Wenn Feuer und Wasser sich begegnen, wer wird dann die Oberhand gewinnen? Sind Jugendgottesdienste die Lösung oder ein Teil des Problems?
Ankündigung des ‘Berliner Jugendseelsorgeamt’ für das Experiment „HipHopJam mit Gott“.
(kreuz.net) Heute abend wird in Berlin ein sogenannter „Sprechgesangs-Gottesdienst“ veranstaltet.
Darüber
informiert das Berliner Jugendseelsorgeamt – Referat Jugendkirche – in einer Aussendung.
Auf der Webseite
der Jugendkirche Sankt Michael heißt es dazu: „Heute ist es soweit. Wir starten das Experiment »HipHopJam
mit Gott«.“
Die Ankündigung ist vielversprechend: „Euch erwartet eine Mischung aus Party und Gottesdienst.“
Dazu wird die Kirche in verschiedene Bereiche geteilt: „Neben der Tanzfläche gibt es eine Lounge. Wir
wollen Gott begegnen, mit ihm jammen…“
In einer Pressemeldung zu dem Gottesdienst hieß es am 10. November:
„Wir wollen impulsive Gottesdienste feiern, die dem Lebensgefühl junger Menschen entsprechen!“
Bei der
Gelegenheit könne man mit Gott sprechen, streiten und rappen: „Der HipHopJam »Vorsprechtermin« wird
Gott und Jugendliche näher bringen – kulturell, sprachlich und medial.“
Es gehe dabei nicht darum, profane
Songs „christlich zu vereinnahmen“, sondern den – angeblichen – Lebenswelten Jugendlicher die Kirchentüren
zu öffnen.
Mit Gott zu „jammen“ bedeute, „unverstellt und intensiv in einen Dialog zu treten!“ – zitiert
die Aussendung den Pastoralreferenten Helmut Jansen, der für die Jugendkirche zuständig ist.
Die Jugendkirche
versteht sich – nach eigenen Angaben – auch als Ansprechpartnerin für eine „unbefangene und kritische“
Auseinandersetzung zum Thema Glaube:
„Wir freuen uns auf jeden Einzelnen mit seinen Ideen, Gedanken und
Fragen. Uns geht es nicht um »Ja und Amen«!“
Mit „Ja und Amen“ kann auch die von der Jugendkirche organisierte
Rapp-Veranstaltung nicht rechnen.
„Wenn Feuer und Wasser sich begegnen, wer wird dann die Oberhand gewinnen?“ –
fragt sich ein unbefangener Kritiker der Veranstaltung:
„Tanzfläche, Partys und der Heidenlärm dieser
Welt sind genau das Gegenteil von dem, was die Seele der Jugendlichen braucht, um zu sich und in sich
zu Gott zu finden.“
Email-Adressen der Empfänger
33 Lesermeinungen
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#33 Bart Simpson † 10:47:01 | Donnerstag, 20. November 2008
*lach* Frollein Rottenmaier :)3 richtig so, was hat das überhaupt mit katholisch zu tun – sich für die
Toere und somit für die Bewahrung der Schöpfung einzusetzten – Pfui! Und dann noch diese Berichte über
Rockmusik und Rap und den ganzen neumodischen Kram, das verdorbt doch unsere Jugend nur… Die sollten
mal wieder ein schönes Orgelkonzert hören- Jawoll! Da geht ihnen das Herz auf. Modern = Pöse!!! So
sieht es nämlich aus. Und überhaupt werden viel zu wenig kreuz.netler gefragt was denn den Menschen
eigentlich gut tut. Die wissen es doch so genau, aber keinen interessierts. Dabei wären doch so viele
hier das Maß aller Dinge! Es könnte sooo einfach sein und es würde mit der kath. Kichr in Deutschland
steil bergauf gehen – aber hört jemand auf sie? Nein… Wirklich eine Schande ist das!
@Galatea Lesen Sie die Bravo und andere Jugendzeitschriften. Pornographie, menschliche Gemeinheit und –
ausgerechnet Tierschutz – sind die Themen Nr. 1 dort. AUSGERECHNET TIERSCHUTZ in der phösen, phösen
Bravo!!! DAS GEHT DOCH NICHT!!!!!! Junge Menschen dafür zu sensibilisieren, sich gegen absolute Qual,
Folter und Gewalt stark zu machen, bedeutet wirklich den Untergang des Abendlandes! Ganz Ihrer Meinung.
Bringt den Kindern endlich bei, weiter Ja zu sagen, wegzuschauen, mehr Pelz zu tragen und mehr Gänseleberpastete
zu fressen. Tierschützer sind doch die Allerschlimmsten! Ich schwöre Ihnen, liebe Galatea, die sind
noch schlimmer als das ganze Schwulenpack, die Freimaurer, die Buddhisten und die Modernisten zusammen.
Eigentlich könnten die Gewalttaten gegen Tiere noch viel perverser sein, als sie ohnehin schon sind.
Und wen interessiert schon Tierquälerei??? Hauptsache ist doch, man ist katholisch!!!!!!! :)3
#31 Steini1974 09:48:00 | Donnerstag, 20. November 2008
@Maranatha Wenn Sie Ihre Emotionen im Griff haben und wir auf die Sachebene kommen, können wir gerne
ins Gespräch kommen. Aber Ihr Beitrag lässt erahnen, dass Sie das gar nicht wollen. Nur ein Hinweis
dafür, Sie schreiben: „Glaubt denn irgendeiner der Veranstalter, mit diesem Schwachsinn Jugendliche zu
Gott führen zu können?“ Wo habe ich das behauptet? Ich rede lediglich von einem Hineinführen in die
Gemeinschaft der Kirche! Werden Sie sachlich oder bleiben Sie das, was Sie mir vorwerfen. Gott segne Sie!
#30 Confiteor 08:58:48 | Donnerstag, 20. November 2008
Maranatha Sie müssen doch keine Kirchensteuer zahlen, wenn Sie nicht wollen und konnen trotzdem stramme
Katholikin bleiben. Damit verhindern Sie, dass Sie mitschuldig werden…
#29 Maranatha 08:37:14 | Donnerstag, 20. November 2008
So ein ausgemachter Schmarrn. Glaubt denn irgendeiner der Veranstalter, mit diesem Schwachsinn Jugendliche
zu Gott führen zu können? Dass wir Katholiken über unsere Kirchensteuer diesen Müll mitfinanzieren
müssen, regt mich wirklich auf. Und dann dieser Unfug „Jugendkirchen sind Schutzräume für sensible
Jugendliche“ – das meinst Du doch nicht ernst STeini1974?… M.
#28 Steini1974 07:47:12 | Donnerstag, 20. November 2008
Was die Jugend braucht, was sie selbst am besten… Diese Art von Diskussionen über gehen ins Leere.
Stattdessen ist es an der Zeit mit der Jugend zu diskutieren. Sie kann und soll selbst äußern, was sie
braucht. Den Dialog mit der Jugend fördern die Jugendkirchen in Deutschland durchaus. Die Jugendkirchen
senken auch die Schwelle, die für viele Suchenden zunächst viel zu hoch sind. Dass die Schwelle für
Jugendliche zu hoch ist hat unter anderem damit zu tun, dass unsere Kirche voller Pharisäer ist, die
sich auch vornehmlich gerne hier bei kreuz.net treffen und sich am liebsten damit beschäftigen, Splitter
in den Augen anderer zu suchen, wo keine sind. Sie merken nicht oder sie verdrängen bewusst ihren Balken
und sehen nicht (mehr), dass sie ein Brett vor dem Kopf haben. Eben diese Pharisäer sind es, die es Suchenden
erschweren, den Weg in die Gemeinschaft der Kirche zu finden. Die Jugendkirchen sind Schutzräume für
die sensible Jugend, wo sie vor den Pharisäern unserer Zeit verschont bleiben. Nicht wenige werden dort
bestärkt und tanken genug Kraft, um dann in einem nächsten Schritt sich in die Ortgemeinden zu begeben.
Den wagen sie aber erst dann, wenn sie gegen die Pharisäer bestehen können.
#27 Bart Simpson † 00:59:26 | Donnerstag, 20. November 2008
Ach ja also ich würde es ja mal auf einen Hip Hop Contest ankommen lassen… oder hören sie doch erst
einmal hier de.youtube.com/watch?v=AsLCQov3E5g rein, für den Anfang…
#25 Bart Simpson † 00:28:16 | Donnerstag, 20. November 2008
@ Galatea Sie können ja hier alle gerne reimen so viel sie wollen – ich finds bekloppt und mit Rap oder
Hip Hop hat das mal gar nix zu tun, eher mit 80. Geburtstag von Opa Erwin. „Der Opa wird heut 80 Jahr –
ist das nicht wunderbar“ hat so in etwa das Niveau was hier „gereimt“ wird – aber wem so Spaß macht –
bitte, warum nicht… Sie – und das ist das lustige – kennen sich weder hier noch dort aus. Ich wäre
vorsichtig mit derartigen Äußerungen, da sie mich nicht kennen, sie könnten sich böse in die Nesseln
setzten…
#24 Galatea 00:24:55 | Donnerstag, 20. November 2008
Herr Bart Simpson, Getreu dem neuen Userpakt würde ich Ihnen fogendes raten: Gehens Ihren HipHop hören,
bevor Sie ältre Leute stören. Ergehen sich, so ists der Brauch, in Ejakulationen auch. Herr Bart, kein
Mensch von fern und nah beschneidet Ihnen’s Menschsein da. Sie – und das ist das lustige – kennen sich
weder hier noch dort aus.
#23 Bart Simpson † 00:12:14 | Donnerstag, 20. November 2008
Hip Hop Experten Nicht nur dass sich alle in der Bibel und im katholischen Glauben auskennen, nein – jetzt
sind hier auch noch jede Menge Hip Hop Experten am Start. Na Glückwunsch. Na dann können sie mir auch
sicher sagen wer W4C ist und wofür die Abkürzung steht nicht wahr? Wenn nicht googlen sie doch die Gruppe
mal aus Spaß oder klicken sie direkt hier www.w4c.info/. Aber lesen müssen sie dann schon selber
#22 Galatea 00:07:06 | Donnerstag, 20. November 2008
Biedermann und die Brandstifter… …es wissen viele Eltern nicht, weil es ihnen vorenthalten wird, was
ihre Kinder schreckliches hören müssen. Und sehen. Und das jeden Tag. Hören Sie sich die Texte an,
sehen Sie sich die Videos an. Es gibt keine Steigerung mehr, wenn z.B. meine 15-jährige Tochter mir –
Knopf im Ohr – im Auto beschreibt, sie hört gerade ein Lied über Kannibalismus an, aber – es sei ja
nicht so schlimm. Und sich wundert, dass ich wegen einer solchen Lappalie ihr den mp3-player verbiete.
Wie ich gerne schreibe: bitte, informieren Sie sich selber. In diesem Fall ist es ein wirklich dringendes
Anliegen. Hören Sie sich diese Musik selber an. Lesen Sie die Bravo und andere Jugendzeitschriften. Pornographie,
menschliche Gemeinheit und – ausgerechnet Tierschutz – sind die Themen Nr. 1 dort. HipHop ist keine Musik.
Es ist ein Propagandainstrument, das man ernst nehmen muss.
#21 Hochmut 22:51:18 | Mittwoch, 19. November 2008
@„Jugendseelsorger“ Wenn Blinde Blinde führen. Machen Sie sich 1.) schlau über Hip Hop. Woher kommt
der?! Welche Kreise bedienen sich dieser Art der Ausdrucksform?! 2.) Lieben Sie die Ihnen Anvertrauten
und ersparen Sie Ihnen diesen „Event“ 3.) Um „jugendgerechte“ Wege des Gottesdienstes zu finden beten
Sie an! Aussetzung des Allerheiligsten so oft wie möglich – in Ruhe und Sammlung des Geistes.
Sollten irgendwelche Terroristen…, vielleicht gar gewaltbereite Islamisten, sich einig sein, einen Anschlag
zu begeh’n – die oben genannte „Kirch’“ sollt zur Verfügung stehn!!!
Richtige Strategie? Einverstanden: Kirche, wenn sie Zukunft haben will muss auf die Menschen, die Jugend
zugehen, ja sie umwerben. Die Frage ist dann nur, ob die Kirche sich dann ausgerechnet Formen auswählen
sollte um für sich zu werben, die ihrem Wesen vollkommen fremd sind. Sollte sie sich nicht auf die Stärken
besinnen, die ihr traditionell zu eigen sind und mit Hilfe dieser Stärken auf die Menschen zugehen? Hat
denn Luciano Pavarotti versucht sein Publikum durch Go-Go-Tanz und Stripvorstellungen zu beeindrucken?
Hip Hop und Ähnliches können andere sicher viel professioneller als die katholische Kirche und ihr Prestigegewinn
bei den Jugendlichen wird so kaum nachhaltig sein.
#18 Lutheraner 20:36:30 | Mittwoch, 19. November 2008
@ agnosti Das Who is Who im Himmel Ich glaube an den Weihnachtsmann. Er bringt mir jedes Jahr Geschenke.
Versuchen Sie, mich vom Gegenteil zu überzeugen. Finden Sie einen Beweis? James Randy stand vor einem
gleichen Problem. Er bemerkte, daß Argumente nichts bewirken. Als kehrte er das Verhältnis um und setzte
(vor 20 Jahren) 1 Million Dollar aus für den, der den Beweis unter wissenschaftlichen Bedinungen erbringt,
daß es Gedankenübertragung u.ä. gibt. Wo Gott, Engel, Feen, Willenskräfte sich dem Experiment verweigern –
warum springt der Teufel nicht in die Bresche? Immerhin hat er nach „Augenzeugenbericht“ magische Kräfte!
Er könnte Gott eins auswischen durch eine Existenzbekundung!? Die Website können Sie googeln. Trotzdem
gibt es den Weihnachtsmann.
Wir üben noch, also ganz sachte. Nicht dass ich mir draus etwas machte, doch Übende bleiben wir eben,
solange währet unser Leben. Warum sollt’ es dann insgeheim beim Reimeschmieden anders sein?
Salve poetae! Ich stimme den Reimern hier zwar inhaltlich zu, aber bitte, Leute, arbeitet an eurer Metrik!
Da holperts ja nur so Oder wollt ihr euch als NGL-Dichter bewerben?
#13 Lutheraner 19:51:41 | Mittwoch, 19. November 2008
Wenn sie den Hip-Hop jetzt kaufen, kriegen sie eine Bibel oben drauf Das bloße Bekenntnis ersetzt die
Überzeugung. Spätestens, wenn der Gott die Wünsche nicht erfüllt, bleibt vom Glauben gerade noch eine
CD. Verstehe einer die Katholiken.
#11 derLeser 19:40:40 | Mittwoch, 19. November 2008
agnosti Die Kirche verliert an Einfluss, das ist gut so! Sie hat die Jugend verloren, das ist gut so!
Sie hat die Frauen verloren, die Männer so wie so, das ist gut so! sind nur Scheinerfolge für euch Pyrrhussiege
!
#10 agnosti † 19:38:43 | Mittwoch, 19. November 2008
Wer sich einbildet SO das Sterben der Kirche aufhalten zu können IRRT! Die Kirche verliert an Einfluss,
das ist gut so! Sie hat die Jugend verloren, das ist gut so! Sie hat die Frauen verloren, die Männer
so wie so, das ist gut so! Weg mit der Zwangs“beglückung“ im Religionsunterricht! Die Kirche soll in
ihren Gemeinden indoktrinieren! Dann ist in dreißig Jahren die Kirche Gechichte und das ist gut so!
#8 Seefeldt 18:57:51 | Mittwoch, 19. November 2008
Deswegen nicht Ein Gottesdienst sollte ein Nähersein bei Gott sein. Nähersein heißt auch, sich Gott
zu nähern in der Ehrfurcht, die dem Allerhöchsten gebührt. Nähersein bei Gott heißt auch, sich Gott
zu öffnen. Das alles geht aber nicht bei dem Krach, wie er leider in vielen Jugend-„Gottesdiensten“ abgehalten
wird und der jedes Nähersein bei Gott erschlägt.
Warum nicht? Grundsätzlich ist auch ein Gottesdienst mit Rap in Ordnung, wenn man so Jugendlichen den
christlichen Glauben etwas näher bringen kann. Meistens kommen die Jugendlichen zu den Gottesdiensten
der Jugendkirchen, die mit dem 10.30-Uhr-Gottesdienst nicht viel anfangen können. Was bringt auf die
Jugendlichen bezogen eine Messe, bei der schon die Erwachsenen oft die Predigt nicht verstehen? Und die
Lieder, die Musik? Warum nicht modern,zeitgemäß? Es gab Zeiten, da haben fromme Mitbürger die Kirchenorgel
als unpassend abgelehnt!
Berens Reime: Die Jugend will der Joberens verführen, die er sich als Ziel hat auserwäht. Joberens scheut
gar keine Mühen, Er hat sie mit seinen Wahnideen vermählt.
Wenn er sich nur die Leier sparte! Doch dem Elija offenbarte sich unser Herr nur in der Stille. Nicht
durch die rosarote Brille, auch nicht in Sturm und Feuersglut der Herr sich Menschen zeigen tut. Zu lesen
ist’s im Buch der Könige oder auch hier www.redemptoristen.com/index.php?id=178&program… – das wissen
wenige. Gott wohnet nicht im Knalleffekt, drauf trink’ ich mit Euch einen Sekt.
Ein Reim: Und wenn wir auch noch weiter rappen gehn, wird ein jo Berens bei uns stehn. Der Berens hat
sie nicht mehr alle, er ist eine ganz dumme Qualle.
@Ob Jesus sich das so auch dachte,… ales er damals es uns vormachte, wie wir zusammen kommen sollen,
und gottesdeinste feiern wollen. Vielleicht wird es gleich heller, denn Berens steigt aus seinem Keller
und wird, wie immer, uns beglücken mit weisen Sprüchen, Prosa-Stücken. Er mag nun über uns ausgießen
die Eifel-Weisheit mög nun fließen!
#2 proetcontra 18:00:28 | Mittwoch, 19. November 2008
unbfangene Mitmenschen wissen was ander brauchen Wenn Feuer und Wasser sich begegnen, wer wird dann die
Oberhand gewinnen?“ – fragt sich ein unbefangener Kritiker der Veranstaltung: „Tanzfläche, Partys und
der Heidenlärm dieser Welt sind genau das Gegenteil von dem, was die Seele der Jugendlichen braucht,
um zu sich und in sich zu Gott zu finden.“ Schön, dass es immer wieder Menschen gibt, die immer wieder
ganz genau wissen, was anderebrauchen!