Orden
Die Karmelitinnen ziehen aus
Die Schwestern habe keine andere Wahl. Der Altersdurchschnitt liegt bei 76 Jahren. Zwei der vierzehn Nonnen sind pflegebedürftig.
Die Karmelitin lebt abgeschieden von der Welt für Gott allein.
Die Karmelitin lebt abgeschieden von der Welt für Gott allein.
(kreuz.net, Aachen) Die vierzehn Schwestern des Karmelitinnen-Klosters an der Lousbergstraße in Aachen werden im Mai ausziehen.

Das berichtete die ‘Aachener Zeitung’ am 12. Dezember.

Die 4.900 Quadratmeter große Klosteranlage soll verkauft werden. Der Erlös ist für den Unterhalt der Ordensfrauen bestimmt.

Es gibt schon mehrere Interessenten für die Immobilie. Das große Areal liegt in einer der besten Aachener Wohnlagen.

„Wir sind traurig, daß wir ausziehen, aber uns bleibt nichts anderes übrig“ – erklärte die Priorin, Schwester Mechthild Kretschmer, vor der ‘Aachener Zeitung’.

Das Leben im Kloster war für die Gemeinschaft zu beschwerlich. Das Haus ist zu groß und nicht altersgerecht.

Der Altersdurchschnitt der Ordensfrauen liegt bei 76 Jahren – zwischen 37 und 94 Jahre. Zwei Schwestern sind pflegebedürftig.

Vorkonziliare Karmelitinnen
Der Orden der Karmelitinnen ist eine Gemeinschaft des Gebets und der Buße.Prozession der Schwestern im streng klausurierten Klostergarten anläßlich einer Profeß.In Buße und Abgeschiedenheit sucht die Karmelitin eins zu werden mit dem Gekreuzigten.

Erst im Juli haben die Schwestern deshalb ihre Hostienbäckerei, die neben Spenden den Lebensunterhalt deckte, aufgegeben.

Der bischöfliche Beauftragter für den Orden der Karmelitinnen, der frühere Dompropst Herbert Hammans, bestärkte die Nonnen zu bleiben.

Auch die Nachbarschaft wollte die Schwestern behalten. Ein Architekt sicherte sogar Hilfe für eine altersgerechte Ausstattung und bei der Betreuung der zwei pflegebedürftigen Nonnen zu.

Eine Nachbarschaftsinitiative schlug vor, nicht benötigte Teile des Klosters schrittweise für betreutes Wohnen und Pflegebedürftige aus der Nachbarschaft auszubauen.

Das Hilfsangebot der Nachbarn mußte die Priorin zurückweisen: „Da wäre ein Leben nach unseren Regeln nicht möglich.“

Deshalb ziehen die Karmelitinnen ins Franziskanerinnen-Kloster am Aachener Lindenplatz.
      
15 Lesermeinungen
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#15   waldemar hammel   16:50:08 | Mittwoch, 17. Dezember 2008
Es gibt auch Neugründungen …
Mal keine Panik, es werden ja nicht nur alte Gemeinschaften aufgegeben, wie jetzt in Aachen, sondern auch neue installiert, wie zB bei Monschau/ Gut Reichenstein (60 km südl. von Aachen), eine neue Klostergemeinschaft (ich glaube, es gehen dort „LeFebres“? an den Start).
Ich vermute, der Zerfall des Klosterwesens liegt an der Selbstzufriedenheit der Gemeinschaften, an ihrem gewollten Hermetizismus, mit dem man halt leider keine neuen „Kunden“ begeistern kann, als Beispiel genau die Aachener Karmeliterinnen, die helfende und durchaus tragfähige Angebote zur Wiederbelebung verweigerten. Da steckt eine gehörige Portion tumbes Gewohnheitsdenken, Arroganz und Hochmut dahinter, Eigenschaften, die gerade von solchen Gemeinschaften überwunden werden/ überwunden sein sollten.
Wenn ich mich richtig erinnere, war Jesus weltzugewandt und kein obskurer Eigenbrötler, und Gott soll angeblich ein lebendiger Gott sein, der im Hier und Jetzt stattfindet und nicht in angstbesetzter, weltabgewandter Eigensüchtelei.
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#14   Regina 1961   14:53:14 | Montag, 15. Dezember 2008
Hätten diese Karmelitinnen…
…nicht in ein anderes Karmelitinnenkloster wechseln können? Oder unterscheiden sich die einzelnen Klöster so sehr?
Regina
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#13   Müller   10:14:54 | Montag, 15. Dezember 2008
@Siegfried:
Da vermischen sich Unwissen und Halbwahrheiten zu einem gefährliche Mix von naivem Geschreibsel!
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#12   Gotthard   21:28:44 | Sonntag, 14. Dezember 2008
@ursula
Es ist so traurig dass so alte Klöster wegen Nachwuchssorgen aufgegeben werden müssen.
über das Alter kann man wirklich streiten! Dieser Karmel besteht seit 1870 …
Aachener Karmel …irche-im-bistum-aachen.de/…en-aachen/index.html
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#11   Benedikt   21:04:28 | Sonntag, 14. Dezember 2008
@ Siegfried
Priester die nicht sofort den neuen Weg gehen wollten, wurden laisiert.
Quelle?
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#10   Siegfried   20:54:56 | Sonntag, 14. Dezember 2008
Die Karmelitinnen ziehen aus, ebnenso viele andere kirchliche Orden
Die Theologen und jungen Priester, welche nach dem VK 2 wie wildgewordene Feger durch die Kirche eilten haben gründlich aufgeräumt.
1. alle kirchlichen Internate, die (konvikt) viele junge Knaben für die Mutter Kirche interessierten wurden geschlossen.
2. Die Bischöfe sofort in Rente (75 Jahre), dadurch hatten die gläubigen Priester keinen Schutz,die Priesterseminare wurden entleert.
3. Priester die nicht sofort den neuen Weg gehen wollten, wurden laisiert. PP Paul VI. wird heute noch von den Modernisten für diese Personalpolitik gelobt und als Heilig verehrt.
Dieses paulinische Zerstören erfolgte über Nacht. Die besonders Modernen wurden sofort Bischof, der Modernisten konnten nicht so schnell auf die Bäume, so wie er zum Bischof ernannt wurde.
Sofort wurde der schulische Religionsunterrricht beendet und der neue katholische Ethikunterricht eingeführt.
Das Konzil hat die Möglichkeit des ständigen Diakonates eingeführt. Die Bischöfe haben diese Möglichkeit gleich übersprungen und dafür die ewig faulen Laien im pastoralen Dienst eingeführt. Männer aus diesem Umfeld lehnen das Diakonat (Weiher) ab, sie sehen ihre Aufgabe in der Hilfe für die Frauen, damit diese alle kirchlichen priesterlichen Ämter übernehmen können. Dies geben diese ewig jungen Jugendlichen (die Anwesenden in den Jugendkirchen, Frauenkirchebn usw. aber keine Pfarrei mehr ) in allen Gesprächen zu. Wir sind Diakone ohne Weihe und auch die Frauen. Testamentarisch darf mich keine dieser Personen beisetzen. o^/ :(…
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#9   Heggi   20:25:34 | Sonntag, 14. Dezember 2008
Prof Rempremmerding
Auch Sie haben mit Ihrer Philippika einen Volltreffer gelandet!!!
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#8   walderer   20:23:36 | Sonntag, 14. Dezember 2008
@rempreng: guck dir mal die mini-roeckchen…
… der betroffenen schwestern in aachen an, bevor du hier unsere mitschwestern beleidigst. wie kommst du eigentlich zu solch unverschämten ferndiagnosen und beleidigungen geistlichen schwestern gegenüber, du rüpel!
hier die website: nonnen mit mini-rock …irche-im-bistum-aachen.de/…en-aachen/index.html
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#7   Prof Rempremmerding   19:57:44 | Sonntag, 14. Dezember 2008
Und wieder ein Volltreffer!
Dummschwätzer Rahner entblödete sich in seinem Kommentar zum kleinen Konzilskompendium nicht, den Ordensschwestern ins Stammbuch zu schreiben, daß sie an ihrem Aussterben selbst schuld seien, wenn sie nicht bald den Ballast der Jahrhunderte – insbesondere auch ihre Tracht – in den Mistkübel werfen. Nun erleben wir seit 40 Jahren unsere kecken Konzilstrutscherln mit ihren neckischen Miniröckchen, Minischleiern, Minikonstitutionen und Minigebeten und wundern uns, warum ihre WG’s auch mini werden, bis sie dann endgültig dichtmachen. Das einzige, was bei diesen Damen maxi wird ist ihr Alter und ihre Verblendung. Scheinbar hätten die Mädels doch eher auf ihre heiligen Gründerinnen hören sollen, als auf die hochgelahrten Konzilsperiti! Ein guter Rat: Meine lieben, versucht es mal wieder mit Rückkehr zu Euren Traditionen, wie die Trappisten von Mariawald, und Eure Reihen werden sich sehr rasch wieder mit 18- statt 80- jährigen füllen!
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#6   Heggi   19:56:32 | Sonntag, 14. Dezember 2008
golfi
Da werden hier nun bald die bekannten Vat. II-Heuschrecken wieder auftauchen, um argumentativ alles kahl zu fressen, was an guten Trieben und Früchten im Briloner Wald gereift und gewachsen ist.
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#5   golfi   19:50:28 | Sonntag, 14. Dezember 2008
Karmeliterinnen in Brilon
schaut mal nach Brilon-Wald dort leben Karmeliterinnen deren Altersdurchschnitt sicher unter 50 J. ist.
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#4   Heggi   19:40:28 | Sonntag, 14. Dezember 2008
Liebe Leute!
Ihr habt nichts begriffen!! Das ist der wunderschöne Frühling, den uns Vat. II beschert hat, und der in seiner Milde und seinem Erwachen jetzt schon über 40 Jahre anhält. O:) Eine wahrlich herrliche Zeit. Hosianna!!
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#3   Beatus Theophilus_89   19:31:19 | Sonntag, 14. Dezember 2008
Schluchtz!
:'( Nichts ist ärgerlicher und traugriger als die Schließung eines Seminars, Klosters oder kirchlicher Einrichtung.
Depressiv! :-S
Betet meine lieben Schwestern und Brüder, auch auf Kreuz.net!, dass Gott uns viele Brüder und Schwestern in den Weinberg des Herren schicken möge!
Berufungsgebete findet man im Aushang der Kirche!
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#2   ursula   18:57:08 | Sonntag, 14. Dezember 2008
Karmelitinnen
Es ist so traurig dass so alte Klöster wegen Nachwuchssorgen aufgegeben werden müssen.
Man kann nur beten.Herr schicke Arbeiter in deinen Weinberg.
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#1   carolusmagnus   17:44:51 | Sonntag, 14. Dezember 2008
Ausverkauf im Bistum Aachen geht weiter…
Der Ausverkauf im Bistum Aachen geht weiter. Das Grundstück in Top-Lage wird sicher einen guten Preis erzielen. Einst vermutlich von Spendengeldern der Gläubigen finanziert und nun verschwinden die Millionen hoffentlch nicht auch bei Lehman & Co. Die kirchlichen Abbruchunternehmer in Aachen fahren weiter ihren alten „Titanic-Kurs“ ohne etwas merken zu wollen – Hauptsache die „Kohle“ stimmt…
:'(
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