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Mittwoch, 19. November 2008 17:45
Heute abend wird gerappt
Wenn Feuer und Wasser sich begegnen, wer wird dann die Oberhand gewinnen? Sind Jugendgottesdienste die Lösung oder ein Teil des Problems?
Ankündigung des 'Berliner Jugendseelsorgeamt' für das Experiment "HipHopJam mit Gott".
Ankündigung des ‘Berliner Jugendseelsorgeamt’ für das Experiment „HipHopJam mit Gott“.
(kreuz.net) Heute abend wird in Berlin ein sogenannter „Sprechgesangs-Gottesdienst“ veranstaltet.

Darüber informiert das Berliner Jugendseelsorgeamt – Referat Jugendkirche – in einer Aussendung.

Auf der Webseite der Jugendkirche Sankt Michael heißt es dazu: „Heute ist es soweit. Wir starten das Experiment »HipHopJam mit Gott«.“

Die Ankündigung ist vielversprechend: „Euch erwartet eine Mischung aus Party und Gottesdienst.“

Dazu wird die Kirche in verschiedene Bereiche geteilt: „Neben der Tanzfläche gibt es eine Lounge. Wir wollen Gott begegnen, mit ihm jammen…“

In einer Pressemeldung zu dem Gottesdienst hieß es am 10. November: „Wir wollen impulsive Gottesdienste feiern, die dem Lebensgefühl junger Menschen entsprechen!“

Bei der Gelegenheit könne man mit Gott sprechen, streiten und rappen: „Der HipHopJam »Vorsprechtermin« wird Gott und Jugendliche näher bringen – kulturell, sprachlich und medial.“

Es gehe dabei nicht darum, profane Songs „christlich zu vereinnahmen“, sondern den – angeblichen – Lebenswelten Jugendlicher die Kirchentüren zu öffnen.

Mit Gott zu „jammen“ bedeute, „unverstellt und intensiv in einen Dialog zu treten!“ – zitiert die Aussendung den Pastoralreferenten Helmut Jansen, der für die Jugendkirche zuständig ist.

Die Jugendkirche versteht sich – nach eigenen Angaben – auch als Ansprechpartnerin für eine „unbefangene und kritische“ Auseinandersetzung zum Thema Glaube:

„Wir freuen uns auf jeden Einzelnen mit seinen Ideen, Gedanken und Fragen. Uns geht es nicht um »Ja und Amen«!“

Mit „Ja und Amen“ kann auch die von der Jugendkirche organisierte Rapp-Veranstaltung nicht rechnen.

„Wenn Feuer und Wasser sich begegnen, wer wird dann die Oberhand gewinnen?“ – fragt sich ein unbefangener Kritiker der Veranstaltung:

„Tanzfläche, Partys und der Heidenlärm dieser Welt sind genau das Gegenteil von dem, was die Seele der Jugendlichen braucht, um zu sich und in sich zu Gott zu finden.“
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 33 Lesermeinungen:
Donnerstag, 20. November 2008 10:47
Bart Simpson †: *lach* Frollein Rottenmaier
richtig so, was hat das überhaupt mit katholisch zu tun – sich für die Toere und somit für die Bewahrung der Schöpfung einzusetzten – Pfui!
Und dann noch diese Berichte über Rockmusik und Rap und den ganzen neumodischen Kram, das verdorbt doch unsere Jugend nur… Die sollten mal wieder ein schönes Orgelkonzert hören- Jawoll! Da geht ihnen das Herz auf.
Modern = Pöse!!! So sieht es nämlich aus. Und überhaupt werden viel zu wenig kreuz.netler gefragt was denn den Menschen eigentlich gut tut. Die wissen es doch so genau, aber keinen interessierts.
Dabei wären doch so viele hier das Maß aller Dinge!
Es könnte sooo einfach sein und es würde mit der kath. Kichr in Deutschland steil bergauf gehen – aber hört jemand auf sie? Nein… Wirklich eine Schande ist das!
Donnerstag, 20. November 2008 10:25
Lesen Sie die Bravo und andere Jugendzeitschriften. Pornographie, menschliche Gemeinheit und – ausgerechnet Tierschutz – sind die Themen Nr. 1 dort.

AUSGERECHNET TIERSCHUTZ in der phösen, phösen Bravo!!!

DAS GEHT DOCH NICHT!!!!!! Junge Menschen dafür zu sensibilisieren, sich gegen absolute Qual, Folter und Gewalt stark zu machen, bedeutet wirklich den Untergang des Abendlandes! Ganz Ihrer Meinung. Bringt den Kindern endlich bei, weiter Ja zu sagen, wegzuschauen, mehr Pelz zu tragen und mehr Gänseleberpastete zu fressen.

Tierschützer sind doch die Allerschlimmsten! Ich schwöre Ihnen, liebe Galatea, die sind noch schlimmer als das ganze Schwulenpack, die Freimaurer, die Buddhisten und die Modernisten zusammen.

Eigentlich könnten die Gewalttaten gegen Tiere noch viel perverser sein, als sie ohnehin schon sind. Und wen interessiert schon Tierquälerei??? Hauptsache ist doch, man ist katholisch!!!!!!!
Donnerstag, 20. November 2008 09:48
Steini1974: @Maranatha
Wenn Sie Ihre Emotionen im Griff haben und wir auf die Sachebene kommen, können wir gerne ins Gespräch kommen.
Aber Ihr Beitrag lässt erahnen, dass Sie das gar nicht wollen.
Nur ein Hinweis dafür, Sie schreiben:
„Glaubt denn irgendeiner der Veranstalter, mit diesem Schwachsinn Jugendliche zu Gott führen zu können?“
Wo habe ich das behauptet? Ich rede lediglich von einem Hineinführen in die Gemeinschaft der Kirche!
Werden Sie sachlich oder bleiben Sie das, was Sie mir vorwerfen.
Gott segne Sie!
Donnerstag, 20. November 2008 08:58
Confiteor: Maranatha
Sie müssen doch keine Kirchensteuer zahlen, wenn Sie nicht wollen und konnen trotzdem stramme Katholikin bleiben.

Damit verhindern Sie, dass Sie mitschuldig werden…
Donnerstag, 20. November 2008 08:37
Maranatha: So ein ausgemachter Schmarrn.
Glaubt denn irgendeiner der Veranstalter, mit diesem Schwachsinn Jugendliche zu Gott führen zu können?
Dass wir Katholiken über unsere Kirchensteuer diesen Müll mitfinanzieren müssen, regt mich wirklich auf.
Und dann dieser Unfug „Jugendkirchen sind Schutzräume für sensible Jugendliche“ – das meinst Du doch nicht ernst STeini1974?…

M.
Donnerstag, 20. November 2008 07:47
Steini1974: Was die Jugend braucht, was sie selbst am besten…
Diese Art von Diskussionen über gehen ins Leere. Stattdessen ist es an der Zeit mit der Jugend zu diskutieren. Sie kann und soll selbst äußern, was sie braucht.
Den Dialog mit der Jugend fördern die Jugendkirchen in Deutschland durchaus. Die Jugendkirchen senken auch die Schwelle, die für viele Suchenden zunächst viel zu hoch sind.
Dass die Schwelle für Jugendliche zu hoch ist hat unter anderem damit zu tun, dass unsere Kirche voller Pharisäer ist, die sich auch vornehmlich gerne hier bei kreuz.net treffen und sich am liebsten damit beschäftigen, Splitter in den Augen anderer zu suchen, wo keine sind. Sie merken nicht oder sie verdrängen bewusst ihren Balken und sehen nicht (mehr), dass sie ein Brett vor dem Kopf haben.
Eben diese Pharisäer sind es, die es Suchenden erschweren, den Weg in die Gemeinschaft der Kirche zu finden.
Die Jugendkirchen sind Schutzräume für die sensible Jugend, wo sie vor den Pharisäern unserer Zeit verschont bleiben. Nicht wenige werden dort bestärkt und tanken genug Kraft, um dann in einem nächsten Schritt sich in die Ortgemeinden zu begeben. Den wagen sie aber erst dann, wenn sie gegen die Pharisäer bestehen können.
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