16:43:09 | Dienstag, 30. Dezember 2008
Im Jahr 2008 führte Papst Benedikt XVI. Schritt für Schritt katholische Elemente in die immer mehr protestantisierte Neue Messe ein. Eine öffentliche Feier der alten Papstliturgie bewahrte er sich für das kommende Jahr auf. Rückblick von Januar bis Juni 2008.
JanuarAm 13. Januar zelebriert Papst Benedikt XVI. eine Messe auf dem Hochaltar der Sixtinischen Kapelle.
Zwei Tage später legte der Bischof von Mainz, Karl Kardinal Lehmann, sein Amt als Vorsitzender der deutschen
Bischofskonferenz aus gesundheitlichen Gründen zurück.
Am selben Tag sagte Papst Benedikt XVI. einen
für den 17. Januar an der römischen Universität ‘La Sapienza’ geplanten
Besuch ab. Zuvor hatten fanatisierte,
kirchenfeindliche Studenten und Professoren die Ausladung des Heiligen Vaters gefordert.
Am 19. Januar
wählten die Jesuiten den Spanier, Pater Adolfo Nicolás, zum
neuen Generaloberen der Gesellschaft Jesu.
In der Nacht auf den 25. Januar starb der entlassene Jesuit und Gründer der Ordensgemeinschaft ‘Servi
Jesu et Mariae’, Pater
Andreas Hönisch.
Wenige Tage später, am 30. Januar, verschied
der in Ungnade gefallene Gründer der Ordensgemeinschaft der Legionäre Christi, Pater
Marcial Maciel.
FebruarAm Faschingsdienstag, dem 5. Februar, veröffentlichte Papst Benedikt XVI. einen
neuen Text
für die Karfreitagsfürbitte im Alten Ritus. Er wollte damit antikatholische Kräfte besänftigen und
bewirkte genau das Gegenteil.
Am 12. Februar
wählte die deutsche Bischofskonferenz Mons. Robert Zollitsch
von Freiburg zu ihrem neuen Vorsitzenden.
Ausgerechnet in seiner ersten
Stellungnahme betonte Mons. Zollitsch,
daß der Zölibat theologisch nicht notwendig sei und erntete damit heftige
Proteste.
Am 18. Februar
veröffentlichte der Heilige Stuhl die
Instruktion ‘Sanctorum Mater’. Sie verlangt eine größere Strenge,
Nüchternheit und Sorgfalt während der diözesanen Phase der Seligsprechungsverfahren.
Am 28. Februar
starb der Gründer der altgläubigen Benediktinerabtei Le Barroux in Südfrankreich, Dom Gerard Calvet,
nach langer Krankheit.
Requiem für Dom Gérard

© Abbaye Barroux

© Abbaye Barroux

© Abbaye Barroux

©
Abbaye Barroux

© Abbaye Barroux

© Abbaye Barroux

© Abbaye Barroux

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März
Am 13. März starb die Gründerin der Fokolarbewegung,
Chiara Lubich, in Rom.
In der Osternacht taufte
Papst Benedikt XVI. unter anderem den bisher gottlosen, aus Ägypten stammenden Journalisten
Magdi Allam .
Am nächsten Tag benützte der Heilige Vater die zuletzt von Paul VI. († 1978) getragene weiße
Oster-Mozetta.
Ende März verschuldete der Erzbischof von Wien, Christoph Kardinal Schönborn, einen internationalen
Skandal. Sein Dommuseum stellte blasphemische und obszöne Werke des österreichischen Stalinisten Alfred
Hrdlica aus – darunter sein sogenanntes letztes Abendmahl, das Christus mit entblößtem Phallus und die
Apostel bei der gegenseitigen Masturbation
zeigt .
AprilAm 1. April sollte der Religionspädagoge
Ulrich
Hemel das Amt des Präsidenten der katholischen Universität Eichstätt übernehmen. Daß die vatikanische
Bildungskongregation die Ernennung mit ihrem Vetorecht verhinderte, konnte nie bewiesen werden.
Am 12.
April wollte der Apostolische Nuntius in Deutschland, Erzbischof Jean-Claude Périsset, auf dem ‘Kongreß
Weltkirche’ des Hilfswerks ‘Kirche in Not’ eine Alte Messe feiern. Doch der Nuntius
sagte kurzfristig
ab. Gründe wurden nie bekannt.
Mitte April reiste Benedikt XVI. nach Washington und New York. Der Heilige
Vater feierte auf der Reise seinen Geburtstag. Eine der Reden hielt er vor den
Vereinten Nationen.
Am
Tag der Rückkehr des Papstes in Rom wählte Paraguay einen abgefallenen Bischof, Fernando Lugo, zum Staatspräsidenten.
Fernando Lugo

© Fernando Lugo APC

© Fernando Lugo APC

© Fernando Lugo APC

© Fernando Lugo APC

© Fernando
Lugo APC

© Fernando Lugo APC

© Fernando Lugo APC

© Fernando Lugo APC
MaiMitte Mai wiederholte der Präsident
der Päpstlichen Kommission ‘Ecclesia Dei’, Dário Kardinal Castrillón Hoyos, daß sich die Priesterbruderschaft
St. Pius X.
nicht im Schisma befindet.
Ende Mai feierte die deutsche Kirche den Katholikentag in Osnabrück.
Beim
Abschlußgottesdienst konsekrierten zahlreiche Bischöfe Schalen mit Hostien, die in Weidenkörben
vor dem Altar deponiert waren.
Auf dem Katholikentag demonstrierte die Partei ‘Nationaldemokratische
Partei Deutschlands’ gegen die Abtreibung. Die Demonstranten wurden von den Sicherheitsbeamten
weggewiesen.
Am Fronleichnamsfest benützte Papst Benedikt XVI. erstmals eine
Kniebank zur Kommunionspendung.
Juni
Mitte Juni
forderte der Präsident der Päpstlichen Kommission ‘Ecclesia Dei’, Dário Kardinal Castrillón
Hoyos, bei einer Pressekonferenz in London, daß die Alte Messe in
allen Pfarreien gefeiert werde.
Kardinal
Castrillon zelebriert in der Kathedrale von Westminster

© traditionalcatholic.org.uk

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traditionalcatholic.org.uk

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Der Brief von Kardinal Castrillon
Wenige Tage später wurde bekannt, daß Kardinal
Castrillón dem Generaloberen der Priesterbruderschaft St. Pius X. für eine Versöhnung
fünf Bedingungen
gestellt hatte.
Am 25. Juni produzierte der Wiener Kardinal Christoph Schönborn den nächsten Skandal:
Er ehrte die brutale Wiener Abtreibungspolitikerin, Genosse Renate Brauner, mit dem Päpstlichen Gregoriusorden
für angebliche Verdienste um die römisch-katholische Kirche.
Zwei Tage später ernannte Papst Benedikt
XVI. den früheren Erzbischof von Saint Louis, Mons. Raymond Burke, zum neuen Präfekten des Obersten
Gerichtshofes der Segnatura Apostolica. Erzbischof Burke gehörte in der US-Bischofskonferenz zum kleinen,
antimodernistischen Flügel. Er ist ein Freund der Alten Messe.
Am 26. Juni erhielt die bis dahin lefebvristische
Gemeinschaft der Transalpinen Redemptoristen in Schottland ein Schreiben aus dem Vatikan, wonach sie mit
dem Heiligen Stuhl wieder
versöhnt sei.
Seit dem 29. Juni benützt Papst Benedikt XVI. ein neues, nämlich
das alte Pallium.
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