Protestantismus
Die Männer wollen immer weniger
Bei den Evangelischen macht sich die Angst vor einer drohenden Marginalisierung des Pfarrerberufes breit.
Protestantisches Abendmahl
Protestantisches Abendmahl
© James Emery, CC
(kreuz.net, Wiesbaden) Die Zahl der Kirchenaustritte im Gebiet der evangelischen Propstei Nassau-Süd bewegt sich nach Angaben der evangelischen Kirche auf relativ niedrigem Niveau. Jährlich wendet sich rund ein halbes Prozent der Gläubigen ab.

Das erklärt Propst Sigurd Rink nach Angaben der ‘Frankfurter Allgemeinen Zeitung’ bei der Jahrespressekonferenz der Propstei.

Zu der Propstei gehört die hessische Landeshauptstadt Wiesbaden und angrenzende Gebiete. Statistisch leben dort rund 350.000 Protestanten.

Innerhalb der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau gibt es sechs Propsteien, die sich jeweils aus mehreren Dekanaten zusammensetzen.

Anfang der neunziger Jahre bewegten sich die Kirchenaustritte – bedingt durch den seinerzeit neu eingeführten Solidaritätszuschlag – jährlich bei bis zu zwei Prozent.

Gegenwärtig kommt auf zwei Kirchenaustritte ein Eintritt. In Süd-Nassau hat man mit Taufen von Erwachsenen und Wiedereintritten rund 1.100 Mitglieder gewonnen.

Die evangelische Kirche verliere nach Rink vor allem in den Ballungsräumen Mitglieder. Dagegen gibt es in einigen, vor allem ländlichen Teilen des Kirchengebietes, kaum Austritte.

Kritisch sieht der Propst – nach Angaben der ‘Frankfurter Allgemeinen Zeitung’ – die Entwicklung in der Ausbildung von Pfarrern: Schon heute wird der Beruf von mehr Frauen als Männern ergriffen.

Frauen stellten mittlerweile zwei Drittel der Studienanfänger.

Die Kirche müsse überlegen, wie sie den Pfarrberuf für Männer „attraktiv“ halten kann – erklärt Rink.

Möglichkeiten, das Interesse männlicher Jugendlicher zu wecken, böten sich über die Jugendarbeit oder die im Schuldienst arbeitenden Pfarrer.

Zwar sind die Männer unter den ausgebildeten Pfarrern noch immer in der Überzahl: „Das wird sich aber rasant angleichen.“

Es sei „positiv“, wenn das Verhältnis ausbalanciert sei – erklärt Rink. Allerdings sei es nicht sinnvoll, wenn künftig immer weniger Männer den Beruf ergriffen.

Das sähen auch Frauen mit feministischer Einstellung so. Denn bei sinkendem Männeranteil, drohe die Marginalisierung des Pfarrberufs, wie es etwa in den Sozialberufen der Fall sei.
      
27 Lesermeinungen
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#27   nomen_domini   08:50:49 | Montag, 5. Januar 2009
Soll das Tradition sein?
Was uns hier mal wieder als sogenannte Tradition aufgetischt wird, ist eine familiäre Lebensform, die es innerhalb der gesamten Geschichte der katholischen Gesellschaft für 50-70 Jahre mit einem Höhepunkt in den 1950er Jahren gegeben hat. Familienmütter haben in der Vergangenheit in den allermeisten Fällen gearbeitet und waren nur selten die vor „den Gefahren der Welt“ geschützte Hausfrau. In den ärmeren Gesellschaftsschichten wurden die Kinder von der Großmutter erzogen. In den reicheren Familien wurden Kindererziehung und Haushalt von Bediensteten übernommen. Die hochgejubelte Kleinfamilie mit der Frau am Herd ist eine Erfindung des ausgehenden 19. Jahrhunderts und hat mit katholischer Tradition rein garnichts zu tun.
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#26   Samurai   22:08:02 | Sonntag, 4. Januar 2009
Ach, Compassion…
es geht dabei weder um die „gefährliche Welt“ :-D da draußen, noch um das Seelenheil der Frauen, sondern um ganz prakmatische Dinge.
Versuchen Sie mal als alleinstehende Mutter zwei Kinder mit einem finaziellen Budget über Wasser zu halten, das knapp über dem Sozialhilfe-Niveau liegt.
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#25   derLeser   22:04:06 | Sonntag, 4. Januar 2009
Galatea – Josef ist auch ein unverbesserlicher Romantiker
Ich selbst bin Mitglied der Organisation Katholischer Priester und ihrer Frauen, obwohl ich nie Priester war, und glaube da mit reden zu können.
Ich kenne eine Menge Priester, die sich irgendwann verliebt habe und denen ihr geliebten Priesterdienst, allein der von Jesus so hoch gepriesenen Leibe wegen, genommen wurde. Es sind meist die Besten, die irgendwann das Wunderbare der Liebe zu einer Frau erfahren und erkennen
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#24   Compassion   22:03:19 | Sonntag, 4. Januar 2009
Samurai,
warum kann man den Gedanken denn nicht ernst nehmen ? Wollen Sie die Frauen lieber einsam zu Hause sitzen sehen ? Oder den Gefahren der Welt ausgeliefert ?
Da ist es doch besser sich um sein Seelenheil zu kümmern und ein spirituelles Leben zu führen.
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#23   Galatea   21:55:09 | Sonntag, 4. Januar 2009
Herr Leser, Thinking Joe hat einen neuen Gedanken…
…entwickelt und ins Netz gestellt.
Frauen sind Männern ebenbürtig.
Sie wollen ihn doch wohl nicht ernsthaft an der Weiterführung seiner Gedankenkette hindern wollen, Gott bewahre.
Lauschen wir doch einfach darauf, was noch komme – hoffentlich recht bald.
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#22   Samurai   21:54:42 | Sonntag, 4. Januar 2009
@ Galatea
Den Vorschlag, Frauen sollen sich nur um die Kinder kümmern oder in einen Orden eintreten kann man nicht ernstnehmen.
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#21   derLeser   21:48:02 | Sonntag, 4. Januar 2009
comical josef
:-D
hams dich wieder ausgelassen ?
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#20   joberens   21:45:10 | Sonntag, 4. Januar 2009
Ihr LIeben
Was sollen die Träumereien. Vor Gott dürften die Frauen doch nun wirklich nicht minderwertiger sein als die Männer.
Alle Welt strebt nach Gleichberechtigung der Geschlechter. Nur in Rom hat man noch Probleme damit und versucht händeringend allerlei unmögliche Dinge dagegen zu finden und zu erfinden.
Aber auch da ist die evangelische Kirche uns Katholiken wieder um Längen voraus.
Irgendwann wird man aber auch bei uns, allein schon aus Glaubwürdigkeitsgründen, umdenken müssen.
Ich bin davon überzeugt, daß es irgendwann einen klugen und einsichtigen Papst geben, der den Frauen sogar auch das Priestertum nicht mehr verwehren wird.
Josef Berens
(als einfacher, denkender Katholik
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#19   Galatea   21:13:47 | Sonntag, 4. Januar 2009
Lieber Herr Gotthard,
der oder die Leserin Compassion schlägt als einzige Lebensperspektive für Mädchen, die nicht heiraten wollen, einen Orden vor.
Sie werden das doch wohl nicht etwa ernst nehmen.
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#18   Gotthard   21:03:40 | Sonntag, 4. Januar 2009
@compassion
Falls die Mädchen dennoch eine Tätigkeit anstreben können sie ja als Hilfskräfte z.B. im Altenheim eingesetzt werden… Sie könnten den alten Leuten … beim Gang zur Toilette behilflich sein.
Hurra, wir schicken unsere Mädchen nach der Erstkommunion statt in die Ministrantenstunde ins Altenheim… damit ist dort der Pflegenotstand behoben … und alle Macho-Katholiken sind zufrieden.
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#17   Compassion   19:16:50 | Sonntag, 4. Januar 2009
Samurai,
die Realität ist mir durchaus bekannt.
Und um hier keine falschen Vermutungen aufkommen zu lassen.Ich war immer berufstätig.Meistens Vollzeit.Mit Kindern.Aber dafür wird man als Frau ja noch schief angeguckt.
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#16   Galatea   19:10:26 | Sonntag, 4. Januar 2009
Während hier…
www.welt.de/…cht-zu-arbeiten.html
nur noch das „zu“ fehlt. Die schlimmen deutschen Frauen, die trauen sich was, ihre Kinder selber erziehen zu wollen! Die sollen gefälligst arbeiten gehen und Vater Staat die Erziehung überlassen!
Wobei es immer mehr Frauen dämmert, wie sehr sie eigentlich betrogen werden.
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#15   Kunstmaler †   19:03:10 | Sonntag, 4. Januar 2009
Samurai
Da gebe ich Ihnen Recht – die Frau muss auch arbeiten und hat somit leider eine Doppelbelastung zu tragen. Außerdem muss auch sie eine Pensionsvorsorge tragen und kann nicht immer vom Geld vom Mann abhängig sein.
Das ist Realität – da haben Sie recht.
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#14   Samurai   18:59:12 | Sonntag, 4. Januar 2009
@ Compassion
Nur, um einmal die Realität darzustellen:
Ich kenne aus dem eigenen Bekanntenkreis Frauen, die trotz Kind(er) zumindest halbtags arbeiten, und zwar aus folgenden Gründen:
– Ohne die Arbeit der Frau würde das Geld nicht reichen.
– Nach drei Jahren Babypause hätte sie keine (!) Chance, wieder in ihrem Beruf anzufangen und
– viele Männer sind leider immer noch nicht bereit, ihrerseits ein Erziehungsjahr zu nehmen oder gar mehrere- die Karriere könnte ja darunter leiden.
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#13   Compassion   18:47:27 | Sonntag, 4. Januar 2009
Samurai,
wenn sich eine Frau dem Dienst an der Familie verweigern und lieber einer Berufstätigkeit nachgehen möchte, kann sie dies ja tun.Zum Beispiel im geschützten Kreis einer Ordensgemeinschaft.Dort lebt sie in Gemeinschaft und ist nicht den Versuchungen der Welt ausgesetzt.
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#12   Kunstmaler †   18:36:02 | Sonntag, 4. Januar 2009
Samurai
Das Kinderkriegen muss aber leider noch die Frau erledigen – auch wenn es viele hier stört.
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#11   Compassion   18:33:19 | Sonntag, 4. Januar 2009
joberens
ich schreibe das Jahr 2009 :-)
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#10   Samurai   18:32:51 | Sonntag, 4. Januar 2009
@ Compassion
Wissen Sie, in Ordnung, dann führen wir erstmal einen dem Zivi vergleichbaren Dienst für Mädchen ein, ok.?
Aber im Ernst:
Sind Sie der Überzeugung, die (!) Bestimmung der Frau wären die drei K?
KInder,Küche,Kirche
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#9   Kunstmaler †   18:32:06 | Sonntag, 4. Januar 2009
die Zeit
Christus war vor der irdischen Zeit mit Gottvater bereits eins.
Christus spricht: Der Teufel hat keine Zeit mehr!
Was sagt uns das – dass der Teufel die Zeit oft als Ausrede für seine Sünden nimmt. Das ist ja nicht mehr modern usw.
Gott ist zeitlos, denn das Paradies ist die EWIGKEIT !
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#8   Doriano   18:28:13 | Sonntag, 4. Januar 2009
In einer Zeit…
…in der durch die Infiltritation des Minstrantendienstes durch Mädchen die Berufungen zum Priestertum noch weiter zurückgehen werden. Woher kommen wohl die meisten Berufungen? Aus der Schar der Ministranten natürlich.
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#7   joberens   18:23:07 | Sonntag, 4. Januar 2009
compassion
Darf ich Dich einmal fragen, in welcher Zeit Du zu leben glaubst?
Josef Berens
(als einfacher, denkender Katholik
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#6   Compassion   17:36:00 | Sonntag, 4. Januar 2009
Das Ministrantenamt sollte nur
Jungen zugänglich sein.Der Dienst am Altar sollte nicht von Mädchen ausgeführt werden.
Falls die Mädchen dennoch eine Tätigkeit anstreben können sie ja als Hilfskräfte z.B. im Altenheim eingesetzt werden.Es gibt dort genug zu tun.Sie könnten den alten Leuten vorlesen,Essen anreichen,beim Gang zur Toilette behilflich sein.So werden die sozialen Tätigkeiten gefördert,die im späteren Leben als Familienmutter gebraucht werden.
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#5   ignosti †   17:22:02 | Sonntag, 4. Januar 2009
@Siegfried
in der Kathoischen Kirche vertreiben die Mädchen die Knaben vom Altar als Ministrant und Altardiener;
Wenn das stimmt, sieht man daran den verderblichen kath. Einfluss der Pfa…, äh Priester.
Welcher gesunde und natürliche Knabe würde nicht mehr ministrieren wollen, nur weil auch ein Mädchen das tun darf? Derartige Spinnereien wurden in die Jungen eingeimpft, von ihnen selbst kommt eine derartige sexistisch-kranke Einstellung nicht!
Im Sport, in der Freizeit, in der Schule – ja selbst in der Familie, Siegfrigd! – sind sie mit den schlimmen Mädchen zusammen. So was aber auch!
ignosti, kopfschüttelnd lächelnd
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#4   Vieira   17:04:48 | Sonntag, 4. Januar 2009
Die Anthropologie stimmt,
wenn Frauen ein Abendmahl bereiten.
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#3   Dr. Schlämmer   16:02:37 | Sonntag, 4. Januar 2009
Was man auch sagen sollte …
Summa summarum kein Personalmangel dort, bei den Nassauern.
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#2   Joseph von Eichendorff   15:48:03 | Sonntag, 4. Januar 2009
Wo ist denn das Problem?
Nach eigenem Verständnis gibt es doch bei Protestantens kein besonderes Priesteramt, weshalb sollten dann für einen Laiendienst Männer bevorzugt werden? Von mir aus können das gerne die Frauen machen, jedenfalls bei den Protestanten.
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#1   Siegfried   14:55:36 | Sonntag, 4. Januar 2009
Verdrängung der männlichen Pastoren in den evgl. Bekenntnissen,
in der Katholischen Kirche werden die männlichen Ministranten verdrängt und dadurch nach und nach die männlichen Bewerber für das Priesteramt.
Beide großen Bekenntnisse haben nun die Erfahrung gemacht mit welche Aktivität die Männer vertrieben werden.
>:) In der christlichen Welt hat die Genedertheorie bereits ihre Ergebnisse hervorgebracht. In Europa ist es zur politischen und seit 2009 in der europäischen Werbung zum Gesetz geworden.
>:) :-! Es gibt keine Unterschiede nur die Wahrheit:
^-^ in der Kathoischen Kirche vertreiben die Mädchen die Knaben vom Altar als Ministrant und Altardiener;
^-^ bei den Protestanten die weiblichen Pastoren die männlichen Pastoren aus ihrer Gemeinschaft.
Auch unsere Bischöfe wissen, so auch der Hl. Stuhl, wer die Mädchen zum Altardienst ruft, der muß in absehbarer Zeit die Frauen zum Seelsorgeamt der Kirche weihen, sonst stirbt die Kirche sofort. Mit der Zulassung zur Weihe stirbt die Kirche auch, nur etwas verzögert, solangfe noch Geld da ist.
Unsere Bischöfe haben diesen Verlauf bereits im Jahre 1988 erkannt und in der Broschüre für den Ministranten und Ministrantinnen-Dienst der Öffentlichkeit mitgeteilt.
>:) Aber nach Gender muß die Handlung so bleiben.
>:) Schade um die Kirche,
Der Ungehorsam ist teuflisch >:) und tödlich o^/ die letzte macht bitte das Licht aus. :(3 Danke
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