Bildung
Großbritannien: Kampf gegen obszöne Wörter…
In Großbritannien bemüht sich der Staat, die öffentliche Moral zu heben und anstößige Wörter zu verbannen. Zur Zeit wird zur Jagd auf das Wort „heilig“ geblasen.
(kreuz.net, Islington) Das Gemeindeparlament von Islington im Norden von London hat angeregt, daß eine lokale Schule das Wort „Sankt“ aus ihrem Namen streiche, um andere Religionen nicht zu beleidigen.

Die anglikanische Sankta Maria Magdalena Primarschule, die im Jahre des Herrn 1710 gegründet wurde, ist das Opfer des städtischen Vorschlags. Danach würde der Name der Schule gewechselt, wenn diese im Jahre 2007 in eine neue Form überführt wird.

Eltern und Geistliche – unter ihnen Moslems und Juden – haben ihr Entsetzen über den Vorschlag des liberal-demokratisch dominierten Stadtparlamentes ausgedrückt. Der liberal-demokratische Vorschlag sei Ausdruck einer anti-christlichen Haltung.

Der für Kinder zuständige Stadtrat vertrat die Auffassung, daß sich die Namensänderung nahelege, um die Schule an die Bräuche des 21. Jahrhunderts anzupassen. Moslemische und jüdische Organisationen haben aber ihr Erstaunen ausgedrückt und bestanden darauf, daß der Name „überhaupt kein Thema sei“.

Die Sprecherin einer moslemischen Organisation meinte: „Das ist verrückt. Wir verehren [die Muttergottes] Maria sehr, als Mutter von Jesus [Christus].“ Ähnlich äußerte sich der Sprecher einer jüdischen Organisation: „Das ist überhaupt kein Thema. Wir leben in einem Land, daß in Geschichte und Kultur christlich ist.“

Die Entscheidung über den neuen Namen der Schule wird in einigen Monaten fallen.
      
1 Lesermeinung
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#1   Elisabeth   10:23:31 | Samstag, 6. November 2004
Anpassung an die Bräuche des 21.Jahrhundert
Jep,diesen Satz muß man sich mal auf der Zunge zergehen lassen.Wo hat es denn noch Bräuche im 21 Jh? Wurden doch dank der „Gleichschaltung“ in vielen Bereichen eh schon foft genug abgeschliffen.Das TV-Programm ist fast einheitlich, wenn ma die Privaten Tv-Sender betrachtet,die Moder verkommt zur Uniform,vor allem wenn man Kinder und Jugendliche betrachtet.
In vielen Buchhandlungen gibt es auch oftmals eine Einheitskost, wenn der Buchhändler nicht eigensinnig und noch anderes als das Gängige und Übliche anbietet,alles ist nur noch von Gleichmacherei,Gerechtigkeitswahn, Einheitlichkeit, Anpassen und Unterordnen geprägt.
Kanten und Ecken, Individualität, Eigensinn,Dickköpfigkeit, wird als Auffälligkeit und Fall für den Pschychotherapeuthen deklariert.
Und jetzt fällt das Wort Sankt aus dem Rahmen des Angepassten .
Hoffen wir ,daß solches uns nicht und oder nicht so schnell wiederverfährt,in Deutschland.
Das unsere Stadträte noch nicht so stromlinienförmig denken und handeln.
Einen schönen Samstag,
Gruß,
Elisabeth
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