In seinem Fastenhirtenbrief betonte Bischof Friedhelm Hofmann, daß ein Wortgottesdienst die Messe nicht ersetzen könne. Der kleine Passus löste große Irritationen aus. Jetzt beeilt sich der Bischof, den Sturm im Wasserglas zu glätten. Er habe die Reaktionen nicht voraussehen können und schon gar nicht lostreten wollen.
(kreuz.net, Würzburg) Der diesjährige Fastenhirtenbrief des Würzburger Bischofs, Friedhelm Hofmann,
erfreute die Konservativen und erzürnte jene, die zur Linken des Vaters sitzen. Bischof Hofmann hatte
in seinem Schreiben auf den theologischen Allgemeinplatz hingewiesen, daß ein Wortgottesdienst die Sonntagsmesse
nicht ersetzen könne.
An dieser Aussage schaukelten sich die Medien hoch. Anfang März kommentierte
Guido Horst in der katholischen Tageszeitung „Die Tagespost“ die Kampagne gegen den Bischof. In einer
Lokalzeitung konnte man die traurige Kunde lesen, daß ein enttäuschtes Mitglied eines Würzburger Pfarrgemeinderats
nach der Lektüre des Hirtenbriefes beabsichtige, auf Amt und Würde zu verzichten und sich in die hinteren
Teile der Kirche zurückzuziehen. Der Heilpädagoge eines Stadtteil-Freizeitzentrums mit dem schönen
Namen „Spieli“ dozierte sogar über theologische Einseitigkeiten des Bischofs.
Der Journalist der „Tagespost“
fragt sich in seinem Artikel, ob das ewig so weitergehen solle und ob nicht auch der Karneval seine Grenzen
habe.
Dem Bischof hat das Treiben der Medien offenbar zugesetzt. Am Samstag veröffentlichte die Pressestelle
seines Bistums eine Pressemitteilung, wonach Bischof Hofmann die entsprechenden Aussagen bedauere.
Die
salomonische Lösung bekennt, daß die „sonntägliche Eucharistiefeier“ und die „Gemeinde vor Ort“ nicht
gegeneinander ausgespielt werden dürfen. Das sei das Ergebnis eines offenen Dialoges zwischen dem Bischof
und dem Diözesanrat der Katholiken, der am letzten Freitagabend stattfand.
Angesichts des Priestermangels
seien – so die Pressemeldung – sonntägliche Eucharistiefeiern im Bistum Würzburg nicht mehr in allen
620 Pfarreien und Kuratien sowie in weiteren 259 Filialkirchen möglich.
Damit stelle sich die Frage,
ob die Gläubigen zur sonntäglichen Heiligen Messe in die Nachbarpfarrei eilen oder sich „vor Ort“ zur
Wort-Gottes-Feier versammeln sollen. Das Problem bestehe darin, die Bedeutung der Messe als Höhepunkt
des liturgischen Feierns einerseits und die Versammlung der Pfarrei andererseits zu bewahren. Dies seien
Fragen, denen sich die Verantwortlichen im Bistum Würzburg seit Jahren stellten. Sie würden seit dem
Fastenhirtenwort von Bischof Dr. Friedhelm Hofmann neu diskutiert.
Auf jeden Fall bedauere Bischof Hofmann
die Irritationen, die der kleine Passus in seinem Fastenhirtenwort im Blick auf die Stellung des sonntäglichen
Wortgottesdienstes ausgelöst habe. Die Reaktionen habe er nicht voraussehen können und keineswegs lostreten
wollen.
Die kleine Aussage müsse im Licht des großen Kontexts des gesamten Hirtenwortes zum Eucharistischen
Jahr 2005, das die Eucharistie als Quelle kirchlichen Lebens würdigt, gelesen werden. Die Heilige Messe
bleibe der Höhepunkt gottesdienstlichen Feierns: „Die Wortgottes-Feier darf nicht in Konkurrenz zur Meßfeier
treten.“
Wo die sonntägliche Eucharistiefeier aber nicht möglich wäre, sei der Wortgottesdienst ein
hochwertiger Ersatz, der die Versammlung der Gemeinde garantiere und die Sehnsucht nach der Eucharistie
wach halten solle.
Im übrigen soll man – nach den Worten des Bischofs – den Blick nach vorne richten.
In der uneinheitlichen Diözese Würzburg müsse man von einer ungleichzeitigen Entwicklung ausgehen.
In den städtischen Pfarreien sei das Thema der sonntäglichen Wortgottesdienste noch nicht so aktuell.
Das sei in ländlichen Gebieten anders. Dort gelte es darauf zu achten, wie die Möglichkeit zur Sonntagsmesse
gewährleistet und gleichzeitig das hohe Maß an Eigenempfinden bewahrt werden könne: „Hier muß noch
viel nachgedacht werden,“ sagte der Bischof.
Gemeindeverständnis und Eucharistie seien voneinander abhängig
und müßten sich gegenseitig befruchten und eine Einheit bilden. „Meine Sorge gilt dem hohen Wert der
Eucharistie wie der Gemeinde und dem Verständnis von christlich kirchlicher Gemeinschaft in gleicher
Weise.“
Als wertvoll bezeichnete der Bischof den Predigtdienst von Laien außerhalb der Eucharistiefeier.
Die Betonung des Vorbehaltes der Predigt für den Priester in der Meßfeier sei angesichts der vielen
Möglichkeiten für Laien, bei anderen Gottesdienstformen zu predigen, keine Zurückstufung oder mangelnde
Wertschätzung. In der Meßfeier gehörten aber Dienst am Sakrament und Verkündigung des Wortes untrennbar
zusammen.
Email-Adressen der Empfänger
34 Lesermeinungen
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
„Ihre Meinung zum Thema“ Da hier ohnehin keine „Meinung zum Thema“ gefragt zu sein scheint, gebe ich meine
Meinung über die Diskussionen bekannt: Sie haben ein Niveau erreicht, das es vielen Lesern verleiden
dürfte, einen wirklichen Beitrag zum Thema zwischen so viel Unsinn einzufügen. Es ist peinlich, ja eine
Schande!
GerdEric’s Tanz auf dem Vulkan Und ich werde sagen ach ja chato und wo hast du sul und bru und deine anderen
freunde gelassen? und dann werde ich die Peitsche knallen lassen und euch sagen so, nun braucht ihr nur
noch 20.000 Jahre hier im Fegefeuer schmoren dann wird mein Bruder Jesus bei unserem Vater für euch ein
gutes Wort einlegen … (so, und nun ist Schluss mit dieser jecken Einlage)
GerdEric’s Tanz auf dem Vulkan GerdEric wird sagen; wie er prophezeite am 20. März 2005 in Kreuz.net
um 19:40h: »Na, Jesus, auch hier bei unserem Vater?“ Und die Gestalt wird sich umdrehen und GerdEric
wird in eine dämonisches Fratze sehen, die ihm sagen wird: Wieso Jesus? Weißt du nicht wo du hier bist?
Ich bin Diener der Hölle und auf dich unseren Freund, wartet Satan dein Herr. Und GerdEric, einst Hauptschreiber
in Kreuz.net, wird seine Tage auf der Erde verfluchen in Ewigkeit.
und was machst Du wenn er Dir früher erscheint? Eben so wie es Paulus passiert ist. „Hm“ werde ich sagen
„und alles was der falsch verstanden hat das soll ich jetzt wieder gerade rücken? Du,“ werde ich sagen
„das versuche ich doch alles schon seit Jahren zu klären zB im seit kurzem im kreuz.net aber da hören
mir doch nur ganz wenige wirklich zu zB der sttn aber die meisten wollen nicht verstehen was du wirklich
gesagt hast.“
zur Kreuzigung spectator: @ sttn Vom Saulus zum Paulus… Gut, man weiß nicht was Paulus zur Kreuzigung
von Jesus gedacht hat. du bist doch der Paulus Spezialist und du weißt es nicht? Es kommt wohl darauf
an vor oder nach der Gehiernwäsche?
@ sttn Vom Saulus zum Paulus… Gut, man weiß nicht was Paulus zur Kreuzigung von Jesus gedacht hat.
du bist doch der Paulus Spezialist und du weißt es nicht?
@GerdEric „Nun wollen wir aber nicht gleich behaupten dass Paulus gar selbst dazu beitrug (ein Agitator
war er wohl) dass Jesus gekreuzigt wurde… wobei er als Pharisäer sicher Bauchweh gehabt hätte dass
Jesus nicht gesteinigt wurde…“ Vom Saulus zum Paulus… Gut, man weiß nicht was Paulus zur Kreuzigung
von Jesus gedacht hat. „ Das mag Jesus so gesehen haben jedoch Machthungrige sehen das immer anders (und
die gab es auch unter den Päpsten und den Kardinälen usw die sich massiv in die niedere Politik begaben).“
Ich finde es sehr wichtig das Jesus es so gesehen hat und ich finde es auch wichtig das er es deutlich
so verkündet hat. Das sich vielen Kirchenfürsten nun nicht an das gehalten haben was Jesus gesagt hat
ist natürlich eine traurige Wahrheit, wobei wir natürlich auch beachten sollten das wir es aus der heutigen
Brille betrachten. Früher hat man vieles anders gesehen. Das Zölibat ist ja auch so ein Beispiel: Es
gab sehr viele Päpste die Nachkommen hatten. Und das fanden die auch ganz OK, denn an das Zölibat hielten
sie sich ja: Sie waren allesamt unverheiratet. „Die Auferstehung ist erstens für Gott ein Kinderspiel
zweitens kein Opfer.“ So ist es …
@ sttn Paulus zum Beispiel war Pharisäer bevor er Christ wurde und hatte gute Beziehungen zu den Hohepriestern.
Nun wollen wir aber nicht gleich behaupten dass Paulus gar selbst dazu beitrug (ein Agitator war er wohl)
dass Jesus gekreuzigt wurde… wobei er als Pharisäer sicher Bauchweh gehabt hätte dass Jesus nicht
gesteinigt wurde… Jesus hat immer deutlich gemacht das er keine weltliche Macht beansprucht. Das mag
Jsus so gesehen haben jedoch Machthungrige sehen das immer anders (und die gab es auch unter den Päpsten
und den Kardinälen usw die sich massiv in die niedere Politik begaben). So viele militante Anhägner
gab es nicht. Jesus hat den Leuten nicht nach den Mund gesprochen, sopdnern des öfteren Dinge gesagt
die zwar richtig sind, aber nicht populär (Siehe Johannes Kapitel 6) Schon, aber das hat doch jeder andere
Prophet auch so gehandhabtn und vor den anderen Propheten wird ausdrücklich gewarnt. Nicht ganz. Eine
Kreuzigung war nichts ehrenhaftes, sondern das Gegenteil. Und die Kreuzigung war es ja nicht das besondere,
sondern die Auferstehung. Die Auferstehung ist erstens für Gott ein Kinderspiel zweitens kein Opfer.
denn
@GerdEric „Die Hohenpriester waren zuvor von den Herodianern „entmachtet“ worden und hatten unter dem
Volk nicht die Autorität der Pharisäer.“ Wobei ich mir nicht sicher bin ob die Grenze wirklich so eng
zu ziehen ist. Paulus zum Beispiel war Pharisäer bevor er Christ wurde und hatte gute Beziehungen zu
den Hohepriestern. „Das ist sicher anders, denn mit dem Anspruch, Jesus sei Sohn Davids, beanspruchte
er gegenüber Herodes den Thron…“ Jesus hat immer deutlich gemacht das er keine weltliche Macht beansprucht.
„Wo waren da die Tausende Anhänger des Jesus, die doch vorgeblich von ihm überzeugt waren? …“ So viele
militante Anhägner gab es nicht. Jesus hat den Leuten nicht nach den Mund gesprochen, sopdnern des öfteren
Dinge gesagt die zwar richtig sind, aber nicht populär (Siehe Johannes Kapitel 6) „ Man kann weder Volk
oder Hohenpriestern die Schuld geben (aber einen machthungrigen Heiden entschulden),…“ Das sollte man
auch nicht und ist ein Gedankenfehler den viele Christen haben. Wobei die Rolle von Judas nicht von alle
christlichen Kirchen so gesehen wird (de.wikipedia.org/wiki/Judas_Ischariot) „Dann hätte es die Römer
nicht gestört, wenn Jesus ordnungsgemäss gesteinigt worden wäre, aber er wurde als Rebell gekreuzigt…“
Nicht ganz. Eine Kreuzigung war nichts ehrenhaftes, sondern das Gegenteil. Und die Kreuzigung war es ja
nicht das besondere, sondern die Auferstehung.
#22 spectator † 10:35:56 | Donnerstag, 17. März 2005
@ GerdEric Welche „Frommen“ haben denn Jesus gekreuzigt? Waren es die Pharisäer die ihn gesteinigt haben?
solche Lügner wie du, die – ihrer Meinung nach – besser wußten, was Gott will und was nicht.
@ sttn Ich denke schon das die Hohepriester genügend zu sagen hatten. Die Hohenpriester waren zuvor von
den Herodianern „entmachtet“ worden und hatten unter dem Volk nicht die Autorität der Pharisäer. Sicher,
aber warum sollte er? Herodes hatte ja mit Jesus keine Probleme. Das ist sicher anders, denn mit dem Anspruch,
Jesus sei Sohn Davids, beanspruchte er gegenüber Herodes den Thron, denn der steht nur Nachfahren Davids
zu. Er tat nur das was das von den Hohepriestern aufgewiegelte Volk wollte. Wo waren da die Tausende Anhänger
des Jesus, die doch vorgeblich von ihm überzeugt waren? Es waren nicht nur hier 5 und dort 10, es waren
doch 4000 und 5000. Mit dieser Anhängerschaft liesse sich auch Freiheit erschreien. Man kann weder Volk
oder Hohenpriestern die Schuld geben (aber einen machthungrigen Heiden entschulden), wenn Jesus seinen
Tod herauf beschwört, weil er glaubt, er müsse einen Auftrag erfüllen. Und ganz klar, diesen Auftrag
hätte er ohne Judas nicht erfüllen können, denn nicht einer seiner anderen Jünger war bereit, sich
derart zu erniedrigen, wie es Judas tat, seine Liebe zu Jesus zu verraten, um den Auftrag möglich zu
machen… Aber auch erst nachdem die Juden gegen die Römer erfolgreich rebelliert haben. Dann hätte
es die Römer nicht gestört, wenn Jesus ordnungsgemäss gesteinigt worden wäre, aber er wurde als Rebell
gekreuzigt…
@GerdEric „welche herrschende Kaste hatte denn was zu sagen? sicher nicht die Pharisäer“ Ich denke nicht
das es bei der Kreuzigung von Jesus darum ging wer was zu sagen hatte. Den damaligen Herrschenden war
Jesus an sich wurscht, bzw. vielleicht war ihnen Jesus sogar lieber als andere, da er eben nicht zum bewaffneten
Wiederstand aufgerufen hat. „und was hatten die Hohenpreister denn tatsächlich zu sagen?“ Ich denke schon
das die Hohepriester genügend zu sagen hatten um den Herrschern gegenüber unangehem zu werden. „Hätte
Herodes Jesus nicht auch ohne Zustimmung Roms verurteilen können. Warum überliess er es den Römern?“
Sicher, aber warum sollte er? Herodes hatte ja mit Jesus keine Probleme. Jesus war ja auch keine Gefahr
für irgendeinen Herrschenden, Jesus ging es ja auch nie um die weltlich Macht, Jesus war eine Gefahr
für die Hohepriester. „Warum wusch sich Pilatur so scheinheilig die Hände?“ Eventuell weil es ihm eigentlich
nichts anging und er auch keine Grund sah Jesus zu kreuzigen. Er tat nur das was das von den Hohepriestern
aufgewiegelte Volk wollte. „denn es zeigte sich doch später, dass Rom daran interessiert war, das ganze
jüdische Land zu beherrschen und dazu schreckten sie nicht zurück, den Tempel zu entweihen.“ Aber auch
erst nachdem die Juden gegen die Römer erfolgreich rebelliert haben. Bis zu dem Zeitpunkt hin wollten
die Römer einfach nur nicht von den Juden genervt we…
sttn welche herrschende Kaste hatte denn was zu sagen? sicher nicht die Pharisäer (sie ermahnten das
Volk, sich ihrem Gott wieder zu zuwenden, und die sagten, was Richtig und was falsch ist. wenn gleich
sie es auch waren, die das Volk hätten zur Rebellion aufwiegeln können, sicher aber nicht die Sadduzäer,
die mit Rom Gemeinsamesache machten), und was hatten die Hohenpreister denn tatsächlich zu sagen? Hätte
Herodes Jesus in seinem Herrschaftsbereich nicht auch ohne Zustimmung Roms verurteilen können (ich bin
mir da sicher)? warum tat er es nicht? Warum überliess er es den Römern? Warum wusch sich Pilatur so
scheinheilig die Hände? denn es zeigte sich doch später, dass Rom daran interessiert war, das ganze
jüdische Land zu beherrschen und dazu schreckten sie nicht zurück, den Tempel zu entweihen.
@GerdEric „Glaubst Du, das hatte Pilatus nötig, sich zum Handlanger zu machen? Glaubst Du nicht auch
eher, dass er damit sein Gesicht in Rom verloren hätte?“ Nötig hatte er es nicht, aber warum sollte
er den nervenden Juden nicht nachgeben, es konnte ihm ja egal sein und wenn er damit das sowieso immer
sehr rebellische jüdische Volk glücklich macht, warum nicht. Wird halt einer mehr gekreuzigt. „Nicht
nur, dass es sich den Thron unrechtmässig aneignete, sondern diesen an die Herodianer ab gaben und mit
denen auch noch erbandelt waren.“ Gerade deshalb war doch einer der von sich gesagt hat „Ich bin der König
der Juden“ und der wudnerbare Dinge vollbringt so gefährlich. Die herrschende Kaste hatte doch panische
Angst zuerst vor Jesus und danach auch vor Christen wie Paulus. „Liess sich Pilatus wirklich so gebrauchen?
warum war er denn Statthalter, wenn er sich um nix kümmerte, es offensichtlich den unterdrückten Volksführern
überliess?“ Ich vergleich das mal mit mir. Wenn einer meiner Mitarbeiter was will und es ist kein allzu
großes Problem für uns dann wird das gemacht. Wenn er glücklich damit wird… Ähnlich wird Pilatus
gedacht haben, nur das es seine Untergebenen waren (an Stelle von Mitarbeitern) und das es um einen Menschen
ging. Nur das eben Menschen damals nichts wertvolles waren. Für mich ist das schon einleuchtend.
@ sttn Rom hat sich eingemischt … Glaubst Du, das hatte Pilatus nötig, sich zum Handlanger zu machen?
Glaubst Du nicht auch eher, dass er damit sein Gesicht in Rom verloren hätte? …Deshalb haben sie Pilatus
überredet … Mag ja sein, dass es da so steht, aber man kann nicht auf der einen Seite sagen, die waren
so streng in der Auslegung, dass sie am Feiertag keinen Schritt zuviel gingen, dass ihnen ein Ei unrein
ist, wenn ein winziger Blutstropfen in ihm ist, oder dass ein Geschächtetes Tier unrein ist, weil das
Messer unscharf? und nun überlassen sie einem Heiden den Vollzug eines Gebotes? Und das Gebot besagt,
dass ein Lästerer gesteinigt werden muss. Stell Dir vor, Herodes versuchte durch teure Bauten das Volk
auf seine Seite zu stimmen, doch sie lehnten ihn weiter ab, und nun lässt er es sich entgehen, den Repräsentanten
dienlich zu sein? Wenn wir mal davon absehen, dass das Hohepriester Geschlecht nicht besonders beliebt
war… Nicht nur, dass es sich den Thron unrechtmässig aneignete, sondern diesen an die Herodianer ab
gaben und mit denen auch noch verbandelt waren. Wenn er kein Übeltäter wäre, hätten wir ihn dir nicht
ausgeliefert. Liess sich Pilatus wirklich so gebrauchen? warum war er denn Statthalter, wenn er sich um
nix kümmerte, es offensichtlich den unterdrückten Volksführern überliess?
@GerdEric Rom hat sich eingemischt weil es von Kajaphas darum gebeten wurde. Kajaphas wollte ihn umbringen,
aber duften es nicht. Deshalb haben sie Pilatus überredet Ihr schmutziges Werk zu tun (Johannes 18, 28-40)
„Von Kajaphas brachten sie Jesus zum Prätorium; es war früh am Morgen. Sie selbst gingen nicht in das
Gebäude hinein, um nicht unrein zu werden, sondern das Paschalamm essen zu können. Deshalb kam Pilatus
zu ihnen heraus und fragte: Welche Anklage erhebt ihr gegen diesen Menschen? Sie antworteten ihm: Wenn
er kein Übeltäter wäre, hätten wir ihn dir nicht ausgeliefert. Pilatus sagte zu ihnen: Nehmt ihr ihn
doch und richtet ihn nach eurem Gesetz! Die Juden antworteten ihm: Uns ist es nicht gestattet, jemand
hinzurichten.“ Und Kajaphas kann man als Hohepriester durchaus als „Frommen“ bezeichnen bzw. hat sich
dann auch das Volk gegen Jesus entschieden. (Johannes 18, 39-40)
@ ichthys „… und dass letztlich doch nicht die Sünder, sondern die „Frommen“ Christus gekreuzigt haben.
„Wir haben ein Gesetz, und nach diesem Gesetz muss er sterben!“ (Josef Eger) Hierzu habe ich dann doch
noch ein paar Fragen. Welche „Frommen“ haben denn Jesus gekreuzigt? Waren es die Pharisäer, die ihn gesteinigt
haben? denn auf Gotteslästerung steht steinigen, kreuzigen steht auf Aufruhr und Rebellion gegen Rom.
Warum sollten sich Römer in die religiösen Belange einmischen, wenn dadurch das Volk sein Spektakel
hat (wie in Rom den Zirkus)? „Wir haben ein Gesetz, und nach diesem Gesetz muss er sterben!“ Eben, und
das Gesetz besagt: Steinigung! Und die „Frommen“ hielten sich an das Gesetz, selbst wenn es ihren Tod
bedeutete, wenn sie zu Tausenden von den Römern gekreuzigt wurden… denn Jesu war nicht der Erste und
nicht der Letzte, er war einer von vielen Tausend… Die meisten Kommentatoren gehen davon aus, dass Jesus
das Abendmahl am Vorabend zu Pessach abhielt, dem Sederabend. Glaubst Du, dass die „Frommen“ an Pessach
jemanden am Kreuze sehen wollten? oder waren es doch nicht die „Frommen“, die Jesus dem Tode überantworteten?
Evangelium Joh 8,21-30 In diesem Forum gibt es meiner Meinung nach zuwenig Barmherzigkeit und zuviel Gesetzlichkeit.
Zum heutigen Evangelium habe ich folgende Gedanken gefunden (Schott Meßbuch S. 392): „Es müsste alle
frommen Menschen, die „treu“ festhalten an ihren gewohnten frommen Übungen, immer wieder heilsam erschrecken,
dass die in Jesus Christus erschienene Barmherzigkeit Gottes wohl mit den Sündern fertig wurde, dass
es aber nicht einmal dieser leibhaftig erschienen Liebe und Güte Gottes gelang, die verhärteten Gletscherpartien
einer in genauer Gesetzeserfüllung erstarrten Frömmigkeit aufzutauen und dass letztlich doch nicht die
Sünder, sondern die „Frommen“ Christus gekreuzigt haben. „Wir haben ein Gesetz, und nach diesem Gesetz
muss er sterben!“ (Josef Eger)
#12 spectator † 20:18:27 | Dienstag, 15. März 2005
@ mrnka Die Priesterbruderschaft St. Pius X hält am authentischen Glauben fest, so wie er im Konzil von
Trient definiert worden ist. und wer sagt, dass der Glaube – wie er im Konzil von Trient definiert worden
ist (wie du schreibst) – authentischer ist, als der Glaube der RK-Kirche nach Vat.II ??? – Bischof Lefebrve???
Glaubst du denn wirklich, dass 2000 Bischöfe des II Vat. sich geirrt haben und nur einem einzigen – Bischof
Lefebrve – Gott privat den authentischen Glauben offenbarte??? – was gaukelst du dir eigentlich vor?
spectator Die Priesterbruderschaft St. Pius X ist nicht der Hüter des Glaubens. Das sollte der Papst
sein. Die Priesterbruderschaft St. Pius X hält am authentischen Glauben fest, so wie er im Konzil von
Trient definiert worden ist.
#10 spectator † 17:39:15 | Dienstag, 15. März 2005
@ stimme… & mrnka @ stimme der vernunft Nachdem du ja nicht zugeben willst, dass du ein Atheist bist,
der sich hier als Katholik ausgibt, stellt sich aber doch die Frage (falls du wirklich ein Katholik bist):
Was hält dich noch in dieser Kirche, an der du ja kein gutes Haar findest? um das zu begreifen, müstest
du nicht unbedingt „…aus Wasser…“ aber bestimmt „…aus Geist…“ neu geboren werden. @ mrnka Der
Papst ist Hüter des Glaubens – aber er ist nicht Herr über den Glauben. ist die Piusbruderschaft der
einzige, rechtmäßige Hüter des Glaubens???
sttn In der Tat ist der derzeitige Papst ein Problem für viele Katholiken, die sich der Tradtion verbunden
fühlen. Es gab aber auch in der Vergangenheit schlechte Päpste. Man muß halt zwischen Amt und Person
unterscheiden. Der Papst ist Hüter des Glaubens – aber er ist nicht Herr über den Glauben. Man muß
dem Papste nicht immer und in allen Dingen unbedingt und kritiklos folgen. Hoffen und beten wir für einen
guten Papst.
Was mich interessieren würde… Ich habe ja vor jedem der seine Einstellung begründen kann einen großen
Respekt. So geht es mir auch mit den Mitglieder/Anhänger aus der Priesterbruderschaft St. Pius X die
ich bislang kennenlernen durfte. Nicht das ich die Meinung teile, aber ich konnte doch feststellen das
die Priesterbruderschaft fundiert und nachvollziehbar argumentieren kann, was man von anderen ja nicht
umbedingt behaupten kann. Ein Problem sehe ich jedoch: Wie kann man die Treue und das Gehorsam gegenüber
dem Papstamt mit der doch deutlich Kritik an Papst Johannes Paul II verbinden? Hier erkenne ich bei vielen
Mitgliedern/Anhänger dieser Priesterbruderschaft ein gar nicht so einfach zu beantwortenden Widerspruch.
„Stimme der Vernunft“ Was ist eigentlich gegen die „Piussekte“ einzuwenden? Die Priesterbruderschaft St.
Pius X ist ein Teil der Katholischen Kirche. Das ist nicht zu bestreiten. Die zuständige Behörde der
Kurie ist nämlich nicht etwa der „Päpstliche Rat zur Förderung der Einheit der Christen“ (Kardinal
Kasper), der sich mit den von der Kirche getrennten Gemeinschaften befaßt, sondern die „Päpstliche Kommission
Ecclesia Dei“ (Kardinal Hoyos), die mit innerkatholischen Aufgaben befaßt ist. Die Priesterbruderschaft
St. Pius X ist zweifelsfrei rechtgläubig. Es finden sich dort keine Modernisten, Häretiker und Kleriker,
die den Koran küssen oder Bücher über ihre Lieblingssuren aus dem Koran veröffentlichen. Die Priester
der Priesterbruderschaft beten auch nicht zusammen mit heidnischen Priestern und anderen Feinden der Kirche
Christi. Die Priester der Bruderschaft lassen sich auch nicht von Hindupriesterinnen „heilige“ Shiva-Zeichen
aus Kuhdung auf die Stirne malen.
stimme der vernunft: @spectator Auch, wenn viele es nicht wahr haben wollen: Die FSSPX ist keine Sekte.
Nach dem gültigen Kirchenrecht sind (allenfalls) deren Bischöfe exkommuniziert (was allerdings angesichts
der Notstandsrechte zweifelhaft ist). Es wird von niemanden bestritten, daß die Priester der FSSPX nicht
exkommuniziert sind, sondern schlimmstenfalls suspendiert; die Gläubigen trifft keine Strafe, solange
sie sich nicht bewußt gegen das Papstamt stellen. In dogmatischer Hinsicht wird man die FSSPX keiner
Häresie überführen können!
@spectator Nachdem du ja nicht zugeben willst, dass du ein Atheist bist, der sich hier als Katholik ausgibt,
stellt sich aber doch die Frage (falls du wirklich ein Katholik bist): Was hält dich noch in dieser Kirche,
an der du ja kein gutes Haar findest? Warum schliesst du dich nicht der Piussekte an?
Geordneter Rückzug Ein bißchen feige und opportunistisch sind sie wohl allesamt, die Eminenzen & Excellenzen:
Sobald ihnen der Wind der veröffentlichten Meinung nur ganz gelinde ins Gesicht bläst, knicken sie ein.
Bischöfe und ihre Kirche Jetzt beeilt sich der Bischof, den Sturm im Wasserglas zu glätten. Er habe
die Reaktionen nicht voraussehen können und schon gar nicht lostreten wollen. wie feige ist er denn eigentlich?
Bischof Hofmann hatte in seinem Schreiben auf den theologischen Allgemeinplatz hingewiesen, daß ein Wortgottesdienst
die Sonntagsmesse nicht ersetzen könne. und? Was ist denn daran so falsch? Haben die Laien befürchtet,
dass sie sich am Altar nicht zu oft darstellen können, oder kann der Mob der deutschen Kirche die Gegenwart
des Herrn in einer hl. Messe nicht mehr ertragen? In einer Lokalzeitung konnte man die traurige Kunde
lesen, daß ein enttäuschtes Mitglied eines Würzburger Pfarrgemeinderats nach der Lektüre des Hirtenbriefes
beabsichtige, auf Amt und Würde zu verzichten und sich in die hinteren Teile der Kirche zurückzuziehen.
das wäre eine ethnische, aber auch nötige Reinigung innerhalb der deutschen Kirche. Das eingebildete
Laienpack kann gerne verschwinden. Am vergangenen Samstag veröffentlichte die Pressestelle seines Bistums
eine Pressemitteilung, wonach Bischof Hofmann die entsprechenden Aussagen bedauere. Typisch deutsch. Wo
die sonntägliche Eucharistiefeier aber nicht möglich wäre… und wo ist sie nicht möglich? – dort
wo der Pöbel zu faul ist in die Nachbargemeinde der hl. Messe beizuwohnen. „Hier muß noch viel nachgedacht
werden,“ sagte der Bischof… ja, die deutschen Bischöfe denken seit dem II Vat. intensiv nach. Irgendwie
klappt es immer noch nichts und wenn sie mal, aus gutem Grunde, etwas zur Erbauung des Volkes sagen, dann
ziehen sie das nach einer Woche zurück, weil sich das Geschrei der Laien wie ein Geheul des Teufels am
Jüngsten Gericht anhört.
Vorrang der Messe ist offensichtlich Es ist höchst verwunderlich, daß über den überragenden Wert der
hl. Messe überhaupt diskutiert werden muß. Daß die hl. Messe als Vergegenwärtigung des Kreuzesopfers
u.H. den Vorrang vor allem hat, ist doch offensichtlich. Insoweit ist schon diese Feststellung als solche
ein Ärgernis, weil hier offenkundige Wahrheiten indirekt zur Diskussion gestellt werden. Ebensogut könnte
man in einem Fasthirtenbrief darauf hinweisen, daß Gott der Schöpfer der Welt ist. Die Tatsache, daß
der Hinweis auf eine evidente Glaubenswahrheit unserer Kirche so heftige Reaktionen auslöst, zeigt klar,
in welcher Krise wir heute stecken. Nach ärgerlicher ist es natürlich, wenn man sich aufgrund völlig
unsinniger Reaktionen von den einmal geäußerten Glaubenswahrheiten wieder distanziert. Hier scheint
nicht zuletzt die unselige Liturgiereform ihren Einfluß zu zeigen. Der Opfercharakter der hl. Messe wurde
immer mehr verwässert und bis zur Unkenntlichkeit verstümmelt, man lese nur bewußt die Gebete zur „Gabenbereitung“.
Selbst in der päpstlichen Liturgie ist der Opfergedanke oft kaum noch zu erkennen. Wenn nicht endlich
eine „Reform der Reform“ vollzogen wird, oder – noch besser – die Diskriminierung der Messe aller Zeiten
aufhört, werden die ohnehin schon schlimmen Zustände und völlig indiskutablen Meinungsäußerungen
(mit denen man sich ernsthaft eigentlich gar nicht befassen dürfte) Überhand nehmen.