Heiliges Land
Frieden für alle – mit einer Ausnahme
Der in den neugläubigen Gottesdiensten vorherrschende Moralismus hat einen Nachteil. Er deckt die Heuchelei auf, mit der er wie mit einem siamesischen Zwilling verbunden ist.
Verteilung des "Friedenslicht aus Bethlehem"
Verteilung des „Friedenslicht aus Bethlehem“
© OlliS, GFDL
(kreuz.net) Am dritten Adventssonntag verbreitete sich das „Friedenslicht aus Bethlehem“ im Dom des Bistums Fulda. Das berichtete die Webseite ‘Osthessenews.de’.

Um 10.01 Uhr fuhr das Friedenslicht im Zug in den Bahnhof Fulda ein. Die Flamme war in der Geburtsgrotte Jesu in Bethlehem entzündet und dann per Flugzeug nach Wien geflogen worden. Sie gilt als „Symbol für Frieden, Wärme, Solidarität und Mitgefühl“.

Am Sonntag nachmittag fand im Dom zu Fulda ein ökumenischer Aussendungsgottesdienst statt. Dabei wurde das Licht an rund 700 Pfadfinder weitergegeben.

Es wird bis Weihnachten im Bistum Fulda und in der Evangelischen Kirche Kurhessen-Waldeck verbreitet.

Zu Beginn des Gottesdienstes dankte Hw. Sebastian Blümel – Diözesankurat der völlig verweltlichten ‘Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg’ und altliberale Jugendpfarrer – allen herzlich für das Friedenslicht.

Hw. Blümel ist dafür bekannt, seinen inneren Frieden zu verlieren, wenn er mit der Alten Messe konfrontiert wird.

Bei dem Friedens-Gottesdienst wirkten er, der evangelische Pfarrer Fried-Wilhelm Kohl, die evangelische Vikarin Tina Oehm und der Pastoralreferent Daniel Stehling mit.

Pfarrer Kohl kam in einem Kanzelwort zur dünnen Erkenntnis, daß die Weihnachtslichter die Sehnsucht der Menschen nach „Halt und Geborgenheit, nach innerer Stärke“ widerspiegelten.

Die Menschen sollten selber zu Lichtgestalten werden – moralisierte er.

Auch aus Wien kam eine dünne Botschaft: Gregor Engels berichtete von einer analogen Aussendungsfeier in der Wiener Kirche St. Anton von Padua. Diese stand unter dem Motto „Frieden teilen“.

Deren Fazit: „Wenn jeder mit anderen den Frieden teilt, kann jeder nur gewinnen. Wenn man gibt, bekommt man auch.“

Zu Beginn des Gottesdienstes mit den Pfadfindern bekamen alle ein einfärbiges Stück Wolle.

Auf Kindergarten-Niveau mußte dieses Stück mit anderen Pfadfindern geteilt werden.

Überraschendes Endergebnis: Zum Schluß hielt jeder einen Strauß bunter Wollfäden in der Hand.

Die Pfadfinder berichteten auch von einem Erlebnis. Sie wurden bei der Reise des Friedenslichtes von Wien nach Fulda im Wartesaal des Wiener Bahnhofs von einem angetrunkener Jugendlichen angesprochen.

Der nicht mehr ganz nüchterne erkannte das Friedenslicht und erklärte, dieses seit einigen Jahren selber von Tür zu Tür weiterzutragen.

Der Fuldaer Aussendungs-Gottesdienst stand unter dem Motto „Friedenserklärung“.

Hier flogen weltfromme Parolen nur so durch die Luft: „Frieden fängt im Kleinen an“; „Frieden ist gar nicht schwer“; „Friede geht uns alle an“; „Friede hat Hand und Fuß“, „Friede ist nicht nur ein Wort“.

Natürlich ist das Friedenslicht auch ein interreligiöses Friedenszeichen. Darum wurde auch die türkische und jüdische Gemeinde von Fulda damit beglückt.

Sogar Bischof Heinz Josef Algermissen von Fulda erhielt ein Exemplar. Er freute sich sehr über das Friedenszeichen und möchte es angeblich lange aufbewahren.

Im Bistum Fulda jährte sich am ersten Adventssonntag die hinterhältige Vertreibung der drei jungen Priester der ‘Diener Jesu und Mariae’ aus ihren Pfarreien.

Zu ihnen und die Gläubigen, die sich damals vergeblich für deren Verbleiben einsetzten, wurden auch dieses Jahr keine Friedenslichter getragen.
      
10 Lesermeinungen
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#10   Pfarrer Blümel   13:47:42 | Mittwoch, 30. Dezember 2009
Überstanden
Der Unsinn ist nun überstanden und ich lade gewisse Verfasser herzlich ein mich bei meinem Dienst zu begleiten.
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#9   Franz Kappes   13:03:46 | Mittwoch, 22. Juli 2009
DPSG – nee
Diese Gemeinschaft macht mehr kaputt, als sie ahnt. Vielleicht sollte sich das Bistum dort mal mit einer Visitation zu Wort melden.
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#8   prawda   22:42:40 | Freitag, 19. Dezember 2008
@ mitten drin statt nur dabei
Jahrelang wurden friedensangebote und friedenszeichen an die naiven sjm-handwerksburschen gesandt: nur so konnten sie überhaupt die zeit in der rhön durchstehen. echter frieden könnte in den gemeinden vielleicht dann entstehen, wenn die sjm’ler mal blieben wo der pfeffer wächst.
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#7   Gotthard   21:36:27 | Mittwoch, 17. Dezember 2008
Weihnachtsbotschaft
„Friede auf Erden den Menschen seiner Gnade …“
wird dieser Satz in der Christmette gelesen werden oder nicht?
„Denn uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben, und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter; und er heißt Wunder-Rat, Gott-Held, Ewig-Vater, Friede-Fürst“.
wird dieser Abschnitt aus Jesaia in der Christmette gelesen?
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#6   pneumat   19:59:36 | Mittwoch, 17. Dezember 2008
die Zeichen der letzten Tage
Der Fuldaer Aussendungs-Gottesdienst stand unter dem Motto „Friedenserklärung“.
Hier flogen weltfromme Parolen nur so durch die Luft: „Frieden fängt im Kleinen an“; „Frieden ist gar nicht schwer“; „Friede geht uns alle an“; „Friede hat Hand und Fuß“, „Friede ist nicht nur ein Wort“.
1Th 5:3 Denn sie werden sagen: Es ist Friede, es hat keine Gefahr, so wird sie das Verderben schnell überfallen, gleichwie der Schmerz ein schwangeres Weib, und werden nicht entfliehen.
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#5   Mitten drin statt nur dabei   15:18:03 | Mittwoch, 17. Dezember 2008
Na endlich wieder SJM
Im Bistum Fulda jährte sich am ersten Adventssonntag die hinterhältige Vertreibung der drei jungen Priester der ‘Diener Jesu und Mariae’ aus ihren Pfarreien.
Na endlich kommen die SJMler wieder mal ins Spiel.
So beschränkt wie diese angeblichen Patres und ihr angeblicher Orden sind, werden sie bald ein Jahresgedächtnis feiern und es in den offiziellen Festkalender der Kirche eintragen lassen wollen.
Das Absurde daran: kein Mensch vermisst sie in den Pfarreien, in denen sie angeblich einmal tätig gewesen sein sollen.
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#4   Prof Rempremmerding   14:05:26 | Mittwoch, 17. Dezember 2008
FRIEDE FREUDE EIERKUCHEN
Friede und Liebe gibts natürlich nur für die gleichgeschalteten Systemkonformisten. Wer sich im Pantheon der Religionen nicht mit einem Seitenaltar für die wahre heilige Messe begnügen will, erfährt hingegen die ganze Härte der Neuen Weltordnung: Ausgrenzung, Faschismuskeule, Haßtiraden, Rufmord bis hin zur von den Gutmenschen für uns Katholiken schon vorbereiteten Liquidierung. Doch Algermissen und seine Rotarierbischofsbrüder sollen sich nicht zu früh freuen: Immaculata conteret caput diaboli et Christus vincit!
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#3   prada   12:42:22 | Mittwoch, 17. Dezember 2008
Sehr guter…
und schöner Artikel, da sieht man doch gleich, dass es Jugendliche und auch Priester und ebenso Geistliche der Evangelischen Kirche gibt, die die Botschaft Christi mit dem Zeichen des Friedenslichtes in die Welt bringen! Sehr gut recherchiert und wohlwollend geschrieben. Das ist Werbung für die Kirche!!! :)3 :)3 :)3
Oder war die Intention der Redaktion gar eine andere????? ;-)
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#2   HBR   10:47:53 | Mittwoch, 17. Dezember 2008
neugläubigen Gottesdiensten
Was bitte ist ein „neugläubiger Gottesdienst“? Ist das ein Gottesdienst, der neu glaubt? Das ist genauso ein sinnentleertes Wortkonstrukt, wie die „kniende Mundkommunion“.
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#1   Pünktchen   09:55:59 | Mittwoch, 17. Dezember 2008
Dünnes Süppchen
„Wenn jeder mit anderen den Frieden teilt, kann jeder nur gewinnen“
„Wenn jeder an sich selber denkt, ist an alle gedacht!“
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