Kardinal Siri
Ein Messer in der Hand
Er galt zu Lebzeiten als brillanter Prediger. Kürzlich hat der Päpstliche Zeremonienmeister ein interessantes Detail über sein Leben enthüllt.
Die Kardinäle Giacomo Lercaro (†1976) von Bologna, links, und Giuseppe Siri (†1989) von Genua, rechts
Die Kardinäle Giacomo Lercaro († 1976) von Bologna, links, und Giuseppe Siri († 1989) von Genua, rechts
(kreuz.net) Giuseppe Kardinal Siri († 1989) war von Mai 1946 bis Juli 1987 Erzbischof von Genua und erster Präsident der Italienischen Bischofskonferenz.

Der gegenwärtige Päpstliche Zeremonienmeister, Prälat Guido Marini (43), war unter Kardinal Siri Alumne im Priesterseminar von Genua.

Prälat Marini erinnerte sich nach Angaben der Webseite ‘Il Secolo XIX’ vom 13. Dezember an den Kardinal, der auch als großer Redner bekannt war.

Seine Predigten zeichneten sich durch eine große Klarheit aus, mit der er das Evangelium erklärte.

Gleichzeitig konnte der Kardinal – so Prälat Marini – „im Rahmen der eucharistischen Versammlung Gefühle und Emotionen“ preisgeben, weil er die Gläubigen als „seine hochgeliebte Familie“ betrachtete.

Giuseppe Kardinal Siri von Genua
Mons. Giuseppe Siri wird im März 1944 als 37jähriger Weihbischof der Erzdiözese Genua.Im Mai 1946 wird Mons. Giuseppe Siri als Vierzigjähriger Erzbischof von Genua. Bild um 1960.
Im Erzbistum wird es bis zum Tod des Kardinals im Jahr 1989 keine Volksaltäre geben.Kardinal Giuseppe Siri in den 70er Jahren mit der nach dem Zweiten Vatikanum abgeschafften Cappa magna.

Sein 1980 auf Italienisch (Deutsch 1982) erschienenes Buch "Gethsemani" ist eine Abrechnung mit Theologen wie Karl Rahner († 1984) und Henri de Lubac († 1991).

Prälat Marini erinnert sich, daß unter den Seminaristen der Erzdiözese bekannt war, daß der Kardinal beim Predigen ein kleines Taschenmesser bei sich trug.

Er benützte es, um sich damit zu stechen, wenn seine Emotionen während einer Predigt Überhand nahmen:

„Ich glaube, daß dieses kleine Geheimnis, das an die Öffentlichkeit gelangte, wahr ist“ – erklärt der Prälat:

„Diese Tatsache bestätigt, sofern das überhaupt notwendig gewesen wäre, die große Empfindsamkeit der Seele des Kardinals, die innersten Gefühle, die er zur Geltung kommen ließ, und seine delikate und intensive Liebe für die Dinge Gottes“ – so Prälat Marini.
      
11 Lesermeinungen
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#11   Rodolfo Panetta   16:38:08 | Dienstag, 31. Januar 2012
Eine unvergessene Priestergestalt, wie wir sie heute selten finden!
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#10   Sohn des Lichtes   18:49:18 | Donnerstag, 18. Dezember 2008
@Prof Rempremmering: Den Päpsten seit 1958 (D.G.K.) ist keine Irrlehre in ihren Dokumenten
nachzuweisen, auch wenn Paul VI. und Johannes Paul II. eindeutig liberale Katholiken waren (aber immerhin nichtdogmenleugnende Katholiken) und schändliche Taten gegen den göttlichen Kult (Verfolgung der kanonisierten Römischen Messe zugunsten einer Neuen Messe) gesetzt haben und die Irrlehrer nicht bekämpft haben und diese sogar, obwohl Irrlehrer und damit Nichtkatholiken, in höchste Ämter befördert haben, obwohl Nichtkatholiken Ämter der Kirche nicht gültig innehaben können, und das würde ja auch für das Papstamt gelten das gleichfalls nur Katholiken innehaben können.
Jeder, der sich mit dem päpstlichen Lehramt bis 1958 ernstlich beschäftigt hat, kann sich nur wundern, daß man dessen haarsträubende Irrlehen, denen man auf Schritt und Tritt in seinen Dokumenten begegnet, unwidersprochen hingenommen hat, ja in scheinkonservativen Kreisen einfach nicht zur Kenntnis nehmen wollte, und sich damit tröstete, daß der Herr ja „marianisch“, will heißen „medjugorianisch“ war, und eine von der traditionellen katholischen Lehre vollkommen verschiedene neue Lehre vertrat. Quousquetandem…!
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#9   haher   18:08:07 | Donnerstag, 18. Dezember 2008
„Diese Tatsache bestätigt, sofern das überhaupt notwendig gewesen wäre, die große Empfindsamkeit …
der Seele des Kardinals, die innersten Gefühle, die er zur Geltung kommen ließ, und seine delikate und intensive Liebe für die Dinge Gottes“ –
Diese Tatsache und die Tatsache, solches als „katholische Nachricht“ für erwähnenswert zu erachten, bestätigt viel mehr, dass manchen Zeitgenossen der gesunde Menschenverstand abhanden gekommen ist und sie nicht mehr alle Tassen im Schrank haben. Ich nenne solches Tun einfach „Klerikal SM“ …
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#8   Prof Rempremmerding   19:28:07 | Dienstag, 16. Dezember 2008
Alois Bischof
Ihre Ausführungen sind wohl nicht stricto sensu belegbar, würden jedoch, wenn sie wahr wären – was man nicht von vorneherein ausschließen kann – manches erklären. Daß Wojtyla der von der Loge im 19. Jh. avisierte Papst war, der seine fanatisierten Anhänger glauben ließ, unter der Fahne Petri zu marschieren, während sie in Wirklichkeit dem Banner der Loge folgten, ist für mich sonnenklar. Jeder, der sich mit dem päpstlichen Lehramt bis 1958 ernstlich beschäftigt hat, kann sich nur wundern, daß man dessen haarsträubende Irrlehen, denen man auf Schritt und Tritt in seinen Dokumenten begegnet, unwidersprochen hingenommen hat, ja in scheinkonservativen Kreisen einfach nicht zur Kenntnis nehmen wollte, und sich damit tröstete, daß der Herr ja „marianisch“, will heißen „medjugorianisch“ war, und eine von der traditionellen katholischen Lehre vollkommen verschiedene neue Lehre vertrat. Quousquetandem…!
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#7   Theologicus Haereticus   17:10:03 | Dienstag, 16. Dezember 2008
Alois Bischof (Das Phantom) haut mal wieder drauf!
Und gibt seinen geistigen Müll von sich. Manchmal ist es sogar recht unterhaltsam, solche Spinnereien zu lesen.
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#6   PhilippNeri   12:32:10 | Dienstag, 16. Dezember 2008
@FioreGraz
…aber, sind Freimaurer und Kommunisten nicht das Gleiche? Man könnte höchstens präziser formulieren, daß die Freimaurerei zwangläufig im Kommunismus kulminiert.
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#5   FioreGraz   12:19:25 | Dienstag, 16. Dezember 2008
Doppelt gemoppelt hält besser
Nicht ein Verschwörungstäter sonder gleich 2 Liebkinder müssen Schuld sein wenns um ne Verschwörung im Konklave geht. Freimaurer und Kommunisten.
LG
Fiore
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#4   clarissa colonia   11:59:32 | Dienstag, 16. Dezember 2008
Nach Angaben des CIA, des FBI und einiger Schriftsteller
gab es Massenvernichtungswaffen im Irak – leider hat sie bislang niemand gefunden. Wie war das noch einmal mit den fraglichen Konklaven?
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#3   Alois Bischof   11:42:46 | Dienstag, 16. Dezember 2008
Nach Angaben der CIA, der FBI und einiger
Schriftsteller, wurde Kardinal Siri 1958 und 1963 zum Papst gewählt und hatte bereits den Namen Gregorius XVII. angenommen, als von außen Drohungen eingingen seitens der marxistischen Staaten im Osten, und seitens der Französischen Freimaurerei und der B’nai-B’rith-Organisationen. Danach wurde Papst Siri zum Amtsverzicht bewegt (manche sagen „ungültigerweise gezwungen“), und nach langen Abstimmungen bekamen wir dann Johannes XXIII. Mit den bekannten Katastrophen für die Kirche durch die Pastoralsynode des II. Vatikanums.
Bei den Wahlen 1978 galt Kardinal Siri immer noch als Favorit der konservativen Kräfte, weil er den Novus Ordo Missae nur ‘ad orientem’ und auf Latein zelebrierte und so auch seine Priester weihte (nach neuem Ritus jedoch). Er hätte der Restauration der Kirche geholfen und war jahrzehntelang freundschaftlich mit Erzbischof Lefebvre verbunden (bis 1988).
Im Jahre 1978 stand ein lächelnder Kardinal Siri hinter Johannes-Paul II. auf dem Balkon der Petersbasilika.
Dies scheint Behauptungen zu widerlegen, denen nach Kardinal Siri „Traditionalist“ gewesen sei, und immer noch gültiger Papst gewesen sei bis zu seinem Tode, und nur unter Bedrohung mit dem Tode, dazu bewegt wurde JP2 zu unterstützen und anzuerkennen, während er selber angeblich wußte, er sei immer noch Papst und sollte im geheimen trotz einer täglichen Überwachung für seine Nachfolge eintreten.
www.thepopeinred.com/
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#2   lykos   11:26:10 | Dienstag, 16. Dezember 2008
na und?
„si non e vero, e ben trovato!“
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#1   Confiteor   11:03:45 | Dienstag, 16. Dezember 2008
Harikiri auf der Kanzel?
damit die Emotionen nicht
so gewaltig um sich schlagen.
Wem hilft die Indiskretion
zum persönlichen Glauben?
Das ist unzulässige
Nachtkastlstöberei und
gehört nicht in ein
katholisches Forum… ^-^ ^-^ ^-^
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