Österreich
„Ich bitte Sie, mich nicht auf dieses Wort zu fixieren“
Auch dieses Jahr sparte der Wiener Kardinal nicht mit
Null-Kalorien Wortspeisungen zum Weihnachtsfest.
Christoph Kardinal Schönborn von Wien
Christoph Kardinal Schönborn von Wien
(kreuz.net) Christoph Kardinal Schönbon von Wien kam in der Vorweihnachts- zeit gar nicht mehr aus dem Geben von Interviews heraus.

Das bemerkte der antikatholische Journalist Günter Traxler am 30. Dezember in einem Kommentar für die kirchenfeindliche Wiener Tageszeitung ‘Der Standard’:

„Eine synoptische Fassung der Predigten, die der Kardinal den Schlange stehenden Journalisten gehalten hat, würde den Rahmen dieser Kolumne sprengen“ – kapituliert der Journalist.

Fast allen kirchenfürstlichen Wortspeisungen sei die „übliche Unzufriedenheit mit einigen gesellschaftlichen Erscheinungen“ gemein gewesen:

„Allmählich erreicht die homiletische Ausgestaltung seiner Interviews die Qualität neurolinguistischen Programmierens“ – so Traxler.

Als Beispiel nennt er die Wunschliste, die der Kardinal am 24. Dezember in der österreichischen Tageszeitung ‘Kurier’ deponierte:

„Keinesfalls wollte ich meinen verehrten Vorvorgänger Kardinal König und die Bischöfe von damals einer Haltung der Untreue gegenüber dem Evangelium zeihen“ – zitiert Traxler den Kardinal und weist darauf hin, daß er seinen Vorgängern in einer Jerusalem-Predigt ausdrücklich Sünde vorgeworfen hatte.

Auch im ‘Standard’ sei der Kardinal beim Thema „Sünde“ mit einer subtileren Formulierung in Sachen Jerusalem-Predigt in Erscheinung getreten:

„Ich bitte Sie, mich nicht auf dieses Wort zu fixieren. Es hat einen ganz bestimmten Platz in einer ganz bestimmten Situation gehabt.“

Traxlers Kommentar: „Noch überzeugender, warum man ihn nicht auf dieses Wort fixieren sollte, kam er mit dem Hinweis rüber: Meine Äußerungen in Jerusalem waren ursprünglich ja nicht für einen öffentlichen Kreis bestimmt.“

Der Journalist pflichtet dem Kardinal bei: „Wenn er schon ein Wort gebraucht, das nicht auf jene gemünzt ist, auf die es zielt, und das auch nur in einem privaten Kreis, dann ist es nur unverschämt von der Presse, ihn partout darauf fixieren zu wollen.“

Traxler bemerkt auch, daß der Kardinal die Straffreiheit des Schwangerschaftsabbruchs zunehmend im Kontext der demografischen Explosion und kaum noch im Kontext der Sünde beklagt.

Außerdem sei seine Berufung auf einen „unverdächtigen Zeugen“ wie den Erfinder der Pille Carl Djerassi ein weiterer Beweis dafür, „wie ungerecht es wäre, ihn auf dieses Wort zu fixieren.“

Was Traxler dem Kardinal nicht abgenommen hätte, glaubt er Djerassi von Herzen:

„Wenn sogar der Erfinder der Pille sagt, daß in Österreich drei Kinder pro Familie notwendig wären, um die Bevölkerung zu halten, hat er es endlich vom Pillenvater zu einem Kronzeugen der Kirche geschafft, weshalb sein demografisches Wort problemlos als Hirtenwort herhalten kann.“

Ein Wort des Trostes aus des Kardinals Mund findet Traxler ferner in dessen Kommentar für die ‘Kronen Zeitung’.

Dort gab der Kirchenfürst zum Besten, daß Weihnachten 2008 wieder zu einem Fest der Besinnung geworden sei. Er habe in den vergangenen Wochen beobachtet, „daß viele Menschen stärker über beständige Werte wie Familie und Kirche nachdenken“ – erklärte der Kardinal.

Der Grund: Viele kleine Sparer seien direkt oder indirekt von der Wirtschaftskrise betroffen.

Dann kam Kardinal Schönborn zur spirituellen Ausbeute seiner Erkenntnis: „Man wirft der Kirche immer vor, zu konservativ zu sein. Jetzt plakatieren sogar Banken, konservativ anzulegen.“

Traxler kann es sich nicht verkneifen: „Man darf daher auch sie nicht auf das Wort Sünde fixieren – selbst wenn ‘s schwerfällt.“
      
11 Lesermeinungen
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#11   DJM †   20:38:14 | Montag, 9. Februar 2009
Helene Stöcker
… setzte sich aktiv für die sexuelle Befreiung der Frauen ein. In ihrer Zeitschrift Die neue Generation forderte sie eine „neue Ethik“ und dass Frauen ihre Sexualität auch außerhalb der Ehe frei leben dürften. Stöcker plädierte des Weiteren für die Straffreiheit der Abtreibung und der männlichen Homosexualität. – Weiterlesen …w.stopczyk-philosophie.de/HelStoecker.htm .
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#10   Günther-Georg   09:58:33 | Donnerstag, 8. Januar 2009
Sympathie für Schönborn
Wenn man hier liest, mit welcher Häme kreuznet den Wiener Erzbischof verfolgt, könnte man fast ein wenig Symphathie für ihn empfinden.
In einer derartig komlexen Welt, in der von Preistern Anworten auf fast alles, von der Gentechnik bis zur immwährenden Jungfäulichkeit abgefordert werden, einen klare Linie zu halten, ist nicht einfach. Nur Fundamentalisten haben immer und überall auf alles und jedes eine klare, aber zumeist falsche Antwort.
Freilich: auch Schönborn gehört zu den Totengräbern der kirchlichen Erneuerung, also hält sich die Sympathie doch in Grenzen!
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#9   katharina1963   12:15:49 | Mittwoch, 7. Januar 2009
Manchmal…
… denke ich mir, dass jemand, der in kreuz.net niedergemacht wird, auf dem richtigen Weg ist!!! Das gilt natürlich nicht für alle, aber sachliche Berichterstattung sollte mann/frau auf dieser Homepage auch nicht erwarten!
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#8   Josef Preßlmayer   07:16:15 | Mittwoch, 7. Januar 2009
Schönborns Eiertanz um die Sünde
Das Ping-Pong-Turnier das sich Schönborn mit diversen Journalisten liefert, ist ein seichtes Wortgetrommel.
Es vermeidet geflissentlich die Tatsache, dass in der Sondermüll-Deponie am Wiener Rautenweg die Asche von ca. 2 Millionen ungeborenen Kindern aus Österreich im sogenannten „Ringwall“ zur Stabilisierung der Deponie einzementiert ist.
Weder die Journalisten noch den Kardinal schert dieser wahrhafte Baby-Holocaust!
Statt dessen führt der Kardinal mit den Journalisten einen Eiertanz um das Wort Sünde auf, während sie nicht hören, wie das Blut der unschuldigen Kinder zu Abertausenden zum Himmel schreit.
Am 7. 11. 08 waren zwei Dutzend Journalisten anwesend als es der Kardinal ablehnte, den vorgelegten „Beratungsschein“ der „Aktion Leben“ zu kommentieren, welche von der Kirche, deren Teil sie als Angliederung der „Katholischen Aktion“ ist, ideell und finanziell unterstützt wird.
Einzig der „13.“ berichtete ausführlich darüber, wie der Kardinal angesichts der erwiesenen Mitwirkung am Baby-Genocid neuerlich diese Zulieferer der Baby-Schlachthäuser über den grünen Klee für ihr „großes Engagement für den Lebensschutz“ lobte und sich damit selbst am „verabscheuungswürdigen Verbrechen der Abtreibung“ beteiligte und sich wieder selbst exkommunizierte.
Dies alles geschah angesichts des von der „Aktion Leben“ ausgestellten „Beratungsscheines“!
Somit suhlt sich der Kardinal in den Sünden seiner Vorgänger, während er sich am Massenmord der ungeborenen Kinder beteiligt!
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#7   Galatea   23:04:32 | Dienstag, 6. Januar 2009
Herr Confiteor,
das tollste an dem Tollen Tag ist, das unser Heiland nicht nur Besuch bekommen hat von netten Onkels.
Diese Onkels, die kamen aus dem Morgenland. Nette, ferne Onkels, die ein Kindlein anzubeten angereist waren.
Daher der Name: Epiphanie. Erscheinung: Gott ist – als Baby in der Krippe – zuerst den Hirten, dann aber, als zweites, heidnischen Königen erschienen.
Ein Hinweis darauf, das dank dieses denkwürdigen Ereignisses der Gott der Juden sich allen Völkern offenbart hat.
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#6   Gotthard   22:59:04 | Dienstag, 6. Januar 2009
toller Zeuge!
welch toller Zeuge!
Das bemerkte der antikatholische Journalist Günter Traxler am 30. Dezember in einem Kommentar für die kirchenfeindliche Wiener Tageszeitung ‘Der Standard’
da kann ein anti-katholischer Journalist in einer kirchenfeindlichen Zeitung über den Wiener Erzbischof herziehen – er wird hier zitiert und zitiert und zitiert!
ein wahrhaft katholisches Portal!
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#5   Biene Maja   22:12:32 | Dienstag, 6. Januar 2009
Vineta
das hab ich heute auf einem anderen Medium gehört
das Östrogen wird von den Frauen ausgeschieden
das bewirkt die Sterilität bei Männern und auserdem
hat die Pille eine abtreibende Wirkung vielfach schon gehört Umweltverschmutzung ist das
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#4   Friedrich Spee   21:59:18 | Dienstag, 6. Januar 2009
Zehnter: Wozu?
Wer zu seinen Aussagen steht, der sollte schon seinen persönlichen Namen mutig drunter setzen.
Aha. Und wozu? Damit man bekloppte Briefe bekommen kann zum drüber lachen oder was?
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#3   Vineta   21:59:10 | Dienstag, 6. Januar 2009
Schönborn, dieser seltsame Mitstreiter des Papstes
hätte zur Maria Troster Erklärung sagen können, sie habe bedauerlicherweise die ungehemmte Zügellosigkeit beim Sex nicht ebenso verurteilt wie die beim Essen und Trinken. Und er hätte ergänzen können, was dieser Tage Zeitungen berichten, nämlich, daß östrogenhaltige Präparate krebserregend sind, daß sie tonnenweise in die Umwelt gelangen und die Männer so zunehmend steril machen und daß die Verhütungspille auch schon befruchtete Eizellen abtreibt.
Nein, statt dessen fiel ihm , dem sonst soviel an der Political Correctness und dem Wohlbefinden derer liegt, die Mitteleuropa islamisieren – hört, hört – NUR ein, daß die die Antibabypille verharmlosende Maria Troster Erklärung der katstrophalen demographischen Entwicklung Vorschub leistet(e).
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#2   Tolerant   21:56:39 | Dienstag, 6. Januar 2009
Hat der Schreiber aus Demut keinen Namen?
Sorrores et Fratres
Ich bin ja in dieser angeblich „katholischen“ Kampfarena neu.
Es fällt auf, dass hier Beiträge anonym geschrieben werden. Wer zu seinen Aussagen steht, der sollte schon seinen persönlichen Namen mutig drunter setzen.
Immer mehr komme ich in diesem, mit Verlaub, o^/ „KREUZ-otternNEsT zu der Überlegung, ob es nicht doch im Fegefeuer einen Kessel für giftige Zungen gibt. – Kann ja sein, das hier der Tummelplatz für die STREITENDE KIRCHE ist.
Schalom Bruder David*Ho Zehnter, Religionspädagoge
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#1   Confiteor   20:02:18 | Dienstag, 6. Januar 2009
Hat man heute hier
schon mal was über den Dreikönigstag gelesen. Ich nicht. Also schreibe ich: Der Drei-Königs-Tag ist ein liebenswürdiger Feiertag, weil an ihm die zwölf heiligen Nächte zuende gehen und weil der Legende nach drei weise Männer in Bethlehem aufgetaucht sind, um JX im Stall zu besuchen und ihm königliche Gaben: Gold Weihrauch, Myrrhe zu überbringen und ihn als König zu ehren…
Dafür liest man wie schon immer das alte Gezanke hier, das niemand mehr für ernst nehmen kann.
20 C+M+B 09
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