Politik
Ein neuer Bundesobmann
‘Die Christen’ scheinen sich neu zu formieren. Um den notwendigen politischen Erfolg zu bekommen, müssen sie von ihrem Image der Harmlosigkeit wegkommen.
Der neue Bundesparteiobmann der 'Christen', Rudolf Gehring.
Der neue Bundesparteiobmann der ‘Christen’, Rudolf Gehring.
(kreuz.net) Die Partei ‘Die Christen’ ist am vergangenen Samstag zu ihrem ordentlichen Bundesparteitag in der Stadt Wels in Oberösterreich zusammengetreten.

Dazu erschienen Aktivisten aus allen österreichischen Bundesländern. Die Partei zählt derzeit mehrere hundert aktive Mitglieder.

Auf dem Parteitag wurde ein neuer Bundesparteiobmann gewählt.

Es handelt sich um den Juristen und Unternehmer Dr. Rudolf Gehring aus Perchtoldsdorf in Niederösterreich. Er war bisher Landesparteiobmann in Niederösterreich.

Gehring wird sein Amt gemeinsam mit dem neu gewählten Bundesparteivorstand Anfang Januar antreten.

Bei der Parteiarbeit kann er sich auf die Unterstützung seiner Frau und seiner Familie verlassen.

Der neue Bundesparteiobmann ist zuversichtlich: „Unsere Stärke ist die Sorge um die Schwachen.“

Oberste Ziele bleiben für Gehring der Kampf um das Recht auf Leben von ungeborenen, behinderten, kranken und sterbenden Menschen. Die Partei will auch die Familien stärken.

Die Einführung eines Müttergehalts, die Erhöhung der Familienbeihilfe und die Einführung der Familienbesteuerung mit Familiensplitting sollen durch ein Volksbegehren erreicht werden.

Gehring ging auch auf die aktuelle Finanz- und Wirtschaftskrise ein. Dabei betonte er, daß eine echte Lösung nur möglich ist, wenn Banken und Wirtschaft erkennen, daß der Eigennutz nicht oberstes Prinzip sein kann.

Die Wirtschaft habe den Menschen zu dienen und nicht umgekehrt. ‘Die Christen’ würden es nicht zulassen, daß eine Sanierung der Wirtschaft vom Steuerzahler finanziert wird.

Gehring besitzt vier Stellvertreter: Diplom-Ingenieurin Hedwig Kirchmair aus der Steiermark, Bernd Rohr aus Kärnten, Thomas Weiskopf aus Tirol und Matthias Bayer aus Vorarlberg.

Im kommenden Jahr strebt die Partei das Antreten bei den Landtagswahlen in Salzburg, Kärnten, Vorarlberg, Burgenland und Oberösterreich an.

Daß es dafür genügend Mitarbeiter gibt, ist – nach Angaben der Partei – den mehr als hundert Delegierten und dem scheidenden Bundesparteiobmann, Dr. Alfons Adam, zu verdanken.

„Es ist Euer und unser gemeinsamer Erfolg!“ rief Gehring den Parteiaktivisten zu: „Es herrscht Aufbruchsstimmung.“

Den Hintergrund der Ablösung des bisherigen Bundesobmanns dürfte ein Richtungsstreit über die weitere Vorgangsweise der Partei bilden.

‘Die Christen’ haben bei den letzten österreichischen Nationalratswahlen deutlich weniger Stimmen als erwartet erhalten.

Der bisherige Bundesobmann ist nicht zurückgetreten. Er wurde abgewählt. Daraufhin soll er den Parteitag verärgert verlassen haben.
      
17 Lesermeinungen
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
Kommentar schreiben
#17   Wood   23:05:05 | Dienstag, 9. Dezember 2008
Ich wünsche mir, dass diese Partei in Österreich nie einen Fuß in irgendeinen Landtag
oder gar in den Nationalrat setzen kann. Dieser Haufen voller selbsternannter Christenvertreter ist eine Schande! Nicht nur, dass die Ansichten mit Steinzeitalter datiert sind, sie haben auch sonst nichts anzubieten, als dummes gelaber!
Redaktion benachrichtigen
#16   Rotorducks95   09:48:04 | Freitag, 5. Dezember 2008

Widerlich, was da manche Leute von sich geben.
Redaktion benachrichtigen
#15   Josef Preßlmayer   08:04:54 | Freitag, 5. Dezember 2008
Das laue Salz wird zertreten!
Türkische Frauen haben in Österreich 2,9 Kinder, die Österreicherin 1,4, worin die höheren Geburtenraten der Zuwanderer inbegriffen sind, so dass für die einheimischen Frauen etwa 1 Kind anzunehmen ist.
Für das Jahr 2050 prognostiziert das „Vienna Institute of Demography“ eine Mehrheit der Moslems bei der Bevölkerung unter 15 Jahren.
Die Katholiken werden in dieser Gruppe 7-12% stellen.
Werden diese Moslems erwachsen, ist das christliche Österreich Geschichte!
Soweit die Sachlage!
Da die Familien der konservativen Christen den landesüblichen Schnitt von einem Kind weit übertreffen – es gibt Lebensschützer-Familien mit 5 – 8 Kindern- werden diese Christen in der nicht-moslemischen Wählerschaft proportional einen immer größeren Stellenwert erhalten.
Diejenigen, die den Sinn des Lebens in der Gier nach Lust sehen und die ungeborenen Kinder als unerwünschten Abfall betrachten den man der Abtreibungsindustrie, dank ihren politischen und kirchlichen Protektoren, zur Entsorgung und deren Asche als Straßengranulat und Baumaterial überläßt, werden sich selbst weitgehend ausgerottet haben.
Diejenigen aber, die den Sinn des Lebens darin sehen, Gott für dieses Geschenk der Schöpfung zu danken, ihm dienen und die ihm von Gott anvertrauten Kinder nicht schon im Mutterleib umbringen, werden dieses bestaunenswerte Leben auf diesem wunderbaren Planeten weitertragen!
Vielen Dank Dr. Adam und Mag. Steier für diese erfolgreiche Parteigründung!
Viel Erfolg dem begeisternden Dr. Gehring!
Redaktion benachrichtigen
#14   Guttenberger   00:35:24 | Freitag, 5. Dezember 2008
Neue christliche Partei
Wir dürfen hoffen, daß es der neuen christlichen Partei gelingt, die Wähler durch ihr Programm (z. B. Lebensschutz) zu überzeugen. Da die Anzahl der überzeugten Christen stetig abnimmt, ist die Wahrscheinlichkeit des Gelingens gering. Trotdem guten Erfolg! J.G.
Redaktion benachrichtigen
#13   Vineta   22:27:01 | Donnerstag, 4. Dezember 2008
Nur eine neue Partei, die sehr sehr deutlich wird, dringt ins Bewußtsein der Wähler!
Um den notwendigen politischen Erfolg zu bekommen, müssen sie von ihrem Image der Harmlosigkeit wegkommen.
Genau!!!
Natürlich bedarf es dringend endlich einer Politik, die dem Recht auf das Leben Ungeborener, Behinderter, Kranker und Sterbender höchste Priorität einräumt, das Muttersein viel mehr anerkennt und das Ehegattensplitting zu einem Familiensplitting ausweitet.
Aber auch auf anderen Politikfeldern müssen die Mißstände entsorgt werden.
Schamlose Homoumzüge und alle dreisten Forderungen der Homofunktionäre nach öffentlichen Geldern für ihre Propaganda und Institutionen und die nach einer Homo-Ehe ( sogar mit Adoptionsrecht) sind schroff zurückzuweisen.
Ein detaillierter Plan muß her, um die schleichende Islamisierung sofort zu stoppen.
Landesverrat muß konsequent und streng geahndet und mit Kerker bestraft werden, ebenso das Verzocken des Volksvermögens in Milliardenhöhe durch Politiker und Manager, die sofort namentlich anzuprangern sind, denn ein nur allgemeines Gerede über Blauäugigkeit , Leichtsinn und Gier bei denen da oben verpufft wirkungslos.
Drastische Maßnahmen sind erforderlich, um an unseren Bildungseinrichtungen den Verfall des religiösen und geschichtlichen Wissens sowie des mathematisch-naturwissenschaftlich-technischen Könnens zu stoppen und den Trend umzukehren. Erste Maßnahme gegen die verkommene Sprachfähigkeit kann nur das Außerkraftsetzen der (zig Mrd. Euro teuren und von Legasthenikern ausgeheckten ) sog. Rechtschreibreform sein!
Redaktion benachrichtigen
#12   Doriano   19:20:13 | Donnerstag, 4. Dezember 2008
@ HBR
Sie meinen sicher, dass die paar Nostalgiker in der Kirche gegen die 1,7 Milliarden Katholiken eine Splittergruppe bilden, oder?
Kläglich mißlungen, der „Witz“. :-S
Redaktion benachrichtigen
#11   derLeser   19:17:00 | Donnerstag, 4. Dezember 2008
alleine vom Otufit und Typ her
wird er auch viele autonome Jugendliche und Freidenker begeistern
Redaktion benachrichtigen
#10   Gotthard   18:16:14 | Donnerstag, 4. Dezember 2008
Erwartungen
‘Die Christen’ haben bei den letzten österreichischen Nationalratswahlen deutlich weniger Stimmen als erwartet erhalten.
Wer hatte denn wohl mehr Stimmen für diese Nano-Partei erwartet – außer den eigenen Aktivisten und der hiesigen Plattform?
Redaktion benachrichtigen
#9   Beatus Theophilus_89   17:15:47 | Donnerstag, 4. Dezember 2008
@ Alois Bischof(us der Komicus)
:-! Es lebe Österreich i180.photobucket.com/…m/kotze_schalker.jpg :-!
na gut wenn du unbedingt meinst…!
NA HAM DIE ÖSIS DOCH WIEDER ZURÜCK ZUM GLAUBM GEFUNDEN?
Oder Irre ich mich da gewaltig.
Mir ist nur bekannt, dass die Österreicher nur mal in einer Meinungsumfrage (nicht relativ da Hochrechnung) meinten, dass sie die Kirche außen vor lassen! War mal das kirchenfeindliche österreichisch-deutsche Austauschprogramm 3sat www.3sat.de/ die mit ihren Beiträgen gegen die Kirche schießen!
Ich auf jeden Fall sehe in Österreich noch die Abart von einst (der 40er Jahren) Kirchenfeindlich und Nationalstolz krank!
Redaktion benachrichtigen
#8   Alois Bischof   17:02:40 | Donnerstag, 4. Dezember 2008
Gottes Segen für Österreich
Es lebe Österreich.
Deo et Patria.
Redaktion benachrichtigen
#7   Vox e luce   14:56:08 | Donnerstag, 4. Dezember 2008
Meine Stimme hätten sie
aber die Idee mit der Familienbesteuerung – so wunderbar sie auch ist – wird sie am Erfolg hindern. :-(
Redaktion benachrichtigen
#6   noch ein Landorganist   14:23:17 | Donnerstag, 4. Dezember 2008
1,7 Milliarden?????
1,7 Milliarden? Wo soll das denn stimmen? Wenn dann bitteschön nur römisch-katholisch zählen. Und selbst dann erstmal die Karteileichen abziehen.
Redaktion benachrichtigen
#5   HBR   14:10:57 | Donnerstag, 4. Dezember 2008
@Ordo62
genau wie Ihr Verein der Konzilsnostalgiker
:-] :-D
Guter Witz. Danke. Habe selten so gelacht.
Sie meinen sicher, dass die paar Nostalgiker in der Kirche gegen die 1,7 Milliarden Katholiken eine Splittergruppe bilden, oder?
;-)
Redaktion benachrichtigen
#4   noch ein Landorganist   14:02:47 | Donnerstag, 4. Dezember 2008
Was wäre denn …
… ein wählbares deutsches Äquivalent:
– Deutsche Zentrumspartei?
– Christliche Mitte?
oder andere?
Redaktion benachrichtigen
#3   Rotorducks95   13:57:56 | Donnerstag, 4. Dezember 2008
Wie kann diese Gruppierung…
…von sich behaupten, sich für die Schwachen unserer Gesellschaft einzusetzen, wenn sie fortwährend Gruppen diskriminiert, die nicht den Lebensstil pflegen, den sie gerne allen Menschen aufzwingen würden??
Ich halte es prinzipiell für eine wunderbare Idee, eine Partei zu gründen, die Solidarität mit den Schwächsten der Gesellschaft als Prinzip propagiert- zu dumm nur, dass es sich bei DC lediglich um leere Worthülsen handelt.
Schade, dass hier riesige Chancen vertan werden, Gutes für benachteiligte Menschen zu leisten- und zwar für ALLE Benachteiligten, nicht nur für die, die der Partei zu Gesicht stehen.
Redaktion benachrichtigen
#2   ordo62   13:45:36 | Donnerstag, 4. Dezember 2008
@HBR:
genau wie Ihr Verein der Konzilsnostalgiker
Redaktion benachrichtigen
#1   HBR   13:43:59 | Donnerstag, 4. Dezember 2008
Noch so eine Splitterpartei
Ich denke, dass diese Partei so enden wird, wie viele andere exotische Gruppierungen. Sie wird eine Splittergruppe unter vielen sein
Redaktion benachrichtigen
Weiterlesen:
PolitikProst, Mahlzeit PolitikGroteskes Bubenstück PolitikDurch die Alte Messe bekehrt PolitikDie Elefantenrunde PolitikDroht eine Freimaurer-Koalition? „Die Christen“Eine gewonnene Stimme PolitikSie können es nicht besser PolitikFrustrierende Aussagen PolitikDie nächsten haben ihre Maske vom Gesicht gerissen PolitikDeus lo vult PolitikHeuchelei hoch hundert PolitikEin Wurmfortsatz der Genossen PolitikWer schenkt den Schwarzen einen Taschenrechner? PolitikHuldigung eines Gotteslästerers PolitikEin Blick in den Schmutzkübel
RSS Feed  •  News Ticker  •  Kontakt  •  Impressum
© CC-BY-NC-SA 2012 kreuz.net