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Leere Worte? + Trotzdem nicht anerkannt + Wer wird sie verehren? + Der Staat will mitverdienen + Nachkriegsschuhe des Kardinals
Lichteinfall im Petersdom
Lichteinfall im Petersdom
© Trent Strohm, CC
Leere Worte?

Vatikan. Der bereits angekündigte Text der Glaubenskongregation zur Bioethik trägt den Titel „Dignitas personae“ – Die Würde der Person. Er wird am 12. Dezember erscheinen. Am Tag zuvor, dem 11. Dezember, veröffentlicht der Vatikan die Papstbotschaft zum Weltfriedenstag 2009. Sie ist überschrieben mit: „Die Armut bekämpfen, den Frieden aufbauen“.

Trotzdem nicht anerkannt

Frankreich. Das Internationale Ärztekomitee, das Heilungen im südfranzösischen Marienerscheinungsort Lourdes untersucht, hat deren fünf, die in den letzten Jahren geschehen sind, als außergewöhnlich beurteilt. Am Montag erklärten die Verantwortlichen, daß sich allein im Jahr 2008 sechzig Personen meldeten, die nach eigenen Angaben eine unerklärliche Heilung erfuhren. Auch die fünf ärztlich anerkannten Heilungen werden von der Kirche offiziell nicht als Wunder betrachtet, weil zusätzliche kirchliche Kriterien – wie die Spontanheilung – nicht erfüllt sind.

Wer wird sie verehren?

USA. Der US-Astronaut Ron Garan nahm bei seiner jüngsten Weltraummission eine Reliquie der Heiligen Therese von Lisieux mit in den Weltraum. Das berichtete die Webseite ‘Orden.de’. Garan war vom 31. Mai bis zum 14. Juni im All. Die Karmelitinnen von New Caney in Texas gaben dem Astronauten die Reliquie und ein Wort der Heiligen mit auf den Weg. Es lautet: „Ich möchte das Evangelium in allen fünf Weltteilen gleichzeitig verkünden, bis zu den fernsten Inseln.“

Der Staat will mitverdienen

Italien. Die italienische Regierung führt eine Steuer für perverses Medienmaterial ein. Pornographische Filmproduktionen, Zeitschriften und einschlägige Comic-Hefte sollen bis zu 25 Prozent mehr Steuern zahlen müssen. Diese werden dem Staat die Summe von 250 Millionen Euro einbringen. In Italien werden jährlich 400.000 Videokassetten mit pornographischem Inhalt verkauft. Im Internet gibt es 35.000 italienische Webseiten für perverse Nutzer.

Nachkriegsschuhe des Kardinals

„Wer würde den schlicht-edlen Maßschuhen des Kardinals von Galen ansehen, daß sie ihre Existenz einer ungewöhnlichen Stiftung verdanken? Clemens August Kardinal von Galen (1878-1946) wurde aufgrund seiner kritischen Haltung zum Nazi-Regime als ‘Löwe von Münster’ bekannt. Zu seiner Amtskleidung gehörten unbedingt rote Lederschuhe. Doch Leder war in den Nachkriegsjahren kaum zu beschaffen. Um dem Kardinal in Münster die Blöße eines unvollständigen Ornats zu ersparen, stiftete eine Dame der Gesellschaft ihre über den Zweiten Weltkrieg hinweg gerettete rote Handtasche. Ein Ahlener Schuster verarbeitete das kostbare Stück dann zum Oberleder für die Kardinalsschuhe.“

Aus einem Bericht der deutschen Tageszeitung ‘Die Welt’ vom 30. November.
      
2 Lesermeinungen
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#2   Marcelus   21:15:23 | Mittwoch, 3. Dezember 2008
Durch die Reliquien der Seligen und Heiligen schickt Gott der streitenden Kirche Gnaden,
und die kann man in den nicht ganz ungefährlichen Einsätzen außerhalb der Erde mit Sicherheit gut gebrauchen.
Sicherlich wirkt die hl. Therese von Lisieux bereits in der von ihr vorausgesagten Weise, nämlich das Evangelium gleichzeitig in allen Erdteilen zu verkünden, durch ihre Seele die im Himmelreich ist, und an keinen irdischen Ort gebunden ist und von überall auf der Erde und sogar von überall im Universum um Hilfe und Fürsprache im Gebet angerufen werden kann.
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#1   athanasius1957   08:44:54 | Dienstag, 2. Dezember 2008
Nachkriegsschuhe des Kardinals
Ähnliche Opferbereitschaft gab es während des Jugoslawienkrieges durch die kroatischen Frauen, welche ihre Nylon-Strümpfe spendeten, damit das fehlende Nahtmaterial für Operationen daraus gefertigt werden konnte.
Ältere Leserinnen werden sich noch an die Repassieranstalten bis in die späten Siebziger bzw. frühen Achtziger erinnern, wo die damals teuren Nylonstrümpfe bei Laufmaschen repariert wurden. Diese Geräte, heute meist in technischen Museen, wurden zum Fadenziehen und damit zur Produktion des OP-Nahtmaterials verwendet. Viele der Verwundeten konnten damals gerettet werden.
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