Ernennungen
Von Birmingham nach London?
Der Papst wird in den nächsten Tagen mit einer Liste von Kandidaten für das Amt des Erzbischofs von Westminster in London konfrontiert. Sollte er die Namen nicht bereits kennen, kann er sie auch in der Tagespresse nachlesen.
Erzbischof Erzbischof Vincent Nichols (rechts) von Birmingham mit seinem Weihbischof David McGough
Erzbischof Erzbischof Vincent Nichols (rechts) von Birmingham mit seinem Weihbischof David McGough
© Erzdiözese Birmingham
(kreuz.net) Am 22. November berichtete die britische Tageszeitung ‘Times’ über die Kronfavoriten für das Amt des nächsten Erzbischofs von Westminster in London.

Der gegenwärtige Amtsinhaber, Cormac Kardinal Murphy-O’Connor (76), ist amtsmüde und hat den Papst um einen Nachfolger gebeten.

Er wird den Papst im Dezember treffen, um seine Nachfolge zu diskutieren.

Nach Angaben der ‘Times’ wäre Rom glücklich, wenn der altliberale Kardinal noch länger im Amt bleiben würde. Doch dieser ist offenbar entschlossen, bei seinem Besuch beim Papst sein Rücktrittsdatum – im Februar oder März des kommenden Jahres – festzulegen.

Offenbar wird dem Papst in den nächsten Tagen eine Liste von vier englischen Bischöfen vorgelegt.

Erzbischof Nichols empfing diesen Sommer die Ehrendoktorwürde von Leicester
Erzbischof Nichols empfing diesen Sommer die Ehrendoktorwürde von Leicester
© Erzdiözese Birmingham
Nach Angaben der ‘Times’ handelt es sich um die folgenden vier Prälaten: Erzbischof Vincent Nichols (63) Birmingham, Erzbischof Peter Smith (65) von Cardiff, Bischof Arthur Roche (58) von Leeds und Bischof Malcolm McMahon (59) von Nottingham.

Alle vier Kandidaten gehören dem altliberalen Lager an.

Allerdings ist der Papst nicht verpflichtet, einen der Namen auszuwählen.

Die ‘Times’ erklärt, daß sich auf der Liste – vielleicht mit Ausnahme des Erzbischofs von Birmingham – keine herausragenden Gestalten befänden: „Alle haben in Rom und besonders in der englischen Kirche ihre Verleumder“ – fügt die Zeitung an.

In England gebe es eine starke Lobby, die sich eine „konservativere“ Figur wünschten.

Diese möchten einen Erzbischof nach der Art des Papstes, der – nach seiner Ernennung zum Kardinal – beim nächsten Konklave einen Kandidaten auf den Stuhl Petri heben würde, der dem jetzigen Papst ähnlich ist.

Aus dieser Perspektive kommt – so die ‘Times’ – Bischof Philip Tartaglia (57) von Paisley im Südwesten von Schottland in Frage.

Mons. Tartaglia ist ein ehemaliger Rektor des Schottischen Kollegs in Rom. Er gilt nach Angaben der Tageszeitung als einer der intelligentesten und vielversprechenden Vertreter des konservativen Flügels der Kirche.
      
7 Lesermeinungen
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#7   Herbert   20:56:44 | Donnerstag, 27. November 2008
@joberenz
Leider hat Ihr Kommentar nichts mit diesem Artikel zu tun.
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#6   PhilippNeri   16:43:29 | Donnerstag, 27. November 2008
Aber wer…
… wird denn nun jetzt Erzbischof? Mein Favorit wäre ja Father Harrison vom Londoner Oratorium. Ist der auch im Rennen? Der Artikel erwähnt ihn ja leider nicht…
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#5   Phillip   16:00:18 | Donnerstag, 27. November 2008
joberenz…
…ist der wahre joberens!
Hier traut er sich die Dinge auszusprechen, die sein alter ego „joberens“ sonst nur zwischen den Zeilen sagt oder andeutet!
Ob das jetzt lustig oder eigentlich eher traurig ist, sei mal dahin gestellt…
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#4   PhilippNeri   15:54:42 | Donnerstag, 27. November 2008
also ich…
… finde joberenz auch ausgesprochen lustig :-D
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#3   Kunstmaler †   15:29:38 | Donnerstag, 27. November 2008
Lango…
Wieso – ist doch gut und lustig :-D
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#2   LandorganistII   15:27:41 | Donnerstag, 27. November 2008
@joberenz
Finden Sie sich lustig? Oder in völlig gestörter Selbstwahrnehmung gar geistreich? Was soll das sein? Humor? Ironie? Satire?
Ich finde Sie ziemlich schlecht.
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#1   joberenz   13:11:51 | Donnerstag, 27. November 2008
Pflichtzölibat
Jeder völlig normal denkende und so wie ich sexbesessene triebgeiler natürlich Anti-Katholik muß doch begreifen, daß alle Männer die im Priesterseminar sind, gezwungen wurden dort einzutreten. Es ist auch völlig unnormal seine Triebe, die bei mir durch ständige Sucht alle paar Minuten kommen, zu unterdrücken. Wir sollen uns hemmungslos ausleben und schon gar nicht auf etwas verzichten, am wenigsten noch für Gott, denn ich bin der Maßstab ALLER Dinge und die oberste Instanz
Da aber Jesus eine Volksdemokratie gegründet hat, müssen wir natürlich über Wahrheit abstimmen, denn es ist bekanntlich immer das wahr, was die Mehrheit will.
Deshalb sind die Evangelischen auch viel viel besser als der böse Papst. Das war schon in den 30er Jahren zu meiner Kindheit so, wo die meisten Evangelischen erkannt haben, daß der gute Onkel mit dem Schnauzbart voll super und topmodern ist, nur die bösen papsthörigen Katholiken haben sich gegen seine Partei die NSDAP gewehrt, diese ewiggestrigen. Und da die Evangelischen auch immer so modern sind,sind sie auch supergut, denn Modern ist ja immer gut.
Deshalb sind sie auch viel glaubwürdiger als der böse Lustversager Papst.
Gerade mal noch 13,7% der Katholiken gehen deshalb in die Kirche
www.dbk.de/…tik/eckdaten2007.pdf
währendes bei den Evangelischen an normalen Sonntagen wie Invokabit doch gleich 37% sind
Das Komma ist natürlich falsch gesetzt
www.ekd.de/…ik/gottesdienst.html
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