Wenn Papst Pius XII. wirklich geschwiegen hat: Warum wurden dann seine Rundschreiben im national-sozialistischen Deutschland verboten und eingezogen?
Papst Pius XII.
(kreuz.net) Während der NS-Judenverfolgungen gewährte Papst Pius XII. Tausenden auf dem Gelände des
Vatikan Unterkunft und Versorgung. Verfolgte wurden in Klöstern und Seminaren, sogar in der Jesuitenuniversität
Gregoriana und im Keller des Päpstlichen Bibelinstituts untergebracht.
Daran erinnerte der deutsch-israelische
Schriftsteller Hans Chaim Noll – jüdischer Konvertit, Sohn des DDR-Schriftstellers Dieter Noll und Dozent
an der Ben Gurion Universität in Beer Scheva – in einem Beitrag für die Dominikaner-Zeitschrift ‘Die
neue Ordnung’.
Noll zitiert das Buch „Pius XII. Pope of Peace“ des polnischen Historikers Oskar Halecki
(† 1973), wonach sofort nach dem Einmarsch der deutschen Wehrmacht in Rom, „Priester, Nonnen und andere
Fromme in der ganzen Stadt unter großer persönlicher Gefahr Juden in Kirchen, Klöster und andere Verstecke
schmuggelten.“
Über 180 Zufluchtsstätten wurden in Rom zur Verfügung gestellt, und während der nationalsozialistischen
Besatzung Roms mehr als 5.000 Flüchtlingen geheimes Asyl gewährt.
Noll geht davon aus, daß der Papst-Verleumder
Rolf Hochhuth (77) bei den angeblichen Recherchen für sein antikatholisches Schmierstück ‘Der Stellvertreter’
auf dieselben Dokumente gestoßen sein müsse wie die Historiker, die seine Unterstellung vom „Schweigen
des Papstes“ widerlegen.
„Er müßte wissen, was alle
wissen: daß Pius XII. keineswegs geschwiegen, sondern sich wiederholt gegen Hitlers Regime und Politik
gewandt hat“ – so Noll.
Bereits Papst Pius XI. († 1939) war offen gegen den Nationalsozialismus aufgetreten
und hatte insgesamt 48 Erklärungen gegen Hitlers Regime veröffentlicht, darunter die berühmte, auf
Deutsch geschriebene Enzyklika „Mit brennender Sorge“ aus dem Jahr 1937.
„Von ihm übernahm Pius XII.
nicht nur symbolisch den Namen, sondern auch die Haltung gegenüber den National-Sozialisten“ – erklärt
Noll und zitiert aus seiner ersten Enzyklika ‘Summi Pontificatus’ aus dem Jahr 1939:
„Unser Vaterherz
bangt in tiefer Betrübnis, wenn wir ahnend vorausschauen, was alles aus der Drachensaat der Gewalt und
des Hasses hervorwachsen mag.“
„Vor allem liegt die eigentliche Wurzel der Übel, die in der modernen
Gesellschaft zu beklagen sind, in der Leugnung und Ablehnung eines allgemeinen Sittengesetzes für das
Leben der Einzelnen […] wie für die Beziehungen der Staaten untereinander.“
„Müssen wir versichern,
daß unser Vaterherz all seinen Kindern mitleidend in Liebe nahe ist, besonders den Bedrängten, Unterdrückten
und Verfolgten?“
Noll weist darauf hin, daß diese Enzyklika in Hitler-Deutschland nur in verstümmelter
Form erscheinen durfte: „Priester, die versuchten, sie in vollem Wortlaut von der Kanzel zu verlesen,
wurden verhaftet“ – so Noll:
„Bereits hier zeigte sich eins der Probleme päpstlicher Proteste gegen
die Nazis: daß sie für jene, denen sie Hilfe sein sollten, unter Umständen nachteilige Folgen hatten.“
Ein geheimer Lagebericht des Hitlerschen Sicherheitsdienstes weist – so Noll – auf die spürbare Wirkung
von Pius’ Enzyklika hin:
„Aus verschiedenen Meldungen […] geht hervor, daß in mehreren Fällen Teile
des katholischen Klerus erklärten, sie würden es begrüßen, wenn Deutschland den Krieg verlieren würde.“
Dieser Bericht bezichtigt den Vatikan auch der direkten Einflußnahme gegen das NS-Regime:
„Die Haltung
der Priester in verschiedenen Teilen des Reiches zeigt dabei eine so starke Übereinstimmung, daß zentrale
Weisungen vorliegen müssen.“
Auch die päpstliche Weihnachtsbotschaften seit 1940 wandten sich gegen
den Nationalsozialismus und die Juden-Verfolgungen.
Am Weihnachtstag 1941 beklagte Pius XII. „die Schändung
menschlicher Würde, Freiheit und des Lebens, die nach Vergeltung rufen“.
Die Botschaft wurde in Deutschland,
Holland, Belgien und anderen besetzten Ländern beschlagnahmt.
In der Weihnachtsbotschaft 1942 erinnerte
der Papst an jene, „die – persönlich schuldlos – um ihrer Volkszugehörigkeit oder Abstammung willen
dem Tode geweiht oder einer fortschreitenden Verelendung preisgegeben sind.“
Noll erinnert daran, daß
der Vertrieb dieses Dokuments nicht nur im gesamten Hitlerschen Reich verboten wurde.
Die Verteiler wurden
auch bestraft – etwa durch Schließung aller Druckereien, die Pius’ Rede vervielfältigten.
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62 Lesermeinungen
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#61 Marcelus 21:13:24 | Donnerstag, 1. Januar 2009
Die christlichen Osteuropäer haben den Einmarsch der Deutschen Wehrmacht natürlich mit Freude begrüßt,
und die deutschen Soldaten mit Kreuzen gesegnet, denn gegen die stalinkommunistische Unterdrückung des
irren Gewalttäters Stalin waren die anrückenden Wehrmachtdeutschen natürlich die Erlöser und die einzig
mögliche Option. Leider sind nicht alle deutsche Einheiten den Erwartungen gerecht geworden, und erwiesen
sich, wenn diese von fanatischen Nationalsozialisten geleitet wurden, als herbe Enttäuschung und legitime
Nachfolger der stalinistischen Besatzung, die das neueroberte osteuropäische Land verwüsteten, aber
das galt nicht für alle deutsche Einheiten, die in späteren Jahren auch osteuropäische Einheiten im
Rahmen der Aktion »Fremde Heere Ost« rekrutierten, obwohl dem nationalsozialistischen Größenwahn eigentlich
widersprechend. Die Deutschen haben den orthodoxen Kirchen die Kirchengebäude wieder zurückgegeben.
Teilweise wurden sie von Wehrmachtseinheiten sogar wieder instand gesetzt.
#60 biomilch 21:00:24 | Donnerstag, 1. Januar 2009
@matt3 Das ist reinste Kommunisten-Propaganda und wissenschaftlich längst überholt. Die Deutschen haben
den orthodoxen Kirchen die Kirchengebäude wieder zurückgegeben. Teilweise wurden sie von Wehrmachtseinheiten
sogar wieder instand gesetzt. Der Angriff der Wehrmacht war erwiesenermaßen ein Präventivschlag (siehe
Musial, Soworow, Magenheimer, Maser u.v.a.m.). Die Rote Armee marschierte zum Angriff auf, sie hätte
allein versorgungstechnisch gar nicht mehr lange warten können.
Die Sowjets hatten immer schon Pläne zur Weltherrschaft… der Kommunismus ist ja auch ein teuflisches
Unterfangen, aber unter keinen Umständen wäre Stalin so einfach nach Europa marschiert. Dazu war er
ein zu durchtriebener Mensch um so eine vorwandslose Tat zu begehen. Diesen Vorwand lieferte ihm ja denn
Hitler. Hitlers Angriff war kein Präventivschlag. Er hatte keinen Grund sich vor Stalins Armee zu fürchten,
selbst wenn sie angerollt wäre. Er hatte in seinem Größenwahn die Vision das ganze russische Areal
in eine sklavische Rohstoffkolonie des deutschen Reiches umzuwandeln. Das war seine Motivation. Und mit
diesem unsäglichen Hochmut ist er gescheitert und hat den russischen Bären gegen sich aufgebracht, sodass
dieser nun seinerseits über das deutsche Reich herfiel und es arg mit ihm und den Menschen trieb. Wohl
zurecht für das was die Nazi angerichtet haben.
#58 biomilch 20:01:52 | Dienstag, 30. Dezember 2008
@matt3 „es ist völlig absurd zu meinen Stalin wollte Europa angreifen, noch dazu ein militärisch gestärktes,
und Hitler hätte ihm daher zuvorkommen müssen. Das ist Revisionismus übelster Sorte.“ Warum sollte
es absurd sein? Wie Musial bewiesen hat, begann Stalin seine Kriegsvorbereitungen im Jahre 1929, der Holodomor
in der Ukraine (1930/31) war folge der Investitionsgüterbeschaffung durch den Verkauf von Nahrungsmitteln,
durch die Säuberungen 1936/39 wurden die renitenten Militärs beseitigt, durch den Vertrag mit der deutschen
Regierung erreichte er die Kriegserklärungen Frankreichs, Englands und der britischen Dominions (=Weltkrieg).
Im Finnlandkrieg 1939 erlernte die Rote Armee den Winterkrieg. Es ist eben nicht absurd, sondern eine
Menge Fragen beantworten sich durch diesen Blickwinkel. Die Kriegsvorbereitungen Stalins sind mittlerweile
Stand der Wissenschaft; nur Volkspädagogen können die neuen Erkenntnisse nicht akzeptieren und verharren
in der Lüge. Und Mach3 hat keine Ahnung von Geschichte.
@derLeser: das ist nunmehr meine Angelegenheit… ich bin nicht davon ausgegangen, dass es jemand vergessen
hat, aber das ist kein Grund für Sie es mir wiederum vorzuwerfen. Ich bin kein Hund, der zu seinem Auswurf
zurückkehrt.
#56 derLeser 17:45:12 | Dienstag, 30. Dezember 2008
@matt wisst ihr warum es soviele Kinderschänder in euren Reihen gibt? Weil euer Jesus selbst ein böser
Kinderficker ist. Ja, er ist ein lüsternes Monstrum. Er unterdrückt seinen Nachwuchs in perverser Art.
Das hat er sich von einer langen Tradition von Kinderschändern aus allen Kulturen abgeschaut. das stammt
von Ihnen, wir habens nicht vergessen
Hitler war der Aggressor… es ist völlig absurd zu meinen Stalin wollte Europa angreifen, noch dazu
ein militärisch gestärktes, und Hitler hätte ihm daher zuvorkommen müssen. Das ist Revisionismus übelster
Sorte. Wie „derLeser“ ganz richtig schrieb. Erst durch das Scheitern von Hitlers größenwahnsinnigem
Angriffskrieg im Osten kam der Kommunismus im Gegenzug bis nach Mitteleuropa. Es war seine Schuld.
Biomilch Der Reichskanzler HItler war ein Bollwerk gegen den Bolschewismus Nein – Ein Teufel bekämpft
den anderen. Es ist normal dass sich die Diener der Holle auch gegenseitig bekriegen. Zusammenhalten sie
nur gegen das Licht/Christus/Die Kirche ich bin dem Führer dankbar, daß er dafür gesorgt hat, daß
ich nicht unter bolschewistischer Herrschaft leben mußte. durch das Werk des „Führers“ kam der Kommunismus
nach Dt und Osteuropa. Ihre Sicht der Dinge scheinen auf der nationalsozialistischen Weltanschauung zu
basieren, was mit dem katholischen Glauben unvereinbar ist.
#51 Alois Bischof 23:13:53 | Montag, 29. Dezember 2008
Matt, Die katholische Kirche in Westeuropa und der Slowakei, im besetzten Polen, in der Ukraine (Andrej
Sheptycky, griechisch-katholischer Großerzbischof von Lemberg), in Ungarn, in Rumänien, hat einer (1.0)
Million Juden das Leben gerettet durch institutionelle Rettungsaktionen über Nuntii und Pfarrämter.
Individuelle Katholiken haben in den (nicht-kommunistischen) Widerstandsbewegungen West- und Mittel- und
Osteuropas weiteren Tausenden von Juden Unterschlupf geboten und ihnen so das Schicksal eines Todes im
KZ erspart. Der Vorwurf des „Antisemitismus“ und des „Schweigens“ ist ein Vorwurf aus der (sehr effektiven,
da massenpsychologischen) Propaganda-Offensive der Tito- und Chrutschow-Kommunisten des Ostblocks. Bis
1985 gab es genügend damals erwachsene Überlebenden die diesem antikatholischen Lügenunsinn widerlegen
konnten, diese konnten aber in West und Ost nicht in den Medien sprechen, da diese angeblich freien (im
Westen allerdings) Massenmedien politisch kontrolliert wurden, und zwar zu Ungunsten der Kirche. Der größte
Schmerz mag allerdings sein, daß Personen wie Abe Foxman die das Leben dem heldenhaften Einsatz katholischer
Mitmenschen verdanken, heute einen Kulturkampf, einen Kulturkrieg (egal ob aus Namen des Marxismus, des
Kapitalismus, der 68er Linken oder des Staates Israel) führen gegen den heiligen Papst Pius XII., der
Millionen von Menschen dazu brachte. Bis Ende 1942 hat die Kirche geschwiegen: weil es bis dann keine
systematische Verfolgung gab!!
@Gottard Du Pappnase schreibst: und bist unendlich traurig, dass Du nicht in die HJ und die SS eintreten
konntest… So wie G. Grass? Oder Helmut Schmidt? @Wandregisel Das mit dem Konkordat war nicht Pius XII.
o^/
@Loisl: wie haben es denn die Christen zur Zeit der großen Verfolgungen gemacht? sie haben sich eben
auch geopfert und damit haben sie letztlich das heidnische Regime bezwungen. Die Kirche steht in der Nachfolge
des Gekreuzigten, der auch seine engsten Vertrauten nicht schonte. Wieviele der Apostel starben denn eines
natürlichen Todes? Du vergißt das Wesen der Religion, der du anhangst. Das, was Jägerstätter getan
hat, das hätte sich eigentlich jeder aufrechte Christ und jeder Geistliche der damaligen Zeit zum Vorbild
nehmen müssen. Aber so allein wie der dagestanden hat, kann man ja die Opferbereitschaft seiner Mitmenschen
insb. der Geistlichen einschätzen. Nein, nein lieber Freund. Da hat deine Kirche schon gewaltig versagt.
#47 Alois Bischof 18:06:48 | Montag, 29. Dezember 2008
Die Mehrheit der Personen die hier schreiben, kennen nicht die Geschichte. Man stuft die Weihnachtsansprache,
über die sich das RSHA empörte, als „Vertuschung“ herab. Für die Personen dieser neo-sozialistischen
„antifaschistischen“ Nachkriegsumerziehung waren nur Stalin und Roosevelt gute Personen. Daß die Kirche
im Stillen und nicht mit Kanonen Menschen gerettet hat, und nicht mit Atombomben gearbeitet hat, bleibt
diesen verborgen. Auch, daß die Kirche bei einer wirklich öffentlichen Schlacht mit dem NS-Regime einer
schrecklichen Verfolgung zugeführt worden wäre, ähnlich der Verfolgung von Katholiken unter Lenin und
in der kommunistischen Tschechoslowakei. Dazu vergisst man, daß ab Dezember 1943 Rom Frontgebiet geworden
war, ab Mai 1944 befreit, und daß erst ab September 1942 größere Verschleppungen von Juden stattfanden,
wobei es diese in Italien selbst nicht gab, da Mussolini diese verhinderte – zum Missfallen Hitlers. Der
„Dekaloghirtenbrief“ der deutschen Bischöfe hat auch die Verschleppung deutscher Juden nicht verhindern
können, so wie auch der Protest der französischen Bischöfe nur bis November 1942 einigen Juden innerhalb
der Vichy-Zone schützen konnte, und wie auch der Protest der holländischen Bischöfe praktisch irrelevant
wurde, weil SD und Gestapo sofort die Drahtzieher verhaftete und die meisten von ihnen schon Anfang 1943
„erledigt“ waren (also gestorben in einem Lager); zu diesem Zeitpunkt konnten in Paris Juden noch frei
herumgehen. Die Mehrheit starb ab Sept. 1944.
#46 Wandregisel 13:11:28 | Montag, 29. Dezember 2008
So ähnlich Gleichschaltung insofern, dass bis dato kirchliche Einrichtungen aufgelöst und deren Besitz
in die Organisationen des 3. Reichs übertragen wurden. Wie eben bei kirchlichen Schulen, deren Gebäude
nach der Auflösung weter benutzt wurden; sogar inkl. der Schüler. Dieses meinte ich mit Gleichschaltung;
Gleichschaltung der Gesellschaft in den Organisationen der NSDAP. Das Hauptanliegen der Kirche war es
ihre Organisationen und damit ihr „Milieu“ zu schützen. Was allerdings nicht gelang und zu einem aktiveren
Wiederstand unter der Hand führte.
#45 Vox e luce 12:55:04 | Montag, 29. Dezember 2008
Wobei allerdings Zugeständnisse um die Kirche in Deutschland, vor allem Schulen und Seminare, vor der
Gleichschaltung zu schützen. Gleichschaltung nur schwer möglich gewesen wäre, weil die KK ja von Rom
aus gesteuert wird. Man hätte dann auch den Vatikan gleichschalten müssen. Für die Kirche gab es nur
die Möglichkeit der Verfolgung, die auch sehr bald eingesetzt hat, allerdings auf lokaler Ebene und entgegen
anderslautender Bekenntnisse des Regimes.
#44 Wandregisel 12:32:27 | Montag, 29. Dezember 2008
Kaum ist Mittag und shon muss man hier wieder solch braunes Gesülze lesen. Die Sauermilch sollte mal
dringend in den Hof spielen ghen…mit dem unsäglichen Eliahuhu… Aber für Pius war das Reichskonkordat
wichtiger. Hier erkaufte er sich seine Rechte. Gegenleistung: Schweigen. Das tat er denn auch. Diese Aussage
ist wahrscheinlich noch nichteinmal falsch. Zugeständnisse um die Kirche in Deutschland, vor allem Schulen
und Seminare, vor der Gleichschaltung zu schützen. Eine politische Entsheidung. Ob sie gegen das Schweigen
etwas nutzte wage ich nicht zu beurteilen. Ich vermute sogar, dass man im Vatikan anfänglich wirklich
die Gefahr falsch einschätzte, genau wie in den anderen europäishen Hauptstädten – siehe London 1938/39.
Erst im Laufe der Zeit änderte sich die Politik des Vatikan und im Untergrund wurden viele Anstrengungen
unternommen um Leben zu schützen und auch die Äußerungen gegen das braune Pack wurden wesentlich deutlicher
(Weihnachtsansprache). Man sollte auch nicht vergessen, dass der Vatikan in Rom nicht grade auf einer
einsamen Insel lag oder es sich bei der Schweizer Garde um einen wirklichen Schutz handelte. Angst spielt
hier sicherlich eine nich zu unterschätzende Rolle. Und grad hier treten die Heiligen/Seligen hervor,
die das Ansehen der Kirche retteten: von Galen, Karl Leisner, Heinz Bello, Jägerstätter, Nikolaus Groß…und
all die Anderen vieleicht noch unerkannten Heiligen.
@biomilch ich bin dem Führer dankbar, daß er dafür gesorgt hat, daß ich nicht unter bolschewistischer
Herrschaft leben mußte. und bist unendlich traurig, dass Du nicht in die HJ und die SS eintreten konntest…
Pius XXII. … hatte vollkommen recht. Der Reichskanzler HItler war ein Bollwerk gegen den Bolschewismus
und er hätte dieses verbrecherische Regime auch zerschlagen, wenn die demokratischen Verbrecher nicht
Stalin geholfen hätte. So sind die Bolschewisten immerhin nur bis Helmstedt gekommen und ich bin dem
Führer dankbar, daß er dafür gesorgt hat, daß ich nicht unter bolschewistischer Herrschaft leben mußte.
Herzlichen Dank!
#40 Biene Maja 09:00:27 | Montag, 29. Dezember 2008
ignosti @matt Ihr habt ja Recht aber das Ungeborene hat nichts verbrochen ich werde mich vornehm zurück
halten Ihr wiest meine Meinung Schönen Tag noch
#39 ignosti † 08:44:45 | Montag, 29. Dezember 2008
Ich finde Bienchen sollte das, was ihr wichtig ist, vielleicht sogar dazu berufen fühlt, immer und überall
zur Sprache bringen können. Es liegt an den anderen, es aufzugreifen oder ihr Posting nicht zu berücksichtigen.
Denn so ganz Unrecht hat sie ja nicht, sind es doch häufig jene Stimmen, die dem damaligen Papst Schweigen
vorwerfen, heute aber ihn zum Schweigen auffordern: in den Fragen der Sexualmoral, der künstl. Befruchtung,
der Abtreibung usw. Und vergessen darf man in dieser Debatte auch nicht, dass die Hauptverantwortung für
das generalstabsmäßige Ermorden von Juden nicht beim schweigenden Pius XII. liegt, sondern bei den antisemitischen
Nationalsozialisten, deren Gedankengut heute und hier im Forum bei einigen sich wiederfindet! ignosti,
den braunen Sumpf verachtend
ja Bienchen das merkte ich schon… trotzdem solltest du doch nicht immer auf deine Lieblingsthemen, wie
z.B. Abtreibung ablenken auch wenn dir das besonders am Herzen liegt als Mutter. Ein gewisse Diskussionskultur
sollte auch ein Bienchen berücksichtigen.
#37 Biene Maja 08:00:05 | Montag, 29. Dezember 2008
ignosti mich als Mutter erschüttert das ich lese das nur mit einem sehr unguten Gefühl in der Magengegend
Gott hat das Recht über das Leben zu bestimmen. Was ist das Leben wert? Was ist normal? Ich gehöre auch
zu den Behinderten habe aber dem Staat 35 Arbeitsjahre geliefert habe im Krankenhaus Dienst gemacht wo
keine Abtreibungen stattfanden
#36 ignosti † 07:07:47 | Montag, 29. Dezember 2008
Was deinen zweiten Teil betrifft, Bienchen, sollte man a) beides nicht mteinander vergleichen und b) nicht
gegeneinander ausspielen. Trotzdem hat das Naturrecht hier schon seine Gewichtung. Wie derzeit geurteilt
wird: www.jurat.de/out-neu.php?such=Abtreibun… ignosti, grüßend
#34 ignosti † 06:01:25 | Montag, 29. Dezember 2008
dann möchte ich einmal einige der NICHT-SCHWEIGENDEN hervor heben: Bischof Joannes Baptista Sproll, Bischof
Clemens August von Galen, der Berliner Dompropst Bernhard Lichtenberg, Bischof Hanns Lilje (evang.), Pfarrer
Martin Niemöller (evang.) u.a.m. wie z.B. Theodor Stelzer, Fabian von Schlabrendorff, Helmut von Moltke,
Eugen Gerstenmaier, ich denke auch an die verschiedenen Widerstandsbewegungen, die dieser aristokratischen
vatikanischen Fehlbesetzung eine Vorbild hätten sein können. (Maja-Bienchen: Jägerstätter, na, ich
weiß nicht) ignosti
#33 Biene Maja 05:32:28 | Montag, 29. Dezember 2008
matt die Biene ist da Guten Morgen! da würde es viele Jägerstätter geben früher hatten die Leute Angst
da wurden sie standrechtlich erschossen oder ab ins KZ da gab es keine andere Wahl. Ich finde diese Zeit
war mehr als finde kein Wort dafür so etwas wiederholt sich heute auch aber im Stillen das ist der Mord
an den Ungeborenen aber das ist Tabu leider das zu sagen erfordert Mut zur Wahrheit oder? Ich sehe es
so! Ihr könnt mir widersprechen es ist eine Diskussion
#32 ignosti † 05:23:52 | Montag, 29. Dezember 2008
ich staune was der Hitler alles getan hätte, wenn der Papst selber hätte … LOL Tatsache ist doch,
dass Kurienkardinal Tisserant im Juni 1940 einen Biref an Kardinal Suhard geschrieben hat und von der
Haltung Pius XII. schockiert in weiser Voraussicht schrieb: „Ich fürchte, die Geschichte wird dm Hl.
Stuhl vorzuwerfen haben, er habe eine Politik der Bequemlichkeit für sich selbst verfolgt und nicht viel
mehr.Das ist äußerst traurig, vor allem wenn man unter Pius XI. gelebt hat.“ (S.Friedländer, Pius XII.
u. das dritte Reich, 1965, 49f.) Damit ist doch alles gesagt! ignosti, lächelnd
diese Zeiten hätten von der Kirche ein entschiedeneres Zeichen der Opferbereitschaft gefordert… und
hier wurden offenbar viele Menschen enttäuscht und mussten stattdessen selbst zur Schlachtbank. Man hätte
vor allem im Vorfeld dem Hitlerismus entschiedener entgegentreten, die Menschen dagegen aufrütteln müssen.
Dazu fehlte aber offenbar die notwendige Weitsicht, oder aber der Wille. Vielleicht war man zusehr auf
die kommunistische Bedrohung fixiert und gab sich tatsächlich der Illusion hin Hitler könnte da als
Retter auftreten. Aber dieser war selbst der schlimmste Feind der Menschheit. Das hätte man halt vorhersehen
müssen, wenn man so heiliggeistig ist, wie man die Päpste immer hinstellt. Während der Fortdauer des
Regimes hätte nur eine drastische Weisung des Papstes genutzt. Was er hätte tun können: die Priester
innerhalb des Nazi-Reichs anweisen alle Gottesdienste, Sakramente, Segnungen etc. alle kirchlichen Dienste
verweigern. Das wäre ein sichtbares Zeichen gewesen, dass sich Gott von diesem Volk abgewandt hat. Dann
hätte vielleicht auch das Volk rebelliert, weil das Volk doch auf den Rückhalt der Kirche vertraute
bei allem was es tat. Der Zorn Hitlers wäre natürlich umso ärger wider die Kirche entbrannt und viel
mehr Geistliche hätten sich um der Menschen willen opfern müssen, aber das ist auch von Priestern zu
erwarten, die in der Nachfolge des Gekreuzigten stehen. Aber es scheint, dass die Kirche dazu nicht den
Mut aufbrachte. Und diesen Kleinmut wird man hier nicht wegargumentieren können, der bleibt an ihr haften.
#30 Leblhuber 01:39:20 | Montag, 29. Dezember 2008
@Alois Bischof: Ich antworte nur mehr, weil ignosti mich dazu direkt auffordert. Wie ich den ignosti einschätze,
wird er über ihr Gestammel herzlich lachen. Und ich auch. Auf die Weihnachtsansprache hat meine Großmutter
mit ihren 2 Töchtern im Keller eines Hauses in Linz/Urfahr sehnlich gewartet. Hätte man sie dabei erwischt,
wäre es ihr schlecht ergangen. Aber sie wurde enttäuscht. Ihre engsten Freunde waren Juden. Aus Linz-Urfahr
waren alle Juden verschwunden.In den jüdischen Häusern und Wohnungen saßen Ariseure. Im Sägewerk Schaffer,
im Zentrum von Urfahr, 50 m von der Wohnung meiner Großeltern entfernt, arbeiteten Zwangsarbeiter aus
Polen und Frankreich. Meine Großmutter war dort zum Arbeitsdienst eingeteilt. Sie kannte die Arbeitsbedingungen
dieser Menschen und steckte ihnen Brot zu,wann immer sie konnte. Und sie hoffte auf Pius XII. Umsonst!
Meine Großeltern waren nicht besonders fromm. Aber ab dem Anschluss Österreichs sahen sie in der Kirche
eine Möglichkeit, ihren Widerstand auszudrücken. Nur die moralische Unterstützung blieb aus! Ich vermute
mit gutem Recht, dass manche kreuz.netler nicht in der Lage sind, ihre Familiengeschichte redlich aufzuarbeiten.
ABER SIE SOLLTEN ES TUN!
#29 ignosti † 01:20:15 | Montag, 29. Dezember 2008
Eigenartig dass immer die nebulöse „Weihnachtsansprache“ herangezogen wird, die nur indirekt auf etwas
zu sprechen kommt, was man dann interpretieren darf… Was soll der stereotype Unsinn, durch sein Schweigen
hätte er Millionen das Leben gerettet? Genauso kannst du behaupte, er habe dadurch den Mond nicht vom
Himmel fallen lassen. Beweise einmal das Für und Wider. Tatsache ist doch, dass die deutschen Bischöfe
mit ihrem Einspruch gegten die Ausrottung des „lebensunwerten Lebens“ Erfolg hatten! Und hatte nicht 1943
noch Bischof Preysing den Papst gebete, für die Juden einzutreten? Dessen Antwort: „Wir haben bereits
alles getan, was in unseren Kräften steht“! Gegen den ital. Faschismus hatte er keine Bedenken, da tobte
er sich in „Non abbiamo bisogno“ aus. Aber für Pius war das Reichskonkordat wichtiger. Hier erkaufte
er sich seine Rechte. Gegenleistung: Schweigen. Das tat er denn auch. ignosti, lächelnd
#28 Wandregisel 01:09:28 | Montag, 29. Dezember 2008
Jop – gibt es Gibt es eine entsprechende Schrift aus dem Vatikan, die die Mitgliedschaft zur NSDAP oder
SS als unvereinbar mit dem kathol. Glauben formuliert? Bis Mitte/Ende der 30er Jahre war es einem Priester
verboten einem Mitglied der NSDAP (bzw. einer Unterorganisation) katholisch zu beerdigen, da diese Person,
wie auch Kommunisten, als exkommuniziert galten. Dies geht aber natürlich auf den Vorgänger von Pius
XII. zurück. Wenn ich mich recht entsinne benutze Prälat Kaas dies in seinen Reichstagsreden auch gern
als rethorische Waffe gegen das braune Pack. Die Quellen müssten sie sich allerdings selbst suchen, da
ich in Anbetracht der späten Stunde keinerlei Lust dazu verspüre…
#26 Alois Bischof 01:01:41 | Montag, 29. Dezember 2008
@ignosti Sie sind ein Lügner. Daß der Papst während des II. Weltkrieges mehrfach unter Gefährdung
von Millionen von Katholiken unter dem NS-Besatzungsregime die Verbrechen gegen Personen auf Grund von
Rasse und Abstammung (Weihnachtsansprache 1942, Pius XII.) verurteilt hat, und dazu in zahlreichen Memoranden
die sonstigen NS-Verbrechen, erwähnen die Kirchenfeinde wie Sie nicht. Daß der Papst jedoch von 1940
bis 1945 über den Kommunismus geschwiegen hat, weil er den Krieg Deutschlands und seiner Verbündeten
gegen die Sowjetunion nicht ohne weiteres „absegnen“ wollte (was Ungarn mißfiel, jedoch antichristlichen
und antikatholischen NS-Funktionären wie Rosenberg und Himmler gut paßte), erwähnen Sie nicht. Oder
Sie wissen es einfach nicht, und plappern hier nur dahin, wie so mancher Ihrer Gesinnungsgenossen der
68er Generation. Einfach „eine Meinung“ von sich geben, egal ob man sich auskennt oder nicht. Dummschwätzerei.
ignosti Es ist nunmal so: Hitler war politisch für die Kirche ein Gechenk Gottes gegen den bösen atheisitschen
Kommunismus. Da hatte der Papst seine deutlich vernehmbare Stimme plötzlich wiedergewonnen na fröhlich
am verleumden. machen sies gratis oder wurden sie auch vom KGB bezahlt wie Hochhut das das Schwachsinn
ist wissen sie ja wohl selber – aber wenns nutzt im Kirchenkampf dann issses ja gut gell viel spass noch
im ihrem Reigen:„lüg-hetz-lüg-hetz-lüg-hetz“
#22 ignosti † 00:25:18 | Montag, 29. Dezember 2008
Und immer die gleichen Weichspüler wenn es darum geht, die Verhaltensweise des Papstes Pius XII. zu „erklären“.
Würde zur Bereicherung der Diskussion einmal sein Testamnt als Lektüre empfehlen, wo er seine mangelnde
Aktivitäten bzw. verschiedene Fehler bedauert. Es ist nunmal so: Hitler war politisch für die Kirche
ein Gechenk Gottes gegen den bösen atheisitschen Kommunismus. Da hatte der Papst seine deutlich vernehmbare
Stimme plötzlich wiedergewonnen: Im Decretum contra communismum verbot er die Mitliedschaft in der Kommunistischen
Partei. Da frage ich doch bescheiden: Gibt es eine entsprechende Schrift aus dem Vatikan, die die Mitgliedschaft
zur NSDAP oder SS als unvereinbar mit dem kathol. Glauben formuliert? ignosti, verlegen lächelnd
#20 Leblhuber 23:10:50 | Sonntag, 28. Dezember 2008
@biomilch: Halts Maul! Damit war auch das deutsche Volk gemeint, daß seit 1933 systematisch umzingelt
und dann zerschlagen wurde. Du hast es hier nicht mit Analphabeten zu tun. Also verkrümel dich.
#19 biomilch 23:05:31 | Sonntag, 28. Dezember 2008
Deutsche In der Weihnachtsbotschaft 1942 erinnerte der Papst an jene, „die – persönlich schuldlos – um
ihrer Volkszugehörigkeit oder Abstammung willen dem Tode geweiht oder einer fortschreitenden Verelendung
preisgegeben sind.“ Damit war auch das deutsche Volk gemeint, daß seit 1933 systematisch umzingelt und
dann zerschlagen wurde.
#18 Marcelus 21:57:34 | Sonntag, 28. Dezember 2008
Und tatsächlich hat ja bereits Papst Pius XI. eine mutige Enzyklika gegen den Nationalsozialismus verfaßt
und diese in einer Nacht- und Nebelaktion in ganz Deutschland drucken und verbreiten lassen, und von den
Kanzeln verlesen lassen, nämlich eine Enzyklika in deutscher Sprache, damit sie auch jeder versteht.
Diese Naziprojet ist aber tatsächlich gescheitert, Herr oder Frau vox et luce. Und allein dies ist eine
Heldentat in einer Zeit ohne Internet, Fernsehen … in einer Diktatur, in der es keine freie Meinungäußerung
gab. Sie wissen sicher, als erstes verbot die NSdAP die kath. Organisationen. Sie wurden einfach verboten
und die Mitglieder aufgefordert, sich den einzelnen Nazi-Organisationen anzuschließen. Es wurde die SPD
verboten, und deren Sitze in Stadträten folgerichtig von Nazis besetzt. – Das hat ja noch nicht einmal
etwas mit demokratischem Vorgehen zu tun. So furchtbar einfach, wie die Nazijäger hier tun, war Widerstand
gewisslich nicht. Und so ungeschickt, wie zum Beispiel die sakrosankte Weiße Rose – ich schreibe das
deswegen, weil die wirklichen Helden der Bewegung, der Prof. Dr. Huber, der Christl Probst (der in der
Todeszelle noch den kath. Glauben angenommen hat) und andere vollkommen ignoriert werden – weil es wohlfeil
ist, unseren Vorfahren alles mögliche zu unterstellen, außer Menschlichkeit. Die hat erst das dritte
Jahrtausend für sich gepachtet. Meint sie, die Menschheit.
#16 Vox e luce 21:38:23 | Sonntag, 28. Dezember 2008
Hätte der Papst Das Euthanasieprojekt an den Behinderten ist an den Ordensschwestern und -brüdern letztendlich
gescheitert, die sich geweigert hatten, die mitzumachen. Das ist jederzeit nachzulesen. eine Brandrede
oder einen -brief verfasst, hätten die Nazis nämlich eine wunderschöne Begründung gehabt, die Katholiken
als Staatsfeinde auszurotten.
#15 Marcelus 21:30:34 | Sonntag, 28. Dezember 2008
Und es wäre auch gar nicht im Londoner Sinne gewesen, denn London verurteilte auch das beinahe geglückten
Attentat des Offiziers Graf v. Stauffenberg und von dessen Leuten, und sprach nur von einer Art internem
Gangsterrivalenkampf. Hitler war für London nie das Problem, sondern das Deutsche Reich und das deutsche
Volk.
So ist es, Herr oder Frau vox et luce. Das Euthanasieprojekt an den Behinderten ist an den Ordensschwestern
und -brüdern letztendlich gescheitert, die sich geweigert hatten, die mitzumachen. Das ist jederzeit
nachzulesen. Die Mär von der Verbindung zw. der kath. Kirche und dem Hitlerregime ist unausrottbar, da
seit Jahrzehnten gehegt, gepflegt und journalistisch sowie literarisch perfekt ausgebeutet. Sie ist aber
nicht wahr.
#13 Vox e luce 21:27:57 | Sonntag, 28. Dezember 2008
… Da der Hl. Vater Pius XII. es versäumt hat, als Selbstmordattentäter in der Reichskanzlei mit der
Hitlerei aufzuräumen, deswegen ist Ihrer Ansicht nach jedes Argument für ihn redundant. Der war gut!
#12 Marcelus 21:27:18 | Sonntag, 28. Dezember 2008
Und ziemlich verdächtig ist es, wer die Römisch-Katholische Kirche nach 1945 u.Zr. nun seit Jahrzehnten
anzupatzen versucht, offensichtlich Gruppierungen, die sich damals nicht mit Ruhm bekleckert haben: Allen
voran Washington und London: London war damals ausdrücklich gegen den deutschen Widerstand eingestellt
und verriet diesen womöglich sogar noch an Hitler, weil London Hitler im Amt belassen wollte, weil der
London anscheinend am geeignetsten schien, um endlich Deutschland zu vernichten, und deswegen war ja Hitler
und die NSDAP auch von feindlich gesinnten Deutschlandfeinden von den USA aus zu einer Megapartei gemacht
worden, ganz offenbar im Einklang mit den Londoner WK-I-Plänen, Deutschland per Luftkrieg zu vernichten:
Aber da hatte Kaiser Wilhelm, angesichts des USA-Kriegseintrittes 1917 u.Z., bereits 1918 kapituliert
gehabt, und London mußte auf die nächste Gelegenheit warten, um den Luftkrieggenozid zu verwirklichen.
#11 Elijahu † 21:23:56 | Sonntag, 28. Dezember 2008
„Du bist Petrus“ Genauso wie sich die KK heute nicht von der Unrechts-Toleranzdiktatur der Homoperversen
und Kindsmörder gleichschalten lässt. Aber in 30 Jahren (falls bis dahin die Apokalypse noch nicht eingetroffen
ist) wird man sicherlich behaupten die KK trüge auch daran die Schuld, wie man das beim Holocaust ja
auch macht.
Die größte Widerstandsgruppe innerhalb der deutschen Nation war ganz ohne Zweifel die Millionenzahl
an römischen Katholiken. Die NSDAP ist ja auch nur durch relative Mehrheit, sehr deutlich unter 50% im
Reichstag, an die Macht gekommen, und ausschließlich durch die völlig irregeleiteten protestantischen
Wahlgebiete, die schon immer mehr zu Nationalismus tendierten, im Gegensatz zu universal-internationalistisch
gesinnten Katholiken.
Herr Toter Alter Mann, inwieweit haben Sie sich vor achtzig Jahren antinazistisch betätigt? Oder Ihre
Großeltern? Jetzt reichts aber allmählich mit Schuldzuweisungen. Im Jahre 2008 kann ja jeder Grundschüler
ein strammer Kämpfer gegen Nazis sein. Die sind ja schon lange tot. Lesens doch einmal im Archiv Ihrer
Heimatzeitung, da werden Ihre Synapsen vielleicht recht aktiv aufjaulen. In der Schule habens doch wohl
hoffentlich gelernt, wie eine Diktatur funktioniert? (Zum Homothread, wo Sie die Gähn-Argumentation,
Tiere trieben Homosex, deswegen sei der natürlich: schon einmal kurz darüber nachgedacht, dass Sie und
ich keine Tiere sind?) Lesens Quellen, tun Sie, was immer notwendig zur Weiterbildung ist, aber hören
Sie um Gottes Willen auf, dermaßen absurd zu argumentieren. Da der Hl. Vater Pius XII. es versäumt hat,
als Selbstmordattentäter in der Reichskanzlei mit der Hitlerei aufzuräumen, deswegen ist Ihrer Ansicht
nach jedes Argument für ihn redundant. Ihre Logik hakt.
#7 Vox e luce 21:02:56 | Sonntag, 28. Dezember 2008
Pius XII hat an der Enzyklika von 1937 mit gewirkt. Gleich zu Beginn seiner Amtszeit hat er den Krieg
der Nazis kritisiert. Sein Dekret gegen die Euthanasie (1940) hat von Galens Erfolg überhaupt erst möglich
gemacht. In seinen Weihnachtsansprachen hat Pius XII immer wieder über die Nazi-Verbrechen gesprochen.
Wenn er niemals was direkt gesagt hatte, dann lag das nicht daran, dass er gemeinsame Sache gemacht hat,
mit den Nazis, sondern daran, dass er mit dem, was er getan hatte, bereits an die Grenzen der Möglichkeiten
gekommen war. Der Papst hatte keine Armee, mit der er etwas hätte ausrichten können. Alles was der Papst
hatte, waren die Katholiken in Deutschland, die prinzipiell nonkonform sein mussten, weil der Nationalsozialismus
ja eine widergöttliche Ideologie ist. Auf diese katholischen Kreise musste sich der Papst verlassen,
d.h. er musste versuchen, ihnen Bedinungen zu ermöglichen, in denen sie gemäß der christlichen Gebote
hätten handeln können. Daher war ausgeschlossen, dass der Papst als Einzelner direkt gegen die NS-Regierung
tätig geworden wäre, zumal da die Alliierten nicht bereit waren, ihn militärisch zu unterstützen.
#5 Vox e luce 20:18:16 | Sonntag, 28. Dezember 2008
Ignosti & Maddin Ihr beide hättet sicher so sehr einen ganz steifen rechten Arm gehabt, wie Ihr Euch
hier antikirchlich gebärdet. Zur Sache: Noll geht davon aus, daß der Papst-Verleumder Rolf Hochhuth
(77) bei den angeblichen Recherchen für sein antikatholisches Schmierstück ‘Der Stellvertreter’ auf
dieselben Dokumente gestoßen sein müsse wie die Historiker, die seine Unterstellung vom „Schweigen des
Papstes“ widerlegen. Der Wichtigtuer Hochhuth ist sowieso nur auf einer Modewelle mitgeritten (so wie
Bieger und Ignosti das hier tun). Zum Glück gibt es inzwischen eine Richtigstellung des Stückes in Form
eines Filmes von Costa Gavras. Darin wird die verleumderische Hetze eines Hochhuts relativiert. Derselbe
war darüber sehr erbost und der Film wurde –- ganz zu unrecht –- von vielen verrissen. Das beweist aber
nur seine Qualität. Schade, dass man ihn kaum noch bekommen kann. Ich frage mich, woran das liegen mag.
Ich hab da schon so meine Erklärungen…
@ignosti hatte ich es also doch in richtiger Erinnerung. diese Erinnerung hat noch nichts – aber überhaupt
nichts – zu sagen – und auch noch kein Lächeln auf Dein Gesicht zu zaubern. Wie wurde damals generell
auf aktuelle Ereignisse aus dem Vatikan reagiert? Kannst Du mir das anhand einiger Beispiele aufzeigen?
Heute reagierte der Papst auf die Bombadierung des Gaza-Streifens – direkt in seiner Angelus-Ansprache.
Gab es damals überhaupt solche direkten Reaktionen? Ich fordere den Historiker in Dir mal heraus – um
was zu lernen.