10:03:57 | Dienstag, 9. Dezember 2008
Die neokonservative Ordensgemeinschaft der Legionäre Christi imitiert seit Jahren die Jesuiten. Inzwischen ist sie auch dabei, wie die Jesuiten zu enden.

Webseite der Legionäre Christi.
(kreuz.net) Am 5. November rieben sich katholische Leser der US-Wochenzeitung ‘National Catholic Register’
die Augen.
In dem Leitartikel erklärte Herausgeber Tom Hoopes nach der Wahl des Blut- und Homo-Politikers
Barack Obama: „Obwohl wir in vielen Dingen anderer Meinung sind, habe ich Obama immer geschätzt.“
Der
‘National Catholic Register’ gehört der Ordensgemeinschaft der Legionäre Christi und wird von dieser
kontrolliert.
Höflich und anständig?Obama sei ein „höflicher und anständiger“ Mensch – schwärmte
Hoopes. Er rief auch dazu auf, den neuen US-Präsidenten zu respektieren:
„Barack Obama ist eine eindrückliche
Persönlichkeit, die von vielen Leuten bejubelt wird, die in ihrem Herzen pro-life sind, aber ihre pro-life
Prinzipien bei der Wahlentscheidung nicht umgesetzt haben.“
Darum sei es nicht nötig, daß sich Katholiken
ins Abseits begäben: „Wir können diesen Mann respektieren und seine aufregenden Errungenschaften in
Ehre halten und gleichzeitig die Kommunikation mit unseren Nachbarn in Sachen Recht auf Leben offenhalten.“
Der Tag der Obama-Wahl sei nicht das Ende eine Ära, sondern eine Bodenwelle in der Straße: „Das ist
ein Tag, um Obama und seinen Anhängern zu gratulieren. Ihr habt etwas Großes getan. Laßt uns zusammenarbeiten,
um die Grundprinzipien Amerikas zu unterstützen – alle von ihnen.“
Blankes EntsetzenHw. Tom Euteneuer –
Präsident der Lebensbewegung ‘Human Life International’ – ist über Hoopes Leitartikel entsetzt.
Die
Legionäre Christi seien inzwischen „offiziell Teil des Problems, nicht Teil der Lösung“ – erklärte
er in einer Stellungnahme, die von Matt C. Abbot auf der Webseite ‘RenewAmerica’ veröffentlicht wurde.
Hw. Euteneuer erinnert in diesem Zusammenhang auch an einen Priester der Legionäre Christi.
Dieser
hatte im letzten Jahr auf dem konservativen US-Sender Fox News die Ablehnung der kirchlichen Lehre zur
Geburtenregelung durch den neokonservativen katholischen Journalisten Sean Hannity verteidigt.
Das war
nach Hw. Euteneuer „schlimm genug“.
Doch der Leitartikel in der Zeitung ‘National Catholic Register’
zeige, daß die Legionäre einem weiteren verführten Vertreter erlaubt haben, in ihrem Namen und unter
ihrer Aufsicht zu sprechen.
Das Fazit von Hw. Euteneuer: Die Legionäre „sind jetzt offiziell Teil des
Problems, nicht Teil der Lösung.“
Was heißt da „wenn“?Hoopes sei zwar ein Laie, aber er tanze nach
der Pfeife der Legion: „Er sollte sofort für seinen absurden Unterstützungskommentar für Barack Obama
entlassen werden.“
Hw. Euteneuer empört sich auch an Hoopes Aussage, wonach kein US-Bürger den Präsidenten
fürchten müsse.
Doch Hw. Euteneuer berichtet von sich, selber von Agenten des Generalstaatsanwaltes
besucht worden zu sein: „Das sind keine Pfadfinder“.
Die Ungeborenen in den USA hätten allen Grund,
den Präsidenten zu fürchten: „Aber offenbar können wir die Ungeborenen übersehen. Denn nach Ansicht
von Hoopes ist Obama »ein höflicher und anständiger« Herr.“
Hoopes sei offenbar der Auffassung, daß
man einfach eine kleine Meinungsverschiedenheit mit Obama haben könne, wenn dieser es wage, die wehrlosen
Ungeborenen anzugreifen.
Doch das zeige den ganzen Irrsinn seines Kommentars: „Was heißt da »wenn«?
Weiß Hoopes nichts von dem Abstimmungsverhalten dieses Mannes, der einen bisher nie gekannten Angriff
auf die Ungeborenen plant.“
Völlig verrannt„Man könnte über diesen furchtbaren Leitartikel noch
mehr sage, aber ich würde die Nächstenliebe verletzen, wenn ich weiterginge.“
Der Geistliche erinnert
daran, daß ‘Human Life International’ in der Vergangenheit mit dem ‘National Catholic Register’ zusammengearbeitet
hat, um die Schrecken der Kultur des Todes aufzudecken. Aber er habe die Nase voll vom Ausverkauf der
eigenen Position:
„Wir weigern uns mit Entschiedenheit, Teil des Problems zu sein. Ich werde sofort unser
Abonnement für diese Zeitung abbestellen und andere ermutigen, das gleiche zu tun.“
„Die Legion hat
sich in dieser Sache völlig verrannt. Ich werde diese Pflichtvernachlässigung einer Ordensgemeinschaft
nicht unterstützen, die behauptet, die Kirche zu repräsentieren und den Heiligen Namen Christi trägt.“
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M.H. 11:38:26 | Dienstag, 9. Dezember 2008