Eine Missionsgruppe in den USA hat eine Liste von Henkerstaaten veröffentlicht, die sich ihre Hände am Geschäft der Christenverfolgung blutig machen.
(kreuz.net) Das kommunistische Regime in Nordkorea ist nach einer Studie der US-amerikanischen evangelikalen
Missionsgruppe „Open Doors International“ weltweit der schlimmste Christenverfolger.
Den zweiten Platz
erreicht Saudi Arabien, gefolgt von Vietnam, Laos, Iran, den Malediven, Somalia, Bhutan, China und Afghanistan.
Letztes Jahr befand sich Somalia noch auf Platz 11. Der Grund für den unrühmlichen Aufstieg des Landes
in der Liste ist, daß christliche Konvertiten einen hohen Preis bezahlen, wenn sie vom Islam zum Christentum
übertreten. Somalia ist fast ganz in der Anarchie versunken.
In Nordkorea wird das Christentum von den
Kommunisten als einer der größten Feinde ihres Regimes betrachtet. Das Land führt die Liste der schlimmsten
Christenverfolger schon seit drei Jahren an.
Es wird vermutet, daß Zehntausende Christen in nordkoreanischen
Konzentrationslagern schmachten. Mindestens zwanzig inhaftierte Christen wurden im letzten Jahr erschossen
oder zu Tode geprügelt.
Nach Angaben von „Open Doors“ verhaftet das kommunistische Regime von Kim Jong
II. nicht nur vermutete Dissidenten, sondern auch drei Generationen seiner Familie, um den „schlechten
Einfluß“ auszurotten. Trotzdem ist die nordkoreanische Kirche am Wachsen.
In Saudi Arabien ist jede
Religion mit Ausnahme des Islam verboten. Konversionen werden mit dem Tode bestraft. Obwohl die Regierung
Ausländern zusichert, ihren Glauben praktizieren zu können, werden Christen im Lande verhaftet und deportiert.
Im Jahre 2004 wurde der Inder Brian O’Connor zu zehn Monaten Gefängnis und 300 Schlägen verurteilt.
Im kommunistischen Vietnam verschlimmerte sich die Lage im letzten Jahr, nachdem ein neues Gesetz eingeführt
wurde, das jede religiöse Aktivität verbietet. Die Religion wird als eine Gefahr für die Sicherheit,
die öffentliche Ordnung und die nationale Einheit angesehen. Mit dem neuen Gesetz werden selbst kirchliche
Versammlungen in Privathäusern verboten.
Verschlimmert hat sich die Lage der Christen auch in Eritrea.
In diesem ostafrikanischen Land sitzen 400 Christen wegen ihres Glaubens im Gefängnis. Sie werden zum
Teil in brütender Hitze in Metallcontainern gehalten, die für Schiffstransporte verwendet werden.
Im
Irak werden Christen vermehrt von radikalen islamischen Gruppen bedroht. Drohbriefe, Entführungen, Bombenanschläge
und Ermordungen haben Zehntausende von Christen aus dem Lande vertrieben.
Die Christen im Sudan hoffen,
daß eine Friedensvereinbarung mit dem islamischen Regime in Khartum zu einer Entspannung führen wird.
In den 80er Jahren hat die Zentralregierung zu einem Heiligen Krieg gegen den christlichen Süden des
Landes aufgerufen, um das Land zu islamisieren. Daraufhin starben mehr als zwei Millionen Menschen.
„Open
Doors“ schätzt, daß weltweit etwa 200 Millionen Christen wegen ihres Glaubens verfolgt werden oder Verhöre
und Verhaftungen erleiden. Weitere 200 bis 400 Millionen Christen werden wegen ihres Glaubens diskriminiert
oder ausgegrenzt.
Die Missionsgruppe „Open Doors“ wurde vor fünfzig Jahren vom Holländer Anne van der
Bijl gegründet. Er wurde als Bruder Andrew oder „Der Schmuggler Gottes“ bekannt. 1955 begann er Bibeln
hinter den Eisernen Vorhang zu schmuggeln.
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