Es stellt sich die Frage, warum die deutsche Bundeskanzlerin auf geistige Weise mindestens 1.200 Synagogen nachträglich dem verheerenden Feuer ihrer Gedenkrhetorik überantwortet hat. Geistige Brandstiftung?
Neubau der 1938 zerstörten Münchner Hauptsynagoge.
(kreuz.net) „Zehntausende widerstanden bis aufs Blut“. Das erklärte Pater Lothar Groppe (81), am 22.
November in einem Leserbrief für die ‘Frankfurter Allgemeine Zeitung’ im Zusammenhang mit der nationalsozialistischen
Judenverfolgung in Deutschland.
Pater Groppe ist ein deutscher Jesuit und Historiker. Er ist Sohn des
Widerstandskämpfers und degradierten Generalleutnants der Wehrmacht, Theodor Groppe († 1973).
Der Jesuit
weist darauf hin, daß den Worten der Bundeskanzlerin zum Gedenken an die Reichskristallnacht „offenkundig
erheblich überhöhte Zahlen“ vorlagen, als sie sagte:
„Die Flammen, die aus den 1400 Synagogen in Deutschland
in dieser Nacht schlugen, sind unübersehbar gewesen, und doch hat sich ‘kein Proteststurm’ erhoben.“
Brennende Kuppenheimer Synagoge, 10. November 1938
1400 verbrannte Synagogen?
Für den Jesuiten ist klar, daß niemand die Verbrechen der Reichskristallnacht
leugnen kann: „Jedoch muß man sich an die Fakten halten, die grausig genug sind.“
Dann trägt der Pater
die Fakten vor:
„Der berüchtigte Reinhard Heydrich meldete am 11. November 1939, es seien 815 Geschäfte,
29 Warenhäuser und 171 Wohnhäuser in Brand gesteckt oder zerstört, 191 Synagogen angezündet oder völlig
demoliert, 20.000 Juden festgenommen, 36 getötet und 36 schwer verletzt worden.“
Doch diese Zahlen seien
am folgenden Tag bei der Konferenz mit Generalfeldmarschall Hermann Göring († 1946) auf 35 Tote, 101
verbrannte Synagogen und 7.500 zerstörte Geschäfte korrigiert worden.
Der oberste Parteirichter Walter
Buch († 1949) sprach später von 91 „Tötungen“.
Bundeskanzlerin mit Gnade der späten Geburt
Pater
Groppe äußert sich auch kritisch zur Bundeskanzlerin: „Wenn Frau Merkel beklagt, daß sich »kein Proteststurm«
erhoben habe, spricht sie als Vertreterin einer Generation, der die »Gnade der späten Geburt« zuteil
wurde.“
„Die Deutschen, welche die Nazidiktatur hautnah miterlebt haben, wissen um die Möglichkeit von
Protesten gegen die braunen Machthaber“ – spricht Pater Groppe aus eigener Erfahrung.
Er verweist auch
auf den Seligen Berliner Dompropst Bernhard Lichtenberg († 1943), der noch am Abend des Pogroms auf der
Kanzel der Hedwigskathedrale betete:
„Laßt uns beten für die verfolgten nichtarischen Christen und
für die Juden. Was gestern war, wissen wir, was morgen ist, wissen wir nicht, aber was heute geschehen
ist, das haben wir erlebt: Draußen brennt der Tempel – das ist auch ein Gotteshaus.“
Gegen das Vergessen
Dann erinnert Pater Groppe an die Sendung des ‘Deutschlandfunks’ „Als die Synagogen brannten – Christen
während der ‘Reichskristallnacht’ 1938“.
Sie wurde im November 1978 zum vierzigsten Jahrestag der Kristallnacht
ausgestrahlt und schilderte das heroische Verhalten einer Reihe von Christen zugunsten der verfolgten
Juden:
„So durchbrach ein ganzer Kölner Nonnenkonvent mutig das von SA abgesperrte Israelitische Asyl,
um Verwundete zu verbinden. Der Kölner Domvikar und spätere Generalvikar Josef Teusch († 1976) rettete
aus einer brennenden Synagoge eine Thorarolle.“
Pater Groppe bestätigt, daß es keinen Aufruf oder ein
gemeinsames Hirtenwort der Bischöfe anläßlich der Ereignisse des 9. November gab: „Nur versprachen
sich die Oberhirten von einem spektakulären Schritt offenbar keinen Erfolg.“
Sie hätten – von Ausnahmen
abgesehen – den Weg stiller, unauffälliger Hilfe für die Verfolgten bevorzugt.
Pater Groppe erinnert
in diesem Zusammenhang an die Bonner Regierungspraxis den Deutschen gegenüber, die dem DDR-Regime den
Rücken kehren wollten.
Entscheidend ist, daß die deutschen Bischöfe sehr bald auf die Nöte der Juden
reagierten.
Die Bischöfe helfen – statt sinnlose Stellungnahmen abzugeben
Im Jahr 1935 errichtete der
Berliner Bischof Konrad Graf von Preysing († 1950) das Hilfswerk beim Bischöflichen Ordinariat Berlin,
das Dompropst Lichtenberg bis zu seiner Verhaftung leitete.
In Freiburg im Breisgau baute Frau Doktor
Gertrud Luckner einen Helferkreis für Juden und andere Verfolgte des Naziregimes in der Zentralstelle
des Caritasverbandes auf.
Sie leitete ihn bis zu ihrer Deportation nach Ravensbrück.
In Wien organisierte
der Jesuit Pater Georg Bichlmaier nach dem Anschluß Österreichs eine Hilfsorganisation für die verfolgten
katholischen Juden, die er mit Hilfe der Gräfin Kielmannsegg so lange fortführte, bis er verhaftet und
verbannt wurde.
Im Jahr 1940 gründete Theodor Kardinal Innitzer († 1950) von Wien die „Erzbischöfliche
Hilfsstelle für nichtarische Katholiken“.
Der Name der Organisation, die im Erzbischöflichen Palais
untergebracht war, von der Gestapo vorgeschrieben.
Mit ihrer Leitung beauftragte er den deutschen Jesuiten
Pater Ludger Born († 1980).
Von den 23 Mitarbeiterinnen kamen neun ins Konzentrationslager – nur eine
überlebte.
Aber was beweist dies?
Es trifft nach Pater Groppe zu, daß es keine Demonstrationsmärsche
oder Lichterketten von Bischöfen, Priestern oder Laien gab: „Aber was beweist dies?“
Der Jesuit erinnert
an die Streiks gegen die Deportation von Juden im besetzten Holland:
„Ein gewiss unverdächtiges Publikationsorgan,
der ‘Israel Digest’, schrieb hierzu am 12. März 1965: »Der vergebliche Streik am 25. Februar 1941 verbesserte
die Lage der Juden nicht – tatsächlich führte die Protestaktion zu einer Verschärfung der antijüdischen
Maßnahmen durch die Deutschen«.“
Dann zieht Pater Groppe das Fazit: „So unumstößlich wahr es ist,
daß zahlreiche Deutsche in die Verbrechen des Naziregimes verstrickt waren, so unbestreitbar ist es,
daß Zehntausende dem Nationalsozialismus bis aufs Blut widerstanden und auch in der dunkelsten Stunde
der deutschen Geschichte die Fackel der Menschlichkeit hochhielten.“
Während des Krieges lebten 5.000
Juden illegal in Berlin
Er erinnert an den jüdischen deutschen Fernsehmoderator Gerhard Löwenthal († 2002).
Dieser schrieb in seinem Buch „Ich bin geblieben“:
„Die Tatsache, daß, wie man heute weiß, über 5.000
Juden illegal in Berlin lebten, zeigt, daß Tausende von Berlinern dem Gebot der Menschlichkeit auch unter
den schwierigsten Verhältnissen folgten und halfen, wo es ging.“
Als Augenzeuge des Pogroms vom November
1938 berichtet er, daß „viele Menschen stumm und betroffen, einige offenbar in ohnmächtiger Wut, die
Feuersbrunst beobachteten.“
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91 Lesermeinungen
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Antworten eines Nichtjuristen: Montag, 24. November 2008 19:14, clarissa colonia: Fragen einer Nichthistorikerin:
[…] Wenn ‹ist es prinzipiell streitig?› hier ‘wird es bestritten?’ und nicht ‘kann es bestritten
werden?’ heißen soll: Ist es prinzipiell streitig, daß individuelle Schuld sowohl durch Deliktsbegehung,
als auch durch as Unterlassen von Hilfeleistung entsteht? Nein. Ist es prinzipiell streitig, daß sich
dann sowohl die Täter schuldig gemacht haben, als auch jene, die Mittel und Möglichkeit gehabt haben,
die Deliktsbegehung zu verhindern – dies aber unterlassen haben? Ist es dann, falls man die vorstehenden
Fragen zu verneinen sich anschickt, nicht müßig, über die Anzahl der zerstörten Immobilien bzw. der
getöteten Menschen zu „feilschen“?
nöö … oder klingt „Arkanum“ wie ein Eigenname? So wie Gauss oder Rauschke? Oder auch „Christof Friedrich“,
der von dem kürzlich eingeführten Nazi Zündel gefälscht wurde? Und führe ich etwa einen akademischen
Grad, ohne einen zu besitzen? Referenziere ich gar auf eigene Postings, mit Zweitaccount erstellt? Nichts
von alledem. Zur Täuschungsabsicht siehe unten: Rudolf räumt es selbst ein. Und das mit dem Selbstschutz
ist gleichfalls eine für die Leugnersekte typische Rechtfertigungslüge, denn die genannten Fälscher
Zündel, Rudolf und Weckert verbreiten ihren Mist ja auch unter Klarnamen. Den Beweis haben Sie mit den
„Vierteljahresheften“ selbst geliefert! Die gefälschten Quellen sind da nur Hilfsmittel, die ein echter
Wissenschaftler mit realen Beweisen weder benötigt noch verwendet.
@Arkanum Arkanum ist doch wohl auch eine vorgetäuschte Person, oder heißen Sie denn wirklich so? Da
man in diesem „freien Rechtsstaat“ nur Frei ist wenn man dem vorgeschriebenen Geschichtsdogma huldigt,
muß man halt leider Pseudonyme benutzen. Ansonsten kann es einem gehen wie Prof. Faurison, der mit über
70 Jahren wegen seiner wissenschaftlich geführten Beweise (in Frankreich) schon mehrfach auf offener
Straße zusammengeschlagen wurde. Von diesen Schlägertrupps der Gutmenschen werden natürlich niemals
welche ausfindig gemacht. Welch wundervolle demokratische Rechtsstaaten doch dieses Europa hat. Wie Medienverblödet
sind doch solche Völker?
danke für die Erwähnung! Gerade die „Vierteljahreshefte“ bieten ein hervorragendes Beispiel für Rudolfs
Quellenfälscherei, wie die Artikel von „Ernst Gauss“ erweisen – von einer Fiktion verfaßte Fiktionen.
Gauss ist nämlich ebenfalls eine von Rudolf vorgetäuschte Person, die im realen Leben nie existiert
hat. Quellenwert: wie bei einem von Mickymaus geschriebenen Buch.
@Arkanum Typen wie Rudolf und Weckert sind ja Belletristiker, weil Märchenerzähler. Wer die Vierteljahreshefte
(mit vielen Fotos, Dokumenten und nachgewiesenen Fälschungen) von Germar Rudolf kennt, wird sich von
nichtssagendem Umhergeschwafel nicht beeindrucken lassen! Er ging für seine Überzeugung (Freiheit der
Wissenschaft, Meinungsfreiheit), bei diesem „Rechtsstaat“ sogar ins Gefängnis. Auch die Zuarbeiter in
Amerika haben damit sogar gegen ihre eigenen Gesetze verstoßen ( wie auch bei Ernst Zündel und weiteren
unerschrockenen Warheitssuchern). Wer da wohl dahinter steckt?
das ist bereits unten geschehen, und was die gefälschten Quellen angeht: Wozu soll man eine Vier-Euro-Münze
zum Numismatiker tragen, um sie auf ihre Echtheit zu überprüfen? Da es solche Münzen so wenig gibt
wie einen „Dr.Konrad“ (und so wenig wie „dessen“ akademischen Grad), liegt die Fälschung auf der Hand.
Ein erfundener Autor kann eben keine echte Quelle hervorbringen. Pseudonyme sind in der Belletristik statthaft,
nicht in der Wissenschaft, aber ich vergaß… Typen wie Rudolf und Weckert sind ja Belletristiker, weil
Märchenerzähler. Rudolfs Geständnis im Wortlaut: Ich zog daraus den Schluss, dass man offensichtlich
gleichzeitig Ingenieur, Chemiker, Toxikologe, Historiker und vielleicht sogar zugelassener Anwalt sein
muss, um von einem deutschen Gericht als Sachverständiger akzeptiert zu werden. Das pervertierte juristische
Prozedere in Deutschland wollten wir verspotten, indem wir eine Person erfanden, die alle diese Qualitäten
in sich vereinigt, doch dann wurde uns klar, wie unrealistisch dies wäre, so dass wir mehrere Personen
einführten. Und kein Wissenschaftler ist so blöd zu vermuten, ein Pseudonym werde vor Gericht als Gutachter
akzeptiert… auch im vorliegenden Fall ging der Versuch in die Hose. Täuschung auf ganzer Linie gescheitert.
Übrigens ist diese Taktik überall in der Geschichtsfälscherszene anzutreffen, weshalb es realiter weit
weniger Vertreter dieser Szene gibt, als es den Anschein hat. Eben eine Sekte mit gefälschten Mitgliederstatistiken,
um groß zu erscheinen, weiter nichts.
#86 carlosroberto 23:12:13 | Mittwoch, 26. November 2008
@Arkanum/kreuts.net Auch „Dr. Konrad“ ist ein Pseudonym. Und: Wenn man nichts sachliches beizusteuern
hat, dann kritisiert man die Pseudonyme. Bleiben Sie bei der Sache und widerlegen Sie mal schön Weckerts
Argumente.
nicht nur Pseudonyme, der Typ fälscht sogar akademische Grade („Dr.Konrad“). Ein billiger Hochstapler,
der sogar die Täuschungsabsicht www.h-ref.de/…rsonen/rudolf-germar/ zugeben mußte. Von Selbstschutz
keine Spur. Aber warum sollte sich ein „carlosroberto“ darüber aufregen, der selbst mit dem Zweitaccount
„biomilch“ auftritt, wenn er mal wieder der Lüge überführt wurde?
#84 carlosroberto 21:53:17 | Mittwoch, 26. November 2008
@Arkanum/kreuts.net: Ausgerechnet the respectable (idiot) Andrew E. Mathis. Auch Alfred E. Neumann genannt.
Keine Leuchte vor dem Auge des Herrn. Und da es verboten ist, Zweifel am holocau$t(TM) zu äußern, darf
man sich nicht beschweren, wenn Pseudonyme zum Einsatz kommen. Die wurden schon aus geringfügigeren Gründen
herangezogen. Wenn man nichts sachliches beizusteuern hat, dann kritisiert man die Pseudonyme.
und für alle, die sich für Ingrid Weckert interessieren, gibt es hier www.holocaust-history.org/…ristallnacht-weckert/
noch Informationen. Soll ja niemand die Katze im Sack kaufen! Übrigens: der Neonazi Hugo Rauschke, auf
den im Umfeld der NSDAP-Aufbauorganisation (und damit in dem der Frau Weckert) gerne verwiesen wird, existiert
nicht – dahinter verbirgt sich die Dame selbst… warum diese auch von Germar Rudolf bekannte Form der
„Beweisführung“ (man fälscht nicht nur das Werk, sondern den Autor gleich mit) im Neonazi-Wiki „Metapedia“
keine Erwähnung findet, darüber darf sich jeder selbst Gedanken machen!
für jene, die sich für die Wahrheit noch interessiern Eine wissenschaftlich betriebene Abhandlung der
Zusammenhänge können alle die sich nicht mit Geschichtsfälschungen zufriedengeben in folgendem Buch
nachlesen: Weckert, Ingrid:Feuerzeichen: d. »Reichskristallnacht«, Anstifter u. Brandstifter – Opfer
u. Nutzniesser – Tübingen: Grabert, 1981 ISBN 3-87847-052-5 Ein kurzes Zitat daraus: RA Böhm: Und was
entnehmen Sie aus der Formulierung dieses Befehls aus diesem Grunde? Jüttner: Ich entnehme daraus, kurz
gesagt, daß dieser Befehl niemals erteilt worden ist, und daß derjenige, der ihn erfunden hat, von der
Befehlssprache der SA keine Ahnung hatte. Ob das Buch inzwischen verboten oder verbrannt, verzeihung ich
meine Indiziert wurde, und ob die Autorin noch unter den Lebenden weilt, kann ich leider nicht sagen.
#81 Friedrich Spee 00:40:25 | Mittwoch, 26. November 2008
Kali: Dieselbe Masche, immer und immer wieder… Wird Ihnen das nicht selber zu doof? Erst fragen Sie
scheinheilig: Wem nützt das? Und dann, nachdem eine Antwort kommt, die Ihnen nicht gefällt, gehen Sie
nicht mehr darauf ein sondern versuchen wiederum, die Opfer zu Tätern zu machen, indem Sie fragen, woher
das geraubte Vermögen denn stammte. Ekelhafte Masche bei euch Revisionisten-Pack – und immer dieselbe.
Wird langsam langweilig.
#79 Pünktchen 22:51:40 | Dienstag, 25. November 2008
„Die Reichskristallnacht“ (Reichspogromnacht) war von den Nazis als Antwort auf die Ermordung des Legationssekretärs
an der deutschen Botschaft in Paris, Ernst vom Rath, durch den 17-jährigen Herschel Grynszpan inszeniert
worden. Die Nazis nutzten dabei dieses Ereignis als „Aufhänger“ für eine als Ausbruch des Volkszorns
deklarierte, in Wahrheit aber von ihnen allein durchgeführte Aktion. Auch wollten die Nazis wissen, wie
solidarisch sich die deutsche Bevölkerung mit ihren Verbrechen zeigen würden und sie wurden in dieser
Hinsicht enttäuscht. Die Reaktion der meisten bestand darin, die Ereignisse gelähmt und hilflos zu beobachten.
Aus der Perspektive der Nazis war der Funke keineswegs übergesprungen, wenn auch die Propaganda einen
„Volkszorn“ verkündete. Die Meldungen von Himmler und Göring waren als Vollzugsmeldung an den Führer
gedacht und hatten sicher nicht die Absicht, die Ereignisse kleinzureden.
@Friedrich Spee und möchtegern-kathole Es gibt genau ein einzigartiges Verbrechen und das ist der Mord
an unserem zum Volksverhetzer gestempelten menschgewordenen Gott. Er wurde von den religiösen und staatlichen
Autoritäten umgebracht, weil sie sich von der Wahrheit bedroht sahen. Ein Völkermord oder Multikultimord
ist schlimmer.
#76 Friedrich Spee 19:46:35 | Dienstag, 25. November 2008
Kali: wem es nützt… Das ist immer die selbe dämliche Frage. Fragen Sie sich dochmal: Wem hat es direkt
genützt, dass die Juden erst enteignet und dann vertrieben oder umgebracht wurden? Schon mal was von
der „arisierung“ jüdischer Vermögen gehört? Wer hat denn das bekommen, was da „arisiert“ wurde?
wem nützt es? war die Führung der Nationalsozialisten denn wirkich der Auftraggeber für die Reichskristallnacht?
Sollten sie denn wirklich vorher nicht wissen, was die ganze Welt danach über Deutschland empört sein
würde? Wollten denn nicht die Zionisten daß möglichst viele Juden aus Deutschland nach Israel auswandern,
um ihren Staat lebensfähig zu machen? Daß unter den Ausführern (Fußvolk) dieser Verbrechen Nationalsozialisten
waren ist unbestritten. Fädelt man denn bis heute beginnende Kriege nicht auch so ein? Es gibt doch „Menschheitsbeglücker“
die sich darauf spezialisiert haben.
Lieber Friedrich Spee wahrscheinlich habe ich mich unglücklich ausgedrückt. Natürlich hat sich die
Hochkirche alle Entgleisungen ihrer dezentralen Einheiten anzurechnen zu lassen, für die sie etwas kann.
Ich habe da keinen Überblick, bin mir aber ziemlich sicher, dass wenn man politische Verantwortung nicht
akzeptiert, die heutige Geschichtsdeutung in zu vielen Fällen Schuld auf seiten der Kirche entdeckt.
Die für viele unangenehme Frage ist dann natürlich, in welchen Fällen man sich überhaupt sicher sein
kann, dass der zweitliebste Sündenbock unserer Zeit seine Rolle überhaupt zuverlässig erfüllt. Liebe
Grüße, L.
#73 Friedrich Spee 14:49:31 | Dienstag, 25. November 2008
Lorenz oder aktiv Verfolgungen (Volksverhetzung) betrieb. Wenn man Letzteres konstatiert, muss man wieder
fragen, ob Volksverhetzungen durch den Klerus lokale Auswüchse waren, oder ob man sie der Hochkirche
zuschreiben muss. Schließlich gibt es meines Wissens im Katholizismus keine „politische Verantwortung“
einer höheren für die Verfehlungen subalterner Einheiten der Kirche. Sehen Sie, ohne Sie jetzt persönlich
angreifen zu wollen: Das ist Blödsinn und muss als solcher benannt werden. Schliesslich möchte sich
unsre Kirche (zu Recht!) auch mit Heiligen schmücken! Wenn aber nun die Heiligen und deren gute Taten
im Namen der Kirche für die Kirche eingenommen werden, dann stehen auch die Verbrechen der Kleriker für
die Kirche – man kann da nicht hergehen und sich die Rosinen rauspicken. Und lesen Sie nochmal meinen
Link hier www.luise-berlin.de/…/blz99_01/text19.htm, den ich unten schon mal gepostet hatte. Da gehts
in einem knappen Absatz um die Behandlung von Juden im Kirchenstaat. Da kann niemand, der ehrlich ist,
davon ausgehen, dass die „Hochkirche“ keine Schuld auf sich geladen hat, was die Judenverfolgungen in
der gesamten Welt durch den „lokalen Klerus“ angeht. Wie der Herr so’s Gescherr.
Lieber Friedrich Spee vielen Dank für Ihre ausführliche Rückantwort. Es wird wohl immer Streit bleiben
in der Frage, welche Rolle die Kirche und die Verbreitung christlicher Lehre bei den verschiedenen Verfolgungsphänomenen
der Geschichte spielte. Man muss wohl jeweils genau hinschauen, ob die Kirche lediglich (wie sie es sagen)
den Boden bereitete, weil ihre Lehre für Falschinterpretationen offen war, und wofür die Kirche dann
eben nicht schuldig gesprochen werden kann oder aktiv Verfolgungen (Volksverhetzung) betrieb. Wenn man
Letzteres konstatiert, muss man wieder fragen, ob Volksverhetzungen durch den Klerus lokale Auswüchse
waren, oder ob man sie der Hochkirche zuschreiben muss. Schließlich gibt es meines Wissens im Katholizismus
keine „politische Verantwortung“ einer höheren für die Verfehlungen subalterner Einheiten der Kirche.
Dies scheint wie gesagt für all die typischen Vorwürfe gegen die Kirche streitig: Ketzer-; Juden-; Hexenverfolgung
und die Verfolgung von Wissenschaftlern. Liebe Grüße, L.
#71 Friedrich Spee 11:29:51 | Dienstag, 25. November 2008
Lorenz Natürlich hat der rassistische Antijudaismus nichts mit der Lehre der Kirche im eigentlichen Sinne
zu tun – aber der Urgrund sozusagen ist christlicher Natur. Was in Spanien z.B. zur inquisitorischen „Überführung“
von „Marranos“ geführt hat – also Juden, die sich haben taufen lassen, aber angeblich im Geheimen ihre
Riten weiter praktizierten. Was Sie schreiben trifft heute natürlich zu – aber wenn wir ehrlich in die
Geschichte der Kirche schauen – und das müssen wir, um zu lernen! – dann sehen wir eine Kirche, die selber
von heidnischen Vorstellungen durchdrungen ist. Sicher gabs Perioden, in denen die Kirche selbst nicht-konvertierte
Juden beschützt hat, aber wenn Sie sich z.B. die Geschichte vom „Anderl vom Rinn“ de.wikipedia.org/wiki/Anderl_von_Rinn
anschauen, dann hat die Kirche leider den Antijudaismus geschürt. Unglücklicherweise geht das bis in
die Neuzeit www.luise-berlin.de/…/blz99_01/text19.htm so. Hätte der religiös motivierte Antijudaismus
nicht grosse Teile der Bevölkerung infiziert gehabt, dann wäre der rassistisch Motivierte Judenhass
der Nazis wahrscheinlich gar nicht so eskaliert, bzw, vielleicht, gar nicht erst entstanden. Woher, so
muss man fragen, kam denn der Judenhass eines Adolf Hitler in seiner Jugend? Der „Saujude“ der Nazis stellt
zum Beispiel eine Abwandlung des christlichen Begriffst der Judensau de.wikipedia.org/wiki/Judenschwein
dar. Heute ist die Kirche zum Glück weitestgehend frei von Antisemitismus, denn wir haben gelernt aus
dem Fanal der Judenvernichtung im 3. Reich. Aber die geistige Verantwortung dafür können wir nicht von
uns weisen.
Lieber Friedrich Spee vielen Dank für Ihre Zuschriften. Ihre Erklärungen sind für mich weitestgehend
nachvollziehbar. Nur wegen einer kleinen Bemerkung möchte ich nachhaken. Sie schreiben sinngemäß, dass
der Antisemitismus christliche Wurzeln hat. Meines geringen Wissens nach hat der Übergang vom Antijudaismus
zum Rassen-Antisemitismus, der wohl erstmalig im Spanien nach der Reconquista beobachtet wird, nichts
mit kirchlicher Lehre zu tun. Dass mangels Juden getaufte Juden die Sündenbockfunktion erfüllen mussten,
ist doch wohl eher einem heidnischen Verlangen nach Sündenböcken zuzuschreiben, einem Verlangen also,
von dem die Völker zu befreien Auftrag der Kirche ist.
#69 Grand Sol 03:19:12 | Dienstag, 25. November 2008
Leblhuber,… es freut mich, dass meine „Winkelzüge leicht zu durchschauen“ sind; ich versuche, so durchsichtig
wie möglich zu sein. Ich kann mich nicht entsinnen, „braune Scheiße“ exkulpiert zu haben (und wüsste
auch nicht, warum ich das tun sollte). Es sei denn, dass die Äußerung von der Allgemeinheit zugänglichen
Fakten grundsätzlich etwas Braunes ist. Ich glaube aber kaum, dass Du dies so unterschreiben möchtest.
Sowohl Stangl als Renno waren bei mir Bestandteil einer Hausarbeit. Obwohl das an dieser Stelle nichts
zur Sache beiträgt. Aber gerade Sachlichkeit spielt für Bolschewisten ja grs. keine Rolle. Die Existenz
von Gaskammern habe ich nicht geleugnet. In Kalofornien z.B. wird auch heute noch vergast. Es existieren
zahlreiche Gaskammern an verschiedenen Orten der Welt. Mit eingeschlossen die hiesigen (ohne, auf ihre
Funktionalität eingehen zu müssen). Piper hat von seiner Gaskammer als einem Original gesprochen, bis
er nach deutlicher Nachfrage zu Klärungszwecken den Nachbau zugab. Du wirst von mir keine Holocaustbestreitung
zu lesen bekommen. Ich glaube an den Holocaust. Warum auch nicht? Nicht daran zu glauben, bringt einem
eh nur den schweren Ruf des Holocaustleugners ein. Gott sei gedankt, dass die Gedanken immer noch frei
sind.
#68 Leblhuber 02:28:28 | Dienstag, 25. November 2008
@Grand Sol: Deine Winkelzüge sind leicht zu durchschauen. Die Leugnung der Gaskammern ist auch mit den
abwegigsten Tricks nicht zu schaffen. 20 km von Linz liegt das Dorf Hartheim. Im dortigen Schloss wurden
mehr als 30.000 Menschen vergast. Ihre Namen sind dokumentiert. Die wenigsten Opfer waren Juden. Über
die Prozesse von Franz Stangl und Dr. Renno in den 60ern solltest du dich informieren. Aber ich glaube
nicht, dass du das tun wirst. Du suchst nicht nach Fakten. Du propagierst braune Scheiße. Aber die exkulpiert
nicht! Schon gar nicht jene, die wider besseres Wissen lügen. Ich frage mich immer, welche Sozialisierung
Menschen erfahren haben, die so argumentieren, wie du. Aber das entschudigt dich nicht. Es liegt in deiner
Verantwortung, dich davon zu emanzipieren. PS: Welche „Falschaussagen“ hat Franciszek Piper zugegeben?
#67 Grand Sol 01:49:50 | Dienstag, 25. November 2008
clarissa Ich habe den Text bereits gelesen, deshalb empfahl ich Ihn Dir ja auch. Deine unvernünftige
und nichtssagende Reaktion ist mir unverständlich… aber der Grund für sie dennoch nachvollziehbar.
Ich lasse Dir Deinen, zugegeben äußerst leichtsinnigen Glauben. Es ist immer ein Schock, unangenehme
Dinge zu erfahren. Hätten diesbezüglich alle Menschen einen so unabänderlichen Glauben wie Du, bräuchten
Personan a la Franciszek Piper ihre Falschaussagen niemals zuzugeben.
Wertes Kirchenlicht, Zitat aus der von Ihnen (als angeblich höchst jüdisch bezeichneten) angegebenen
Site (aus Wetter/Hessen): „Gerade deshalb beharren die Holocaust-Leugner manchmal so sehr darauf, ein
Foto … als Beweis sehen zu wollen: Weil sie erstens wissen, dass ein Foto allein nicht ausreicht und
weil sie zweitens das Foto als Vorwand benutzen, um alle anderen Beweise wegfallen zu lassen. Würde sich
etwas ändern, wenn man ein Foto von einer Gaskammer anbieten könnte, in der sich Hunderte nackter, verängstiger
Menschen drängen? Natürlich nicht. Die „Revisionisten“ würden sagen: Das Foto zeigt überhaupt keine
Gaskammer, sondern die Duschköpfe oben verraten uns, dass es ein Waschraum war. Man sieht ja, dass die
Leute noch leben. Wieder kein Beweis für Massenvergasungen. Und wenn man nun einen Raum voller Leichen
nach einer Vergasung zeigen würde? Die „Revisionisten“ würden auch dies nicht akzeptieren. Sie würden
sagen: „Na schön, auf dem Foto sind Tote zu sehen, aber Fotos von Toten gibt es viele. Gab es nicht auch
Seuchen in den Konzentrationslagern? Na also. Man kann auf dem Foto nicht erkennen, wie die Menschen ums
Leben gekommen sind. Immer noch kein Beweis für die Massenvergasungen der Nazis.“ … „Revisionisten“
fragen nicht nach Fotos, weil sie neue Beweise sehen wollen, sondern weil sie die vorhandenen Beweise
übersehen wollen. Man sollte ihnen keine Fotos zeigen, sondern die Stelle, wo das Vögelchen sitzt.“
Das dort enthaltene Foto der Gaskammer in Majdanek war nicht importierbar.
#65 Leblhuber 01:14:43 | Dienstag, 25. November 2008
Von allen österreichischen Synagogen haben nur 2 das Novemberpogrom überdauert. In ganz Österreich
haben nur 2 Synagogen die Zerstörung überdauert: die Synagoge in Baden und der Tempel in der Seitenstettengasse
in Wien und das auch nur deshalb, weil durch eine Brandschatzung benachbarte arische Gebäude massiv gefährdet
worden wären. Mein Großvater wurde in der Pogromnacht vom 9. auf den 10. November von einem Nachbarn,
einem Gestapomann, geweckt. „Der Judentempel brennt! Jetzt werden sie ausgeräuchert, die Ratzen! Kommst
mit?“ Mein Großvater ging nicht mit. Die Bilder der brennenden Synagoge von Linz stammen von einem Seminaristen
des an die Synagoge angrenzenden Priesterseminars. Die Feuerwehr schritt nicht ein. Der Pöbel gröhlte
Zustimmung und die potenziellen Ariseure freuten sich auf ihre Beute. www.doew.at/frames.php?/thema/thema_a… www.ph-linz.at/…synagoge/default.htm
#63 Grand Sol 01:11:57 | Dienstag, 25. November 2008
@Friedrich Spee & clarissa colonia „Oh – es kommt also auf den „Originalzustand“ an… Aha, na, das ist
aber Schade – denn so gesehen hat in der Geschichte nur wenig wirklich existiert… „ Und? Was sagt uns
das? Etwa, dass Originale in ihrer Authenzität allem anderen erhaben sind. Punkt. Clarissa! „Und, wenn
ich dann recherchiere, was ich dann gelegentlich schon mal getan habe, lande ich nicht etwa (wie bei den
vollmundigen Ankündigungen zu erwarten) bei seriösen Historikern, die solche Thesen im Konsens mit (zumindest)
einer nennenwerten Minderheit ihrer Zunft vertreten, sondern regelmäßig nur bei Neonazis, Geschichtsleugnern
oder -relativierern, die ausnahmslos nicht zu fassen sind, weil es sich um Nichtdeutsche oder um Veröffentlichungen
aus dem Ausland handelt. Echte Belege für solche Theorien habe ich aber noch nie gefunden.“ Aber, aber,
das ist doch nicht Ihr Ernst! Seien Sie doch ehrlich und tun das, was Sie angaben getan zu haben: recherchieren.
Also, wenn ich die Suche starte, gelange ich sehr schnell z.B. auf die höchst jüdische Seite: www.h-ref.de/…s-von-gaskammern.php
Die mich in meiner Aussage bestätigt. Wie im Übrigen wohl alle „qualifizierten“ Seiten im Internet und
Bücher in der Unibibliothek.
Nun, wissen Sie, wertes Kirchenlicht, nichts anderes hatte ich von Ihnen erwartet als das unbeatwortete
„Zurückspielen“ meiner Frage. Das ist wohl bei Ihnen und Ihresgleichen das übliche Vorgehen, um sich
(vermeintlich) der Beweislast für die aufgestellten Behauptungen zu entledigen: Sei es nun in der Gestalt
„Das weiß doch jeder“, oder: „Daß Sie als geblideter Mensch das nicht wissen“, oder: „Wenn Sie das nicht
wissen, spricht das aber nicht für Ihre Geschichtskenntnisse“, oder: „Wenn Sie das nicht wissen, haben
Sie wohl in Geschichte nicht aufgepaßt“, oder: „Wenn Sie das noch nicht einmal wissen, sollten Sie aber
schleunigst selbst recherchieren“, usf. Und, wenn ich dann recherchiere, was ich dann gelegentlich schon
mal getan habe, lande ich nicht etwa (wie bei den vollmundigen Ankündigungen zu erwarten) bei seriösen
Historikern, die solche Thesen im Konsens mit (zumindest) einer nennenwerten Minderheit ihrer Zunft vertreten,
sondern regelmäßig nur bei Neonazis, Geschichtsleugnern oder -relativierern, die ausnahmslos nicht zu
fassen sind, weil es sich um Nichtdeutsche oder um Veröffentlichungen aus dem Ausland handelt. Echte
Belege für solche Theorien habe ich aber noch nie gefunden. Und: Wo Sie herkommen, hat zweifelsfrei die
Zuschrift gezeigt, welche die Redaktion um Ihretwillen mittlerweile so gnädig war, zu löschen.
#61 Grand Sol 00:55:26 | Dienstag, 25. November 2008
Lutheraner Das stimmt allerdings. Das Dritte Reich war durchaus facettenreich. Bei allen Dingen kommt
es darauf an, was man aus ihnen macht. Theoretisch könnte die BRD ein guter Staat sein.
#58 Grand Sol 00:43:38 | Dienstag, 25. November 2008
clarissa Suchen Sie am besten Ihren ehemaligen(?) Geschichtslehrer auf (alternativ. Einen Geschichtsprof),
und fragen Sie ihn, ob die Gaskammern im Originalzustand erhalten geblieben sind. Sagen Sie ihm zur Erklärung,
dass sie an einem entsprechenden Tag nicht im Unterricht anwesend waren (Ok, zugegeben: Dort bleibt vieles
unerwähnt). Oder konsultieren Sie selbstständig einige Lexika, Wikipedia oder die Suchmaschinen. Ich
bekomme von Ihnen ja keine Hausarbeit benotet, weshalb ich mir die erneute Suche nach Quellen einfach
spare, Ihnen jedoch empfehle, bei ernstem Interesse selbst zu recherchieren. Das schaffen andere auch.
Selbst ist die moderne Frau ))
Nun, wertes Kirchenlicht, da die von Ihnen vorgetragenen Erkenntnisse bereits in umfassender Weise Gemeingut
sind, wie Sie sagten, wird es Ihnen ja sicher kaum übermäßig schwerfallen, meiner Unwissenheit mit
einer bescheidenen Quellenangabe aufzuhelfen. Mit herzlichem Dank vorab für Ihre Bemühungen, cc.
#55 Friedrich Spee 00:22:57 | Dienstag, 25. November 2008
Grand Sol: Recherchieren… Als ob du recherchiert hättest – du liesst wahrscheinlich die tollen Schriften
von Ernst Zündel und co und meinst dann, du habest den totalen Durchblick, seist einer der wenigen „Erleuchteten“.
Lass dir eine Binsenweisheit sagen: Je grösser der Deppen-Faktor desto gigantischer das Durchblick-Gefühl.
#54 Grand Sol 00:22:07 | Dienstag, 25. November 2008
clarissa Meine Französischkenntnisse sind leider gleich Null. Fraglich finde ich meine ‘Behauptung’ keineswegs.
Sie war auch nur dazu gedacht, daran zu erinnern, dass die heutigen Vernichtungseinrichtungen ja bekanntlich
nicht von uns, sondern von den Alliierten gebaut wurden. Für Ihre Bildung kann ich nichts und bin Ihnen
auch nichts schuldig, dafür müssen Sie schon selber Sorge tragen. Frei nach dem Motto: Hilf Dir selbs,
dann hilft Dir Gott.
allein in wien … … wurden 42 synagogen zerstört und sind abgebrannt. allein die synagoge in der seitenstettengasse
(der „stadttempel“) wurde „nur“ verwüstet und nicht in brand gesetzt, da die behörden fürchteten, dass
flammen auf die umliegenden gebäude übergreifen könnten. das sind nachgewiesene fakten. und selbst
wenn es aus anderen städten des damaligen deutschen reiches keine ähnlich gesicherten zahlen gäbe (die
es aber gibt) könnte man allein schon an dieser zahl hochrechnen, dass eine angenommene zahl von „100
bis 200“ sicher bei weitem niedriger liegt als die tatsächliche zahl. und – wie schon gesagt wurde –
das verbrechen würde dadurch kaum in seinem abstoßenden charakter geschmälert, wenn „nur“ ein paar
hundert synagogen zerstört worden wären – tatsächlich waren es aber 1.400 – und jüdische mitbürger
wurden in allen städten des damaligen deutschen reiches gedemütigt, erniedrigt, verfolgt, verschleppt,
zum teil bereits in dieser nacht ermordet etc. wer das leugnet oder verharmlost, ist nur um weniges besser
als die täter von damals!
Ma cher petite lumière, selbst dann, wenn die Trutz-Nachtigall den Beleg für Ihre Behauptung nicht kennen
würde, wäre es an Ihnen, diesen beizubringen, denn Sie haben die fragliche Behauptung ja zweifelsfrei
zuerst vorgetragen.
#51 Grand Sol 00:10:15 | Dienstag, 25. November 2008
Friedrich S. „Genau!! Und die Nazis haben auch eine geheime Ufo-Basis auf Neuschwabenland ins ewige Eis
gebuddelt und besuchen uns jetzt noch hin und wieder mit ihren Nazi-Flugscheiben… Sie sind ein Idiot.“
Woran machen Sie das fest? Ist eher etwas aus dem Bauch heraus, oder? Sie erzählen was von Ufos auf Neuschwabenland
und schreiben es mir zu? Oder ist es vielmehr so, dass Sie nicht wissen, dass das von mir gesagte nachweislich
zutrifft, weil SIE der Idiot sind (und zu faul, um zu recherchieren)? Ich darf wohl stark vom letzteren
ausgehen…
#49 Friedrich Spee 00:00:01 | Dienstag, 25. November 2008
Grand Sol Genau!! Und die Nazis haben auch eine geheime Ufo-Basis auf Neuschwabenland ins ewige Eis gebuddelt
und besuchen uns jetzt noch hin und wieder mit ihren Nazi-Flugscheiben… Sie sind ein Idiot.
#47 Leblhuber 23:46:55 | Montag, 24. November 2008
@Friedrich Spee: Mir gefällt Ihr Name. Der ist mir auch zuerst aufgefallen. Wer sich den zulegt, tut
das sicher nicht ohne Grund. Mein Beifall wird Ihnen auf kreuz.net nicht viel nützen. Ich möchte ihn
aber trotzdem zum Ausdruck bringen. Leider habe ich heute keine Zeit, um mich der Diskussion anzuschließen.
Es ergibt sich aber demnächst sicher eine Gelegenheit. Hoffentlich halten Sie bis dahin noch durch. Grüße
@F. Spee Natürlich wurden die Lager extra gebaut. Aber vielleicht liegt die Einzigartigkeit des ukrainischen
Völkermordes darin, dass keine Logistik benötigt wurde? Quasi auch noch möglichst billig, nicht mal
ein aktives Töten mit Gas oder sonst was, sondern ein kostenloses (für die Regierung kostenloses) verhungern
lassen? Sie sehen, jedem Völkermord kann man etwas einzigartiges abgewinnen. Der andere Aspekt, den Sie
nennen, ist da schon wichtiger: Sie schreiben „Für MICH … ist nun mal der Völkermord an den Juden“.
Ja genau. Subjektiv mag das so sein. Und ich gestehe Ihnen persönlich zu, dass für SIE dieser Völkermord
der wichtigste ist, aber ich gestehe auch einem Ukrainer zu, dass für IHN der Völkermord an den Ukrainern
der wichtigste ist, in dem er vielleicht 99% seiner Familie verloren hat. Subjektiv dürfen Sie gerne
sagen, dass der Judenmord einzigartig ist und viel größer und wichtiger als andere Völkermorde, aber
sie dürfen es meines Erachtens nicht einem Ukrainer abverlangen, das genau so zu sehen, wie Sie. Schlafen
Sie gut, ich muss morgen früh raus, und heute deshalb früh rein … Gute Nacht!
Möchtegern: Banalisieren? Weil ich meine, dass der Holocaust einen herausragenden Platz unter den Völkermorden
einnimmt, banalisiere ich doch nicht die anderen. Für MICH und uns Deutsche, und für uns Christen im
allgemeinen, ist nunmal der Völkermord an den Juden derjenige, der uns betrifft – der Völkermord an
den Ukrainiern war sicherlich auch nicht besser. Aber eben anders: In Deutschland hat man Vernichtungslager
EXTRA dafür gebaut, die Juden in Europa zu vernichten und diese Lager über Jahre aufrecht erhalten.
Das ist m.E.n. schon ein Unterschied zum „Verhungern-lassen“, für das es keine ausgeklügelte Tötungs-Logistik
brauchte.
@F. Spee Nun der Mord an den Ukrainern ist auch nicht einfach so passiert, sondern das Einsammeln der
Lebensmittel wurde genau geplant, überwacht und durchgeführt. Die anderen Eigenschaften des Holocaust
sind sicher einzigartig, aber eben das Verhältnis der Ukrainer zu den Russen auch. Sie sagen, am Judenmord
hätten die Christen eine besondere Schuld. Die Ukrainer sagen, am Ukrainermord hätte der Kommunismus
eine besondere Schuld. Sicher ist beides einzigartig, aber das eine nicht „größer“ und das andere nicht
„kleiner“. Der Kernpunkt ist aber: Verstehen Sie nicht, dass das Hochstilisieren des einen Völkermordes
mit sich bringt, dass Sie die anderen Völkermorde marginalisieren? Verstehen Sie nicht, dass das Betonen
der Einzigartigkeit des einen Völkermordes impliziert, dass die anderen Völkermorde eben nicht einzigartig,
sondern das Gegenteil sind, also „normal“, „üblich“, „standard“, vielleicht sogar banal??? Genau diese
Banalisierung der anderen Völkermorde – das ist Ihre Sünde wider die Geschichte.
Nun, Möchtegern-Kathole Der Völkermord an den Juden ist aber eben nicht – so wie bei den Ukrainern beispielsweise –
„einfach so“ passiert, durch einen wahnsinnigen Täter, sondern die Juden waren in Europa und anderswo
schon immer der Buh-Mann. Wir (d.h. wir Christen) haben eine ganz besondere „Schuld“ daran – nicht ich
oder Sie speziell (vermute ich mal bei Ihnen) aber doch wir als „historische Gruppe“. Und das kann man
bei dem Völkermord an den Ukrainern nicht behaupten, oder? Der Antisemitismus hat leider Wurzeln im Christentum.
Und: Die Ukrainer waren vorher nicht weltweit verfolgt und sind es heute nicht – der Antisemitismus jedoch
steckt noch in vielen (Holz-) Köpfen, wie man wunderbar auf dieser Seite hier hin und wieder „bewundern“
kann. Und letzteres ist der Grund, warum man nicht oft genug über diese Barbarei reden kann.
@F. Spee Ich stimme Ihnen zu, das was geschehen ist, ist sehr schlimm. Ich halte übrigens die Verbrechen
durch die Nazi auch für einzigartig. Trotzdem besitzt jeder Völkermord seine eigene Einzigartigkeit.
Die perfide Methode von Stalin, den Ukrainern die Lebensmittel wegzunehmen und anschließend zuzusehen,
wie sie verhungern, ist auf seine Art auch einzigartig. Sogar besonders grausam, denn die Menschen verhungern
zu lassen ist eine äußerst qualvolle Mordmethode. Insofern liegt jedem Völkermord etwas einzigartiges
zugrunde, keiner ist so wie die anderen, jeder hat seine besonders grausamen Schatten. Dass nicht unbedingt
die schiere Zahl so wichtig ist, da stimme ich Ihnen zu. Einen Völkermord aber als allein „einzigartig“
anzusehen und die anderen als das Gegenteil (das ist dann „normal“ oder?), halte ich für keine gute Idee.
Diese Einordnung entspringt vermutlich dem persönlichen Empfinden, so wird ein Ukrainer den Mord an seinem
Volk als größtes Verbrechen ansehen, ein Jude vielleicht den Völkermord an den Juden als größtes
verbrechen. Beide Einschätzungen sind verständlich, beide dürfen aber nicht als Bringschuld anderer
Völker angesehen werden.
#41 HarroMeyer † 23:03:11 | Montag, 24. November 2008
Das muss man Angela lassen, bei 6 Mill.Opfern von 102 zerstörten Gotteshäusern zu reden, wäre unverhältnismässig
gewesen, dann hängt man eine 0 dran, so einfach ist das alles
Galatea, Vieira etc Im Grunde ists mir völlig schnuppe, ob Sie jetzt unbedingt entweder die Einzigartigkeit
oder die „Schlimmheit“ des Holocaust betreiten – denken Sie doch was Sie wollen. Ich empfinde jedenfalls
die industrielle Vernichtung von Menschen als sehr schlimm.
Werter vilis, ich muß um Vergebung bitten; unschwer hätte ich an Ihrer Klopffestigkeit merken müssen,
daß Sie nämliche Schmiede aus eigener Erfahrung kennen.
@Friedrich Spee Dann ist also der Holocaust nicht das größte Verbrechen aller Zeiten, wie Sie formulierten,
sondern vielmehr ein einzigartiges Verbrechen!?
@F. Spee Nun ich habe – wie vermutlich andere auch – die Frage, was denn „Einzigartigkeit“ im Zusammenhang
mit Verbrechen sein soll. Viele sagen, jedes Verbrechen sei auf seine Art einzigartig, und genau deshalb
stellt sich diese Frage.
Möchtegern-Kathole Ich antwortete auf Lorenz’Post, der besagte, man hätte „Angst“, dass der HC seiner
Einzigartigkeit beraubt würde, wenn man einen anderen Völkermord anerkenne als solchen. Und das ist
eben nicht wahr, denn diese Einzigartigkeit hängt nicht ab von der genauen Zahl der Opfer.
@clarissa Soweit ich Herrn Spee verstanden habe, ging es ihm nicht um die Täterschuld, sondern um die
Einzigartigkeit? Oder wollen Sie die „Schuldigkeit“ mit „Einzigartigkeit“ gleichsetzen?
Meines Wissens, werter Begierdekatholik, besitzt Vorsatz, erkennbar u.a. auch an der Intensität der Deliktsvorbereitung
und den Tatumständen, einen Zusammenhang mit der Täterschuld, oder täusche ich mich da?
@clarissa colonia Sie sollten sich einer gewöhnlicheren Sprache bedienen, damit nicht gleich jeder erkennt,
welcherart geisteswissenschaftlicher Deppenschmiede sie durchlaufen haben.
@Friedrich Spee Ist es denn so, dass ein Verbrechen in seiner Einzigartigkeit um so höher steht, je besser
es von staatlichen Stellen industriell durchorganisiert wurde?
Lorenz: Der Holocaust und seine Einschätzung als grösstes Verbrechen aller Zeiten hängt nicht von der
Anzahl der Opfer ab – sondern von der Vorgehensweise der staatlich geplanten, industriell organisierten
Vernichtung. Das ist in der Tat einzigartig – und selbst wenn bei dem Völkernmord da in Russland mehr
Menschen umgekommen sind – es ist doch nicht dasselbe.
@clarissa Könnten wir eine studierte Dame tief blicken lassen? Also noch tiefer? Wirklich? Außerdem
weiß ich ja gar nichts, sondern stelle nur Fragen, oder?
@Lorenz die Zahl der Ungeborenen Kinder, welche in den letzten 40 Jahren abgeschlachtet wurden übersteigt
beide Zahlen erheblich. Wenn es eines Tages in diesem Lande wieder eine Gottgefällige Regierung geben
wird, können deren Representanten dann über das Dunkelste Kapitel der BRD-Geschichte sagen: „Wer ließ
gewährn und schaute zu; die Merkel von der CDU“
Sehr geehrter Vieira, Sie haben es gewiss nicht verdient, als Viagra angeredet zu werden. Und doch geschieht
es. Dennoch: vielleicht ist die Arbeit an Ihrer Hermeneutik doch erheblich dringlicher als von mir ursprünglich
angenommen resp. unterstellt. Sie sollten hermeneutisch noch etwas an sich arbeiten. Dann klappts auch
mit der Anrede, jedenfalls, wenn man der Clarissa Colonia glauben darf.
Was Sie so alles wissen, meine Herren, ist ja höchst bemerkenswert. Vielleicht sind Sie ja so gütig
und lassen die interessierte Leserschaft (mich inbegriffen) tiefer blicken?
@clarissa colonia Ach clarissa colonia, sie sind ja ganz nervös. Jeder Leser sieht, dass Ihre Fragen
nur der Ablenkung dienten. Abgesehen davon handelt es sich offensichtlich auch um rhetorische Fragen.
Ihre syntaktisch raffinierten Ausführungen dazu sind schon allein deswegen unglaubwürdig.
Zur vermeintlichen Irrelevanz der Zahlen Vielleicht lässt sich doch sagen, dass die rein quantitativen
Aussagen, obwohl für die moralischen Erwägungen kaum erheblich, nicht völlig irrelevant sind. Könnte
es beispielsweise sein, dass etwa den Holodomor einen Genozid zu nennen deswegen Unbehagen hervorruft,
weil er mit 7 Mio. Opfern genau 1 Mio. Opfer mehr hat als es für das größte Verbrechen aller Zeiten
und Völker gemeinhin angenommen wird?
Nochmals zum Mitschreiben: Wenn (Konditionalis) ich eine Frage stelle, tue ich das der Antwort wegen.
Beabsichtige ich eine Tatsachenfeststellung, formuliere ich einen Aussagesatz. Wie Sie diese (zugegebenermaßen)
syntaktischen Feinheiten handhaben, entzieht sich meiner Kenntnis – bin aber durchaus offen, Ihre diesbezügliche
Praxis kennenzulernen.
@clarissa colonia Entspannen Sie, clarissa colonia, und machen Sie eine Pause. Sparen Sie es sich und
uns, Ihre unverkennbaren Absichten zu leugnen. Sie bestätigen damit nur erneut, dass Ihnen an der Wahrheit
nichts liegt. Die Wiederholung der Beleidigungen sagt im übrigen nur etwas über Sie selbst aus.
Werter Begierdekatholik; besonders aber, allerwertester Viagra, vielleicht ist die Arbeit an Ihrer Hermeneutik
doch erheblich dringlicher als von mir ursprünglich angenommen resp. unterstellt. Ich beliebte vorstehend,
Relektüre in entsprechender Muße mag Ihnen das bestätigen, eine Frage zu stellen. Es ist mir zwar weiters
unbekannt, aus welchen Gründen Sie Fragen stellen – ich pflege dies jedoch der Antwort wegen zu tun.
Hätte ich beabsichtigt, eine Behauptung über einen Sachverhalt aufzustellen, wäre ich augenscheinlich
wohl in der Lage gewesen, dies in eine entsprechende sprachliche Form zu kleiden. Außerdem stellt Ihrer
beider larmoyantes Raisonnement keineswegs eine Antwort auf die von mir aufgeworfenen Fragen dar.
#14 Pünktchen 21:40:15 | Montag, 24. November 2008
Clarissa Ändert – die Zahl der Delikte etwa ihre Strafbarkeit? ( Gegenfrage: Hatte das jemand behauptet?)
– die Zahl der (Mit-) Täter etwa deren Individualschuld? (Gegenfrage: Hatte das jemand behauptet?) – die
Zahl der Delikte etwa ihre Strafbarkeit? (Gegenfrage: Hatte das jemand behauptet?) – dies die Betroffenheit,
daß das aus niederen („rassischen“) Beweggründen geschehen konnte und geschah? (Gegenfrage: Hatte das
jemand behauptet?)
@clarissa Na na na … Natürlich ist die Tat und die Schuld des Einzelnen zunächst unabhängig vom anderen.
Für eine geschichtliche Darstellung ist es aber natürlich von Interesse, ob es ein oder ob es 1000 oder
10000 solcher Vorfälle gab, oder keinen. Das sollte Ihnen so ganz intuitiv auch bewußt sein. Dass Sie
da um 19:14 die Arbeit von Historikern verunglimpfen („müssig“, sich mit der Anzahl zu beschäftigen),
die sich mit den Vorgängen und natürlich auch mit der zahlenmässigen Erfassung auseinandersetzen, macht
mich zutiefst betroffen!!! Dies ist die Demagogie der Holocaustleugner, die die Zahlen erst für unwichtig,
dann für klein, und am Schluß für unwichtig klein darstellen.
Ändert – die Zahl der Delikte etwa ihre Strafbarkeit? – die Zahl der (Mit-) Täter etwa deren Individualschuld?
– die flächendeckende Tatorganisation deren Rechtswidrigkeit? – dies die Betroffenheit, daß das aus
niederen („rassischen“) Beweggründen geschehen konnte und geschah?
@clarissa colonia Sie haben die korrekte Darstellung der historischen Fakten als „müßig“ bezeichnet.
Da beißt die Maus keinen Faden ab. Es hilft nichts, wenn Sie nachträglich in Abrede stellen, was unten
aufgezeichnet ist. Wie man sieht, bemerken die Leser die in Ihr Schreiben eingebauten Ekelhaftigkeiten,
die nur Sie selbst diskreditieren.
#10 Pünktchen 21:24:12 | Montag, 24. November 2008
clarissa: „ob die Zahl der … etwas ändert“ Der Unterschied zwischen 100 / 200 und 1400 scheint mir
nicht ganz marginal, liebe clarissa! Aber wenn es unser Gedenken authentischer und reuevoller macht, dann
will ich gerne auch 14 000 brennende Synagogen beklagen. Oder sollten wir aus Reue nicht vielleicht noch
eine weitere 0 anhängen? …
Werter Viagra, erstens habe ich die Bedeutung der Kenntnis historischer Fakten weder in Frage gestellt
noch geleugnet. Zweitens beliebte ich die Frage zu stellen, ob die Zahl der … an der konkreten Schuld
der Täter wie des/der Untätigen etwas ändert. Drittens sollten Sie vielleicht (deshalb) zunächst an
Ihrer Hermeneutik, hernach an Ihrer Syntax arbeiten; mir scheint, beide vertrügen noch etwas „Schliff“.
Viertens haben Sie danach wohl weniger Schwierigkeiten, zwischen der Leugnung der Möglichkeit von Wahrheit
als solcher und einer abweichenden Bewertung von Sachverhalten zu differenzieren. Schließlich, mein Allerwertester,
erübrigt sich damit Ihr Einwand, wer Wahrheit leugnete, leugnete Gott, von selbst.
#7 Wandregisel 20:53:39 | Montag, 24. November 2008
@Clarissa Einmal mehr ein Beitrag der in schwarze trifft und als Historiker (wenn auch in einer anderen
Epoche) fühle ich mich einfach mal zur Antwort berufen. All ihre Fragen sind mit einem klaren NEIN zu
beantworten – mit Ausnahme der Letzten natürlich. Allein der Sachverhalt, DASS Synagogen und Geschäfte
brannten und sich kein „Volkszorn“ dagen empörte oder sich mehr Menschen dem Mob entgegenstellten und
halfen ist eine moralische Schande. Die genaue Zahl ist hier wohl irrelevant. Wie ich aus vielen Gesprächen
erfahren habe (auch ich verfüge über die Gnade der späten Geburt) war es die pure Angst, die die Menschen
zurückhielt, auch die eigentlichen Gesetzeshüter. Umso mehr muss der Mut der paar wenigen gewürdigt
werden, egal ob es sich um Christen oder Kommunisten handelte. Der Rest sollte beschämt schweigen, so
wie es viele ältere Menschen im Angesicht ihrer Erinnerungen auch heute tun. Ich habe es häufig erlebt,
dass Menschen ihr Verhalten zu der Zeit bereuen und ihre Fehler und Verblendung heute eingestehen. Häufig
im Gegensatz zu ihren Kindern und Enkeln. Das Geschehene zu entschuldigen oder zu Relativieren ist wohl
vor allen ein Phenomen unter späteren Generationen.
@clarissa colonia Eine wahrheitsgemäße Darstellung der Fakten ist selbstverständlich immer von Interesse.
Indem Sie die Wahrheit für nicht belang erklären, leugnen Sie Gott.
@möchtegern-k. Allein in Bayern gab es 1930 über 250 Synagogen (vor allem Landsynagogen). Schon deshalb
erscheint mit die von Pater Groppe genannte Zahl zu niedrig.
Fragen einer Nichthistorikerin: Ist es prinzipiell streitig, daß Läden, Synagogen und Wohnungen verwüstet/zerstört
und deutsche Staatsbürger jüdischen Glaubens getötet worden sind? Ist es prinzipiell streitig, daß
diese „spontanen Entladungen deutschen Volkszorns“ durch NSDAP-Parteiorganisationen organisiert und durchgeführt
worden sind? Ist es prinzipiell streitig, daß die entstandenen Zersörungen und Tötungsdelikte (auch
damals) rechtswidrig und strafbar waren? Ist es prinzipiell streitig, daß individuelle Schuld sowohl
durch Deliktsbegehung, als auch durch as Unterlassen von Hilfeleistung entsteht? Ist es prinzipiell streitig,
daß sich dann sowohl die Täter schuldig gemacht haben, als auch jene, die Mittel und Möglichkeit gehabt
haben, die Deliktsbegehung zu verhindern – dies aber unterlassen haben? Ist es dann, falls man die vorstehenden
Fragen zu verneinen sich anschickt, nicht müßig, über die Anzahl der zerstörten Immobilien bzw. der
getöteten Menschen zu „feilschen“?
@Sirilo Das ist so eine Sache, ja. Anscheinend wuchs die Zahl mit den Jahren. die Nazi haben 267 angegeben,
ein Hr. Barkai im Jahr 1988 dann 400, ein Jahr zuvor ein Hr. Flade 1000, 1999 dann die von Ihnen zitierte
Zahl von 1406, von dem genannten Synagogue Memorial. Wem man nun glaubt, muss man bei der Vielzahl der
verschiedenen Zahlen selbst entscheiden …
Es ist bedenklich… daß Pater Groppe anscheinend unkritisch die Zahlen der Nazis übernimmt. Forschungsarbeiten
des Synagogue Memorial haben ergeben, daß insgesamt 1406 Synagogen und Betstuben vollständig zerstört
wurden.
#1 MartinBieger 18:26:44 | Montag, 24. November 2008
Göring diese Fettqualle Doch diese Zahlen seien am folgenden Tag bei der Konferenz mit Generalfeldmarschall
Hermann Göring († 1946) auf 35 Tote, 101 verbrannte Synagogen und 7.500 zerstörte Geschäfte korrigiert
worden. sagte ja auch es wäre besser gewesen ein Paar Juden mehr zu erschlagen und nicht solche grossen
Werte zu zerstören. Wann hört endlich diese Holocausleugnung hier auf