Staatsbesuch in Israel? + Papier aus der Glaubenskongregation + Lebt der Mafiaboß monastisch? + Vatikan vor US-Höchstgericht? + Schutzpatron mit langem Schatten
Staatsbesuch in Israel?
Vatikan. Papst Benedikt XVI. wird angeblich im Mai 2009 ins Heilige Land reisen.
Das berichtete die israelische Tageszeitung ‘Haaretz’. Der Sprecher des vatikanischen Pressesaals, Pater
Federico Lombardo, bestätigte, daß es diesbezüglich diplomatische Kontakte gibt. Papst Paul VI. kam
1964 abseits diplomatischer Beziehungen ins Heilige Land. Johannes Paul II. reiste im Jahr 2000 als Pilger.
Benedikt XVI. käme als offizieller Gast des Staates Israel. Ein Stein des Anstoßes bei einer Papst-Reise
im Heiligen Land wäre die Jerusalemer Gedenkstätte für die im Nationalsozialismus ermordeten Juden.
Dort wird Papst Pius XII. († 1958) auf übelste Weise verleumdet. Die Stätte gilt als obligatorisches
Ziel bei Staatsbesuchen.
Papier aus der Glaubenskongregation
Vatikan. Die Glaubenskongregation wird
im Dezember ein Lehrschreiben zu bioethischen Fragen veröffentlichen. Der Text wird an die Instruktion
‘Donum Vitae’ von 1987 anknüpfen. Inhaltlich handelt er von aktuellen Fragen wie der Pränataldiagnostik,
der Forschung mit den Zellen von Kleinstkinderleichen und dem Tiefgefrieren überzähliger, im Reagenzglas
erzeugter Kleinstkinder. Das neue Schreiben wird den Mißbrauch von Menschen als Versuchtstiere verurteilen.
Lebt der Mafiaboß monastisch?
Italien. Der „Boß der Bosse“ der sizilianischen Mafia, Bernardo Provenzano
(75), hat sich im Gefängnis bekehrt. Das berichtete die Londoner Tageszeitung ‘Times’. Die Zeitung stützt
sich auf einen Parlamentarier, der Provenzano kürzlich im Gefängnis besuchte. Der Mafiaboß wurde von
der Polizei nach 43 Jahren im Jahr 2006 gefaßt. Nun nutzt er seine Einzelhaft für Gebet und Bibelstudium.
Doch die Polizei bleibt skeptisch. Provenzano könnte einen Kontaktmann bei der Polizei haben. Der Mafioso
nutzte die Bibel nämlich während seiner jahrzehntelangen Flucht als Basis für geheime Botschaften an
Komplizen.
Vatikan vor US-Höchstgericht?
USA. Drei US-Amerikaner dürfen ihre Klage gegen den Vatikan
wegen klerikaler Kinderschändung fortsetzen. Das entschied ein Berufungsgericht laut einem Bericht der
Nachrichtenagentur ‘AP’. Der Fall dürfe vor das US-Höchstgericht gezogen werden, obwohl der Heilige
Stuhl als souveräner Staat gegen die meisten Gerichtsverfahren immun ist. Die Kläger unterstellen, daß
Beamte im Vatikan in die Vertuschung von US-Mißbrauchsfällen involviert gewesen seien.
Schutzpatron
mit langem Schatten
Vatikan. Galileo Galilei († 1642) könne heutzutage ein „idealer Schutzpatron“ für
den Dialog zwischen Wissenschaft und Glauben werden. Das glaubt der Präsident des Päpstlichen Kulturrates,
Erzbischof Gianfranco Ravasi, nach Angaben von ‘Radio Vatikan’: „Der Schatten von Galileo kann auch ein
heller Schatten sein“ – behauptete Mons. Ravasi während eines Kongresses über Galilei.
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31 Lesermeinungen
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#31 Friedrich Spee 18:32:45 | Freitag, 28. November 2008
wolfgang e: nur eine kurze Antwort warum sollte der Spruch nur für Mord und Totschlag gelten? Soll er
nicht. Es war ein BEISPIEL wo er auf jeden Fall gilt. Verallgemeinert könnte man vielleicht sagen, der
Spruch „Der Zweck heiligt nicht die Mittel!“ gilt dann, wenn die Mittel unzweifelhaft unmoralisch sind.
Aber sehen Sie, Kondome, Spirale und co. sind ja nicht unmoralisch. Sie haben vorhin gesagt, es sei die
Einstellung, die evtl unmoralisch sein kann. Das sehe ich genauso, aber: Die Einstellung ist unabhängig
von den Hilfsmitteln. Wenn jemand aus guten Gründen keine Kinder (mehr) will, also z.B. bei mir und meiner
Frau, weil wir schon deren drei haben und mit dem Geld geradeso auskommen, beide schon, wie wir finden,
zu alt sind, um noch kleine Kinder grosszuziehen und unseren drei Kindern eine fundierte Ausbildung ermöglichen
können wollen (also leider auch wieder: Geld), haben wir uns entschieden, keine Kinder mehr bekommen
zu wollen. Diese Entscheidung ist unabhängig von den letztlich gewählten Mitteln der Empfängnisverhütung.
Meine Frau benutzt die Spirale, weil sie sie gut verträgt und sie keine Nebenwirkungen hat. Würde meine
Frau die Spirale nicht vertragen, dann würden wir anders verhüten – und die Verhütungstechnik hat keinerlei
Einfluss auf unsere Entscheidung. Deshalb ists natürlich gut und richtig, die Katholiken aufzufordern,
ihr Gewissen nach dem Verhütungs-Grund zu erforschen – die Methode ist letztlich aber egal und sollte
den Menschen selber überlassen bleiben, je nachdem was am besten …
#30 Biene Maja 17:42:46 | Freitag, 28. November 2008
joberenz Spinnen Sie auch noch, was soll das ? Der Papst kann ja nicht alleine entscheiden, da sind Kardinäle
noch da er beratet sich sehr viel. Er redet mit allen, offener geht es nicht mehr.
#28 wolfgang e. 15:43:58 | Freitag, 28. November 2008
nur eine kurze Frage warum sollte der Spruch nur für Mord und Totschlag gelten? Man kann, wenn man will,
seinen moralischen Anspruch durchaus etwas verfeinern. Warum die Kirche hier die natürliche Methode für
besser hält als Verhütungsmittel, habe ich unten kurz versucht zu erklären. Es geht eben auch darum,
das großartige Geschenk der Sexualität im Anderen so anzunehmen, wie es ist, ohne es zu manipulieren.
Wer sich mit dem Thema beschäftigen möchte, könnte dazu einiges von Dietrich von Hildebrand lesen,
bzw. die Mitwochkatechesen der ersten 4(!) Jahre von Johannes Paul II. Dort wird das sehr ausführlich
auch anthropologisch begründet. Die Lehre der Kirche ist nicht unbegründet. Aber, wie gesagt, viele
Menschen, auch Bischöfe haben diese Lehre nicht angenommen, ich möchte daher niemandem hier etwas vorwerfen.
Vielleicht kommt das noch. Zumindest in meinem Bekanntenkreis kenne ich viele junge Eheleute, die sich
hier ume eine Einheit mit der Lehre der Kirche bemühen.
#27 Kunstmaler † 15:41:25 | Freitag, 28. November 2008
Friedrich Spee Aber das kirchliche Unterscheidung von „künstlicher“ und „natürlicher“ Verhütung finde
ich … beknackt. Also ich finde es beknackt, wenn Frauen heute immer noch die Pille nehmen, denn diese
ist nachweislich für sämtliche Hormonstörungen und sogar Brustkrebsfälle verantwortlich, abgesehen
davon, dass sich die Frau in einem ständigen Zustand der „künstlichen Schwangerschaft“ befindet – deshalb
spinnen auch viele Tussis heute so (feiner ausgedrückt – die Damen haben so ihre Launen), weil das nämlich
ungesund ist, auf die Dauer sich mit Hormonen vollzupumpen. Natürliche Verhütung – na, ja wenn der Körper
durch die Pille „vorbelastet“ ist, hat man ein Problem damit. Aber ich weiß ja – es ist so praktisch:
man frisst die Pille, hat viele Partner, hat viele uneheliche Kinder, weil die Pille wirkt nämlich nicht
immer und ja bravo – es lebe die künstliche Verhütung und so ganz nebenbei die dazugehörige Moralvorstellung.
P.S. das war jetzt allgemein gesprochen – damit meine ich nicht Sie oder ihre Frau!
#26 joberenz 15:39:44 | Freitag, 28. November 2008
Oberstes Dogma Der Papst ist schuld! Der Papst ist schuld! Der Papst ist schuld! Der Papst ist schuld!
Der Papst ist schuld! Der Papst ist schuld! Der Papst ist schuld! Der Papst ist schuld! Der Papst ist
schuld! Der Papst ist schuld! Der Papst ist schuld! Der Papst ist schuld! Der Papst ist schuld! Der Papst
ist schuld! Der Papst ist schuld! Der Papst ist schuld! Der Papst ist schuld! Der Papst ist schuld! Der
Papst ist schuld! Der Papst ist schuld! Der Papst ist schuld! Der Papst ist schuld! Der Papst ist schuld!
Der Papst ist schuld! Der Papst ist schuld! Der Papst ist schuld! Der Papst ist schuld! Der Papst ist
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ist schuld! Der Papst ist schuld! Der Papst ist schuld! Der Papst ist schuld! Der Papst ist schuld! Der
Papst ist schuld! Der Papst ist schuld! Der Papst ist schuld! Der Papst ist schuld! Der Papst ist schuld!
Der Papst ist schuld! Der Papst ist schuld! Der Papst ist schuld! Der Papst ist schuld! joberenz (als
dogmengebende höchste Verkörperung der Wahrheit)
#25 Friedrich Spee 15:10:31 | Freitag, 28. November 2008
Wolfgang e. Vielleicht kommt es auf beides an. (War zumindest in der klassischen Moral immer so: der Zweck
heiligt die Mittel nicht.) Nein. Warum sollte es drauf ankommen, wie man verhütet? Die Spirale z.B. ist
nichts „Böses“. Ihr Spruch gilt für solche Sachverhalte wie: „Wenn ich den jetzt ermorde dann ermerdet
der niemanden mehr – also ists eine Gute Tat!“ – Hier gilt das. Der Zweck (also die Rettung von Menschen)
heiligt nicht die Mittel (Mord).
#24 Kunstmaler † 15:02:04 | Freitag, 28. November 2008
Lieber Wolfgang e Ihre Einträge sind immer vortrefflich :)3 und es freut mich immer besonders Ihre Meinungen,
die stets sachlich von Ihnen wiedergegeben werden, lesen zu können. Auch freut es mich, dass es noch
Menschen gibt, die eine Ehe zu schätzen wissen und für ihre Kinder in Verantwortung sorgen.
#23 wolfgang e. 14:53:55 | Freitag, 28. November 2008
friedrich & kunstmaler Es kommt nicht darauf an, wie man verhütet, sondern aus welchem Grund. Die Methode
ist ganz egal. Vielleicht kommt es auf beides an. (War zumindest in der klassischen Moral immer so: der
Zweck heiligt die Mittel nicht.) Das verletzt andere Menschen. Wenn Sie selber das für sich so sehen,
bitte. Aber verallgemeinern können Sie das nicht so einfach. Es tut mir leid, wenn Sie sich verletzt
fühlen, es ist nicht meine Absicht, Ihnen irgendetwas vorzuwerfen. Ich habe für mich herausgefunden,
dass das, was die Kirche hier lehrt durchaus einer großen Logik folgt, und entdeckt (bei mir und bei
einigen anderen), dass die Befolgung dieser Lehre sich positiv auswirkt. Das hoffe ich, in einem offenen
Meinungsaustausch auch sagen zu dürfen. Das ist keine Schuldzuweisung (immerhin wurde diese Lehre der
Kirche vor 40 Jahren von 80% der deutschen Bischöfe abgelehnt, von ein paar immer noch). Was soll ich
also Ihnen vorwerfen. Verstehe es, bitte, allerhöchstens als denkmöglichen Vorschlag. Kunstmaler: Eine
Frau kann schließlich nicht „ständig“ Kinder bekommen Behaupte ich ja auch nicht. Ich habe von „rein
egoistischen Motiven“ gesprochen. Bei guten Gründen (und was gute Günde sind, ist tatsächlich eine
Frage der ehrlichen Gewissenserforschung, hier legt sich die Kirche nicht fest) kann es sogar höchst
angebracht sein, die Kinderzahl zu beschränken. Ich bitte um Verzeihung, wenn durch die Kürze der Meldungen
manches missverständlich wird. 1500 Zeichen sind nicht viel für dieses Thema.
@Zweifler „Ich schenke Ihnen 4 Punkte (…), 2 mal die shift-taste für Großschreibung (‘’) und muss
leider einmal die shift-taste wegnehmen.“ Das ist Total gemein unterlassen sie sowas sich hier über diese
Weise über uns gute anständige katholike lustig zu machen Sie sind nicht katholisch können nur Spotten
ich bete für sie amen.
#21 Kunstmaler † 14:31:21 | Freitag, 28. November 2008
wolfgang e Wenn man natürliche „Verhütung“ nur aus egoistischen Motiven betreibt, ist sie auch nicht
viel besser als die künstliche Verhütung. Da muss ich Herrn Spee zustimmen – das ist Blödsinn! Eine
Frau kann schließlich nicht „ständig“ Kinder bekommen und hier ist eine „natürliche Verhütung“ sehr
wohl angebracht.
#19 Friedrich Spee 14:22:07 | Freitag, 28. November 2008
Wolfgang e. sag ich ja nicht. Doch. Genau das sagten Sie. Bei der künstlichen Verhütung gibt es einen
Widerspruch zur Liebe: wenn Liebe die Ganz-Annahme des Anderen sein soll, so wie er ist, dann ist diese
Ganz-Annahme eben nicht vollkommen, wenn ich sage: „so, wie Du bist, mit Ausnahme deiner Fruchtbarkeit“
Und das ist einfach eines: Unfug. Das verletzt andere Menschen. Wenn Sie selber das für sich so sehen,
bitte. Aber verallgemeinern können Sie das nicht so einfach. All diese bescheuerten Regelungen der Kirche
für GV IN der Ehe sind meines Erachtens nach Unfug, denn jeder Mensch ist verschieden – was dem einen
nicht gefällt gefällt dem anderen. Wenn man natürliche „Verhütung“ nur aus egoistischen Motiven betreibt,
ist sie auch nicht viel besser als die künstliche Verhütung. Nicht viel besser? Warum ist sie besser?
Es kommt nicht darauf an, wie man verhütet, sondern aus welchem Grund. Die Methode ist ganz egal.
#18 Biene Maja 14:18:02 | Freitag, 28. November 2008
Da spinnt wieder einer Schuldzuweisungen ist das Letzte Mittel Der Papst ist auch nur ein Mensch es gibt
Kardinäle die ihm beraten er ist nicht allein für alles verantwortlich. Lieber beten als schimpfen
Wir sind inzwischen nachhaltig der Auffassung, dass es sich bei joberenz und joberens um ein und dieselbse
Person handelt. Es handelt sich, um im Jargon einer modernen Krimiautorin zu sprechen, um eine dissoziierte
Persönlichkeit. Eigentlich ist diese Person nur darauf aus, Kontra zu bekommen, also so eine Art SM-Syndrom,
mit einem starken Hang zum Autosarkasmus. Eine wirkliche, tiefe Liebe zur Hl. Kirche, eine aufrechte Verehrung
der Hl. Geheimnisse können wir freilich bei dieser Person in jeder der von ihr gewählten Spielarten
nicht ausmachen.
#16 Confiteor 14:11:20 | Freitag, 28. November 2008
Er ist außer Rand und Band weil er nur einen einzigen Schuldigen kennt. So eine vorzeigbare Armut, ist
mir in der ganzen EU noch nicht begegnet… Danke, Josberens :)3 :)3 :)3
#15 wolfgang e. 14:10:24 | Freitag, 28. November 2008
@ friedrich sag ich ja nicht. Ich versuche nur, die Argumente für die natürliche Empfängnisregelung
zu erklären. Mich haben sie überzeugt. Dass du mit 40 noch unbeding Kinder zeugen musst, habe ich damit
nicht sagen wollen. (Auch Alter kann ein guter Grund für den Verzicht auf weitere Kinder sein). Mit 3
Kindern bist du sowieso wesentlich großzügiger gewesen, als der heutige Durchschnitt. Ich habe erst
2 Kinder (2 Jahre und 1/2 Jahr), ich bin aber auch noch jünger, vielleicht kommt ja noch was… @ confiteor
Von dir habe ich schon intelligentere Kommentare gelesen…
#14 joberenz 14:06:54 | Freitag, 28. November 2008
Der Papst ist schuld! Der Papst ist schuld! Der Papst ist schuld! Der Papst ist schuld! Wie immer muß
ich mine haltlosen Behauptungen ohne jeglichen Argumente untermauern. Da ich ja dbekanntlich die alleroberste
instanzgebende Gewalt bin, bestimme ich: Der Papst ist schuld! Ich wiederhole diesen Satz nur oftr genug,
denn durch ins Unendliche gehende Wiederholungen sind ja der Beweis, das meine Aussage richtig ist Der
Papst ist schuld! Der Papst ist schuld! Der Papst ist schuld! Der Papst ist schuld! Der Papst ist schuld!
Natürlich ist das für jeden denkenden Denker so wie mir voll einleuchtend, denn da ich nun mal triebgesteuert
bin und an nichts anderes Denke als an Sex ist das bei jedem anderen Menschen auch so, denn Sex ist ja
der einzige Inhalt des menschlichen Lebens. Deshalb ist auch der böse Papst schuld. Und Verzicht ist
Menschheitsbeschneidung. Ich saufe auch jeden Tag so meine 4-5 Liter hochprozentigen Eifelschnaps, das
ist auch völlig normal, weil ich das eben so mache. Natürlich ist der Papst schuld, wenn meine Leber
kaputt geht, weil es doch so jemandem nicht zuzumuten Wasser zu trinken So damit die Wahrheit noch wahrer
wird muß ich noch ein paar Wiederholungen machen Der Papst ist schuld! Der Papst ist schuld! Der Papst
ist schuld! Der Papst ist schuld! Der Papst ist schuld! Der Papst ist schuld! Der Papst ist schuld! Der
Papst ist schuld! Der Papst ist schuld! Der Papst ist schuld! Der Papst ist schuld! Der Papst ist schuld!
Der Papst ist schuld! Der Papst ist schuld! joberenz (der papstbeschimpfende saufende rumhurende Hedonist)
#13 Friedrich Spee 14:03:48 | Freitag, 28. November 2008
Also Wolfgang e. Meine Frau und ich, wir haben 3 Kinder, sind beide über 40 Jahre alt und wollen keine
Kinder mehr. So. Und wenn da jetzt einer herkommt und mir ins Gesicht sagt: „Wer „künstlich“ verhütet
denkt nur an sich!“ dann hat der einfach ein Rad ab, sorry.
#12 wolfgang e. 13:53:55 | Freitag, 28. November 2008
lieber friedrich spee ganz so beknackt finde ich dass nicht. Es gibt nämlich schon einen Einstellungs-Unterschied
zwischen künstlicher Verhütung und natürlicher Empfängnisregelung. Bei der künstlichen Verhütung
gibt es einen Widerspruch zur Liebe: wenn Liebe die Ganz-Annahme des Anderen sein soll, so wie er ist,
dann ist diese Ganz-Annahme eben nicht vollkommen, wenn ich sage: „so, wie Du bist, mit Ausnahme deiner
Fruchtbarkeit“ Bei der natürlichen Empfängnisregelung nütze ich eben die Besonderheiten der weiblichen
Fruchtbarkeit genau so, wie sie ist (nämlich mit durchschnittlich nur 5 fruchtbaren Tagen pro Monat).
Hier besteht der Widerspruch zur Ganz-Annahme nicht. Es kann gute Gründe geben, warum ein Ehepar (momentan
oder völlig) auf Kinder verzichten sollte. Da Sex aber auch der körperliche Ausdruck der ehelichen Liebe
ist, gibt die natürliche Empfängnisregelung hier die Möglichkeit, auf diesen Liebeserweis nicht verzichten
zu müssen. Wenn man natürliche „Verhütung“ nur aus egoistischen Motiven betreibt, ist sie auch nicht
viel besser als die künstliche Verhütung. Das mag vielleicht etwas abgehoben klingen. Ich kann aber
nicht nur aus eigener Erfahrung sagen, dass die natürliche Empfängnisregelung der Ehe sehr gut tut,
weil man lernen muss, auf den anderen Rücksicht zu nehmen, und v.a. die Frau außerdem lernt, auf ihren
Körper zu hören. Bei der künstlichen Verhütung besteht, wegen der ständigen „Verfügbarkeit“, mehr
die Gefahr, dass sich egoistische Tendenzen verstärken.
#10 Friedrich Spee 13:20:13 | Freitag, 28. November 2008
Wolfgang e.: „künstliche“ Verhütung Ganz ehrlich: Ich empfinde Treue zur Partnerin ganz entscheidend.
Aber das kirchliche Unterscheidung von „künstlicher“ und „natürlicher“ Verhütung finde ich … beknackt.
Was soll denn bitte eine „natürliche“ Verhütungsmethode sein? Die Temperaturmethode oder was? Die ist
auch nicht „natürlich“ – man braucht dazu auch künstliche Mittel – nämlich z.B. ein sehr genaues Thermometer.
Kommt das in der Natur vor? Nein? Dann ists künstlich. Und alles, was Sie aufgeführt haben würde auch
gelten als Argument gegen die „natürliche (haha) Verhütung“ – wenn man es für wahr empfände. Und ich
finde es ist nicht „wahr“ sondern Blödsinn.
@Joberens Wäre es nicht wichtiger, sich mit der immer größer werdenden Schuld an Aidstoten auseinander
zu setzen. Wollen Sie dem Vatikan jetzt wirklich die Schuld für Aidstote geben? Das ist so lachhaft wie
sonst was
#8 Confiteor 12:44:22 | Freitag, 28. November 2008
Relativ geschützt Es gibt daher in der katholischen Kirche kein absolutes, sondern nur ein relatives
Kondomverbot. Mein Gott, was soll denn ein relatives Kondomverbot, darf man damit den Schnüdel nur halb
bedecken, im Gegensatz zum absoluten Verbot, das die ganze Bedeckung des Schnüdels erlauben würde, wenn
es dasabsolute Kondomverbot den gäbe…
#6 Wandregisel 11:44:55 | Freitag, 28. November 2008
@Wolfgang Ein sehr gelungenes Statement, das man nur unterschreiben kann!! :)3 Nur leider ist die Mühe
an den guten joseph verschwendet – Perlen vor die Säue… Seinen Brief wird er noch bis zu seinem Lebensende
vor sich hertragen und eine sachliche Diskussion ist leider wegen der stets nur plakativen Äußerungen
auf Bild-Niveau nur schwer möglich. Vor allem nicht bei Themen, die keinen Bezug zu Sex, Kondomen oder
kirchlicher Hirachie haben. Inhaltlich kann man dem Papier der Kongregation nur zustimmen, auch wenn es
mich an den Rufer in der Wüste erinnert…
#5 wolfgang e. 11:27:56 | Freitag, 28. November 2008
lieber joberens (Anregungen Teil 3) Es ist daher völlig absurd, dem Papst irgendeine Schuld an den AIDS-Toten
vorzuwerfen, und die Meinung der Kirche zum Thema Kondom ist wesentlich differenzierter, als Du annimmst.
Noch eine weitere Denk-Anregung (wenn du ein bisschen googelst, wirst du das bestätigt finden): Es gibt
in ganz Afrika nur ein einziges Land, in dem die Aids-Ansteckungsrate gesunken ist (und zwar gewaltig):
Uganda. Es gibt in Afrika nur ein einziges Land, in dem keine „Kondome sind der beste Schutz vor AIDS“-Kampagne
gemacht wird. Das Pragramm lautet dort: 1. Enthaltsamkeit (außerhalb der Ehe) 2. Treue (in der Ehe) 3.
Zur Not (wenn 1+2 nicht eingehalten werden): Kondome. Diese Land heist: Uganda Inzwischen musste das auch
so manche UN-Unterkommision zur Kenntnis nehmen. Belege z.B. hier: www.kath.net/detail.php?id=8095 www.kath.net/detail.php?id=11506
#4 wolfgang e. 2 11:00:47 | Freitag, 28. November 2008
lieber joberens (Anregungen Teil 2) Es gibt daher in der katholischen Kirche kein absolutes, sondern nur
ein relatives Kondomverbot. Und, ehrlich gesagt: Wer wird wirklich bei den Kondomen sich an die Weisung
der Kirche halten, beim viel wichtigeren Punkt der ehelichn Treue aber nicht? Das wäre doch ein Widerspruch
in sich. Im Gegenteil, wenn jemand nicht bereit ist, sich an Punkt 1 zu halten, ist es sogar besser und
vernünftiger, wenn er sich dann wenigstens mit einem Kondom schützt, sowohl vor Kindern, für die er
ja nicht wirklich Verantwortung übernehmen will, als auch vor Krankheiten. Das sagt übrigens sogar Bischof
Laun (falls dir der was sagt.) Es ist z.B. auch einer Frau, die in Gefahr steht, vergewaltigt zu werden
(in manchen Kriegsgebieten leider eine sehr reale Gefahr) ausdrücklich erlaubt, auf geeignete Weise für
eine Verhütung zu sorgen. Denn auch bei einer Vergewaltigung ist selbstverständlich Punkt 1 nicht erfüllt.
Auch in einer Ehe, bei der aus irgendeinem Grund ein Partner z.B. mit HIV infiziert ist, kann, wenn die
Ehepartner es nicht schaffen, enthaltsam zu sein (was der einzige 100%ige Schutz wäre) die Verwendung
eines Kondoms angezeigt sein. Denn hir steht der Schutz vor der tötlichen Krankheit über dem Verhütungsverbot.
(Fortsetzung folgt)
#3 wolfgang e. 10:44:56 | Freitag, 28. November 2008
lieber joberens (Anregungnen Teil 1) Nur so ein paar Anregungen zum weiterdenken: zum Thema Sexualität
sagt die Kirche folgendes: Die Sexualität ist ein wertvolles Geschenk Gottes, das für den Menschen zwei
Bedeutungen hat: – biologisch: die Zeugung von Nachkommen, – spezifisch menschlich: körperlicher Ausdruck
einer ganz-hingebenden Liebe zwischen zwei Personen. Daraus folgt: 1. Da zur wirklichen vollkommenen Ganzhingabe
die Treue unbedingt dazugehört, gehört die Ausübung der Sexualität in die Ehe, bei der eben diese
Treue versprochen wird. (Sex außerhalb der Ehe ist eine Art „Korpersprachen-Lüge“, da ich körperlich
Ganzhingabe aussage, dazu aber eigentlich nicht bereit bin). Wenn einmal der erste Punkt beherzigt wird,
dann kommt noch folgendes hinzu: 2. Die künstliche Verhütung wird aus zwei Gründen abgelehnt: – erstens
gehören die zwei Bedeutungen der Sexualität zusammen. Wenn ich jemanden wirklich Liebe, kann ich „nicht
genug von Ihm (Ihr)“ bekommen. Der Wunsch nach Kindern ist daher eine logische Folge der ehelichen Liebe.
Hier bekomme ich noch mehr vom Anderen. – zweitens widerspricht auch die künstliche Verhütung der Ganzhingabe.
Zur Ganzhingabe gehört nämlich auch die Ganzannahme des Anderen. Wenn ich aber sage: „Ich Liebe dich
ganz, so wie Du bist, außer deine Fruchtbarkeit, die musst du unterdrücken“. Konklusio: Wenn ich nicht
bereit bin, mich an Punkt 1 zu halten, gibt es keinen Grund mich an Punkt 2 zu halten, denn der 2. Punkt
folgt aus dem ersten. (Fortsetzung folgt)
Papier der Glaubenskongregation Wäre es nicht wichtiger, sich mit der immer größer werdenden Schuld
an Aidstoten auseinander zu setzen. Josef Berens (als einfacher, denkender Katholik