Ein 65jähriger Priester aus Südtirol tritt die Nachfolge des im August verstorbenen Bischofs Wilhelm Egger an. In der Vergangenheit sorgte sich der neue Bischof besonders – um den Umweltschutz.
Der neue Bischof von Bozen-Brixen, Mons. Karl Golser beim Papst.
(kreuz.net, Bozen-Brixen) Papst Benedikt XVI. ernannte heute Karl Golser (65) zum neuen Bischof von Bozen-Brixen.
Das gaben der Vatikan und das Bistum heute mittag bekannt.
Im August starb der bisherige Bischof der
Südtiroler Diözese, Mons. Wilhelm Egger, völlig unerwartet an einem Herzinfarkt.
Der neue Bischof
wählte sich als Motto „Christus unser Friede“ aus dem Epheserbrief.
Vor ‘Radio Vatikan’ erklärte er
dazu:
„Christus hat Grenzen überwunden durch seine Versöhnung und seinen Tod am Kreuz. Mir geht es
vor allem um die Festigung einer christlichen Identität. Das wird sicherlich mein Hauptanliegen sein
in einer pluralistischen und auch stark säkularisierten Gesellschaft.“
Bischof Golser erblickte am 16. Mai 1943 in
Tscherms – zwanzig Kilometer nordwestlich von Bozen – das Licht der Welt.
Im Oktober 1968 wurde Mons.
Golser in Rom zum Priester geweiht.
Von 1977 bis 1982 war er Mitarbeiter der Glaubenskongregation. Für
kurze Zeit – ab November 1981 – war dort der damalige Kardinal Joseph Ratzinger sein Vorgesetzter.
Seit
1982 arbeitet er als Professor für Moraltheologie an der Philosophisch-Theologischen Hochschule in Brixen.
Seit 1988 ist er dort auch Prodekan.
Als neuer Bischof will sich Mons. Golser nach eigenen Angaben auch
um das Priesterseminar kümmern. Schon seit zwei Jahren ist in der dreisprachigen Diözese kein deutscher
Kandidat mehr eingetreten.
Ferner: „Die Fragen der Wirtschaft und auch der Immigration sowie das Zusammenleben
mit anderen Religionen und Weltanschauungen – das alles ist eine große Herausforderung.“
Schöpfung,
Weltreligionen, Klimawandel
In seinen bisherigen Publikationen hat sich Mons. Golser um zeitbedingte
Randphänomene der Moraltheologie gekümmert.
Von ihm stammen Werke wie „Christlicher Glaube und Moral“
(1986), „Verantwortung für die Schöpfung in den Weltreligionen“ (1992), „Zur Demokratie erziehen“ (1995),
„Umkehr zur Liebe. Homilien und Gewissenserforschungen zu Bußgottesdiensten“ (2006) oder „Lebensqualität
und Verkehr. Mobil sein für/ gegen gutes Leben“ (2007).
Nach Angaben der Nachrichtenagentur ‘kathpress’
hat sich Mons. Golser in den letzten Jahre besonders für die „Bewahrung der Schöpfung“ eingesetzt.
So habe er maßgeblich dazu beigetragen, daß die Italienische Bischofskonferenz ein umfassendes Programm
zur Bewahrung der Schöpfung verabschiedet hat.
Er arbeitete auch an der Abfassung eines Dokumentes der
„Kommission der Bischofskonferenzen des EU-Raumes“ zum Klimawandel mit.
Ferner war Mons. Golser an Initiativen
zur Reduktion der Verkehrsbelastung in den Alpen beteiligt.
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51 Lesermeinungen
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Es ist sehr lobenswert zu lesen dass sich der neue Bischof von Bozen-Brixen für die Bewahrung der Schöpfung
und der Umwelt einsetzt, worin die christlich geprägten Länder leider ein wenig nachlässig sind. Es
gibt aber lobenswerte grüne Lobbies insbesonders auch in Deutschland und in Südtirol.
canon 284 CIC nach diesem kanon ist die kleidungsvorschrift für kleriker geregelt. leider etwas misslungen,
da nur vom kollar die rede ist und somit ein kleriker nackt dastehen müsste. es gibt unzählige abhandlungen
darüber, wann man kollar tragen darf. wer in der radition steht, darf ohne weiteres als seminarist dies
tragen
Seminaristen … haben noch keinen Kollar zu tragen. Seminaristen sind Laien – und wenn diese einen Kollar
tragen, dann spielen sie sich auf. Auf derartige Typen kann man in der Kirche verzichten.
#45 Heinz Josef 11:06:30 | Samstag, 6. Dezember 2008
denn ihr weg führt in den abgrund und ist die vernichtung der Kirch… Wenn schon Satan nicht die Kirche
vernichten kann, dann erst recht nicht die Witzpolde von …
man man man als normalkatholik und seminarist ist es eine schande, was man hier lesen muss. wer eine person
nicht kennt, kann nichts über ihn aussagen und schon recht nicht über seine einstellung. selbst vor
dem konzil war es durchaus üblich, dass priester nicht in ihrer offiziellen kleidung aufgetreten sind.
lesen sie den codex: wenn ich diese bestimmung 1 zu 1 ausführen würde, dann stünde ich nackt da und
nur mit dem kollar bekleidet – was für ein anblick, wenn man alle priester so ansehen müsste!!!! es
kommt darauf an, wie die zusammenstellung der kleidung ist: ein guter schwarzer oder grauer anzug mit
hemd und krawatte und das priesterkreuz sind alle mal besser, als ein vollgefressener pfarrer, der sich
mit müh und not in seine primizsoutane reinzwengt und ausschaut, als würde er ein pressack sein, der
bald platzt! prof. golser gehört nicht zu denen, die nur durch das kollar zusammen gehalten werden. ich
kenne sehr viele priester, die es selbst zugeben, dass das kollar ihre einzige stütze ist und, wenn sie
es ablegen, bricht auch die person zusammen – und da wären wir an dem punkt, wo man einhacken muss und
nicht an der sache, ob jemand kollar trägt oder nicht. prof. golser ist ein excellenter bußkanoniker,
tieffrommer priester und ein mann der kirche, der ganz auf der linie benedikts ist, wie durch seine lehre
sehr deutlich wird. ich kann nur für sie hier beten, dass sie endlich einmal auf den richtigen weg kommen,
denn ihr weg führt in den abgrund und ist die vernichtung der Kirch…
#42 Rottenburg 21:49:33 | Freitag, 5. Dezember 2008
Eine weitere Neuernennung Nun ist es wohl so, dass der Heilige Vater doch nicht so eindimensional denkt,
wie sich das mancher hier auf kreuz.net wünscht. Aber Bozen-Brixen ist eben nicht Frankreich www.kreuz.net/article.8255.html!
Danke, Heiliger Vater für diese Neuer(nenn)ung!
Lieber Iustus, ich bin gegen Verharmlosung genauso wie gegen die übliche Vorverurteilung. Was war war,
was sein wird ist auch durch die persönliche Entwickung und – Verzeihung – durch das Wirken des Heiligen
Geistes bestimmt. Und wenn einer der letzte Modernist und Depp war, (ich behaupte dies nicht von Golser),
dann ist, guter Wille vorausgesetzt, doch nicht unbedingt Hopfen und Malz verloren. Insgesamt bin ich
viel heiterer als viele andere hier, was die Zukunft der Kirche betrifft. Das Reformwerk des Erzbischofs
Lefebvre und die vielen, vielen Gebete der Gläubigen beginnen zu wirken. War Hoffnung nicht eine der
Kardinaltugenden?
@Burgorus, Rüdesheim Sollte das bevorstehende Weihnachtsfest sein Licht vorauswerfen? Eine sachliche
Diskussion mit anschließendem aufrichtigem Fürbittgebet für den Gegner. Ich bin angetan, im Ernst!
Lässliche Alltagssünden Es soll keine maliziöse Bemerkung gegen den Papst, sondern vielmehr gegen die
Kleingeisterei sein: Gerade aus Südtiroler Ferientagen existieren auch Bilder eines Kardinal Ratzinger,
die ihn mit seinem Bruder in genau dem legeren Outfit zeigen wie den designierten Bischof Golser. Cuculla
non facit monachum – Non cordula, sed Cor!
In einer Kirche vor einer Muttergottes, wie es halt viele einfache Gläubige auch machen, sodass das Kerzenlicht
in den roten Behältern eine schöne Stimmung ergibt.
Rüdesheim: Aus Baiern komme ich, wie der ernannte Bischof eben auch. Südtirol ist ja stammesmäßig
bairisch (bajuvarisch). Um die Sache mal abzukürzen. Klar ist nicht jeder korrekt gekleidete Priester
gut. Manche benutzen korrekte Kleidung auch zum Einschmeicheln bei Konservativen. Ich denke dabei an den
Fall Krenn, der solchen zusehr vertraut hat. Die korrekte Kleidung ist eine Frage des Mutes. Wer in der
heutigen Zeit korrekt gekleidet ist, braucht eben Mut, und den haben viele nicht, weil sie Angst haben,
damit nicht mehr so zugänglich zu sein. Was aber den meisten nicht bekannt ist, ist, dass sich die Zeiten
geändert haben. Die jungen Leute haben heute für die Alt-68er und ähnliche Schlamper nur noch Verachtung
übrig. Schlampige Kleidung hat sich schon längst überlebt. Das sagt mir auch ein Anzugverkäufer. Die
jungen Leute wollen entweder total leger, wo es eben um Freizeitkleidung geht, oder äußerst korrekt
gekleidet sein. Ein Dazwischen gibt es nicht mehr. Die Krawattiner-Priester gehen eben den Dazwischen-Weg;
so werden sie auch nicht mehr ernst genommen. Ich als Dozent, aber kein Priester, muss eben in Sakko und
Krawatte gehen. Das erwatet man. Von einem Priester erwartet man, dass er in Stehkragen geht oder, wenn
er Fußball spielt, dann eben in Fußballkleidung, aber ncihts dazwischen.
#27 Rüdesheim 18:04:21 | Freitag, 5. Dezember 2008
Burgorus Klar Sie haben ja recht, dass ist mir auch bekannt, aber macht ein Stehkragen schon automatisch
einen guten Priester aus? Ich will Sie aber auch nicht weiter von dem bevorstehenden Speil ablenken! Aus
welcher Ecke Deutschlands stammen Sie eigentlich?
@iustus @Rüsesheim @Mir hat auch nicht gefallen, dass er sich zusammen mit dem korrekt gekleideten Bischof
als Bürger zeigt. Im anderen Photo geht er womöglich nur deshalb im Kollar, weil der Protestante neben
ihm auch protestantisch-korrekt gekleidet ist. Er braucht also immer einen, der ihm zeigt, wo’s lang geht.
Vielleicht kommt ja die Amtsgnade hinzu, dass er lernt, dass nun er andere den rechten Weg lehren muss.
@Rüdesheim: Soviel mir bekannt ist, ist eine klerikale Straßenkleidung für Kleriker vorgeschrieben,
und die hat nun mal einen Stehkragen. Man kann sich an die Regeln nicht halten, ohne sich an die Regeln
zu halten.
Ich kann doch nicht alles fünfmal erklären: Noch einmal: Wenn man sich selbst an die Regeln der Kirche
nicht hält, kann man auch von anderen nicht verlangen, sich an die Regeln der Kirche zu halten. O.k.,
noch ein weiterer Versuch: Mit gutem Beispiel vorangehen wirkt besser als viele hochtrabende Worte.
Kollar Werter Burgorus, leider muss man einschränken, dass eines der beiden Bilder mit Kollar in Rom
aufgenommen wurde. Da tragen selbst mir bekannte Ultramodernisten Kollarhemd, weil man damit dort so bevorzugt
behandelt wird.
An die Alt-68er des 20. Jahrhunderts: Als Dozent bin ich nicht nur deshalb formal korrekt gekleidet, weil
ich es für würdiger halte, sondern vor allem deswegen, weil es mich bei den Mädels beliebter macht.
Die kotzt nämlich die Schlamperei der Alt-68er-Professoren nur noch an. „Das erwartet man auch, dass
der Dozent besser gekleidet ist als der Student“, sagen sie.
Zur Krawatte: Die Photomeile zeigt fünf Bilder. Eins davon zeigt den ernannten Bischof im liturgischen
Gewand, interessant sind also nur die anderen vier Bilder: in zweien davon sieht man ihn in klerikaler
Kleidung (mit Stehkragen), in den anderen zwei Bildern in bürgerlicher Kleidung, davon einmal mit und
einmal ohne Krawatte. Das zeugt davon, dass der Bischof noch mit sich selbst kämpft. Wenn aber, wie Gregorius
sagt, Bozen-Brixen ein laienbeherrschtes Bistum ist, ist es sicherlich eine größere Leistung, als Priester
korrekt gekleidet zu sein (und das war er in 50 Prozent der Fälle), als wenn man in einem Bistum wohnt,
wo korrekte Kleidung noch üblich ist. Im deutschsprachigen Raum gibt es solche Bistümer meines Wissens
nicht mehr.
GENAU! Gregorius Magnus Es gibt ultra schlechte Priester! die einen Kollarkragen tragen, obwohl sie
ihn gar nicht verdient haben! Da bleibt nun mal die Frage: Was macht eigentlich den Priester aus, das
Gewand oder seine Gesinnung?
gregorius magnus Danke für Ihren Beitrag, aber mit diesen Schreibern, die sich über „Krawattenpriester“
auslassen, sollte man sich hier nicht befassen. Das römische Kollar ist garantiert kein Zeichen dafür,
dass man einen guten und für die heutigen Verhältnisse brauchbaren Priester vor sich hat!
Die beste Wahl seit langem! Als Student an der PTH und Alumnus kann man dem Bistum nur gratulieren. Ich
selbst habe schon viele Vorlesungen von Prof. Golser gehört und sie waren einfach fantastisch. Ausgerichtet
auf das Lehramt und kein Blatt vor den Mund nehmend, brachte er uns die trockene Morallehre bei. Schade,
dass nun ein Anderer seine Stelle einnehmen muss, denn solch einen Moraltheologen gibt es kein weiteres
Mal. Leider hat er in diesem Bistum keine leichte Schanze: Bischof Wilhelm war ein exzellenter Exeget
und Mensch, doch als Bischof war er leider Ordensmann, der selbst nicht viel für das Bistum getan hat:
Die Kirche von Bozen-Brixen ist eine von Laien bestimmte Organisation, die nicht mehr viel mit der Amtskirche
gemein hat. Lieber lässt man von Laien WGF am Sonntag leiten, an Stelle man die Gläubigen bittet, dass
sie in die Nachbargemeinde gehen möchten, da an diesem Tag keine Vertretung gefunden werden kann. Golser
ist ein Mann, der versinnbildlicht, was er sagt: Er hat Ausstrahlung, die gerade für den Priesternachwuchs
dienlich sein wird, denn auf diesem Gebiet wird hier noch weniger getan, als in manch anderem Bistum.
Ich möchte alle, die hier gutes in Bezug auf Prof. Golser schreiben, bitten, dass sie um den Geist für
den Electus beten, den Geist, der ihm die Kraft gibt für seinen Dienst. Und alle, die hier meinen, dass
sie irgendwelche Ketzereien verbreiten müssen, wie Krawattetragender Priester, sollten daran denken,
dass es auf solche Äußerlichkeiten keineswegs ankommt.
Lieber Freinsberg, Golser trägt Krawatte! Ist das kein Weihehindernis?? … vielleicht soll der Strick
um seinen Hals ja die Bereitschaft zum Martyrium ausdrücken? Oder die Leine des Modernismus an der er
geht?
Bravo! Die Konzilskirche hat wieder einen würdigen Konkursverwalter für ein marodes Bistum gefunden,
wo es noch einiges zugrundezurichten gibt. Hauptsache, eine Exzellenz, die sich ganz bestimmt nicht auf
das Wesentliche konzentriert, sondern die Orchideenthemen des liberalen Wellneßkatholizismus bedient.
Volksnah, Standhaft und Bissfest im Glauben… …soll er sein, auch mit Krawatte! Eine Gute wahl für
die Südtiroler meine ich! Habe einmal zufälligerweise eine hl. Messe im Dom zu Bozen besucht in der
er Zelebrant war.