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Donnerstag, 20. November 2008 13:37
Wer wird neuer Bischof in Münster?
Damit mit Sicherheit alles kaputtgeht, wird man sich bemühen müssen, daß alles beim alten bleibt. Ein Mann des Apparats und Strukturerhalter wäre in diesem Sinn ein Wunschkandidat.
Wer wird Bischof von Münster?
Wer wird Bischof von Münster?
(kreuz.net, Münster) Der Beginn des neuen Kirchenjahres am ersten Adventssonntag ist ein günstiger Augenblick für die Bekanntgabe des neuen Bischofs von Münster.

Das erklärte der Journalist Johannes Loy (45) am 16. November in der ‘Borkener Zeitung’.

Loy erinnert daran, daß der Münsteraner Weihbischof Franz-Peter Tebartz-van Elst am 1. Adventssonntag 2007 zum neuen Bischof von Limburg ernannt wurde.

In Münster wählt das Domkapitel den neuen Bischof aus einer Dreierliste. Es hat schon im April eine Kandidatenliste an den Berliner Nuntius geschickt.

Die übrigen Ortsbischöfe auf dem Gebiet des früheren Preußen – von Görlitz bis Köln – haben gemäß den Konkordatsregeln von 1929 ebenfalls ihre Favoriten weitergereicht.

Damit muß der Nuntius nach Angaben von Loy „vermutlich zwischen zwanzig und vierzig Vorschläge bearbeiten und unter strengster Diskretion Informationen über die Genannten einholen.“

Wem treu?
Römische Linientreue gelte als oberstes Kriterium – glaubt Loy: „Das erklärt, warum manche Kandidaten sich öffentlich äußerst behutsam äußern oder Reizthemen meiden. Ein falscher oder missverständlicher Satz, und die Chancen sind dahin.“

Dann zitiert er den altliberalen Altbischof von Innsbruck, Mons. Reinhold Stecher (86).

Dieser beklagte kürzlich, daß Rom bei den Bischofsernennungen der vergangenen Jahre „mehr zum Statthalter statt zum Hirten“ tendiere und der Stand der Seelsorgspriester in der Hierarchie „weitgehend nicht mehr präsent“ sei.

Das führe zu einer „emotionalen Entfremdung“ zwischen Gläubigen und der kirchlichen Hierarchie.

Sie tagen und tagen – und es dämmert nicht
Die römische Bischofskongregation tagt zweimal im Monat. Wenn deutsche Themen anstehen, sind die Kardinäle Joachim Meisner aus Köln und Karl Lehmann aus Mainz – nach Angaben von Loy – „sicher zur Stelle“.

Loys Vermutung: „Gerade Meisner dürfte ein Interesse daran haben, einen Mann seines Vertrauens, möglicherweise einen Kölner Weihbischof, für Münster durchzusetzen.“

Von der Bischofskongregation gehe eine möglicherweise veränderte Dreierliste an den Papst, der diese eventuell wieder abändert. Schließlich landen drei Namen beim münsterschen Domkapitel, das den neuen Bischof wählt.

Wenn die absolute Mehrheit in den ersten beiden geheimen Wahlgänge nicht zustande kommt, wird im dritten Wahlgang mit einfacher Mehrheit gewählt.

Erst nach der Zustimmung der Landesregierungen von Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen geht der Name des Gewählten wieder nach Rom und wird dort vom Papst ernannt.

Die potentiellen Aufsteiger
Die Erfahrung im Bistum Münster spricht für die Wahl eines „Einheimischen“, die bisherige Besetzungspraxis unter Benedikt XVI. eher für einen auswärtigen Bischof – erklärt Loy.

Als Kandidaten nennt die Münsteraner Weihbischöfe, Mons. Franz-Josef Overbeck (44) und Mons. Heinrich Timmerevers (56).

Von außerhalb werden der Kölner Weihbischöfe Heiner Koch (54) und der Paderborner Weihbischof Matthias König (49) genannt.

Auch der Name des Augsburger Weihbischofs Anton Losinger (51) ist schon gefallen. Er ist nach Angaben von Loy „ein hochintelligenter Mann mit Promotion in Theologie und Volkswirtschaft“.

Genannt werden ferner der Sekretär der Deutschen Bischofskonferenz, Jesuitenpater Hans Langendörfer (57), und der Leiter des Berliner Kommissariats der Deutschen Bischöfe, Prälat Karl Jüsten (47).

Dann wird Loy geheimnisvoll: „Vielleicht kommt aber auch ein aus dem Bistum Münster stammender Theologieprofessor in Frage, der zuletzt etwas aus dem Blickfeld geraten ist.“
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 31 Lesermeinungen:
Mittwoch, 3. Dezember 2008 20:12
Cultor: Alles entschieden
Ich glaube, was das Thema neuer Bischof in Münster angeht, ist alles bereits entschieden. Wenn man Äußerungen verschiedener Domherren und -angehörigen glauben schenken kann, wartet man nur noch auf die Ernennung Overbecks (die noch vor Weihnachten stattfinden soll). Auch aus dem Seminar sind verschiedene Töne zuhören, die darauf hindeuten das alles für ihn entschieden ist.
Ich bin nicht ganz sicher, denke aber, die wichtigsten Weichen für den neuen Bischof sind gestellt. Bleibt abzuwarten was an einem Freitag um 12 in den nächsten drei Wochen am Dom passieren wird.
Mittwoch, 26. November 2008 15:49
LandorganistII: @rumpelstilz
Ich teile Deine Meinung, dass jetzt mal jemand von außen kommen sollte.
Montag, 24. November 2008 13:59
Elijahu: Hahaha
Die Diözesanbibliothek ist einfach der Hammer. 50 MILLIONEN sind dafür mal eben ausgegeben worden. Ein enger Vertrauter von Lettmann meinte mal zu mir, wenn die breite Masse das mal in die richtige Relation setzen würde müsste es eigentlich zu Aufständen kommen.
Montag, 24. November 2008 12:15
rumpelstilz: landorganist II
deine begeisterung für bischof lettmann teile ich nicht ganz, am anfang war er sicherlich jemand, der vieles nach vorne gebracht hat, aber die letzten 10 jahre hat er irgendwie laufen lassen und vor allem leute noch oben geholt, die sicherlich brav sind, aber das bistum nicht weitergebracht haben, manch einer wäre als pfarrer einer normalen gemeinde überfordert gewesen, meine ich. und das generalvikariat ist in vielen abteilungen einfach nur arrogant und besserwisserisch, als ob die leute unten blöd wären. die schärfste sache ist die neue diözesanbibliothek, allen erzählen sie, sie sollen sparen, die gemeinden werden gekürzt, und dann wird da so ein klotz hingesetzt, der nicht einmal schön ist. für wen ist der bau eigentlich gedacht, außer das sich da einer ein denkmal setzen wollte? und dann diese herumfusioniererei ohne konzept. das ist doch abenteuerlich. also, auf jeden fall einer von außen, der den domplatz mal durchpustet.
Sonntag, 23. November 2008 12:18
ralf fresena: Meister Kadosch?
Irgend ein Logenbruder mit mindestens 20. Grad(Loge) würde ich meinen; nicht wie „Hochwürden“ Marx, der ist ja bloß Rotarier oder bei den Lions. In Münster muss schon ein bißchen mehr Pfeffer dahinter sitzen.
Am besten dann gleich wie im Bistum Hildesheim 150!!! Kirchen dichtmachen und vielleicht als Moscheen an die Moslems verhökern.
Ich hoffe es kommt endlich ein weitsichtiger Seelsorger mit genügend Mut, Anstand und ehrlichem Glauben auf den hohen Stuhl. Ich habe nach wie vor die Meinung, wenn wir nicht langsam anfangen zu handeln, anstatt wichtig zu reden, ist der Islam in spätestens 30 – 40 Jahren die Hauptreligion in Deutschland, Frankreich und den Benelux-Ländern.
Samstag, 22. November 2008 18:39
LandorganistII: Arme Mathilde,
fühlen Sie sich wieder einmal verfolgt, von bösen Freimaurern und Rotariern? Armes Mädchen!

Ich als Diözesane des Bistums Münster wünsche mir einen Bischof, der aus der Seelsorge kommt, der weiß wo den Gläubigen der Schuh drückt. Und der darf gern von außerhalb kommen. Außerdem oute ich mich auch noch schnell als einer, der Bischof em. Reinhard sehr verbunden und dankbar ist.
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