(kreuz.net) Der römische Priester Paolo Lojudice feiert die Sonntagsmesse in einem Einkaufstempel am
Rande der Ewigen Stadt.
Das berichtete die österreichische Nachrichtenagentur ‘APA’.
Hw. Lojudice liest
die Messe in einem Kinosaal, der zum Shopping Zentrum „Roma Lughezza“ gehört. Die Anlage umfaßt 210
Geschäfte und hat auch sonntags geöffnet.
Täglich strömen rund 10.000 Menschen durch den Tempel.
Die Parkplätze fassen 7.000 Autos.
Am Sonntag werden die Massen seit kurzem mit Lautsprechern in den
Kinosaal zur Messe geladen.
Dann stellt Hw. Lojudice vor die Kinoleinwand einen Mahltisch. Die Gläubigen
sitzen auf den roten Kinosesseln.
Das Kirchenrecht verlangt, daß die Messe an einem geheiligten Ort
zelebriert werde, außer zwingende Umstände erforderten etwas anderes: „In diesem Fall muß die Feier
an einem geziemenden Ort stattfinden“ – so Canon 932.
Messe ist nicht Mission
„Die Leute sollen wissen,
daß wir – unabhängig vom Ort, wo wir uns aufhalten und trotz des stressigen Lebens – mit Gott in Verbindung
bleiben müssen“ – begründete der Priester den Zelebrationsort.
Die Apostelfürsten Petrus und Paulus
hätten auf den Straßen und Plätzen gepredigt. Die Plätze des 21. Jahrhunderts seien die Einkaufstempel –
so Hw. Lojudice. Dort versammelten sich täglich Tausende Menschen.
Hw. Lojudice möchte angebliche neue
Wege finden, um auf Menschen, die Gott suchen, zuzugehen.
Niedergang mit der Neuen Messe
Die Agentur
‘APA’ glaubt, daß der Geistliche „unter dem Druck“ des kirchlichen Niedergangs handelt.
In Italien sind
87,8 Prozent katholisch. Doch nach Angaben einer kürzlich veröffentlichten Studie des italienischen
Statistikamts ‘Eurispes’ geht nur ein Drittel der Katholiken am Sonntag zur Messe.
29,8 Prozent der Katholiken
suchen die Kirche nur noch zu Ostern und Weihnachten auf.
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37 Lesermeinungen
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#37 Kunstmaler † 10:45:19 | Donnerstag, 27. November 2008
aber, aber wieso sind denn alle wieder so „schiaaach“ zueinander abgesehen davon ist eines auch interessant,
was uns Christus gesagt hat: „Glaubt nicht, dass ich den Frieden bringe, denn ich bin das Schwert und
komme um zu trennen,…“ Man kann sehen, wie wahr doch seine Worte sind. o^/
Sie, werter pneumat, wollen sich – obzwar zitathalber – anheischig machen, bei anderen Zuschreibern „…
eine gewisse Zurückhaltung in Meinungsäußerungen …“ anzumahnen, solange Sie sich in Ihren eigenen
Zuschriften erdreisten, andere Menschen als „Dreck und Abschaum“ (Mittwoch, 26. November 2008 21:03) zu
bezeichnen? Das grenzt schon an pathologische Wirklichkeitsverkennung! Ihr pneuma, scheints mir, ist mehr
nicht als schlechter eigener Atem, mein Bester! Solange Sie in andere Leute Nase bohren, sollten Sie weder
einen anderen Ferkel nennen, noch sich über deren Manieren auslassen!
#34 Gotthard 21:49:55 | Mittwoch, 26. November 2008
@pneumat Du musst weder mir noch dieser Forumsöffentlichkeit Deine persönliche Geschichte erzählen…
… vor diesem Hintergrund wäre eine gewisse Zurückhaltung in Meinungsäußerungen dann allerdings angebracht.
#32 Gotthard 20:17:32 | Mittwoch, 26. November 2008
@pneumat Persönliche Sachen werden öffentlich nicht besprochen. wunderbar! Erst große Töne spucken –
und dann kneifen, wenn diese großen Töne Dir auf den Leib geschrieben werden… Du bist also eindeutig
ein lebendiges Beispiel für diese absterbende Kirche – Wasser predigen und Wein saufen!
#31 für die Kirche 20:10:14 | Mittwoch, 26. November 2008
@Hochmut: Deine Superidee. Keine Show, wie im Kino, sondern zum Beispiel spannende Heiligenbiograpien
vortragen – mit Diashow, leise (Harfen-)Musik im Hintergrund – die Leute würden das mögen! Bei den Benediktinern
werden beim Essen mitunter Heiligenvitae vorgetragen, dennoch keine spannenden, denn sonst verschluckt
sich einer dabei u. wird erstickt! Harfemusik ist super. Der Vortragende soll meiner Meinung nach mit
Lorbeerkranz geschmückt sein, u. Hymnen singen. Aus dem Schatzkammer des Barock kann man sicherlich zahlreiche
neulateinische Hymnen von Heiligenvitae u. Bibelgeschichten finden. Es gibt z.B. auch geistliche Spiele,
die könnte man auch aufführen. Diese Tradition lebt doch z.B. in Oberammergau weiter.
Werter Viagra, can. 932 stellt eindeutig rein kirchliches Recht dar (ius mere ecclesiasticum), und von
dessen Beachtung kann jeder kirchliche Amtsträger mit Exsekutivgewalt und innerhalb deren Grenzen nach
can. 85 dispensieren. Damit wäre die (zu unterstellende) Dispens rechtens.
#28 Hochmut 19:56:17 | Mittwoch, 26. November 2008
Die Idee ist an sich super – ABER… Warum nicht ein Kino zur Neuevangelisierung der Massen benützen?
Natürlich kann man unmöglich an so einem profanen Ort eine Hl. Messe feiern -das schließt sich aus.
Der Priester könnte sich was anderes einfallen lassen, um den Leuten was schönes Katholisches zu bieten.
Keine Show, wie im Kino, sondern zum Beispiel spannende Heiligenbiograpien vortragen – mit Diashow, leise
(Harfen-)Musik im Hintergrund – die Leute würden das mögen! Und natürlich kann man dann auch zur Heiligen
Messe in der Kirche einladen!
#27 Gotthard 19:55:09 | Mittwoch, 26. November 2008
@pneumat Ein deutliches Zeichen des Absterbens des westlichen Christentums, dass es noch kaum junge Leute
gibt, die Mönche werden wollten. Du bist dann auch ein Zeichen dieses Absterbens…
Brandschutz Gotthard:„darf in dem Kinosaal Weihrauch verwendet werden?“ Nein, im Kino
darf kein Weihrauch verwendet, sonst würden die Rauchmelder Alarm auslösen.
@clarissa colonia Daher ist vorliegend von der Existenz einer Genehmigung durch das Vicariato di Roma
auszugehen. Wer den Gegenbeweis antreten kann, soll dies bitte tun. Dann verstößt halt die Genehmigung
gegen den Canon 932. Gehupft wie gesprungen.
Predigt im Kino „Die Apostelfürsten Petrus und Paulus hätten auf den Straßen und Plätzen gepredigt.
Die Plätze des 21. Jahrhunderts seien die Einkaufstempel – so Hw. Lojudice. Dort versammelten sich täglich
Tausende Menschen.“ Daß die Apostelfürsten Petrus und Paulus die heilige Messe auf Straßen und Plätzen
zelebriert hätten, ist wohl nicht überliefert worden. Wenn Hw.Lojudice im Kino predigen will, – soll
er es tun, aber zum Zelebrieren der Messe ist das wohl der falsche Ort, da können auch die Apostelfürsten
nicht helfen!
#23 pneumat 19:27:10 | Mittwoch, 26. November 2008
Die aktuelle Frage: Wo findet man heute unverfälschte Apostolische Lehre? Laut der Weissagungen mancher
Kirchenväter, die die Situation voraussahen, nur in den Schriften Hl. Kirchenväter des ersten Jahrtausend.
Danach beginnt allmähliche Zersetzung der Überlieferung – insbesondere im Römischen Teil, was zu heutigen
Umständen führte. Ein deutliches Zeichen des Absterbens des westlichen Christentums, dass es noch kaum
junge Leute gibt, die Mönche werden wollten. Der Mönch ist ein Ideal und Höhepunkt eines wahren Christen:
Mar 8:35 Denn wer sein Leben will behalten, der wird’s verlieren; und wer sein Leben verliert um meinet-und
des Evangeliums willen, der wird’s behalten. Mar 10:29 Jesus antwortete und sprach: Wahrlich, ich sage
euch: Es ist niemand, so er verläßt Haus oder Brüder oder Schwestern oder Vater oder Mutter oder Weib
oder Kind oder Äcker um meinetwillen und um des Evangeliums willen, der nicht hundertfältig empfange:
jetzt in dieser Zeit Häuser und Brüder und Schwestern und Mütter und Kinder und Äcker mitten unter
Verfolgungen, und in der zukünftigen Welt das ewige Leben.
#22 Gotthard 19:15:58 | Mittwoch, 26. November 2008
@joseph von eichendorff Warum unternimmt der zuständige Ortsordinarius da nichts? Ist bestimmt auch so
ein neokonservativer Homoideologe mit Alt68erhintergrund… der zuständige Ortsordinarius heißt Joseph
Ratzinger
#21 pneumat 18:51:19 | Mittwoch, 26. November 2008
alles voraugesagt ich wünsche mir eine richtige Bußpredigt hören zu dürfen, die uns zur Umkehrung
u. Buße ruft. Dass die Kirche zum Teil abfallen wird, wurde vorausgesagt. 1Ti 4:1 Der Geist aber sagt
deutlich, daß in den letzten Zeiten werden etliche von dem Glauben abtreten und anhangen den verführerischen
Geistern und Lehren der Teufel In der Schrift ist auch zu lesen, dass es nötig wird die verwirrten Christen
erneut zu evangelisieren: Off 14:6 Und ich sah einen Engel fliegen mitten durch den Himmel, der hatte
ein ewiges Evangelium zu verkündigen denen, die auf Erden wohnen. Auch zwei auserwählten Propheten Elias
und Henoch werden daran teilnehmen. Elias unter Juden und Henoch unter anderen Völkern: Off 11:3 Und
ich will meinen zwei Zeugen geben, daß sie weissagen tausendzweihundertundsechzig Tage. Außer diesen
zwei Götlichen Propheten und den dritten zur gleichen Zeit wirkenden Apostel Johannes alle anderen (besonders
unsre Zeitgenossen) sind falsche Propheten, die Christus voraussagte.
#19 SimonNeuss 18:16:56 | Mittwoch, 26. November 2008
clarissa, Für dich mach ich doch alles Dank, werter Simon,Ihrer Korrektur. cc. Dir gehts wie Konfuzius.
Der meinte „wenn ich einen Fehler mache, dann weisen mich die Leute zurecht – das ist mein Glück“. Nein,
ich bin niemandes Zensor. Vieles hören und sehen, das Gute davon aussuchen und ihm nachfolgen. Gleichzeitig
das Schlechte erkennen um es besser zu machen. Das ist schon Sittlichkeit. Viel Spaß noch beim Schreiben.
#16 Samurai 17:52:23 | Mittwoch, 26. November 2008
Nun, Kunstmaler… ob man die Messe im Kinosaal feiern soll, wage ich anzuzweifeln, wobei ich allerdings
schon im Pfingstlager sehr schöne Messen erlebt habe, die mangels Kirche schlicht auf der Zeltwiese gefeiert
wurden, die Zelte drumherum. Aber er hätte gut ein für Laien verständliches Gespräch anbieten oder
andere missionarische Arbeit durchführen können und dann – zum Gottesdienst einladen. Die Gemeinschaft
Emmanuel geht bewusst dorthin, wo die Leute sind.
#15 SimonNeuss 17:51:53 | Mittwoch, 26. November 2008
clarissa, was ist das denn Schnuckiputzi. Seit wann geht man/frau in die und nicht den Ranft? Der Artikel
ist falsch. Und du meinst doch bestimmt Nikolaus von Flüe, auch als Bruder Klaus bekannt. In dieser Erkenntnis
zog Klaus von der Flüe in die Ranft
#14 Franz Kappes 17:47:50 | Mittwoch, 26. November 2008
Würdiger Platz Benötigt die Hl. Messe einen entsprechenden Platz? Ich habe schon Hl. Messen auf Campingplätzen
gefeiert. Das hat da auch niemanden gestört (und gebracht hat es auch eher nichts).
#13 Kunstmaler † 17:42:41 | Mittwoch, 26. November 2008
andererseits, Krak de Ch. An und für sich bin ich auch nicht unbedingt dafür, aber hat Jesus nicht auch
„überall“ Leute zu sich führen wollen? Jener Priester hätte vielleicht keine Hl.Messe halten sollen –
sondern einfach die Menschen zu einem theologischen Gespräch einladen sollen.
gewaltiger Unterschied Es ist schon ein gewaltiger Unterschied, ob ich auf der Straße predige oder die
Messe feiere. Das sollte man schon bedenken. Ich habe mal von einem Priester gehört, der die Weihnachtsmesse
in einer Kneipe gefeiert hat. Na dann: fröhliche Weihnachten!
#11 Elijahu † 17:25:50 | Mittwoch, 26. November 2008
Wer sagt ihnen denn das ich es noch nicht versucht hätte? Vielleicht leben wir ja mittlerweile schon
in einer Gesellschaft, in der solchen „Busspredigern“ sehr schnell der Garaus gemacht wird, auf die eine
oder andere Weise.
#10 für die Kirche 17:16:28 | Mittwoch, 26. November 2008
@liebe clarissa; @werter Herr Elijahu: ich wünsche mir als Konvertitin längst, eine richtige Bußpredigt
hören zu dürfen, die uns zur Umkehrung u. Buße ruft. Aber vergebens!
Das Gute für sich erkennen und es anderen überlassen, es zu tun, ist auch Sünde. In dieser Erkenntnis
zog Klaus von der Flüe in die Ranft (ohne Internetzugang!).
#8 Elijahu † 17:08:26 | Mittwoch, 26. November 2008
Ja wenn sie meinen… …ich dachte immer das wäre eigentlich die Aufgabe unserer hochheiligsten offiziellen
Apostelnachfolger. War das nicht auch der Grund dafür dass die uns zwingen Kirchensteuer zu zahlen während
wir für unser täglich Brot hart schuften müssen?
Mein Allerwertester, die Anregung kam doch von Ihnen; da ist es wohl kaum unangemessen, Ihnen auch deren
Ausführung zu überlassen – oder steht dem etwa ein Nichtkönnen oder -wollen entgegen?
Na, werter Elijahu, dann tuen Sie Buße, indem Sie aufhören, hier zu räsonnieren, streifen sich wie
Thomas Becket ein verlaustes härenes Hemd über und gehen mit gutem Beispiel voran.
#3 Elijahu † 16:49:56 | Mittwoch, 26. November 2008
Der Priester will ja anscheinend einfach nur „Menschen fischen“… …aber traditionell macht man das
nicht indem man denen auf eine solche Weise den Messbesuch aufdrängt, sondern durch öffentliche Aufrufe
zu Busse und Umkehr, denen man mit gutem Beispiel vorangehen sollte. Wenn die Leute nicht mehr in die
Messe kommen, liegt das in der Regel daran dass sie ihren Glauben verloren haben, der Klerus sollte sich
mal fragen welchen Anteil er in den letzten Jahrzehnten daran hatte, dass ein solcher massiver Glaubensabfall
überhaupt stattgefunden hat. Wenn die kleinen Leute sehen dass nicht einmal die Priester, Bischöfe und
der Papst an das glauben was in der Bibel steht, dann tun sie es ihnen einfach gleich.
Bei Amtshandlungen von Amtspersonen ist wegen der Legalitätsbindung des Amtshandelns zunächst von der
Rechtmäßigkeit der Amtshandlung auszugehen (allerdings ist der Gegenbeweis möglich und zulässig).
Daher ist vorliegend von der Existenz einer Genehmigung durch das Vicariato di Roma auszugehen. Wer den
Gegenbeweis antreten kann, soll dies bitte tun.