Österreich
Auf Nachfrage gibt er nach
Ein früherer Pressesprecher des Kardinals von Wien hat diesen kürzlich über die Medien angegriffen. Danach zeigte sich der Kardinal gefügig wie ein Lamm.
Wiener Stephansdom
Wiener Stephansdom
© Clemens Koppensteiner, CC
(kreuz.net, Wien) Am 4. Dezember richtete sich Wolfgang Bergmann (45) in der kirchenfeindlichen Tageszeitung ‘Der Standard’ in einem Haßkommentar an Christoph Kardinal Schönborn von Wien.

Bergmann ist Diplomtheologe. Er war Gründungsmitglied der umstrittenen Aktion ‘Geborene für Ungeborene’, die heute „Österreichische Lebensbewegung“ heißt.

Von 1988 bis 1996 amtete er als Pressereferent der Caritas. Von 1996 bis 1999 leitete er die Öffentlichkeitsarbeit der Erzdiözese Wien und war Geschäftsführer von Radio Stephansdom.

Seit 2000 ist er Geschäftsführer der antikatholischen Tageszeitung ‘Standard’.

Abrechnung mit dem Kardinal

Bergmanns Kommentar im ‘Standard’ beginnt mit „Sehr geehrter Herr Kardinal“ und endete mit besten Grüßen: „Darf ich auf Antwort hoffen?“

Darin bezieht er sich auf Kardinal Schönborns Jerusalemer Predigt gegen die ‘Mariatroster Erklärung’.

Der Journalist erklärt, daß der Kardinal die Bischöfe von damals nicht anklagen und der Sünde bezichtigen dürfe.

In der Zwischenzeit hat der Kardinal seine diesbezügliche Aussage bereits zurückgenommen.

Ist Kardinal Schönborn ein Rassist?

Bergmann erklärt dem Kardinal brühwarm, daß die europäische Bevölkerung nicht sterbe, sondern durch Immigration angeblich gehalten werde:

„Gehen Sie als Kardinal der Weltkirche (!) von einem Vorrang oder singulären Wert des ‘alten Kontinents’ aus?“ – fragt er dazu unterstellend und versteigt sich: „Hier lugt ein Gedankengut durch, gegen das ich Sie bis dato als immun vermutete.“

Das angebliche Gejammere vom sterbenden Europa führe in eine Gasse, in die der Kardinal „hoffentlich“ nicht wolle.

Mehr Privilegien, mehr Homos, weniger Familien, weniger Kinder

Zum Thema Homo-Unzucht kann Bergmann „intellektuell“ nicht verstehen, warum die Privilegierung von Sodomisten der Kinderzahl abträglich sein sollte.

Homos würden sich so oder anders nicht weniger fortpflanzen – erkennt er scharf und bemerkt nicht, daß das auch der Grund ist, warum Homo-Privilegien sinnlos sind.

Bergmann eilt von Unterstellung zu Unterstellung: „Ich möchte Sie nicht in jene sektiererisch engen Kreise einordnen, die in Homosexualität einen Untergang des Abendlandes vermuten.“

Im weiteren leugnet der frühere erzdiözesane Pressesprecher, daß die Kinderverhütung eine schwere Sünde ist. Dem Kardinal wirft er „Enge“ vor.

Der Kardinal läßt das Pamphlet beantworten

Am 10. Dezember schrieb Franz Eckert (52) – Integrationsbeauftragter im Generalsekretariat der Österreichischen Bischofskonferenz – im Auftrag des Kardinals dem ‘Standard’ eine Antwort.

Eckert ist verheiratet und Vater von sechs Kindern.

Er hat mit Bergmann lange Zeit gemeinsam für die Erzdiözese Wien gearbeitet.

Der Integrationsbeauftragte richtet aus, daß der Kardinal eine Stellungnahme aus dritter, juristisch-gesellschaftspolitischer Sicht einen Klärungsprozeß besser garantiert hätte.

Entsprechend wird Eckert vom ‘Standard’ als „Schönborn-Vertrauter“ tituliert. Als solcher befürwortet er die Einführung von Homo-Privilegien:

„Gegen einen Homosexuellen-Partnerschaftsvertrag, der die Rechtsbeziehungen gleichgeschlechtlicher Partner angemessen regelt und ihnen die notwendige Rechtssicherheit einräumt, ohne zu einem Abklatsch der Ehe zu werden, ist redlicherweise kein Einwand zu erheben.“

Der ‘Standard’ pfeifft – die Kirche tanzt

Eckert gibt Bergmann recht, daß diese Homo-Privilegien angeblich keinen Einfluß auf die demographische Situation hätten.

Nur eine „Ehe“ für Homo-Paarungen wirke sich auf die Kinderzahl aus.

Da die Kinderzahl mit der Förderung von Ehe und Familie zusammenhänge, entstehe auch eine Verbindung zwischen Homo-Konkubinat und Kinderarmut.

Zur Anti-Kinder-Pille erklärt Eckert etwas allgemein, daß dieses Hormonpräparat „eine tiefgreifende Neuregelung des gesamten Partnerverhaltens mit sich gebracht und zu gesellschaftlichen Umwälzungen geführt“ habe, an die vor vierzig Jahren niemand gedacht habe.

Zum Abschluß rechtfertigt er noch die umstrittene ‘Maria Troster Erklärung’.

Diese sei „keineswegs leichthin abgegeben“ worden, sondern es habe „gute Gründe“ gegeben:

„Die in der ‘Maria Troster Erklärung’ vorrangig betonte Gewissensentscheidung wird auch weiterhin oberste und letzte Instanz bleiben.“
      
19 Lesermeinungen
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#19   Jörg Guttenberger, Köln   22:30:46 | Donnerstag, 15. Januar 2009
Geschlecht – Gender
Ja, Herr Turk, Sie haben Recht!
Die Individualität des Menschen ist durch die göttliche Liebe grundgelegt: wir Menschen sind unterschiedlich, weil wir Menschen von Gott unterschiedlich (qualitativ, nicht quantitativ!) geliebt werden: so kann jeder Mensch sagen: „So, wie Gott mich liebt, liebt er keinen Anderen, und so, wie ich Gott liebe, kann er von keinem Anderen geliebt werden!“ Wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott, und Gott in ihm. Das garantiert unsere eigene, einmalige Individualität.
So hat Gott den einen Menschen zum Mann und den anderen zur Frau berufen. Gender ist daher eine Empörung gegen den liebenden Schöpferwilen Gottes, also eine Lieblosigkeit gegen die Liebe, die Gott laut Johannes bekanntlich selber ist!
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#18   Marcelus   16:28:41 | Freitag, 2. Januar 2009
Stellt diese Frage ein römisch-katholischer Christ?
Gotthard
worin besteht der Unterschied zwischen Mann und Frau, die heiraten?
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#17   Vineta   05:35:10 | Freitag, 2. Januar 2009
Bei dem von Rom protegierten Schönborn wundert einen gar nichts mehr –
auch nicht, wieso der Diplomtheologe Bergmann jahrelang Sprecher der Erzdiözöse Wien sein durfte, ein Diplomtheologe, der sich perfekt im Sinne der Political Correctness äußert, derzufolge man gefälligst zu applaudieren hat, wenn pornokratische Politiker die Fähigkeit und den Willen zu Familiengründungen unterminieren mit subventioniertem Pornomaterial und mit der Subventionierung des Homohedonismus, überdies den Massenmord an Ungeborenen mit Steuergeldern fördern – und dann auch noch mit der Nazikeule auf die losgehen, die im Import von Menschennachschub aus der islamischen Welt weder einen klugen Ausweg noch eine moralische Großtat sehen wollen, sondern nur einen zusätzlichen Brandsatz für den schnelleren Untergang.
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#16   ignosti †   00:52:21 | Freitag, 2. Januar 2009
Kopfhacker
Guckst du: Aktenzeichen 10 A 11717/03. OVG
ignosti, lächelnd
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#15   Dr. Guillotin   23:35:01 | Donnerstag, 1. Januar 2009
Und die Polygamie
Warum ist sie nicht anerkannt?
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#14   Heggi   22:45:29 | Donnerstag, 1. Januar 2009
Gotthard
Was sollen Sie auch anderes darauf antworten? Schwul zu sein hat ja noch immer einen Hautgout.
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#13   Gotthard   22:38:04 | Donnerstag, 1. Januar 2009
@Heggi
Sind Sie (so) schwul, daß Sie diesen Unterschied nicht (mehr) erkennen und nachfühlen könnnen,
no, bin ich nicht … shit auch, was?
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#12   Heggi   22:28:18 | Donnerstag, 1. Januar 2009
Gotthard
Das war genau die für Sie von mir geplante provokante Formulierung. Und Sie sind darauf gesprungen. Jetzt muß ich Sie fragen: Sind Sie (so) schwul, daß Sie diesen Unterschied nicht (mehr) erkennen und nachfühlen könnnen, einmal ganz abgesehen von der naturrechtlichen Zuordnung und Ihrem Verständnis dafür.
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#11   Gotthard   22:22:11 | Donnerstag, 1. Januar 2009
@Heggi
wie zwei Schwule, die nur auf Grund Ihrer gegenseitigen sexuellen Gier sich zusammengetan haben.
worin besteht der Unterschied zwischen Mann und Frau, die heiraten?
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#10   Heggi   22:05:32 | Donnerstag, 1. Januar 2009
Gotthard
Warum beantragt die Kirche nicht solche Rechtsbeziehungen zwischen Pfarrer und Haushälterin? Genau da wäre sie ebenfalls angebracht.
In der Tat eine interessante Frage! Die Antwort darauf kann rechtspositivistisch nur sein, weil man nicht für jede Gruppe Sonderregelungen schaffen kann. Diese Diskussion wurde je relativ breit bereits bei der Frage um homosexuelle Partnerschaften geführt. Tatsächlich gibt es über diese sexuellen Partnerschaften noch ganz andere Quasi-Lebenspartnerschaften, die erheblich stabiler sind, als diese in der Regel kurzlebigen sexuellen Gemeinschaften. Ich denke da an häusliche Lebensgemeinschaften von Geschwistern aus den verschiedensten Gründen oder Lebensgemeinschaften von Kindern mit ihren kranken Eltern oder freie Pflegegemeinschaften, die z.B. keine steuerlichen Vorteile genießen und auch im Erbrecht nicht so privilegiert sind wie zwei Schwule, die nur auf Grund Ihrer gegenseitigen sexuellen Gier sich zusammengetan haben.
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#9   Dr. Guillotin   21:44:16 | Donnerstag, 1. Januar 2009
Elijahu
Warum Todesstrafe? Kastration tut es doch auch?
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#8   Marcelus   21:39:36 | Donnerstag, 1. Januar 2009
Rechtsbeziehungen zwischen zwei Menschen, die nichts mit der Ehe zu tun haben,
sind doch ein Fortschritt für das soziale Gefüge des Staates, solange Sodomiten nicht heiraten.
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#7   Gotthard   21:37:24 | Donnerstag, 1. Januar 2009
@galatea
vielleicht liest Du noch einmal die von mir zitierte Erklärung!
Dort steht etwas von Rechtsbeziehungen, die auf Dauer angelegt sind, zwischen zwei Menschen, (die nicht heiraten können).
Warum beantragt die Kirche nicht solche Rechtsbeziehungen zwischen Pfarrer und Haushälterin? Genau da wäre sie ebenfalls angebracht.
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#6   Marcelus   21:35:52 | Donnerstag, 1. Januar 2009
Die bundesdeutsch-österreichischen Bischöfe haben in ihrem Ungehorsam gegen das päpstliche Lehramt
gesündigt, und tun dies immer noch, wenn diese an Erklärungen festhalten, die sich gegen eine verbindlich vom päpstlichen Lehramt gelehrte Lehre richten, und haben damit Millionen römische Katholiken in Deutschland irregeführt.
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#5   matt3   21:34:49 | Donnerstag, 1. Januar 2009
Schönborn wird ja hier zum Dauerbrenner…
da bin ich aber froh, dass der Kardinal schon sein diesseitiges Fegefeuer erlebt und ich so nahe am Brennpunkt des Geschehens bin.
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#4   Galatea   20:11:12 | Donnerstag, 1. Januar 2009
Lesen Sie, Herr Gotthard,
was mein Vorschreiber hier zitiert.
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#3   turk   20:07:09 | Donnerstag, 1. Januar 2009
Das ist ja wirklich lächerlich
Entweder wir sammeln mit dem sichtbaren Stellvertreter Christi auf Erden und bleiben katholisch, oder wir verlieren jede Glaubwürdigkeit. Die Ansprache Seiner Heiligkeit an das Kardinalskollegium (und somit auch an Seine Eminenz Christoph Kardinal Schönborn) www.vatican.va/…curia-romana_ge.html und die Mitglieder der römischen Kurie beim Weihnachtsempfang 2008 im Clementina-Saal am 22. Dezember 2008 ist der Maßstab: „Es ist nicht überholte Metaphysik, wenn die Kirche von der Natur des Menschen als Mann und Frau redet und das Achten dieser Schöpfungsordnung einfordert. Da geht es in der Tat um den Glauben an den Schöpfer und das Hören auf die Sprache der Schöpfung, die zu mißachten Selbstzerstörung des Menschen und so Zerstörung von Gottes eigenem Werk sein würde. Was in dem Begriff ‘Gender’ vielfach gesagt und gemeint wird, läuft letztlich auf die Selbstemanzipation des Menschen von der Schöpfung und vom Schöpfer hinaus. Der Mensch will sich nur selber machen und sein Eigenes immer nur selbst bestimmen. Aber so lebt er gegen die Wahrheit, lebt gegen den Schöpfergeist.“
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#2   Elijahu †   20:05:27 | Donnerstag, 1. Januar 2009
Ich plädiere für die Wiedereinführung der Todesstrafe für unbussfertige Homosexuelle
was kann ehrlicher und redlicher Weise gegen dieses Statement eingewendet werden?
1. Homosexuelle sind pervers
2. Gott hat Sodom zerstört wegen Homosexuellen
3. Homosex ist eine himmelschreiende Sünde
4. Homosex mit der menschlichen Ehe gleichzustellen zeigt nur wie tief die westliche Welt seit 1968 gesunken ist.
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#1   Gotthard   19:40:00 | Donnerstag, 1. Januar 2009
Zustimmung
„Gegen einen Homosexuellen-Partnerschaftsvertrag, der die Rechtsbeziehungen gleichgeschlechtlicher Partner angemessen regelt und ihnen die notwendige Rechtssicherheit einräumt, ohne zu einem Abklatsch der Ehe zu werden, ist redlicher Weise kein Einwand zu erheben.“
was kann ehrlicher und redlicher Weise gegen dieses Statement eingewendet werden?
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