11:49:28 | Samstag, 3. Januar 2009
Pius XII.
Auch wenn er nur ein dreckiger Papst und als Katholik von Natur aus ein Charakterlump war, so hat er dennoch irgendwie ein Recht auf einen guten Namen.

Auch Päpste haben irgendwie ein Recht auf einen guten Namen.
(kreuz.net) Ende Oktober kommentierte der New Yorker Journalist Melik Kaylan, die Nachricht, daß die
Heiligsprechung von Papst Pius XII. († 1958) unterwegs ist.
Sein Artikel erschien im New Yorker ‘Forbes’-
Magazin.
Darin erinnert Kaylan daran, daß vor allem von israelisch-jüdischer Seite heftige Angriffe
gegen den guten Ruf dieses Papstes lanciert wurden.
Der Journalist unterstreicht, keine Hinneigung zur
einen oder anderen Seite zu empfinden. Er erklärt aber, daß seine Freunde von der Stiftung
‘Pave the
Way’ in diese Thematik involviert sind:
„Ich kenne deren Mitglieder, ihre Redlichkeit und ihren unermüdlichen
Mut in allem, was sie tun, um den Frieden zwischen den Religionen ausbrechen zu lassen.“
Der Journalist
erinnert an die Aktivitäten der Stiftung: die Ausleihung von Originalkommentaren des jüdischen Theologen
Maimonides († 1204) durch den Vatikan an den Staat Israel, die Schenkung des ältesten Manuskriptes des
Vaterunsers an den Vatikan oder muslimische Hilfswerke, die Baby-Artikel an arme jüdische Mütter in
Israel verteilten.
Die Stiftung bat auch die israelische Regierung, den griechisch-orthodoxen Patriarchen
von Jerusalems endlich offiziell
anzuerkennen .
Kaylan erwähnt den Präsidenten der Stiftung, den Industrie-Ingenieur
Gary Krupp, ein Jude aus der Gegend von New York: „Angesichts unüberwindlicher Schwierigkeiten trägt
er eine ruhelose Unschuld im Gesicht“ – kommentiert Kaylan.
Dann erinnert er an das September-Symposium
der Stiftung zu Pius XII.: „Die US-Medien haben diesen Anlaß fast vollständig verschwiegen.“
„Angesichts
der vorgelegten Beweise und von allem, was ich gesehen habe, scheint es unwiderlegbar, daß Pius XII.
alles in seiner Macht getan hat, um Juden zu retten und in der Tat Tausende von ihnen – nach einer Schätzung
etwa 860.000 – rettete.“
Kaylan erinnert daran, daß Vertreter des Judentums nach dem Zweiten Weltkrieg
den Papst für seine Verdienste sehr lobten.
Diese Situation habe sich erst mit dem Schmierstück ‘Der
Stellvertreter’ des Haß-Autors Rolf Hochhuth geändert.
Hochhuth war – wie Kaylan weiß – ein
Instrument
des sowjetischen Geheimdienstes KGB. Die von ihm benützten Dokumente waren von dem Geheimdienst gefälscht:
„Aber die extreme Linke der damaligen Zeit leckte die Meldung auf und so gelangte diese These in die
öffentliche Meinung.“
Kaylan weiß den Code-Name des KGB-Verleumdungsprojektes: „Sitz 12“.
Er erinnert
daran, daß Reichskanzler Adolf Hitler († 1945) den Papst haßte und dieser sich sowohl gegen den Nationalsozialismus
und den Kommunismus wandte:
„Er kämpfte unaufhörlich gegen beide, aber die Sowjets überlebten ihn.
Deren Rache erreichte sogar den Westen.“
Diese Rache habe sogar zur Entstehung zweifelhafter Holocaust-Studien
geführt, die sich vor allem damit beschäftigte, den Ruf von Pius XII. zu beschmutzen.
Dann zählt Kaylan
Fakten auf:
• Der Vatikan stellte von 1939 bis 1945 etwa 1.600 Visen für Juden aus, die von Europa
in die Dominikanische Republik flüchteten.
• Von den etwa 8.000 römischen Juden überlebten etwa
7.000, weil sie in vatikanischen oder kirchlichen Gebäuden versteckt wurden.
• In Ungarn stellte die
Kirche etwa 80.000 Zertifikate für Juden aus, die sie als getaufte Katholiken auswiesen, um sie von Leid
zu verschonen.
• Die Kirche halft Tausenden Juden zur Flucht nach Rumänien. Von dort reisten etwa
360.000 Juden bis zum Jahr 1965 nach Israel.
Dann stellt Kaylan die Frage, warum der Papst sich mit öffentlichen
Anklagen des Nationalsozialismus und der Todeslager zurückhielt.
Er weist darauf hin, daß ein Drittel
des katholischen Klerus während des Krieges getötet wurde und der Papst selber bedroht war.
Dann zitiert
Kaylan den deutschen Diplomaten und Widerstandskämpfer Albrecht von Kessel († 1976) über die von den
Nationalsozialisten geplante Deportation der römischen Juden:
„Wenn sich der Papst einer solchen Maßnahme
widersetzt hätte, hätte sogar die Möglichkeit bestanden, daß er bei einem eventuellen Fluchtversuch
getötet worden wäre.“
Dennoch widersetzte sich der Papst dieser Maßnahme über die diplomatischen
Kanäle.
Kaylan ist überzeugt, daß der Papst gute Gründe hatte, sich mit öffentlichen Anklagen der
Nationalsozialisten zurückzuhalten: „Eine solche Auftritt schädigte die Juden sofort, weil sie zu Vergeltungsschlägen
führte.“
Kaylan erinnert an die 11.000 niederländischen Juden, die aufgrund eines Protestes der dortigen
Bischöfe deportiert wurden:
„Wir sollten uns auch daran erinnern, daß keine der alliierten Mächte
während des größten Teiles des Krieges etwas unternahm, um die Todeslager zu schließen oder Juden
zu retten.
Dagegen rettete Papst Pius XII. über mehr Jahre mehr Juden als jede andere internationale
Agentur.“
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