Legionäre Christi
Sie sind ein Teil des Problems
Die neokonservative Ordensgemeinschaft der Legionäre Christi imitiert seit Jahren die Jesuiten. Inzwischen ist sie auch dabei, wie die Jesuiten zu enden.
Webseite der Legionäre Christi.
Webseite der Legionäre Christi.
(kreuz.net) Am 5. November rieben sich katholische Leser der US-Wochenzeitung ‘National Catholic Register’ die Augen.

In dem Leitartikel erklärte Herausgeber Tom Hoopes nach der Wahl des Blut- und Homo-Politikers Barack Obama: „Obwohl wir in vielen Dingen anderer Meinung sind, habe ich Obama immer geschätzt.“

Der ‘National Catholic Register’ gehört der Ordensgemeinschaft der Legionäre Christi und wird von dieser kontrolliert.

Höflich und anständig?

Obama sei ein „höflicher und anständiger“ Mensch – schwärmte Hoopes. Er rief auch dazu auf, den neuen US-Präsidenten zu respektieren:

„Barack Obama ist eine eindrückliche Persönlichkeit, die von vielen Leuten bejubelt wird, die in ihrem Herzen pro-life sind, aber ihre pro-life Prinzipien bei der Wahlentscheidung nicht umgesetzt haben.“

Darum sei es nicht nötig, daß sich Katholiken ins Abseits begäben: „Wir können diesen Mann respektieren und seine aufregenden Errungenschaften in Ehre halten und gleichzeitig die Kommunikation mit unseren Nachbarn in Sachen Recht auf Leben offenhalten.“

Der Tag der Obama-Wahl sei nicht das Ende eine Ära, sondern eine Bodenwelle in der Straße: „Das ist ein Tag, um Obama und seinen Anhängern zu gratulieren. Ihr habt etwas Großes getan. Laßt uns zusammenarbeiten, um die Grundprinzipien Amerikas zu unterstützen – alle von ihnen.“

Blankes Entsetzen

Hw. Tom Euteneuer – Präsident der Lebensbewegung ‘Human Life International’ – ist über Hoopes Leitartikel entsetzt.

Die Legionäre Christi seien inzwischen „offiziell Teil des Problems, nicht Teil der Lösung“ – erklärte er in einer Stellungnahme, die von Matt C. Abbot auf der Webseite ‘RenewAmerica’ veröffentlicht wurde.

Hw. Euteneuer erinnert in diesem Zusammenhang auch an einen Priester der Legionäre Christi.

Dieser hatte im letzten Jahr auf dem konservativen US-Sender Fox News die Ablehnung der kirchlichen Lehre zur Geburtenregelung durch den neokonservativen katholischen Journalisten Sean Hannity verteidigt.

Das war nach Hw. Euteneuer „schlimm genug“.

Doch der Leitartikel in der Zeitung ‘National Catholic Register’ zeige, daß die Legionäre einem weiteren verführten Vertreter erlaubt haben, in ihrem Namen und unter ihrer Aufsicht zu sprechen.

Das Fazit von Hw. Euteneuer: Die Legionäre „sind jetzt offiziell Teil des Problems, nicht Teil der Lösung.“

Was heißt da „wenn“?

Hoopes sei zwar ein Laie, aber er tanze nach der Pfeife der Legion: „Er sollte sofort für seinen absurden Unterstützungskommentar für Barack Obama entlassen werden.“

Hw. Euteneuer empört sich auch an Hoopes Aussage, wonach kein US-Bürger den Präsidenten fürchten müsse.

Doch Hw. Euteneuer berichtet von sich, selber von Agenten des Generalstaatsanwaltes besucht worden zu sein: „Das sind keine Pfadfinder“.

Die Ungeborenen in den USA hätten allen Grund, den Präsidenten zu fürchten: „Aber offenbar können wir die Ungeborenen übersehen. Denn nach Ansicht von Hoopes ist Obama »ein höflicher und anständiger« Herr.“

Hoopes sei offenbar der Auffassung, daß man einfach eine kleine Meinungsverschiedenheit mit Obama haben könne, wenn dieser es wage, die wehrlosen Ungeborenen anzugreifen.

Doch das zeige den ganzen Irrsinn seines Kommentars: „Was heißt da »wenn«? Weiß Hoopes nichts von dem Abstimmungsverhalten dieses Mannes, der einen bisher nie gekannten Angriff auf die Ungeborenen plant.“

Völlig verrannt

„Man könnte über diesen furchtbaren Leitartikel noch mehr sage, aber ich würde die Nächstenliebe verletzen, wenn ich weiterginge.“

Der Geistliche erinnert daran, daß ‘Human Life International’ in der Vergangenheit mit dem ‘National Catholic Register’ zusammengearbeitet hat, um die Schrecken der Kultur des Todes aufzudecken. Aber er habe die Nase voll vom Ausverkauf der eigenen Position:

„Wir weigern uns mit Entschiedenheit, Teil des Problems zu sein. Ich werde sofort unser Abonnement für diese Zeitung abbestellen und andere ermutigen, das gleiche zu tun.“

„Die Legion hat sich in dieser Sache völlig verrannt. Ich werde diese Pflichtvernachlässigung einer Ordensgemeinschaft nicht unterstützen, die behauptet, die Kirche zu repräsentieren und den Heiligen Namen Christi trägt.“
      
39 Lesermeinungen
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#40   Weißer Ritter   10:41:30 | Mittwoch, 10. Dezember 2008
Abtreibungsbefürworter
Was ist in Ihren Köpfen los? Warum bejubeln sie hier die Abtreibung?
Abtreibung ist doch Krieg – den sie ja angeblich ablehnen – gegen Kinder und Mütter.
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#39   Cutty Sark   10:26:29 | Mittwoch, 10. Dezember 2008
Friedrich Spee
Danke für Ihre Antwort.
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#38   Franz Kappes   09:27:00 | Mittwoch, 10. Dezember 2008
Der Wille des Volkes
Es ist möglich, den Willen des Volkes zu respektieren und trotzdem nicht seinen Glauben zu verleugnen.
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#37   Kilian   21:03:52 | Dienstag, 9. Dezember 2008
Die Millonäre Christi
waren mir noch nie geheuer!
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#36   Regina 1961   21:02:47 | Dienstag, 9. Dezember 2008
@Friedrich Spee
Sie haben Recht mit Ihren Entgegnungen. Und auch nicht. Klar, aufgeklärt sind die jungen Kinder. Aber irgendwo stimmt die Gleichung nicht. Obwohl die Kinder und Jugendlichen angeblich in der Schule heutzutage aufgeklärt werden, entstehen immer noch ungewollt Kinder. Die werden dann abgetrieben. Meißtens. Da fehlt doch etwas. Mitgefühl? Mir tun diese Frauen und Kinder leid, die eine Abtreibung hinter sich haben. Auch wenn sie schuldig geworden sind. Und Sie haben auch Recht, wenn Sie von der materiellen Sicherheit bzw. den finanziellen Leistungen sprechen, die hier im Westen einer Mutter zukommen. Aber wie siht es denn mit der Seelsorge aus? Und da meine ich nicht nur die Priester sondern uns alle. Habe leider ziemliche Bauchschmerzen. Wohl irgendeinen Virus aufgeschnappt. Gehe jetzt in das Bett. Ich wünsche Euch allen eine gesegnete Nachtruhe. Friedrich, ich hoffe, meine Erklärungen sind erläuternd genug. Ansonsten Morgen gerne mehr.
Regina1961
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#35   Doriano   20:51:05 | Dienstag, 9. Dezember 2008
Na ja,
also meine Begeisterung hielt sich in Grenzen…
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#34   Friedrich Spee   20:44:41 | Dienstag, 9. Dezember 2008
Tja – weg ist er…
Nunja – wegen welchem Beitrag wurde der nette Atheisti denn gesperrt? Ich fand ihn ja ganz amüsant.
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#33   atheisti †   20:03:07 | Dienstag, 9. Dezember 2008
Friedrich, mein Friedrich
eine dumme und unpassende Frage!
Die Qualität meines Weines ist nicht an dem Missbrauch abertausender Kinder verantwortlich! Die Fußballergebnisee interessieren mich nicht, sind aber auch für das unsägliche Leid, das Kleriker der heiligen, wahren, römischen und katholischen Kirche verursachen, ohne jeden Belang!
Und dass alle 3 Sekunden ein Mensch an Hunger verreckt, sollte auch einem Katholen, so fern er die Praxis seiner religiösen Überzeugung vor das theoretische Für-Wahr-halten irgendwelcher Glaubenssätze stellt, nicht gänzlich gleichgültig sein!
Empfehle, weniger aus dem Bauch heraus zu posten!
atheisti, kopfschüttelnd
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#32   Friedrich Spee   19:22:40 | Dienstag, 9. Dezember 2008
Atheisti:
Wie stehts bei Ihnen? Reden Sie auch nur über wirklich richtig wichtige Themen mit Ihren Mitmenschen? Ist Ihr Gesprächsthema permanent das Verhungern 1000der Kinder am Tag; oder sind Sie etwa ein normaler Mensch und reden auch über solch belangloses wie über den Geschmack eines guten Weines oder die Ergebnisse der Fussballbundesliga?
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#31   atheisti †   19:18:42 | Dienstag, 9. Dezember 2008
Noch andere Themen
Wer ist kahtolischer, hat den würdigsten Ritus, betet in der richtigen Sprache, liebt den Papst und die Kirche mehr usw.? Passt die Handkommunion, dürfen Jugendliche in der Messe tanzen, muss der Text bzgl. der Juden in der Karfreitagsliturgie geändert werden, welche Heilige sind an welchem Tag zu verehren, wirkt der Teufel hoer oder dort, ist die Marienerscheinung echt usw.?
Ja, zweifellos ganz wichtige Fragen!
Das spielen doch solche Lappalien keine Rolle:
Ein früherer Pfarrer einer Bottroper Kirchengemeinde hat drei sexuelle Übergriffe auf einen 1994/1995 zwölfjährigen Jungen zugegeben. Die Staatsanwaltschaft geht von häufigerem Missbrauch aus. In der Anklageschrift ist von 15 z.T. besonders schweren Fällen die Rede. Die Schwester des Opfers habe den Pfarrer angezeigt. Sie wurde ebenfalls von ihm missbraucht. Allerdings sind diese Taten verjährt. Der Familie waren die Taten bekannt, sie brach den Kontakt zu dem Pfarrer ab, erstattete aber keine Anzeige.
atheisti, erschüttert
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#30   Friedrich Spee   19:07:18 | Dienstag, 9. Dezember 2008
Atheisti
Es ist uns nicht egal -aber es gibt eben auch noch andere Themen. (punkt)
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#29   atheisti †   18:21:44 | Dienstag, 9. Dezember 2008
Darüber regen sie sich auf
das jedoch scheint ihnen egal zu sein, den Katholen:
Der pädophile Pfarrer, der in einem bayerischen Internat in Lebenhan mindestens 16 Jungen missbrauchte, hat den Papst um Amtsenthebung. Im Orden wird er – mit Auflagen – verbleiben dürfen. Strafrechtlich sind alle Taten verjährt. Der zuständige Provinzial der Ordensprovinz behält sich angesichts des Ausmaßes der Missbrauchshandlungen vor, in Rom die kirchenrechtliche Verjährung aufzuheben. Dann wäre ein kirchl. Strafprozess möglich. Was bedeuten würde, dass er wohl in ein Priesterseminar oder altersheim strafversetzt würde, vielleicht auch in ein Nonnenkloster. Die Nonnen sind gottesfürchtig und wagen nichts zu sagen. Denn wohin sollte eine Nonne, wenn sie heute aus ihrem Kloster rausgeworfen wird.
Die Kirche, Abbild der Menschenfreundlichkeit Gottes, hat mir der Religionslehrer erzählen wollen, weil er meine Tochter unbedingt missionieren wollte! Der war bei mir richtig, das kann ich euch sagen!
atheisti, noch immer freudig grinsend
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#28   Marcelus   15:45:58 | Dienstag, 9. Dezember 2008
Der US-Kongress ist für den Ungeborenenmord nicht mehr zuständig
sondern das US-amerikanische Höchstgericht (Supreme Court), nachdem dieses den Ungeborenenmord aufgrund einer klagenden US-Bürgerin (Roe vs. Wade) legitimiert hatte, und erklärt hatte das Leben beginne mit der Geburt, davor gäbe es kein Leben.
Die klagende US-Bürgerin wurde aber viel später überzeugte Abtreibungsgegnerin.
Revisioniert könnte das US-Supreme-Court-Urteil nur durch den Supreme Court selbst werden, und dessen Mitglieder werden auf Lebenszeit durch den US-Präsidenten ernannt.
Dieses US-Höchstgericht hat ja leider schon allerhand unsinnige rassistische Urteile in der US-Vergangenheit gefällt die später im heutigen US-Amerika undenkbar sind.
Ex-US-Präsidentenkandidat John McCain gilt allerdings, im Gegensatz zu seiner Ex-Vizepräsidentenkandidaten Palin, als liberaler Konsensrepublikaner und es wäre gar nicht sicher gewesen dass er auch bei anstehenden Ernennungen die richtigen Entscheidungen getroffen hätte.
Und da ist bei einer Wahlentscheidung Obama vs. McCain doch die aktuelle Kriegspolitik des Weißen Hauses das entscheidendere Wahlkriterium, auch für Katholiken.
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#27   Friedrich Spee   15:32:13 | Dienstag, 9. Dezember 2008
Regina1961 / Marcelus
Marcelus: So ist es. Hinzu kommt noch, dass der amerikanische Präsident gar nicht die Macht hätte, in den Bundesstaaten ein Abtreibungsverbot durchzusetzen. Únd allgemein, was Obama angeht: Lassen wir ihn doch erstmal machen, bevor wir anfangen zu kritisieren. :-)
Regina: Wirklich eingrenzen können wir Abtreibungeb nur durch
1) Aufklärung und Verhütung
Aufklärung worüber? Seien Sie ehrlich: Heutzutage weiß in den westlichen Ländern jedes 10jährige Mädchen bescheid, wo die Kinder herkommen, und wie man das verhüten kann. Was wollen Sie da noch aufklären?
2) Mitgefühl
Mitgefühl für was?
3) Verbesserung der Lebensbedingungen für Mütter und Kinder
Wie gut müssen die Lebensbedingungen denn sein, damit ein Mädchen nicht „gezwungen ist, sein Kind umzubringen“?
Reichen Wohnung, Essen, Ausbildungsmöglichkeiten, betreutes Wohnen, staatliche Hilfen nicht aus? Was solls denn noch sein? Müssen werdende Mütter demnächst eine Yacht am Gardasee zur Verfügung gestellt bekommen, damit sie ihr Kind nicht töten?
Nein, Regina: Die Lebensbedingungen sind in den westlichen Ländern heute so gut wie noch nie zuvor – und die Abbruchrate so hoch wie nie zuvor. Es liegt nicht an den ach so furchtbaren Lebensbedingungen.
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#26   Marcelus   15:15:54 | Dienstag, 9. Dezember 2008
Der Ungeborenenmord ist in Kriegszeiten sicher nicht das einzige Kriterium für die Wahl des
USA-Staatsoberhauptes und -regierungschefs.
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#25   Regina 1961   15:07:43 | Dienstag, 9. Dezember 2008
@Vorposter
Glauben Sie wirklich, daß die Wahl obamas auch nur eine Abtreibung verhindern bzw. wegen dieser Wahl auch nur eine Abtreibung mehr durchgeführt werden wird? Letztendlich liegt es doch an uns Frauen, nicht an der Politik. Wenn mein Bauch mir gehört, mache ich damit was ich will. Kind hin, Abtreibung her. So sieht die Realität aus. Überall auf der Welt. Wirklich eingrenzen können wir Abtreibungeb nur durch Aufklärung, Verhütung und Mitgefühl und Verbesserung der Lebensbedingungen für Mütter und Kinder. Alles andere ist nur eins: Augenwäscherei und billiges Gerede.
Regina
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#24   Friedrich Spee   14:53:47 | Dienstag, 9. Dezember 2008
Krak des Chevaliers: Alternativen
Was also wäre Ihrer meinung nach die „katholische“ Alternative zu Obama in den USA gewesen? Bush zum Beispiel hat die Abtreibung auch nicht verboten (auch wenn er sie nicht unterstützt hat), dafür aber mehrere Kriege vom Zaun gebrochen.
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#23   Krak des Chevaliers   14:49:51 | Dienstag, 9. Dezember 2008
Barak Obama
unterstützt die lebensfeindliche Organisation Planed Parenthood und den Homofaschismus. Für Katholiken ist dieser Mann, vor dem nur gewarnt werden kann, völlig inakzeptabel. o.O
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#22   Friedrich Spee   14:43:16 | Dienstag, 9. Dezember 2008
Cutty Sark: Ich verstehe.
Das was Sie sagen leuchtet mir ein. Die Problematik ergibt sich aus der – durchaus sinnvollen – ärztlichen Schweigepflicht.
Danke, hab es verstanden. :-)
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#21   Cutty Sark   13:58:28 | Dienstag, 9. Dezember 2008
Arkanum
Danke :-) –-------
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#20   Arkanum/kreuts.net †   13:31:57 | Dienstag, 9. Dezember 2008
stimmt, Cutty Sark, so ist die Situation in Deutschland
(siehe auch hier). www.junge-mamas.de/faqabbruch.htm
Im übrigen stimme ich Regina zu, was die Verhütung betrifft – viele Abtreibungen sind mangelnder Vorbeugung geschuldet und damit vermeidbar, auch bei Erwachsenen.
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#19   Cutty Sark   13:22:52 | Dienstag, 9. Dezember 2008
Friedrich Spee
die Abtreibung gilt als medizinischer Eingriff in den Körper der Mutter, unabhängig davon, wie alt diese ist. Ist sie minderjährig, aber in einem Alter, der sie so verständig erscheinen läßt, dass sie den Eingriff und dessen Folgen versteht, kann nur sie – und nur sie allein – die Einwilligung in den Eingriff geben. Würden dies Eltern tun, dürften die Ärzte den Eingriff nicht vornehmen, da es dann eine rechtswidrige Körperverletzung (der Mutter) wäre. – – Das Kind spielt bei der ganzen „Geschichte“ leider keine Rolle. –-
Eine Einwilligung der Eltern in den Eingriff ist rechtlich nicht notwendig, wirkungslos, schlichtweg einfach nicht vorgesehen.
Wenn eine solche Jugendliche zu ihrem Arzt geht, der eine Schwangerschaft feststellt, darf er den Eltern diese nicht mitteilen (wenn so weit verständig, dass sie versteht s.o.). Weil schweigepflichtsverletzung. Ebenso wäre es eine Verletzung der ärztlichen Schweigepflicht, wenn der dann für die Abtreibung zuständige Arzt den Eltern den Wunsch der Jugendlichen zur Abtreibung mitteilen würde.
Die Eltern können also schon denklogisch gar keine Einwilligung erteilen, weil rechtlich schon verhindert wird, dass der Arzt ihnen die Schwangerschaft der Minderjährigen überhaupt erzählt.
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#18   Friedrich Spee   13:01:12 | Dienstag, 9. Dezember 2008
Toter Alter Mann
Nehmen wir an, eine Minderjährige wird ungewollt schwanger. In diesem Alter ist man der Verantwortung für ein eigenes Kind oft nicht gewachsen
Tja. So ist das wohl. Aber auch Minderjährige müssen für das gradestehen, was sie angestellt haben. Ein Kind kommt ja nicht einfach so aus dem nichts.
zumal es für manche bedeuten würde, die Ausbildung abzubrechen und damit die existentielle Grundlage aufs Spiel zu setzen.
Das ist Unsinn, ich bitte um Verzeihung. Auch ein Schwangeres Mädchen kann eine Ausbildung machen und wenn es mit Kind apäter gar nicht geht, dann gibts die Möglichkeit, das Kind zur Adoption freizugeben. Die Schwangerschaft an sich verhindert eine Ausbildung vielleicht 2 Monate lang, so vom 7. Monat an eben.
Ich bin mir der heiklen Problematik bewusst, aber warum sollte eine Siebzehnjährige nicht abtreiben dürfen, während es eine Neunzehnjährige darf?
Ganz einfach: Auch die Neunzehnjährige sollte nicht dürfen. Ideal wäre es, es wäre ganz verboten (bis auf wenige Ausnahmen – Stichwort: medizinische Indikation). Aber solange es so ist wie es ist, sollten Kinder eben eine solche Entscheidung nicht alleine treffen dürfen. Ein Kind ist nunmal bis zu seinem 18. Lebensjahr nicht voll geschäftsfähig und auch nicht voll für seine Handlungen verantwortlich.
Ebenso könnte man fragen: „Warum darf ein 17jähriger nicht alleine Auto fahren und ein 18jähriger darf das?“
Irgendwo muss man schliesslich die Grenze ziehen für eigenverantwortliches Handeln.
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#17   Regina 1961   12:58:57 | Dienstag, 9. Dezember 2008
Das Problem
ist doch, daß viele Jugendliche ohne Sinn und Verstand an die Sexualität herankommen. Da wird ausprobiert und versucht, was das Zeug hält. Und wer zahlt am Ende die Zeche: Das ungeborene Kind mit seinem Leben. Daher müßte man Jugendliche viel früher im Umgang mit Verhütung vertraut machen. Keuschheitsgerede nützt da nicht viel. Verantworteter Umgang mit Sexualität. Aber da sind wir meilenweit von entfernt.
Regina
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#16   Kunstmaler †   12:56:35 | Dienstag, 9. Dezember 2008
Toter Alter Mann
Jeder Mensch, weiß instinktiv, was in diesem Leben recht ist und was nicht – es ist nun sehr wohl eine moralische Sache, ob ein Kind abgetrieben wird oder nicht – wurscht, unter welchen Voraussetzungen.
Es bleibt, sofern abgetrieben wird – eine Leiche zurück und diese Leiche ist ein unschuldiger Mensch.
Jeder Mensch, der dies zulässt, ob es ein Mann ist, der eine Frau dazu zwingt oder eine Frau, die dies tut – man wird sich vor Gott dafür rechtfertigen müssen.
Schön, dass Sie Abtreibungen nicht befürworten, aber man darf diese auch nicht verharmlosen unter dem Mantel der „angeblichen Unschuld“ der Schwangeren.
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#15   Arkanum/kreuts.net †   12:52:52 | Dienstag, 9. Dezember 2008
@ Toter alter Mann
In Deutschland kann auch die Siebzehnjährige ohne Zustimmung der Eltern abtreiben.
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#14   Toter Alter Mann   12:52:46 | Dienstag, 9. Dezember 2008
Kunstmaler
Mein Beitrag war auch nicht dazu gedacht, Abtreibung grundsätzlich zu befürworten.
Er bezog sich lediglich auf die Rechtslogik: Wer A sagt, muss auch B sagen, wer Volljährigen die Abtreibung erlaubt, muss es zwangsweise auch Minderjährigen gestatten. Schließlich kann sich eine Minderjährige hierzulande auch ohne Kenntnis/Einverständnis die Pille verschreiben lassen.
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#12   Toter Alter Mann   12:42:17 | Dienstag, 9. Dezember 2008
@Friedrich Spee:
Nehmen wir an, eine Minderjährige wird ungewollt schwanger. In diesem Alter ist man der Verantwortung für ein eigenes Kind oft nicht gewachsen, zumal es für manche bedeuten würde, die Ausbildung abzubrechen und damit die existentielle Grundlage aufs Spiel zu setzen.
Das soll natürlich keine Rechtfertigung sein. Nur, verbessert es die Situation, wenn die Eltern ihrer Tocher verbieten, das Kind abzutreiben? Müsste es den Eltern dann nicht auch umgekehrt erlaubt sein, der Tochter die Abtreibung vorzuschreiben?
Ich bin mir der heiklen Problematik bewusst, aber warum sollte eine Siebzehnjährige nicht abtreiben dürfen, während es eine Neunzehnjährige darf? Was berechtigt die Eltern, ihrer Tochter diese „Bürde“ aufzuerlegen?
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#11   Weißer Ritter   12:39:47 | Dienstag, 9. Dezember 2008
Obama und Abtreibung
@FS: Bitte lesen Sie den Zeit-Artikel. Allerdings argumentieren Sie derart dämlich (VT), daß ich glaube, daß Sie gar nicht an echter Information interessiert sind. Wahrscheinlich glauben Sie auch an den Storch, der die Kinder bringt.
Zu Obamas Abtreibungsplänen:
Barack Obama für freie Abtreibung und Kindestötungen? info.kopp-verlag.de/…kindestoetungen.html
Zitat: Obama strich zudem zwei Senatorinnen von seiner Liste der unterstützen Personen, als sie für das Verbot der grausamen »Partial-Birth-Abortion« (Teilgeburts-Abtreibung) stimmten.
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#10   Konrad   12:34:01 | Dienstag, 9. Dezember 2008
Einen so klugen Kommentar
hätte Konrad den neokonservativen Legionären (Millionären) gar nicht zugetraut.
Es stimmt: Barack Obama, der gewählte Präsident der USA, ist ein anständiger, höflicher, intelligenter und sympathischer Mann, der Vertrauen verdient hat. Die Polemik von HLI richtet sich selbst als unchristlich und schadet extrem dem Anliegen des wirklichen Lebensschutzes. Dieses kan nur im unermüdlichen Dialog und durch Bewusstseinsbildung gestärkt werden.
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#9   Friedrich Spee   12:16:06 | Dienstag, 9. Dezember 2008
Weißer Ritter: O nein!
Meine Güte – immer diese dämlichen Verschwörungstheorien… NWO, was soll das konkret sein?
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#8   Weißer Ritter   12:13:40 | Dienstag, 9. Dezember 2008
Neokonservatismus
Wann merken die Katholiken endlich, daß Neokonservatismus extrem antikatholisch ist und damit zu verurteilen ist? Neokonservative beten den Mammon Geld an, nicht Gott.
Bei Obama hat man mehr und mehr den Eindruck, daß seine Wahl eine großangelegte Täuschung der Öffentlichkeit ist.
Man muß fast befürchten, daß er der „Neuen Weltordung“ (NWO) zum Durchbruch verhilft – auch unter dem Jubel vieler „Konservativer“. Damit könnte er zum Wegbereiter des Antichristen werden. Das ist zwar eine gewagte These, aber ganz auszuschließen ist dies inzwischen nicht mehr.
Auch ein Joschka Fischer zeigte sich in einem Zeit-Artikel entsetzt, daß Europa eventuell nicht jubelnd in die „Neue Weltordung“ marschiert. Er wird auf jeden Fall alles tun, um diesen Vorgang zu beschleunigen. Und der neue Grünen-Chef sowieso.
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#7   Friedrich Spee   12:11:44 | Dienstag, 9. Dezember 2008
Toter Alter Mann
Nun, soweit ich weiss dürfen sich bei uns Minderjährige vernünftigerweise nichtmal eine Schönheits-OP machen lassen, weil sie die Folgen derselben nicht überschauen können. Und die Folgen derselben sind ja, verglichen mit der Tragweite einer Abtreibung, geradezu ein Witz.
Ein Kind / Jugendlicher macht so manchen Blödsinn in seinem jungen Leben – eben weil er nicht sehr weit in die Zukunft zu schauen in der Lage ist.
Der Unterschied liegt selbstverständlich nicht im objektiven Ergebnis einer Abtreibung – in beiden Fällen wird ein Menschenleben ausgelöscht.
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#6   Toter Alter Mann   11:59:54 | Dienstag, 9. Dezember 2008
Friedrich Spee: Ist das ernsthaft so, dass Minderjährige abtreiben lassen können,
ohne die Eltern zu informieren??
Wieso denn nicht? Wo ist der Unterschied zu einem Abtreibungsverfahren bei Volljährigen?
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#5   M.H.   11:38:26 | Dienstag, 9. Dezember 2008
Das Christliche am Kreuz
Das Vokabular auf kreuz.net stimmt nachdenklich. Es ist auffällig, welche Nähe mittlerweile zur säkularen Presse besteht. Dabei regieren scheinbar zunehmend der Generalverdacht, der Rundumschlag, die Indifferenz der Begriffe und ein permanenter Anklageton. – Die Redaktion hat sich im Untertitel „Katholische Nachrichten“ auf die Fahnen geschrieben, katholisch sind zunehmend nur noch die Objekte der Nachrichten und Berichte, ein „Kreuz“ immer häufiger die Art der Darstellung. Man kann die Redakteure nur „beglückwünschen“, es ist Ihnen gelungen, bei diesem Medium kaum mehr einen Unterschied zu kirchenfernen und glaubensfremden Medien feststellen zu können. – Aber es ist mehr als Schade, dass unter dem Wort Kreuz derzeit so wenig christlicher Journalismus zu finden ist. Und da spielt es keine Rolle, von wem und über was in der Kirche berichtet wird! Der christliche Anspruch der Nächstenliebe kennt kein selektives Moment. – Die Hoffnung, dass dies wieder in und zwischen den Zeilen erfahrbar wird.
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#4   Friedrich Spee   11:31:36 | Dienstag, 9. Dezember 2008
Berrnado: „Vorgesehen“?
auch die von eingen Staaten vorgesehene Regelung, daß bei Abtreibungen, die an Minderjährigen durchgeführt werden sollen, ei8ne Benachrichtung/Einverständniserklärung der Eltern zu erfolgen hat.
Ist das ernsthaft so, dass Minderjährige abtreiben lassen können, ohne die Eltern zu informieren??
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#3   Lorenz   11:30:36 | Dienstag, 9. Dezember 2008
neokonservativ
Ein Moslem, der einen Christen in sein Haus einlädt und freundlich bewirtet, würde einen Glaubensbruder, der zum Christentum konvertiert, abstechen.
Ein Protestant, der die Katholiken als seine Schwestern und Brüder im Glauben schätzt, würde einem protestantischen Konvertiten zum Katholizismus vor die Füße spucken.
Ein Katholik, der Moslems und Protestanten als Mitgläubige an den einen Schöpfergott achtet, rümpft über einen papst- und traditionstreuen Mitkatholiken die Nase.
Einem Kreuz.net-Redakteur, der über einen altliberalen Bischof geduldig lächelt, geht bei dessen neonkonservativen Pendant das Messer in der Tasche auf.
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#2   Bernado   11:19:41 | Dienstag, 9. Dezember 2008
Gotthard demonstrierte Unwissenheit mit der Frage:
„Welchen Angriff soll Herr Obama planen?“
Schon mal was von FOCA gehört, dem „Freedom of Choice Act“, dessen Unterzeichnung Herr Obama als eine seiner ersten Maßnahmen zugesichert hat?
Mit FOCA erhält das „Recht auf Abtreibung“ eine Art „Über-Verfassungsrang“. Damit würden sämtliche einschränkenderen Gesetze der Bundesstaaten aufgehoben – z.B. auch die von eingen Staaten vorgesehene Regelung, daß bei Abtreibungen, die an Minderjährigen durchgeführt werden sollen, ei8ne Benachrichtung/Einverständniserklärung der Eltern zu erfolgen hat.
Irgendwelche Aktivitäten zur Einschränkung von FOCA wären als verfassungswidrig verboten. Dahingehende Anstrengungen von Kirchen und Religionsgemeinschaften würden zum Verlust ihres Status als gemeinnützige Vereinigungen führen.
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#1   Gotthard   10:20:47 | Dienstag, 9. Dezember 2008
Angriff
Weiß Hoopes nichts von dem Abstimmungsverhalten dieses Mannes, der einen bisher nie gekannten Angriff auf die Ungeborenen plant.
Welchen Angriff soll Herr Obama planen?
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