Die nachkonziliaren Betonklotz-Kirchen werden immer mehr zum Symbol des Zusammenbruchs, der gegenwärtig die in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts erfundene Konzilskirche ereilt.
(kreuz.net) Seit dem 2. Oktober ist die Beton-Pfarrkirche in Bobingen gesperrt. Dachschäden haben zu
einer akuten Einsturzgefahr geführt.
Die 16.000-Einwohner-Stadt Bobingen befindet sich knapp fünfzehn
Kilometer südlich von Augsburg.
Am 9. November berichtete die Journalistin Vera Novelli in der Regionalzeitung
‘Augsburger Allgemeine’, daß die Bobinger Betonkirche kein Einzelfall ist.
Die Journalistin attestiert
den Betonkirchen der sechziger Jahre eine eigenwilligen Bauweise. Sie seien Arbeiten einer neuen Ära
angeblicher Sakralbauten. Allerdings würden diese Kirchen als Betonklötze „verunglimpft“.
Frau Novelli
weist auch darauf hin, daß sie an das Zweite Vatikanische Konzil erinnern.
Die Betonklötze seien nach
den liturgischen Vorschriften dieses Konzils gebaut worden und hätten „im Gegensatz zu den sakralen Langbauten
der früheren Jahrhunderte“ angeblich die Absicht gehabt, das Gottesvolk um den Tabernakel zu versammeln –
wirft die Journalistin die Dinge etwas durcheinander.
In Wahrheit stand der Tabernakel in den Kirchen
vor dem Konzil im Zentrum, während er danach in irgendeine Ecke geschoben wurde.
Sakralbauten für genau
vierzig Wüstenjahre
Pfarrer Mariusz Pluta von Bobingen sieht die Sache realistischer. Er findet die
Betonbauart schlichtweg „unüberlegt“:
„Seit ich hier Pfarrer bin, wurde die Kirche bestimmt schon acht-
bis zehnmal repariert.“
Feuchtigkeit, Vibration durch Straßenverkehr und Materialalterung hätten das
Dach schwer beschädigt, beschreibt Hw. Pluta den Zustand seiner Klotzkirche.
Nicht viel anderes erging
es der Betonkirche in der Pfarreiengemeinschaft St. Ulrich in Bad Wörishofen – nur fünfzig Kilometer
südlich von Augsburg. Dieser Betonklotz mußte von 2006 bis zum Sommer 2008 gesperrt werden.
Es stellte
sich die Frage, ob der Bau aus den späten 60er Jahren abgerissen oder noch saniert werden sollte. Schließlich
wurde das Dach der Kirche für rund eine halbe Million Euro repariert.
Betonkirche oder Sporthalle ist
auch schon egal
Auch bei der Betonkirche in Diedorf im Dekanat Dinkelscherben – 25 Kilometer westlich
von Augsburg – bestand ebenfalls Einsturzgefahr.
Pfarrer Hans Fischer erklärt vor der Zeitung, daß
die Kirche, die im Jahr 1967 fertiggestellt wurde, im Oktober 2006 geschlossen werden mußte.
Erst an
Pfingsten 2007 konnte die Pfarrei ihre Kirche wieder betreten.
Die Erstkommunion feierten die Diedorfer
damals in der Sporthalle.
Pfarrer Fischer fand das nicht tragisch: „Die Gläubigen haben die Halle wunderschön
geschmückt.“
Email-Adressen der Empfänger
111 Lesermeinungen
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
#117 carlosmiguel 23:58:37 | Freitag, 5. Dezember 2008
Hey, signum calamitatis – finis – „Natürlich kann man sich auch Anregungen aus der Gotik holen, das taten
schon Kirchenbauten des Expressionismus. Wir leben aber nicht per Knopfdruck im 13. Jahrh. und sollten
das auch nicht versuchen.“ Wer ist denn hier „wir“; „wir“, die wir dies oder jenes tun, versuchen oder
unterlassen „sollten“?? Typisch verbohrter 68-er Idiotologe: Du kriegst’s nicht in deinen Schädel, daß
dein kollektivistischer pluralis maiestatis vollständig ins Leere geht… carlosmiguel O:O
#116 carlos-miguel 23:56:01 | Freitag, 5. Dezember 2008
Hey, signum calamitatis – Reprise – „Ansonsten: WENN schon ein Baustil als „kirchlich normativ“ oder vorbildlich
hingestellt werden soll, sodass spätere Generationen darauf zurückgreifen können, so eignet sich die
Gotik nicht unbedingt optimal dazu…“ Warum? Sagt wer? Entscheidet wer? „… Eher steht die byzantinische
oder spätantike christliche Architektur (wie sie schon Friedr. Wilhelm. IV von verschiedenen Architektenl
in der evgl. Friedenskirche in Potsdam aufgegreifen ließ) oder eben die Romanik für einen gewissen Grundentwurf
einer Übereinstimmung von Kultur und kirchlichem Raum (vielleicht vergleichbar dem gregorianischen Choral).
Dein zwanghaftes Herbeizerren nicht existenter Feindseligkeiten zwischen verschiedenen, gleichwohl äußert
geschmackvollen Baustilen, ist abgrundtief absurd; ein durchsichtiges, lächerliches Unterfangen. Und
wenn du dich bei evangelischen Sekten wohler fühlst, bitt’ recht sehr. „Aber selbst diese Stilrichtungen
haben keine Gültigkeit jenseits von Zeit und Raum und sollten moderne Künstler anregen, keinesfalls
aber zu plumpen Kopien ermutigen.“ Plump hatten wir ja schon während der vergangenen 50 Jahre in überreichlichem
Maße; bis zum Koterbrechen sozusagen. Genau darum geht’s ja. Hast du am Ende noch gar nicht geschnallt,
gell… Und „Kopien“ haben unsere amerikanischen Brüder ja erst recht nicht vor; die existieren nur ein
deinem verbohrten 68-er Schädel. carlos-miguel = carlosmiguel
#115 carlosmiguel 23:47:09 | Freitag, 5. Dezember 2008
Hey, signum calamitatis, „… christliches Feuer verbrennt nichts? Im himmlischen Jerusalem ist das Licht
das keinen Schatten kennt, der Tag ohne Abend, gewissermaßen das Feuer ohne Asche. Wir leben im Anbruch
der Gottesherrschaft, aber nicht in seiner Vollendung. So fällt auch beim bestgehüteten Feuer des Glaubens
immer wieder Asche an.“ Richtig. Die Priesterbruderschaft Pius X. hütet das Feuer des Glaubens, während
der Wind die Asche der ausgestorbenen Gemeinden der Konzilsmodernisten durch die zwar wunderschönen,
aber gähnend leeren Sakralbauten weht… „Es geht also nicht um „Kulturrevolution“, es geht um die Unterscheidung
der Geister. Joh. XXIII hat dies wohl gespürt: sich von Unwesentlichem, Äußerem, trennen, um dem Wesentlichen
zur Geltung zu verhelfen.“ Bla-Bla-Bla. Papst Johannes XXIII hat gar nichts mehr „gespürt“, weil er das
Ende des Zweiten Vatikanums, i.e. dessen fatale Auswirkungen, nicht mehr miterlebt hat. Beide, er und
sein Nachfolger auf Petri Stuhl, waren schwache Päpste und somit willkommene Opfer für die Freimaurer.
Was soll dieses Gesabber mit „unwesentlich“ und „äußerlich“? Die sogenannte „Neue Messe“ erwähnt in
derer eigenen Definition (nachlesen, zack-zack!) das Kreuzesopfer Jesu Christi mit keinem einzigen Wort
mehr; von einer breiigen Zusammenkunft der Gläubigen ist nur noch die Rede. Was also soll dein Tinnef
mit „wesentlich“? Fortsetzung folgt… carlosmiguel = carlos-miguel
#114 SignumSalutis 10:05:57 | Donnerstag, 4. Dezember 2008
@fdK –- … christliches Feuer verbrennt nichts? Im himmlischen Jerusalem ist das Licht das keinen Schatten
kennt, der Tag ohne Abend, gewissermaßen das Feuer ohne Asche. Wir leben im Anbruch der Gottesherrschaft,
aber nicht in seiner Vollendung. So fällt auch beim bestgehüteten Feuer des Glaubens immer wieder Asche
an. Es geht also nicht um „Kulturrevolution“, es geht um die Unterscheidung der Geister. Joh. XXIII hat
dies wohl gespürt: sich von Unwesentlichem, Äußerem, trennen, um dem Wesentlichen zur Geltung zu verhelfen.
Ansonsten: WENN schon ein Baustil als „kirchlich normativ“ oder vorbildlich hingestellt werden soll, sodass
spätere Generationen darauf zurückgreifen können, so eignet sich die Gotik nicht unbedingt optimal
dazu. Eher steht die byzantinische oder spätantike christliche Architektur (wie sie schon Friedr. Wilhelm.
IV von verschiedenen Architektenl in der evgl. Friedenskirche in Potsdam aufgegreifen ließ) oder eben
die Romanik für einen gewissen Grundentwurf einer Übereinstimmung von Kultur und kirchlichem Raum (vielleicht
vergleichbar dem gregorianischen Choral). Aber selbst diese Stilrichtungen haben keine Gültigkeit jenseits
von Zeit und Raum und sollten moderne Künstler anregen, keinesfalls aber zu plumpen Kopien ermutigen.
friedenskirche potsdam evkirchepotsdam.de/frieden/system.asp?target=%2FOffe… Natürlich kann man sich
auch Anregungen aus der Gotik holen, das taten schon Kirchenbauten des Expressionismus. Wir leben aber
nicht per Knopfdruck im 13. Jahrh. und sollten das auch nicht versuchen SignSal
#112 Cutty Sark 08:59:17 | Donnerstag, 4. Dezember 2008
Kunstmaler Bin wieder da. Sehen Sie, war doch eigentlich mit viel Anerkennung verbunden. Säcke voll Häme
wurden nicht über sie ausgeschüttet. Für kreuz-net sogar recht wenig. Ich habe gar kein Talent zum
„Malen“, aber ich bin be“geist“erter Besucher und Bestauner gerade der Bilder der Zeit, die auch Sie bevorzugen.
Hab öfter gegrollt, so gar kein Talent dafür zu besitzen . Aber offensichtlich ist es auch nicht einfach,
heutzutage talentiert zu sein; einer Zeit, in der ein Künstler ja schon häufig als Naivling beschimpft
wird, wenn ein betrachtender Mensch die Chance hat, ohne lange Erklärung überhaupt erst mal zu erkennen,
was er sich ansieht. Ich habe es mal bei einem, der sich Künstler nannte erlebt, dass – als ich sein
„Bild“ namens Schöpfung, es war…schön, bunt …anschaute und ihn fragte, ob da oben denn eine Art
Engel beabsichtigt sei – er sagte, interessanter Gedanke – wenn Sie das da sehen, wird es wohl da sein.
Auf die Frage, was er denn ausdrücken wollte, sagte er, die Vielheit. Was er damit meinte, beantwortete
er, dass das jeder selbst sehen muss. Das würde Aktivität verlangen, die die überkommene Kunst der
Vergangenheit eben nicht habe. Ach so, dachte ich mir, und schwieg betroffen. Übrigens, offensichtlich
gehe ich öfter als Sie in die Kirche. Wollte ich an dieser Stelle nur klarstellen, weil Sie es in der
Diskussion betonten. Ich wünsche Ihnen „Frohes Schaffen“ im wahrsten Sinne des Wortes. :(3
#111 carlosmiguel 23:40:43 | Mittwoch, 3. Dezember 2008
Hey, signum calamitatis „… apropos Ästhetik: Dein Schreibstil lässt ja tief blicken…“ Na, das will
ich doch auch gehofft haben ! „- wenn die Pius-Möchtegern-Mittelalterkirchen dieses Niveau haben, steht
es noch schlimmer, als gedacht.“ Arschloch . Bis Ende des unseligen Zweiten Vatikanums wurde auch in
den heutigen Modernisten-Kirchen die Heilige Messe identisch zelebriert, also nicht nur bis ins Mittelalter.
Außerdem: Solange mein Niveau für dich Pausenclown ausreicht, kann’s so schlimm nicht bestellt sein.
Aber danke der Nachfrage… „Die wahren Betongießer stehen dort: was sie verkünden, ist genau das Gegenteil
von Tradition: keine Lebendigkeit, sondern die Kirche in einen Schneewittchensarg eingießen. Stillstand,
bloß keinen Raum zum Atmen geben. Es könnte ja der Heilige Geist dazwischen kommen.“ Bla-bla-bla, rülps,
furz, kotz… Na, wenigstens funktionieren bei dir verbale Diarrhöen, Peristaltik und Flatulenzen
noch einigermaßen akkurat… Uns schieb’ ja nicht die Schuld auf den Heiligen Geist, falls nein, hörste…
„Wie sagte der selige hl. Vater Joh. XXIII so schön: nicht die Asche, sondern das Feuer bewahren, das
ist Tradition!“ Blödsinn. Der Ausspruch stammt von Gustav Mahler. Bitte sehr, gerne geschehen… Du
mich erst recht, :)3 ¿comprende?… carlosmiguel
#109 Mathilde 17:52:55 | Mittwoch, 3. Dezember 2008
In den Betonklotzkirchen friert man innerlich, daher kann man doch froh sein, wenn sie jetzt abbruchreif
sind. Bloß kein Geld mehr hineinstecken, da diese ein sinnloses Dauergroschengrab sind. Nur die alten
Kirchen erhalten.
#108 Ultramontanus 17:52:10 | Mittwoch, 3. Dezember 2008
Kunstmaler, das war nicht meine Absicht. Tut mir Leid, wenn ich ihnen Unrecht getan haben sollte. Nur
haben eben ihre Ausführungen diese Schlüsse nahegelgt. :(3 :(3
#107 Kunstmaler † 17:50:34 | Mittwoch, 3. Dezember 2008
sagen Sie, Ultra… macht es Ihnen eigentlich Spaß Leuten weh zu tun? Wie kommen Sie auf die Idee ich
wäre ein Fundamentalist – wenn Sie es genau wissen wollen, ich geh nicht jeden Sonntag in die Kirche.
Den Glauben trägt man im Herzen. Ich bin nur für die Schönheit Gottes und diese wird in der modernen
Kunstszene zerstört. Darum geht es mir hier. Ich gehe jetzt weg vom P.C. Schönen Abend noch
#105 Ultramontanus 17:45:19 | Mittwoch, 3. Dezember 2008
Also, jeder der nicht chrsitlich ist, will nur provozieren. Nichts dazwischen, nichts daneben, wie gehabt.
„Wer nicht für mich ist, ist gegen mich“ -richtig schön arachaisch-primitiv eben
#104 SignumSalutis 17:44:23 | Mittwoch, 3. Dezember 2008
@KarlMichael … apropos Ästhetik: Dein Schreibstil lässt ja tief blicken – wenn die Pius-Möchtegern-Mittelalterkirchen
dieses Niveau haben, steht es noch schlimmer, als gedacht. Die wahren Betongießer stehen dort: was sie
verkünden, ist genau das Gegenteil von Tradition: keine Lebendigkeit, sondern die Kirche in einen Schneewittchensarg
eingießen. Stillstand, bloß keinen Raum zum Atmen geben. Es könnte ja der Heilige Geist dazwischen
kommen. Wie sagte der selige hl. Vater Joh. XXIII so schön: nicht die Asche, sondern das Feuer bewahren,
das ist Tradition! SignSal
#102 Ultramontanus 17:36:20 | Mittwoch, 3. Dezember 2008
Wie kommen Sie darauf, dass ich „nur provozieren“ will? Ihre Aussage war, dass Künstler, die „nicht dem
Herrn dienen“ (gemeint anscheinend der christliche Gott) „nur sich selbst dienen“ wollen, was offensichtlich
heißen soll, dass es da überhaupt nichts mehr dazwischen oder daneben gibt. Naja, Fundamentalisten werden
es aushalten müssen, wenn man ihnen einmal nähere Fragen stellt. Auch Sie…
#100 Ultramontanus 17:22:06 | Mittwoch, 3. Dezember 2008
Achso Kunstmaler, alle Künstler, die nicht katholisch sind oder ihre Werke nicht explizit einem Gott
widmen, „dienen nicht dem Herrn“ und sind deshalb abzulehnen. Habe ich das richtig verstanden?
#99 Kunstmaler † 17:18:43 | Mittwoch, 3. Dezember 2008
Frollein Sie verstehen es nicht oder Sie wollen es nicht. Ich kenne sämtliche Kunstszenen und keine dieser
Leute dient dem Herrn, sie dienen alle nur sich selbst. Sie dürfen auch nicht vergessen, dass Sie meine
Gemälde nicht kennen und deshalb wissen Sie nicht, was ich wirklich mitmache. Aber trotzdem danke für
Ihren Trost.
@Kunstmaler Stellen Sie sich einmal vor – bitte wirklich probieren – Sie könnten als Kind ca. mit 12
Jahren schon Menschen malen wie ein alter Meister und ein moderner Kunstprofessor demütigt sie als Kind
bis aufs Letzte, nur weil er eifersüchtig ist. Wie fühlt man sich dann? Sicherlich eine ganz üble Erfahung.
Und dass manche „Lehrer“ ihren Beruf verfehlt haben, das habe ich auch zu spüren bekommen. Dummerweise
ist man dem als Teenie relativ ausgeliefert und kann sich nicht wehren. Aber wegen der schlechten Erfahrung
mit einem Mann das komplette Spektrum der modernen Kunst zu verteufeln???
#96 für die Kirche 17:05:25 | Mittwoch, 3. Dezember 2008
@Kunsmaler: die „Experten“ u. Elfenbeinturm „Künstler“ wollen den normalen Leuten ausreden, daß die
Kunst für die Menschen da ist. Nein, Kunst ist genau das, was die Experten in Kunstakademien definieren.
Und die Menschen u. Bürger haben ihr Maul zu halten u. brav zahlen. Dann können sie dadurch eine Expertendiktatur
errichten. Und dann reden sie den zahlenden Bürgern noch ein, daß die Kunst notwendig für sie sei,
obwohl ihre Meinung gar nicht zählt, und Kunst weder zum Genuß noch zur Geselligkeit da ist, sondern
nur dazu da, daß die normalen Bürger teuere Eintrittsgelder zahlen.
@für die Kirche, @Kunstmaler Das ist keine gesetzlich vorgeschriebene Pflicht. Natürlich nicht! Aber
bevor man etwas vollkommen pauschalisiert und ablehnt, sollte man zumindest in den Grundfesten damit vertraut
sein. Was würden Sie dazu sagen, wenn ich mich über die Liturgie der alten Messe zutiefst kritisch äußern
würde, ohne jemals eine besucht zu haben. Nicht sehr glaubwürdig, oder? Wissen Sie eigentlich, dass
die moderne Kunst, die ja sooooo viel Toleranz für sich in ihrer Schmiererei fordert der anderen Kunst
überhaupt keine Toleranz entgegenbringt. Das ist mir neu. Was bringt Sie auf die Idee? Aber keine Sorge,
jener feine Herr, der sich Lehrer nennt, hat dann eine Rotzpippen genommen, die nix konnte, außer Patzen
malen und einen grünen Hut aufhatte, einschließlich Piercing in der Unterlippe. Dann hat der feine Herr
wohl als Lehrer versagt, wenn er Kunst an den Äußerlichkeiten des „Künstlers“ festmacht.
#94 Kunstmaler † 16:59:23 | Mittwoch, 3. Dezember 2008
Frollein Irrtum – Kunst ist da, dass man sie schmeckt. Denn Kunst sollte zubereitet sein, wie ein gutes
Mahl, ob dem Auge wohlgfällig, oder dem Ohr – Kunst ist der CHARM GOTTES DER UNS GESCHENKT WURDE von
solchen großen Künstlern wie Tizian oder eben Mozart und vielen anderen. Und wer diesen Geist in sich
aufnimmt, sieht die Herrlichkeit Gottes. Aber keine Sorge, der Herr dieser Welt kann das Reich Christi
nicht schmecken – ihm wird übel vor der Herrlichkeit Gottes, deshalb ist Mozart auch verreckt, weil der
Teufel eifersüchtig war auf Gottes Herlichkeit, welche sich in Mozarts Werken zeigt. Also, erzählen
Sie mir nix von der heutigen Kunstszene – ich habe sie „schmecken“ dürfen. Ich habe genug davon – von
Überheblichkeit, ordinärer Gefälligkeit, Anmaßung usw. Christus spricht: „Mein Reich ist nicht von
dieser Welt.“
#93 carlosmiguel 16:58:21 | Mittwoch, 3. Dezember 2008
Hey, Frau Verrottetheimerin, „All die, die sich so dermaßen über die phöse zeitgenössische Kunst aufregen,
empfehle ich mal den Besuch einer Documenta, einer Biennale, einer Art Cologne oder einer ähnlichen Veranstaltung.
Man sollte sich ja mindestens mal ein Bild davon machen, was man da gerade wieder verteufelt.“ Habe ich
doch längst hinter mir, liebe Frau Rotzeimerin ; hab’s mir schon längst gemacht, jenes „Bild“; und
wie… Die von dir angepriesenen „Ausstellungen“ präsentieren nix weiter als wertlosen Plunder sowie
stinkende Rattenkotze aus der örtlichen Klapsmühle. Danke, kein weiterreichendes Interesse; am Ende
müßte mich noch Angst um meine mentale Verfassung ereilen… „Vielleicht sollten künftig nur noch
Bilder ausgestellt werden, die zuvor den „Okay“-Stempel der katholischen Kirche bekommen haben. Es lebe
die Gleichschaltung!“ Blödsinn. Alleine ausreichend wäre, wenn sich die Herrschaften „Moderne Künstler“
den üblichen Marktbedingungen unterwerfen müßten; schnell wäre Schluß mit Jubel, und die „Modernen
Künstler“ müßten wieder niedere Tätigkeiten verrichten… wie z.B. den Müll aus Klapsmühlen entsorgen
. Die diesbezügliche Perspektive, liebe Frau Kotzleicherin , erhielte dann sogar mein „Okay-Siegel“…
carlosmiguel
#92 für die Kirche 16:52:29 | Mittwoch, 3. Dezember 2008
@Frollein Rottenmaier: ein Bürger muß sich nicht mit der modernen Kunst beschäftigen. Das ist keine
gesetzlich vorgeschriebene Pflicht. Genauso die meisten Menschen unserer „aufgeklärten“ Gesellschaft
die katholische Kirche ablehnen dürfen, dürfen wir als Privatpersonen u. Katholiken zugleich die moderne
Kunst ablehnen. Schließlich wird sie von unseren Steuergeldern finanziert, u. somit haben wir ein Recht
zur Mitsprache. Wenn die meisten Menschen die Religion nach belieben verumlimpfen u. vergewaltigen dürfen,
dann mindestens müßten wir Katholiken das Recht haben, unser Mißbehagen über die öffentlich geförderte
Kunst äußern dürfen. Was ein „Künstler“ in seinem Keller anstellt, dürfte uns egal sein.
@für die Kirche Sicher haben Sie das Recht! Das gleiche Recht sollten sich dann aber auch Nicht-Katholiken
rausnehmen dürfen. Oder würden Sie behaupten, nur wer Mitglied der katholischen Kirche ist, habe die
mentalen Tools, um Kunst nach Anspruch und Ästhetik zu bewerten? Davon abgesehen kann ich mir nicht vorstellen,
dass sich so manch ein Kritiker hier tatsächlich mal ausführlicher mit zeitgenössischer Kunst beschäftigt
hat und damit meine ich nicht das Durchblättern des ART-Magazins. Sie werden ja wohl kaum die gesamte
zg. Kunst am grünen Frosch oder an perversen Vollidioten wie Nitsch festmachen wollen, oder? „Kunst hat
mit Geschmack nichts zu tun. Kunst ist nicht da, dass man sie schmeckt.“ (Max Ernst)
#88 für die Kirche 16:30:36 | Mittwoch, 3. Dezember 2008
@Frollein Rottenmaier: ich glaube als Katholikin auch das Recht zu haben, eigenen Geschmack u. ästhetische
Urteile bilden zu dürfen. Oder brauche ich das Imprimatur der politischen Partei?
Vergewaltigung des Kunstbegriffs Das war klar, dass der Tag hier auch noch kommt, an dem man versucht,
die Kunst nach Schema F (gut, böse, geschmackvoll, schlecht) zu bewerten. All die, die sich so dermaßen
über die phöse zeitgenössische Kunst aufregen, empfehle ich mal den Besuch einer Documenta, einer Biennale,
einer Art Cologne oder einer ähnlichen Veranstaltung. Man sollte sich ja mindestens mal ein Bild davon
machen, was man da gerade wieder verteufelt. Vielleicht sollten künftig nur noch Bilder ausgestellt werden,
die zuvor den „Okay“-Stempel der katholischen Kirche bekommen haben. Es lebe die Gleichschaltung!
#86 Kunstmaler † 15:52:26 | Mittwoch, 3. Dezember 2008
carlosmiguel Picasso – Sie haben recht, er konnte vor seinen Kunstauswüchsen wunderbar malen. Aber ob
ihn der letzte Abschnitt seines Lebens zum Herrn gebracht hat, ist fraglich. Gott soll man auch in der
Kunst nicht leugnen, nur um des Geldes willen. Klimt finde ich übrigens auch wunderbar, kaum zu überbieten.
Es gibt von ihm Gemälde aus seiner Jugend, wo er noch mit seinem Bruder zusammen gemalt hat. Wunderbare
Bilder.
Moderne Kunst? Was heute so alles als Kunst druchgeht! Da frage ich mich, wo unser Abendland hingekommen
ist. Wenn ich da an die großen Künstler denke…
#84 für die Kirche 15:43:53 | Mittwoch, 3. Dezember 2008
@Kunstmaler: wie man die Kunstgeschichte betrachtet, weiß man, daß das wirkliche Talent nur von wenigen
Menschen erkannt wird. Auch Van Gogh mußte das ganze Leben lang unter Vernachlässigung u. Nichtanerkennung
leiden. Ich hoffe aber, daß Sie Ihr Talent nicht verkommen lassen, sondern mutig weiter machen. Die Geschichte
ist am Ende doch gerecht. Wir müssen geduldig sein.
#83 carlosmiguel 15:41:51 | Mittwoch, 3. Dezember 2008
Grüß Gott, „Kunstmaler“, „Cutty Sark“ und „für die Kirche“! Bitte seien Sie dessen versichert, daß
Sie mit Ihrem Sinn für Kunst und das ihr innewohnende Wahre, Gute und Schöne keinesfalls alleine dastehen!
Den zwei Quertreibern weiter unten habe ich – nun, sagen wir einmal, etwas robuster Paroli geliefert;
die sind, scheint’s, dem Irrglauben verfallen, sich alles erlauben zu dürfen. Ansonsten richte ich mich
in Sachen Tonfall und Duktus gleichwohl nach den Umständen. Sehr richtig führen Sie an, daß ohne üppige
staatliche Subventionszahlungen der ganze moderne Krempelberg in Musik, Malerei und Literatur in sich
zusammenkrachen würde, weil sich doch niemand freiwillig selber am eigenen Nervengerüst herumsägen
möchte. Picasso wurde angesprochen: Während seiner „Blauen Periode“ hatte er demonstriert, er hätte
malen können wie Tizian oder Giotto, aber recht bald wollte er nicht mehr. Als er nämlich bemerkt hatte,
daß das Geschmiere talentloser „Kollegen“ viel schneller viel mehr Geld abwarf, beschloß er, es von
da an synchron zu halten. Picasso war ein ökonomisch denkender Zirkusmensch, und das ganze Leben war
für ihn ein einziger Zirkus; ob er im Grunde seines Wesens böswillig gewesen sein könnte, vermag ich
nicht zu beurteilen. Aufschlußreich hierbei ist gleichwohl sein künstlerisches Testament, worin er sich
über seine Bewunderer zu Tode lacht. Lassen Sie sich also bitte keinesfalls beirren! O:O Freundliche
Grüße, carlosmiguel
#82 Kunstmaler † 15:34:28 | Mittwoch, 3. Dezember 2008
für die Kirche in der Musik ist zwar nicht so arg – da muss man das Instrument beherrschen. Hier ist
noch ein gewisses Maß an Gerechtigkeit vorhanden – aber in der Malerei wird man nur mehr gedemütigt.
Manches Mal frage ich mich, warum Gott mir überhaupt dieses Talent gegeben hat – anscheinend für nix.
#80 Kunstmaler † 15:22:51 | Mittwoch, 3. Dezember 2008
für die Kirche Kunst kommt von Können – und ich habe selbst die Erfahrung machen müssen, dass stets
nur „untalentierte Menschen“ gefördert werden. Z.B. als ich eine Aufnahmeprüfung bei einem Kunstprofessor
machen wollte, hat sein Assistent zu mir gesagt:„Komm, Mädchen, so darfst net malen – da stoßt den Alten
ja vorm Kopf, der mag des gar net, wenn ma besser malt als er. Gehst noch mal heim und schmierst a bisserl
rum und dann kommst wieder.“ Ich habe mich natürlich nicht daran gehalten – und bin mit viel Schimpf
und Schande als Jungedliche davongejagt worden. Wenn man mit anderen Künstlern, ob Musikern, Bildhauern
oder Schauspielern auch so umgeht, wundert mich nicht, dass es bald keine Kunst in unserem Land mehr gibt.
#79 für die Kirche 15:17:25 | Mittwoch, 3. Dezember 2008
@Kunstmaler: ich kenne einen Professor aus Österreich, er schimpft immer über das Regietheater. Wirklich,
was ist falsch gelaufen? Warum geben die „Künstler“ gar keine Mühe mehr?
#77 für die Kirche 15:07:05 | Mittwoch, 3. Dezember 2008
@Kunstmaler: ganz richtig. Wenn man die Linienführung der Gemälde von Picasso anschaut, dann weiß man,
wie viele Übungen vorher der Meister gemacht hat. Sonst hätte er nicht mit solcher Leichtigkeit malen
können. Aber heute ist Kunst von Steuergeldern subventioniert u. durch u. durch akademisiert. Das Publikum
spielt dabei keine Rolle, allein die Experten haben das Sagen. Eine Fehlentwicklung. Besonders in Ländern
wie Deutschland u. Österreich, wo die Kunst vom Staat subventioniert wird, wird die Theateraufführung,
bildende Kunst, Musik ungenießbar. Schaut man nach England, Italien, und den U.S.A, dann findet man reichliche
Kunstprodukte, die auf dem höchsten Niveau u. trotzdem höchst unterhaltend ist.
#75 Cutty Sark 14:57:09 | Mittwoch, 3. Dezember 2008
Kunstmaler Danke. Es war noch in der Schule, da meinte ein Lehrer zu uns, Kunst käme (auch) von können.
Und da kann man eigentlich nur hinzufügen…verbunden mit einer ganzen Menge Fleiß und Talent. Gerade
die Renaissance. Mit Farbe, Geschehen, Menschen und das Schöpferische/ die Schöpfung in der Kunst der
Perspektive belebt abzubilden. Von Brunelleschi, Masaccio bis solche Riesen wie Leonardo, Tizian und/aber
auch Michelangelo die ganze Bandbreite aufzeigen. Und die Werkstätten der Künstler, die Schüler, die
Freude über das Angenommenwerden bei einem anerkannten Künstler und die Zuordnung seiner Schule zu einem
Maler dieser Zeit machen es auch heute noch ganz deutlich, wie viel schnöde, langweilige Übung, wie
viel Fleiß und Überwindung es kostete, bis das Handwerk beherrscht wurde, damit man es brauchen konnte,
um kreativ zu wirken und da zeigt sich dann das Talent, das Genie). Irgendwie erinnert mich das an eine
Szene im Fernsehen, in der vor ein paar Monaten ein berühmter Geiger erzählte, ein Fan habe ihm gesagt,
er würde alles dafür tun, so spielen zu können wie er (womit er auf die Gabe, das Talent anspielte).
Darauf habe er gesagt, dann müssen sie nur 12 bis 14 Jahre neun Stunden üben, danach können Sie es
etwas ruhiger angehen lassen. Natürlich war der Fan nicht begeistert. Wie auch immer, ich werde mich
gleich wieder anderen Tätigkeiten widmen. Ihnen einen guten Tag, vielleicht auch mit Farben in dieser
grauen Novemberzeit.
#74 Kunstmaler † 14:44:02 | Mittwoch, 3. Dezember 2008
Cutty Sark andere Menschen arbeiten ernsthaft und schwer, um ihre Familien zu erhalten und da ist einer,
der wirft ein paar Konservendosen an die Wand, schmiert diese voll und wird dafür nicht nur geehrt, sondern
auch mit Geld beworfen. Genau das wollte ich damit sagen. Die moderne Malerei hat eigentlich den Ruf der
„arbeitenden Maler“ zerstört. Kunst kann auch Arbeit sein – z.B. ein Ölgemälde der klassischen Art
muss eingeteilt werden, es muß Rücksicht auf das Licht im Bild genommen werden. Von den Personen ganz
zu schweigen, die man hier im richtigen Größenverhältnis wiedergeben muss. Das ist Arbeit, aber leider
ist diese aufgrund des heutigen Zeitgeistes nichts mehr wert. Schön, dass Sie diese Art von Kunst noch
schätzen. P.S:Mein letzter Satz galt nicht Ihnen, sondern so manch anderen User, welche ständig quasseln,
ohne überhaupt Kenntnisse über andere User zu haben.
#73 Cutty Sark 14:34:01 | Mittwoch, 3. Dezember 2008
Kunstmaler Danke, schön zu wissen. :)3 Werde Sie hier bestimmt nicht fertig machen, denn ich bin auch
eines dieser eigenartigen Wesen, die sich – wenn es denn wirklich mal die Möglichkeit gibt und Zeit da
ist – auf Entdeckungstour nicht nur in den Museen, sondern auch in den Bildern der alten Meister begibt.
Ich sah mal in einem Museum eine etwa drei Meter lange und zwei Meter hohe Leinwand, die war einfach nur
schwarz – noch nicht einmal Ölfarbe – schwarz ohne jede Kontur, nur schwarz und das „Kunstwerk“ hieß
dann auch noch „Schwarz“. Hat mich in erster Linie davon überzeugt, dass da jetzt das Kind fehlt, das
sich traut festzustellen, dass der Kaiser keine Kleider anhat. Und dann das Beuys-Museum in oder meinetwegen
auf Schloss Moyland – da finde ich mein Gefühl schon in ihrer Antwort wieder. Weil – andere Menschen
arbeiten ernsthaft und schwer, um ihre Familien zu erhalten und da ist einer, der wirft ein paar Konservendosen
an die Wand, schmiert diese voll und wird dafür nicht nur geehrt, sondern auch mit Geld beworfen. Kann
ich nicht nachvollziehen. Halte ich auch für eine Zeiterscheinung; wenn die klassische Malerei weiterhin
ihre Anerkennung erfährt, wird diese Sackgasse schon längst vergessen sein.
#72 carlosmiguel 14:23:00 | Mittwoch, 3. Dezember 2008
Na schön… Hey, ProvinzklimperfritzeZwo, „Was erdreisten Sie Dümmling sich, mit solchen Plumpheiten
mit mir in Kontakt treten zu wollen? Von Konsorten Ihres Schlages werde ich ungern belästigt. Also, Sie
Plumpling, lassen Sie das!“ Was du dir alles so „verbittest“, mein Schöner, interessiert mich so wenig
wie deine Mundfäule oder die braune Färbung in deinen Unterhosen, kapiert??! Du kotzt hier so viel
unerträglichen, himmelwärts stinkenden Müll ins Netz, der einen bekennenden Ästheten wie mich keinesfalls
unberührt lassen kann. Deswegen werde ich mit dir nassem Handtuch von 30 Kilo Naßgewicht so oft und
so lange „in Kontakt treten“ und dich „belästigen“, wie es mir in den Kram paßt, verstanden!?? carlosmiguel =
carlos-miguel
#70 LandorganistII 14:11:30 | Mittwoch, 3. Dezember 2008
@Carlos Was erdreisten Sie Dümmling sich, mit solchen Plumpheiten mit mir in Kontakt treten zu wollen?
Von Konsorten Ihres Schlages werde ich ungern belästigt. Also, Sie Plumpling, lassen Sie das! @Kunstmaler
Ich tippe mal auf Nazarener!
#69 carlos-miguel 14:06:50 | Mittwoch, 3. Dezember 2008
Banausen – Reprise Hey, SignumCalamitatis: „-ketz.net scheint diese Diskussion wohl im Anschluss an die
„zeitgemäße Gotik“ der Piusbrüder in den USA anzuzetteln.“ Was ich schon deinem Compadre aus der Provinzklimperklitsche
hingerieben habe, gilt auch für dich, mein Kleiner: Dem Herrn sei s gedankt, daß deine Wenigkeit nicht
darüber zu befinden haben, ob man nochmals Gotteshäuser im gotischen Stil erbauen darf oder nicht,
und sicherlich sei es dir unbenommen, zusammen mit den restlichen zwei, drei anderen, in einer zerbröckelnden
Ruine nachkonziliarem Geplapper zu lauschen; warum auch nicht. Die Finanzkrise als Katharsis: o^/ Womöglich
bringt sie ja auch viel Gutes, indem sie all dem modernistischen Scheiß, da wie dort, mit brutalem, schierem
Zwang den Geldhahn zudreht. Der Sinn für Kunst und Ästhetik ist nun einmal gegeben – oder halt nicht.
Mit dem Heiligen Geist verhält sich’s ja genauso: Er weht dort, wo Er will – oder halt nicht. Trag’s
mit Fassung… carlos-miguel = carlosmiguel
#68 carlosmiguel 14:04:30 | Mittwoch, 3. Dezember 2008
Banausen Hey, ProvinzaushilfsorgelquälerZwo: „Herrlich, wie sich die angeblichen Kunstexperten dieses
Forums über Kirchenarchitektur auslassen. Kabarett pur! Weiter so! Ich finde man sollen mein Plagiat,
dann diesen „Doriano“ und „Für die Kirche“ in die Kunstkommission des Vaticans berufen.“ „Kunst kommt
von Können“ : Seit etwa 100 Jahren gibt’s „angebliche Künstler“, die die Scheiße, die sie mannigfaltig
unter sich lassen, mit Karacho an die Wand schmeißen und behaupten, das sei Kunst; Joseph Beuys RIP und
sein Kumpane im Geiste Hermann Nitsch gehören zu dieser Kategorie. Ein Wunder, daß man nicht jedes
Kind, das da behauptet, der drein stolzierende, arrogant-dumme Kaiser sei ja splitterfasernackt, mit dem
Verweis auf den ollen Hitler standrechtlich hinrichtet. Gute Ratschläge sind bekanntlich wohlfeil; trotzdem
wäre es besser, wenn du als Klimperfritze hinfort dein Augenmerk mehr auf dein Georgel richten möchtest,
anstatt hier im Raume partout den Kunstbanausen ‘rausplärren zu müssen . Ansonsten solltest du noch
einige Kurse im Fach Deutsch an der örtlichen Baumschule nachbelegen; dein Gerülpse gerät größtenteils
unverständlich. Noch so ein wohlfeiler Ratschlag; ich weiß… carlosmiguel = carlos-miguel
#67 Cutty Sark 13:30:47 | Mittwoch, 3. Dezember 2008
Kunstmaler Schade. Kann verstehen, dass Sie keine Antwort auf Ihren Stil geben mögen, weil man hier ja
nie weiß, was dann daraus folgt. Hätte mich aber auch – einfach nur so – interessiert. (Soll nicht heißen,
dass Sie nun doch antworten sollen; das ist eine einfach-nur-so mail).
@ Kunstmaler Warum sollten Krankenhäuser hässlich sein? Es gibt schöne Krankenhausbauten mit schönen
Kirchen innen drin mit dem Tabernakel in der Mitte! Krankenhäuser und Kirchen müssen nach psychologischen
Aspekten mit viel Platz im Querschiff für Patienten und Gläubige haben! Und mit einem OP-Saal und Op-Tisch
(Altarbereich und Altartisch) auf dem man die Kranken operieren kann (auf dem man Wein und Wasser verbinden
kann) gecheckt…
#65 Kunstmaler † 13:14:49 | Mittwoch, 3. Dezember 2008
da Sie hier ständig provozieren und allein meine Antwort, die ich Ihnen geben würde, wieder zu einer
unsachlichen Äußerung Ihrerseits führen könnte, enthalte ich mich dieser.
@Landorganist sind Sie aber ziemlich phantasielos! Welchen Malstil bevorzugen Sie denn so? Naja, was die
Volkshochschule halt so an Anfängerkursen zu bieten hat…
#62 Kunstmaler † 11:36:44 | Mittwoch, 3. Dezember 2008
cara c. Dieser Betonbau ist einfach hässlich, kalt und düster – die Geschmäcker sind jedoch verschieden.
Zum Gebet lädt es mich jedenfalls nicht ein und Gott fällt mir dabei auch nicht ein – nicht etwa, dass
man nur in einer Kirche beten könnte – das kann man z.B. auch beim Joggen (ja ich bete auch beim Joggen,
weil ich mich dann frei fühle). Aber wenn ich diesen Kirchenbau sehe, dann fällt mir nur „Schule“ oder
„Krankenhaus“ ein.
Viel mehr, cara pictrix, als die Materialfrage bewegt mich indes die damit verbundene Arbeiterfrage! Wenn
ich an die ehrlichen katholischen Betongießer denke, die in der weißen Glast des Mittags mit durchgeschwitztem
Unterhemd und erloschener Zigerettenkippe im Mundwinkel das zähflüssige Baumaterial glucksend in die
vorbereiteten Schalungen füllen und verdichten, dann wird mir ganz warm ums Herz. Ganz anders, wenn ich
mir vorstellen muß, daß in den Bauhütten geheimkunstversierte und geheimbundverstrickte freie Maurer
ihre Schlegel schwingen, um mit ihren unter den Schlägen singenden Meißeln den Orient Satans aus den
Rohlingen freizulegen. Ob diese Befürchtung auch auf den Neubau von St. Mary’s zutrifft? Oder führt
die bauherrliche Bruderschaft bei der Anstellung der Maurer und Metzen Glaubensprüfungen durch? Wasser-
und Feuerproben haben sich da – wenn Tradition, dann richtig! – zweifelsfrei als höchst hilfreich und
äußerst aussagekräftig erwiesen.
#59 LandorganistII 11:00:30 | Mittwoch, 3. Dezember 2008
Herrlich, wie sich die angeblichen Kunstexperten dieses Forums über Kirchenarchitektur auslassen. Kabarett
pur! Weiter so! Ich finde man sollen mein Plagiat, dann diesen „Doriano“ und „Für die Kirche“ in die
Kunstkommission des Vaticans berufen.
#55 SignumSalutis 10:24:00 | Mittwoch, 3. Dezember 2008
zur „Betondiskussion“ unten -ketz.net scheint diese Diskussion wohl im Anschluss an die „zeitgemäße
Gotik“ der Piusbrüder in den USA anzuzetteln. Und da bin ich gespannt, ob die ihre „gotische Kathedrale“
wirklich komplett aus Naturstein, Sandstein, Granit etc. zustande bringen, ohne das böse „B…“. Da habe
ich meine Zweifel. Sollten die gotischen Bögen aus Beton nachgegossen werden, wäre dies ästhetisch
eine noch schlimmere Untat. Da können die Pius-Amis doch gleich im Disneyland anfragen, ob sie in der
Schlosskapelle von Schneewittchens Märchenschloss altrituelle Liturgien abhalten dürfen . SignSal
#54 carlosmiguel 21:49:38 | Dienstag, 2. Dezember 2008
Fort mit diesen Betonklotz-„Kirchen“ Der Autor spricht mir aus der Seele. Dieser ganze bauliche Dreck
aus den 60-er Jahren diente ausschließlich dazu, die Gläubigen zu demütigen, sie, gemäß Freimaurer-Idiotologie,
auf und davon zu jagen, sie ihrem Herrgott zu entfremden, ihrer Ästhetik, Ihrer Seele und ihrem Sinn
für würdige Gotteshausathmosphäre brutal herumzutrampeln. Die Gläubigen jedoch getrauten sich nicht
zu protestieren, aus Angst, man könnte ihnen den Hitler unter die Nase reiben – DEM Totschlagterminus
schlechthin, wenn es darum ging und immer noch darum geht, unliebsame Debatten oder unliebsame Kririk
abzuwürgen und schon im Keim zu ersticken. Fort mit diesen gott- und seelenlosen Betonklötzen! :)3 o^/
carlosmiguel
#53 für die Kirche 20:56:47 | Dienstag, 2. Dezember 2008
@noch ein Landorganist: stimmts, koche nur sehr ungerne. Und Du hast recht, der Altarraum läßt noch
zu wünschen übrig. Aber wir werden sicher bald bessere Kirchenbauten sehen dürfen.
#50 für die Kirche 20:46:37 | Dienstag, 2. Dezember 2008
@Doriano: dann haben solche verrückten, mißlungenen Versuche mindestens einen Nutzen, wenn sie noch
als Requisite für Horror-Film taugen Ihnen wünsche ich guten Appetit. Ich gehe auch nach Hause zum
Essen. P.S. die Webseite: www.adoremus.org ist sehr empfehlenswert.
@für die Kirche Ja – mich erinnert das an einen postmodernen Horrorfilm – im Vordergrund die Zufahrt
zu Draculas Schloss. Ich glaube, daß Fritz Lang – täte er heute noch leben – dieses Gebilde als Dauerrequisite
benutzen würde. Den Artikel werde ich später versuchen zu lesen – meine Frau ist fast mit dem Essen
fertig – aber das Zitat läßt Gutes ahnen. Den letzten Satz erlaube ich mir noch einmal zu zitieren:
He condemns their desire to build upon the rock of history and to eschew the Modernism that has turned
church architecture into a carousel of formal experimentation.
Ja, Neviges … kennt Ihr den Felsenbeißer aus der „Unendlichen Geschichte“? Der hat in Neviges offenbar
einmal in die Landschaft geschi…en. Oakland-Kathedrale: gefällt mir nicht. Vorbild war wohl ein Gasometer
Los Angeles trifft meine Geschmack auch nicht wirklich, zumindest von außen. Innen mit guten Ideen und
eigentlich ok Aber was garnicht geht: Ein nicht durch Stufen erhöhter Altar, noch dazu handelt es sich
um einen schnöden Tischaltar. Auch habe ich den Eindruck, dass es keine Kniebänke gibt.
#47 für die Kirche 20:29:52 | Dienstag, 2. Dezember 2008
@Doriano: erschreckendes Bild? Hat der Architekt einen Wutanfall? Hier noch ein guter Artikel zu dem Modernismus
im Kirchenbau: Der Kulturkampf der Architektur www.adoremus.org/…urchRestoration.html Zitat (köstlich):
Liturgical Modernists –- they typically embrace architectural Modernism too –- are especially distressed
by the growing ranks of architects who are embracing the rich history and patrimony of churcharchitecture
and building traditions. Michael DeSanctis, associate professor of Fine Arts at Gannon University and
a leading light in the contemporary archi-liturgical movement, takes the tradition-minded architects to
task. In an editorial published in the National Catholic Reporter he calls them „blatant opportunists“,
„the stodgiest of antiquarians“, „recyclers of architectural fashion“, and „paranoid and self-righteous
Pharisees“. He condemns their desire to build upon the rock of history and to eschew the Modernism that
has turned church architecture into a carousel of formal experimentation.
Noch ein Beispiel… …Konventkirche Heilig Kreuz der Dominikaner in Köln …minikanerkloster-koeln.de/kirche.html
Das gelbe Dreieck über dem Altar vor dem Fenster in der Ecke unten links( bei 2Dimensionalität) ist
oder soll den gekreuzigten Christus darstellen – nicht zu erkennen, da auf die gelbe Oberfläche die Gestalt
in weiß aufgetragen ist. Gewendet erscheint das ganze in Rot. Das ürdprüngliche Kreuz wurde nach hier
verbannt, zum Wochentagsaltar …minikanerkloster-koeln.de/gottesdienst.html, bei dessen Konsekrierung
durch Joachim Kardinal Meisner ich meine Premiere als Messdiener hatte. Ich war außerdem doert zwei Jahre
in der dortigen Laiengemeinschaft Hl. Johannes von Köln. Der Pater Prior Wolfgang hatte mal wärend einem
gemütlichen Beisammensein bei unserer Schriftführerin seine Ansicht geäußert, es gäbe einen Riss
in der Schöpfung – wg. der Mückenplage (es war Hochsommer – draußen – leckere Sachen auf dem Tisch).
Das speziell an HBR… o.ä
#43 Kunstmaler † 19:25:13 | Dienstag, 2. Dezember 2008
Die Fülle Christus spricht: „Ich bin das Licht.“ und somit ist er die Fülle in allem. Eine Fülle, die
sich auch in der Architektur, wie im Bild ausdrücken soll – um nämlich Gott zu ehren für jene geistige
Fülle, die er uns hinterlassen hat – dafür muss man aber erst zugänglich sein. Man kann diese Fülle
annehmen oder ablehnen – jeder ist hier Herr seiner Seele und jeder kann Teil haben an dieser Fülle.
Wer sich selbst beraubt und sich der Leere hingibt, in dem er diese Fülle verachtet, wird im Tod ernten,
was er hier gesät hat – nämlich „das Nichts“.
#42 derLeser 19:15:01 | Dienstag, 2. Dezember 2008
Kirchenarchitektur gewisse architektonische „Wunderwerke“ können sicherlich dem Kirchenkampf der ja auf
allen Ebenen geführt wird zugeordnet werden. Eine systematische architektonische Widergöttlichkeit kann
va durch einseitige Konzentrsation auf Nüchternheit, Funktionalität, Kälte und Neutralität erreicht
werden. Eigenschaften die Gott diametral gegenüberstehen, dem ja die Fülle, Schönheit, die Üppigkeit,
das Wertvolle, ja das Überladene eher zupassen würde. Architektur hat auch eine starke massenpsychologische
Komponente und kann gewisse Stimmungen gezielt unterdrücken, und andere gezielt evozieren. Kahlheit und
Nüchternheit ist jedenfalls ein Antipod zu Gott der die Fülle ist. Kirche so gestaltet ist daher Tristesse
pur. (ob mit Kalkül oder nicht sei mal dahingestellt; – ich tendiere zu Ersterem) Erinnere mich gut an
eine Kirche auf einem Berg in der Umgebung von Trieste; – eine Glaspyramide nur das G für Gnosis hat
am Altar noch gefehlt
#41 für die Kirche 19:03:24 | Dienstag, 2. Dezember 2008
@noch ein Landorganist: das stimmt, der Artikel ist von Protestanten geschrieben. Ich habe zu voreilig
gepostet. Hier, ein viel passender Artikel www.adoremus.org/1097-Stroik.html, und wir liegen voll im Trend.
Zitat: „A Vital Tradition –- Back to the Future While most architects trained since World War II have
a limited background in classical-medieval architecture, there is an ever-increasing number of architects
all over the world practicing in traditional aesthetic languages, as well as a number of architecture
schools teaching humanistic alternatives to Modernism. Of great inspiration to architects, pastors and
laity alike are the chapters in the Catechism of the Catholic Church devoted to the Universal Church’s
teaching on sign, image and the church as a visible symbol of the Father’s house. In recent decades we
have seen a number of new or renovated Catholic churches which express these aims and those of Vatican
II through the restoration of sign, symbol and typology. These include the renovated St. Mary’s Church
in New Haven, the renovated Cathedral of the Madeleine in Salt Lake City, the parish of San Juan Capistrano
in California, Immaculate Conception Church in New Jersey, St. Agnes in New York, and Brentwood Cathedral
in England. These and other buildings indicate that the future of Catholic architecture will go beyond
the narrow confines of the Modernist aesthetic to the broad and vital tradition of sacred architecture“.
Ich habe entsprechende Änderungen im blauen Bereich unternommen.
@ für die Kirche und @ alle Also bei dem Link von eben, kann man aber beileibe nicht allen Thesen zustimmen.
Besonders eigenartig finde ich 2. Thou shalt build smart churches. Nebenbei: Habe gerade in der ZDF-Mediathek
den Fernsehgottesdienst vom Sonntag aus der Domkirche Eisenstadt offen. Welche Perverslinge haben denn
an der Zerstörung dieser Kirche Hand angelegt? Kein Wunder, dass sogar zum Fernsehgottesdienst zahlreiche
Sitzreihen dieser nicht sehr großen Kirche leer sind. Da würde ich auch nicht mehr hingehen und dann
auf Campingstühlen rumhocken wollen. Grüner Zelebrationstisch und Ambo aus Plastik oder Glas (so nicht
zu erkennen) und die Sedilien und auch ein Teil der sonstigen Bestuhlung sind echt Campingstühle, über
die man Tücher geworfen hat. Eine einsame Barockkanzel kündet von einstiger Würde.
#39 für die Kirche 18:37:32 | Dienstag, 2. Dezember 2008
@noch ein Landorganist: ich suche gerade im Internet. Und poste dann die Web-Adresse, wenn ich ihn finde…
Aber hier habe ich einen interessanten Artikel über den modernen Kirchenbau gefunden (auf Englisch).
Ich poste ihn noch in dem blauen Bereich. Bitte hier klicken. www.christianitytoday.com/yc/9y2/9y2010.html
#37 für die Kirche 18:05:58 | Dienstag, 2. Dezember 2008
@noch ein Landorganist: in den U.S.A. gibt es einen Kirchenbauverein, der sich (möglicherweise interkonfessional)
bemüht, mit der modernen Formsprache den Kirchenbauten eine würdige, theologisch gerechte Gestaltung
zu geben. Ich habe mal Bilder von einer „Licht“-Kirche gesehen, sehr gelungen.
#35 Alois Bischof 17:05:43 | Dienstag, 2. Dezember 2008
Monumente und schöne Kirchen der kath. Neugotik werden jedoch bewußt abgerissen von den modernistischen
Gruppen und Hierarchen, während die Monumente des häretischen „Geistes des II. Vatikanums“ erhalten
werden. Mancherorts verkauft man alte Kirchend und baut kostenaufwendige neue „Mehrzweckshallen“ für
Millionen von Euros. Verschwendung. Dagegen würden die hässlichen 1960er und 1970er Bauten sich gut
eignen für eine weltliche Nutzung. Kirchen sind es nicht im eigentlichen Sinne. Aber immer wieder werden
geweihte traditionstreue Gotteshäuser „umgestaltet“ oder verkauft, und der Entweihung preisgegeben. Das
ist eine Strategie der Unzucht mit der „Welt“ durch die Kirche nach dem II. Vatikanum.
#34 Kunstmaler † 16:48:17 | Dienstag, 2. Dezember 2008
Doriano Es geht nicht um den Baustoff, sondern das, was man daraus macht. Genau so ist es. Die Atmosphäre
fehlt in so einem kalten Gebäude. Abgesehen davon – finde ich es auch mystisch, wenn ich eine alte Kirche
betrete, denn man bedenke, wieviele Menschen hier schon gebetet haben, sich dem Herrn zugewandt haben.
Franz Kappes tja, soweit ich informiert bin, finden bisher in keiner der aufgeführten Kirchen Messfeiern
im ao. Ritus statt. Aber ich wollte sie als Beispiele aufführen, wie man auch in moderner Formensprache
(und eben auch Beton) Kirchen errichten kann, die nicht nach IKEA-Katalog aussehen.
Liebe „für die Kirche“, da mögen Sie vielleicht recht haben – nur: ich hatte – soweit ich mich erinnere –
keine „Lanze“ für diesen Roman gebrochen, sondern nur einfach nur den Gefühlen Dorianos andere mögliche
Gefühle beim Betrachten eines Kirchenbaus gegenüber gestellt: mehr eigentlich nicht… Wir können uns
hier aber gerne auch über den Roman unterhalten…
Ein Einsturz wäre kein großer Verlust Es ist symptomatisch, daß die für die Jahrhunderte geklotzten
Konzilsgaragen genau so schnell verrotten, wie die sie verursacht habende Ideologie der neuen Religion.
#27 für die Kirche 15:37:27 | Dienstag, 2. Dezember 2008
@ecclesia-semper-reformanda: Ihr Hinweis auf den Namen der Rose besagt nun gar nichts über das Gefühlsleben
mittelalterlicher Mönche. Denn der Autor Eco ist nunmal ein moderner Mensch, wie soll er über die subjektiven
Gefühle längst verblichener Mönche wissen können. Ab gesehen davon, daß er als Buchgelehrter viele
Dinge von verschiedenen Handbüchern u. alten Schriften abgeschrieben hat u. so anderen Menschen, die
diese Quellen auch kennen, ein wenig Spaß bereitet hat, und daß er seine postmoderne Semiotik auf die
Kosten des altgewährten vierfachen Schriftsinnes etablieren will, ist sein Roman irgendwie klischeehaft.
Ein Kommentator sagt nicht unzurecht, daß die Handlung dieses Romans der billigen Krimis entnommen wird.
Bester Doriano, Sie denken bei Betonkirchen an Science Fiction, andere denken bei „alten“ Kirchenbauten
an die Stimmung aus „Der Name der Rose“ mit Angstgefühlen, Alibi-Frömmigkeit und unterdrückten Gelüsten:
jeder hat halt seine Emotionen… Deshalb von „Betonkirchen“ auf „Glaubensverlust“ zu schließen, ist
doch etwas überkonstruiert. Sie möchten halt gerne, dass es so wäre… „Noch ein Landorganist“ wird
wohl recht haben: Die äußere Hülle hat und wird sich den Moden anpassen; das ist nicht schlimm und
kann ruhig auch zu verschiedenen Meinungen führen, solange die Hülle eine würdige Feier ermöglicht,
(wobei ich sicher noch eine andere Auffassung von einer aus meiner Sicht „würdigen“ Feier haben werde
als Sie…)
#24 für die Kirche 15:18:22 | Dienstag, 2. Dezember 2008
@liebe clarissa, danke für den Hinweis auf Vitruvius, sehr interessant. @Landorganist: Das „Beton“ bei
den Römern unterscheidet sich wohl von dem modernen Industriebeton. Man kann auch sagen: Wolle gab es
schon vor 2000 Jahren, aber die Wolle damals unterscheidet sich auch von einem Wollpulli von heute.
Denkwürdig? Frag hundert Katholiken, was das Wichtigste in der Kirche ist, und sie werden antworten:
Die Hl. Messe. Frag hundert Katholiken, was das Wichtigste in der Hl. Messe ist, und sie werden antworten:
Die Wandlung. Sag hundert Katholiken: Das Wichtigste in der Kirche ist die Wandlung, und sie werden antworten:
Nein, nein, alles soll so bleiben wie es ist! (nicht von mir, Quelle unbekannt)
#20 LandorganistII 15:08:21 | Dienstag, 2. Dezember 2008
Werte Clarissa C. ich entnehme Ihren Ausführungen, dass Beton durchaus als „altgläubiger Baustoff“ angesehen
werden kann, weil er bekanntermaßen schon bei den alten Römern eingesetzt wurde. Liege ich in meiner
Auslegung richtig? Wenn wir nun diese Fragestellung bejahen, zerstören wir da nicht eines der Weltbilder
unserer „altgläubigen Schwestern und Brüder“, die doch dem Glauben anhangen, alles von Beton sei durch
Vat. II erst hoffähig geworden, aber dennoch/deshalb des Teufels und gehöre verbrannt, wenn es bloß
brennen würde?
Ob mit oder ohne Beton Das wichtige in einer Kirche sind Altar/Tabernakel, die Ausrichtung der Gläubigen
und des Priesters und die würdige Zelebration. Man kann schöne und hässliche Hüllen errichten für
diese Kernelemente, egal aus welchem Material. Und diese Hülle hat sich immer den Moden angepasst. Erst
die Hüllen, die im Inneren keinen würdiger Gottesdienst mehr zulassen, wurden zum Problem. So manche
Notkirche von 1945 ist diesbezüglich mehr Kirche als ein müder Überflussbau der 70er oder 80er.
@Ecclesia-semper-… Nein – Gerissenheit liegt mir nicht. Es entspricht einfach den Tatsachen. Ich habe
selbst schon solche Betonbauten von Anfang-Mitte der Sechziger gesehen und bin erst im Laufe der Zeit
darauf gekommen, daß dies der Ausdruck einer Entwicklung ist, deren Anfänge ca. 200 Jahre zurückliegen.
Mich erinnern solche Bauten immer an irgendwelche depressiv-düstere SF-Filme. Kalt und unpersönlich,
bar jeder sakralen Atmosphäre. Das wirktbsich natürlich auf die Menschen aus – der heutige Zustand der
Kirche ist ein Beleg dafür – Glaubensverlust.
Beton?, Das ist doch ein ganz und gar treditioneller Werkstoff! Schon Marcus Vitruvius Pollio empfahl
ihn wärmstens wegen seiner Tragkraft, problemlosen Herstellbarkeit und der Leichtigkeit, ihn in jede
gewünschte Form zu bringen. Also, wenn schon römisch, dann in Beton – und haben wir in der Kuppel des
Pantheons (auribus piis: von S.ta Maria ad Martyres) das schönste Beispiel seiner Verwendung?
Äh Doriano, ich befürchte ernsthaft, Sie sind der Meinung, eben eine besonders gerissene Antwort gegeben
zu haben…?! Ich glaube, damit liegen Sie so ziemlich daneben!
Tja… …liebe clarissa. Ein sehr schöner Beweis dafür, daß das ganze Drama schon sehr viel früher
begonnen hat und das VII eigentlich nur noch dazu diente, bereits vollendete Tatsachen endgültig in trockene
Tücher zu packen und einzubetonieren. Danke, daß Sie uns diesen Umatand in Erinnerung gerufen haben.
:(3
@ HBR Vielleicht ist es aber auch die Unkenntnis, wenn man noch nie eine Messe in einer modernen Kirche
mitgefeiert hat. Was glauben Sie wohl, warum ich zu den Hl.Messen der FSSPX gehe, Sie Schlaumeier?
Im Gegensatz zu Ihnen, weiß ich durchaus, was im anderen Lager(ich nenn’ se jetzt einfach mal so) so
abgeht.
Das Märchen, daß der Tabernakel vor dem Konzil immer in der Mitte stand, wird hier wieder einmal wahrheitswidrigerweise
wiederholt. Dabei ist der Tabernakel in der Mitte auf dem Altar eine Erfindung des Barock; zuvor, das
ganze Mittelalter hindurch, stand der Tabernakel (= das Sakramentshäuschen) links vom Altar an der Wand.
Schön zu erkennen ist das an mittelalterlichen Kirchen, die bei der Reformation protestantisch wurden,
wo man aber die frühere katholische Ausschmückung im Orignal beibehielt, z.B. in der St. Lorenzkirche
in Nürnberg oder im Münster von Heilsbronn.