Alle in Soutane + Die Frage ist die Umsetzung + Undichte Stellen + Neue altgläubige Kirche + Liturgisches Streitgespräch
Am Samstag empfing Benedik XVI. fast 500 Seminaristen in Soutane.
Alle in Soutane
Vatikan. Papst Benedikt XVI. empfing gestern knapp 500 süditalienische Seminaristen
in Audienz. Die Alumnen kamen geschlossen in Soutane. In seiner Ansprache beklagte der Papst die zunehmende
Gottvergessenheit der Gesellschaft. Die Menschheit glaube, sich selber zu genügen. Dabei komme sich der
Mensch verloren vor. Die Priester müßten die Sehnsucht des Menschen nach Gott wieder offenlegen – so
der Papst.
Die Frage ist die Umsetzung
Vatikan. In der Neuen Messe stehen einige Änderungen unmittelbar
bevor. Das erklärte der Präfekt der Liturgiekongregation, Francis Kardinal Arinze (76), vor ‘Radio Vatikan’.
Der Kardinal nannte zwei bereits bekannte Neuerungen: die Verschiebung des Friedensgrußes und drei neue,
frei erfundene Formeln am Schluß der Messe. Wann die neuen Texte veröffentlicht werden, gab Kardinal
Arinze nicht bekannt. Auf eine Umsetzung harrt immer noch die Korrektur der in zahlreichen Sprachen verwendeten
Falschübersetzung der Wandlungswort. Dieser wäre eigentlich diesen November fällig gewesen.
Undichte
Stellen
Vatikan. Die Papstreise nach Israel ist tatsächlich geplant. Das berichtete der Vatikanist der
deutschen Tageszeitung ‘Die Welt’, Paul Badde. Der Journalist hat sich „hinter verschlossenen Türen im
Vatikan“ umgehört: „Undichte Stellen“ hätten leider verfrüht preisgegeben, was im Detail noch sorgfältiger
Planung bedürfe. Sicher ist für Badde nur eines – „daß Benedikt XVI. bei seiner nächsten Reise in
Jerusalem nicht das Portemonnaie geklaut wird, wie es ihm dort auf seiner letzten Reise als Kardinal noch
geschah.“ Dafür stellt sich die Frage, ob der Papst – wie bei Staatsbesuchen üblich – die umstrittene
Gedenkstätte Yad Vashem besuchen wird.
Neue altgläubige Kirche
Mexiko. Am 8. November weihte der Generalobere
der Priesterbruderschaft St. Pius X., Bischof Bernard Fellay, in der Zwei-Millionen-Stadt Leon in Zentralmexiko
eine neue Kirche ein. Die neue Kirche ist Unserer lieben Frau vom Rosenkranz geweiht. Der Bau begann im
Jahr 2002. Er wurde nur mit Spenden aus Mexiko finanziert.
Deutschland. Die Reihe der Akademieabende im Priesterseminar
der Diözese Münster ‘Borromaeum’ wird im laufenden Wintersemester unter dem neuen Titel „Forum Borromaeum“
fortgesetzt. Dabei bildet am Mittwoch, den 10. Dezember 2008, ein Streitgespräch zwischen dem Schriftsteller
Martin Mosebach (57) und dem altliberalen Theologen, Landtagsabgeordneten und Sprecher für kulturpolitische
Grundfragen im ‘Zentralkomitee der deutschen Katholiken’ Thomas Sternberg (56), den Auftakt. Das Thema
des Streitgespräches: „Häresie der Formlosigkeit – die römische Liturgie und ihr Feind“.
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20 Lesermeinungen
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„eine Doppellemniskate“ Diese Deutung ist eher eine skurile Schikane einen voreingenommenen Rechter gegen
die Abspalter, die die Resten der Rechtgläubigkeit von RKK versuchen zu retten. Dabei verschließt man
Augen gegenüber wirklich skandalöser Tatsache, dass allerorts in der RKK anstelle des Bethlehemsternes
Pentakel rumhängen.
#18 Benedikt 23:50:43 | Sonntag, 30. November 2008
@ Seminarist Der Sternberg – das ist für Mosebach doch nicht mehr als ein Sparrings-Partner! Angenendt
und Gerhardts gingen gegen den Meister doch schon in der zweiten Runde K.O. (Ulm, Ffm.) Naja, in FFM war
dafür wohl eher Spaemann verantwortlich.
#17 Seminarist 22:22:45 | Sonntag, 30. November 2008
Liturgisches Streitgespräch? Der Sternberg – das ist für Mosebach doch nicht mehr als ein Sparrings-Partner!
Angenendt und Gerhardts gingen gegen den Meister doch schon in der zweiten Runde K.O. (Ulm, Ffm.)
#15 Jubärens 19:29:48 | Sonntag, 30. November 2008
Josef Berens aus Rommersheim lügt Mit Papst Benedikt XVI. kam ein Gelehrter auf den Stuhl Petri., ein
ehemaliger Theologieprofessor und Verfasser von ca. 60 Büchern. In seinem letzten Buch „Jesus von Nazareth“
hat er in wissenschaftlicher und kniender Theologie die Evangelien untersucht. Papst Benedikt wird dafür
gerühmt, in seinen wöchentlichen Pilgeransprachen und Predigten, seinen Reden und Weisungen an Bischöfe
und Priester der Weltkirche den Schatz der Evangelien und Kirchenväter für die heutige Zeit zu erschließen.
Josef Berens aus Rommersheim behauptet das Gegenteil: Der Papst würde nur Showveranstaltungen machen
mit altertümlichen Zierrat, er würde sich in seinen Reden und Weisungen überhaupt nicht auf das Evangelium
beziehen, sondern nur eigensinnig in unsinniger Prinzipienreiterei unvernünftige Verbote erlassen, unüberwindbare
Hürden für die Menschen errichten und weltfremde Gebote aufstellen, die mit nichts aus den Evangelien
zu begründen wären. Josef Berens hat diese seine ständig wiederholten Vorwürfe noch nie mit einem
Hinweis oder Zitat aus einer Rede oder Weisung des Papstes belegt, er lügt seine schäbigen Unterstellungen
und gehässigen Behauptungen einfach so in den Raum – mit dem Hintergedanken: es wird schon was Negatives
hängen bleiben am Hl. Vater.
#13 Benedikt 17:37:14 | Sonntag, 30. November 2008
@ juergen Waren die Seminaristen dort alle schon Diakone? Oder warum tragen die Klerikerkleidung? Kleriker
wird man ja erst mit der Diakonenweihe. Wenn sie noch keine Diakone waren, nennt man sowas wohl „frömmelnde
Amtsanmaßung“. Nö, das ist so hier und dort noch immer Usus. In Mainz tragen die Seminaristen beim Pontifikalamt
auch immer Soutane (+Rochett).
Soutane Waren die Seminaristen dort alle schon Diakone? Oder warum tragen die Klerikerkleidung? Kleriker
wird man ja erst mit der Diakonenweihe. Wenn sie noch keine Diakone waren, nennt man sowas wohl „frömmelnde
Amtsanmaßung“. o^/
Fragen über Fragen – Josef Berens Wie kann man denn dann ihrer Meinung nach das Evangelium „glaubhaft
unter die Leute bringen“? Wie erklären sie das Phänomen, dass katholische Gemeinschaften bzw. Pfarreien
mit einer strengeren religiösen Ausrichtung zahlenmäßig weitaus erfolgreicher sind als die Durchschnittspfarrei?
Woher wissen gerade sie, was Gottes Wille ist? Und würden sie behaupten, dass die Menschen erst neuerdings
denken können bzw. dies in den Jahrhunderten vor uns nicht getan haben?
hbr… Es ist doch so, daß man in Rom einfach nicht in der Lage zu sein scheint, daß Evangelium, daß
heute nicht weniger aktuell ist als vor 2000 Jahren noch glaubhaft unter die Menschen zu bringen. Das
abnehmende Interesse an unserer kath. Kirche hat so auch nichts mit dem Evangelium, sondern hat allein
mit dem Unsinn zu tun, den man den Menschen amtskirchlich, neben dem Evangelium, angeblich als Gottes
Wille und als Gebote und Verbote zu verkaufen versucht. Die Menschen denken eben selbe und lassen sich
nicht mehr so einfach einlullen. Josef Berens (als einfacher, denkender Katholik)
Unbezwingbar Da wurde Mosebach aber ein ziemlich großes Geschütz in den Weg gefahren. Man könnte zwar
meinen Mosebach sei als Autor des Buches „Häresie der Formlosigkeit – die römische Liturgie und ihr
Feind“ prädestiniert und argumentativ unanfechtbar für die Diskussion im Borromaeum; mit dem Landtagsabegeordneten
Prof. DDr. Sternberg als Kontrahenten, der sich in Kulturfragen und Kunstbelangen auskennt wie kein zweiter
in Deutschland, traue ich Mosebach jedoch kaum Chancen zu – ganz abgesehen von dem vermutlich sehr zeitgeistigen
Publikum, dessen Sicht sowieso schon festgemeißelt ist. Man kann allemal eine spannende Diskussion erwarten.
Wenn es örtlich näher wäre, wäre ich zu 100% anwesend. Für kreuz.net noch ein paar Hetz-Infos: Sternberg
ist großer Donum-Vitae-Verfechter und selber dort aktiv. Außerdem ist er in vielen Kirchen als Laienprediger
gern gesehen. ;)
@ HBR Erstens ist altgläubig etwas anderes als altkatholisch und zweitens können Sie die Bezeichnung
altgläubig des Artikelschreibers wohl kaum der FSSPX ankreiden. Also mal wieder vorsätzliche Unwissenheit
Ihrerseits – wie gehabt…
#6 Biene Maja 15:38:14 | Sonntag, 30. November 2008
muntu ich habe einmal geschrieben die Entgottung findet statt die Modernisten haben die Kirche ruiniert
in Europa. @Franz Kappes Sie haben Recht! Ich würde mich freuen.
„neue altgläubigen Kirche“ Während in Europa Kirchen niedergerissen oder entweiht und verkauft werden,
werden Kirchen in anderen Erdteilen zur Ehre Gottes gebaut und konsekriert…welchen Weg gehen wir in
Europa eigentlich…
Altgläubige Kirche? Mexiko. Am 8. November weihte der Generalobere der Priesterbruderschaft St. Pius
X., Bischof Bernard Fellay, in der Zwei-Millionen-Stadt Leon in Zentralmexiko eine neue Kirche ein. Die
neue Kirche ist Unserer lieben Frau vom Rosenkranz geweiht. Der Bau begann im Jahr 2002. Er wurde nur
mit Spenden aus Mexiko finanziert. Ich dachte immer, dass sich die Lefevrianer-Sekte als katholisch ansieht.
Warum also wird die Kirche als altgläubig bezeichnet? Was unterscheidet die altkatholische kirchliche
Gemeinschaft von der katholischen Kirche?
#2 Franz Kappes 10:28:40 | Sonntag, 30. November 2008
Dichtung und Wahrheit „Undichte Stellen“ hätten leider verfrüht preisgegeben, was im Detail noch sorgfältiger
Planung bedürfe. Ist die katholische Kirche ein Geheimbund? Manchmal könnte man das fast meinen.
Sehr interessant: Auf der Tabernakeltür der neuen FSSPX-Kirche in Leon befindet sich u.a. das alchimistische
Symbol der Lemniskate. Was sagt uns das über die Kräfte, die hinterr der FSSPX stehen?