Ein ehemaliges Münchner Museum gibt sich gegenwärtig der Lächerlichkeit preis. Es gibt nur noch eine Lösung – für die Institution zu beten. Von Romuald Maurer.
(kreuz.net) Das hat es mit Sicherheit noch nie gegeben: Mehr als zweihundert Menschen versammelten sich
in München vor dem dortigen Haus des Frosches – das vormalige „Haus der Kunst“.
Die Menschen protestierten
mit einer Sühneandacht gegen zwei pubertäre gotteslästerliche Exponate.
Auf der Treppe zum Eingang
stand ein Mann. Er trug ein Kruzifix. Daneben war ein Spruchband mit der Aufschrift „Schluß mit Gotteslästerung!“.
Anlaß
der Veranstaltung war das Machwerk „Zuerst die Füße“ des an seinem Alkoholismus zugrundegegangenen Gotteslästerers
Martin Kippenberger († 1997).
Es handelt sich um einen etwa einen Meter hohen grünen gekreuzigten Frosch,
der die Zunge herausstreckt. Im einen Vorderbein hält er einen Bierkrug und im anderen ein Ei.
Dieses
Produkt hat dem „Haus des Frosches“ seinen neuen Namen gegeben.
Schon bei ihrer Zurschaustellung in Bozen
in Südtirol im letzten Sommer hatte die pubertäre Frosch-Plastik die Empörung unter anderem von Südtirols
Landeshauptmann Luis Durnwalder – „respekt- und geschmacklos“ – sowie des vatikanischen Staatssekretariats –
„die religiösen Gefühle vieler Menschen verletzt“ – erregt.
Das zweite blasphemische Produkt im ‘Haus
des Frosches’ ist eine Photographie von Andres Serrano mit einem Kruzifix, das in einen Behälter mit
Blut und Urin getaucht ist.
Im Gegensatz zu Bozen hatte in der ehemaligen Bischofsstadt von Papst Benedikt
XVl. bisher niemand gegen den Kippenberger-Frosch protestiert.
Darum entschloß sich das deutsche ‘Civitas’-Institut,
stellvertretend für alle Münchner Christen, die sich nicht mit Blasphemie unter dem Deckmantel der Kunst
abfinden, am dritten Adventssonntag zu einer Sühneandacht einzuladen.
Pater Firmin Udressy – Leiter
des Priorats der Priesterbruderschaft St. Pius X. in München – leitete die Andacht. Er sagte in seiner
Ansprache:
„Wenn wir die Liebe des Heilands am Kreuz betrachten, können wir gegenüber der Profanierung
des Kreuzes im Namen einer sogenannten Freiheit der Kunst nicht gleichgültig sein.“
Christus ist – so
Pater Udressy – aus Liebe zu uns Mensch geworden, aus Liebe zu uns gestorben und hat aus Liebe zu uns
sein Blut vergossen:
„Es tut uns leid, wenn wir sehen, daß diese Liebe verschmäht wird, daß so viele
Menschen, für die Christus gestorben ist, ihn verachten und auf seine Liebe nicht antworten wollen“.
Mit dieser Andacht, „wollen wir des Leidens Christi und der Gottesmutter Mariae gedenken und Sühne für
die Blasphemien leisten so viel wir tun können“.
Nach dem Lied „O du hochheilig Kreuze“ und dem Credo
wurde der Rosenkranz gebetet.
Es folgten die Bittrufe an die Patrona Bavariae und schließlich das Sühnegebet
zum Heiligsten Herzen Jesu, in dem es unter anderem heißt:
„In der Kraft deiner Gnade wollen wir wiedergutmachen,
was unsere eigene Schuld und was die Schuld der anderen gegenüber Deiner großen Liebe vernachläßigt
hat.“
Mit dem Segen und dem Gesang „Christus vincit“ klang die Andacht aus.
Dieser folgten auch Besucher,
die das Froschhaus verließen, teils interessiert, teils befremdet, teils wohlwollend.
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#126 für die Kirche 13:39:36 | Mittwoch, 17. Dezember 2008
@Frollein Rottenmaier: eben diesen Buddha-Kitsch finde ich auch nicht in Ordnung. Es ist alles postkolonial,
was Sie geschildert haben. Die anderen, nicht westlichen Kulturen werden zum Wellness, Kitsch, Konsum.
Aber ernst nehmen sie die westlichen modernen Menschen eben nicht. Sie haben Respekt vor allen Kulturen
verloren. Der Buddhismus ist ja keine Religion im Westen, sondern ein Konsumphänomen. Daher regen die
angebliche Buddhisten im Westen sich auch gar nicht auf.
Mißbrauch und Profanisierung religiöser Symbolik ja, privat kann dieser Frosch auch herum liegen. Es
juckt mich auch nicht. Aber versuchen Sie mal, diese mit Kondom verzierte Budda-Figur mal öffentlich
ausstellen. Dann kommen Sie wieder u. erzählen, was die öffentliche Reaktion ist. Ich habe zwar noch
keine mit Kondom verzierte Buddha-Figur gesehen, aber die Profanisierung religiöser Symbolik macht hierzulande
auch vor dem Buddhismus nicht Halt. Besuchen Sie mal einen Gartencenter oder einen Baumarkt und schauen
Sie sich an, wie viele scheußliche Ton- oder Keramikbuddhas Sie dort für den Garten erwerben können.
Was noch vor 10 Jahren die Gartenzwerge waren, sind heutzutage die Buddhas. Zwischen Unkraut, Tulpen und
Radieschen lächelt in deutschen Gärten ein Gautama. Na Mahlzeit! Und in jedem Ramschladen finden Sie
den kleinen Plastikbuddha für den Setzkasten oder die Fensterbank ab 1 Euro. Nein, ich finde das ganz
sicher nicht prickelnd, eher ziemlich geschmacklos! Aber soll ich mich ernsthaft drüber aufregen? Da
gibt es Wesentlicheres und gerade Gelassenheit war ja auch eine von Gautamas Stärken…
Tja, werter bwv, vielleicht ist das die Nacht der bitteren Wahrheiten: Beim 166 StGB kommt es tatbestandlich
eben auf die Eignung zur Störung des öffentlichen Friedens an. Da ist es gleichermaßen beschämend,
daß dazu weder fraglicher Frosch, noch das größte katholische Internetportal der Welt taugen – wobei,
letzterem Umstand kann man gewiß noch einen Funken Hoffnung abgewinnen – oder nicht?
#123 bwv232 01:21:53 | Mittwoch, 17. Dezember 2008
@ clarissa colonia Sehr gehrte clarissa colonia, nicht, daß der Eindruck entstünde, ich bemühte mich,
das Produkt zu rechtfertigen oder den Produzenten zu exkulpieren. Keineswegs wollte ich ihnen so etwas
unterstellen. Zum Abschluss vor dem zu schlafen gehen nur noch eine Überlegung. Wäre etwa ein Angriff
auf den Glauben, der KEINE Empörung mehr auslöst, überhaupt zu bestrafen? Wo lebendige Religiosität
vergangen ist und an ihrer statt abstrakte Überzeugungen getreten sind, kann ja schon per Definition
keine Blasphemie begangen werden. Ich kann nur dort beleidigen, wo irgendwelche tatsächlichen Überzeugungen
vorhanden sind. Bleibt die Empörung aus, so ist auch mit der Religiosität vorbei. Wenn der Angriff auf
die Glaubensüberzeugung keinen Widerstand erzeugt, kann folglich auch mit extremer Hetzte keine Blasphemie
erzeugt werden. Um es mal weniger abstrakt zu sagen, wenn ich hier im +net den Kardinal XY als ein Stück
Sch… bezeichne, ist das erst dann Blasphemie, wenn sich jemand tatsächlich darüber empört. Ansonsten
wäre das einfach nur sehr schlechter Stil. Also haben die etwa 70-80 Empörten vor dem Haus der Kunst
vielleicht auch die Aufgabe, stellvertretend so etwas wie eine lebendige Religiosität zum Ausdruck zum
bringen, unabhängig, ob ihr Protest nun faktisch irgendwelche Folgen hat. Den Frosch habe ich übrings
diesen Sommer anlässlich eines Pilgermarsches nach Asissi selber in Augenschein genommen und ich fand’s
eher traurig als empörend, vielleicht fehlt mir schon was? viele Grüß…
Werter bwv, nicht, daß der Eindruck entstünde, ich bemühte mich, das Produkt zu rechtfertigen oder
den Produzenten zu exkulpieren. Nur fehlt es der Justitz aus verschiedenen, u. a. den dargelegten Gründen
im vorliegenden Fall an konkreter Handhabe. Außerdem sind die Herren und Damen der Justiz keinerwegs
scharfsinnige Denker, was Sie ja mühelos an vorliegenden Beispielen erkennen können; Sie wissen ja:
„Er war ein guter Jurist und auch sonst von mäßigem Verstande“ (aus: Ludwig Thoma, „Der Vertrag“, über
den königlichen Landgerichtsrat Alius Eschenberger).
#121 bwv232 00:51:06 | Mittwoch, 17. Dezember 2008
@ clarissa colonia Tatbestandlich dafür ist nur die objektive, beweisbare Absicht eines Täters, ein
religiöses Bekenntnis verunglimpft oder verächtlich macht, was zur empfindlichen Störung des öffentlichen
Friedens führt. Sehr geehrte clarissa colonia, Wenn Sie jemand [extrem] beleidigigen, verweigern Sie
ihrem Mitbürger die Anerkennung seiner menschlichen Würde, folglich darf der Beleidigte erwarten, das
der Staat via Strafrecht interveniert. Bei der Beleidigung geht es um individuelle Merkmale einer Person,
die über ein normales Mass hinaus nicht verspottet werden dürfen. Bei der Blasphemie geht es um die
fundamentale Merkmale seiner Identität. Warum jemand erwarten darf, etwa von Herrn Raab nicht deswegen
verspottet zu werden, weil er fett ist, andererseits aber überhaupt keinen Schutz genießen sollte, weil
er Katholik ist, ist meiner Ansicht nach nicht einzusehen. Natürlich ist nicht jedes diffuse religiöse
Gefühl per se beleidigungsfähig, sondern nur der ‘normalen’ oder ‘typischen’ Massstab eines durchschnittlichen
Gläubigen. Wobei ich ihnen Recht gebe, es gibt ja auch noch andere Rechtsgüter, etwa das Recht auf freie
Meinungsäußerung, das ebenfalls hohen Schutz genießt und nicht jede [extreme] Äußerung ist dazu geeignet,
den öffentlichen Frieden zu stören. So weit ich weiß wird §166 StGb nur noch bei sehr extrem abfälligen
Aktionen angewandt. viele Grüße
§ 166 (1) StGB dient der Wahrung des Rechtsfriedens. Tatbestandlich dafür ist nur die objektive, beweisbare
Absicht eines Täters, ein religiöses Bekenntnis verunglimpft oder verächtlich macht, was zur empfindlichen
Störung des öffentlichen Friedens führt. 70 oder 80 Mahnwächler sind aber nicht geeignet, als Beweis
für die Störung des öffentlichen Friedens herzuhalten. Außerdem ist auch die Intention des „Künstlers“
unbekannt, der infolge seines Vorablebens dazu auch nicht mehr befragt werden kann. Gefühlte Beleidigungen
sind zweifelsfrei schmerzlich, aber weder beweisbar, noch justitiabel, solange weder die „künstlerische
Aussageabsicht“ bekannt ist, noch sich eine Eignung zur Störung des öffentlichen Friedens erkennen läßt.
Außerdem ist gegen § 166 stets die verfassungsrechtlich garantierte Meinungsfreiheit aus Art. 5 GG abzuwägen.
#119 bwv232 00:16:36 | Mittwoch, 17. Dezember 2008
@ JMX: Blasphemie … … ist ein Verbrechen ohne Opfer Bei §166 StGb – Beschimpfung von Bekenntnissen,
usw. geht es um Handlungen an andere Personen, genauer, um die Störung des öffentlichen Friedens durch
eine Beleidigung, die über das übliche Mass des Erträglichen hinausgeht. Die Frage ist, wer ist eigentlich
das Opfer bei der Blasphemie? Es geht bei § 166 StGb nicht um den Frevel an heilige Objekte oder Dogmen,
das wäre Häresie und die ist in der BRD nicht strafbewehrt. Also was ist dann zu schützen? Ich glaube,
der Schutz von §166 StGb betrifft die Weigerung, religiöse Mitbürger die grundsätzliche Anerkennung
zuzugestehen, das sie ein ernsthafter Teil der Gesellschaft darstellen. Wer etwa religiöse Überzeugungen
pauschal als dumm, ignorant oder abergläubisch bezeichnet, verspottet die Menschen, die ihr Leben nach
derartigen Werten ausrichtet und macht sie quasi zu Idioten. Wer sich weigert, andere Identitäten als
die eigenen anzuerkennen, begeht im Grunde genommen schon Blasphemie. Solch ein Verhalten hat ein Opfer,
nämlich das Gegenüber, und eine Tat, nämlich die Verweigerung, und das ist meiner Ansicht durchaus
ein Grund, §166 StGb in der jetzigen Form beizubehalten, auch wenn er bestimmt nicht oft angewendet wird.
viele Grüße
Lieber Vieira, Verhöhnung der Mutter Gottes oder einfach nur jeck? … so genau will sich unsere Clarissa
Darling nicht festlegen. Sie täte nämlich gerne auf beiden Hochzeiten tanzen. Und da ist freilich jeder
ein Dummkopf, der darauf hinweist, dass das nicht geht.
Werter Viagra, falls Neuigkeiten auch ansonsten so schnell bei Ihnen ankommen, braucht man sich über
den Inhalt Ihrer Zuschriften nicht weiter wundern.
Cara fautrix, das habe ich das gerade mal nachgelesen, weil meiner Erinnerung nicht mehr so ganz zu trauen
ist. In civ. 4, 9 bringt A. sogar die Widerlegung der Auffassung Julians, die ich andernorts zitiert hatte.
Das ist sicher Zu-fall oder divina favens providentia.
#112 für die Kirche 21:19:44 | Dienstag, 16. Dezember 2008
@liebe Clarissa: dann landen wir wieder im wohlvertrauten Hafen. „Soll sie auch betrogen werden“ – ein
kluges Wort, gesprochen von einem großen Geist, der weit über den mediocres steht.
#110 für die Kirche 21:07:32 | Dienstag, 16. Dezember 2008
@liebe clarissa: diese Art, durch Trug u. Schein Geld zu verdienen, wird heute noch als Emanzipation &
Innovation gefeiert, obwohl es sich um alte Tricks handelt. Aber was wollen wir: die Welt will betrügen
u. betrogen werden. So ist der Dinge Lauf, u. es lohnt sich wirklich nicht, sich darüber aufzuregen,
u. dabei den Betrügern noch dienlich zu sein.
Cara fautrix, konnten sie (scil. homines mediocres) anders beeindrucken oder Interesse wecken, täten
sie es wohl, oder? Leider reicht es dann aber nicht für wirkliche Substanz, nur fürs Geldverdienen:
qui latrando falsa fingunt, mergunt simul et confringunt carinam pecuniae (Walter von Châtillon, Quelle:
The Latin Library).
#108 für die Kirche 20:39:00 | Dienstag, 16. Dezember 2008
@liebe Clarissa: Danke für die gütige Zusprache. Es ist schön, eine Freundin wie Sie zu haben. Vielleicht
ist es doch das Beste, solche Provokationen einfach zu ignorieren. Gerade mittelmäßige Geister verwenden
gerne gezielte Provokation als Mittel, um öffentliches Interesse auf ihre an sich uninteressanten Produkte
zu wecken.
Cara fautrix, Ihr Gefühl, und das ist jetzt kein „Sozialpädagogisch“, ist sicher korrekt, denn es ist
ja das Ihre. Und auch ich hege den Verdacht, daß der Produzent dieser Darstellung eine bewußte Provokation,
vielleicht sogar einen gezielten Tabubruch intendiert hat. Aber ich weiß es eben nicht sicher, noch kann
ich es beweisen. Also enthalte ich mich eines Urteils darüber. Untern äußerte ein Zuschreiber die Vermutung,
die Gebetsmahnwache habe vornehmlich die Publicity der Ausstellung erhöht. Obwohl auch hier zurückhaltend,
möchte ich Ihnen Hierzu zwei Beobachtungen schildern: 1951 kam „Die Sünderin“ in die Kinos und man berichtete
mir (später) davon, daß von allen Kanzeln vor diesem Film (wegen einer Szene von ca. 30 sec.) gewarnt
worden ist. Gerade dieses habe aber das öffentliche Interesse an diesem eher mittelmäßigen Film außerordentlich
gesteigert; nach späterer Fernsehvorführung kann ich dessen Mittelmäßigkeit bestätigen. Jahre später,
ich war schon im Dienst, lief in den Lichtspielhäusern „Die letzte Versuchung Jesu“, den ich bis heute
nicht sah. Aufgedrehte Katholiken machten sich – diesmal ohne Kanzelunterstützung – anheischig, gegen
diesen Film zu protestieren, nachdem sie eine (angeblich ausführliche) Inhaltsbeschreibung gelesen hatten.
So traf man auch – von der Lokalzeitung vorab avisiert – einen der alerten Priester der Stadt mit Kerze,
Rosenkranz und Gebetsgruppe gebetsprotestierend vor dem Kino. Das hat dem Film sehr genutzt. Und die Lehre
daraus?
#106 für die Kirche 20:02:40 | Dienstag, 16. Dezember 2008
@liebe clarissa: vielleicht beziehen Sie sich auf eine frühere Äußerung von mir. Naja, bin ich halt
jüristisch ungeschult u. habe mich wohl fahrlässig geäußert. Naja, mein religiöses Gefühl, heutezutage
ist man eigentlich als Katholik an allerlei Verumlimpfungen gewohnt, eigentlich muß man sich gar nicht
mehr aufregen. Man ist müde, und eine Stimme im Herzen sagt: „Gebe Du mal auf: lass die Welt tun was
sie will, was bedeutet Dir schon die Kirche, die Bischöfe regen sich doch auch nicht auf, warum sollst
Du Närrin, sich für die Kirche einsetzen, von der Du keinen Pfennig bekommst?“ Ich glaube, ich bin wirklich
närrisch, denn ich liebe die Kirche, die auch einen Thomas von Aquin hervorgebracht hat.
Bewahre, cara fautrix, warum sollte ich wollen, daß Sie schweigen? Ich unterstelle, Sie fühlen sich
durch fragliche Darstellung in Ihrem Glauben verletzt – das ist ein argumentum ad hominem, das schlechterdings
nicht objektivierbar ist; und wer wäre ich, Ihnen dieses Gefühl ausreden zu wollen. Nur, worauf ich
hinauswollte ist: Es ist noch lange nicht alles Blasphemie wovon jemandes religiöse Gefühle verletzt
sind. Auch ich muß diese Ausstellung nicht zwingend sehen und bin früher auch lieber in die alte Pinakothek
gegangen; dann aber bin ich mit einem Urteil über tatsächliche oder gefühlte Blasphemie sehr vorsichtig.
Werter Leser! Sicher ist es so, daß die Kindheits- und Jugenderlebnisse einen prägenden Einfluß auf
die sprachliche Metaphorik des späteren Erwachsenen ausüben. Ich meine aber, daß es hier kaum jemanden
gibt, der gesteigerten Wert auf tiefere Einblicke in den Koben Ihrer Herkunft legt!
Ähnlichkeiten mit einem bestimmten Artikel in der Süddeutschen Zeitung und der Taz!? Das Klatsch- und
Schundblatt „SZ“ (oder auch KZ-Sonder-Zeitung) hat sich mal wieder in die katholischen Seiten vergriffen!
Da wurde ein humorvoller Artikel gegen Papst und die Kirche geschrieben! Die TaZ (Tageszeitung) schob
damals Ratzinger den Sündenbock zu und veröffentlichte einen Artikel gänzlich in Schwarz mit einer
Aufschrift…(das möchte ich jetzt nicht noch mal erläutern! Dass diesen Münchnern nichts heilig ist
zeigt ja mal wieder diese Provokation von Kunst die von Irren, Alkoholikern von versnobbten Menschen gemacht
wird!
#103 für die Kirche 19:40:25 | Dienstag, 16. Dezember 2008
@liebe Clarissa: juristisch gesehen haben Sie völlig recht. Noch unterstelle ich Ihnen, daß Sie an den
Narrheiten (politische Korrektheit usw.) unserer Zeit Anteil haben sollten. (Meine letzte Zuschrift war
nur etwas polemisch geschrieben, gebe ich zu, aber nicht eigentlich gegen Sie) Ein eigenes Bild möchte
ich mir aber nicht durch den Besuch des Hauses der Kunst verschaffen, denn so lasse ich diese Leute noch
von mir profitieren. Stattdessen werde ich das Geld für die Alte Pinakothek aufsparen. Wenn Sie wollen,
kann ich schweigen. Aber richtig finde ich das alles trotzdem nicht.
Cara fautrix, weder habe ich nach Ikonoklasmus oder Kulturvandalismus gerufen, noch werde ich das tun –
und ich bin auch keine Anhängerin sprachlicher (oder sonstiger) politischer Korrektheit. Ich stelle nur
fest, daß der Auslöser dieses „Sturmes im Wasserglas“ – nämlich die behauptete Blasphemie fraglicher
Darstellung – noch keineswegs bewiesen ist. Darüber könnte uns nur der Produzent Aufschluß geben. Nur
der Umstand, daß sich jemand von irgendetwas verletzt fühlt, heißt nicht, daß etwas getan (gesagt,
produziert, ausgestellt …) wurde, in der Absicht zu verletzen. Ich war nicht in fraglicher Ausstellung
und kann nicht beurteilen, welche Erläuterungen die Kuratoren zu dieser Darstellung gaben. Ich gestatte
mir aber, zu bezweifeln, daß sich die Mehrheit der Echauffierten (hier wie ante portas musei) ein eigenes
Bild verschafft und ein eigenes Urteil gebildet hat – sei es über die Darstellung, sei es über die Intention
ihres Produzenten.
#99 für die Kirche 19:17:02 | Dienstag, 16. Dezember 2008
@liebe Clarissa: dann eben machen wir eine Bildstürmerei. Wir entfernen alles, was politisch unkorrekt
ist, inklusiv den Chorstuhl. Alles, das Märchen von Clemens Brentano soll verboten werden, Jean Paul
soll verboten werden… Weil sie alle gegen die Juden was geschrieben haben. Und der Frosch soll stattdessen
den Platz nehmen.
#98 derLeser 19:15:13 | Dienstag, 16. Dezember 2008
@Eiterspalte wer sich seines Glaubens gewiß sein und sich im „richtigen“ fühlen kann, bedarf des Gezänks
nicht. Wer aber des Gezänks bedarf, kann sich seines Glaubens wohl kaum sicher sein. Wer sich seines
Heiles sicher ist, wird Andersgläubigen mit Liebe und Respekt begegnen aleine dieses extrem schweinsdumme
Geschreibsel offenbart die ganze Erbärmlichkeit deines Denkens und deinen Mangel richtige Schlüsse zu
ziehen.
DANKE MONSEIGNEUR! Wieder einmal sind es einzig die treugebliebenen Katholiken der Tradition, die gegen
die Verhöhnung des göttlichen Erlösers feierlich Protest einlegen und Sühne leisten. Wäre das nicht
eigentlich Pflicht und Aufgabe von Herrn Marx, dem neuen Konkursverwalter der Konzilskirche von München
und Freising? Ach so, der hat wichtigeres zu tun, wie zum Beispiel die Organisation heidnischer Götzenkulte
a la W jtyla zu Füßen der Patrona Bavaria am Marienplatz! Alles klar, Rotary Erzbischof, wir haben
verstanden, was dein Auftrag im ehemals katholischen München ist, das vernichten, was nach Döpfner,
Tewes und Konsorten noch vom katholischen Glauben übrig ist!
Nur volkstümlich, cara fautrix? Hier www.infoladen.net/…tart/judensau_sw.jpg ein Beispiel aus dem Kölner
Gestühl, zur allfälligen alltäglichen Erbauung der hochwürdigsten Kölner Domherren. Nur leider, distinguo,
besteht zwischen der Judensau und dem gekreuzigten Frosch ein klarer Unterschied: Waren die schweinseutersaugenden
Juden an ihrer Kopfbedeckung zwingend als solche zu erkennen, ist hier nicht zwingend evident, daß der
gekreuzigte Frosch eine Persiflage auf unseren Herrn und Heiland sein soll – nichts im Kunstwerk selbst
weist darauf hin; es handelt sich dabei lediglich um eine mögliche Assoziation seitens des Betrachters,
die noch nicht einmal von der entsprechenden Äußerung des Künstlers gedeckt wird.
#95 für die Kirche 19:12:27 | Dienstag, 16. Dezember 2008
@walder: ein schöner Vorschlag, lassen wir also auch die Sau in Ruhe. Wenn nicht die Bemühung mancher
politisch korrekten Menschen hat ohnehin jeder vergessen, was die Figur bedeuten soll. Der Regen hatte
sie sowieso so verungestaltet, daß man nicht mehr genau sehen kann. Wozu dann diese Aufregung.
#93 für die Kirche 18:59:40 | Dienstag, 16. Dezember 2008
@liebe Clarissa: da haben Sie Recht. Eine spätmittelalterliche Verbreitung dieses Thema: Volkstümmliche
Judenfeindlichkeit. Nicht von der Theologie u. Ikonographie der Kirche getragen. Von mir aus kann man
sie entfernen, zum Kalk verbrennen. Um jedoch gerecht zu sein, soll man alle beleidigenden Dinge von der
Öffentlichkeit entfernen. Daher auch den Frosch.
#91 für die Kirche 18:47:48 | Dienstag, 16. Dezember 2008
@liebe clarissa: was Sie hier verlinkt haben, zeigt eine Karikatur. Ich habe auch Karikaturen aus der
Reformation gesehen, die die Katholische Kirche bzw. die Päpste u. Prälaten als Tiere darstellen, u.
natürlich auch umgekehrt. Karikaturen sind aber anders als Ikonographie, und ich glaube, Sie wissen doch
genau den Unterschied. Soweit ich weiß, symbolisieren Säue nicht Juden, die Tiere symbolisieren bei
dem Kirchenbauten oft die sieben Lastern, wie z.B. der Hund den Neid.
#89 für die Kirche 18:39:40 | Dienstag, 16. Dezember 2008
@Sirilo:das ist überspitzt. Diese „Sau“ wurde wohl von damaligen Antisemitischen gesonnenen Laien so
im Volksmund bezeichnet, aber sie symbolisieren nicht die Juden. Es gibt im Mittelalter strenge ikonographische
Regeln, und man kann heute gut feststellen, wo sie wirklich diese Bedeutung haben mag. Wenn sie wirklich
so gedeutet werden soll, dann von mir aus kann man sie auch entfernen. @Walderer: ja, privat kann dieser
Frosch auch herum liegen. Es juckt mich auch nicht. Aber versuchen Sie mal, diese mit Kondom verzierte
Budda-Figur mal öffentlich ausstellen. Dann kommen Sie wieder u. erzählen, was die öffentliche Reaktion
ist.
#88 walderer 18:30:07 | Dienstag, 16. Dezember 2008
@für die kirche also, ich würde mir auch nicht tagtäglich einen gekreuzigten frosch, beispielsweise
am arbeitsplatz, anschauen wollen. aber wenn ich lese, dass im sog. haus des frosches im fernen münchen
ein grüner frosch am kreuz hängt, berührt mich das einfach nicht, genauso wenig, wie wenn mir ein spezl
erzählen würde, er hätte gestern seiner häuslichen buddha-figur ein gebrauchtes kondom mit erdbeer-geschmack
übergestülpt…
@ für die Kirche Sie fragten nach der „Verunreinigung“ von Symbolen anderer Religionen. Kennen Sie die
„Judensau“, die seit Jahrhunderten an christlichen Kirchen die Juden verhöhnt (u.a. am Regensburger Dom
und an der Sebaldus-Kirche in Nürnberg). Bisher zeigt keine Kirchengemeinde die Bereitschaft, diese Bildnisse,
die ausschließlich der Verspottung des Judentums dienen, von den Kirchen zu entfernen. Finden Sie das
in Ordnung?
Cara fautrix, Respekt vor religiösen Symbolen (nicht nur den eigenen, sondern auch denen anderer oder
anders Gläubiger) ist eine Frage der guten Erziehung. Ungeklärt ist aber m.E. im vorliegenden Falle
immer noch, ob hier eine Blasphemie vorliegt. Nur die (zu beweisende) Intention des Produzenten machte
das zur Blasphemie. Ist diese hinreichend bekannt?
#85 für die Kirche 18:20:43 | Dienstag, 16. Dezember 2008
@walder: wer sagt, daß man Angst od. Respekt vor sich braucht? Aber verehren Sie überhaupt Ihren Gott
(Sie sagen, Sie sind katholisch). Wenn Sie Ihren Gott verehren, wie können Sie dann mit gutem Gewissen
zusehen, daß die von Ihrer Kirche als heilig gehaltenen Symbole mißbraucht werden? Das wundert mich.
Sie werden z.B. auch eine Budda-Figur auch nicht so verunzieren wie das Kreuz mit dem Frosch, oder? Und
warum tun Sie das nicht? Weil Sie eben Respekt vor den anderen Religionen haben. Aber warum dulden Sie
dann den Mißbrauch Ihrer eigenen religiösen Symbole?
Na, werter Leser, dann durften wir am heutigen Abend ja mehrere Erkenntnisse gewinnen: a) Über Ihr Wahrheitsverständnis,
das offensichtlich kaum Berührungspunkte mit der Wirklichkeit hat; und b) daß Sie sich selbst als längstens
und ehrlich dumm bezeichnen. Das ist doch schon mal etwas: derLeser – Da weiß man, was man hat, Guten
Abend!
Läßt das, werter Leser, auf Ihre sonstige Konsequenz (z.B. bzgl. der Sünde?) schließen, oder ist das
auch nur leeres Wortgeklingel? Ich dachte, Sie hätten den festen Vorsatz gefaßt (und nicht nur veröffentlicht),
meine Zuschriften fürderhin zu ignorieren, oder täusche ich mich da?
#78 walderer 18:04:51 | Dienstag, 16. Dezember 2008
@für die kirche also ich lege überhaupt keinen wert drauf, dass andersgläubige angst oder irgendwie
übertriebenen respekt vor mir als katholik haben. mir reicht es, wenn ich ungestört meine religion ausüben
kann…
Zuschriften, werter Leser, ich schriebs schon mehrfach, verraten mehr über ihren Autor als über ihren
Adressaten, mein Bester! Wortwahl und Stil lassen auf Ihre Hilf- und Sprachlosigkeit schließen – mehr
nicht. Sie haben mein Mitleid.
#74 für die Kirche 17:55:39 | Dienstag, 16. Dezember 2008
@walderer: eben nicht. Hier gibt es Tabus, die man nicht verletzten darf. Aber sie weichen eben von den
Tabus der europäischen Gesellschaft ab. Gerade weil Europa Tabus aufstellt, muß diese Webseite von den
U.S.A. aus betrieben werden. Ich fordere überhaupt keine Tabus ein, ich stelle fest, daß das Christentum
für die meisten Europärer nichts mehr bedeutet. Eigentlich bedeutet heutezutage nichts Religiöses für
die Leute in Europa. Sie halten aber manche Tabus ein: gegenüber den Juden, weil die Europärer schlechtes
Gewissen haben, daher stellen sie dieses Tabu auf, um ein besseres Gewissen zu haben. Und dann machen
die modernen Europärer noch Halt vor dem Islam, das aus schierer Angst.
#69 Kunstmaler † 17:48:54 | Dienstag, 16. Dezember 2008
defendor …unter dem Deckmantel der „zeitgenössischen Kunst“ tummelt sich die gesamte Gilde der Selbstvergötterer…
Es ist Ihnen natürlich nicht bewusst, aber damit machen Sie mir eine große Freude. Deshalb auch dies
:(3 für Sie.
Und von wem, werter defendor, werden Sie nun verteidigt? Ach, außerdem: Auf welche umfangreiche Feldforschung
kann sich Ihr Urteil über Kunst und Museen stützen – oder verlassen Sie sich da sicherheitshalber auf
Höhrensagen und die Meinungsverbreitung einschlägiger Internetforen?
#67 walderer 17:44:00 | Dienstag, 16. Dezember 2008
@für die kirche für die gesellschaft fordert ihr also tabus ein. und wie ist das mit dieser kath. website?
hier fallen doch alle tabus regelrecht ins bodenlose, hier wird in einer art und weise über einander
und über andersgläubige hergezogen, wie es unter zivilisierten gesellschaftsmitgliedern undenkbar wäre…
kreuz.net als tabufreie zone?
#66 defendor 17:38:59 | Dienstag, 16. Dezember 2008
Dreckschleudern Sie sogenannten „Museen der zeitgenössischen Kunst“ dürften sich kaum beklagen, wenn
ihnen ein treffenderer „Titel“ verliehen würde… „Dreckschleudernde Feinde Christi“ ! Wie gesagt bzw.
geschrieben… unter dem Deckmantel der „zeitgenössischen Kunst“ tummelt sich die gesamte Gilde der Selbstvergötterer,
deren Lästereien und Verhöhnungen der alleinigen Wahrheit JESUS CHRISTUS und Seines mystischen Leibes,
der heiligen Mutter Kirche in diesen sogenannten „Museen“ eine schäbig Plattform geboten bekommen ! Nicht
umsonst heissen sie „zeitgenössische Kunst-Museen“…der glaubens- und kirchenfeindliche Zeit-Geist ist
da bestens aufgehoben ! „Zeitgenössische Kunst“…ein Schand-Pfuhl aus Sodom und Gomhorra ! www.gloriapolo.net/
Sehr lesenswert !
#65 für die Kirche 17:34:58 | Dienstag, 16. Dezember 2008
@walderer: es gibt in der Gesellschaft Tabus, die man nicht verletzen darf. Zum Beispiel ist der Davidstern
ein solches Tabu. Daß das Kreuz aber nicht mehr als ein Heiliges Symbol gilt, sieht man, wie es jetzt
mit dem Christentum steht. Der „Künstler“ hat vielleicht wirklich nicht böse gemeint. Aber ein Museum
als ein öffentliches Institut darf sowas eigentlich nicht ausstellen, wenn das Christentum hierzulande
noch was bedeuten. Europa ist nicht mehr christlich.
#64 walderer 17:29:18 | Dienstag, 16. Dezember 2008
viel frosch um nichts… in der nzz steht zur intention des künstlers folgendes: gekreuzigter frosch
sorgt für kritik www.nzz.ch/…kritik_1.742936.html. aber ich bin mir sicher, dass ihr das konsequent
ignorieren werdet und weiterhin euren verfolgungsfilm fahren werdet. viel spass noch!
Werter defendor, von wem werden Sie verteidigt? Außerdem, mein Bester, habe ich nichts schöngeredet,
sondern dazu nur drei Fragen gestellt, die aus den offensichtlichen Unterschieden zwischen dem gekreuzigten
Frosch und dem Kruzifixus auf meinem Schreibtische ergeben. Wenn Sie diese Fragen als anstößig empfinden,
dann doch nicht, weil ich sie gestellt, sondern, weil Sie sie sich beantwortet haben.
#62 Kunstmaler † 17:24:44 | Dienstag, 16. Dezember 2008
für die Kirche da in der modernen Kunst die Banalisierung u. Entmythologisierung alles Heiligen als Programm
gelehrt wird Auch dafür :(3 :(3 :(3 :(3 :(3 :(3 – es hilft nix, ich kann mich nicht halten.
#61 defendor 17:21:34 | Dienstag, 16. Dezember 2008
@clarissa colonia Ihre durchtriebenen Versuche offene Blasphemie „salonfähig“ zu schreiben ist derart
widerlich, dass darüber jedes weitere Wort überflüssig ist ! Es ist eben die gängig Masche der Feinde
der Kirche, jeglichen blasphemischen Dreck als „künstlerische Aussage“ gerade biegen zu wollen, um so
eben diese heilige Mutter Kirche – den mystischen Leib Christi – gleich doppelt zu verhöhnen ! Die Feinde
der Kirche sollten sich allerdings nicht allzusehr abmühen, denn so tief sie sich in blasphemische Verhöhnungen
begeben, so tief wird dieser Dreck wieder nach aussen gekehrt…aus ihrer dunklen Seele über ihre versteinerten
Herzen…sichtbar durch verzerrte, verbiesterte Gesichter und die Verbreitung totaler Hoffnungsolsigkeit !
Alles „Früchte“ ihrer dreckigen „Kunst“ ! Schlicht die Fratze des personalen Bösen…Satan ! Wer derartigen
Dreck „schönreden“ will, macht sich selbst in schwerster Weise mitschuldig an der Verhöhnung unseres
HERRN und GOTTES JESUS CHRISTUS, der alleinigen Wahrheit ! SEINE BARMHERZIGKEIT steht bis zur Sterbestunde
offen, danach ist es zu spät…auf ewig…und die Gerechtigkeit des Vaters wird die Frevler, Lügner
und Götzenanbeter auf ewig von den Lebenden trennen ! www.gloriapolo.net/ Sehr lesenswert !
#60 für die Kirche 17:19:22 | Dienstag, 16. Dezember 2008
@liebe clarissa: Nun, subjektiv können wir faktisch nichts feststellen. Mit der Autorenintention ist
nun eine Sache. Daß jedoch manche Christen sich beleidigt fühlen, ist an ihrer Reaktion zu beobachten.
Jedoch kann man diese Art von „Kunst“ im Kontext u. Strömungen der Kunst analysieren: da in der modernen
Kunst die Banalisierung u. Entmythologisierung alles Heiligen als Programm gelehrt wird, kann man einigermaßen
behaupten, daß mit dem Frosch intendiert wird, das Heilige der Christen zu entleeren, zu stürzen, zu
vernichten. Wenn nicht die Verhöhnung das Ziel ist, dann ist mindestens die Entmythologisierung das von
dem „Künstler“ intendierte Ziel. Und man kann gut beobachten, daß manche Katholiken sich nicht darüber
aufregen. Bei denen ist bereits der Prozeß der Rationalisierung u. Entmythologisierung der Religion fortgeschritten.
Nein, sicher nicht, cara fautrix, aber woher nehmen Sie die Gewißheit, daß da ein tatsächlich Gekreuzigter
(wer auch immer das gewesen sein mag) verhöhnt werden sollte? M.a.W.: Wieviel von der vermeintlichen
Blasphemie/Verhöhnung findet subjektiv, also bei Ihnen selbst, statt? – Und, was/wieviel davon war vom
Produzenten tatsächlich (und erweislich) intendiert?
Was eigentlich berechtigt zu der Annahme, ein gekreuzigter Frosch sei eine Darstellung des Kruzifixus
in blasphemischer Absicht? Die grasgrüne Farbe? Die ikonographischen Attribute (Seidel und Ei)? Die herausgestreckte
rote Zunge? Oder etwa der Umstand, daß wir heute nur noch einen einzigen der unzähligen Gekreuzigten
namentlich kennen? Der Kruzifixus auf meinem Schreibtisch ist weder grün, noch hat er Attribute in Händen,
noch streckt er mir die Zunge heraus.
#56 walderer 16:52:15 | Dienstag, 16. Dezember 2008
@nomen_domini: die spinner hier in diesem forum wirst du mit deinen klaren worten nicht beeindrucken.
aber du hast die situation sehr schön auf den punkt gebracht.
#55 für die Kirche 16:50:26 | Dienstag, 16. Dezember 2008
@nomen: kommerzialisierung? Mit ihrer Rhetorik können Sie schon dem Antisemiten Dr. Lehrle wett machen.
Er weißt auch immer darauf hin, daß seine antijüdischen Beiträge bloß die Kommerzialisierung des
Holocaust kritisiere…
#53 nomen_domini 16:41:53 | Dienstag, 16. Dezember 2008
Gekreuzigte Frösche… …die man in Lourdes kaufen kann sind also OK, weil man bei Oma Frida annehmen
darf, dass sie es nicht bös’ gemeint hat. Wenn aber ein Künstler in Deutschland zu seinem Wert dazu
sagt, dass er damit nicht Gott beleidigen, sondern auf die Kommerzialisierung des Sakralen hinweisen will,
ist das Gotteslästerung. Selig die arm sind an Geiste.
#51 defendor 16:22:11 | Dienstag, 16. Dezember 2008
@Zweifler Ich zitiere Sie : Respekt vor anderen Religionen werden Sie auf dieser Seite aber schwerlich
finden, wo alles was nicht katholisch im Sinne der Macher als Teufelswerk abgetan wird. „Respekt“ vor
anderen Religionen wird vielfach als „Argument“ gegen das unumstössliche Bekenntnis vieler Standhaften
zur reinen Lehre der heiligen Mutter Kirche vorgebracht ! Und diese Art „Respekt“ werden Sie von eben
diesen Standhaften mitnichten „erzwingen“ können, sprich die „Tolerierung der Lüge“ ! Respekt bringt
ein jeder gläubiger Katholik jedem Menschen – als Gottes würdevolles Geschöpf, der Seele nach Sein
Ebenbild – entgegen… nicht aber der von vielen Menschen verbreiteten Lüge ! Daher bitte unterscheiden
zwischen Respekt vor jedem Menschen und vor dem Versuch der Feinde CHRISTI und Seines mystischen Leibes,
der heiligen Mutter Kirche einen „Respekt vor der Lüge“ aufdoktrinieren zu wollen ! Letzerem darf sich
ein gläubiger römisch Katholik niemals beugen !
#50 Kunstmaler † 15:55:33 | Dienstag, 16. Dezember 2008
für die Kirche ein Mittel, sich als unabhängig denkender Mensch auf Kosten von Anderen darzustellen,
entspricht sehr gut der vorherrschenden Ideologie, entstammt von einer übertriebenen anti-autoritären
Erziehung. dafür danke ich Ihnen – genau so ist es! :(3 :(3 :(3 :(3 :(3 :(3 :(3 :(3 :(3 :(3 :(3 :(3 :(3
:(3 :(3 :(3 :(3
#49 Vox e luce 15:49:51 | Dienstag, 16. Dezember 2008
@für die Kirche Da Sie aber den „besseren“ Geschmack der Bürger teilen, verurteilen Sie so harmlose
Frömmigkeit in Lourdes. Hochmut eines Mittelschichtmenschen dem einfachen Volk gegenüber. Das haben
Sie schön gesagt. :(3
#48 für die Kirche 15:31:30 | Dienstag, 16. Dezember 2008
@nomen domini: man muß zwischen den zwei Fällen unterscheiden. In Lourdes: Volkesfrömmigkeit, dabei
ist wohl auch Kisch zu finden. Es ist eine Frage des Geschmacks, aber dort intendiert niemand, die Mutergottes
zu beleidigen. Der Frosch: Bürgerlich, denn Ausübung von „Kunst“, ein Mittel, sich als unabhängig denkender
Mensch auf Kosten von Anderen darzustellen, entspricht sehr gut der vorherrschenden Ideologie, entstammt
von einer übertriebenen anti-autoritären Erziehung. Da Sie aber den „besseren“ Geschmack der Bürger
teilen, verurteilen Sie so harmlose Frömmigkeit in Lourdes. Hochmut eines Mittelschichtmenschen dem einfachen
Volk gegenüber.
#47 derLeser 15:25:56 | Dienstag, 16. Dezember 2008
gottlose sind grundsätzlich immer sofort beleidigt und eingeschnappt. vor allen die die immer am tolerantesten
tun. da gott die freiheit, liebe und gesundheit ist ist die gottlosigkeit eben knechtschaft, hass und
krankheit. am besten man umgeht einen gottlosen immer
#46 nomen_domini 15:16:42 | Dienstag, 16. Dezember 2008
Mariokin Vielen Dank für den Hinweis. Wenn der Frosch als Kritik an der Kommerzialisierung von Christusdarstellungen
gedacht ist, muss ich diese Darstellung sogar begrüßen. Wo ist der komische Verein und hält Mahnwachen,
wenn in Lourdes die Mutter Gottes als Flasche mit abschraubbarem Kopf verkauft wird? Wo ist die Mahnwache,
wenn in italienischen Kirchen Jesus mit einer Lichterkette in der Dornenkrone am Kreuz hängt? Wo sind
diese Leute, wenn Jesus und die Heiligen im Alpenraum als in beleidigender Weise verkitschte Holzfiguren
unter dem Deckmantel der „Volkskunst“ verhohnepiepelt werden? Diese millionenfache Lästerung soll in
Ordnung sein aber ein einziger Frosch am Kreuz erregt hier die Gemüter?
#45 für die Kirche 15:11:37 | Dienstag, 16. Dezember 2008
@Zweifler: Ja,ja, Sie sind wohl sehr leicht zu beleidigen. Aber die christliche Religion darf man schon
beleidigen, nicht wahr? Aber zu Leuten wie Ihnen muß man wohl nett sein, weil sonst fangen Sie zu weinen
an.
Sagen Sie, werte Trutz-Nachtigall, doch nict so etwas, da bricht für manchen noch möglicherweise die
Nefatologie oder der Sanktitätsfetischismus zusammen …
#43 Friedrich Spee 15:07:04 | Dienstag, 16. Dezember 2008
Zweifler: Christliche Seite? Nun, diese Seite ist nicht christlich. Dinge können nicht christlich sein –
ein Buch ist nie katholisch – allenfalls ist der Autor Katholik. Und so gibt es dank der Meinungsfreiheit,
die auch hier ansatzweise gegeben ist, auf dieser Seite sowohl Christen als auch Nicht-Christen.
Hallo Ihr lieben! Seid :&) :(3 nett zueinander! Confiteor, Freddie, Bellarmino und Großwildjäger! In
den Nächsten Tagen wird Weihnachtspost bei Euch zu Hause ankommen! Ökonom, kannst Du mir über PN auch
Deine Anschrift zu schicken?
#41 Zweifler † 15:02:17 | Dienstag, 16. Dezember 2008
@für die Kirche Ich glaube nicht daß Sie in der Lage sind meine intellektuellen Kapazitäten zu beurteilen.
Es scheint allerdings hier zum guten Ton zu gehören sofort beleidigend zu werden wenn einem die Argumente
ausgehen. Finden Sie es allerdings nicht etwas befremdlich auf einer Seite die sich *katholisch* und *christlich*
nennt soviel Hass zu finden wie hier?
#40 walderer 14:57:53 | Dienstag, 16. Dezember 2008
solche aktionen dienen einzig und allein dazu, wieder die nötige mediale aufmerksamkeit herzustellen
für ausstellungen, die nicht erwartungsgemäss gut laufen. würde mich nicht wundern, wenn die veranstalter
der ausstellung eine fette spende an die pius-sekte überwiesen hätten, als kleines dankeschön für
den pressewirbel. ansonsten sollte man den frosch halt im tümpel lassen…
#39 Confiteor 14:55:35 | Dienstag, 16. Dezember 2008
Froschschnekel auf die Speisekarten…! Nicht nur Sühneandachten an Kreuzungen einberufen, sondern vermehrt
Froschschenkel auf die Speisekarten der Restaurants bringen. Darin liegt ide Vision der Zukunft Sie sind
nämlich eine Delikatesse…
#38 für die Kirche 14:54:01 | Dienstag, 16. Dezember 2008
@Zweifler: Sie sind aber dumm. Die Protestanten bezeichnen die Katholiken genauso. Was ich in der letzten
Zeit von den Protestanten hören mußte: 1) Sie sagen, die Bibel der Katholiken ist keine richtige Bibel,
weil sie mehr Bücher beinhaltet als die Luther-Bibel. 2) Katholiken sind Häretiker, 3) Katholiken folgen
dem Antichrist 4) Katholiken seien Papist. und und und. und was die Muslimen die Christen bezeichnen,
müssen Sie selber herausfinden Glauben Sie, daß nur hier über die Anderen geschimpft wird. Total falsch.
Katholiken werden verumgelimpft, und wie.
Leider noch keine repräsentativen Daten, aber man forscht im Moment über die blasphemische Verwendungen
von Kreuzen und Doppelkreuzen in Black Metal-Musik. Ist aber äußerst gefährliche wissenschaftliche
Forschung.
#30 Zweifler † 14:41:27 | Dienstag, 16. Dezember 2008
@für die Kirche Ich spreche nicht von verunreinigten Symbolen. Den Frosch finde ich auch relativ geschmacklos.
Friedrich Spee hat Respekt vor anderen Religionen gefordert. Da kann man ihm nur zustimmen. Hier auf dieser
Seite werden andere Religionen regelmässig als Sekten oder Teufelsanbeter verunglimpft, weil sie nicht
den Vorgaben der anonymen Macher dieser Seite entsprechen. Einer Seite die sich selbst *katholisch* nennt,
von der sich offizielle Organe der katholischen Kirche jedoch distanzieren.