08:20:18 | Dienstag, 2. Dezember 2008
Leere Worte? + Trotzdem nicht anerkannt + Wer wird sie verehren? + Der Staat will mitverdienen + Nachkriegsschuhe des Kardinals
Leere Worte?Vatikan. Der bereits
angekündigte Text der Glaubenskongregation zur Bioethik trägt den
Titel „Dignitas personae“ – Die Würde der Person. Er wird am 12. Dezember erscheinen. Am Tag zuvor, dem
11. Dezember, veröffentlicht der Vatikan die Papstbotschaft zum Weltfriedenstag 2009. Sie ist überschrieben
mit: „Die Armut bekämpfen, den Frieden aufbauen“.
Trotzdem nicht anerkanntFrankreich. Das Internationale
Ärztekomitee, das Heilungen im südfranzösischen Marienerscheinungsort Lourdes untersucht, hat deren
fünf, die in den letzten Jahren geschehen sind, als außergewöhnlich beurteilt. Am Montag erklärten
die Verantwortlichen, daß sich allein im Jahr 2008 sechzig Personen meldeten, die nach eigenen Angaben
eine unerklärliche Heilung erfuhren. Auch die fünf ärztlich anerkannten Heilungen werden von der Kirche
offiziell nicht als Wunder betrachtet, weil zusätzliche kirchliche Kriterien – wie die Spontanheilung –
nicht erfüllt sind.
Wer wird sie verehren?USA. Der US-Astronaut Ron Garan nahm bei seiner jüngsten
Weltraummission eine Reliquie der Heiligen Therese von Lisieux mit in den Weltraum. Das berichtete die
Webseite ‘Orden.de’. Garan war vom 31. Mai bis zum 14. Juni im All. Die Karmelitinnen von New Caney in
Texas gaben dem Astronauten die Reliquie und ein Wort der Heiligen mit auf den Weg. Es lautet: „Ich möchte
das Evangelium in allen fünf Weltteilen gleichzeitig verkünden, bis zu den fernsten Inseln.“
Der Staat
will mitverdienenItalien. Die italienische Regierung führt eine Steuer für perverses Medienmaterial
ein. Pornographische Filmproduktionen, Zeitschriften und einschlägige Comic-Hefte sollen bis zu 25 Prozent
mehr Steuern zahlen müssen. Diese werden dem Staat die Summe von 250 Millionen Euro einbringen. In Italien
werden jährlich 400.000 Videokassetten mit pornographischem Inhalt verkauft. Im Internet gibt es 35.000
italienische Webseiten für perverse Nutzer.
Nachkriegsschuhe des Kardinals„Wer würde den schlicht-edlen
Maßschuhen des Kardinals von Galen ansehen, daß sie ihre Existenz einer ungewöhnlichen Stiftung verdanken?
Clemens August Kardinal von Galen (1878-1946) wurde aufgrund seiner kritischen Haltung zum Nazi-Regime
als ‘Löwe von Münster’ bekannt. Zu seiner Amtskleidung gehörten unbedingt rote Lederschuhe. Doch Leder
war in den Nachkriegsjahren kaum zu beschaffen. Um dem Kardinal in Münster die Blöße eines unvollständigen
Ornats zu ersparen, stiftete eine Dame der Gesellschaft ihre über den Zweiten Weltkrieg hinweg gerettete
rote Handtasche. Ein Ahlener Schuster verarbeitete das kostbare Stück dann zum Oberleder für die Kardinalsschuhe.“
Aus einem Bericht der deutschen Tageszeitung ‘Die Welt’ vom 30. November.
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#2
Marcelus 21:15:23 | Mittwoch, 3. Dezember 2008
#1
athanasius1957 08:44:54 | Dienstag, 2. Dezember 2008