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Päpste und Astronomie + Er will den Fehler nicht korrigieren + Recht des Stärkeren + Alter Ritus in Mariawald + Im Sinkflug
Päpste und Astronomie

Vatikan. Papst Benedikt XVI. sprach beim gestrigen Angelusgebet über das Jahr der Astronomie 2009, das von den Vereinten Nationen ausgerufen wurde. Dabei erinnerte er an Vorgänger, die sich in diesem Bereich Verdienste gesammelt haben. Silvester II. († 1003) lehrte selber Astronomie. Der moderne Kalender geht auf Gregor XIII. († 1585) zurück. Der Heilige Papst Pius X. († 1914) baute selber Sonnenuhren.

Er will den Fehler nicht korrigieren

Österreich. Christoph Kardinal Schönborn von Wien will an der antikatholischen ‘Maria Troster Erklärung’ der österreichischen Bischöfe aus dem Jahr 1968 inhatlich nicht rütteln. Die Erklärung hatte die Kinderverhütung zur privaten Gewissensentscheidung des einzelnen erklärt. Das sagte der Kardinal in der Fernsehsendung ‘Pressestunde’ des ‘Österreichischen Rundfunks’. Zugleich nannte er die Erklärung einen Fehler. Hätten die Bischöfe 1968 die demographische Entwicklung vorhersagen können, hätten sie die Erklärung anders geschrieben – glaubt der Kardinal.

Recht des Stärkeren

USA. Eine Rechtsanwältin des berüchtigten Abtreibungsnetzwerks ‘Planned Parenthood’ in Indiana mußte nach einem Enthüllungsvideo kündigen. In Deutschland heißt das Netzwerk ‘pro familia’. Das Enthülltungsvideo wurde von der Lebensschutzgruppe ‘Live Action’ aufgenommen. Es zeigt die Anwältin mit einer zwanzigjährigen Studentin, die sich als dreizehnjähriges Mädchen ausgab und erklärte, von einem 31jährigen Mann geschwängert worden zu sein. Die Anwältin entgegnet: „Ich kümmere mich nicht darum, wie alt er ist.“ In den USA ist Unzucht zwischen einem Erwachsenen und einem Minderjährigen ein Verbrechen.

Alter Ritus in Mariawald

Deutschland. Am 18. Dezember wurde in der Trappistenabtei Mariawald die erste Alte Messe gefeiert. Zelebrant war der Benediktinerpater Jehan de Belleville – der erste Weggefährte des Gründers der altgläubigen Benediktinerabtei in Le Barroux. Letzten Sommer verließ Pater Jehan seine Mutterabtei wegen des dort drohenden Biritualismus und gründete ein neues Kloster in Italien. Kürzlich verbrachte er einige Tage in Mariawald. Das nächste Konventamt im Alten Zisterzienserritus wird dort im Januar gefeiert.

Im Sinkflug

Deutschland. Nach Bischof Walter Mixa von Augsburg sinkt der Einfluß der Kirche. Das erklärte er vor dem ‘Deutschlandfunk’. Als Beispiel nannte Mons. Mixa die Debatte über die Schlachtung Behinderter bis kurz vor ihrer Geburt. Bischof Mixa forderte, über die Spätabtreibungen grundsätzlich neu nachzudenken. „Es muß ganz klar und eindeutig festgehalten werden: Abtreibung ist ein Unrecht, egal in welchem Monat sie geschieht“ – erklärte er.
      
4 Lesermeinungen
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#4   Samurai   11:45:40 | Mittwoch, 24. Dezember 2008
@ Vieira
Daß sich die Erde um die Sonne dreht, war schon vorher seit Keppler bekannt.
Galileis Problem war, daß er de facto einige Fehler (in Sachen Bibel/Wissenschaft) lehrte und – trotz Hinweises darauf (seitens der Kirche) denoch weiter darauf beharrte.
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#3   Vieira   14:35:14 | Montag, 22. Dezember 2008
@Lorenz
Galilei hat einfach zuwenig darauf gepocht, dass er falsifizierbare Aussagen macht. Ein heutiger Astronom würde dies in jedem Fall tun.
Galilei hatte die Wahrheit erkannt: die Erde dreht sich. Und Newton hat darauf hingewiesen, wie man grundsätzlich absolute Drehbewegungen erkennen kann. Zu falsifizieren gibt es da nichts.
Heutige Astronomen haben allerdings Einsteins „Theorie“ zum Dogma erhoben. Dieser „Theorie“ folgend ist es gehupft wie gesprungen, ob die Erde still steht oder nicht, ob Geo-, Helio- oder was auch immer-zentrisches Weltbild.
Heutige Astronomen sind dem irrigen Leibnizschen ersten Axiom aufgessen causa aequat effectum. Daher glauben sie, man könne gleichberechtigt sagen, der Schwanz wackele mit dem Hund (und dem Rest des Universums).
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#2   Lorenz   11:41:19 | Montag, 22. Dezember 2008
Galilei – ein Fachidiot –
hat die Kirche in einer schwierigen Zeit in noch größere Schwierigkeiten gebracht. Wegen des wissenschaftsfeindlichen Biblizismus der Protestanten konnte sich die Kirche keine laute Stimme für das heliozentrische Weltbild aus ihren eigenen Reihen leisten.
Die protestantische Welt hätte behauptet, dass nur im Protestantismus die Bibel ernst genommen wird. Der Katholizismus ist prinzipiell so aufgestellt, dass eine solche Kritik unsinnig wäre. Er kennt kein sola scriptura.
Galilei hat einfach zuwenig darauf gepocht, dass er falsifizierbare Aussagen macht. Ein heutiger Astronom würde dies in jedem Fall tun.
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#1   KarlBorromäus   09:40:22 | Montag, 22. Dezember 2008
Jahr der Astronomie
Einem Vorschlag der IAU folgend wird das Jahr 2009 als Jahr der Astronomie gefeiert (weil 1609 Galileo Galilei erstmals ein Teleskop zur astronomischen Beobachtung verwendete).
Mal sehen, was da wieder für „Lügenden“ Galilei-Kirche auf uns zukommen.
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