USA
Früherer Generalvikar im Schisma
Der Gründer der großen charismatischen Gemeinschaft ‘LifeTeen’ ist exkommuniziert worden. Die Kirche war dem suspendierten Monsignore offenbar schon länger gleichgültig.
Der exkommunizierte Dale Fushek
Der exkommunizierte Dale Fushek
(kreuz.net, Phoenix) Bischof Thomas J. Olmsted von Phoenix hat die beiden Priester Dale Fushek (56) und Mark Dippre exkommuniziert.

Phoenix ist die Hauptstadt des südwestlichen Bundesstaates Arizona.

Dale Fushek ist der Gründer des charismatischen Bewegung ‘LifeTeen’. Er errichte die charismatische Vereinigung im Jahr 1985, um kirchenferne Jugendliche zu erreichen.

Die Gruppe wuchs auf mehr als 100.000 Mitglieder, die sichwöchentlich für Messen in 850 Kirchen in den Vereinigten Staaten versammelten.

Bereits im Januar 2005 wurde Fushek als Priester suspendiert.

Fushek war wegen Verdachts auf Kinderschändung im Gefängnis
Fushek war wegen Verdachts auf Kinderschändung im Gefängnis
Der Grund dafür waren Vorwürfe sexuellen Mißbrauchs. Die Verfahren sind noch anhängig.

In der Vergangenheit war Fushek auch Generalvikar der Diözese Phönix.

Schismatische Gründung

Vor einem Jahr gründete Fushek gemeinsam mit seinem Mitbruder Mark Dippre ein überkonfessionelles Lobpreiszentrum.

Bischof Olmsted beschreibt die Gründung als der Kirche entgegengesetzte Gemeinschaft. Das geht aus einer Pressemitteilung auf der Webseite der Diözese hervor.

Fushek und Dippre hätten „das Schisma gewählt“ – erklärt der Bischof.

Zu den wöchentlichen Treffen im Lobpreiszentrum kommen zwischen 250 und 300 Leute.

Die sonntägliche Feier dauert neunzig Minuten. Sie besteht vorwiegend aus Musik. Sakramente werden keine gespendet.

Die beiden Ex-Priester haben immer betont, daß ihr Angebot in keiner Weise als katholisch verstanden werden dürfte.

Ein Sprecher der Diözese Phönix erklärte dazu vor der Regionalzeitung ‘East Valley Tribune’:

„Sie behaupten immer, nicht gegen eine Konfession zu handeln, aber sie halten ihre Lobpreis-Feier zu der Zeit, die sich mit vielen katholischen Messen überschneidet.“

Bischof Olmsted hatte die beiden Ex-Priester wiederholt aufgefordert, kein öffentliches Amt auszuüben.

Fushek und Dippre weigerten sich.

Darum haben sie sich – nach Angaben der Pressemitteilung der Diözese – die Exkommunikation selber zugezogen.
      
18 Lesermeinungen
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#18   Gotthard   21:09:35 | Donnerstag, 18. Dezember 2008
kleinkariert
Ich liebe es am Sonntag in das heilige Messopfer zu gehen! Denn ein Sonntag ohne Mess is wie ein verlorner’ Tag für mich!
für andere Menschen ist diese Lobpreisfeier vielleicht ein Einstieg in einen sonntäglichen Gottesdienst…
dieses „anti-katholisch“ ist doch zum Kotzen … als wenn sich alles nur darum drehen würde!
Die Welt ist vielfältiger und die Wege sind mannigfaltiger als kleinkariert-„katholisches“ Denken.
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#17   Beatus Theophilus_89   18:51:54 | Donnerstag, 18. Dezember 2008
@ Sohn des Lichtes
Du sagt es! :-!
www.crystalcathedral.org/
Hier ist der nächste Heretiker, ein Belgier!
Ich liebe es am Sonntag in das heilige Messopfer zu gehen! Denn ein Sonntag ohne Mess is wie ein verlorner’ Tag für mich! o^/
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#16   Sohn des Lichtes   17:03:14 | Donnerstag, 18. Dezember 2008
Eine 90minütige sonntägliche Musiklobpreisfeier anstelle des hl. Opfers des Altares
ist etwas Antikatholisches und in dieser Form eine List des Teufels.
Am Sonntag und an den übrigen kirchlich gebotenen Festtagen haben die Katholiken die schwere Verpflichtung dem hl. Messopfer beizuwohnen.
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#15   Arkanum/kreuts.net †   14:47:57 | Donnerstag, 18. Dezember 2008
sprachlich nicht ganz korrekt, werter Elijahu,
denn dann
Life Teen hört sich mehr nach einer Abtreibungsorganisation an, die sich auf Minderjährige spezialisiert hat.
müßte sie nach dortigem Sprachgebrauch Choice Teen heißen.
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#14   Gotthard   20:02:20 | Mittwoch, 17. Dezember 2008
Lobpreiszentrum
Die beiden Ex-Priester haben immer betont, daß ihr Angebot in keiner Weise als katholisch verstanden werden dürfte.
dieses Zentrum ist überkonfessionell – und kann danach auch nicht katholisch sein!
Es wird wohl recht charismatisch und evangelikal sein – und damit aller Ehren wert, wie ich in einem anderen Thread lesen kann.
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#13   antitheisti   19:39:08 | Mittwoch, 17. Dezember 2008
lieber markx
ob durch den spiegel betrachtet oder gegen besseren wissens, vielleicht auch nur unwissen: schlampig in den aussagen und darstellungen. dementsprechend „ernst“ darf man dieses hetz.netz nehmen…
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#12   MarkX   18:16:56 | Mittwoch, 17. Dezember 2008
Bitte die Landkarte nicht durch den Spiegel betrachten
Nur als Korrektur am Rande: Arizona liegt im Südwesten, nicht im Südosten, wie angegeben. Ist zwar nebensächlich, aber aus Gründen der Präzision auch nicht irrelevant.
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#11   Elijahu †   17:08:46 | Mittwoch, 17. Dezember 2008
Was hat allein der Name „Life Teen“ denn mit dem katholischen Glauben zu tun?
Hat man da absichtlich schon aus dem Namen jede christliche Konnotation rausgelassen? Aber im Kleingedruckten dann noch ganz verschämt: wir sind katholisch. Na wenn die mal nicht schon zu Lebzeiten den Heiligentitel des „Bekenners“ verliehen bekommen (heimlich und ganz im Geheimen natürlich).
Life Teen hört sich mehr nach einer Abtreibungsorganisation an, die sich auf Minderjährige spezialisiert hat. Beim besten Willen kann ich da nichts katholisches dran erkennen.
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#10   Arkanum/kreuts.net †   15:50:36 | Mittwoch, 17. Dezember 2008
danke
für die Auskunft! :)3
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#9   jalajala   15:48:02 | Mittwoch, 17. Dezember 2008
@arkanum/kreuts.net: natürlich katholisch
Natürlich ist life teen eine katholische Gruppe, diese hat aber seit 2005 nicht mehr mit ihrem Gründer zu tun. Die Aussage von HBR bezieht sich auf die Sekte von Fushek. Diese hat er aber erst nach 2005 geründet und seitdem hat er auch mit life teen nichts mehr zu tun.
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#8   Arkanum/kreuts.net †   15:45:51 | Mittwoch, 17. Dezember 2008
… und den Ball flach haltend, werter Elijahu,
gilt doch …
Allerdings versteht es sich doch von selbst dass es jedem, der zur katholischen Kirche gehören will, Unzucht komplett untersagt ist, egal in welcher Form. Selbst Eheleute sind zur Keuschheit aufgerufen, um wieviel mehr dann Unverheiratete!
… daß (wie aus dem Artikel zu ersehen) Fushek bisher nicht wegen Kindesmißbrauchs verurteilt und gegenwärtig als Nichtstraftäter zu betrachten ist.
(So kritisch ich den Verein auch aus anderen Gründen sehe!) :-@
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#7   Elijahu †   15:31:59 | Mittwoch, 17. Dezember 2008
Dem Sünder ins Gesicht geguckt
Gegen charismatische Gemeinschaften ist erstmal im Grunde nichts einzuwenden. Wer jede charismatische Gemeinschaft an sich verbieten will, der unterdrückt das Wirken des Heiligen Geistes in der Kirche und wird damit zum Helfershelfer des Teufels.
Allerdings versteht es sich doch von selbst dass es jedem, der zur katholischen Kirche gehören will, Unzucht komplett untersagt ist, egal in welcher Form. Selbst Eheleute sind zur Keuschheit aufgerufen, um wieviel mehr dann Unverheiratete!
Aber dazu genug. Man kann bestimmten Menschen meist schon im Gesicht ansehen dass sie schlechte Christen sind – ein permanent sündhafter Lebenswandel gräbt sich mit den Jahren tief in die Gesichter dieser Menschen ein. So auch bei dem „Generalvikar“ oben; da deuten sich ja schon kleine Teufelshörner an auf der Stirn, was soll man da noch erwarten.
Im Grunde mal wieder nichts neues aus der schismatischen Unterabteilung der RKK in den USA. Schlimm genug.
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#6   Arkanum/kreuts.net †   15:13:03 | Mittwoch, 17. Dezember 2008
hm, HBR, ganz so ehrlich doch nicht …
denn auf der unten verlinkten Seite ist (am unteren Rand) zu lesen:
Life Teen is an international Catholic movement that serves the Church by providing resources and faith experiences that help lead teens closer to Christ. This is accomplished through a vibrant Eucharistic spirituality and by creating widespread opportunities for teens to grow in their faith.
… katholisch nennt man sich also sehr wohl.
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#5   No Comment   15:05:50 | Mittwoch, 17. Dezember 2008
Freikirchliches Prinzip
Es wird sich wohl kaum vermeiden lassen, dass immer mal wieder charismatische (auch anti-charismatische) Gruppen dem Beispiel des Erzbischofs Lefebvre von 1970 folgen und „katholische“ Freikirchen gründen. Die Begründung wechseln, das antirömische Prinzip bleibt.
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#4   Arkanum/kreuts.net †   13:32:31 | Mittwoch, 17. Dezember 2008
in der Tat eine sehr große Gruppe,
mit Aktivitäten von Medjugorje über Steubenville bis hin zu den Weltjugendtagen.
Interessanterweise endet die Geschichte www.lifeteen.com/?PageID=PRHISTO… der Gruppe, glaubt man ihrer Selbstdarstellung, 2005 im Jahr der Suspendierung Fusheks …
das nennt man kreative Historiographie! :-D :-@
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#3   Confiteor   13:29:21 | Mittwoch, 17. Dezember 2008
Eigentlich kann und sollte
nicht der Stab über Dale Fushekgebrochen werden. Er hat mit offenen Karten gespielt.
Wenn er sich von der Kirche entfernt hat, ist ihm doch zuzugestehen, Dinge mitzunehmen, an denen sein Herz hängt, die zu seiner Biografie gehören und die er anderen Menschen weitergeben möchten.
Besonders denen, die aus welchen Gründen auch immer, auch keinen Zugang zur Kirche als solcher mehr haben oder noch nie hatten.
Die ihre Frömmigkeitsformen aber akzeptieren. Das ist möglicherweise missionarischer als das binnenkirchliche Aufpochen, Besitzdenken und das abfällige Daherreden von völlig unbedarften „Glaubensgenossen“…
:-( :-( :-(
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#2   HBR   13:18:12 | Mittwoch, 17. Dezember 2008
Wenigstens sind sie ehrlich
Eines muss man diesem Sektierer lassen. Er ist ehrlich
Die beiden Ex-Priester haben immer betont, daß ihr Angebot in keiner Weise als katholisch verstanden werden dürfte.
Das ist zumindest eine klare Ansage, dass sie sich selbst von der Kirche entfernt haben.
So manche andere Sektiverer (Lefebvrianer, Sedis) bezeichnen sich hingegen als katholisch, obwohl sie schismatische repektive apostatische Positionen vertreten.
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#1   Hank   13:15:42 | Mittwoch, 17. Dezember 2008
ein überkonfessionelles Lobpreiszentrum
Wenn ich so einen Begriff schon höre!
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