Der Papst holt sich seinen theologischen und äußerlichen Doppelgänger an die Kurie. Die Ernennung könnte auch kircheninterne Streitigkeiten in Spanien lösen.
Der neuernannte Präfekt der Liturgiekongregation bei einer Priesterweihe im Alten Ritus.
(kreuz.net, Vatikan) Papst Benedikt XVI. ernannte heute den Erzbischof von Toledo, Antonio Kardinal Cañizares
Llovera (63), zum neuen Präfekten der Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung.
Gleichzeitig nahm der Heilige Vater den Rücktritt des bisherigen Präfekten, Francis Kardinal Arinze
(76) an.
Die Ernennung ist seit Monaten in den Medien bekannt.
Der kleine Ratzinger
Antonio Cañizares
Llovera erblickte am 15. Oktober 1945 in Utiel in Südostspanien das Licht der Welt.
Er promovierte an
der Päpstlichen Universität Salamanca mit einer katechetischen Dissertation.
Im Juni 1970 empfing er in Sinarcas in der Diözese Valencia die Priesterweihe.
Im März 1992 ernannte ihn Johannes Paul II. zum Bischof von Avila. Vier Jahre später wurde er von Johannes
Paul II. zum Erzbischof von Granada befördert. Seit Oktober 2002 war er Erzbischof von Toledo und Primas
von Spanien.
Kardinal Cañizares gilt als der konservativste unter den spanischen Kardinälen. Es wird
ihm auch eine besondere Übereinstimmung mit der Theologie des Papstes nachgesagt.
Die beiden kennen
sich seit vielen Jahren. Sie teilen die gleichen Vorstellungen über die Kirche und die Gesellschaft.
Deswegen und wegen seines Aussehens wurde er in Spanien „kleiner Ratzinger“ genannt.
Angenehmer Nebeneffekt?
Die Versetzung des Kardinals nach Rom könnte auch einer gewissen Beruhigung der innerkirchlichen Lage
in Spanien dienen.
In der Vergangenheit traten Spannungen zwischen ihm und dem Erzbischof von Madrid,
Antonio Kardinal Rouco Varela (71), in der Frage der Bischofsernennungen zutage.
Kardinal Rouco ist der
gegenwärtige Präsident der Spanischen Bischofskonferenz.
Ihm verdankt Kardinal Cañizares seine kirchliche
Karriere. Über lange Zeit herrschte zwischen beiden eine große Harmonie.
Am Sitz der Spanischen Bischofskonferenz
sprach man von den „drei Antonios“ – Antonio María Kardinal Rouco, Antonio Kardinal Cañizares und der
Jesuit und Weihbischof von Madrid, Mons. José Antonio Martínez Camino.
Doch diese Troika brach auseinander,
weil Kardinal Cañizares nach Medienberichten zur Überzeugung kam, daß die „kirchliche Glaubwürdigkeit“
im Spanien der kirchenfeindlichen Sozialisten auf dem Spiele stand.
Er soll sich in diesem Zusammenhang
„nicht den Kriterien unterworfen und lästig“ gewesen sein.
Mit der Ernennung versucht der Vatikan möglicherweise
auch, die Zeit der Konfrontation mit der sozialistischen Regierung zu beenden und Verständnis und Zusammenarbeit
in der gegenwärtigen Legislaturperiode zu fördern.
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62 Lesermeinungen
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@Guttenberger Zitat: Der Hinweis auf den Einzug unseres Herrn in Jerusalem hinterläßt nicht nur enen
reaktionären, sondern sogar ausgesprochenen epigonenhaften Eindruck. Schließlich vollzieht sich Entwicklung
immer im Spannungsfeld von Innovation und Tradition, wie es auch der Konservative sieht. Mensch, warum
sind Sie nicht Politiker gewordern? Die sagen auch mit vielen Worten nichts! Oder wollen Sie ernsthaft
behaupten, Ihr o. g. Sermon hätte einen tieferen Sinn? Spruchblasen-Blabla, mehr nicht. Aber, er entbehrt
nicht einer gewissen Komik, dafür sei Ihnen zumindest Dank gesagt.
@Roma locuta: Sie sagen es selbst: Die Kriege waren verursacht wegen anderer Glaubensüberzeugungen die
die protestantischen Herrscher ihren Untertanen aufzwingen wollten – wie dies auch die katholischen Herrscher
mit ihren Untertanen getan haben, und kein Herrscher hat das Recht seinen Untertanen seine Glaubensüberzeugung
aufzuzwingen: Der Hauptgrund des 30jährigen Krieges lag darin dass es keine Trennung zwischen dem Herrscherstaat
und den Glaubensüberzeugungen der Bürger gab.
#60 Roma locuta 15:05:42 | Donnerstag, 11. Dezember 2008
@marcelus Quatsch; die europäischen Kriege resultierten zum großen Teil daher, dass die Staaten gegen
die Kirche gekämpft haben. Wo Kriege verhindert wurden, geschah dies oft durch die Kirche, der sich die
Staaten beugten. Kriege zwischen Protestanten und kirchentreuen Herrschern bzw. Völkern resultieren aus
dem Protestantismus und nicht aus mangelnder „Trennung zwischen Staat und Kirche“; wenn es den Protestantismus
nicht gäbe, würde er auch nicht gegen die Kirche streiten, erst Recht nicht im Verein mit Staaten, die
sich gegen die Kirche gestellt haben (wie zB im 30jährigen Krieg der Fall).
#59 Marcelus 11:45:17 | Donnerstag, 11. Dezember 2008
Die Trennung zwischen irdischem Staat und Glaubensüberzeugungen ist eine große(Wieder-)Errungenschaft
für die ganze Welt und hätte Europa die Glaubenskriege zwischen Katholiken und Protestanten erspart,
und auch die Kriege der Papstsouveraine, Kriege die Christus für seine Kirche nie wollte.
Schleppe Die Schleppe sieht schön und würdig aus, und das alleine genügt für ihre Berechtigung. Der
Hinweis auf den Einzug unseres Herrn in Jerusalem hinterläßt nicht nur enen reaktionären, sondern sogar
ausgesprochenen epigonenhaften Eindruck. Schließlich vollzieht sich Entwicklung immer im Spannungsfeld
von Innovation und Tradition, wie es auch der Konservative sieht. Es gibt in der r.-k. Kirche nun einmal
zwei Richtungen: die Feierliche, die alle Möglichkeiten zu einer Liturgie zuläßt die sie zum Abbild
der himmlischen Liturgie macht, und die zisterziensische und die franziskanische, die sich einer einfachen
Schlichtheit verpflichtet weiß. Die Anhänger der beiden Richtungen sollten ihre eigene Sicht nicht ideologisieren.
Mit Triumphalismus hat die Schleppe genauso viel zu tuen, wie die Lüneburger Heidschnucke mit der christlichen
Seefahrt. Triumphalistisch war damals, und das wurde immer schamhaft verschwiegen, des einseitige „Du“
des Klerus gegenüber Erwachsenen.
#54 Gunsenum 19:37:03 | Mittwoch, 10. Dezember 2008
@nochein Landorganist Wieso? Seit mehreren Jahren machne sie es so. Mithin ist es historisch. und in einen
historischen Kontext darf ich das schon stellen, da in einer anderen Zeit ein normativer Vergleichspunkt
namens Jesus es eben nicht so tat. Ende der Übertragung.
#53 Günther-Georg 18:31:59 | Mittwoch, 10. Dezember 2008
Triumphalismus als Lebensgefühl? Man kann nur hoffen, daß Ihr Beitrag ironisch gemeint war; ansonsten
könnte man wirklich den Glauben (an die Menschheit) verlieren!
Triumphalismus Triumphalismus ist das einzige dem Katholiken angemessene Lebensgefühl. Das wahre Verbrechen
der letzten Jahre bestand darin, sinnlose Milliarden für die weltweite Zerstörung des Kultus beim Fenster
hinauszuwerfen, Geld, das man den Hungrigen der Welt gestohlen hat, um es ideologiebesessenen Neuerern
in den Rachen zu werfen!
#51 MartinBieger 13:28:18 | Mittwoch, 10. Dezember 2008
Ich glaube nicht das da was falsches geschrieben habe.Christus hat der Mensch am Herz gelegen und nicht
Pomp und Protz. Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon Lk16,9
Gunsenum und was macht die FILIALE der PIUSBRÜDER draus? Kitsch, Stuck, Pomp, Alabaster, Zierrat und
Pseudobarock. Klar, daß die lange Kardinalsschleppe in der Bildserie hier auf Anklang stößt. ein wenig
protestantische Nüchternheit wäre angebracht! Sie haben aber komische Ansichten von einer „historischen
Feststellungen“!
#49 Gunsenum 13:19:34 | Mittwoch, 10. Dezember 2008
@noch ein LAndorganist Du, Herzchen, DIESEN Lehrstuhl habe ich nun wirklich nicht und ihn auch nicht im
Visier, keine Panik. Nebenbei erlaubte ich mir lediglich eine historische Feststellung zu geben, und keine
Forderung abzusetzen!
#47 MartinBieger 13:00:18 | Mittwoch, 10. Dezember 2008
Nicht nur die Piusbrüder auch bei der übrigen Kirche wird nicht gekleckert sondern geklotzt. Schaut
euch doch nur mal die Nobelkarossen an mit denen die durch die Gegend kutschiert werden. Wenn man bedenkt
das Jesus auf einem Esel angeritten kam. Dem muss das doch wie der Blanke Hohn vorkommen-
#46 Gunsenum 12:56:45 | Mittwoch, 10. Dezember 2008
In Sackleinen und Latschen ging Christus durchs Land… …und was macht die FILIALE der PIUSBRÜDER draus?
Kitsch, Stuck, Pomp, Alabaster, Zierrat und Pseudobarock. Klar, daß die lange Kardinalsschleppe in der
Bildserie hier auf Anklang stößt. ein wenig protestantische Nüchternheit wäre angebracht!
#45 Rottenburg 12:49:37 | Mittwoch, 10. Dezember 2008
Danke Frasim Danke für Ihre Oberlehrerhaften Bemerkung. Klar, die Gebetsstätte Wigratzbad www.gebetsstaette.de/
ist ja bekannt dafür, dass sie dem deutschen Gremien- und antirömischen Linkskatholiszismus verfallen
ist…!
@Rottenburg Vorsicht, bitte nicht verwechseln: Kardinal Kasper geht in Wigratzbad ein und aus (naja, er
war ein paar mal dort…), nicht jedoch beim dort ebenfalls ansässigen Seminar der FSSP, das ist ein
kleiner, feiner Unterschied! Aber den kapieren in der Regel die wenigsten…
#41 Heinz Josef 09:03:08 | Mittwoch, 10. Dezember 2008
Wenn die lange Schleppe sein neues Erkennungszeichen wird … Dann wollen Prieter auch wieder Schleppen.
Natürlich nicht ganz so lang. Da kriegt die kirche wieder Aufsehen
@Gotthard – hat Ihnen Ihr Psychiater erlaubt wieder im Internet Ihre Ergüsse zu verbreiten?? Mal abgesehen,
daß designierte Cañizares Llovera laut +.net blablabla und so schön und der kleine Ratzinger blablabla…
doch nirgends ist zu erkennen wie groß Cañizares Liebe zu Jesus Christus in der Nachfolge des überlieferten
Ritus und Glauben. Vielmehr ist zu lesen, daß diese Seele wohl eher ein V-II-Vertreter ist. Und somit
sind alle Register gesetzt und für die Seelen nichts gewonnen! Christus regnat, Christus vivat, Christus
imperat!
#38 Rottenburg 00:11:12 | Mittwoch, 10. Dezember 2008
Der neue Ritus! Aber der Präfekt scheint wohl einen Herz für verschiedene Riten zu haben. Bei ihm daheim
gabs ja diesen de.wikipedia.org/…/Mozarabischer_Ritus!
#36 Rottenburg 00:02:41 | Mittwoch, 10. Dezember 2008
Zur Beruhigung Auch Kardinal Kasper www2.allgaeu.org/…ornet/kardkasp01.htm geht in bei der Petrusbruderschaft
ein und aus. Und deswegen ist er nicht gleich ein Neo-Konservativer, wie es sich die Schismatiker von
FSSPX gerne wünschen würden… o^/
#35 Erzengelchen † 23:35:10 | Dienstag, 9. Dezember 2008
Cappa Magna My ten favorite arguments against the Cappa Magna… …and the explanation why I love them
so much 10.: It is medieval If you consider that historically/culturally the middle ages ended in the
early/mid 16th century (at the latest) and the cappa magna as we know it today was introduced in 1464
and never officially abolished afterwards, 30 feet of scarlet watered silk are as medieval as a Corpus
Christi Procession. 9.: It is expensive So are the computers that certain people use to operate blogs
in which they ridicule friendly, generous and pious Catholic bishops and Cardinals, who were caught wearing
the cappa magna. So the „sell the unnecessary stuff and donate the money to some good cause“-mantras only
seem to hit home so much, don’t they, guys? At least the prelates don’t insult people with gruesomely
ignorant weblogs. Then again, they don’t have to. They got a life and probably way more attention than
they want sometimes. 8.: It is unbiblical I don’t think I even have to comment on that, do I? 7.: It is
pure splendor Exactly! 6.: It is self-aggrandizing And it is therefore in stark contrast to the aforementioned
self-righteous snipers who with childish slander and blatant sarcasm unjustly judge those they don’t understand,
and consider themselves the self-anointed future of pure and clean Catholic Christianity.
#30 Gotthard 19:58:30 | Dienstag, 9. Dezember 2008
Schleppe Bei unserem Schützenfest trägt die Königin auch schon mal eine lange Schleppe, die von den
Königsadjudanten getragen wird… da muss ich schon immer kopfschüttelnd grinsen. Warum soll es diesem
Kardinal anders ergehen? Diese Priesterweihe scheint das reine Kostümfest gewesen zu sein…
Wenn der neue Präfekt … … alte Messen liest, sogar bei Priesterweihen – dann müssen sich die Gegner
dieses Ritus fragen, wie lange ihre Position noch haltbar ist. B16 fährt hier eine ganz klare Linie,
offensichtlich – wie Phönix aus der Asche steht der alte Ritus aus den Trümmern des Konzils auf, und
lässt sich durch keinen Ochsen und keinen Esel aufhalten.
@atheisti Sagen Sie mal, sind Sie eigentlich noch zu retten?! Ihre Zeilen zeugen von Null-Benehmen und
dem oft zu beobachtendem Internet-Poster-Syndrom: Entgleisungen sowohl was Inhalt, Ausdruck und Benimm
betrifft.
atheisti Ja, jetzt bin ich beschämt, weil mir dieser Gedanke nicht gekommen ist. Wollte eigentlich nur
die sachliche Kompetenz der Schreibenlinge hier etwas abklopfen!
Die Bildergalerie wird ja immer größer! Darf ich mich so wichtig nehmen, dass ich mit meinem schönen
Link darauf aufmerksam gemacht habe! Ich mach mir die Freude einfach mal Bitte keine Gegenworte
#13 Günther-Georg 17:05:49 | Dienstag, 9. Dezember 2008
Einfach schrecklich Ob die Veröffentlichung eines derart schrecklichen Bildes wie jenes des neuerannnten
Präfekten mit Schleppe wirklich für Euch produktiv ist. Selbst einen hartgesottenen Fundamentalisten
muß doch schaudern, wenn er noch ein wenig von der ursprünglichen Botschaft erahnt!
LandorganistII Äußerlicher Doppelgänger??? Wer spendiert der angeblichen Redaktion mal eine Brille?
Das ist ein wirklich BEACHTENSWERTER Beitrag Ihrerseits und inhaltlich sehr zielführend!!
#10 Marcelus 16:35:14 | Dienstag, 9. Dezember 2008
Bereits bei der Beerdigung Pius XII. hatten sich einige Kardinäle zusammengetan und beim Begräbnis ausdrücklich
wieder die längere Variante der mehreren Meter lange Kardinalsschleppe getragen die Pius XII. um einige
Meter zurechtgekürzt hatte, zu lesen in einem Erinnerungswerk des liberalen Theologen P. Häring.
#9 PhilippNeri 16:26:25 | Dienstag, 9. Dezember 2008
@Freinsberg Die „Schleppe“, wie sie von Ihnen genannt wird, wurde von Johannes XIII. in dieser Form wieder
eingeführt, nachdem Pius XII. sie verstümmelt hatte.
#2 Glöckner † 13:56:30 | Dienstag, 9. Dezember 2008
So wenig wie kreuz.net doggelgängig mit der Katholischen Kirche ist, so wenig ist der ein Doppelgänger
des Papstes! Die Redaksion leidet wohl an Astigmatismus mit erheblicher Hornhautverkrümmung, und nicht
nur daran!!!!!