09:43:55 | Mittwoch, 17. Dezember 2008
Der in den neugläubigen Gottesdiensten vorherrschende Moralismus hat einen Nachteil. Er deckt die Heuchelei auf, mit der er wie mit einem siamesischen Zwilling verbunden ist.

Verteilung des „Friedenslicht aus Bethlehem“
© OlliS, GFDL(kreuz.net) Am dritten Adventssonntag verbreitete sich das „Friedenslicht aus Bethlehem“ im Dom des Bistums
Fulda. Das berichtete die Webseite ‘Osthessenews.de’.
Um 10.01 Uhr fuhr das Friedenslicht im Zug in den
Bahnhof Fulda ein. Die Flamme war in der Geburtsgrotte Jesu in Bethlehem entzündet und dann per Flugzeug
nach Wien geflogen worden. Sie gilt als „Symbol für Frieden, Wärme, Solidarität und Mitgefühl“.
Am
Sonntag nachmittag fand im Dom zu Fulda ein ökumenischer Aussendungsgottesdienst statt. Dabei wurde das
Licht an rund 700 Pfadfinder weitergegeben.
Es wird bis Weihnachten im Bistum Fulda und in der Evangelischen
Kirche Kurhessen-Waldeck verbreitet.
Zu Beginn des Gottesdienstes dankte Hw. Sebastian Blümel – Diözesankurat
der völlig verweltlichten ‘Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg’ und altliberale Jugendpfarrer – allen
herzlich für das Friedenslicht.
Hw. Blümel ist dafür bekannt, seinen inneren Frieden zu verlieren,
wenn er mit der Alten Messe
konfrontiert wird.
Bei dem Friedens-Gottesdienst wirkten er, der evangelische
Pfarrer Fried-Wilhelm Kohl, die evangelische Vikarin Tina Oehm und der Pastoralreferent Daniel Stehling
mit.
Pfarrer Kohl kam in einem Kanzelwort zur dünnen Erkenntnis, daß die Weihnachtslichter die Sehnsucht
der Menschen nach „Halt und Geborgenheit, nach innerer Stärke“ widerspiegelten.
Die Menschen sollten
selber zu Lichtgestalten werden – moralisierte er.
Auch aus Wien kam eine dünne Botschaft: Gregor Engels
berichtete von einer analogen Aussendungsfeier in der Wiener Kirche St. Anton von Padua. Diese stand unter
dem Motto „Frieden teilen“.
Deren Fazit: „Wenn jeder mit anderen den Frieden teilt, kann jeder nur gewinnen.
Wenn man gibt, bekommt man auch.“
Zu Beginn des Gottesdienstes mit den Pfadfindern bekamen alle ein einfärbiges
Stück Wolle.
Auf Kindergarten-Niveau mußte dieses Stück mit anderen Pfadfindern geteilt werden.
Überraschendes
Endergebnis: Zum Schluß hielt jeder einen Strauß bunter Wollfäden in der Hand.
Die Pfadfinder berichteten
auch von einem Erlebnis. Sie wurden bei der Reise des Friedenslichtes von Wien nach Fulda im Wartesaal
des Wiener Bahnhofs von einem angetrunkener Jugendlichen angesprochen.
Der nicht mehr ganz nüchterne
erkannte das Friedenslicht und erklärte, dieses seit einigen Jahren selber von Tür zu Tür weiterzutragen.
Der Fuldaer Aussendungs-Gottesdienst stand unter dem Motto „Friedenserklärung“.
Hier flogen weltfromme
Parolen nur so durch die Luft: „Frieden fängt im Kleinen an“; „Frieden ist gar nicht schwer“; „Friede
geht uns alle an“; „Friede hat Hand und Fuß“, „Friede ist nicht nur ein Wort“.
Natürlich ist das Friedenslicht
auch ein interreligiöses Friedenszeichen. Darum wurde auch die türkische und jüdische Gemeinde von
Fulda damit beglückt.
Sogar Bischof Heinz Josef Algermissen von Fulda erhielt ein Exemplar. Er freute
sich sehr über das Friedenszeichen und möchte es angeblich lange aufbewahren.
Im Bistum Fulda jährte
sich am ersten Adventssonntag die hinterhältige
Vertreibung der drei jungen Priester der ‘Diener Jesu
und Mariae’ aus ihren Pfarreien.
Zu ihnen und die Gläubigen, die sich damals vergeblich für deren Verbleiben
einsetzten, wurden auch dieses Jahr keine Friedenslichter getragen.
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#10
Pfarrer Blümel 13:47:42 | Mittwoch, 30. Dezember 2009
#9
Franz Kappes 13:03:46 | Mittwoch, 22. Juli 2009
#8
prawda 22:42:40 | Freitag, 19. Dezember 2008
#7
Gotthard 21:36:27 | Mittwoch, 17. Dezember 2008
#6
pneumat 19:59:36 | Mittwoch, 17. Dezember 2008
#3
prada 12:42:22 | Mittwoch, 17. Dezember 2008
#2
HBR 10:47:53 | Mittwoch, 17. Dezember 2008
#1
Pünktchen 09:55:59 | Mittwoch, 17. Dezember 2008