Kultur
Da machte sie eine Statue des Heiligen Joseph
Vor einigen Tagen starb in Frankreich eine Künstlerin im besten Schaffensalter. Sie hat der sakralen Kunst die Ehre wieder zurückgegeben.
Frau Clotilde Devillers und eine von ihr gefertige Holzstatue des Hl. Joseph.
Frau Clotilde Devillers und eine von ihr gefertige Holzstatue des Hl. Joseph.
(kreuz.net) Am 18. Dezember um 3.00 Uhr in der Nacht verstarb die französische Künstlerin Clotilde Devillers (52) in der Folge einer langen Krankheit.

Frau Devillers wurde am 20. Dezember zu Grabe getragen. Sie hinterläßt zahlreiche religiöse Werke.

„Man hatte bei mir die große Skulptur eines leidenden Christus bestellt“, erklärte sie einmal: „Angesicht der Schwierigkeiten entschloß ich mich – ohne jemandem etwas zu sagen – zuerst eine Statue des Heiligen Joseph anzufertigen.“

Bei der Herstellung des Kunstwerkes entdeckte Frau Devillers nach eigenen Angaben das Glück, daß eine Form Gestalt annahm, die auf geheimnisvolle Weise das Geistliche und die innere Freude sichtbar machte.

Die Künstlerin war seit dem Jahr 1980 tätig und arbeitete als Malerin, Bildhauerin sowie mit Glasfenstern.

Clotilde Devillers Kunstwerke

Ihre Ausbildung erhielt sie in der Kunstakademie der nordfranzösischen Stadt Lille.

Danach war sie zusammen mit dem Künstler Albert Gérard tätig – einem Schüler von Othon Friesz († 1949) und Henri Charlier († 1975). Die beiden gründeten im Jahr 1980 das Kunstatelier zur Heiligen Hoffnung – zuerst in Paris dann in der Vaucluse, einem Departement in Südwest-Frankreich.

Es entstanden zahlreiche Werke: vier große Wandgemälde für die altgläubige Benediktinerabtei Sainte Madeleine in Le Barroux, die Halbkuppel der Abteikirche und die Kapelle des Abtes, ein Christus in Holz für die Technische Hochschule in London, eine Muttergottesstatue in Lebensgröße für die romanische Kirche von Sainte-Nathanaël in Périgord, zahlreiche Glasfenster.

Die Verstorbene stellte auch zahlreiche Banner und Plakate für die altgläubige Pfingstwallfahrt nach Chartres bei Paris her.

Frau Devillers war mit Olivier Dupont verheiratet. Das Paar hatte keine Kinder.

Zahlreiche Geschwister der Verstorbenen wählten den geistlichen Stand.

Ihr Bruder Guillaume ist Priester der Piusbruderschaft, ihr Bruder Arnauld war der letzte Generalobere der Priesterbruderschaft Sankt Peter.

Ihr Bruder Gaétan trat als Pater Cyrille in das altgläubige Benediktinerkloster von Le Barroux ein.

Ihre Schwester Agnès lebt als Mère Placie im altgläubigen Benediktinerinnenkloster von Le Barroux.

Das Requiem für Clotilde Devillers wurde am Samstag um 10.00 Uhr in der Abteikirche Notre-Dame de l’Annonciation du Barroux zelebriert.

Frau Devillers wurde am gestrigen Sonntag vormittag im Familiengrab auf dem Friedhof von Beaucamps-le-jeune – im nordfranzösischen Departement Somme – beigesetzt.
      
21 Lesermeinungen
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#22   franziskus   06:20:13 | Mittwoch, 24. Dezember 2008
Na endlich hat sich auch ein Weibsbild
kategorisch zu diesem weiblichen Thema gemeldet.
Da bin ich ja schön in einen Kreis von Jansenisten geraten, denen die weit geöffneten Arme des Franziskuskreuzes zu weitherzig sind.
Denn die meisten Menschen kommen in die Hölle, nur wenige sind auserwählt.
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#21   Galatea   22:59:49 | Dienstag, 23. Dezember 2008
Herr franziskus,
mit solchen Häresien dienen Sie weder der Kirche, noch Ihrem Namenspatron.
Beides ist unwahr, was Sie schreiben.
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#20   franziskus   22:54:58 | Dienstag, 23. Dezember 2008
@Marcelus,
ich glaube, wir reden aneinander vorbei.
Genau so wenig wie Maria als Miterlösern dogmatisiert ist, kann man von einem Dogma der Jungfrauengeburt sprechen.
Oder belegen Sie dieses Dogma einfach, das heißt, beweisen Sie Ihr „anathema sit“, meine Verteufelung. >:)
Trotzdem Frohe Weihnacht!
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#19   Marcelus   19:33:57 | Dienstag, 23. Dezember 2008
franziskus: Maria ist Immerwährende Jungfrau,
und damit ist auch die Jungfrauengeburt unfehlbare katholische Lehre, die ja auch die Hl. Schrift bezeugt.
Lesen Sie halt die Hl. Schrift und die Dogmen über die allerseligste Jungfrau Maria, damit Sie wieder katholisch werden.
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#18   franziskus   19:31:47 | Dienstag, 23. Dezember 2008
„Jungfrauengeburt“
ist nicht kirchlich dogmatisch definiert. Jedoch gehört die „Jungfräulichkeit“ bereits im NT zum christlichen Glauben. Weder die „Gottesgebärerin“ noch die „Jungfräulichkeit“ wird primär auf Maria als Person bezogen, sondern auf die Erfahrung im Umgang mit Jesus.
Augustinus war der Ansicht, dass im Paradies alle Menschen jungfräulich gelebt, Thomas von Aquin dagegen, dass alle Menschen im Paradies geheiratet hätten. Beide wollten dasselbe ausdrücken, nämlich: Wo der Mensch frei von Entfremdung ist, dort sind Ehe und Jungfräulichkeit dasselbe. Maria ist Symbol für diese Utopie des paradiesischen Uranfangs.
Wird von der „Jungfräulichkeit“ vor in und nach der Geburt gesprochen (Denzinger 422) so meint das offenbar nicht die Freiheit vom geschlechtlichen Umgang mit einem Mann, denn „in der Geburt“ ist dies unsinnig.
J. Ratzinger schreibt folgerichtig in seiner „Einführung in das Christentum:
„Die Gottessohnschaft Jesu beruht nach dem kirchlichen Glauben nicht darauf, dass Jesus keinen menschlichen Vater hatte; die Lehre vom Gottsein Jesu würde nicht angetastet, wenn Jesus aus einer normalen menschlichen Ehe hervorgegangen wäre. Denn die Gottessohnschaft, von der der Glaube spricht, ist kein biologisches, sondern ein ontologisches Faktum.“
War Maria möglicherweise ein Vergewaltigungsopfer, dann lobt sie nicht ohne Grund Gott, der auf ihre „Niedrigkeit“ geblickt hat, was man auch mit Erniedrigung oder Demütigung übersetzen kann.
Josef hat das alles gläubig mitgetragen! O:)
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#17   Elijahu †   17:02:16 | Dienstag, 23. Dezember 2008
Absolut.
sagen Sie, ist vielleicht Benedikt XVI. auch ein Ketzer oder Schismatiker, weil er das absolute Wunder der hypostatischen Union nicht mit biologischen Gesetzen verquickt?
Häresie ist Häresie. Aber nur weil die Privatperson Ratzinger ein Ketzer auf dem Papstthron ist darf man das Petrusamt und das Lehramt nicht verachten. In seinen Ämtern im Vatikan hat Ratzingern zumindest niemals so krassen Häresien verbreitet wie zu seinen wilden Professorenzeiten. Der Kniefall vor dem Teufel in jungen Jahren war halt für den jungen Ratzinger das entscheidende Karrierevehikel um nach oben zu kommen.
Das heilige Amt respektieren, die unheilige Person verachten.
Ich habe hier gestern Punkt für Punkt nachgewiesen warum Ratzinger sich als Professor gegen das Evangelium selbst gestellt hat. Das entsprechende Büchlein gibt er heute noch heraus und aktualisiert es mit seinen Vorworten. Die Häresie steht da immer noch genauso drin wie vor 30 Jahren.
Man kann ja von einem Präfekten der Glaubenskongregation auch schlecht erwarten dass er sich selber zensiert, nicht wahr.
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#16   franziskus   16:50:41 | Dienstag, 23. Dezember 2008
Blinder Marcelus,
sagen Sie, ist vielleicht Benedikt XVI. auch ein Ketzer oder Schismatiker, weil er das absolute Wunder der hypostatischen Union nicht mit biologischen Gesetzen verquickt?
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#15   Marcelus   14:26:08 | Dienstag, 23. Dezember 2008
franziskus der Pseudokatholik: Sie können Fragen stellen,
aber keine Irrtümer gegen die römisch-katholische Lehre behaupten.
Wer ein Dogma leugnet ist ein Häretiker und Apostat von der Kirche und kann nicht die ewige Seligkeit erlangen.
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#14   franziskus   14:24:19 | Dienstag, 23. Dezember 2008
Marcelus, der dogmatische
verträgt keine sinnvolle Fragestellung.
Trotzdem frohe Weihnacht.
Gottes Liebe hat so und so gesiegt!
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#13   Marcelus   12:12:12 | Dienstag, 23. Dezember 2008
franziskus der Irrende: Die von der göttlichen Kirche sicher bezeugte
apostolische Lehre ist zuverlässig, weil die Kirche ihre Überlieferung von Christus und den Aposteln empfangen hat, und diese Überlieferung ist zuverlässig, weil die Kirche ihre Überlieferung sicher bezeugt,
und jeder Papst, einschließlich des aktuellen, bekennt die Dogmen der Kirche, und dazu gehört die biologische Tatsache der immerwährenden Jungfräulichkeit Mariens.
Einen Unterschied zwischen biologischer und ontologischer Realität gibt es nicht: Ontologie ist die Lehre vom Sein, also was ist. Etwas, das ontologisch besteht, besteht in höchstem Maße natürlich in der Realität.
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#12   franziskus   11:57:53 | Dienstag, 23. Dezember 2008
Josefsehe und Jungfrauengeburt
Die Künstlerin tat sich schwer, das Leiden Christi darzustellen?
War nicht sein Leiden (und Auferstehen) die Thronbesteigung des ewigen Friedenskönigs?
Ließ er sich nicht rohe Gewalt antun, um ein Gottesreich der Gewlatlosigkeit zu begründen?
Hat er sich nicht schon dadurch wie jeder König der Juden den Amtstitel eines „Sohnes Gottes“ verdient?
Soll nicht die Weihnachtsgeschichte klar machen, das er das schon vom Ursprung her war?
Können wir nicht. wie unser Papst meint, die Jungfrauengeburt von der biologischen auf die seinsmäßige (ontologische) Ebene verlagern?
Muss unbedingt der hl. Josef das entscheidende y-Chromosom geliefert haben?
Konnte Maria ihre Jungfräulichkeit verlieren, wenn sie wie schon alte (jüdische) Quellen nahelegen, von einem römischen Soldaten, namens Panthera, vergewaltigt wurde?
Würde so nicht mit der Übernahme der Vaterschaft durch Josef die heutzutage abtreibungsgefährdete Frucht einer solchen Gewalttat gerettet worden sein?
Wäre es nicht angemessen, dass am Anfang und am irdischen Lebensende des ewigen Friedensfürsten verschiedene Formen der Gewalt durch Liebe und Leidensbereitschaft (Gewaltverzicht) ad absurdum geführt worden sind?
Decuit, potuit, ergo fecit, wie DunScotus sagen würde!
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#11   pneumat   05:57:15 | Dienstag, 23. Dezember 2008
„Das Paar hatte keine Kinder“
„Es gibt Sekunden, es sind im ganzen nur fünf oder sechs auf einmal, und plötzlich fühlt man die Gegenwart der ewigen Harmonie, der vollkommen erreichten. Das ist nicht irdisch; ich rede nicht davon, dass es himmlisch ist, sondern ich will nur sagen, dass ein Mensch in irdischer Gestalt das nicht aushalten kann. Man muß sich physisch verändern oder sterben. Dieses Gefühl ist klar und unbestreitbar. Als ob man plötzlich die ganze Natur empfände, und plötzlich sagt man: ja, es ist richtig. Gott hat, als er die Welt schuf, am Abend jedes Schöpfungstages gesagt: ‘Ja, es ist richtig, es ist gut.’
Das … das ist nicht ein Ergriffensein, sondern nur … einfach Freude. Man hat auch nichts zu verzeihen, da es schon nichts mehr gibt, das zu verzeihen wäre. Man kann auch nicht sagen, man liebe, oh, – das ist etwas Höheres als Liebe!
Das Furchtbarste ist, daß es so schrecklich klar ist und eine solche Freude. Wenn das länger als fünf Sekunden dauerte … würde die Seele es nicht aushalten und vergehen.
In diesen fünf Sekunden durchlebe ich das Leben, und ich würde sie für mein ganzes Leben hingeben, denn sie sind das wert. Um zehn Sekunden aushalten zu können, müsste man sich physisch verändern. Ich denke, der Mensch sollte aufhören, Kinder zu zeugen. Wozu noch Kinder, wozu noch Entwicklung, wenn das Ziel erreicht ist?“
Dostojewski, Fjodor (1873)
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#10   Galatea   22:26:21 | Montag, 22. Dezember 2008
Es war überhaupt kein Skandal, Herr Sirilo,
er folgte – besser als irgendjemand anders – dem Zeitgeist.
Und litt zeitlebens unter der Tatsache, wie abhängig er war. Ohne Gott hätte er seine unglaublichen Taten nicht vollbringen können.
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#9   Samurai   22:22:54 | Montag, 22. Dezember 2008
@ juergen
Entgegen den üblichen Klischees:
Michelangelo war hetero.
Aber es ist schon ein Skandal:
Er hat mit dem David eine Statue eines nackten !!! Jünglings geschaffen! Also, ob das gute katholische Kunst ist? ;-)
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#8   juergen   20:55:41 | Montag, 22. Dezember 2008
Michelangelo
Dagegen waren Michelangelo, Leonardo da Vinci, Albrecht Dürer, Lukas Cranach, Matthias Grünewald, Raffael, El Greco Peter Paul Rubens, Rembrandt usw. vermutlich sexkranke pornographen.
Wäre Michelangelo heterosexuell gewesen, hätte er die sixtinische Kapelle weiss getüncht.
:-D
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#6   Strauss   19:10:21 | Montag, 22. Dezember 2008
schöne
Werke…wenigsten kein Sieger Köder
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#5   Heinz Josef   18:30:26 | Montag, 22. Dezember 2008
Was uns kreuz.net sagen will?
Die ganze Familie aktiv bei den Schismatikern und dazu noch ne richtge Künstlerin die entdeckt dass die eigentliche Kunst sakral ist. Dagegen waren Michelangelo, Leonardo da Vinci, Albrecht Dürer, Lukas Cranach, Matthias Grünewald, Raffael, El Greco Peter Paul Rubens, Rembrandt usw. vermutlich sexkranke pornographen. Wenn man sich allein die Malerei in der Sixtinischen Kapelle anschaut. Nackte Kardinäle mit Ihren Mätressen auf dem Weg zur Hölle … Da war Glauben noch lustig!
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#4   Sirilo   17:05:22 | Montag, 22. Dezember 2008
„Das Paar hatte keine Kinder“,
wird im Artikel ausdrücklich vermerkt. Was will uns Kreuz.net damit sagen? Daß die beiden sich entgegen der katholischen Lehre zur Fortpflanzung um die Nachkommenschaft gedrückt haben, oder daß sie in einer „Josefsehe“ lebten, was nach kirchlicher Auffassung löblicher gewesen wäre…
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#3   HBR   14:21:18 | Montag, 22. Dezember 2008
Ich würde diese Kunst als…
…als kitschig bezeichnen. Aber das ist wohl Geschmacksfrage
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#2   Samurai   13:14:44 | Montag, 22. Dezember 2008
Tja, sakrale Kunst ist eben so,…
…genau so, wie eine ordentliche röm.-kath. Kirche im neogotischen Stil zu sein hat -wenn man hass.net und Co. glaubt! Ich glaube denen nicht.
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#1   juergen   13:10:17 | Montag, 22. Dezember 2008
Bewertungskriterien
Schade, daß es für Kunst kaum objektive Bewertungskriterien gibt, sonst könnte man hier trefflich was zu den zuckersüßen Bildern etc. sagen.
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