Eucharistie
Sogar die Mißbräuche von damals wünscht man sich zurück
Im Angesicht der gegenwärtigen Schrecken hören sich vorkonziliäre liturgische Mißbräuche heute an wie Erinnerungen an das Land der Seligen.
Meßbuch aus dem 16. Jahrhundert.
Meßbuch aus dem 16. Jahrhundert.
(kreuz.net) Am 13. November erinnerte Hauptschriftleiter Eduard Nagel im Editorial der Trierer liturgischen Zeitschrift ‘Gottesdienst’ an das 45. Jubiläum der Liturgiekonstitution ‘Sacrosanctum Concilium’ des Zweiten Vatikanums.

Die Konstitution wurde am 4. Dezember 1963 von 2147 Konzilsvätern angenommen und von vier abgelehnt.

‘Gottesdienst’ benütze dieses Datum für einen Rückblick auf die liturgische Entwicklung seit dieser Zeit.

Für die jüngere Generation sei es wohl schwierig nachzuvollziehen, wie tiefgreifend die Änderungen waren „und warum die Älteren mit Sorge auf restaurative Tendenzen blicken.“

Nagel zitiert aus den autobiographischen Aufzeichnungen des Theologen Hw. Romano Guardini († 1968), um zu zeigen, von wo die Konzilsväter aufgebrochen seien und wohin die heute Älteren nicht zurückwollten.

Ein Zitat von Hw. Guardini kritisiert das „Auseinanderklaffen von Liturgie und Frömmigkeit der Gläubigen“:

„Zum Schlimmsten in dieser Beziehung gehörte die Verpflichtung, die ich später in St. Christoph und St. Ignaz in Mainz, zusammen etwa zwei Jahre lang auf mich nehmen mußte, nämlich jeden Tag vor ausgesetztem Allerheiligsten zu zelebrieren, während bei den Gläubigen der Rosenkranz gebetet wurde. Die Sinnlosigkeit dieses Vorgangs war unerträglich, und ich habe einen inneren Schaden nur dadurch vermeiden können, daß ich mich dagegen unempfindlich machte.“

Was Nagel nicht auffällt: Das war zu einer Zeit als man noch in der Tat von der „Frömmigkeit der Gläubigen“ reden konnte – während die Ex-Gläubigen nach 45 Jahren Liturgiekonstitution realistischerweise als „Gottesdienstbesucher“ bezeichnet werden müssen.

Meßablauf in vorkonziliaren Bildern
StufengebetGloriaOration

Nagel verteidigt Guardini: Niemand könne ihm nachsagen, daß sein Wille, diesen Zustand zu überwinden einem liturgischen Aktionismus gleichkomme.

Gleiches gelte für die Konzilsväter und für jene Bischöfe, Fachleute und Praktiker, welche die neuen liturgischen Bücher anschließend erarbeiten und die Liturgiereform umsetzten – so Nagel.

Das sei zu bedenken, „bevor alte Praktiken euphorisch als Zukunftskonzepte gepriesen werden.“

Die Älteren würden sich noch gut an die Risiken und Nebenwirkungen erinnern: „Sie zu bagatellisieren zeugt weder von Weitsicht noch von Verantwortungsbewußtsein.“

Zweifellos. Die Messen vor dem ausgesetzten Allerheiligsten wurden den Gläubigen erfolgreich ausgetrieben. Den Rosenkranz – mit oder ohne Messe – auch.

Man möchte Romano Guardini als besondere Fegfeuerbuße ein Vikariat in einer durchschnittlichen Pfarrei der Gegenwart gönnen.

Er würde sein wehleidiges Gejammer über die Frömmigkeit von damals wohl angemessen zu bereuen wissen.
      
46 Lesermeinungen
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#47   Jörg Guttenberger, Köln   18:55:58 | Montag, 12. Januar 2009
Marcelus: Kirche, Galatea: Messe
M: Wieso Sie auf den abwegigen Gedanke kommen, ich würde den alleinseligmachenden Charakter der Kirche Jesu Christi leugnen, ist mir unerfindlich.
G.: Ich meine natürlich nicht die Familienmesse, sondern die Hochform der Messe, nämlich die missa cantata (weil das Hochamt offiziell abeschafft ist, im allgemeinen Sprachgebrauch jedoch weiter lebt).
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#46   patricius   01:21:04 | Montag, 5. Januar 2009
Gültigkeit der Messe?
Ich meine den Dom in der österreichischen Hauptstadt…Allerdings ist der Beichtstuhl vom Kirchenschiff durch ein Gitter getrennt, befindet sich in einem abgetrennten Raum und der Großteil der Leute, die beichten, sind gar keine Messbesucher. Die Priester hören meistens 2 bis 3 Stunden Beichte.
Wenn ich vor der Messe nicht dran komme, beichte ich manchmal während des Beginns. Man kann ja auch ohne Beichte zur Messe zu spät kommen und die Messe noch gültig mitfeiern.
Meistens aber passiere ich sofort das Gitter, nehme an der Messe teil und kehre nachher wieder zur Warteschlange vor dem Beichtstuhl zurück. Ideal wäre es natürlich vorher daran zu kommen.
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#45   Confiteor   00:58:42 | Montag, 5. Januar 2009
@ patricius,
Dome gibt es viele, welchen meinen Sie?
Aber während der Messe gehe ich nicht zu Beichte, weil sonst die vollgültige Mitfeier der Messe angezweifelt werden könnte.
Das sind vorkonziliare Praktiken, deren ich mich nicht bediene. Trotzdem vielen Dank für Ihre wohlwollende Aufmerksamkeit…!
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#44   patricius   00:53:58 | Montag, 5. Januar 2009
Beichte während und nach der Messe
@ Confiteor: Ich beichte oft während und nach der Messe, weil ich vor der Messe meistens nicht dran komme…
Ich gehe meistens in den Dom (Novus Ordo) und da ist meistens der Andrang zur Beichte enorm, weil sonst nirgendwo mehr Beichte angeboten wird, und dort werden eigene Beichtpriester (einer oder während der Festtage wie Ostern oder Weihnachten mehrere) abgestellt, während ein anderer Messe liest…
Maximal einmal im Monat gehe ich in den alten Ritus, und dort gibt es die Möglichkeit zur Beichte nur vor der Messe…
PS: Solange man nicht im Stande der schweren Sünde kommuniziert, ist die Beichte nach der Messe nicht schlimm…
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#43   Marcelus   21:22:05 | Donnerstag, 1. Januar 2009
Jörg Guttenberger leugnet das römisch-katholische Dogma von der alleinseligmachenden Kirche Christi
und ist damit Apostat und Nichtkatholik,
und darum erstaunt es auch nicht, daß er das Römisch-Katholische Meßopfer im Geiste der Kirche und des unfehlbaren Meßopferkonzils von Trient nicht recht versteht.
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#42   Galatea   21:16:15 | Donnerstag, 1. Januar 2009
Was soll denn der Rosenkranz-Unsinn während der Hl. Messe?
Sie werden doch nicht ernsthaft erzählen wollen, die Generationen vor uns hätten nicht gewusst, was sie tun, wenn sie die Hl. Messe besuchen?
Waren die alle dumm?
Herr Jörg Guttenberger:
Durch die Einführung der ursprünglichen „Rollenverteilung“ – Priester, Diakon, Chor, Gemeinde, wobei üblicherweiuse bei uns die Funktiuon des Diakons vom Priester und des Chores/Schola von der Gemeinde mit übernommen werden – ist für private Frömmigkeitsübungen in aller Regel wenig Raum, so auch für den Rosenkranz, der eindeutig ein außerliturgisches Gebet ist und dort
Sie werden doch wohl nicht etwa einen Familiengottesdienst beschreiben?
Bei der Hl. Messe aller Zeiten kommt man überhaupt nicht auf den Gedanken, etwas anderes zu beten, als das, was der Priester gerade betet.
Kommens doch nicht mit Ammenmärchen.
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#41   Jörg Guttenberger, Köln   21:06:30 | Donnerstag, 1. Januar 2009
Marcels: Rosenkranz
Durch die Einführung der ursprünglichen „Rollenverteilung“ – Priester, Diakon, Chor, Gemeinde, wobei üblicherweiuse bei uns die Funktiuon des Diakons vom Priester und des Chores/Schola von der Gemeinde mit übernommen werden – ist für private Frömmigkeitsübungen in aller Regel wenig Raum, so auch für den Rosenkranz, der eindeutig ein außerliturgisches Gebet ist und dort (privat und in den Rosenkranzandachten) seinen legitimen Platz hat. Der Rückgang des Rosenkranzgebetes ist ein schwerwiegender Verlust.
In der Liturgie hingegen solle die Gläubigen dem Geschehen folgen. Es handelt sich um eine gemeinsame Feier aller Gläubigen gemeinsam mit dem Priester. Liturgie ist damit keine Privatangelegenheit des Priesters mehr, wie sie vielfach verstanden wurde. Damit sind die entsprechenden Anweisungen Pius X durch das VATII gegensgandslos.
Liturgische Anweisungen sind bekanntlich jederzeit korrigierbar und unterstehen nicht der päpstlichen Unfehlbarkeit.
Wir müssen uns am Liturgieverständnis der alten Kirche, das mit dem der Ostkirchen insoweit übereistimmt, orientieren und nicht an den Entwicklungen nach dem Tridentinum, die in diesem Punkte durch die Auseinandersetzung mit der Reformation weitgehend mitverursacht ist.
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#40   Confiteor   15:20:19 | Donnerstag, 1. Januar 2009
@ B. Theophilus 89
Sie Schwachsinnsbruder der +.net-Lesermeinungsecke, sie verdummbeuteln Besucher dieser Seite aufs schärfste und verläumden ihre Thesen!
Wenn ich ihr Psychoprotokoll so anschaue, das man hier lesen kann, dann kommt mir die Frage über ob ihr Hirn überhaupt noch vorhanden ist? So zugig in diesen Ritzen des Schädels nur noch der Wind durchpfeifen kann.
Gott muss doch noch gnädig gewesen sein, Ihnen ein bisschen vegetatives Nervensystem zu geben, das ihnen das Atmen nicht vergessen lässt. Und vielleicht, dass sie noch den Computer einschalten können, damit sie hier ihren Stuss hier verfassen können.
Warum haben Sie eigentlich kein Gebet formuliert? Das würde Ihren geistlichen Verpflichtungen doch mehr entgegen kommen, als eine Philippika in aller Öffentlichkeit zu raiten…! :-( :-( :-(
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#39   Benedikt   14:18:01 | Donnerstag, 1. Januar 2009
Frömmigkeit?
Er würde sein wehleidiges Gejammer über die Frömmigkeit von damals wohl angemessen zu bereuen wissen.
Der Autor hat offenbar gar nicht kapiert, worum es Guardini ging.
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#38   Marcelus   11:56:31 | Donnerstag, 1. Januar 2009
@Jörg Guttenberger, Gegner des Rosenkranzes während des Meßopfers: Die Römisch-Katholische
Kirche fördert es, während des hl. Altarsopfers als Laiengläubiger den Rosenkranz zu beten, sofern man dem Geschehen am Altar gleichzeitig folgt.
Siehe z.B. das Kompendium der christlichen Lehre des hl. Papstes Pius X.
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#37   Jörg Guttenberger, Köln   05:14:46 | Donnerstag, 1. Januar 2009
Liturgische Mißbräuche
Mißbräuche sind abzulehnen, egal, aus welcher Richtung sie kommen!
Für einen Liturgiekenner ist es tatsächlich nicht nachvollziehbar, wieso Gläubige statt an der hl. Messe teilzunehmen, ihrer Privatfrömmigkeit nachgehen. Der äußere Ablauf einer Liturgie ist nun einmal ein Miteinander von Priester, Diakon, Chor und Gemeinde. Für jeden östlichen Christen ist das selbstverständlich. Im Westen war der Schnitt wohl Folge des Tridentinums: der zelebrierende Priester wurde verpflichtet, alle Gebete, also auch die dem Chor und der Gemeinde zukommenden Teile, noch einmal selber zu rezitieren. Das hat dazu geführt, daß es auf den Prieser alleine ankam, die Gemeinde, für die und mit der die Liturgie letztlich gefeiert wird, wurde überflüssig. Folge: sie mußte irgendwie beschäftigt werden. Hierzu eigneten sich Mess-Andachten, Kirchenlieder oder private Gebete, wie Rosenkranz.
Mit der Zruückdrängung des Rosenkranhes, der in der Liturgie tatsächlich nichts zu suchen hat, wurde der Kirche und dem geistlichen Leben der Gläubigen schwerer Schaden zugefügt, das Kind mit dem Bade ausgeschüttet. Marianische Frömmigkeit ist u. a. deswegen wichtig, weil die Mutter des Herrn Mittlerin in der Fürbitte ist, wie es Grignon formuliert. Da eine Mutter nicht nur das Haupt, sondern den ganzen Menschen gebiert, ist Maria nicht nur Mutter des Herrn (Haupt des Corpus Christi Mysticum) sondern auch unsere Mutter. Die Wichtigkeit der Marienverehrung läßt sich daher auch mit dem 4. Gebot begründen.
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#36   Beatus Theophilus_89   18:16:36 | Mittwoch, 31. Dezember 2008
Übrigens!
Damals konnte sich fast jeder ein Familienexemplar des Schotts leisten! Denn diese Bücher waren sowas wie das ReadersDigest heute, nämlich spottbilig.
Bei mir zuhause zähle ich einen Schrank voll von Schotts, Gotteslobe und Gebetsbüchern.
@ Conf!teor:
Sie Schwachsinnsbruder der +.net-Lesermeinungsecke, sie verdummbeuteln Besucher dieser Seite aufs schärfste und verläumden ihre Thesen!
Wenn ich ihr Psychoprotokoll so anschaue, das man hier lesen kann, dann kommt mir die Frage über ob ihr Hirn überhaupt noch vorhanden ist? So zugig in diesen Ritzen des Schädels nur noch der Wind durchpfeifen kann.
Gott muss doch noch gnädig gewesen sein, Ihnen ein bisschen vegetatives Nervensystem zu geben, das ihnen das Atmen nicht vergessen lässt. Und vielleicht, dass sie noch den Computer einschalten können, damit sie hier ihren Stuss hier verfassen können.
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#35   Bernd Stromberg   16:12:10 | Mittwoch, 31. Dezember 2008
Werter Samurai,
ich nehme mir die Freiheit, es anders als Sie zu sehen. Und das ist auch mein gutes Recht. Wenn Sie Messen mit Popmusik gerne haben, können Sie dies tun. Und solange ich mit diesen Dingen nicht in Berührung komme, ist es mir auch egal.
Ich bin durchaus für zeitgenössische Kirchenmusik, doch sollte diese sich von Discomusik deutlich unterscheiden. Dies ist nicht so sehr meine Privatmeinung wie auch die Meinung der Kirche, wie sie sich in der kirchenmusikalischen Gesetzgebung niederschlägt.
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#34   Confiteor   14:40:35 | Mittwoch, 31. Dezember 2008
@ Theophilus 89
Ich binn auf dem besten weg zum ‘Arbeiter im Weinberg des Herrn’ im Seminar der Gnade Gottes.
Ist ja alles recht und gut. Aber werden Sie bitte nicht zur nützichen Intelligenzbestie…für die alle anderen nur aus der Anstalt kommen können.
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#33   Beatus Theophilus_89   14:34:47 | Mittwoch, 31. Dezember 2008
@ wehrter HRB
Nein ich bin nicht in diesem unsel. Seminar…
Die sind für meine Maßstäbe zu konservativ!Wie kommst du nur daravf? Ich steh zum korrekten Glauben auch wenn ich ein bisschen Erzkonservativ bin. Ich hebe mich hiermit von diesen schwachtrotteligen Seminaren ab.
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#32   MartinBieger   14:34:43 | Mittwoch, 31. Dezember 2008
@Confi
Naja so ist das halt auf einem Dorf.Da habe ich wirklich schon die unmöglichsten Sachen erlebt.
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#31   Confiteor   14:32:12 | Mittwoch, 31. Dezember 2008
@ Martin
Wer es nicht als Missbrauch empfindet, braucht sich kein Gewissen zu machen. Wegen was kam man denn auch sonst untätiger Weise zusammen.
In der Wirtschaft hat man was zu tun: da wird geschafkopft, getrunken, gegessen und allem möglichen geredet…
In meiner Studienzeit hat man mir erzählt, dass im Freiburger Münster, die Studenten der Philosophischen Fakultät wären des Hochamts in den Seitengängen auf- und abgewandelt sind, um philsophische Fragen zu diskutieren. Niemand habe daran Anstoß genommen.
Das war sonntägliche Selbverständlichkeit: Das Freiburger Münster als wohlfeiler Areopag oder Stoa.
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#30   MartinBieger   14:22:53 | Mittwoch, 31. Dezember 2008
@Confi
Aber während der Hl.Messe Verkaufsverhandlungen zu führen über was auch immer ist das kein Missbrauch?
Das hätten die auch später in der Kneipe machen können.
Aber meistens waren sie da zu besoffen dafür.
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#29   Samurai   14:22:09 | Mittwoch, 31. Dezember 2008
Zum Stichwort; einzelne (!) Mißbräuche
Noch Personen wie Franz von Sales oder später Adolph Kolping haben sich für eine theologisch fundierte Ausbildung der Priester stark gemacht, damit diese mehr konnten als nur Messe lesen(!).
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#28   Confiteor   14:15:22 | Mittwoch, 31. Dezember 2008
@ Martin Warum sollte das
nicht möglich gewesen sein? Die anwesende Gemeinde war völlig uninteressant.
Die hatte weder Aufgaben noch eine Beutung, nur Präsenzpflicht wegen des sonntäglichen Messebesuchsgebots…
Gemeinde war die herrlichste Nebensache, nur wichtig, um genügend Ministranten bereitzustellen…!
Weil der Klerus im dem Fall offiziell ja nicht tätig sein darf, um zu Sicherstellung beizutragen.
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#27   Alois Bischof   14:15:01 | Mittwoch, 31. Dezember 2008
Bei uns
gingen beim Hochamt am Sonntag während der Predigt manchmal auch „weniger gläubige“ Pfarrgläubige aus der Kirche und rauchten draußen Zigaretten, um dann beim Singen des Offertoriums wieder in die Kirche zu gehen.
Na und? Das sind Mißbräuche.
Aber nur kleinere. Diese Personen gehen heute schon seit 40 Jahren ‘Neuer Messe’ (‘nachkonziliare Liturgie’) gar nicht mehr in die Kirche, die eine Tummelstube für Herz-Jesu-Marxisten, Homoklerus, Neo-Modernisten der saueren Tübinger Art geworden ist seit dem von einigen (wohl Münsteraner) Modernistenklerikern und sonstigen Konzilsgläubigen hier verteidigten „glorreichen“ II. Vatikanum.
Es gab Priester die schon damals die Heilige Messe „runterratterten“ und diese sündigten. Jedoch werden heute die Partikel des Allerheiligsten Sakramentes zertreten und weggeworfen, entheiligt, von dengleichen Klerikern – und oft sind diese damaligen Priester heute laisiert.
Die römisch-katholischen Priester die der ‘Alten Messe’ treublieben, waren sehr fromme Personen, die nur eine gesunde Liturgische Bewegung zugelassen haben. Da wurde kein Rosenkranz innerhalb der heiligen Messe mehr laut gebetet, aber Zelebration vor dem ausgesetzten Allerheiligen gab und gibt es immer noch, zur Anbetung und zur Sühne seitens der Laien.
Die aktive Teilnahme in den heutigen Zelebrationen der überlieferten römischen „Tridentinischen“ Liturgie ist heute 100fach höher als die „aktive Teilnahme“ an den Sitz-Novus-Ordo-Feiern, wo nur die Küsterin und Lektorin rumlaufe…
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#26   MartinBieger   14:10:25 | Mittwoch, 31. Dezember 2008
@Confi
Ich kann mich aus meiner Meßdienerzeit erinnern das während des Hochamts zwei Bauern lauthals über den Verkauf eines Schweines verhandelt haben.
Ist kein Scherz.
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#25   Confiteor   14:07:27 | Mittwoch, 31. Dezember 2008
Das war doch in
Bayern nicht viel anders. Die Männerleut’ sind nach der Wandlung fluchtartig aus der Kirche, ab zum Schafkopfen. So waren doch die Sitten.
Die Weiberleut’ hatten was auf den Tisch zu bringen. Die sind auch schon oft vor der Kommunion gegegangen, falls die Kommunion nicht schon vor der Messe ausgeteilt worden war. Reststücke von der vorigen Messe.
Damit es achher nicht so lange dauert…!
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#24   Vox e luce   14:06:20 | Mittwoch, 31. Dezember 2008
Mag sein,
aber allzu viel würde ich auf solche Erzählungen nicht geben, denn Dichtung verschwimmt oft mit Wahrheit und der wichtigste Zweck dieser Erzählungen ist ja doch oft die Kurzweil. ;-)
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#23   Samurai   14:03:00 | Mittwoch, 31. Dezember 2008
Nein, vox, „Modernisten“ waren es nicht!
Es waren einige Menschen (katholisch) aus dem Westmünsterland,die es mir erzählt haben, darunter meine Eltern, mein Großvater väterlicherseits und mehrere gute Bekannte.
Das mit dem Gasthaus geschah hier im Westmünsterland und ist nicht erfunden.
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#22   Confiteor   14:00:13 | Mittwoch, 31. Dezember 2008
@ Samurai
der Priester las eine Messe. Er musste noch nichtmal zelebrieren, sondern nur lesen.
Wenn Gorßandrang bei Messelesen war, häufig zu Hoachamtszeiten, wurde der Kapellenkranz von diversen Domkapitularen genutzt, die ihre Pflichtmesse runterratterten. Konzelebration gab es ja nicht.
Zeitlich gestuft zum nebenan Messelesenden, damit ein Mesner zwei oder drei Ältäre gleichzeitig bedienen konnte.
Die Gläubigen beim gleichlaufenden Hochamt konnten dann aussuchen, bei welchem Priester sie kommunizieren und nach (!) der Messe zur Beichte gehen wollten. Das war in diesen „seligen“ Zeiten alles möglich.
Das liturgische Chaos oder, um es mit Herrn Mosebach zu sagen: die Häresie der angeblichen Formvollendetheit
Beichten während der Messe war überhaupt ein sehr beliebter Sport, weil es dann immer knapp und präzise zuging.
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#21   HBR   13:59:42 | Mittwoch, 31. Dezember 2008
@B.Theophilus89
Sie sind aber nicht im Seminar Zaitskofen, oder?
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#20   Vox e luce   13:53:08 | Mittwoch, 31. Dezember 2008
Wo leben Sie denn, Samurai?
[…] schon mal ins Gastghaus gingen und Tische belegten bis die Frauen und Kinder nachkamen.
Das ist sicher regional sehr eingegrenzt. Mir ist nicht bekannt, dass man nach der erfüllten Sonntagspflicht das Gasthaus aufgesucht hat. Ausnahme war eine Herrenrunde, die aber im Glauben unanfechtbar war und sich niemals erdreistet hätte, die Messe vorzeitig zu verlassen. Vielleicht sind Sie auf die Propaganda von Modernisten hereingefallen?
Während der Messe betrachteten die Frauen den Rosenkranz, weil sie sowieso nicht verstanden, was der Priester sagte- es sei denn, sie besassen den Schott.
Meines Wissens nach besaß damals jeder einen Schott.
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#19   Samurai   13:47:16 | Mittwoch, 31. Dezember 2008
Eben, „Confi“, genau das meinte ich!
Wenn die vorkonziliare Liturgie noch die Teilnahme der Gläubigen vorgesehen hätte, hatte sie aber nicht.
Fakt ist, daß es eine Liturgie des Priesters war, nötig war allenfalls der Ministrant.
Ob Gläubige anwesend waren – war unwesentlich.
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#18   Confiteor   13:39:19 | Mittwoch, 31. Dezember 2008
@ Samurai
Den Schott besaßen nur die wenigsten. Es soll auch vorgekommen sein, das manche der Messebeiwohner /schläfer hinter den Säulen die Kirchenzeitung gelesen haben oder andere fromme Traktätchen.
Das könnte man ja noch großzügig verzeihen, aber es wurden hinter den Säulen auch Kreuzworträtsel gelöst und sinnenderweise ab und zu zum Altar geschaut, ob bald der Segen ausgerufen wird.
Damit Schluss ist mit der Költen…!
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#17   Samurai   13:37:25 | Mittwoch, 31. Dezember 2008
Werter Stromberg,…
ich habe schon sehr würdige,schöne Messen miterlebt, in denen nicht die (Kirchen)Orgel, sondern eine Band mit Drums,Hammondorgel und E-Guitarre zum Einsatz kamen.
Auch habe ich noch vor Kurzem eine sehr würdige Messe mit lateinischen Gesängen erlebt.
Beides gibt es und beides hat seine Berechtigung.
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#16   Beatus Theophilus_89   13:33:41 | Mittwoch, 31. Dezember 2008
@ Confiteor
:-@ :-@ Stopp dem ungnädigen, ungläubigen Gesindel :-@ :-@
Aus welchem Irrenheim haben sie dich entlassen? wenn ich fragen darf?
Ich binn auf dem besten weg zum ‘Arbeiter im Weinberg des Herrn’ im Seminar der Gnade Gottes.
Ihre Thesen sind die eines Kirchenfeindes!
Dieser Satz ist auf meinem Mist gewachsen! >:)
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#15   Bernd Stromberg   13:30:28 | Mittwoch, 31. Dezember 2008
Eine gute Idee
Die Sinnlosigkeit dieses Vorgangs war unerträglich, und ich habe einen inneren Schaden nur dadurch vermeiden können, daß ich mich dagegen unempfindlich machte.“
Das kann man auch auf Messen mit Popmusiksound und selbstgebastelten Orationen anwenden. Obwohl es einfacher ist, einen solchen Gottesdienst von vornherein nicht zu besuchen oder zu verlassen.
Missstände gab es zu allen Zeiten, und jede Zeit scheint ihre eigenen Probleme aufzuweisen. Mit so manchen „liturgischen“ Erscheinungen unserer Tage wäre Romano Guardini bestimmt nicht enverstanden. Das steht außer Frage.
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#14   Samurai   13:29:53 | Mittwoch, 31. Dezember 2008
@ Confiteor
Auch, wenn ich jetzt als antikatholisch abgestempelt werden sollte, aber ich nicht wenige Bekannte der vorkonziliaren Generation nennen, die mir alle (!) das Selbe erzählt haben, nämlich daß – unabhängig ob Stadt oder Land – die Sonntagsmesse selten länger als 30-35 Minuten dauerte, wobei die Männer nach der Predigt -wissend, daß es keine (!) Kommunion gab – schon mal ins Gastghaus gingen und Tische belegten bis die Frauen und Kinder nachkamen.
Während der Messe betrachteten die Frauen den Rosenkranz, weil sie sowieso nicht verstanden, was der Priester sagte- es sei denn, sie besassen den Schott.
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#13   Confiteor   13:29:49 | Mittwoch, 31. Dezember 2008
@ Theophilus89
Ich bin stolzer Ministrant seit 14 Jahren und stehe dazu auch wenn ich angefeindet werde, meine Weihe zu Gott und die Stiftung meines Lebens zum Allerheiligsten finde ich ist es wert…angefeindet zu werden!
Bei wem haste denn das Zitat geklaut und auch noch verschlimmbessert und verunwahrheitet…?
Lügnerischer Katholik!!!
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#12   Beatus Theophilus_89   13:26:28 | Mittwoch, 31. Dezember 2008
Wie alt bist du Confiteor wenn ich fragen darf?
10 Jahre oder so? :-D
Ich bin stolzer Ministrant seit 14 Jahren und stehe dazu auch wenn ich angefeindet werde, meine Weihe zu Gott und die Stiftung meines Lebens zum Allerheiligsten finde ich ist es wert…angefeindet zu werden!
Was soll nicht am alten Ritus schön sein? @ Artikel, +.net
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#11   Confiteor   13:13:40 | Mittwoch, 31. Dezember 2008
Nun Martin,
Martin was denkst Du. Das war eine sehr schöne Zeit. Ich war nicht nur Messdiener, sondern stolzerMessdiener.
Meine potrestantischen Schulkameraden haben mich immer wegen der schönen Dienstkleidung an Fronleichnam beneidet.
Leider gibt es keine Fotos von mir aus dieser Zeit… ;-)
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#10   Marcelus   13:09:39 | Mittwoch, 31. Dezember 2008
Confiteor: Ihre Ansichten sind die typischen Ansichten eines altliberalen Kirchenzerstörers,
im Auftrag des Teufels, der die Dogmen des Konzils von Trient leugnet, und damit Apostat ist.
Retten Sie Ihre Seele und tun Sie Buße für den Schaden an der Kirche.
Ein Apostat kann nicht in den Himmel kommen.
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#9   MartinBieger   13:07:34 | Mittwoch, 31. Dezember 2008
@Confi
Was denn du warst Meßdiener.Ich auch ^-^
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#8   Confiteor   13:06:32 | Mittwoch, 31. Dezember 2008
@Lieber Marcelus
Ich weiß wovon ich schreibe. Ich habe das als gutaussehender Ministrant nun einmal so empfunden und habe bei diesen Zelebrations immer gedacht, wenn uns der Herr nur mal wieder gnädig sein möge…!
Er war es, langmütig und gütig bis es dann G*tt sei Dank zur großen Erleuchtung beim Zweiten Vatikanischen Konzil kam, den liturgischen Missgeburten einen ordentlichen Tritt zu verpassen, damit sie sich nie mehr wieder erholen können…!
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#7   Marcelus   13:01:26 | Mittwoch, 31. Dezember 2008
Confiteor: Ihre Ansicht ist satanisch und
antikatholisch.
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#5   Marcelus   12:25:29 | Mittwoch, 31. Dezember 2008
HBR der Realitätsverweigerer:
Ihre Kommentare sind so realitätsfern, daß diese gar nicht kommentiert werden brauchen.
Ein Zustand also, dem die Liturgiereform glücklicherweise abgeholfen hat. Heute sind der Priester und die Gläubigen eben nicht mehr von einander getrennt, sondern sie feiern gemeinsam das Opfermahl.
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#4   HBR   12:24:44 | Mittwoch, 31. Dezember 2008
@Marcelus
Der von Antichristen wie HBR und anderen Ungustln verfolgte Römische Ritus ist dagegen die Jugend der Kirche, und hat keine Nachwuchsprobleme.
Auch der reformierte Usus ist der römische Ritus. Es geht nicht um den Ritus sondern lediglich um den ordentlichen oder überkommenen außerordentlichen Usus des römischen Ritus.
Und wie der Nachwuchs im alten Usus aussieht, davon konnte ich mich in der hiesigen Motu Propio – Messe aus erster Hand überzeugen. 11 Leute, alle > 70 :-D
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#3   kritischerbeobachter   12:21:57 | Mittwoch, 31. Dezember 2008
Bereut die alt-liberale Gemeinde in Schweinfurt …
geführt von dem Hassprediger Breitenbach nicht die alten Zustände?
Breitenbach ist bekannt dafür, daß er Profite erzielt durch den Verkauf seiner „Vorzeige-Schriften“, die in Wirklichkeit Hetzschriften gegenüber der r.-k. Kirche sind, aber unter seinem Vorzeichen entstanden sind.
Beispiele lassen sich durchaus im Internet finden.
Und da stellt er sich in dem – nachdem das Publik-Forum geschlossen worden ist – größten aus rund zwei Handvoll bestehenden „Forum“ [in dem unliebsame Kritiker sofort gelöscht werden; Lob auf kreuz.net, daß auch Hassprediger und Kritiker zuläßt] dem Alt-68er Kirchenhassforum als Großmotz dar, der die sogenannten „Meßstipendien“ abgeschafft hat.
Breitenbach wird immer wirrer. Er hat eine Nachfolgerschaft erzeugt, die es nach seinem – baldigen – Ausscheiden schwer machen werden, eine römisch-katholische Gemeinde wieder herzustellen.
Die Typen Breitenbach, Berens & Co. (Publik-Forum, Partenia-Forum mit rund 15 Postern …) werden die Zerstörung der römisch-katholischen Kirche nicht bewerkstelligen können.
Armer Breitenbach, arme irregeleitete Schafe des schwarzen Schafes Breitenbach.
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#2   Marcelus   12:16:41 | Mittwoch, 31. Dezember 2008
Was sich biologisch erledigen wird, das ist die aussterbende
Neurituspastoralskirche.
Der von Antichristen wie HBR und anderen Ungustln verfolgte Römische Ritus ist dagegen die Jugend der Kirche, und hat keine Nachwuchsprobleme.
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#1   HBR   12:14:07 | Mittwoch, 31. Dezember 2008
In der Tat
„Zum Schlimmsten in dieser Beziehung gehörte die Verpflichtung, die ich später in St. Christoph und St. Ignaz in Mainz, zusammen etwa zwei Jahre lang auf mich nehmen mußte, nämlich jeden Tag vor ausgesetztem Allerheiligsten zu zelebrieren, während bei den Gläubigen der Rosenkranz gebetet wurde. Die Sinnlosigkeit dieses Vorgangs war unerträglich, und ich habe einen inneren Schaden nur dadurch vermeiden können, daß ich mich dagegen unempfindlich machte.“
das war ja einer der Gründe, welche die Liturgiereform erforderlich machten. Der Priester tat früher am Altar irgendwas, in einer Sprache, die kein Mensch verstand. Die Gläubigen beteten unterdessen Rosenkranz. Nur zur Einsetzung wurde das unterbrochen. Und dann war noch nicht mal sicher, dass es auch eine Kommunion geben würde.
Ein Zustand also, dem die Liturgiereform glücklicherweise abgeholfen hat. Heute sind der Priester und die Gläubigen eben nicht mehr von einander getrennt, sondern sie feiern gemeinsam das Opfermahl.
Aber immerhin: In ein paar Jahrzehnten hat sich die Sache mit den vorkonziliaren Altgläubigen ohnehin biologisch erledigt.
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