17:07:54 | Dienstag, 6. Januar 2009

Christoph Kardinal Schönborn von Wien
(kreuz.net) Christoph Kardinal Schönbon von Wien kam in der Vorweihnachts- zeit gar nicht mehr aus dem
Geben von Interviews heraus.
Das bemerkte der antikatholische Journalist Günter Traxler am 30. Dezember
in einem Kommentar für die kirchenfeindliche Wiener Tageszeitung ‘Der Standard’:
„Eine synoptische Fassung
der Predigten, die der Kardinal den Schlange stehenden Journalisten gehalten hat, würde den Rahmen dieser
Kolumne sprengen“ – kapituliert der Journalist.
Fast allen kirchenfürstlichen Wortspeisungen sei die
„übliche Unzufriedenheit mit einigen gesellschaftlichen Erscheinungen“ gemein gewesen:
„Allmählich
erreicht die homiletische Ausgestaltung seiner Interviews die Qualität neurolinguistischen Programmierens“ –
so Traxler.
Als Beispiel nennt er die Wunschliste, die der Kardinal am 24. Dezember in der österreichischen
Tageszeitung ‘Kurier’ deponierte:
„Keinesfalls wollte ich meinen verehrten Vorvorgänger Kardinal König
und die Bischöfe von damals einer Haltung der Untreue gegenüber dem Evangelium zeihen“ – zitiert Traxler
den Kardinal und weist darauf hin, daß er seinen Vorgängern in einer
Jerusalem-Predigt ausdrücklich
Sünde vorgeworfen hatte.
Auch im ‘Standard’ sei der Kardinal beim Thema „Sünde“ mit einer subtileren
Formulierung in Sachen Jerusalem-Predigt in Erscheinung getreten:
„Ich bitte Sie, mich nicht auf dieses
Wort zu fixieren. Es hat einen ganz bestimmten Platz in einer ganz bestimmten Situation gehabt.“
Traxlers
Kommentar: „Noch überzeugender, warum man ihn nicht auf dieses Wort fixieren sollte, kam er mit dem Hinweis
rüber: Meine Äußerungen in Jerusalem waren ursprünglich ja nicht für einen öffentlichen Kreis bestimmt.“
Der Journalist pflichtet dem Kardinal bei: „Wenn er schon ein Wort gebraucht, das nicht auf jene gemünzt
ist, auf die es zielt, und das auch nur in einem privaten Kreis, dann ist es nur unverschämt von der
Presse, ihn partout darauf fixieren zu wollen.“
Traxler bemerkt auch, daß der Kardinal die Straffreiheit
des Schwangerschaftsabbruchs zunehmend im Kontext der demografischen Explosion und kaum noch im Kontext
der Sünde beklagt.
Außerdem sei seine Berufung auf einen „unverdächtigen Zeugen“ wie den Erfinder
der Pille Carl Djerassi ein weiterer Beweis dafür, „wie ungerecht es wäre, ihn auf dieses Wort zu fixieren.“
Was Traxler dem Kardinal nicht abgenommen hätte, glaubt er Djerassi von Herzen:
„Wenn sogar der Erfinder
der Pille sagt, daß in Österreich drei Kinder pro Familie notwendig wären, um die Bevölkerung zu halten,
hat er es endlich vom Pillenvater zu einem Kronzeugen der Kirche geschafft, weshalb sein demografisches
Wort problemlos als Hirtenwort herhalten kann.“
Ein Wort des Trostes aus des Kardinals Mund findet Traxler
ferner in dessen Kommentar für die ‘Kronen Zeitung’.
Dort gab der Kirchenfürst zum Besten, daß Weihnachten
2008 wieder zu einem Fest der Besinnung geworden sei. Er habe in den vergangenen Wochen beobachtet, „daß
viele Menschen stärker über beständige Werte wie Familie und Kirche nachdenken“ – erklärte der Kardinal.
Der Grund: Viele kleine Sparer seien direkt oder indirekt von der Wirtschaftskrise betroffen.
Dann kam
Kardinal Schönborn zur spirituellen Ausbeute seiner Erkenntnis: „Man wirft der Kirche immer vor, zu konservativ
zu sein. Jetzt plakatieren sogar Banken, konservativ anzulegen.“
Traxler kann es sich nicht verkneifen:
„Man darf daher auch sie nicht auf das Wort Sünde fixieren – selbst wenn ‘s schwerfällt.“
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#11
DJM † 20:38:14 | Montag, 9. Februar 2009
#7
Galatea 23:04:32 | Dienstag, 6. Januar 2009
#6
Gotthard 22:59:04 | Dienstag, 6. Januar 2009
#5
Biene Maja 22:12:32 | Dienstag, 6. Januar 2009
#3
Vineta 21:59:10 | Dienstag, 6. Januar 2009
#2
Tolerant 21:56:39 | Dienstag, 6. Januar 2009
#1
Confiteor 20:02:18 | Dienstag, 6. Januar 2009