als wer sein Leben hingibt für die Seinen! Eine solche Liebe Gottes zu den Menschen finden
wir in anderen Religionen sicher nicht, obwohl die Liebe auch dort mehr oder weniger rudimentär oder
auch deutlich zu erkennen ist. JPII wollte den anderen Religionen entgegenkommen (im Sinne der anima naturliter
christiana) mit dem Hinweis, was schon an Gemeinsamem da ist. Aufgrund seiner Frömmigkeit dürfen wir
gewiß sein, daß une einen richtigen Weg zeigt. Zu mehr fehlt der Platz…
Glaubensschäden durch Wojtyla Seit der Gründung des Christentums durch den Heiland waren die Christen
davon überzeugt, den einen wahren, von Gott geoffenbarten Glauben zu besitzen. Das 2.Vk begann, diese
Überzeugung zu schädigen, indem es auch den anderen Religionen (Teil-) Wahrheit zubilligte. Relativismuspapst
Wojtyla verschärfte diese Fehlentwicklung noch, indem er die anderen Religionen als (weitgehend) gleichwertig
mit dem Christentum darstellte. Damit machte er sich zwar in der Welt beliebt, schädigte aber den katholischen
Glauben immens. Denn ein Glaube, der nicht von seiner absoluten Wahrheit überzeugt ist, trägt nicht
mehr. Die Folgen sehen wir ja heute deutlich genug: Glaubensverfall und damit zusammen schwindende Ehrfurcht
vor Gott.
#21 Seefeldt 15:31:36 | Freitag, 21. November 2008
Der Eiserne Vorhang … wäre auch ohne Wojtyla zusammengebrochen. Der Kommunismus hatte abgewirtschaftet,
und es könnte sein, daß allmählich auch der Raubtierkapitalismus abwirtschaftet. Die Gestaltung der
Politik gehört weniger zu den Aufgaben des Papstes; vielmehr ist es dessen Hauptaufgabe, den christlichen
Glauben zu wahren und zu verkünden. Gerade darin liegt doch einer der Hauptfehler Wojtylas: In seinem
Drang zur Politik vernachlässigte er weitgehend seine wichtigste Aufgabe. Der andere, noch schlimmere
Hauptfehler Wojtylas liegt in der Relativierung des Glaubens. Zwar begann die Glaubensrelativierung bereits
mit dem VK2, aber Wojtyla verschlimmerte diesen Fehler noch schwer. Es dürfte wohl kaum einen Papst geben,
der dem christlichen Glauben so schwer schadete wie eben Wojtyla.
HBR, Burgorus HBR: Ihren Ausführungen zu JPII kann man eigentlich nur vollumfänglich zustimmen. Wie
sähe die Welt ohne diesen Papstaus? Der eiserne Vorhang bestünde sicher heute noch… Bekanntlich hat
sich JPII auch als Papst noch mehrere Stunden am Tage zum Gebet in die Stille zurückgezogen und so seine
Kraft zur kaum für möglich gehaltenen grundlegenden Änderung der politischen Verhältnisse gewonnen.
„In der Stille liegt die Kraft“! Zwar sind die Verdienste von Reagan und Gorbatschow unbestreitbar, aber
ohne die Aushöhlung von Innen durch JPII wäre die Veränderung entweder gescheitert oder zumindest nicht
ohne Blutvergießen gelungen. Burgorus: Soweit mir bekannt, verhielt es sich mit Pius X anders: zunächst
wurde der hochfavorisiere Kardinal Rampolla gewählt, erhielt aber nicht die damals noch notwendige Zustimmung
des Kaisers von Östereich, ein Vetorecht, daß dieser vom Kaiser des hl. römischen Reiches deutscher
Nation geerbt hat und durch die politische Entwicklung völlig überholt war. Nach Ablehnung Rampollas
durch den Kaiser wurde Sarto als Pius X gewählt.Treppenwitz der Geschichte: der Papst, der infolge kaiserlichen
Vetorechtes gewählt wurde, hat eben dieses Vetorecht abgeschafft, so daß ab Benedikt XV die Kardinäle
ungehindertes Papstwahlrecht haben.
#19 Kilian 17:06:40 | Donnerstag, 20. November 2008
@LandorganistII Als mich meine Mitschüler zum Papst gewählt hatten, habe ich die angenommen. Hat sich
aber mit dem Ende der Schulzeit zerschlagen… o^/ Aber bitte nicht weiter sagen!
Kardinal Siri, wurde auch anstelle des Roncalli und wieder an Stelle des Wojtyla gewählt. Wurde jedoch
dazu gezwungen die Wahl abzulehnen, weil sonst seine Familie mit Represalien zu rechnen hätte… So viel
dazu!
#16 pneumat 19:09:37 | Mittwoch, 19. November 2008
kein „Spektakuläres Detail“ Im zweiten Konklave des Jahres 1978 wählten die Kardinäle zuerst nicht
den Krakauer Kardinal Karol Woityla zum Papst, sondern einen anderen, der die Wahl aber ablehnte. Das
bestätigt nur das längst Bekannte, dass Vatikan in alle politischen FM-Spiele einbezogen ist.
Albernheit Oh, Kreuznet, Oh Kreuznet!!! Nun erwartete ich ob der Überschrift mal eine wirkliche Neuigkeit
und dann kommt so ein alter Hut! Ich kann Wiener voll und ganz zustimmen. Diese Erklärungen stammen in
der Tat von Kardinal König, der en detail unter anderem auch erklärte, daß er schon beim vorherigen
Konklave, als Luciani gewählt wurde, vorher Stefan Kardinal Wyszynski ins Spiel gebracht hatte. Die ganze
Geschichte wurde mehrfach dokumentiert und unter anderem das letzte mal in einer vierstündigen Version
am 19.10.2008 auf Phoenix www.phoenix.de/…10/19/0/205626.1.htm ausgestrahlt. Die Darin enthaltende BR-Doku
„Das Jahr der drei Päpste“ von Martin Posselt www.br-online.de/…-ID1223896371200.xml beinhaltet ein
Interview mit Kardinal König, der genau die Wyszynski-Geschichte ausplaudert, die Kreuznet nun exklusiv
in dessen Nachlass entdeckt haben will…
#11 Major Kong 14:24:47 | Mittwoch, 19. November 2008
nicht dem Kardinalkämmerer sondern einer Gruppe von Kardinälen, die ihn fragte. So zumindest legt es
der Artikel in der Rzeczpospolita www.rp.pl/…_glosy_Wojtyle_.html nahe. Dort steht: Dzień po jego zakończeniu
„dla historycznej pamięci“ kardynał zanotował w dzienniku odpowiedź, jaką dał „grupie kardynałów“,
którzy postawili mu pytanie: czy przyjąłby wybór? Übersetzt steht da, daß er (Wyszyński) einen
Tag nach dem Ende (des Konklave) für das geschichtliche Erinnern in sein Tagebuch die Antwort, die er
einer Gruppe von Kardinälen gab, die ihm die Frage stellten, ob er die Wahl annehmen würde. Ergänzend
muss gesagt werden, daß die Frage im poln. Irrealis wiedergegeben wurde. Daher ist von einer hypothetischen
Frage auszugehen. Interessant ist aber, daß gemäß dem Artikel, insbesondere unter Bezug auf dieses
Abendessen, Kardinal Wojtyła von ausgesprochenen Konservativen, hier neben Wyszyński (bei dem innenpolitische
Gründe eine Rolle gespielt haben) auch Kardinal Siri. Leider hat sich das Pontifikat dann nicht in diesem
Geist entwickelt . Das Königtum Jesu Christi beansprucht nicht nur den Unterleib, sondern den ganzen
Menschen, die Kirche, den Staat, die Gesellschaft usw.
diese geschichte … … stimmt durchaus mit den erzählungen kardinal königs überein, nur dass dieser
sehr klar sagt, dass dies nicht nach einer bereits erfolgten wahl, sondern in der phase der gespräche
vor der wahl (eine art „sondierungsphase“) stattfand. und könig soll nach den einwänden von wyszinski
gemeint haben: „es gibt nicht nur einen polnischen kardinal …“ ergo: nichts spektakuläres neues – und
es ist den angaben sicher nicht zu entnehmen, dass wyszinski bereits gewählt war. das ist nichts als
spekulation ohne jeglichen realitätsgehalt.
#9 timpressum † 14:02:56 | Mittwoch, 19. November 2008
Und wo ist der Geist? Ich dachte ja immer, Smokey Himself wählt den Papst. Aber nein… Alles Küngelei
und Filz! Da fällt mir ein: Im Himmel wird der diesjährige Betriebsausflug geplant. Man weiß aber nicht
so recht, wohin man fahren soll. Erste Idee: Bethlehem. Maria ist aber dagegen. Mit Bethlehem hat sie
schlechte Erfahrungen gemacht: Keine Hotelzimmer und so. Nein, kommt nicht in Frage. Nächster Vorschlag:
Jerusalem. Das lehnt Jesus ab. Ganz schlechte Erfahrungen mit Jerusalem! Nächster Vorschlag: Rom. Die
allgemeine Zustimmung hält sich in Grenzen, nur der Heilige Geist ist begeistert: „Oh toll, Rom! Da war
ich noch nie!“
#8 Burgorus 13:11:44 | Mittwoch, 19. November 2008
Mein Eindruck Mein Eindruck ist auch eher, dass er während der Beratungen abgelehnt hatte, ansonsten
wäre diese Sensation sicher bereits durch die nicht so besonders schalldichten Vatikanmauern gedrungen.
Allerdings soll es ja ein Beispiel geben, nämlich Pius X., der gerade aufgrund seiner Ablehnung der Wahl
während der Beratungen gewählt worden ist. Er soll so Erhabenes vom Papstamt gesprochen haben, davon,
dass er dieses nie hinreichend gut ausfüllen könne, dass man ihn gerade deswegen gewählt hatte, nach
dem Motto, der weiß um die Pflichten und die Verantwortung des Papstamtes, nimmt es also nicht auf die
leichte Schulter. Und als er dann gewählt war, lehnte er auf einmal nicht mehr ab. War dieses vorausgehende
Ablehnen während der Beratungen mit Verweis auf die Größe des Papstamtes Taktik?
#7 timpressum † 12:44:01 | Mittwoch, 19. November 2008
Menue im „L’Eau vive“ Menue im „L’Eau vive“ Amuse guele: Luthertartar an Ministratenei **** Lebenswassersuppe
mit Purpurschnecken **** Papstpastete in der Ummantelung von Hostienbruch **** Messweinschaumschlag à
la Trient *** Kaffe und Gemeinplätzchen
@Clarissa: Im L’Eau vive lässt sich übrigens vortrefflich speisen, beeidnruckend auch das abschließende
gesungene abendgebet. Aber Sie haben Recht: So neu ist das gar nicht, Wyszynski war nicht gewählt und
lehnte dann ab, sondern lehnte während der Beratungen ab. so ging das schon früher um die Welt.
Ad clarissam: hat besagtes Abendessen im Obergeschoß-Separee des Lokals L’eau vive stattgefunden Wie
passt das mit der Konklaveordnung zusammen, da die Kardinäle während des Konklave hermetisch von der
Außenwelt abgeriegelt sind???
Spektakuläre Details? Soweit mir schon vor Jahrzehnten bekannt geworden ist, hat besagtes Abendessen
im Obergeschoß-Separee des Lokals L’eau vive stattgefunden und der damalige Erzbischof von Krakau soll
darin zunächst Wyszynskis favorisiert haben, der (als einer von zwei) „mehr als 60% der polnischen Kardinäle“
repräsentiere. War das nun neu oder wichtig? Ist der Artikel nun prawda-, oder iswestija-geeignet?