Der Geschäftsführer des Hilfswerks Adveniat ist mit uraltliberalen Thesen an die Öffentlichkeit getreten. Die Spenden dürften seine Erklärungen kaum fördern.
(kreuz.net) Laien sollen in der Kirche mehr Verantwortung tragen. Das wünscht sich der Geschäftsführer
des deutschen katholischen Hilfswerks Adveniat, Prälat Bernd Klaschka, vor dem Kölner ‘Domradio’.
Der
Begriff Verantwortung wird im Kirchen-Jargon gewöhnlich als Code-Wort für „Macht“ benützt.
Ekklesiologische
Modelle, welche die menschliche Macht in den Mittelpunkt stellen, stammen von säkularisierten Theologien,
die von einer neomarxistischen Gesellschaftstheorie geprägt sind.
Prälat Klaschka wies auch auf einen
veränderten „Seelsorgebedarf“ in Großstadtgemeinden hin.
In südamerikanischen Städten wie Sao Paolo
oder Mexiko-Stadt lebten in manchen Pfarreien mehr als 500.000 Menschen.
Schlußfolgerung des Prälaten:
Da sei es wichtig, auf die Menschen zuzugehen und nicht bloß Einladungen auszusprechen.
Klaschka plädiert
für eine „Geh-hin-Kirche“: „Wir bleiben nicht in dem institutionalisierten und strukturell vorgegebenen
Raum, sondern verlassen ihn, um die Menschen dort aufzusuchen, wo sie sind.“
Das Problem, daß sich Kirchenvertreter
in solchen Situationen oft säkularisierter gebärden als die säkularisierte Welt, thematisierte der
Prälat nicht.
Tatsächlich hat die grassierende Entgottung der Kirche, insbesondere in Südamerika,
dazu geführt, daß sich religiös interessierte Menschen nicht mehr der geistlich verdorrten und ins
Politische abgedrifteten Konzilskirche, sondern den Sekten zuwenden.
Des Prälaten Forderung noch dem
„Priester als Gemeindeworker“ weist darauf hin, daß er dieses Problem nicht einmal in Ansätzen erkannt
hat.
Letztlich bleibt er ganz im Institutionellen und in dem Wunsch nach einer kirchlichen Beamtung der
Laien gefangen:
„Ich glaube, wir müssen auch dazu kommen, auf Dauer zu schauen, wie die Kirche Laien
beauftragen kann zur Gemeindeleitung.“
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52 Lesermeinungen
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#52 Rotorducks95 12:36:17 | Freitag, 5. Dezember 2008
Ad Otto „Linksgrünes NGO-Millieu…“ Vorsicht, dass unsere strammrechte, erzkonservative ideologie nur
ja keinen Kratzer von anarchistischen, homo-perversen Gutmenschen abbekommt…
Warum wird immer noch für die gesammelt? Ich kann nicht begreifen, warum auch gute Priester immer noch
zu Spenden für Caritas und Co. aufrufen, wo doch klar ist, daß es sich hier durchweg um antikirchliche,
oft ins linksgrüne NGO-Milieu verstrickte korrupte Organisationen handelt.
#49 Rotorducks95 12:40:08 | Donnerstag, 4. Dezember 2008
Ad Cutty Sark. Danke. Ich finde einfach, es ist die schlimmste Form der Heuchelei, von Christlichkeit,
Liebe und Gottesfurcht zu faseln, und auf der anderen Seite mit fadenscheinigen Argumenten Hilfe für
die Ärmsten der Armen als „ohnehin wirkungslos“ abzulehnen, und dahinvegetierenden Menschen den tiefen
Glauben als Allheilmittel verkaufen zu wollen.
#48 Cutty Sark 10:10:39 | Donnerstag, 4. Dezember 2008
Rotorducks95 Ich bin da ganz Ihrer Meinung. Das „Argument“ – wir brauchen gar nicht anfangen zu helfen,
weil wir nicht allen helfen können – läuft doch fehl (Da hätten die Apostel auch gar nicht anfangen
brauchen, die Brote und die Fische zu verteilen). Ebenso wie das, dass keine Förderung geschehen soll,
weil die Politiker in diesen Ländern der Bevölkerung das Geld vorenthalten. Was können denn unsere
hungernden und sterbenden Brüder und Schwestern dazu. Geistliche Nahrung kann nur dann angenommen und
verdaut werden, wenn der Körper wenigstens das Lebensnotwendige hat. Wenn das Elend so groß ist, dass
schon ein klares Denken nicht mehr möglich ist, dann hat es wenig Sinn, dem Menschen das ewige Heil zu
predigen. Ich rede hier nicht von Status und Luxus sondern über die unmittelbar überlebendsnotwendigen
Lebensmittel – ein bisschen Reis und Wasser und vielleicht ein wenig Gemüse. Das Elend, welches dort
herrscht, ist den meisten Menschen hier gar nicht vorstellbar.
#46 Dr. Schlämmer 21:30:25 | Mittwoch, 3. Dezember 2008
Kreuz.net ist im Bilde Eins muss man lassen: Foto wirklich gut getroffen. Echtes Feingefühl für die
vorderen Zahnpartien. Zum Inhalt: kurz und bündig. Message angekommen. Warum gelingt das nicht bei „Wir-sind-Kirche“
und „Women for priests“? Ich vermute einfach, weil man dort weder Sinn für Schärfe noch inhaltliche
Bodenhaftung hat, stattdessen lieber gegen Bischof Müller und Papst Benedikt polemisiert. Diese Nullen.
Gefährlich nur als linkes Ränkespielkomplott.
Abstimmung mit dem Portemonnaie Was lernen wir daraus: Ein Katholik darf diesen Apostaten keinen Groschen
mehr für ihre weltweiten Abbruchunternehmungen spenden. Geldhahn zu und dort spenden, wo noch der wahre
katholische Glaube gelehrt und gefeiert wird.
#44 bonifatius 17:10:52 | Mittwoch, 3. Dezember 2008
Bestätigung „Tatsächlich hat die grassierende Entgottung der Kirche, insbesondere in Südamerika, dazu
geführt, daß sich religiös interessierte Menschen nicht mehr der geistlich verdorrten und ins Politische
abgedrifteten Konzilskirche, sondern den Sekten zuwenden.“ Während meiner Aufenthalte in Südamerika
machte ich selbige Beobachtungen.
Rotorduck95 …im Besitz der einzigen und letztgültigen Wahrheit zu sein, ist mir suspekt,… Moment
mal, da wurde uns aber einiges von Christus als letztgültige Wahrheit aufgegeben!
#42 Rotorducks95 16:45:36 | Mittwoch, 3. Dezember 2008
Jeder, der glaubt… …im Besitz der einzigen und letztgültigen Wahrheit zu sein, ist mir suspekt, denn
er erhebt sich über alle anderen Menschen, die seine Meinung nicht teilen. Schade, dass auch Frau Polo
sich über andere Menschen stellt.
#41 defendor 16:38:55 | Mittwoch, 3. Dezember 2008
Klar und deutlich…auch für alle Lügen-Propheten Unmissvertändlich: Für alle bis zuletzt Unbussfertigen
gilt: 1 Kor 6,9 Wisst ihr denn nicht, dass Ungerechte das Reich Gottes nicht erben werden? Täuscht euch
nicht! Weder Unzüchtige noch Götzendiener, weder Ehebrecher noch Lustknaben, noch Knabenschänder, 1
Kor 6,10 noch Diebe, noch Habgierige, keine Trinker, keine Lästerer, keine Räuber werden das Reich Gottes
erben. Alleine die BARMHERZIGKEIT CHRISTI, des Mensch gewordenen eingeborenen Sohnes Gottes… vermag
sie vor dem ewigen Verderben bewahren. Dazu die besondere Empfehlung: www.gloriapolo.net/ Diese unendliche
BARMHERZIGKEIT CHRISTI – die der Mensch demütig aus freiem Willen und mit einem reuebereiten Herzen erbitten
muss – steht jedem Menschen bis zur Sterbestunde offen…danach ist es zu spät…auf ewig !
#40 Rotorducks95 16:36:18 | Mittwoch, 3. Dezember 2008
Ich gebe Ihnen… …absolut recht, dass auch Idealisten keineswegs immer den richtigen Weg gehen. Doch,
so denke ich, der richtige Weg ist doch der, der dem Menschen hilft, seine Würde und sein Menschsein
bewahren zu können, wenn er ganz, ganz unten ist, und ihm zu helfen, wieder hochzukommen.Und das meinte
ich auch mit „Realität des Lebens“. Diese Menschen leben in diesem Augenblick, oder sie vegetieren, um
es besser auszudrücken. Deshalb ist die dringlichste Aufgabe, ihnen jetzt, IM LEBEN, beizustehen und
zu helfen. Dazu gehört auch die dringendste, die materielle Hilfe.
Rotorduck95 Ein wenig allgemein, was und wie Sie das sagen. Natürlich brauchen wir auch Idealisten, aber
daß Idealisten immer den richtigen Weg gehen, kann nicht einfach unterstellt werden. Solch ein Weg kann
oft auch nicht kritiklos hingenommen werden. Jesu Weg auf den von Idealisten zu projizieren und dann zu
sagen, der Weg von Idealisten ist auch der von Jesus oder umgekehrt, ist auch im Ansatz nicht zwingend.
#38 Rotorducks95 16:06:36 | Mittwoch, 3. Dezember 2008
es geht doch darum… …dass Idealisten, die oftmals unter schwierigsten Bedingungen versuchen, einigen
ihrer Schäfchen einen Hauch von menschenwürdigem Leben zu ermöglichen (ohnehin keine Rede vom uns gewohnten
Standard) einfach von Vertretern der römisch-katholischen Kirche kritisiert werden, weil sie „den falschen
Weg gehen“. Nein, nein und nochmals nein, sie gehen genau den rechten Weg, den nämlich, den Jesus auch
gegangen ist!! Glaube und Vertrauen ist wichtig, aber abbeissen und meine Kinder stillen kann ich davon
nicht!
@Heggi Die so gen. „Dritte Welt“ gibt weit mehr für Rüstung aus als sie an Entwicklungshilfe kassiert;
und von der profitiert speziell der Export von hier nach da. Reinhard Marx hat manches z.B. zu den Agrarsubventionen
zum Nachteil der armen Volkswirtschaften geschrieben. Aber da guckt Klaschka wohl lieber nicht so genau
hin… Wär schon schön, wenn er wenigstens seine Kernkompetenz wahrnimmt!
Rotorducks95 Mit Ihrer letzten Feststellung habe ich grundsätzlich kein Problem, denn richtig ist zumindest
für D, A, I CH die Tatsache, daß die Kirche Ihr Geld häufig genug verplempert. Auch Prestigeobjekte
stimmt wesentlich. Letztes Beispiel die Neigestaltung des Hamburger Mariendomes. Da lohnt ein Blick auf
die Homepage des Bistums. Über 3 Mio € sind allein vom Bonifatiuswerkgeflossen. Völlig unnötig!!!
Und auch die Bischöfe leben nicht bescheiden. Da geht es nicht um manches noch vorhandene Bischofspalais,
sondern vielmehr um die persönliche finanzielle Abpolsterung einschl. Domkapitel. Dennoch: Die Massen
in Süd- u. Mittelamerika aus der Armut zu führen, dafür reichen ja nicht einmal die vielen Millarden
staatlicher Entwicklungshilfe pro Jahr.
#34 Rotorducks95 15:33:29 | Mittwoch, 3. Dezember 2008
Das ist schlichtweg eine Ausrede… …denn die Institution römisch-katholische Kirche an sich ist beileibe
nicht in finanzieller Not und hätte genügend Mittel, um einer ganzen Menge leidender Menschen zu helfen.Die
Gelder werden nur in Prestigeobjekte verschwendet, anstatt sie dort einzusetzen, wo sie benötigt werden.Und
das ist der Skandal. Wieviele Bischöfe leben denn in Bescheidenheit??
Rotorducks95 „vor Hunger, Armut und Obdachlosigkeit“bewahren… Davor zu bewahren oder herauszuführen
reichen die Mittel von ADVENIAT auf dem risiegen südlichen Halbkontinent nicht mal im Ansatz. Diese Mittel
der Kirche sind bestenfalls ein kleiner Liebesdienst oder der berühmte Tropfen auf dem heißen Stein.
In so fern bleibt der Kirche nur als Hauptaufgabe die Verkündigung und damit die große Chance, durch
die Verkündigung des Glauben in den Köpfen der Menschen etwas Grundlegendes zu verändern. Übrigens:
Wieviel verdient Prälat Klaschka in seiner Eigenschaft als ADVENIAT-Geschäftsführer bei „Kirchens“
überhaupt? Und wieviel braucht er letztendlich als Single zum Leben, wenn Priester sein nicht ein Beruf,
sondern eine Berufung ist?
#31 Maledica 15:16:12 | Mittwoch, 3. Dezember 2008
Des Lebens Ziel @Rotorducks Des Lebens Ziel ist NICHT das irdische Leben, dieses ist endlich, sondern
das ewige Leben. Da ist in erster Linie die seelische Nahrung das Wichtigste. Erst dann kommt die leibliche
Nahrung. Für die leibliche Nahrung brauche ich nicht unbedingt die Kirche. Doch diese war es immer, welche
AUCH den Ärmsten der Armen materiell geholfen hat und hilft. Adveniat ist jedoch nicht mehr als katholisch
zu bezeichnen, vertritt diese Organisation doch nicht meh den Glau’ben, sondern ist glaubensfrei wie etliche
andere nichtreligiösen Hilfsorganisationen
#30 Rotorducks95 15:09:24 | Mittwoch, 3. Dezember 2008
Es geht nicht um Reichtum… …sondern um ein menschenwürdiges Leben, und darunter verstehe ich, keine
Angst vor Hunger, Armut und Obdachlosigkeit haben zu müssen!! Ich habe nie von Konusmwahn und Vermögen
gesprochen.
#29 Maledica 15:07:15 | Mittwoch, 3. Dezember 2008
Des Lebens Sinn @Rotorducks …besiegt weder Armut noch Elend noch Not, das ist in vielen Ländern dieser
Erde die Realität des täglichen Lebens. Des Lebens Ziel ist NICHT Reichtum, Sorglosigkeit, Konsum, doch
das ist für einen Hedonisten nicht begreiflich. Das böse Erwachen kommt dann, wenns ans Sterben geht,
denn dann hilft auch keine Milliarden Euro weiter
Herr Hank gehören Sie etwa zum Fanclub des Herrn Lingen, angebl. Pater? Der ist doch Spezialist fürs
klerikale oder pseudoklerikale Speisezimmer. Sind Sie von ihm vorgeschinkt oder sein alter ego?
#26 Maledica 14:47:35 | Mittwoch, 3. Dezember 2008
Es gibt kein klassenloses Paradies auf Erden Rotorducks wird jemand, der erkennt und ausspricht, wofür
Kirche wirklich und in der Realität des täglichen Lebens da sein sollte, so niedergemacht?? Da müssen
Sie schon die Ewiggestrigen Alt68er fragen, warum diese Katholiken niedergemacht haben, welche die Realität
erkannt haben, wozu das irdische Leben da ist und ein klassenloses Paradies auf Erden mit einer Selbsterlösung
nicht möglich ist!
#24 Jubärens 14:23:28 | Mittwoch, 3. Dezember 2008
Josef Berens belügt sich selbst Josef Berens belügt sich selbst, wenn er von „unserer Kirche“ spricht
und glaubt, dass er ein Gläubiger der katholischen Kirche sei. Er mag ein formales Mitglied der Kirche
und noch nicht exkommuniziert sein, aber in seinen selbsterdachten Glaubensinhalten hat Josef Berens sich
meilenweit von der Kirche entfernt, also sich selbst exkommuniziert. Er hat schon vielfach sein Taufgelöbnis
gebrochen und dem Glaubensbekenntnis von der „einen, heiligen, katholischen und apostolischen Kirche“
widersprochen. Josef Berens lehnt die sakramentale Kirche mit ihrer Ämterstruktur vollständig ab, die
Kirche sei überflüssig und sinnlos. Jesus Christus habe die Kirche weder gewollt noch gestiftet. Die
Kirche sei völlig überflüssig als Werkzeug Gottes für die Führung der Menschen. Die Kirche hätte
keinerlei Autorität, im Namen Christi und Gottes zu sprechen. „Ein Mensch kann auch ohne Kirche ein hervorragendes
Verhältnis zu und mit Gott haben“, wenn er z. B. in den Wald geht oder in sexueller Vereinigung die Tiefe
des Seins spürt. Josef Berens lehnt das Selbstverständnis der katholischen Kirche strikt ab, besteht
aber darauf, ein Gläubiger dieser Kirche zu sein. Dieser Selbstwiderspruch müsste doch auch einem einfach
strukturierten Eifelmenschen einsichtig sein. Aber sich selbst zu belügen ist möchlicherweise bequemer.
@ Katakombe so dass sie kaum furchteinflößend sein dürfte! offenbar haben doch einige kirchenfeindliche
Kreise einen gewissen oder sogar ganz ordentlichen Bammel. Sieht man ja an den geradezu panisch wirkenden
Kommentaren, immer alles als „Hetze“ abzuwerten oder über jeden Erfolg der derzeitigen „Gegenreformation“
klein zu lachen.
Recht haste Elijahu… …obwohl du ein spalterischer Oberfundi bist! Mit diesen discomessen und event-churche’s
kann man keine Gläubigen anlocken, DIE WERDEN DOCH ALLE VERTRIEBEN! Die alten Leut! Die in die Kirche
gehen wollen sagen uns, sie wollen nicht mehr. Grund sind die verdammten KiGott-Dienste! Wenn ich sehe,
dass in meiner Gemeinde nach der Predigt die Kinder vom Gemeindereferenten wie die Ratten vom Rattenfänger
von Hameln eingesamelt werden und den wichtigsten Teil der Messe versäumen, DANN IST DIESER VERLORENGEGANGENE
GLAUBE ZU RECHTFERTIGEN! ICH BIN FÜR SEELSORGE; KEIN WEITERES PASTORALES EXPERIMENT MEHR BITTE! Die Gläubigen
fühlen sich sonst noch verarscht und verkauft! Bitte kreuz.net schreit diese Wahrheit unter den Unwahrheiten
raus in die Welt…! Mir bleibt übringens nur eins zu sagen, dass viele Priester in unserer Diözese
schon gar nicht mehr an die Botschaft glauben die sie zu senden haben!…
#18 joberens 13:04:13 | Mittwoch, 3. Dezember 2008
Elijahu In unserer kath. Kirchenführung scheint doch Einiges faul zu sein und Rom scheint dem ganzen
ziemlich ratlos gegenüber zu stehen. Es ist nicht zuletzt die Glaubwürdigkeit unserer Kirchenführung
gegenüber, die verloren geht, und teilweise sogar verantwortungslos verspielt wird. Auch ohne Abbau von
Macht und Herrlichkeit und ein Zugehen auf die Menschen, wird sich da auch nichts ändern. Josef Berens
(als einfacher, denkender Katholik
#17 Elijahu † 12:47:02 | Mittwoch, 3. Dezember 2008
Die 68er Kirche selbst hat sich doch von den Armen und Verzweifelten abgewendet mit ihren Discomessen
und „Event-Happenings“. Seelsorge ist diesen Lackaffen doch ein Fremdwort, und wenn ein Priesteramtskandidat
erstmal durch das entgöttlichte Studium gehetzt wurde, wird er in den Gemeinden als Manager verheizt
und hat für Seelsorge überhaupt keine Zeit mehr. Wo gibt es denn in der RKK noch lebendigen Glauben,
der das Evangelium Ernst nimmt und der empfänglich ist für das Wirken des Heiligen Geistes, der auch
heute noch, wie einst an Pfingsten, über junge Menschen ausgegossen wird? Wenn man heute zu einem Priester
geht und ihm erzählt man hätte dieses und jenes Wunder erlebt, der lacht einen doch innerlich aus. Durch
das Studium wird den Priestern doch der demütige und gesunde Glaube genommen, habe ich doch mit eigenen
Augen gesehen, und ersetzt durch intellektuelle Eitelkeit und materialistisch-modernistisch durchseuchten
Hochmut.
ecclesia-semper-reformanda …ist nicht etwa mit „ultraliberalen Thesen“ an die Öffentlichkeit getreten:
er hat schlicht gesagt, wie es ist und was wir tun müssen, damit in Zukunft überhaupt noch Menschen
für „die Kirche“ erreicht werden können. Die erschreckenden Erfolge der Pfingstler-Sekten beruhen ja
nich auf der Tatsache, daß sie einen „weich gespülten Glauben“ vertreten, sondern daß sie einen radikalen
Glaubensanspruch haben. Welches Konzept hat Klaschka denn, muß man ja auch fragen dürfen. Die Kirche
war mit ADVENIAT, gemessen an den Pfingstlern, absolut erfolglos. Die ganz Schlauen auf diesem Sender
werden natürlich behaupten, daß es ohne ADVENIAT viel schlimmer um die Kirche bestellt wäre. Komisch,
daß die Kirche trotz ihres vielen Geldes in Deutschland und anderswo auch nicht erfolgreich ist. Und
nun soll es eine „Geh-hin-Kirche“ in Lateinamerika richten! Wo immer auch die Kirche in Lateinamerika
hingeht, die Pfingstler waren schon vorher da und haben die Leute abgeholt. So habe ich es z.B. intensiv
in Panama erlebt.
#15 Katakombe † 11:56:34 | Mittwoch, 3. Dezember 2008
kreuz.net als neue Form des Atheismus! Der Artikel belegt dies!!!! Allerdings ist diese Form des Atheismus
dermaßen sektiererhaft, so dass sie kaum furchteinflößend sein dürfte!
Der Geschäftsführer voon adveniat ist nicht etwa mit „ultraliberalen Thesen“ an die Öffentlichkeit
getreten: er hat schlicht gesagt, wie es ist und was wir tun müssen, damit in Zukunft überhaupt noch
Menschen für „die Kirche“ erreicht werden können. Die offensichtliche und totale Unkennntnis des Autors
über die tatsächlichen Gegebenheiten nicht nur in Lateinamerika, sondern ganz einfach auch bei uns hier
in Deutschland, ist erschreckend. Wer glaubt, mit dem wöchentlichen Messgang in den alten Ritus und dem
Hetzen über Schwule, Juden, Handkommunion und das Zentralkommitee der Dt. Katholiken, WsK usw. die Kirche
retten zu können, soll das tun: jeder, der aktiv am Gemeindeleben teilnimmt und jede Wochen viele Stunden
ehrenamtlicher Arbeit für die Gemeinde leistet, weiss, dass es absolut stimmt, was der Geschäftsführer
adveniat gesagt hat. Da mag sich der ahnungslose Autor noch so aufregen… PS: Übrigens ein gute Idee:
mal wieder was für adveniat spenden! Danke kreuz.net für die Erinnerung!
#12 Elijahu † 11:24:17 | Mittwoch, 3. Dezember 2008
Die Kirche als Sozialamt? Und ich dachte immer, die ureigenste Aufgabe der christlichen Gemeinden sei
die Verkündigung des Evangeliums. In südamerikanischen Städten wie Sao Paolo oder Mexiko-Stadt lebten
in manchen Pfarreien mehr als 500.000 Menschen. Dann scheint das Problem wohl eher der hausgemachte und
selbstverursachte Priestermangel und die dadurch bedingte Gemeindezusammenlegung zu sein. Es wäre dann
wohl eher mal an der Zeit, die Priesterausbildung radikal zu reformieren und bis zur Besserung ganz in
die Hände Roms oder speziell zu diesem Zwecke gegründeter Orden zu legen. Der – wahrscheinlich aus ideologischen
Gründen selbstverursachte – Priestermangel in der RKK dient letztlich nur dem Teufel, der auf diese Weise
verhindert dass das Evangelium, die Heilsbotschaft des Sohnes Gottes, zu den Menschen kommen kann. Berufene
gibt es genug; aber die vom Glauben abgefallenen 68er-Priester und Bischöfe stellen sich diesen göttlichen
Berufungen aus ideologischen Gründen in den Weg.
SignumSalutis habe mich bei der Auswahl des nicks dem hier herrschenden Niveau angepasst. Ich meine damit
selbstredend NICHT mich selbst … Eine sehr einleuchtende Erklärung!
#10 Cutty Sark 11:14:02 | Mittwoch, 3. Dezember 2008
Signum Salutis Danke Ihnen, eine Aussage von Ihnen möchte ich aufnehmen :)3 : Vorschläge gesucht zur
Verwaltung einer Pfarrei von über 100.000 Pfarrangehörigen – einer Pfarrei, die mindestens die Quadratmeterzahl
einer durchschnittlichen deutschen Diözese hat. Und bitte bei den Vorschlägen beachten: – keine Beauftragung
von Laien (war das nicht Gottesvolk) mit irgendwelchen, schon gar nicht Leitungs-, Aufgaben. – Keine Wortgottesdienste
und schon gar nicht ohne geweihten Priester, ggf. vielleicht noch akzeptabel: ein geweihter Bruder oder
eine Nonne?! – keine Gebetskreise ohne Priester –, keine Treffen außerhalb liturgischer Räume (weil
es die nun einfach nicht überall gibt), -kein Ausweichen auf die Wohnzimmer der nichtgeweihten Katecheten
– keine enge Zusammenarbeit von Priestern und Laien auch in der Leitung – kein … Éinfach nichts von
alle dem, was in Lateinamerika Seelsorge (auch) ausmacht, was es den viel zu wenigen katholischen Priestern
ermöglicht Seelsorge zu betreiben, Sakramente zu spenden usw. kurz gesagt, ohne Laien geht es in Lateinamerika
nicht – und da es bei uns immer weniger katholische Pfarrer gibt, wird die Delegation auf Laien notwendig
sein, um dem Pfarrer den Rücken für seine originären Aufgaben, die Sakramente, die Intensivseelsorge,
die Messen in den unterschiedlichen Pfarr- und Filialkirchen, freizuhalten.
„Kirche als neue Form des Atheismus“ lautet die Überschrift des Artikels. Doch dann folgt überhaupt
nichts, was diesen Titel rechtfertigt. Diese Art der Hetze erinnert mich an die Usancen der kommunistischen
und nationalsozialistischen Presse: Lügen, lügen, lügen – es bleibt schon was hängen. (Hier soll wohl
hängenbleiben: Wer für Adveniat spendet, unterstützt den Atheismus.)
Solang der Globus sich noch dreht … Dass die der Herr der Welt die Erde sich noch drehen lässt angesichts
all der schlimmen Dinge, die hier geschehen, ist für die Tradis hier wohl ein Skandal. Wir haben aber
IHM (IHM sei dafür Dank!) keine Vorschriften zu machen … SignSal
Laos . @ ordo: wäre ein vergleichbares unvorteilhaftes Foto vom sich selbst exkommunizierten EB Lefebvre
hier zu sehen gewesen?? Fragen über Fragen? Wer stellt menschliche Macht in den Mittelpunkt der Ekklesiologie?
Ross und Reiter nennen! Was ist ein „säkularisierter Theologe“? „Auf die Menschen zugehen“ – das ist
wohl schon „Entgottung“. Klar. Jesus ist ja auch nicht auf die Menschen zugegangen, seine Jünger natürlich
auch nicht. Die haben sich zurückgezogen und altrituelle Messen gefeiert, ja? Gemeindeleitung durch
„Laien“, die gibt es und gab es immer: Kleriker gehören doch zum „Laos“, zum Gottesvolk, oder nicht?
Der Autor mag ja das Maul weit aufreißen, von Lateinamerika hat er keine Ahnung. Angesichts der tiefen
Frömmigkeit, die dort auch „linke“ Katholiken prägt, sind seine Ausführungen lächerlich. Ich bin gespannt,
welche Vorschläge er hat, eine Pfarrei mit Hundertausenden Katholiken zu organisieren … Vielleicht
gibt es auch „sauberere“ Lösungen, etwa, dass geeigneten reifen Männern im Ehestand nach sorgfältiger
Auswahl die Priesterweihe gespendet würde … SignSal