Milingo
Ein neuer Pater Pio?
Er steht jeden Tag um 2.30 Uhr auf. Dann liest er das Brevier, betet den Rosenkranz und steht anschließend der Eucharistiefeier vor. Daneben gibt er wirre Interviews.
Milingo im Interview der italienischen Tageszeitung 'Il Gazzettino'
Milingo im Interview der italienischen Tageszeitung ‘Il Gazzettino’
(kreuz.net, Vicenza) Der abgefallene Kurienerzbischof, Emmanuel Milingo (78), ist rechtzeitig zu Weihnachten mit seiner Kebse in Italien aufgetaucht.

Das berichtete die Webseite der norditalienischen Tageszeitung ‘Il Gazzettino’ am 22. Dezember.

Milingo ist aus Südkorea eingereist. Jetzt lebt er in einer Wohnung in der Nähe der Stadt Vicenza.

Dort hat er auch eine improvisierte Kapelle eingerichtet, in der er zwölf Anhänger um sich geschart hat und verbotenerweise der neugläubigen Eucharistiefeier vorsteht.

In den Klauen der Sekte

Er sei nach Italien gekommen, „weil mich einige Freunde darum gebeten haben, die mir eine Wohnung eingerichtet haben“.

Es handelt sich dabei vermutlich um Anhänger der koreanischen Moon-Sekte, zur der Milingo abgefallen ist.

Er sorge sich um die Kranken – erklärte Milingo weiter: „Ich habe in Afrika und im Vatikan große Dinge getan“. Man habe sich um ihn gesorgt, „weil ich so viele Menschen anzog.“

Er sei nie aus der Kirche ausgetreten – behauptete der Sektenanhänger vor der Zeitung: „Ich bin immer Milingo, getauft, gefirmt, zum Bischof geweiht.“

In Amerika und Korea führe er auch Priesterweihen durch.

Ein Scherz

Seine Exkommunikation sei „ein Scherz“ gewesen. Der Vatikan streite mit allen – „mit den Orthodoxen, den Anglikanern.“

Doch niemand habe Luther aufgehalten. Er fühle sich nicht exkommuniziert.

Seine ersten Weihnachtsglückwünsche habe er dem Papst in den Vatikan geschickt: „Das habe ich immer so gemacht – manchmal antworten sie mir, manchmal nicht. Aber sie haben mir auch noch nach meiner Eheschließung geantwortet.“

Milingo wurde exkommuniziert, nachdem er vier Bischöfe geweiht hatte: „In Wahrheit wurden sie schon Bischöfe in Holland“ – rechtfertigt er sich: „Sie haben mich nur gebeten, die Apostolizität zu bestätigen.“

Man haben ihn – nach seinem ersten Abfall – gebeten, nach Italien zu kommen, um mit dem damaligen Papst Johannes Paul II. zu sprechen: „Aber sie hielten mich ein Jahr und drei Monate hin, bis ich ihn sehen konnte.“

Rettung des Charismas

Der Papst habe ihn gefragt: „Warum hat man Dich nach Italien beordert?“

Da habe er, Milingo, den Heiligen Vater darauf hingewiesen, von ihm persönlich gerufen worden zu sein. Darauf der Papst: „Mach Dir keine Sorgen, was sie mit Dir getan haben, haben sie auch mit Pater Pio gemacht. Wir werden alles unternehmen, um Dein Charisma zu retten.“

Sein „Charisma“ beschreibt Milingo als „spezielle Gabe, die der Herr wenigen gibt – das Charisma der Heiligung und Dämonenaustreibung.“

Er heile auch in Italien: „Ich werde bei Tumoren, Epilepsie und sonstigen Dingen um Hilfe gebeten.“

Unterredung mit dem Teufel

Milingo hat nach eigenen Angaben selber mit dem Teufel gesprochen: „Er sagte, daß dieser sich gedemütigt fühlte, von einer menschlichen Person verjagt zu werden, die ihm unterlegen ist.“

Darauf antwortete Milingo dem Teufel: „Ich bin ein Mensch, aber ich mache es nicht für mich, ich vertreibe den Teufel im Namen und durch die Autorität Jesu Christi.“

Vor dem Teufel hatte der abgefallene Erzbischof angeblich nie Angst: „Ich glaube an Gott, nicht nur als Witz. Ich lebe in Gott und Gott lebt in mir.“

Solidarität mit den Mißhandelten

Die Entscheidung zu heiraten, sei nicht seine gewesen: „Der Herr hat mich heiraten lassen, um Teil der über 150.000 verheirateten Priestern auf der Welt zu sein.“

Er wolle zu diesen „Mißhandelten“ gehören: „Sie haben keine Sünde, denn in ihrem Leben haben sie immer Gott gedient.“

Man schließe Pfarreien, weil man keine Priester mehr hat: „Amerikanische Bischöfe haben mich angefragt, ob ich ihnen Priester senden könnte.“

An Weihnachten gedenkt Milingo, die Messe zu zelebrieren: „Ich feiere die Messe immer, nicht nur an Weihnachten.“

Ich beginne jeden Tag, nachdem ich um 2.30 Uhr aufstehe, mit dem Brevier, der Rezitierung des Rosenkranzes und der Heilige Messe.

Ich bin kein „Ex-Bischof, wie die Zeitungen schreiben. Ich bin weiterhin ein Priester.“
      
19 Lesermeinungen
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#19   Marcelus   20:08:23 | Donnerstag, 25. Dezember 2008
Der Vatikan braucht sich nicht zusätzlich von einem bedauernswerten zu einer Psychosekte abgefalle-
nen Bischof distancieren – dazu ist die Apostasie zu offensichtlich.
Erzbischof Milingo hat in seinen Gottesdiensten Teufel und Dämonen ausgetrieben – und ist durch seine eigene Dummheit und eigene Schuld dem Teufel schließlich auf den Leim gegangen.
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#18   Insinuator   17:17:22 | Donnerstag, 25. Dezember 2008
Das helle Erstrahlen zur Weihnachtszeit
Unablässig wiederkehrend wünscht kreutz.net glänzend zu erstrahlen im Schein der Scheiterhaufen, an die es Feuer legen möchte. Und wieder einmal möchte kreuz.net, dass der Scheiterhaufen nicht unbelegt abbrennt. :-!
Hier wird geopfert, aber nicht gebüßt oder bereut.
Friede all denen, die friedfertig sind! Jenen eine frohe Weihnachtszeit!
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#17   r.ruhrgebietler   22:53:12 | Mittwoch, 24. Dezember 2008
@HeinrichvonOfterdingen – womp! Das hat gesessen
da bin ich ja ein echter Weisenknabe gegen diese Formulierung! …wünschenswert wäre, dass der Vatikan sich von den wirren Aktionen der letzten Päpste, die dem Ansehen der Kirche und der Kirche selbst, schweren Schaden zugefügt haben, distanzierte.
Hochachtung meiner lieber Heinrich! Das muss ich erst mal verdauen! Ihnen gesegnete Weihnachten!!!
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#16   HeinrichvonOfterdingen   21:47:38 | Mittwoch, 24. Dezember 2008
Lieber Vineta,
Es war zu erwarten,daß der Vatikan sich von Milingo, der mit seinen vielen wirren Aktionen dem Ansehen der Kirche schweren Schaden zugefügt hat, distanziert.
… nicht zu erwarten, aber dennoch wünschenswert wäre, dass der Vatikan sich von den wirren Aktionen der letzten Päpste, die dem Ansehen der Kirche und der Kirche selbst, schweren Schaden zugefügt haben, distanzierte.
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#15   r.ruhrgebietler   21:32:08 | Mittwoch, 24. Dezember 2008
man kann in den Ansichten des Marcelus beipflichten
und ein Lichtlein für den abgefallenen mons. an der Krippe anzünden. Auch ein Gesätz des Rosenkranzes ist sicherlich nicht verkehrt. Passend: …der uns den Heiligen Geist gesandt hat.
Weihnachtliche Grüße allen Menshcen guten Willens!
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#14   savonarola   02:11:36 | Mittwoch, 24. Dezember 2008
Teufelswerk?
Quatsch! Die Dinge liegen doch auf der Hand: „Der Neger an sich schnackselt gern.“ (Gloria von Thurn und Taxis)
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#13   Marcelus   19:46:46 | Dienstag, 23. Dezember 2008
Das Ärgernis
das Bischof Milingo angerichtet hat,
nämlich Milingos Apostasie von der katholischen Kirche zur Moonsekte.
das Ärgernis wieder gutmacht, das er angerichtet hat
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#12   franco.felice   19:44:38 | Dienstag, 23. Dezember 2008
Man sollte zu P. Pio beten,
daß der abgefallene Erzbischof sich bekehrt, bevor ihn der Teufel holt, und das Ärgernis wieder gutmacht, das er angerichtet hat.
Der Teufel hat ein Ärgernis angerichtet? Jetzt übertreibt er aber wirklich.
:-]
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#11   Vineta   19:09:33 | Dienstag, 23. Dezember 2008
Es war zu erwarten,
daß der Vatikan sich von Milingo, der mit seinen vielen wirren Aktionen dem Ansehen der Kirche schweren Schaden zugefügt hat, distanziert.
Aber eher nicht, daß die Distanzierung nicht komplett ist, und Milingo nicht nur vom Vatikan weiterhin Antworten auf seine Briefe dorthin bekommt, sondern sogar seine Pensionszahlungen ( hinter denen ja wohl irgendwie die finanzielle Unterstützung der Kirche durch ahnungslose Gläubige steht).
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#10   Mathias Wagener   18:00:00 | Dienstag, 23. Dezember 2008
Uninteressant
Wen soll denn das interessieren ? Uninteressant.
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#9   KarlBorromäus   15:39:16 | Dienstag, 23. Dezember 2008
Armer Kerl
Wahrlich eine Tragödie, was mit diesem Menschen passiert ist.
Die Teufelserscheinung ist aber wahr, wie ich glaube. Als Exorzist hat er es sicher besonders schwer gehabt und der Teufel wird alles aufgebracht haben, was er vermag. Doch der Eintritt in die Moon-Sekte mit ihren Massenhochzeiten ist schon ein starkes Stück und darf nicht bagatellisiert werden.
Egal wieviel er betet und frömmelt, die Gebete müssen mit Christus vereint sein, um angenommen zu werden. Aus eigener Schuld (Freier Wille!) ist er nicht mehr Teil der heiligen Kirche Gottes. Was da wohl geschehen ist????
Hoffentlich bekehrt er sich, dieser arme Kerl. Er hat ja auch seine Verdienste! Mehr als wir alle zusammen wahrscheinlich.
Aber sich nicht auf die unendlichen Verdienste Christi berufend, ist alles Menschenwerk vergebens!!!
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#8   Prof Rempremmerding   13:06:08 | Dienstag, 23. Dezember 2008
Unpassender Vergleich
Diesen Herrn auch nur spaßeshalber mit dem hl. Padre Pio zu vergleichen ist eine ungeheuerliche Geschmacklosigkeit. :-! Man sollte zu P. Pio beten, daß der abgefallene Erzbischof sich bekehrt, bevor ihn der Teufel >:) holt, und das Ärgernis wieder gutmacht, das er angerichtet hat. Seine Pseudoargumentation zeigt hingegen, wer seine geistigen Väter waren: die vatikanische Räubersynode :-! und Götzenj :-! pa. Um aus diesen Fängen der Verblendung >:) befreit zu werden, müßte eine Legion von Heiligen Tag und Nacht vor dem heiligsten Sakrament auf den Knien liegen.
Kyrie eleison!
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#7   Marcelus   12:34:56 | Dienstag, 23. Dezember 2008
Der Abfall des Bischofs Milingo zur Moonsekte ist ganz eindeutig das Werk
des Teufels, dem er ein gewaltiger Dorn im Auge war.
Nun muss man für das ewige Seelenheil Mr. Milingos beten, damit der Teufel am Ende nicht doch noch Milingo für sein Gegenreich gewonnen hat.
Hoffentlich ist Milingo nur hochgradig geistig verwirrt – nach außen hin ist er Sektenapostat und im Stand der schweren Sünde, und auf dem direkten Weg in die ewige Verdammnis.
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#6   r.ruhrgebietler   11:39:07 | Dienstag, 23. Dezember 2008
Mit Milingo ist was schiefgelaufen
ich konnte ihn persönlich vor 11 Jahre einigemale treffen. Damals hatte er noch alle auf der Kranzleiste und war dem Satan ein gewaltiger Dorn im Auge!
Sein wichtigstes Anliegen: Man muss Gott auch lieben!
Irgendwer hat den Ärmsten massiv manipuliert oder was auch immer! Es ist sehr an der Zeit auch für diese arme Seele zu beten, damit er aus den Fängen der Chaosmächte befreit wird! das ist nicht der Milingo, wie ich ihn getroffen habe.
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#5   defendor   10:50:02 | Dienstag, 23. Dezember 2008
Entweder…oder…
Der abgefallene – mitlerweile exkommunizierte – Kurienerzbischof Milingo hat sich – durch seine „Heirat“ in der seelenverderbenden Moon-Sekte – für die Anbetung der Lüge entschieden !
Solange er nicht demütig und mit einem reuebereiten Herzen in den Schoss der heiligen Mutter Kirche, dem mystischen LEIB CHRIST, zurück kehrt, solange sind seine „Auesserungen“ Schall und Rauch und er reiht sich nahtlos ein in die – mittlerweile grosse – Schar der falschen Propheten !
Möge er die BARMHERZIGKEIT CHRISTI erflehen und demütig und mit reuebereitem Herzen umkehren, aufdass er nicht im Sumpf der Lüge verloren gehe !
Niemand – schon gar kein Geistlicher der heiligen Mutter Kirche – kann den hochheiligen Namen CHRSTI im Munde führen und gleichzeitig der Lüge huldigen !
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#4   Strauss   10:29:06 | Dienstag, 23. Dezember 2008
@Gunsenum
Nichts!
Dies sind vielmehr die Früchte des Ungehorsams Levebvres.
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#3   Tridentinus   10:26:10 | Dienstag, 23. Dezember 2008
Und wegen dieser scheinbaren, äußeren Ähnlichkeiten
ist es ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal und höchst erfreulich, daß Melingo den neuen Ritus benutzt!
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#2   Gunsenum   10:22:53 | Dienstag, 23. Dezember 2008
Ein neuer Lefebvre!
Was unterscheidet, im Kern der Handlung, die unerlaubten Bischofsweihen des Bischofs Milingo eigentlich von denen des Herrn Lefebvre?
NICHTS!
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#1   Strauss   10:18:49 | Dienstag, 23. Dezember 2008
völlig unbeabsichtigt
„Milingo wurde exkommuniziert, nachdem er vier Bischöfe geweiht hatte“
„Seine Exkommunikation sei „ein Scherz“ gewesen. Der Vatikan streite mit allen – „mit den Orthodoxen, den Anglikanern.“
„Er sei nie aus der Kirche ausgetreten – behauptete der Sektenanhänger vor der Zeitung: „Ich bin immer Milingo, getauft, gefirmt, zum Bischof geweiht.“
„In Amerika und Korea führe er auch Priesterweihen durch.“
Ähnlichkeiten mit einer gewissen Bruderschaft sind rein zufällig und völlig unbeabsichtigt. :-)
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