USA
Schändlicher Verrat
Ein Priester klärte seine Gläubigen über die Folgen des unmoralischen politischen Verhaltens auf. Schon zwei Tage später hatte er das Messer seines kirchlichen Oberen im Rücken.
Hw. Jay Scott Newman zelebriert die Messe am Fest Kreuzerhöhung 2008
Hw. Jay Scott Newman zelebriert die Messe am Fest Kreuzerhöhung 2008
© Pfarrei St. Mary
(kreuz.net) Am 17. November veröffentlichte der katholische Journalist Phil Lawler auf der US-Webseite ‘Catholic Culture’ einen Kommentar zum Fall von Hw. Jay Scott Newman.

Der junge Priester leitet die Gemeinde St. Mary’s in der 56.000-Seelen-Stadt Greenville im US-Bundesstaat Süd Carolina.

Die Pfarrei gilt als vorbildlich. Die Liturgie ist sehr gepflegt. Zahlreiche Laien arbeiten aktiv in der Pfarrei mit. Jedes Jahr gibt es Dutzende Konvertiten.

Hochstehende Liturgie in der Pfarrei St. Mary

Doch kürzlich berichteten die Medien von Hw. Newman, daß er Obama-Anhängern die Heilige Kommunion verweigere.

In Wahrheit hatte er in seinem Pfarreibrief zum Gebet für den neuen Präsidenten aufgerufen und seine Gläubigen daran erinnert, daß Obama von den Amerikanern gewählt worden sei und deren Respekt verdiene.

Doch angesichts der lebensfeindlichen Haltung Obamas erklärte er: „Einen Abtreibungs-Politiker zu wählen, wenn es plausible Pro-Life-Kandidaten gibt, ist eine materiale Zusammenarbeit mit dem Bösen.“

Katholiken die so handelten, würden sich außerhalb der vollen kirchlichen Gemeinschaft und unter das Gericht Gottes stellen – fuhr der Geistliche weiter:

„Personen in dieser Lage sollten die Heilige Kommunion nicht empfangen, sofern sie sich nicht mit Gott in der Beichte versöhnt haben, da sie sonst ihre eigene Verdammung essen und trinken.“

Lawler unterstreicht in seinem Kommentar, daß Hw. Newman den Lebensfeind Obama nicht mit Namen nannte.

Außerdem habe Hw. Newman ausdrücklich niemandem die Verweigerung der Heiligen Kommunion angedroht.

Doch die Nachrichtenagentur ‘AP’ brachte die Ausführungen des Priester unter dem Titel „Süd Carolina Priester: Keine Kommunion für Obama-Anhänger“ in die Medien.

Der Diözesan-Administrator von Charleston, Prälat Martin Laughlin
Der Diözesan-Administrator von Charleston, Prälat Martin Laughlin
© Pfarrei St. Mary
Diese Falschmeldung wurde – so Lawler – auch von „angesehenen Katholiken“ verbreitet, die Zugang zu den Originaltexten hatten: „Bedauerlicherweise trug die Diözese Charleston ihren Teil zu dem Durcheinander bei“.

Das Bistum unterstützte Hw. Newman zunächst. Doch zwei Tage später verleugnete der Diözesan-Administrator, Monsignore Martin Laughlin, den Priester in einer öffentlichen Stellungnahme.

Christus habe uns die Freiheit gegeben, unser Gewissen zu erforschen und unsere eigenen Entscheidungen im Rahmen des göttlichen Gesetzes und der Glaubenslehre zu treffen – erklärte Monsignore Laughlin:

„Wenn eine Person ihr Gewissen gut gebildet hat, sollte ihr die Kommunion nicht verweigert werden. Es sollte ihr auch nicht gesagt werden, daß sie vor dem Empfang der Kommunion zuerst zur Beichte gehen möge.“

Lawlers Kommentar: „Noch einmal – Hw. Newman hat niemandem die Kommunion verweigert, und er hat klar gesagt, daß er keine Absicht hatte, das zu tun. Mons. Laughlin wußte das.“

Es sei wahr, daß jeder das recht habe, seinem Gewissen zu folgen: „Aber jeder Pfarrer hat das Recht – und die moralische Pflicht – seinen Gläubigen zu helfen, ihre Gewissen zu bilden.“

Lawler gesteht ein, daß die zuerst im Pfarrbrief veröffentlicht Erklärung des Priester möglicherweise zu Mißverständnissen führen konnte.

In der Folge publizierte Hw. Newman auf der Webseite seiner Pfarrei eine ausführlichere und sehr klare Darlegung. Doch der Priester mußte den Text auf Anweisung der Diözese Charleston wieder entfernen.

„Man stelle sich vor, daß der Priester darauf hingewiesen hätte, daß Männer, die Pornographie konsumieren, oder Frauen, die sich haben sterilisieren lassen, die Kommunion nicht empfangen sollten, bevor sie nicht gebeichtet haben“ – kommentiert Lawler:

„Hätte eine solche Warnung auch den Tadel der Diözese heraufbeschwört? Wenn ein Pfarrer seine Gläubigen nicht über die moralischen Konsequenzen ihres Verhaltens warnen darf, dann ist die Kirche nicht mehr in der Lage, ihre Gläubigen zu unterweisen.“
      
20 Lesermeinungen
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#20   Franz Kappes   11:01:55 | Montag, 14. September 2009
Immer druff
Politiker brauchen eben manchmal eine etwas deutlichere Ansprache.
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#19   Marcelus   09:23:52 | Montag, 1. Dezember 2008
Die Kritik des Pfarrers am US-Präsidentgewählten
ist zwar berechtigt, nämlich dass dieser den Ungeborenenmord nicht verbieten möchte,
nicht aber unbedingt seine Konsequenz die Wähler Obamas oder gar Obama selbst als Todsünder zu bezeichnen.
Denn Obama selbst und viele führende US-Demokraten sind nicht persönlich für den Ungeborenenmord möchten aber keine Gesetze erlassen um das zu verhindern weil es dafür in der derzeitigen Demokratischen Partei keine Mehrheit gibt.
Auf der anderen Seite gibt es in der Republikanischen Partei eine Mehrheit um den Ungeborenenmord zu verhindern aber einzelne Repräsentanten die dagegen sind, und Repräsentanten auch bei den Republikanern die nur vorgeblich gegen den Ungeborenenmord sind aber dies nur vor der Wahl versprechen und nach der Wahl nichts dagegen unternehmen und damit Wählertäuschung betreiben.
Der angebliche republikanische Gouverneur Arnold Schwarzenegger von Kalifornien ist ausdrücklich gegen Gesetze gegen den Ungeborenenmord,
und auch Obamas republikanischer Gegenkandidat McCain ist in konservativen Werten nicht ganz glaubwürdig und ist aber stattdessen ein Befürworter des US-Vietnamkrieges und der Kriege der USA.
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#18   SimonNeuss   16:02:50 | Mittwoch, 26. November 2008
Landorganist
Sprich, jetzt wirds interessant.
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#17   LandorganistII   15:47:11 | Mittwoch, 26. November 2008
Der Löwe von Münster
hat die Clemenskirche in Münster erbauen lassen? Au weia!
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#16   Franz Kappes   08:36:03 | Mittwoch, 26. November 2008
@Marcelus
Da hat die Diözese wohl nicht so richtig aufgepasst. Selbstreinigungskräfte hätten diesen verqueren Denker doch auch damals bestimmt in seine Grenzen gewiesen.
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#15   SimonNeuss   20:29:06 | Dienstag, 25. November 2008
@ Franz Kappes
Dem Namen nach war er einer, ob er ein rechtgläubiger Katholik war muß du Marcelus fragen, der steht mit dem Katechismus vor der Himmelspforte.
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#14   Franz Kappes   20:19:14 | Dienstag, 25. November 2008
@Elijahu
War Hitler eigentlich Katholik?
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#13   SimonNeuss   20:05:22 | Dienstag, 25. November 2008
@Alkuin
Der Löwe von Münster hat nebenbei bemerkt, hier um die Ecke mit seinen Mitteln St. Clemens errichten lassen. Bei dem machen wir eine Ausnahme. Es wird aber immer doller, der Grünschnabel nicht allein mit Wolfgang Clement sondern auch mit Bischof Galen verglichen. Hoffentlich liest der Priester nicht kreuz.net, sonst hebt er völlig ab.
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#12   timpressum †   19:40:42 | Dienstag, 25. November 2008
Komisch
Bei Herrn Bush, der ja nun durch seine Kriege zahlreiche Menschen auf dem Gewissen hat, die Menschenrechte nicht achtet und die Folter wieder institutionalisiert hat, hat sich meines Wissen damals keiner so richtig aufgeregt! Aber okay, der war ja gegen Abtreibung. Und das ist die Hauptsache!
Vielleicht wäre es eine Vorbildfunktion, wenn man das geborene Leben zuerst achtet…
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#11   pneumat   18:57:12 | Dienstag, 25. November 2008
Glaube und Politik
„Einen Abtreibungs-Politiker zu wählen, wenn es plausible Pro-Life-Kandidaten gibt
Hat Pentagon bei einem „guten“ oder schlechten Präsidenten seine fm-satanistische Form (Pentakel) irgendeinmal verändert? Bleiben die hintergründigen heimtückischen Ziele nicht immer dieselben: Das Herrschen über das Pentakel – die fünf Erden-Kontinente – und darüber hinaus?
Pentakel war niemals ein christliches Symbol. Worum kümmert sich der Hw.?
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#10   Alkuin   17:17:48 | Dienstag, 25. November 2008
@SimonNeuss
„Und deshalb sollte sich ein Priester auch aus der Politik heraushalten.“
Hätten sie das auch den „Löwen von Münster“ auch gesagt? ^-^
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#9   Elijahu †   16:50:29 | Dienstag, 25. November 2008
Hier geht es aber nicht um die Verurteilung eines Häretikers
Hier ist ein mutiger Priester dafür bestraft worden, dass er die nackte Wahrheit gesagt hat über den neuen amerikanischen Präsidenten, der nichts weiter als ein Mitarbeiter des Teufels ist.
Auch von Hildebrandt wurde übrigens für seine Kritik an politischen Machthabern verfolgt – von den Nazis. Nur bezweifle ich mal, dass sich damals sein Bischof auf die Seite der Nazis gestellt hat.
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#8   Franz Kappes   16:21:02 | Dienstag, 25. November 2008
@Elijahu
Da sind die Christen aber nicht viel besser. Schau Dir die Äußerungen von Dietrich von Hildebrand an, der es besser findet, wenn einer aus der Gemeinschaft ausgestoßen wird, als wenn die Gemeinschaft sich weiterhin mit verquerem Gedankengut herumplagen muss.
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#7   Elijahu †   16:17:53 | Dienstag, 25. November 2008
Die Kirche will es sich halt nicht mit dem Stellvertreter des Teufels auf Erden verscherzen…
…da müssen dann halt Opfer gebracht werden. Wie war das damals bei den jüdischen Hohepriestern und Jesus?
„Es ist besser dass ein Mensche stirbt damit nicht das ganze Volk vor die Hunde geht. Ans Kreuz mit ihm!“
Da sind wir heute wieder angekommen. Damals wollte man es sich nicht mit den römischen Weltherrschern verscherzen, heute will man es sich nicht mit den amerikanischen Weltherrschern verscherzen, also muss mal wieder ein Lamm geschlachtet werden.
Die katholischen Bischöfe in diversen Ländern wird bald dasselbe Schicksal ereilen wie einst die jüdischen Hohepriester: der Weinberg wird ihnen weggenommen werden und anderen gegeben, die die erwarteten Früchte bringen.
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#6   Franz Kappes   14:32:30 | Dienstag, 25. November 2008
@SimonNeuss
Wenn er darin seine Berufung findet?
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#5   SimonNeuss   14:18:37 | Dienstag, 25. November 2008
@ F. Kappes
Der Jungpriester Wolfgang Clement?
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#4   Franz Kappes   14:15:11 | Dienstag, 25. November 2008
Die Ikone der Gutmenschen
Wolfgang Clement – Respekt für unseren Held.
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#3   SimonNeuss   14:07:46 | Dienstag, 25. November 2008
@defendor
Dem stimme ich voll zu!
Für einen gläubigen Katholiken ist bei der Wahl eines Politikers IN ERSTER LINIE massgebend, ob er sich FÜR das LEBEN – von der Empfängnis !!!! bis zum Tode !!!! – einsetzt !
Und deshalb sollte sich ein Priester auch aus der Politik heraushalten. :)3
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#2   defendor   14:04:17 | Dienstag, 25. November 2008
@SimonNeuss
Für einen gläubigen Katholiken ist bei der Wahl eines Politikers IN ERSTER LINIE massgebend, ob er sich FÜR das LEBEN – von der Empfängnis !!!! bis zum Tode !!!! – einsetzt !
Ihre Seelen an den Vater der Lüge, Satan, verkaufende – freimaurerisch handelnde oder so „beratene“ – Politiker zu wählen, kommt für einen gläubigen Katholiken nicht in Frage !
Und daher ist jeder Politiker ( unabhängig seiner „Parteizugehörigkeit ) , der die mörderische Abtreibungsmaschinerie – sei es direkt oder indirekt durch feiges „Tolerieren“ – mitträgt, IM KRIEGE mit der alleinigen Wahrheit JESUS CHRISTUS und Seines mysstischen Leibes, der heiligen Mutter Kirche !
Dasselbe gilt auch für die WählerInnen derartiger Anbeter der Lüge !
Im Kriege, weil er sich durch die Befürwortung des Mordes an ungeborenen Kindern ausserhalb DIE ORDNUNG GOTTES begibt und GOTT- die heiligste Dreifaltigkeit, aufs Uebelste verhöhnt und verachtet !
Und diesen „Krieg“ wird mit Sicherheit KEINER dieser Anbeter der Lüge „gewinnen“ können !
Es bleibt ihnen alleine eine tiefe, demütig von Herzen kommenden Reue mit der damit verbundenen UMKEHR, um so die BARMHERZIGKEIT CHRISTI – die sie ERBITTEN müssen – zu erlangen wollen sie nicht der Gerechtigkeit des Vaters anheimfallen, vor der NIEMAND bestehen kann !
Ein HERVORRAGENDES Beispiel hat der Präsident von Uruguay gegeben, der – als Sozialist ! – sein Veto gegen das mörderische Abtreibungsgesetz einlegte und somit zum Zeugen der Wahrheit wurde !
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#1   SimonNeuss   13:43:34 | Dienstag, 25. November 2008
Verrat?
Der junge Priester ist wohl etwas im Übereifer. Wenn er Grünschnabel etwas Weitblick hätte, würde er es wie Kardinal Meisner machen. Der hat schon des öftern gefordert die CDU solle das C aus ihrem Parteinamen streichen. Einfach mal jemanden Wählen, der eben Abtreibung nicht befürwortet, wohl mit Anspielung auf einen Republikaner ist einfältig. :-S Den Grünschnabel sollten sie nochmal ins Seminar schicken.
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